Montag, 14. September 2009

Zufriedenheit und mystisch-kosmischer Schnick-Schnack...



Hallo Liebes,

Tag 178 Gestern hatte ich mal wirklich einen richtig aufschlussreichen Tag, mit ganz viel mystisch-mosmischem Schnick-Schnack obendrein.

Das Erste, was ich in Erfahrung gebracht habe war, dass das mit der Ver- und Entgiftung genauso funktioniert wie die Homeopathie. Ich habe den Lauf ohne Probleme durchgehalten, aber, zum einen gab es ganz viele Nüsse und den Alkohol drum rum, dann hab ich bei Ina zuhause auch noch einen Kaffee getrunken. Der Körper war so vergiftet, dass ich keine Entgiftungerscheinungen hatte, ich habe mein eigenes Tempo gemacht und habe für 15,8 km 1:34 h gebraucht. Kein Weltrekord aber ungefähr das, womit ich gerechnet habe. Ina war schneller und J. noch schneller.

Dem brauchte ich übrigens nicht aus dem Weg zu gehen. Er hat sich irgendwie zusammen gerissen und die Kommunikation funktionierte. Er tat mir aber leid, da sein Archillessehnen-Operation nicht das gehoffte,schmerzfreie Sporttreiben gebracht hat. Er hat irgendwie eine Entzündung in der Sehne und hat die Entzündungshemmenden Medikament abgesetzt nachdem die Packung leer war. Ich hab mal so angemerkt, dass es ja auch Entzündungshemmende Nahrungsmittel gibt, wie Ingwer und die könne er ja mal versuchen. Vielleicht bleibt das hängen. Der Typ tut mir immer leid weil er irgendwie so hilflos ist in allen Belangen und gleichzeitig total männlich. Ist schon komisch.

Wir sind nach dem Lauf die Verpflegungsstation entlang und haben Bananen, Müsliriegel und alkoholfreies Bier konsumiert und nach dieser Erfahrung denke ist, ist die Verpflegungsstation auch bei anderen Leuten nur dazu da Entgiftung zu unterdrücken. Das hat nämlich auch geholfen. Ich kam mit einem leichten Kopfdrücken ins Ziel und nach dem Essen verflog das auch. Otto Normalverbraucher hätte gedacht durch das Essen käme er zu Kräften aber so schnell wirkt Essen garnicht.

Danach waren wir noch mal bei Ina, auf noch einen Kaffee und ein paar Kekse und ich hab mich den Rest des Tages super gefühlt und da kann mir keiner sagen, Kekse, Kaffee und Bier haben Nährstoffe die mir gefehlt hätten, die ich jetzt aufgenommen habe und dass es mir aufgrund dessen besser geht. Entgiftung ist absolut real. Der Trick ist jetzt nach dem Marathon die Entgiftung zu betreiben damit ich endlich die Vorteile von Dr. Grahams Theorie im Sport auch erleben kann. Ich will die Fähigkeit haben einen Marathon mühelos laufen zu können.



Danach bin ich nach Hause, unter die Dusche und hatte dann noch ein bißchen Zeit für mich bis mein Date kam. Hab noch grob sauber gemacht und darauf geachtet, dass ich keinen extremen Katzengeruch in der Wohnung habe.

Um punkt 16 Uhr war er dann da, sehr lobenswert, hatte ein Stäusschen Blumen dabei (ich hätte mich früher schon mal mit einem Gärtner verabreden sollen) und blieb bis kurz vor Zehn – und weil ich weiß, dass er das hier ließt bleibe ich mal bescheiden mit den privateren Information. Es war ernährungswissenschafftlich aber sehr interessant und unser gemeinsames Abendessen war der Hammer. So ursprünglich. Es gab Salat, Bananen und Trauben und weil ich sowieso keine Teller besitze, die gehörten André, war es klasse, dass das so ursprünglich war. Es fühlte sich toll an so wenig Aufwand zu betreiben.

Ich hatte aber Nachmittags schon einen Salat gemacht und zwar aus Täglich frische Salate erhalten Ihre Gesundheit: Mit einem Vorwort der "Fit for life"-Autoren Harvey und Marilyn Diamond. Ich habe das Buch schon Ewigkeiten, aber es ist mehr ein Sachbuch als ein Kochbuch obwohl 70 Salatrezepte drin stehen. Ich habe keins der Rezepte je gemacht und muss jetzt feststellen, dass das eine totale Schande ist, weil diese Rezepte sehr in Richtung 80/10/10 tendieren. Ich glaube Öl und Salz ist in keinem einzigen Rezept, höchstens Avocado oder Oliven oder auch Hüttenkäse (Dr. Walker propagiert nicht die vegane sondern die vegetarische Rohkost) Der Salat von gestern war der Hammer und das Buch kostet ein Appel und ein Ei und gibt’s in jedem Buchladen. Mal was anderes in der Rohkost

Den Rest des Tages habe ich mich dann also toll ernährt und die Entgiftung ging dann auch sofort wieder los, was ich daran gemerkt habe, dass ich im Gegensatz zu meinem Date Durst hatte. Viel Durst und der Urin war natürlich dunkel heute früh.

Gestern Nacht bin ich dann noch auf ein Interview mit Angela Stokes gestoßen und da ich den Eindruck habe, dass besonders viele Rohkosteinsteiger zu meinem Blog finde, möchte ich euch das nicht vorenthalten. Sie erklärt, wie sie zur Rohkost kam. Sie hat Victoria Boutenkos Buch „Raw Family“ gelesen und ist am nächsten Tag auf Rohkost umgestiegen und blieb dann eine Woche bei 100% Rohkost. Das wars. Mehr ging für sie nicht. Sie blieb dann mehrere Jahre bei etwa 70% Rohkost und erst als ihre Intuition ihr sagte, dass sie reif sei für 100% hat sie diese Umstellung gemacht.

Für die meisten Menschen ist es besser sich nicht zu radikal umzustellen, sondern immer mehr Rohkost in den Alltag zu integrieren und sich immer mehr vorzuarbeiten. So läuft die Entgiftung schonender ab und man hat die Möglichkeit neue Gewohnheiten nach und nach zu festigen. Für mich war so eine radikale Veränderung auch nicht möglich und vor 6 Jahren war die Szene noch viel dogmatischer. Ich habe mich immer wie ein Loser gefühlt der nicht genug Disziplin hat. – Diese Haltung bringts nicht, Selbstvorwürfe bringens nicht. Das finde ich wichtig im Kopf zu behalten.





Was gabs’s also zu essen?:

2 Bananen mit Maca püriert
1 frische Feige
grüner Tee
500 g Trauben
10 Macadamianüsse
2 Tassen Kaffee mit Milch und Honig
2 Bananen
2 Müsliriegel
alkoholfreies Bier
5 Kekse
15 Macadamianüsse
Dr. Norman Walkers Salat Nr 1 NEU
Bananen, Salat und Trauben (An die Menge kann ich mich nicht mehr erinnern, wir haben uns zu gut unterhalten ;-)

Ja, ein wirklich sehr interessanter Tag aber so Sachen wie Kaffee und Kekse schmeiße ich sofort wieder raus aus meinem Leben. Beim Kölnmarathon mache ich vielleicht noch mal ne Ausnahme aber nicht in so extremer Form. Da esse ich am besten einen Rohkostkuchen, das hat letztes Jahr vor dem Halbmarathon auch sehr gut funktioniert und danach kümmer ich mich um meinen Körper und ruhe aus.

Alles Liebe,

Silke

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