Dienstag, 31. März 2015

Macht Ausdauersport fett?



Kathleen DesMaisons hat einen Artikel in ihrer Radiant Recovery-FB-Gruppe gepostet über den ich mich zuerst sehr geärgert habe, der mir aber auch nicht mehr aus dem Kopf ging. Er ist betitelt: „Does Cardio make you fat? Study says yes“ - Also: Macht Ausdauertraining fett? Eine Studie sagt ja.

Das ärgerliche an dem Artikel ist, dass der Name der Studie überhaupt nirgends genannt wird, also kann ich es nicht selber nachschlagen. Ich hab versucht Studien zu finden, mit Hilfe von Anhaltspunkten aus diesem Artikel aber mir ist nichts begegnet, mit dem ich was hätte tun können. Deshalb hasse ich es, wenn die Quellen nicht angegeben werden und halte derartige Journalisten für absolut unprofessionell!!! Wenn auch die Argumentation plausibel klingt, aber das klingt sie bei LowCarb Ernährungen auch!

Hier also die Erklärung, warum Ausdauertraining fett machen soll:

Nachdem man uns jahrelang gesagt hat, dasss Ausddauertraining Fett verbrennt, würden jetzt mehrere Studien (keine einzige wird genannt) zeigen, dass durch den Stress des Ausdauertraining der Spiegel des Hormons T3 abfalle. T3 ist die Abkürzung für das Schilddrüsenhormon Trijodthyronin und je weniger es produziert wird, desto langsamer läuft der Stoffwechsel. Stress führe demnach quasi zu einer Unterfunktion der Schilddrüse bzw. zu den selben Symptomen. Bei Wikipedia findet man, dass in der Bodybuildingszene T3 für Fettabbau missbraucht wird, indem man es extra schluckt und damit die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion bewirkt und der Stoffwechsel angekurbelt wird. Dadurch verliere man aber nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse.

Der Artikel schildert außerdem, dass der Körper sich an ständiges Ausdauertraining gewöhnt und sich anpasst und effektiver darin wird mit seinen Fettreserven haus zu halten. Hinzu käme, dass man von Ausdauertraining besonders hungrig werden würde, was sowohl physiologisch als auch psychologisch bedingt sei. Meistens solle man dabei dann mehr als 100 kcal zu viel zu sich nehmen. Und dann solle noch, nach ca 20-30 Min Ausdauertraining der Körper anfangen Muskeln zu verbrennen, was einen dazu bringt auf die Dauer immer noch weniger Kalorien zu verbrennen. Noch schlimmer sei diese Nachricht für Frauen, da um die Menopause herum der Körper anfange sowieso mehr Muskeln abzubauen.

Um wirklich Fett zu verlieren müsse man Kraftsport sowie Sprint machen um den Stoffwechsel hoch zu halten und fettverbrennende Muskelzellen aufzubauen.

Also, die Argumentation ist so weit logisch, dass Stress zu weniger T3 führt und das wiederum den Fettabbau hemmt. - Anlässlich der vielen Diagnosen der Schulddrüsenunterfunktion frage ich mich aber, ob die Menschen mit dieser Diagnose nicht vielleicht einfach nur gestresst sind! - Mir war der Zusammenhang von T3 und Stress bisher jedenfalls neu. Und Sport ist Stress für den Körper. Krafttraining und Sprints aber doch auch?! Und es ist ja auch nicht so als würde beim Ausdauersport gar kein Fett verbrannt werden. Wenn man es bereits Jahre macht aber möglicherweise ineffizienter...

Ich persönlich hasse ja leider Krafttraining und ich hasse auch Sprints. Das ist mir zu langweilig/zu anstrengend. Ich gehe gerne Joggen und deshalb gefällt mir der Artikel nicht. Demzufolge habe ich aber auch niemals versucht über Krafttraining und Sprints Fett zu verlieren. Weder habe ich jemals 1,5 g Eiweiß pro Tag gegessen noch gezielt versucht daran zu arbeiten mehr Muskelmasse aufzubauen um mehr Kalorien zu verbrennen. Außerdem wartet auch auf mich irgendwann die Menopause!

Wer Studien dazu hat, dem wäre ich dankbar, wenn er sie mir zukommen lassen würde. Darüber hinaus bleibt mir nur, das weiter zu machen, was ich seit 2 Wochen mache: 1,5 g Eiweiß täglich essen und gezieltes Krafttraining. Es ist ein sehr dankbares Gefühl, wenn man im Laufe der Zeit mehr Kraft kriegt und die Übungen einem leichter fallen.

Wegen meines Schokorückfalls musste ich mir alles (gesunde) Essen erlauben, worauf ich Lust hatte, weil sonst die Schoko-Cravings zu groß geworden wären. Der Sonntag war schon die totale Hölle! Das hatte zur Folge, dass ich gestern 2500 kcal und 103 g Eiweiß gegessen habe. Außerdem habe ich angefangen Salz zu reduzieren, was sich in den letzten Wochen eh schon, mehr oder weniger, automatisch eingestellt hat. Und das hatte wiederum zur Folge, dass mir der Räuchertofu gestern fast schon ekelhaft salzig geschmeckt hat. Das wenige Salz hat mich nicht davon abgehalten bisher weniger zu essen. Am gestrigen Tag hatte ich nur in 2 Sachen Salz: Den Linsen, die ich schon vor ein paar Tagen gekocht hatte und der Räuchertofu. Alles andere war ohne.

Menü des Tages am 30. März

Brokkoli und Tomate


6-Korn-Flocken mit Banane, Lucuma, Sunwarrior, Mandeln, Leinsamen, Sojamilch, Paranuss, Birne, Lebkuchengewürz, Orangenschalen


1 Banane

150 g Räuchertofu

12:15 Uhr: ½ Gurke
Hirse, Quinoa, Pilze mit Frühlingszwiebeln und Linsen


14:40 Uhr: 3 Bananen

16:20 Uhr: 1 Apfel

18 Uhr: Salat mit Maisdressing


Brokkoli mit Hirse und Quinoa


125 g Heidelbeeren


Also, wenn ich eh so viel Eiweiß esse, dann kann ich mir auch das Sunwarrior sparen! - Wer Hülsenfrüchte und Gemüse isst, der kommt so oder so an reichlich Eiweiß. Problematisch wird es an Tagen wo man viele Kartoffeln oder auch viel Obst isst, da ist zu wenig Eiweiß drin um Muskeln aufzubauen. Und Muskelaufbau, wird mir, rein wissenschaftlich betrachtet, immer wichtiger...Auch wenn ich gar keinen Bock auf das Training habe. Kommt das vielleicht mit der Zeit? Oder wenn man erfolge sieht?

Ich hab jetzt 2 Wochen lang das Abnehmworkout aus dem Buch Das Muskel-Workout: Über 100 hocheffiziente Übungen ohne Geräte gemacht, was 3 Wochen als Einsteigerworkout gedacht ist danach folgen 5 Wochen eines anderen Workouts. Was ich danach mache, weiß ich noch nicht. Mal schauen...

So, also was sagt ihr? Habt ihr Erfahrungen mit Abnehmen durch Ausdauertraining? Oder durch Krafttrainingen und Schnellkraft? Oder macht ihr beides könnt keine konkrete Antwort geben?

Alles Liebe,

Silke

Sonntag, 29. März 2015

Ghrelin - die Schattenseiten des Hungerhormons



Ghrelin ist ein Schwein! - Über einen Artikel über Ghrelin bin ich zufällig gestolpert weil der als Link auf der Seite stand, wo der Artikel in Science Daily gepostet war, der über die ausbleibende Belohnungsfunktion bei Magersüchtigen berichtete. Ghrelin ist das Hungerhormon, welches im Magen gebildet wird und dem Hirn signalisiert, dass jetzt Botenstoffe ausgeschüttet werden müsse, die den Menschen, das Tier oder jedes andere Lebenwesen belohnen, wenn es auf Nahrungssuche geht. So weit so gut, aber was, wenn man es manipuliert?!

Gestern war so weit, was sich eigentlich schon die ganze Woche ankündigte: In meinem Kampf mit dem Tee, den Trockenfeigen und der Verkostung. Ich hatte auch gestern wieder so einen 4-Stunden-Dienst im Bioladen und noch immer war der Verkostungsstand da. Ich war zuständig für's Wareeinräumend und es dauerte nicht lange, dass ich feststellte, dass ich meinen Weg mehr oder weniger bewusst in Richtung Verkostungsstand suchte. Mehrfach. Ich hab hier und da genascht, die Schokolade schmeckte um LÄÄÄÄÄÄÄÄNGEN besser, als sie es gestern noch tat und als sie leer war kreisten meine Gedanken nur noch darum, wo ich neue Schokolade her kriege! DAS, genau diese Besessenheit von den Gedanken nach Essen, nach ein bestimmtes Essen, macht die Wirkung von Ghrelin auf das Belohnungssystem aus, Ghrelin gibt sozusagen den Startschuss um das Belohnungssystem anzuwerfen und das ist fatal.

Die Studie, die ich oben schon verlinkt habe hat folgendes raus gefunden. Wenn man Menschen das Hormon Ghrelin intravenös verabreicht steigt ihre Bereitschaft Geld für Essen auszugeben und sinkt die Bereitschaft Geld für andere Dinge auszugeben. Man hatte zwei Gruppen von Probanden. Die einen bekamen wie gesagt Ghrelin verabreicht, die anderen eine Salzlösung. Wenn man die Gehirne untersuchte war bei den Probanden mit Salzlösung mehrere Belohnungsbereiche im Hirn aktiv. Wenn es aber um Ghrelin ging, ausschließlich der Nucleus accumbens, der auch für Drogen und Schokolade zuständig ist.

Also bin auch ich hingegenagen und habe mir einen Vivani Dark Nougat Riegel gekauft. Gott sei Dank war es danach aber dann auch gut! - Ich hab ja immer Angst, dass ich dann nie wieder werde aufhören können. Aber doch, da gibt es einen Moment, wenn die Belohnung nicht mehr weiter zunehmen kann.

Es gibt aber auch die Leute, die erst dann aufhören, wenn ihnen regelrecht schlecht ist. Das ging mir noch nie so. - Ich habe mein Leid über meinen erneuten Kontrollverlust über Schokolade sofort in der Challengegruppe gepostet, festgestellt, dass es anderen in der Zwischenzeit auch so ergangen war und dass es da vereinzelt nämlich tatsächlich Leute gibt, die dann essen bis ihnen schlecht ist. Das kenne ich nur aus Büchern. Und noch viel heftigere suchtmäßige Affekte mit Essen, die sich ein normale Mensch gar nicht vorstellen kann, wie heimlich essen, Essen stehlen, Mitten in der Nacht zur Tankstelle fahren und sowas. Das alles betrifft mich ja gar nicht, aber ich finde es so krass so fremdgesteuert von dem einzigen bestimmenden Gedanken zu sein, nämlich den, wie ich jetzt am besten an Schokolade ran komme. Den kenne ich auch von meiner Zigarettensucht, die in den schlimmsten Zeiten sogar dahin geführt hat, dass ich vom Zigarettenstummel zusammen gesammelt habe um daraus neue Zigaretten zu drehen, wenn ich kein Geld hatte! - Und die Schokolade gestern fühlte sich genau so an!

Wenn man dann Ghrelin auch noch in Wikipedia eingibt findet man, dass es bei Schlafmangel auch zu einem erhöhten Spiegel von Ghrelin kommt. Unter Schlafmangel leidet wahrscheinlich ein Großteil der westlichen Welt, allein schon deshalb, weil sie ihr Schlafbedürfnis mit Kaffee oder Tee unterdrücken. Schlafmangel spielt allein schon deshalb wahrscheinlich eine Rolle bei der Entstehung von Adipositas. Mit Stress und Depressionen steht es auch in Zusammenhang.

Ich bin also wieder challengereif. Ich tue mich schwer mit dem Gedanken auf Schokolade für immer zu verzichten. Frage mich, ob das wirklich sein muss und lese gestern bei Kay Sheppard, dass es ca 1 Jahr bis 18 Monate dauert, bis der Körper sich im Entzug eingependelt hat. Wobei ja auch das nicht stimmen kann, denn es wurden schon Leute wieder rückfällig, wenn sie noch viel länger abstinent waren. Oder muss man einfach wirklich damit leben und seine Tools, sprich, die Challenge, wieder heran holen, wenn man rückfällig wurde. Es ist halt eine suchtbeladene Welt da draußen. So lange man nicht krank und adipös ist, ist es ja alles halb so wild und einfach nur nervig, einen derartigen Kontrollverlust zu erleiden.

Schokolade ist wirklich mittlerweile meine schlimmste Droge. Ich kann mit Zigaretten und Alkohol besser umgehen. Möglicherweise, weil ich mit Zigaretten und Alkohol ca. 15 Jahre später angefangen habe!;-)

Menü des Tages am 28. März

Gemüse vom Vortag, 2 Tomaten


Haferflocken mit Banane, Birne, Sunwarrior, Lucuma, Bittermandelaroma, Leinsamen, Paranuss, Mandeln, Wasser, Sojajoghurt


9:45 Uhr: 100 g Kichererbsen mit Sojasauce
100 g Sojajoghurt

12:15 Uhr: 1 Kopfsalat, pur
12:50 Uhr: Kichererbsen-Spargel-Auflauf


1 Orange
2 Bananen

Abends: Kichererbsen-Spargel-Auflauf
Schokoladen
Riegel Vivani Dark Nougat

Die Kalorien waren dank des Auflaufs, der sehr kalorienarm war, ziemlich im Rahmen, was mich beruhigt. Ich habe früher nie Sojajoghurt ohne Stevia gegessen, aber auch so spricht der mich an. Wahrscheinlich weil er relativ viel Fett enthält – 43%. Der wirft wahrscheinlich mein Belohnungssystem an und gibt mir dadurch ein ziemlich großes Maß an Befriedigung.

Wird Zeit, dass die nächste Challenge wieder los geht. - Und was soll danach kommen???

Alles Liebe,

Silke

Samstag, 28. März 2015

"Undercarbed" gibt es nicht!



Ich habe mich letzte Woche in der Starch Solution FB-Gruppe angemeldet und auch, wenn sich dort mehr Leute aufhalten, die ein bisschen was von Wissenschaft verstehen, als in Rohkost-Gruppen, so bin ich auch da wieder manchmal sehr verdutzt, was für einen Blödsinn sich manche Leute zusammen reden und wie sie dafür argumentieren. Man wird dann wieder daran erinnert, wie viel Unwissenheit in der Gesellschaft herrscht und warum manche Menschen andere für ihre Ideen missbrauchen können. Bildung ist alles, Leute!!! Und wenn ihr Bildung habt, fallt ihr nicht auf Schwachsinn rein, der im Internet verbreitet wird. Sei es über Essen oder auch darüber wie es zu einem Flugzeugabsturz kam.

Wie dem auch sei wurde ich gestern nach Jahren mal wieder mit dem in der fettarmen-veganen Szene ziemlich verbreiteten Wort „Undercarbed“ konfronitiert, worüber ich hier schon mal geschreiben habe. Dieses Wort ist eine Wortschöpfung und man findet es in keinem Buch von sei es McDougall, Esselstyn, Barnard, Ornish oder sonst wo, das Wort ist eine Erfindung von Durianrider und Freelee.

Man möchte meinen es bedeutet, dass der Körper zu wenig Kohlenhydrate bekommen hat. Der Fachausdruck für „zu wenig Zucker im Blut“ ist aber Hypoglycämie. Mit einem Blutzucker von unter 40 mg/dl hat das aber gar nichts zu tun, mit Zittern oder Schweißausbrüchen wegen Unterzuckerung einee Diabetikers, und das ist damit auch nicht gemeint. Freelee und Durianrider meinen, man sei "undercarbed" wenn man irgendwie unzufrieden ist, oder depressiv und sich leer fühlt, vielleicht auch gereizt ist. Eine Portion Datorate, Freelee und Durianriders Erfindung eines Getränks aus mit Wasser pürierten Datteln, bringt dann die nötigen „Carbs“ und diese Gefühle gehen alle wieder weg.

Dem geneigten Leser mag aufgefallen sein, dass undercarbed Symptome weniger nach Hypoglycämie aussehen als nach Entzugserscheinungen von Zucker. Und genau das sind sie auch. Wer "undercarbed" ist, oder sich so fühlt bzw. in der Lage ist sich so zu diagnostizieren, der ist zuckersüchtig/-sensibel.

Der geneigte Leser weiß auch, dass ich absolut kein Fan von Durianrider und Freelee bin. Ich halte beide für brandgefährlich, für Propagandisten und ihre Methoden sind mir zuwider. Gott sei Dank hat jetzt endlich jemand die Initiative ergriffen und sie beide wegen Falschaussagen verklagt. Die australische Fitness-Bloggerin  Kayla Itsines hat Klage eingereicht, weil die beiden Lügen über sie und ihren Freund, ebenfalls ein Bodybuilder, verbreitet haben.

Freelee und Durianriders Leistung besteht überhaupt gar nicht daran irgendeinen Beitrag zu irgendwas zu leisten, sondern sie machen ausschließlich andere Leute schlecht. Damit kriegt man Aufmerksamkeit, ganz klar, die zwei verhalten sich wie die Klatschpresse und sogar ich hab mich immer mal wieder hinreißen lassen ein sehr reißerisch betiteltes Video anzuschauen, bzw. den Anfang davon. Der Titel hält bei den beiden nämlich nie, was er verspricht. Mir fehlt da immer die Wissenschaft und mich kotzt die Selbstdarstellung an.

Und vor allem ist absolut nichts davon auf irgendeinem wissenschaftlichen Hintergrund gebaut. Seit die beiden nicht mehr 100% roh essen, essen sie fast völlig wahllos alle möglichen Kohlenhydrate und machen auch keine Ausnahme bei raffiniertem Zucker.  Ich finde sogar, sie fangen immer mehr an wie Junkies, wie Rauschgiftsüchtige,auszusehen, besonders Durianrider. McDougall erlaubt den Konsum von raffiniertem Zucker auch, aber nur, damit man in der Lage ist, mit einem TL Zucker z.B. seine Haferflocken am Morgen zu essen. Durianrider schüttet haufenweise Zucker auf Cornflakes und Freelee kreiert Saucenrezepte die ¼ Tasse Kokoszucker erfordern.

Liebe Leute, die sind nicht undercarbed, die sind zuckersüchtig. Die sind voll abhängig von den Endorphinen, die vom Zucker ausgeschüttet werden sowie vom Dopamin und wenn die Drogen abfallen, dann wird man total unzufrieden und lässt seinen Frust an allen anderen Menschen aus und ist gereizt durch deren Verhalten. So meint man jedenfalls. Das betiteln sie als "undercarbed"

Und richtig schlimm wird es dann, wenn Anhänger von solchen Leuten behaupten jemand habe Depressionen, weil er "undercarbed" sei und das sei auch die Grundlage für einen Suizid (siehe Germanwings-Katastrophe). - Ich bin auch der Meinung, dass man Depressionen mit Essen verbessern oder vielleicht sogar heilen kann, aber Zucker lindert nur das Symptom, nicht aber die Ursache und da sind wir wieder bei dem alten Dilemma...

Menü des Tages am 27. März 2015

Brokkoli und 2 Tomaten


Haferflocken mit Banane, Sojajoghurt, SunWarrior, Yogi-Tee, Paranuss, Leinsamen, Lucuma Pulver,, Mandeln, Bittermandelaroma


12 Uhr Footloose Riegel
ein paar Stückchen Schokolade ca. 30 g

16 Uhr: 125 g gemischter Salat, pur


Zucchini, Lauch, Tofu, Curry, Sojasauce, Reis, Linsen


1 Banane

17:50 Uhr: Mango mit Sojajoghurt (nach dem Joggen!)


19 Uhr: ca. 500 g Brokkoli mit Salz (hab den Teller nicht ganz leer gekriegt)


Ich bin gestern mal wieder spontan in den Bioladen gerufen worden. Das macht mir derzeit Probleme. Das hat zur Folge, dass ich diese Woche immer nur ca. 4 Stunden am Stück da bin, keine Pause habe und wenn ich, wie heute von 16-20 Uhr arbeite, gibt’s nichts zu essen. Das ist problematisch, weil meine letzte Mahlzeit meist um spätestens 18 Uhr ist. Jedenfalls bin ich gestern von 10-15 Uhr im Bioladen gewesen, hatte kein Essen vorbereitet und bin bei einem Riegel und der Schokolade, die ich für die Verkostung aufschneiden sollte schwach geworden. Und diese Schokolade hat mich auch nicht so schlimm getriggert wie die Lovechock. Muss an dem rohen Kakao und dem höheren Kakaoanteil bei Lovechock liegen.

Ich hab 2200 kcal und bin dabei satt geworden. Etwas mehr Fett durch den Riegel und die Schokolade, 20% und 96,8 g Eiweiß sind es gewesen. Ich hab Sojaprodukte gekauft, weil ich was furchtbares gelesen habe!!! Jetzt muss ich ausholen...

Ich hab früher schon mal darüber geschrieben, dass ich beobachtet habe, dass meine Regel früher als alle 28 Tage komme, wenn ich viel Soja esse. Ohne Soja hatte sich das normalisier. Jetzt mit der Challengeernährung hat es sich aber nicht normalisiert. Und was ich schreckliches gelesen habe war, dass wenn es auf die Wechseljahre zugeht die Regel unregelmäßig werden kann, länger als 28 Tage braucht oder kürzer als 28 Tage ist. Und jetzt denke ich zum einen: Oh nein, kann denn das sein? Ich fühle mich doch immer noch wie Anfang 20! - Natürlich ist auch mir klar, und zwar länger schon, dass ich mich mit dem Kinderkriegen so langsam beeilen muss. Frauen, die die Pille nehmen, merken solche Unregelmäßigkeiten natürlich nicht. - Und ich frage mich auch, ob diese Unregelmäßigkeiten vielleicht überhaupt nichts mit dem Soja zu tun hatten sondern einfach daran liegen, dass ich älter werde. Was mir Angst macht ist aber, dass jede zu früh kommende Periode ein zu früh abgeworfenes Ei liefert und mir meine Zeit damit noch kürzer macht. Die Anzahl der Eier ist nämlich begrenzt und schon bei der Geburt festgelegt...

Also dachte ich an Phytoöstrogene aus Soja! Soll ja auch die Wechseljahre erleichtern. Aber das auch wieder nicht in Unmengen. - Ach Leute, es ist kompliziert mit der Medizin und den ganzen Wechselwirkungen untereinander. Ich fand mich aber mit Sojajoghurt im Frühstück ziemlich gut gesättigt vor allem, weil der ja auch den glykämischen Index wieder senkt. Second-Meal-Effect etc...Vielleicht war ich auch deshalb mit 2200 kcal satt und vielleicht hat mich auch deshalb die Schokolade weniger getriggert...

Alles Liebe,

Silke

Donnerstag, 26. März 2015

Warum Magersüchtige allen Essens-Versuchungen widerstehen können...



Leute, gestern ist es mir entglitten...Wieder war Lovechock schuld und der Verkostungsstand von Lovechock Rocks im Bioladen, die mich um Längen mehr zu verführen scheint als alles andere. Und ich habe gestern alle Trockenfrüchte entsorgt.

Dem ist ja quasi gerade so: Ich denke ich bin mit 2100 kcal unterkalorisch, jedenfalls suggeriert mir das mein Hungergefühl am Abend, wenn ich bei 2100 kcal aufhöre. Ich bin mir da jedoch auch nicht so ganz sicher, weil ich derzeit eben auch Sachen esse wie Trockenfrüchte und ich weiß nicht, ob das den Appetit über die Maßen anfacht. Das werde ich vielleicht erst wieder bei der nächsten Challenge wissen.

Ich hab gestern darüber geschrieben, dass ich mit meinem herkömmlichen Frühstück nicht zurecht komme und sehr bald wieder Hunger/Appetit bekommen, was ich beim Challengefrühstück nicht habe. Also habe ich Trockenfrüchte nach dem Mittagessen gegessen. Aber auch das ging nicht. Das hat mein Belohnungssystem so heftig angeworfen, dass ich direkt 2 Trockenfeigen mehr wollte, sie dann auch gegessen habe und mir fest vorgenommen habe, dass ich den Rest in den Foodsharing Schrank an der Uni bringe, zusammen mit meinem Tee mit Süßholz. Jetzt ist natürlich die Frage, ob es zusätzlich eine Rolle spielt dass/falls ich mit 2100 kcal unterkalorisch bin!?

Ich habe eine interessante Studie entdeckt, die in der aktuellen Ausgabe von Biological Psychiatry veröffentlicht wurde. Darin wurden die Belohnungsssteme von gesunden Frauen mit solchen von Frauen verglichen, die gerade von Magersucht heilten. Dabei stellte sich heraus, dass die Ex-Magersüchtigen keine Belohnungsimpulse durch Essen bekamen und dadurch in der Lage sind selbst beim Verhungern jeglicher Nahrung, sogar den reizvollsten Desserts wie Schokoladentorte zu widerstehen. Jeder der Probleme hat Schokoladentorte zu widerstehen ist normal, jeder der dies leicht kann nicht. Zudem haben Magersüchtige größere Aktivitäten in dem Bereich des Hirns, welches für die Kontrollfunktion zuständig ist. Wie gesagt, auch das ist NICHT normal.

Ich nehme an, dass das Belohnungssystem von Magersüchtigen in anderen Bereichen normal läuft, dass sie wahrscheinlich sogar ebenfalls auf die Hunger-Endorphine anspringen, die die Magersucht selbst verursacht, aber dass es bei Essen halt nicht funktioniert. Nicht mehr funktioniert. Ob man es reparieren kann? Jedenfalls muss sich der Magersüchtige zwingen, ohne dass er Belohnung widerfährt, zu essen. Auch mal was. Aufgrund dieser Erkenntnisse gehen die Forscher davon aus, dass Magersucht eine neurobiologische Erkankung sei. Kein Wunder, dass ICH diese Krankheit nur mit Mühe verstehe. Ne Challenge nützt da natürlich auch nicht!

Normal ist, und das war der Grund für diese Studie, dass wenn man hungrig ist, das Belohnungssystem wesentlich effektiver ist und mehr Botenstoffe ausschüttet. Ich glaube, dass bringt Menschen die Dauerdiät halten in prekäre Situationen. Und auch mich, die ich seit Teenagerzeiten damit hantiere.

Folgende Situation: Man reduziert seine Nahrung, weil man abnehmen will, hat stärkeren Hunger, läuft Nahrungsmitteln über den Weg, die in der Vergangenheit schon größere Belohnungseffekte hatten als andere und fällt ihnen zum Opfer. Der Belohnungseffekt ist dann wiederum noch größer. Das merkt sich jetzt der Körper und die Liebe zu verbotenen Nahrungsmitteln wächst. Doof, oder?

Wenn ich also immer satt bin, kann mir sowas nicht passieren, aber woran soll ich mich satt essen? Und dann kommt die Challenge ins Spiel. Nur ist die ja irgendwann vorbei und bis heute habe auch ich noch nicht komplett eingesehen, warum ich auf gewisse Sachen verzichten soll. ;-)

Warum ich auf Trockenfrüchte verzichten soll, habe ich gestern eingesehen. Ich kann mir auch jetzt immer noch vorstellen dass es funktionieren kann etwas verbotenes MAL zu essen. Aber nicht jeden Tag. Ich bin selber noch dabei raus zu finden wie ich als Individuum auf was reagiere. Trockenfrüchte in meine Haferflocken zu geben war für mich immer völlig selbstverständlich schließlich sind derartige Rezepte in allen Büchern veganer Ärzte enthalten. Als Rohköstler isst man sowieso Trockenfrüchte. Ich glaube vor meine Rohkostzeit spielten Trockenfrüchte überhaupt keine Rolle in meiner Ernährung.

Jetzt sind sie weg. Ich fühlte mich gestern wie befreit als sie weg waren. Ich hab auch schon mal Schokolade weggeworfen und auch Zigaretten habe ich schon weg geworden. Alles, weil ich wusste, dass ich sonst nicht würde widerstehen können. Elendes Belohnungssystem...

Das klärt immer noch nicht die Frage, ob ich unterkalorisch bin oder nicht. Man kann zwar seinen Grundumsatz bestimmen lassen, aber ich hab da ja auch noch einen Arbeitsumsatz. Ich beobachte das einfach mal weiter, was anderes bleibt mir gerade nicht. Und ich fürchte es kommen 4 Entwöhnungstage auf mich zu in denen ich gleichzeitig mal schauen will, wie nah ich an die Challengeernährung für die nächste Challenge ran kommen kann. Also Salz weglassen! Ich frage ich in wieweit das den Hunger/Appetit reduziert und vielleicht bin ich dann doch nicht mehr unterkalorisch und werde satt und alles und es war nur das Belohnungssystem an Hunger/Appetit schuld!

Menü des Tages am 25. März 2015

5 Uhr: Brokkoli und Tomate


Haferflocken mit Banane, 1 TL Leinsamen, Lucumapulver, SunWarrior, Erdbeeren, Yogi-Tee


8 Uhr: Ca. ½ Packung Lovechock Rocks

10 Uhr: 1 Möhre
1 Banane

12 Uhr: Linsensuppe


1 Paranuss
2 getrocknete Feigen

14 Uhr: ½ Banane
15 Uhr: 4 getrocknete Feigen

18:20 Uhr: 750 g Brokkoli mit Knoblauch und Corinader&Wasabi Tamari


1 Birne

Ich war völlig chaotisch, durcheinander, getrieben, unruhig und gefiel mir selber nicht. Hier muss wieder Ruhe rein und Ausgeglichenheit. Ich hab weder Zeit noch Nerven stündlich von Essensgelüstern geplagt zu sein. Also Abstinenz! Wobei ich die Nüsse noch beibehalte. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass ich mit Fett nicht so große Probleme habe wie mit allem Süßen. Das muss man testen.

Hier noch ein Video für euch zu der Frage, die mir in Bezung auf Fett am häufigsten gestellt wird: Muss man nicht eigentlich viel mehr Fett essen? Essentielles Fett ist doch sooooo wichtig und soooo gesund etc.. Hier gehe ich nur auf die Menge ein, die man an essentiellem Fett essen muss, nicht auf die Quellen und nicht darauf, dass ALA vom Körper noch in DHA umgewandelt werden muss etc. Nur, dass ihr eine Vorstellung davon habe, wie wenig bereits genug essentiellles Fett ist:



Alles Liebe,

Silke

Mittwoch, 25. März 2015

Macht Zucker süchtig?



...fragt die ARD. Der geneigte Leser weiß natürlich, dass dem definitiv so ist.

Eine Challengeteilnehmerin hat einen süßen, kleinen Beitrag von ARD Wissen gepostet in dem es um Zucker geht. So richtig trauen die Herrschaften sich aber nicht, dass Thema Zucker und das Thema Sucht in einen Topf zu werfen. Leider kann ich ihn nicht einbetten, daher findet ihr ihn hinter diesem Link: http://www.ardmediathek.de/tv/W-wie-Wissen/Macht-Zucker-s%C3%BCchtig/Das-Erste/Video?documentId=27198860&bcastId=427262

Der Beitrag ist auch süß, weil da alles, was ich in den letzten 2 Jahren so angesprochen habe, angerissen wird. Zuerst kommt, wie immer wenn es um Zucker geht, Dr. Robert Lustig zu Wort, der sich nicht mit Sucht, sondern mit Übergewicht und Toxizität von Zucker beschäftigt und mir erklärt hat warum Fructose so böse ist. Und dann werden deutsche Forscher gezeigt, die mittlerweile die selben Experimente machen, die es schon gibt, über die schon Ergebnisse veröffentlicht wurden und wo ich mich eigentlich wundere, dass man das überhaupt noch macht: Menschen werden in ein MRT gesteckt und dann schaut man wie ihr Hirn reagiert, wenn man ihnen Fotos von Essen zeigt. Bei Schokolade und Desserts reagiert das Belohnungssystem stärker als bei einem Apfel. Und dann gibt es Experimente mit Ratten, welche wild auf Zucker sind. Alles alte Hüte....

Wobei, eines muss ich bei den Ratten noch anmerken, worüber ich noch nie geschrieben habe, das aber eigentlich schon sehr lange vor habe. Es erschien kürzlich ein Artikel in der Huffington Post welcher betitelt war mit: The Likely Cause of Addiction Has Been Discovered, and It Is Not What You Think

Darin geht es darum, dass die Ursache von Drogensucht nicht die Droge ist, sondern quasi der Mangel an Belohnung im richtigen Leben. So reagieren Ratten oder Labortiere so extrem auf diese Stimulanzen, weil sie sonst nichts haben, was ihr Leben lebenswert macht. Das muss man durchaus im Hinterkopf behalten, wenn man das Thema Sucht behandelt.

Ich würde mir mal ein Experiment wünschen, wo Zuckersüchtige entwöhnt werden und wo man ihr Verhalten danach beobachtet. Ihren Kalorienverzehr und ihre Ersatzhandlungen etc. So richtige Versuche am Menschen und nicht an Ratten und MRTs. Immerhin kann eine Zuckerentwöhnung nicht schaden, also geschieht nichts auf Kosten des Patienten. So was muss doch irgendwie möglich sein!?

Und was ich leider für mich selber auch feststellen muss, das war die Erkenntnis des gestrigen Tages: Mein normales, nicht-challenge-Frühstück funktioniert nicht. Auch mit Gemüse davor kriege ich zu früh wieder Hunger/Appetit. Auf Kohlenhydrate. Gestern habe ich wie in der Challenge gefrühstückt und da funktionierte alles besser und ich hatte wesentlich weniger Hunger. Also Frühstück ohne Nüsse und Trockenfrüchte. Das erinnert mich total an Kathleen DesMaisons und ihre Betonung auf Frühstück als entscheidende Mahlzeit des Tages. Das bestimmt den Tonus für alles andere, was man den Rest des Tages isst.

Menü des Tages am 24. März

Zucchini und 1 Tomate
Haferflocken, Zimt, Wasser, Banane, SunWarrior


10 Uhr: 1 Banane
Möhren


11:30 Uhr 1 Birne (das war quasi alles nach dem Joggen und während ich wartete bis meine Puffer fertig sind)

12:30 Uhr: 2,5 Kartoffel-Zucchini-Puffer


2 getrocknete Feigen

18 Uhr: 2 Möhre
750 g Brokkoli mit Corinader&Wasabi-Tamari
Kichererbsen


5 Erdbeeren



Gestern war total chaotisch, ich musste Schlaf nachholen. Hab Mittagsschlaf gemacht, weil ich sonst beim Lernen eingeschlafen wäre. Ja, ich hab wieder angefangen zu lernen. Es hat 2,5 Wochen gedauert, da hab ich es ohne Lernen nicht mehr ausgehalten....;-) Jetzt bin ich wieder bereit für neues Wissen und habe mich an die Bücher für's nächste Semester gemacht. In 2 Wochen geht die Uni wieder los. Und die nächste Challenge.

Wir sehen uns am 7. April 2015. Wer mitmachen möchte kann sich gerne in die Facebook-Gruppe begeben.

Alles Liebe,

Silke

Montag, 23. März 2015

Neue Studie: Pflanzliche Ernährung verbessert Depressionen und Ängste sowie Produktivität am Arbeitsplatz



Wie sich die Situation entwickelt möchte man meinen, dass die pflanzliche Ernährungsweise sich immer mehr in der westlichen Welt durchsetzt, was zu begrüßen wäre.:-)

Soeben ist eine neue Studie im Kooperation mit einem großen, amerikanischen Versicherungsunternehmen veröffentlicht worden. Es ging darum, den Mitarbeitern dieser Versicherung, an 10 unterschiedlichen Standorten, 18 Wochen lange fettarmer, pflanzlicher Ernährung zu verabreichen und sie dann mit ihren nicht-pflanzlichen Kollegen zu vergleichen. Insgesamt wurden 292 Probanden ausgewählt, 80% Frauen, 20% Männer, alle mit einem BMI von über 25 und Typ-2-Diabetes. Gemessen wurde aber nicht, ob sie damit abnehmen oder ob ihr Diabetes sich damit verbessert (das wäre langweilig, denn das weiß man schon:-)), sondern man maß wie es sich auf ihre Gemütslage sowie ihre Produktivität am Arbeitsplatz auswirken würde.

Das alle wurde recht experimentell gemessen in Form von standartisierten Fragebögen mit dem Ergebnis, dass sich bei der veganen Gruppe, verglichen mit der Kontrollgruppe, die so weiter lebte wie zuvor, sich Depressionen verbesserten, Ängste schwanden und sich die Produktivität am Arbeitsplatz steigerte.

Das erinnert mich an Henry Ford, der von seinen Auszubildenden schon zu beginn des 20. Jahrhunderts gefordert haben soll, dass sie sich vegetarisch ernähren.

Na klar, nicht jeder will am Arbeitsplatz produktiv sein. Ich kenne viel zu viele Leute, die der Meinung sind, nur weil sie Stundenlohn bekommen, sollten sie versuchen möglichst viel Freizeit in eine Stunde rein zu mogeln.  Aber es gibt eben auch Leute die das möchten und es gibt auch Leute, die z.B. Unternehmer sind, und die das MÜSSEN.

Da aber sowohl die USA als auch wir hier eine Marktwirtschaft haben könnte ich mir vorstellen, dass zumindest so manches Unternehmen auf die Idee kommen könnte, die Studie aufzugreifen und die Ernährung in den Kantinen zu verbessern. Auf jeden Fall das Versicherungsunternehmen, dass sich an dieser Studie beteiligt hat. Wenn es ein gutes Unternehmen ist jedenfalls. Es gibt ja auch die Unternehmen, die alles auf Kosten ihrer Mitarbeiter veranstalten, denen es lieb ist, wenn sich der Mitarbeiter möglichst den ganzen Tag mit Drogennahrung zudröhnt um sich dann mit Kaffee wieder aufzuputschen. Das sind natürlich die selben Mitarbeiter, die das Unternehmen dann Unmengen kosten, wenn sie krank sind und nix erwirtschaften.

Und damit sind wir dann beim nächsten Thema: Depressionen. Die kommen nämlich genau davon und verbessern sich ebenfalls mit einer pflanzlichen Ernährung. Und Depressionen will sicherlich keiner haben! Genau so wie Sorgen und Ängste. - Alles nur hausgemacht. Nicht die Situation ist schuld an Sorgen und Ängsten, sondern was man gegessen hat, Leute. Krass, oder?;-)

Menü des Tages am 22. April 2015

Brokkoli mit Wasabi&Coriander Tamari


2 Tomaten
Haferflocken mit Yogi-Tee, SunWarrior, Paranuss, Leinsamen, Banane


10:30 Uhr: 2 Miniromana
2 Apfelbananen
½ Packung Heidelbeeren

11:30 Uhr: Suppe aus Pastinaken, Lauch, Sellerie, Möhre, Dinkel-Vollkornnudeln und Sunwarrior


1/2 Packung Heidelbeeren

16:20: Brokkoli mit Wasabi&Coriander Tamari
Kichererbsen


2 Apfelbananen

Ab: 18:30: 2 alkoholfreie Bier
2 alkoholhaltige Biere

Ich wollte testen ob ich das Bier in meine Kalorienbilanz rein rechnen kann und natürlich, wie ich mit anderem Tee zurecht komme: Viel besser! Der Tee mit Süßholz hat tatsächlich meinen Hunger ins unbändige gesteigert und meinen Appetit irritiert. Mit Rooibostee passiert mir das nicht und außerdem, so zuckerentwöhnt, wie ich gerade bin, schmeckt mir Rooibos sogar!:-)

Ich hatte auch nach dem Joggen keinen unbändigen Heißhunger, wie die letzten Tage und fand es sogar mir 650 kcal aus Bier machbar mich an die Vorgabe von 2100 zu halten. Abends hatte ich noch leichten Hunger, aber das war ok. Ich war stolz, dass das ging. Die Alternative wäre gewesen die überschüssigen Bierkalorien mit in den nächsten Tag zu schleppen und sich am nächsten Tag was zu verkneifen. Das Leben ohne Süßholztee ist jedenfalls wesentlich besser.

Ach ja, ich hab gestern für die Challenger ein Video dazu gedreht, was ich euch nicht vorenthalten möchte:


Alles Liebe,

Silke

PS: Völlig vergessen: Für alle die schon immer wissen wollten, was an Nitritpökelsalz und Nitrat in Wurst und Käse so schlimm ist - ich hab mal das Pathologiebuch für euch abfotografiert:-):



Sonntag, 22. März 2015

Tatsächlicher Kalorienverbrauch und Sinnhaftigkeit



So, ich hab ne Woche lang 90 g Eiweiß pro Tag gegessen und festgestellt, dass das eigentlich ziemlich leicht ist vorausgesetzt man isst Brokkoli und Hülsenfrüchte. Ich habe fast nie zusätzliches SunWarrior verwendet, außer an einem Tag wo ich hauptsächlich Kartoffeln und Kürbis gegessen habe.

Nebenbei habe ich Kalorien gezählt, weil ich ich auf den Cronometer achten musst (Eiweiß) und mich auf 2000 kcal festgelegt, weil ich dachte, dass sei so ungefähr die Menge die ich brauche. Es wird immer geschrieben, dass Frauen so um die 1700 kcal am Tag brauchen, dass Frauen, die viel Sport machen 2400 kcal brauchen und ich dachte mit 2000 kcal komme ich ungefähr hin. Der Cronometer schlägt mir immer vor 1640 kcal zu essen und das ist viel zu wenig!! Würde ich das durchhalten können, würde ich untergewichtig werden. Ich wollte wissen, wie viele Kalorien ich denn nun wirklich brauche.

2000 kcal ging die ersten beiden Tage gut, den Rest der Woche habe ich mich in den Abendstunden mit Hunger gequält und stattdessen Tee getrunken. Freitag früh im Bioladen hatte ich das Gefühl meine Hose rutsch. Ich bin gestern früh also auf die Waage gestiegen, was ich eigentlich erst am 1. April wieder vor hatte und festgestellt, dass ich seit meinem letzten Wiegen in der Januarchallenge 300 g verloren hatte. Ich fühle mich um Längen dünner und glaube, dass ich zwischenzeitlich wieder zugenommen und jetzt wieder abgenommen habe.

Jedenfalls habe ich die Kalorienmenge, dann gestern auf 2100 kcal hoch gesetzt, denn das war mir einfach zu viel Hunger. Wobei ich mich frage ob es ein Kaloriendefizit ohne Hunger denn wirklich gibt und ab wann es das gibt. Kann man das messen? Gibt es da Statistiken drüber. Ich hätte auch kein Problem damit nur ein Kaloriendefizit von 100 kcal zu haben und dann halt ein kg Fett in 70 Tagen zu verlieren statt in zwei Wochen wenn ich dann ohne Hunger bin und. Aber auch dazu muss ich wissen, wie viel Kalorien ich denn brauche. Aber eigentlich ist das viel zu wissenschaftlich und eigentlich kann der Körper das alles völlig alleine berechnen.

Seltsam war aber folgendes: Freitag früh im Bioladen hatte ich kaum Hunger. Gestern morgen, allerdings an der Backtheke, war es die Hölle. Gestern morgen hatte ich Tee getrunken und zwar einen recht süß schmeckenden, der Süßholz enthält und ich frage mich ob da ein Zusammenhang besteht. Freitag früh hatte ich nur Wasser getrunken.

Ich wollte das heute also mal testen und habe meinen Zitronen-Ingwer-Tee getrunken statt den Feuer & Flamme-Tee von Shotima nur um festzustellen, dass der auch relativ süß schmeckt. Ich hab also auf die Packung geschaut und festgestellt, dass auch da Süßholz drin ist. Eine weiterer Teesorte, Flügel des Lebens von Shotima, die ich auch gerne mag, enthält auch Süßholz. - Ich hab instinktiv nur Teesorten mit Süßholz als wohlschmeckend erwählt, als ich Challengetee rausgesucht habe. Jetzt ist Süßholz ja nicht verboten, weil AJ es nicht erwähnt hat, aber ich frage mich ob es den Apptit ankurbelt ähnlich wie Süßstoff. Bestimmt schüttet der Verzehr, der süße Geschmack Endorphine aus und allein deshalb schon funktioniert er für mich bei der Unterdrückung von Hunger am Abend. So gut wie das ungefähr Zigaretten tun. Kurfristig und der richtige, superintensive Hunger kommt dann später.

Ich hab noch ne Packung Roibostee zuhause, den ich nie trinke, weil er nicht schmeckt (kein Süßholz) aber ich werde mal schauen ob das damit anders ist. Das lustige ist, dass ich vor der Januarchallenge gar nicht das Gefühl hatte, dass die Tees süß schmeckten! Aber da kam ich auch aus dem Feiertagssüßrausch raus!

Ich hab auch ordentlich Sport getrieben. 3 Mal Joggen, 3 Mal Kraftsport und das Joggen sogar mit Pulsuhr betrieben, was mir mehr abgefordert hat, weil ich eine bestimmte Herzfrequenz einhalten wollte und mich dadurch schneller gemacht hat. Die moderne Peitsche!

Und da fiel mir die Sinnhaftigkeit von Dingem ein, die man tut. Wahllos durch die Gegend rennen, weil es gesund ist ist nicht wirklich eine gute Motivation. Ich bin heilfroh, dass ich das instinktiv wusste, als ich mit dem Joggen anfing. Als ich mit dem Joggen anfing, vor 7 Jahren oder so, war ich absolut nicht sportlich. Sport löste bei mir Selbsthass aus, weil der einzige Grund Sport zu machen war, dass ich nicht gut genug, sprich, zu dick bin. Andere Gründe für Sport habe ich früher nie gesehen wie Wohlbefinden, Spaß, Vitamin D und Hautbräune, Stressabbau. Ich fing an zu Joggen als Neujahrsvorsatz und war für einen Marathon im Oktober angemeldet. Im Januar schon. Ich musste laufen gehen, denn ich musste trainieren, denn ich musste die 42,195 km durchhalten. - Ich musste nicht abnehmen! - Ich musste allerdings einen Mann beeindrucken!;-)

Wenn man einen Sinn dahinten festlegt, läuft alles im Leben gleich völlig anders. Und vor allem darf der Sinn nicht abstrakt sein. Gesund Essen, weil man davon gesund bleibt ist zu abstrakt. Jemand der seinen zu hohen Cholesterinspiegel kennt und sich besser ernährt um diesen zu senken und ihn in regelmäßigen Abständen überprüft hat einen besseren Sinn hinter seiner Tätigkeit. Das gilt auch für Übergewicht und oder Blutzucker oder überhaupt alle Krankheiten. Der Sinn muss realistisch sein und machbar, wenn dem nicht so ist, kommt es zu Frust, aber wenn man den passenden Sinn hat, macht die Tätigkeit Freude, weil sie Serotonin ausschüttet.

Wer einen Job hat, der nur Geld abwirft, aber sonst keinen Sinn macht hat ein Problem. Dieser Sinn ist ebenso abstrakt wie der vom gesund Essen. Man erhält kein Serotonin darüber. Dann muss man sich sein Serotonin durch das Ausgeben des Geldes erwerben. Das ist aber dämlich, da es Jobs gibt, die Geld und Serotonin abwerfen. Das selbe gilt für nicht erfüllende Beziehungen. Auch hier kommt es zu einer Ziellosigkeit und einem Verlust der Sinnhaftigkeit.

Lange Rede kurzer Sinn: Mit der Pulsuhr habe ich meinem Joggen einen neuen Sinn gegeben. Das kann man auch in anderen Lebensbereichen machen bevor man sich überlegt, dass die Tätigkeit gar keinen Sinn hat und abgestoßen werden sollte!;-)

Menü des Tages am 21. März 2015

5 Uhr: Brokkoli mit 2 Tomaten


Haferflocken mit Hanf, Paranuss, Banane, getrockente Feige, Lucumapulver, Sunwarrior


Vormittags: 1 Kartoffel
½ Glas Kichererbsen
2 Bananen
etwas Kuchen genascht

13 Uhr: ½ Banane
2 Miniromana

16 Uhr: 750 g Brokkoli mit Coriander&Wasabi Tamari


1 Banane

17 Uhr:180 g Kichererbsen mit Corinader&Wasabi Tamari


Ich hab eine neue Entdeckung gemacht: Völlig fettfreie Coriander&Wasabi Sojasauce. Es ist noch nicht mal Zucker drin. Es wird als Marinade verkauft, geht für alles mögliche zu verwenden und ich fand es ziemlich fantastisch auf Brokkoli nachdem ich sowohl für Koriander als auch für Wasabi eine Schwäche habe. Zu Kichererbsen passte es auch gut.


Ich hab rechts oben im Blog eine Umfrage eingefügt, weil mich interessiert was euch hier so am meisten interessiert und worauf ich meine Augenmerk richten soll.

Leider hat Blogger bzw. Googel bei der Abstimmung der Farben aufeinander wohl irgendwie einen Fehler begangen, so dass man die Auswahlmöglichkeiten nur lesen kann, wenn man sie markiert. Ist dumm, ich weiß, aber ich weiß nicht, wie ich es ändern sollte...

Bisher steht auf Platz 1 das Berichten über Studien bezüglich Ernährung, auf Platz 2 alles über Essucht. Praktischer Weise ist das auch das was mich am meisten interessiert also wird das leicht!;-)

Ich würde aber auch gerne, wissen, was euch sonst noch so interessiert oder ob es was gibt, was ich hier noch nicht besprochen habe, dass ihr gerne wissen würde. Die Umfrage läuft noch den ganzen April, für alle andern Anmerkungen könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen.

Alles Liebe,

Silke

Donnerstag, 19. März 2015

Kann man Karies durch Ernährung heilen?



Am Wochenende sah ich auf Facebook von der Raw Food World gepostet folgenden Beitrag:

„Study shows: Cavities can be reversed“ und dazu diesen Link.

Folglich: Studie zeigt: Karies kann rückgängig gemacht werden.

Das wird in der Rohkost- oder alternativen Gesundheitsszene immer wieder behauptet jedoch erzählt einem jeder Zahnarzt, dass dem nicht so ist. Mich hat an diesem Beitrag interessiert, was für eine Studie das ist und der Artikel erklärt, dass diese im British Medical Journal veröffentlich wurde. Ein hochangesehenes Blatt.

Also frage ich mich: Wie, wenn doch die Schulmedizin lehrt, dass Karies nicht rückgängig gemacht werden kann, weil die Zellen, die den Zahnschmelz produzieren, die Ameloblasten, absterben sobald der Zahn durchbricht, kommt jemand zu solchen Ergebnissen?

Ich hab mir den ganzen Artikel nicht mal richtig durchgelesen sondern nur überflogen. Die Studie wird in den Quellen genannt und verlinkt und es zeigt sich, dass die Studie 1932(!!!) im British Medical Journal veröffentlicht wurde, dass sie an 5 1/2 jährigen Kindern durchgeführt wurde und dass die Versuchsgruppe relativ klein waren. Ca. 25 Kinder pro Ernährungsweise  Es gab drei verschiedene Ernährungsweisen. Standardernährung plus Haferflocken, Standardernährung plus Vitamin D und getreidefreie Ernährung plus Vitamin D. Alle anderen Parameter bleiben unberücksichtigt wie Gemüse- und Obstverzehr etc.

Jetzt stellte sich heraus, dass – so die Raw Food World – dass eine getreidefreie Ernährung mit Vitamin D Karies am besten geheilt hätte. Wenn man sich aber die Studie durchliest, sieht man, dass sich bei dieser Ernährung Karies am wenigsten weiterentwickelt hat, was logisch ist, weil sie am wenigsten Zucker enthält. Von Heilung spricht hier jedoch keiner. Weiterhin wird erwähnt, dass auch bei Naturvölkern Karies von selbst zurück geht, siehe die Inuit. Die überhaupt nie Zucker oder auch Brot essen, weil sie Eskimos sind. Bakterien im Mund, welche Karies verursachen, ernähren sich von Zucker. Dass in dieser Studie Karies durch eine Ernährung mit Fleisch, Milch und Gemüse geheilt wurde stimmt jedoch absolut nicht! Es wurde auch nicht bewiesen oder untersucht ob Karies durch Getreide entsteht und schon gar nicht wurde nach vollwertigkeit oder Inhalt von Zucker unterschieden.

Und das alles ist demnach von vorne bis hinten Blödsinn!!! - Wenn man sich weitere Quellen für diesen Artikel ansieht findet man die Weston Price Foundation und anderen unwissenschaftlichen Kram. Und es wird auch wieder auf der Phytinsäure rum gehackt, die in Pflanzen vor kommt Phosphat enthält und zweiwertige Ionen wie Kalzium, Eisen und Magnesium bindet und damit dafür sorgt, dass diese nicht aufgenommen werden. Phosphat kommt aber auch vor allem in Milchprodukten und Fleisch sowie Softdrinks vor und ich kann nicht erkennen, warum Phytinsäure ein Argument sein soll. Das Argument geht aber auch zurück auf den Zahnarzt Dr. Weston Price, der vor 100 Jahren praktizierte. Ich bin der Auffassung, dass ich keinen Eisenwert von 152 hätte, Richtwert ist 49-151 wenn Phytinsäure dafür sorgen würde, dass Eisenionen weggefangen werden.

Also habe ich mich wieder maßlos aufgeregt über den Bullshit, der in der Rohkost-Szene verbreitet wird und über alle Laien, die dazu beitragen, dass Bullshit verbreitet wird. Es mag sein, dass Zahnsubstanz sich zum Teil regenerieren kann, wenn man eine Ernährung wählt, die Karies nicht aber dafür die Mineralisierung der Zähne fördert. Die Zellen aber, die in der Lage sind Zahnschmelz zu produzieren, sind bei Erwachsenen nicht mehr vorhanden und daher wird sich Zahnschmelz niemals jemals regenerieren. Egal was man isst.

Menü des Tages am 18. März 2015

Brokkoli und 2 Tomaten


Haferflocken mit Banane, getrocknete Feigen, Hanf, Paranuss, Traubenkernmehl, SunWarrior


Zitronige Linsen-Kichererbsen-Suppe


1 Birne
1 Feige

2 belgische Pralinen

670 g Brokkoli mit Salz
½ Banane

Ich hatte Spätschicht im Bioladen und habe 2 belgische Pralinen gegessen. Ich wusste, ich dürfte nicht mehr essen, sonst kriege ich Probleme und hab das dann auch gelassen.

Ich glaube es gibt einen Moment an dem man stoppen muss, sonst gibt es kein Halten mehr. Sozusagen einen bestimmten Zuckerspiegel an dem übermäßig viele Neurotransmitter ausgeschüttet werden, so viele, dass man es so geil findet zu essen, so viele mehr als von Obst oder vollwertigen Kohlenhydraten ausgeschüttet werden, dass man nicht mehr stoppen kann. 2 Pralinen geben einem aber auch noch nicht viel. Jedenfalls nicht mehr als ne Banane. Ich hab sie nur gegessen, weil sie in meiner Erinnerung die leckerste Schokolade des Bioladens sind. Leckerer als Lovechock!

Und das irre daran, Süßkram zu essen, nachdem man entwöhnt ist ist, dass man findet, dass das Zeug gar nicht so geil schmeckt, wie man es in Erinnerung hatte. Das macht aber nichts, denn wenn man es dennoch ein paar Tage hintereinander isst, ist man wieder voll drauf. Und das ist bei allen anderen Drogen genau so. Irre, oder? Wem hat schon jemals eine Zigarette, Bier oder Wein geschmeckt? Der Geschmack kommt mit der Wirkung und der Gewöhnung.

Ich hab satte 99,8 g Eiweiß gegessen, hauptsächlich wahrscheinlich wegen des Eintopfs, der unglaublich lecker und unglaublich eiweißhaltig ist. In meinem Frühstück waren auch nur 5 g SunWarrior drin. SunWarrior selbst empfiehlt 20 g SunWarrior am Tag zu essen. Muss der ein oder andere Veganer vielleicht auch, wenn er keinen Brokkoli und keine Hülsenfrüchte isst. Das sind echt Eiweißbomben. Heute geht’s joggen, mal gucken, ob ich was merke!;-)

Alles Liebe,

Silke

Mittwoch, 18. März 2015

Homöopathie: Völlig wirkungslos?



Ich persönlich bin kein großer Freund von irgendwelchen Medikamenten. Weder chemischen noch pflanzlichen noch alternativmedizinischen. Ich bin ein Fan von Heilung durch Essen, Ruhe, Sonne, Bewegung oder Fasten. Dennoch gibt es natürlich immer Situationen wo Medikamente erforderlich sind, weshalb es schon eine gute Sache ist, dass es sie gibt und an ihnen geforscht wird.

Dennoch, die meisten Medikamente wirken rein symptomatisch und nicht kurativ. Sprich, das Symptom geht weg, aber nicht die Krankheit. Krankheiten heilt man tatsächlich am besten mit den oben genannten Maßnahmen.

Rein sypmtomatisch wirken aber auch alle alternativmedizinischen Präparate. Z.B. werden Nelken gerne bei Zahnschmerzen angewandt. Grundlage für diesen „Heilerfolg“ ist, dass Nelken in der Lage sind die Schmerzrezeptoren im Mund leicht zu betäuben und man spürt den Schmerz nicht so. Heilung von Karies sieht jedoch anders aus. Aus den selben Gründen bin ich auch kein großer Freund der Homöopathie, auch wenn die wahrscheinlich weniger Nebenwirkungen hat als schulmedizinische Pharmaka.

Das National Health and Research Council der Australischen Regierung hat jetzt alle relevanten Studien bezüglich Homöopathie und ihrer Wirkung miteinander verglichen. Insgesamt wurden 225 Kontrollstudien ausgewertet und sage und schreibe 1800 Papers zum Thema Homöopathie, die von den unterschiedlichsten Organisationen herausgegeben wurden. Von Homöopathie-Interessensgruppen bis hin zu Richtlinien der Regierung.

Das Ergebnis war, dass kein verlässlicher Beleg gefunden wurde, dass Homöopathie beim Menschen auch nur irgendeine Gesundheitsstörung heilen konnte. Es fand sich keine einzige qualitativ hochwertige Studie mit ausreichend Probanden welche ein Ergebnis liefern konnte, dass Homöopathie die Gesundheit mehr verbesserte als ein Placebo oder auch nur genau so gute Ergebnisse lieferte wie andere Behandlungsmethoden.

Für manche Gesundheitsbelange soll sich jedoch gezeigt haben, dass Homöopathie besser wirkte als ein Placebo, manche Studien mit ähnlichen Ergebnisse wiesen jedoch schlechte Qualität auf oder zu wenig Probanden.

Die gesamte Studie ist sehr sehr lang und ich hab sie nicht komplett gelesen. Wer daran Interesse hat und wissen möchte für welche Krankheiten Homöopathie in kleinen, qualitativ minderwertigen Studien Homöopathie doch besser als ein Placebo wirkte, kann sich die vielen Seiten von der Homepage des National Health and Research Councils runter laden und durchackern.

Irgendwie bin ich froh, dass ich mir auch Homöopathie nie angetan habe und bin auch mal wieder begeistert von den „Heilkräften“ eines Placebos.

Ich selbst hab gestern 90 g Eiweiß gegessen und war Joggen, was ziemlich gut lief. Daran war aber wahrscheinlich nicht das Eiweiß schuld sondern meine Ruhepause, die mit regenerieren lassen hat.

Menü des Tages am 17. März 2015

5 Spirulinatabletten
Brokkoli und 2 Tomaten


Hirseflocken, Yogi-Tee, Banane, Hanf, 1 Paranuss, SunWarrior , Traubenkernmehl, 1 getrocknete Feige


100 g Kichererbsen
rohe Spitzpaprika
Quinoa, Hirse, Mais und Pilze


1 Banane

600 g Brokkoli


1 Banane
1 Birne

150 g Brokkoli
Zitronen-Linsen-Kichererbsen-Suppe


2 getrocknete Feigen

Mit Hilfe von Brokkoli war es leicht auf 90 g Eiweiß zu kommen. Das SunWarrior hat den Rest erledigt.

Ich bin gestern auf andere Methoden angesprochen worden Eiweiß zu steigern und auch darauf ob zu viel Eiweiß nicht schädlich ist. So wurde mit Hanf oder Süßlupinencrunch als Eiweißquellen vorgeschlagen. Hanf ist mir natürlich zu fetthaltig und Süßlupinencrunch kenne ich nicht. Es klingt aber weniger nach was womit ich mein Eiweiß ergänzen möchte als Sunwarrior. Sunwarrior finde ich lecker und ich vertraue dem Unternehmen. Was die Schädlichkeit von zu viel Eiweiß betrifft, so stimmt es, dass Aminosäuren mehr Abfallprodukte liefern als z.B. Glucose. So fällt bei der Verstoffwechselung  Ammoniak an was ausgeschieden werden muss, weshalb man bei hohem Eiweißkonsum viel trinken muss.

Ich bin aber auch kürzlich auf den YouTube-Kanal von Lealoveslifting aufmerksam geworden, die sich in der Challengegruppe bei Facebook angemeldet hat. Sie betreibt Krafttraining im Studio und isst zwischen 100 g und 120 g Eiweiß am Tag alleine aus Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten und verzehrt dabei bis zu 3400 kcal. Wenn ich so viel esse, nehme ich zu, wahrscheinlich, weil ich nicht so viel Sport treibe und nicht so muskelbepackt bin. Man kann also auch mit der Nahrung derartige Eiweißmengen aufnehmen. Leider nimmt man damit aber auch Kalorien zu sich...Vielleicht, wenn ich ein paar mehr Muskeln aufbaue, komme ich aber auch in die Richtung!:-)

Alles Liebe,

Silke

Dienstag, 17. März 2015

1,5 g Eiweiß pro kg Körpergewicht?



Meine Drehtage waren die Hölle! Ich denke ich muss aufhören Nachmittagsfernsehen zu machen oder mehr Geld dafür verlangen. Das ist mir alles viel zu unprofessionell und ich rege mich maßlos darüber auf..
Außerdem war es Stress. Stress, weil ich mich über Unprofessionalität aufregen musste und weil ich 12 Stunden jeden Tag sinnlos unterwegs war.

Ich habe ich den letzten Jahren total den Respekt vor der Arbeit in den Medien und auch vor dem Beruf des Schauspielers verloren. So viel Gewese, wie die Gesellschaft um diesen Beruf macht, verdient er gar nicht. Was ist das schon? So ein bisschen so tun, als sei man wer anders. Das im Vergleich zu Menschen die Mitochondrien erforschen oder das Gehirn und die die Menschheit voran bringen durch Erkenntnisse, die es zuvor nicht gab? Wir haben 4 Tage gedreht für 1 Stunde miese Fernsehunterhaltung auf RTL 2. 4 Tage, die sich für mich völlig sinnlos anfühlten.

Ich weiß, dass es Projekte gibt, die mich mehr erfüllen, also ist es nicht die Tätigkeit per se, es ist das Niveau. Allerdings hat man das in jedem Job, dass man Sachen machen muss, die man nicht gerne macht. Aber wenn man NUR das macht, brennt man aus. Ich fand diese 4 Tage schon schlimmer als das Pflegepraktikum im Krankenhaus. Da setze das Ausbrennen erst nach 2 Wochen oder so ein. Hier war ich schon am 2. Tag froh, dass ich das nicht jeden Tag machen muss.

Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus, sondern darauf, dass ich keinen Sport gemacht habe in der Zeit. Ich musst um 7:30/8:00 Uhr am Set sein, halbe Stunde Fahr da hin und die Zeit reichte einfach nicht, weil ich es auch nicht geschafft habe um 5 Uhr aufzustehen. Ich hatte alle Tage Disstress und nicht Eustress und brauchte meine Ruhe. Zumal ich an einem der Tage auch noch böse Post bekommen habe, die mich nicht einschlafen lassen hat.

Ich denke schon länger darüber nach ob ich vielleicht wieder ein Fitnessstudio aufsuchen sollte um qualifiziertes Krafttraining machen zu können. Was ich jetzt mache sind sind 20-30 Minuten Body Weight Exercises und zwar immer die gleichen. Bei den Dreharbeiten war es so, dass ich die Mutter eines Anabolika nehmenden Teenagers spielte und daher wurde nebenbei auch über Krafttraining gesprochen – natürlich völlig unqualifiziert. Aber das hat mich weiter denken lassen.

Ich hab ca. 40 Bücher über Ausdauersport und Joggen gelesen, aber über Krafttraining und seine Methoden weiß ich NICHTS. Als ich dann in Hamm am Bahnhof war, auf dem Weg zu meinem Vater am Wochenende fiel mir unter dem ganzen Mist, der in Bahnhofsbuchhandlungen verkauft wird ein Buch auf was mich interessiert und von einem Prof. Dr. geschrieben wurde:
Das Muskel-Workout: Über 100 hocheffiziente Übungen ohne Geräte

Es enthält 100 Übungen ohne Geräte womit sich das Fitnessstudio, wozu ich mich eh nicht so richtig durchringen konnte, erübrigt hat. Ich hab es im Zug gelesen und der Autor schreibt, dass Übungen ohne Geräte sogar besser seien, weil man dann den ganzen Körper trainiert und nicht nur einzelne Muskeln. Was mich auch noch beeindruckte war, dass er von veganer oder vegetarischer Ernährung NICHT ab rät. Allerdings empfiehlt er mindestens 1,5 bis 2 g Eiweiß pro kg Körpergewicht.

So viel esse ich NIE! So viel habe ich auch noch nie gezielt gegessen. Scheinbar ist das aber für gutes Muskelwachstum erforderlich. Nicht, dass man bei mir nichts sieht, aber was, wenn das noch besser geht?

Der Autor ist Prof. Dr. Ingo Froböse, er hat nicht Medizin sondern Sport studiert aber ich fand nichts in dem Buch was medizinischer Blödsinn ist.

Jedenfalls interessiert mich jetzt was passiert wenn ich 90 g Eiweiß am Tag esse statt 60 g. Das erfordert zusätzliches Eiweiß aus SunWarrior, denn auch wenn Dr. Froböse sagt Tofu und Zeugs sei genau so gut, so finde ich doch ist Tofu realtiv fetthaltig und Seitan halt sehr glutenhaltig. Ich ziehe SunWarrior vor, was man, wenn es das geschmacksneutrale Protein ist, auch in alles reinrühren kann. In Suppen oder Saucen genau so wie in Haferflocken etc.

Menü des Tages am 16. März 2015

Brokkoli und 2 Tomaten
Haferflocken mit Banane, Leinsamen, Rosinen, Wasser, Zimt

220 g Möhren, roh
2 Bananen
Quinoa und Hirse

1 Banane mit 20 g SunWarrior
1 Paranuss

1 Banane

1 Spitzpaprika
Quinoa und Hirse mit Pilzen und Mais


1 Apfel
½ Banane

Mein Tag war durcheinander, weil ich mit dem Zug unterwegs war, zu den unmöglichsten Zeiten Hunger hatte und dem auch nachgegeben habe. Ich hab dann noch ein Video für euch, wie es mir in den letzten Tagen bei Restaurantbesuchen erging sowie der challenge-tauglichen Ernährung dort:


Alles Liebe,

Silke

Mittwoch, 11. März 2015

Challenge-Finale



Hier nur schnell das Challenge-Finale an Tag 21:


 Alles Liebe,

 Silke

Dienstag, 10. März 2015

Welche Nahrungsmittel machen am stärksten süchtig?



Die Universität in Michigan hat am 18. Februar eine Studie veröffentlicht in der der Suchtindex verschiedener Nahrungsmittel bestimmt wurde. Dazu hat man die Probanden zunächst die Yale Food Addiction Scale ausfüllen lassen um zu bestimmen wie stark sie esssüchtig sind. Laut eigener Aussage hatten 92% der Probanden mit manchen Nahrungsmitteln Probleme, würden gerne aufhören sie zu essen, aber konnten es nicht.

Danach sollten sie Probanden bei 35 Nahrungsmitteln entscheiden wie stark sie jeweils darauf süchtig reagieren. Das heißt, die Entscheidung viel subjektiv aus und wurde nicht, wie z.B. bei anderen Studien, wo Probanden Nahrungsmittel auf Fotos gezeigt wurde, während man im MRT die Aktivität in bestimmten Hirnarealen gemessen hat.

Es gab 2 Studien, eine mit 120 Teilnehmern, welche sich ausschließlich aus Studenten zusammen setze und eine mit 384 Teilnehmern, die über Amazon rekrutiert wurden. (Amazon treibt also auch schon Menschen handel?;-) Dementsprechend fiel die Yale Food Addiction Scale bei Gruppe zwei heftiger aus.



Unter den 35 Nahrungsmitteln waren 18 verarbeitete Nahrungsmittel und 17 unverarbeitete. Gruppe 1 schätzte das Suchtpotential folgendermaßen ein:



Gruppe 2 so:


Quelle: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0117959

Daran kann man erkennen, dass je verarbeiteter und je fetthaltiger ein Produkt ist, desto größer auch sein Suchtpotential. Hinzu kommt, dass manche natürlichen, fetthaltigen Produkte wie Eier, Nüsse, Käse oder Speck. Sich ebenfalls im eher hohen Bereich aufhielten, während unverarbeitete Kohlenhydrate weiter unten angesiedelt waren. Sogar Bananen. Grundsätzlich lässt sich sagen je verarbeiter, fetthaltiger und höher der glykämische Index, desto höher das Suchtpotential.

Eine wunderschöne Grafik über das Ergebnis habe ich hier gefunden:


Mit der Challenge macht man also alles richtig, wenn man sich aus Essucht befreien will.

Menü des Tages am 9. März 2015

1 Zucchini, 3 Tomaten, ½ Paprika


Hafer und Hirseflocken mit Banane, Sunwarrior, Traubenkernmehl, Wasser, Yogi-Tee, Granatapfel


11:10 Uhr: 125 g Mix-Salat, pur
1 Möhre
Süßkartoffeleintopf


kleine Orange
½ Banane

16 Uhr: 1 Banane
Rest Eintopf
1 Möhre
200 g Vollkorn-Basmatireis mit Sojasauce


18 Uhr: 1 Banane

Ich fange an immer simpler zu essen. Hauptsächlich, weil die Lebensumstände gerade so sind. Ich mag keinen Salat zubereiten, weil das mit den fettarmen Dressing irgendwie alles nicht der Traum ist. Und weil ich keine Lust auf das viele Schnibbeln habe. Ich esse rohes Gemüse einfach vor dem warmen Essen während ich darauf warte, dass es gar wird.

Ich glaube ich werde die nächste Challenge wirklich mal ohne Salz durchziehen und gucken, wie sich das auf mein Essverhalten auswirkt. Ich hab auch angefangen, das Gemüse morgens nicht mehr zu salzen. Das hat sich auch zufällig so ergeben, als ich keinen Brokkoli mehr morgens gegessen habe. Und auch das geht einwandfrei. Ist sogar irgendwie aromatische.

Video von gestern noch schnell hier:



Ich fürchte die nächsten paar Tage werdet ihr nichts von mir hören, da ich bei Dreharbeiten bin und immer um 8 Uhr da sein muss. Die Zeit vorher morgens werde ich wahrscheinlich aber für Sport nutzen müssen.

Alles Liebe,

Silke