Donnerstag, 30. Oktober 2014

Pflanzliche Ernährung am effektivsten beim Abnehmen!



Heute möchte ich euch dann mal die Studie vorstellen, auf die ihr alle gewartet habet!:)

Sie ist am 17. Oktober erschienen in der Onlineausgabe der Zeitschrift Nutrition und hier wurden 63 übergewichtige Erwachsene in 5 Ernährunggruppen eingeteilt: Omnivor, welche als Kontrollgruppe diente, Halbvegetarier (was auch immer das sein mag!), Fischvegetarier, Ovo-Lacto-Vegetarier, also solche, die Milch und Eier essen und eben Veganer. Der Beobachtungszeitraum waren 6 Monate und allen 5 Gruppen wurde nahe gelegt, sie sollen sich fettarm und mit möglichst niedrigem glykämischen Index ernähren. Nach 6 Monaten hatte die vegane Gruppe 7,5% Körperfett verloren, die omnivore Gruppe 3,1%, die halbvegetarische Gruppe 3,2% die Fischvegetarier ebenfalls 3,2% und die Ovo-Lacto-Vegetarier 6,3%. Die vegane Gruppe hatte also eine doppelt so große Gewichtsabnahme wie die Fleisch-/Fischesser.

Zudem hatte die vegane Gruppe die größte Reduktion an Fett, gesättigtem Fett und Cholesterin in der Nahrung und die gravierendste Erhöhung an Ballaststoffen, was sich alles positiv auf die Verhütung von Zivilisationskrankheiten auswirkt. Quelle

Schussfolgerung der Forscher ist damit, dass eine vegane Ernährung mehr Erfolg bei der Gewichtsgeduktion bringen könnte, als moderatere Ernährungempfehlungen.

Ja, es gibt übergewichtige Veganer, keine Frage, aber fragt die mal, ob sie sich fettarm und mit niedrigem glykämischem Index ernähren!

Menü des Tages am 29. Oktober

Haferflocken, Reismilch, Banane, Zimt, Melasse, Chia, Sunwarrior Vanille


Laktitz Chai

handvoll Mandeln

Organic Food Bar Active Greens
1 Banane
Maccheroni mit Kürbis-Käsesauce und Spinat mit Knoblauch, Salz, Pfeffer und Msp. Kokosöl



1 Kaki
1 Maracuja

Rest Spinat mit Kartoffeln und Kürbis-Käse-Sauce


3 Reissdorf Kölsch

Ich hab Besuch von einem langjährigen Freund bekommen und mal wieder festgestellt, wie schlecht sich fettarme Ernährung und Alkohol verträgt. Zu Alkohol muss man echt Chips oder Erdnüsse essen...!!!

Darüber hinaus kann ich scheinbar endlich mal ein keines Bisschen ausspannen, stehe endlich mal nicht unter Stress, verbringe Zeit zuhause und leere meine Nebenhöhlen, die nicht zu sitzen oder so aber mit irgendeinem Anflug von irgendwas beschäftigt waren. Das war schon irgendwie seltsam...

Ach ja, und ich hab den festen Vorsatz gefasst, wenn ich Lust auf was Süßes bekomme mich nicht an Schokolade, sondern an Obst zu vergehen, was echt gut klappt...Und dann postet Dr. Ornish einen Link zu einem Artikel in der New York Times in dem es heißt, dass Schokolade das Erinnerungvermögen verbesserer. Naja, tatsächlich muss man sagen, dass es sich dabei um die Antioxidantien im Kakao handeln und nicht um das Fett, was in einem Schokoriegel sonst noch drin ist. Ich muss das Ganze also irgendwie nochmal überdenken, denn Steigerung meines Erinnerungsvermögens ist eines meiner gaaaaaanz grooooooßen Anliegen!;)

Alles Liebe,

Silke


Dienstag, 28. Oktober 2014

Royal Veggie Döner im Royal Kebab House...



Ich schätze, ich hab mich die letzten Tage überfordert oder ich hab mir irgendwas eingefangen. Ich hab unglaublich viel Durst und bin total müde. Außerdem fühlt sich mein Gesicht so an, als würde irgendetwas in meinen Nebenhöhlen abgehen. Offiziell „krank“ bin ich aber nicht. Vielleicht eine Vorstufe oder eine Abwehrreaktion. Ich glaube, wenn ich viel trinke und mich ausruhe, wird der Kelch an mir vorüber ziehen.



Ich muss nochmal schnell auf auf München zu sprechen kommen und zwar auf das Royal Kebab House/ Royal Veggie Döner, wo ich am Donnerstag Abend essen war. Es ist direkt am Hauptbahnhof gelegen, es war voll und es scheint explizit eine Anlaufstelle für Vegetarier und Veganer zu sein obwohl auch Fleisch angeboten wird. Eine Dönerbude, die einen Grillspieß extra mit einem riesigen Spieß Seitan voll gepackt hat. Das hab ich bisher noch nirgends gesehen, außer auf Messen. Und ich finde es sehr löblich. Eigentlich fährt man als Vegetarier beim Türken eh nicht schlecht, denn ich finde auch Salatsandwiches sehr ansprechend, aber die sind eigentlich nicht vegan sondern mit Schaftskäse und Tzatziki. Und auch wenn es in Köln bei Signor Verde jeden Donnerstag veganen Döner gibt, gibt es da dennoch nicht Dürüm, was hier der Fall war, uns so hab ich zugeschlagen.



Das war wirkich lecker, aber viiiiiiiiieeeeel zu fettig. Ich bin so viel Fett nícht mehr gewohnt und ich finde es mittlerweile richtig ekelig. Man kann es auch kaum irgendwie abtupfen, sondern sieht sich gezwungen es zu essen. Danach fühlte ich mich also, wie nach dem Gemüsecurry mit einer ganzen Dose Kokosmilch: Jeglicher Geruch von Essen turnte mich total ab. Fataler Weise, war ich für den Rest des Abends aber nicht satt, sondern bekam im Hotel dann noch Lust auf Bitterschokolade und ich schätze auch deshalb ist das Fett die Krux in der Ernährung. Es macht Sinn, dass die Dehnungsrezeptoren bei einer fetthaltigen, ballaststoffarmen Mahlzeit nicht optimal reagieren können und das Belohnungszentrum gleichzeitig überreagiert. Dennoch, wer in München mit Freunden Döner essen will, sollte das da tun.

Und dass Fett tatsächlich auch das Problem bei Fettleibigkeit ist, durfte ich gestern Abend mit eigenen Augen sehen. Da hat mich visuell etwas abgrundtief angeekelt.

Ich wollte abends zu REWE einkaufen und sah dort einen Mann, einen adipösen also fettsüchtigen Mann, ungefähr von den Außemaßen der belgischen Gesundheitsministerin, auf dem Fahrradständer hocken. Vor ihm sein Einkaufswagen mit Fleisch, Milch, Pudding und Fertigpizza und in seiner Hand eine Packung Hackfleisch, aus der er sich mit den Händen das rohe Hack, ohne Salz und Zwiebeln, in den Mund steckte bis die 400 g Packung leer war. Ich dachte ich spinne!  Und fragte mich, ob ich ihm etwas darüber sagen sollte, hab es aber gelassen. Andere Leute haben ähnlich geguckt wie ich und der Mann hat sich überhaupt nicht stören lassen. Er schien auch bewusst nicht auf seine Mitmenschen  eingehen zu wollen in der totalen Verleugnung dessen, dass er da etwas irgendwie nicht gesellschaftsfähiges tut. Eine Tüte Chips mit den Fingern leer zu machen ist irgendwie etwas anderes als eine Packung rohes Hackfleisch!  Ich hab überlegt, ob ich das fotografieren soll, aber muss es jetzt leider eurer Fantasie überlassen...

Menü des Tages am 27. Oktober

Haferflocken, Rohkost-Früchte-Cracker, Banane, Zimt, Reismilch, Sunwarrior Vanille


Chocolate Chai Tee

Salat aus Kartoffeln, Kideney Bohnen, Tomaten, Frühlingszwiebel, Salz, Pfeffer, vegane Mayo


2 Bananen mit Cashewsahne (morgen im Newsletter)

Rest Salat von Mittag, Brokkoli gedünstet mit Knoblauch, Salz und Pfeffer


125 g Heidelbeere

Ich hatte auch recht wenig Hunger gestern, also irgendwas ist da in meinem Körper im Gange. Ich wundere mich immer wieder darüber wie komisch es sich anfühlt, wenn mein Körper in Eigenregie irgendwelche Sachen anfängt ohne das mit meinem Bewusstsein abzustimmen. Er macht mir nur ein Gefühl von Durst und von Schlafbedürfnis und hofft dann, dass ich darauf höre, weil er dann seine Arbeit erledigen kann. Gleichzeitig macht er auch so verrückte Sachen, wie in Stresszeiten, wenn man keine Zeit hat Heilung zu betreiben, irgendwelche Erreger so lange in Schach zu halten, bis man Zeit für Heilung hat, sprich, bis man Urlaub hat.

Beim Drehen kann man sich zumindest in München um Wurst- und Käsebrote herum drücken, bleibt dann aber bei Laugenbrezeln mit Butter hängen. Vollkorn ist immer Fehlanzeige und auch die  braunen Brötchen beim Frühstück, waren ganz klar gefärbt. Das ist schon bitter. Zum Frühstück gab es bei mir dann Müsli mit Multivitaminsaft und braune Brötchen mit Tomate und Zwiebel. Das ging ganz gut.


Mittagessen beim Dreh in München war Pizza ohne Käse, welche leider outete, dass kaum Gemüse auf der Pizza vegetaria war, in Köln am Wochenende war es noch schlimmer, denn da musste ich erst um 13 Uhr da sein und mir blieben zum Essen nur Sachen, die andere Leute nicht wollten. Pizza Funghi hab ich mir mit einem Kollegen geteilt, der das selbe Problem hatte.

Vegan und gesund am Set geht also wirklich nur, wenn man sich mitbringt, was man essen will. Entweder schreibe ich mir das hinter die Ohren, und ich rechne ganz konkret mit Ausnahmen.

Alles Liebe,

Silke


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Unterwegs nach München...



So, ich hocke im Ibis Hotel in München-Schwabing und hab die Anreise mit dem festen Vorsatz angetreten, den ganzen Weg über vegan zu bleiben und dabei berücksichtigt, dass ich es mittlerweile echt hasse Essen mit zu nehmen, nur weil man in allen Fresstempeln der Welt kein veganes oder gesundes Essen bekommt.

Aus einem anderen Grund habe ich hingegen doch Essen mitgenommen: Ich hatte noch ein paar Sachen zuhause und wollte nicht, dass die verkommen, immerhin bleibe ich bis Samstag, aber da ist der Grund Essen mitzunehmen anderes gelagert, als wenn ich gezwungen bin etwas mitzunehmen und nur weil niemand was anbietet.

Schlussendlich hat mich das aber wahrscheinlich gerettet. Ich hatte drei Vollkornbrötchen, belegt mit Hofgemüse-Streich und Alfalfasprossen, dabei sowie eine Banane. Leider bekommt man noch nicht mal vegane belegte Brötchen irgendwo und selbstredend vor allem kein Vollkorn!

Am Flughafen in Köln hab ich noch ne Tafel Bitterschokolade gekauft, das war dann aber das einzige. Darüber hinaus haben die Brötchen ausgereicht. Im Flieger selbst wurde dann regelrecht ein großes Menü aufgetischt, da überraschender Weise Business Class für mich gebucht war und nicht Economy. Ich hab keine Ahnung wieso, wahrscheinlich, weil ich mit der Produktionsfirma ursprünglich genau diesen Flieger besprochen hatte, schlussendlich aber keine Plätze mehr in der Economy Class frei waren. Ich bin extra gegen Mittag geflogen, damit ich auch mal die Chance habe, was in München zu unternehmen!



Der Unterschied zur Economy Class ist also, dass richtiges Essen serviert wird und nicht nur ein Riegel oder eine Tüte Chips, aber, ob man das braucht, ist auch wirklich die Frage. Es gab gräuchertes Kalbsfilet mit Pichelsteiner-Gemüse, Forellenfilet mit Meerrettich Créme Fraiche, Joghurtmousse mit Zwetschgenröster und Streussel, ein Röggelchen und einen Schokoriegel. Blieb mir nur das Gemüse und das Röggelchen, was ziemlich gut war und leider muss man sogar einräumen, dass vom gesundheitlichen Standpunkt das servierte Fleisch wahrscheinlich das gesündeste Fleisch ist, was man so essen kann.




Das was ich nicht gegessen habe, wird natürlich weg geworden und damit ist auch wieder niemandem geholfen...Ich hätte es ja der Katze gegeben, aber die ist leider weit weg. Wenn es im Müll landet ist das Tier leider völlig umsonst gestorben. Dann doch eigentlich besser essen...Mach ich natürlich auch nicht, aber das ist schussendlich der einzig logische Schluss...

Besser wurde es abends. Um 16 Uhr war ich im Hotel und habe mit Hilfe des Internets überlegt wo ich abends essen gehen sollte. Ganz unbedarft ist München nicht in Sachen vegan essen gehen aber ich wollte nirgendwo hin, wo ich schon mal war. Mithilfe eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung habe ich mich für das Café Ignaz entschieden, weil es am nächsten bei meinem Hotel war und auch weil es supergünstig sein sollte, so günstig, dass es sich rumgesprochen hat und man einen Tisch reservieren sollte und so habe ich zuvor angerufen und reserviert. Ich sollte nicht enttäuscht werden.

Das Café Ignaz bietet vegane und vegetarische Küche an und zwar soooooo unglaublich viel Auswahl, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll. Wenn ich sonst essen gehe, bleibt immer nur die Wahl zwischen den 3 vegetarischen Gerichten auf der Karte und Salat. Jetzt weiß ich, wie es omnivoren geht, die vor einer Karte sitzen und nicht wissen was sie wählen sollen. Ich hab mich für Meeresgemüsepfanne aus dem Wok mit Brokkoli, Möhren, Couscous, Kokosmilch, Datteln und Gewürzen entschieden. Es war absolut köstlich. Nicht fettarm, aber köstlich. Dazu einen Weißwein.

Abgesehen von dem Wein, kostet dieses Hauptgericht nun 9,90 € und inklusive ist dabei noch ein Stück Kuchen. Das Café Ignaz hat auch noch eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Kuchen, sowie Vollkornbrot, aber ich war pickepacke satt! Tatsächlich hab ich noch ca. 3-4 EL von dem Gericht zurückgehen lassen, weil mein Magen nicht mehr konnte. Und diese Kuchenstücke waren auch noch riesig!!!



Ich hab mir den Kuchen also einpacken lassen und werde im Laufe des heutigen Tages bestimmt noch Gelegenheit finden ihn zu essen. Bei Dreharbeiten gibt es ja immer nur Schrottessen. Belegte Brötchen und Schokolade.

Schwacher Trost: Zumindest in der Gastronomie scheint es besser zu werden. Das Ibis-Hotel hat im hoteleigenen Restaurant 3 vegane Gerichte auf der Karte, die explizit mit „vegan“ tituliert sind. Ähnliches hatte ich zuvor schon in einem kölner Restaurant bemerkt. Man darf gespannt sein, wie sich das Frühstück  zeigt...

Menü des Tages am 22. Oktober 2014

Haferflocken mit Banane, Rosinen, Chia, Cashewmilch und Zimt


kleine Stück Kürbiskuchen mit Cashewsahne (Rezept folgt nächste Woche)
2 Ingwertee

2 Vollkornbrötchen mit Hofgemüse-Streich und Alfalfasprossen
1 Banane
Vitaminwasser (es gab tatsächlich kein normales Wasser in dem Flughafenautomat!!!)



3 Rippen Bitterschokolade
Bordessen mit Röggelchen und Weißwein

Vollkornbrötchen mit Hofgemüse-Streich und Alfalfa
2 handvoll Chocodelic Maulbeere

Meeresgemüsepfanne mit Couscous, Brokkoli, Möhren, Kokosmilch und Datteln


Chardonnay

Ich hab Cashewsahne für den Kürbiskuchen zubereitet und wie das immer so ist blieben Reste davon im High Speed Blender hängen. Da bleibt immer nur, den Bodensatz mit Wasser aufzufüllen, erneut zu mixen und diese Mischung dann wieder weiter zu verwenden. So ergab sich die Cashewmilch.

Heute hab ich nur 2 Szenen und 5 Sätze zu sprechen, davon 4 Sätze im off. Das wird ein ruhiger Tag, nehme ich an. Morgen bin ich jedoch in fast jeder Szene und werde wohl ziemlich gefordert werden. Ich hoffe also darauf, dass ich heute früh raus komme und mir veganen Döner am Hauptbahnhof kaufen kann. (Gibt's natürlich in Köln auch, wenn auch nur an einem Tag in der Woche, aber in der Fremde ist sowas ja immer schöner!:-) - Morgen Abend dann, wird das Hotelrestaurant herhalten müssen, weil ich morgen bis 20 Uhr beschäftigt sein werde...Falls ich dann überhaupt noch Hunger habe...

Alles Liebe,

Silke


Montag, 20. Oktober 2014

Rein pflanzliche Heimatbesuche und Co.



So, ich hab den Salami-Test an meinem Vater durchgeführt mit dem Resultat, dass er fand Avocado mit Knoblauchpaste schmeckt nicht wie Salami, sondern wie Räucherlachs! Lag wahrscheinlich daran, dass sowohl das Brot als auch die Avocado einen anderen Eigengeschmack hatten als meine zuhause, ich hab es selber auch probiert und konnte sofort nachvollziehen was er meinte, obwohl Räucherlachs ja eigentlich keinen Knoblauch enthält. Aber dieses Rauch-Aroma an der Knoblauchpaste ist diese einzigartige Besonderheit, welche in der Lage ist Gemüse einen Fleischgeschmack zu geben.

Mein Vater stimmte mir völlig zu. Fleisch ungewürzt, schmeck grauenvoll nur die Würzung mache den eigentlichen Geschmack aus. Mein omivorere Rohkost-Facebook-Freund (dem ich jetzt übrigens die Freundschaft gekündigt habe), dessen größte Freude es ist immer und immer wieder auf Veganer einzudreschen und Geschichten von Jäger-Sammler-Kulturen zu präsentieren ohne dabei zu sehen, dass die definitiv keine Rohköstler waren und bis heute keine Rohköstler sind, hat sich erst lustig darüber gemacht, dass Veganer Fleisch durch andere Sachen ersezten und dann eingestanden, dass er selber ungesunde Salami durch getrocknetes Fleisch ersetzt, was so ein „herrliches“ Salamiaroma habe und deshalb sei meine Meinung über Gewürze und Fleisch...wie sagte er das, Blödsinn hoch N. - Ich schwöre, meinem Vater hätte getrocknetes Fleisch garantiert nicht wie Salami oder wie Räucherlachs geschmeckt, so kann es nur für instinktive Rohköstler schmecken und ist damit in keiner Hinsicht eine Lösung für irgendwas. Weder für kranke Menschen noch für Leute die aus anderen Gründen keine Salami essen wollen.

Der Sinn hinter der Imitation von Fleisch durch Pflanzen wird viel zu vielen Leuten aber auch nicht klar und ich begreife nicht wieso. Laut aktuellem Fleischatlas essen Menschen in der westlichen Welt 1-1,5 kg Fleisch in der Woche. Das ist ein Durchschnittswert. Die DGE empfielt aber maximal 300-600 g in der Woche. Mein omnivorer Rohkostfreund hat wieder eine Studie verlinkt, dass die gesündersten Völker der Erde ca. 50 g Fleisch am Tag essen und damit also 350 g in der Woche.

Ich hab absolut nichts dagegen, wenn jemand 50 g Fleisch am Tag isst, aber es gibt nun mal Menschen die von 1-1,5 kg Fleisch in der Woche krank geworden sind, die Fleisch gravierend reduzieren müssen und für die sind Imitate womöglich die beste Abgewöhnungsmethode. Darüber hinaus gibt es auch Menschen, die aus Tier- und Umweltschutzgründen auf Fleisch verzichten wollen, deren Geschmacksknospen und Belohnungssystem aber noch nach solchen Dingen verlangen. Und manchmal macht es auch einfach nur Spaß derartige Nahrung zu verwenden oder es macht sich in Gesellschaft leichter. Und auch, wenn mein persönliches Interesse ersterem gilt, Menschen, die von zu viel Fleisch krank geworden sind, so kann natürlich jeder andere das genau so nutzen.

Was ich hingegen auch nicht verstehe ist, warum Menschen ohne biochemischen Hintergrund mir dauernd versuchen irgendwie aufzuzeigen, dass Fleisch essen gesünder sei als auf Fleisch zu verzichten. Ich hab immer das Gefühl ein Veganer hat denen als Baby den Teddy geklaut...So reagieren sie darauf! Und ich habe ebenso das Gefühl als würde ich mich mit jemandem unterhalten, der die Erdanziehungkraft bestreitet, weil er Vögel fliegen sehen hat (die wissenschaftllichen, physikalischen Fakten hinter Aerodynamik und Flügelschlag ist ihnen nicht bekannt – mir auch nicht - aber ich weiß, dass es Menschen gibt, die die Mechanismus des Fliegens verstehen und wenn die die Erdanziehungskraft nicht bestreiten, dann glaube ich denen!)

Naja, desweiteren habe ich meinen Vater verköstigt mit Linsensbolognese nach diesem Rezept von Chefkoch.de. Ich hab die Sahne gegen Sojasahne ausgetauscht und es war das erste Mal, dass ich überhaupt Linsenblognese gemacht habe. Parmesan wurde weggelassen. Es hat uns beiden sehr gut geschmeckt, dazu gab es Salat und auch das war natürlich ein Imitat: Aber Linsen sind in jeder Hinsicht so viel gesünder als Hackfleisch!!!


Ich weiß nicht ob das gestrige Mittagsgericht auch ein Imitat war. Ich habe es gekocht, weil wir sowohl Grünkohl als auch weiße Bohnen und Kartoffeln noch zuhause hatten. Es war ein Rezept aus dem Gabel statt Skalpell-Kochbuch, welches ich meinem Vater zu Weihnachten geschenkt hatte, und da stand es sei ein portugiesisches Nationalgericht namens Caldo Verde. Bestehend aus Grünkohl, Kartoffeln und Zwiebeln. Weiße Bohnen sind zusätzlich drin, damit es satt macht. Mein Vater und ich hatten alledings eher das Gefühl, das es einem typisch deutschen Grünkohleintopf gleicht – ihm fehlten nur die Würstchen...Sein Kommentar danach aber: „Ich glaub, ich muss doch öfter nach Rezept kochen“ Nur gut, dass ich ihm hauptsächlich vegane Rezepte besorgt habe...wobei er sich dann dennoch eine Frikadelle dazu geholt hat. Aber wie gesagt, der Sinn der Auseinadersetzung mit pflanzlicher Ernährung ist, dass grundsätzlich weniger Fleisch gegessen wird: Für die Gesundheit, gegen die Massentierhaltung, für die Tiere und für den Planeten. Ich weiß wirklich nicht, warum sich jemand vehement dagegen stellen kann...Rationale Gründe kann es dafür jedenfalls nicht geben...

Menü des Tages am 19. Oktober

½ Brötchen mit Avocado und Knoblauchpaste
Haferflocken mit Sojajoghurt, Banane und Stevia


Ingwertee mit Stevia

Rest Linsenbolognese und Salat
Caldo Verde mit weißen Bohnen


1 Banane
0,3 l Bier

Stück Mamorkuchen (unvegan aber auch nicht lecker)
Sojajoghurt mit Banane und Stevia
Ingwertee

2 Scheiben Vollkornbrot
2 Bananen

Ich hätte wahnsinnig gerne darüber geschrieben, wie ich auf der Rückfahrt am Bahnhof in Hamm bei Rossmann einen supergeilen, lecker, veganen Bulgursalat mit Hummus gekauft und gegessen habe aber der war scheinbar ausverkauft. Die Fußballfans waren mir wohl zuvor gekommen und das obwohl ich mich schon darauf gefreut habe. Ich hab den schon mal beim Umsteigen in Hamm dort gekauft, weiß aber nicht ob Rossmann sowas grundsätzlich im Sortiment hat oder nur in den Bahnhöfen, aber ich musste leider ausweichen auf Vollkornbrot, was ich statt dessen bei Rossmann gekauft hatte, und Bananen, die ich für die Reise mitgenommen habe. Schlussendlich habe ich mir aber gedacht: Das geht auch immer, oder? Bananen und Vollkornbrot durcheinander gegessen. Wahrscheinlich sollte ich das auch mitnehmen zu den Dreharbeiten diese Woche...

Alles Liebe,

Silke ,


Samstag, 18. Oktober 2014

Der Fall Maggie de Block...



Ich hab einfach den besten Arbeitgeber der Welt! - Gefühlt alle Nase lang, gibt es Geschenke für die Mitarbeiter. Völlig unaufgefordert. Irgendwas scheint es immer zu feiern zu geben. Dieses Mal, so hieß es vom Chef persönlich, der sein 40 Jähriges Firmenjubiläum an meinem Geburtstag gefeiert hat. Ursprünglich tuckerte der Mann mal mit Demetermilchprodukten über die bayrischen Dörfer und heute ist er der Inhaber der Firma mit dem umfangreichsten Sortiment im Biobereich und der gröten Bioladenkette Deutschlands. Allein das verdient schon Bewunderung und zeigt, dass Ökologie und Ökonomie sich nicht ausschließen müssen und somit sollten eigentlich wir ihm was schenken.:-) Zu allem Überfluss wird mein Gehalt aber auch dauernd erhöht, so fühlt ,es sich jedenfalls an, was leider zur Folge hat, dass ich weniger Stunden machen darf, weil ich ja nur auf 450 € Basis arbeite und das nimmt mir wiederum mehr Spaß, denn je mehr Verantwortung ich dort bekomme, desto mehr Spaß macht mir die Arbeit wiederum! - Verrückt...Aber Gesetz der Anziehung halt...

Gester gabs's einen Jutebeutel mit Prosecco, belgischen Pralinen, Gummibären und Schinken.




Den Schinken habe ich gleich an einen Kollegen weiter geschenkt, nicht ohne ihn auf die erektile Dysfunktion hin zu weisen, die der verursacht ;-) und mich gefragt: Sollte ich meinem Chef vielleicht ne Mail schreiben, dass er seinen Mitarbeitern da ausgerechnet Sachen schenkt, die sie krank machen, was ja keinem Unternehmer gefallen kann? Sollte er uns nicht lieber Brokkoli, Bananen, Mandeln und Bitterschokolade schenken? - Oder ist die Taktik eher so, wie wenn man ein Baby mit Zuckerwasser auf dem Schnuller dazu kriegt einen zu mögen. Wahrscheinlich. Wir kriegen Nahrungmittel geschenkt die das Belohnungssystem tangieren und weil diese Belohnung vom Chef ist aussoziiert das Gehirn dann positive Gefühle mit de Chef. Ich konnte tatsächlich nicht den belgischen Pralinen widerstehen, die der Hammer waren und die wir noch nichtmal bei ums im Sortiment haben!

Und damit bin ich beim eigentlichen Thema des Tages, Thema des gestrigen Tages bei Facebook, das ist die neue belgische Gesundheitsministerin Maggie de Block:




Frau de Block ist seit Oktober 2014 im Amt und so übergewichtig, dass es unmöglich ist, dass sie gesund ist. Und ich frage mich:

Welche Vorbildfunktion hat ein Gesundheitsminister eigentlich für sein Volk?

Auf Zigarettenpackungen steht/stand immer drauf: „Der Bundesgesundheitsminister warnt...“ - Das ist alles, was mich an der Diskussion interessierte. Warum sie so dick ist, ist spekulation...

Das Thema kam aber natürlich auf. Manche Leute hatten Mitleid, zu Recht, für sie, denn sicher ist es nicht angenehm so fettsüchtig zu sein. Rein emotional. Ich meine, wir leiden ja schon, wenn wir nicht das Gewicht haben, dass wir gerne hätten. Wenn man doppelt so viel wiegt wie man sollte, ist das noch schlimmer, weil es gesundheitliche Schäden mit sich bringt.

Übergewicht in einem solchen Ausmaß, hier ist wirklich treffender der Begriff Fettsucht, ist kein ästhetisches Problem, die Frage ist, ob Übergewicht überhaupt ein ästhetisches Problem ist, denn es gibt genug Leute, die etwas mehr auf den Rippen als erotisch und attraktiv empfhinden. Es ist ein gesundheitliches Problem. Die Bundeskanzlerin hat sicherlich auch keine Traummaße, aber ihr Gewicht liegt im Rahmen. Frau de Block ist so immens übergewichtig, dass sie unmöglich keine Artherosklerose, Insulinresistent, überschießende Östrogenproduktion und Leptinresistenz auffweist. Sie ist so übergewichtig, dass bestimmte ettliche ihrer Blutwerte nicht in Ordnung sind, das Cholesterin erhöht ist und abgesehen davon bestimmt auch noch Probleme im Bereich des Bewegungsapparats und der Knochen vorliegen, die einfach nur damit zu tun haben, dass diese so viel Gewicht tragen müssen.

Nun ist Frau de Block auch noch studierte Ärztin!!! Also, Wie kann das sein? Was ist da los? Was läuft falsch?

Im Internet findet man nichts darüber, dass sie eine Schilddrüsenunterfunktion hat oder Cortison nehmen muss, was Ursachen für Gewichtszunahme sein kann. Gegen eine Schilddrüsenunterfunktion gibt es hingegen Medikamente und wer Cortison nehmen muss, sollte sich sicher nicht an der Tagespolitik beteiligen, denn die ist viel zu stressig.

Häufig wurde als „Entschuldigung“ bei Kritik an ihrem Körpergewicht auch vorgebracht: „Aber es heißt, sie sei in Belgien sehr beliebt“ - Naja, dicke Menschen sind auch häufig gut gelaunt und viele sind Spaßvögel. (Man denke nur an den kleinen, dicken und sehr beliebten Dirk Bach, der an einem Herzinfarkt starb und das weit vor der Zeit) Sie füttern den ganzen Tag über ihr Belohnungssystem und lassen nicht ihren Zorn an anderen aus sondern fressen ihn in sich hinein. Oder wir erinnern uns nochmal an Leptin und das Neuropeptid Y, was Hunger und Angst steuert. Ein Schutzpanzer für die kalte, angsteinflößende Welt da draußen.

Man muss ca. 5000-6000 Kilokalorien täglich essen um ein derartiges Gewicht zu halten und ich bin die letzte, die nicht versteht wie gerne man bei Stress und Problemen sein Belohnungssystem anwirft. Das kann man aber nur so lange machen, wie die Gesundheit keinen Schaden nimmt und diese Gesundheitsministerin ist nicht gesund und hat ziemlich wahrscheinlich ein Suchtproblem. Das Wort Fettsucht passt schon. Und Sport treibt sie unter Garantie auch nicht.

Schlussendlich sind das aber alles Spekulationen, so viel gibt Wikipedia nicht her (und Flämmisch kann ich nicht lesen) über ihr Privatleben. Die offene Frage bleibt: Was suggeriert es einem Land, wenn der Gesundheitsminister alle Risikofaktoren für alle Zivilisationskrankheiten augenscheinlich mit sich herum trägt. Ich denke nichts Gutes...

Menü des Tages am 17. Oktober 2014

Haferflocken, Hafermilch,Sesam, Chia, Bananen, Weintrauben, Zimt, Sunwarrior Vanille, Reissirup


3 Grüntee

Nudeln mit Spinatsauce und 2 Beilagensalate in der Mensa

2 Vivani White Nougat Crisp
ein paar belgische Pralinen

Tropical Reis mit Salat und Avo-Tomaten-Dressing

Ich war den ganzen Tag unterwegs und das Essesn war suboptimal – oder ich betrachte es als Einstimmung auf die kommende Drehwoche, wo ich auch noch nicht weiß wo ich halbwegs anständiges Essen her kriege.;-) - Neeee.....

Ich glaube, vor 10 Jahren oder so, oder eigentlich mein ganzes Leben, habe ich übergewichtige Menschen auch nur aus der Ästhetik-Perspektive wahrgenommen. Ich kann verstehen, wenn andere das auch tun, aber das ist falsch. Seit ich Medizin studiere, seit ich weiß was das metabolische Syndrom ist, seit ich weiß wo Zivilisationskrankheiten her kommen, denke ich, wenn ich übergewichtige Menschen auf der Straße sehe, nicht mehr an Ästhetik, ich denke nur an die Erkrankungen, die auf der Grundlage von Übergewicht gedeihen. - Und das Ganze wird dann durch Atkins-Bullshit noch potenziert!

Ich finde es auch schockierend, dass nur 1/3 aller Deutschen ein Körpergewicht innerhalb des für sie vorgegebenen BMI haben, 2/3 sind demnach Übergewichtig. Je weiter man von dem für sich passenden BMI entfernt ist, nach unten oder nach oben, desto größer ist die Sterblichkeit. Leichtes Übergewicht bringt dann meist einen leichten Cholesterinanstieg und einen leichten Bluthochdruck mit sich und das alles wird im Alter dann immer schlimmer. Aber irgendwie wird das alles nicht realisiert, es wird verdrängt oder Zusammenhänge erschließen sich Otto Normalverbraucher nicht.

Dafür muss was getan werden. Mal gucken was unsere Gesundheitsminister dazu so sagt, obwohl ich seinen Vorgänger im Amt, Daniel Bahr, auch als besseres Aushängeschild für Gesundheit empfunden habe.

In Deutschland läuft das so:

Das Bundesministerium für Gesundheit beauftragt das Institut für Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit in der Medizin damit aufgrund von medizinischen Studien evidenzbasierte Patienteninformation zur Verfügung zu stellen und vor und Nachteile von medizinischen Verfahren zu bewerten. Wenn der Chef des Auftraggebers nicht in der Lage ist sich selbst evidenzbasierte Informationen an zu eigenen und sie umzusetzen und unwirtschaftlich mit seiner eigenen Gesundheit umgeht, kann er auch nicht die Gesundheit eines ganzen Landes in seinen Händen halten. Es ist nicht nur die Vorbildfunktion, es geht auch darum, das zu leben was man predigt.

Alles Liebe,

Silke


Freitag, 17. Oktober 2014

Salami - vegan und selbstgemacht...



Sagt man nicht, dass die größten Erfindungen durch Zufälle entstehen?

Ich jobbe im Bioladen an der Backtheke und wir verkaufen vegane belegte Brote und dadurch habe ich wohl jeden veganen Brotbelag, den der Bioladen anbietet, bereits probiert. Jedoch keiner davon schmeckt so authentisch nach Salami, wie das, was sich mir gestern zufällig offenbart hat.

Ich bin nächste Woche zu Dreharbeiten in München und werde keine Zeit haben kurz vor Mittwoch ein neues Newsletter-Rezept zu kreieren. Also habe ich mich bereits gestern daran gemacht und musste eine halbe Avocado verwenden. Die andere Hälft lag dann also bei mir im Kühlschrank und als ich nachmittags Hunger bekam, dachte ich es sei eine gute Idee das Roggenbrot mit Avocado zu bestreichen. Zu Avocado als Aufstrich passt sehr gut, wenn man noch Salz und Konblauchpulver drauf streut. Weil ich aber, auch zufällig, noch Knoblauchpaste von Arche im Kühlschrank hatte, die ich auch nur hatte, weil sie kurz vorm Ablaufen mit Rabatt verkauft wurde, habe ich die dann statt Knolbauchpulver und Salz verwendet. Und diese Kombination aus Avocado und Knoblauchpaste war eine Offenbarung und schmeckte dann exakt, aber absolut exakt genau so wie Salami!




Der Trick ist der: Diese Knoblauchpaste besteht aus geräuchertem Knoblauch. Der Geschmack von Salami rührt schlussendlich von Fett, Knoblauch, Salz und Rauch! - Nicht vom Fleisch. Das Fleisch ist einfach nur die Substanz aber nicht das, was den Geschmack ausmacht. Salami gibt dem Brot ein Aroma und das Aroma kommt eben, wie gesagt, nicht durch das Fleisch sondern durch Fett, Rauch, Knoblauch und Salz.

In dieser Knoblauchpaste ist neben geräuchertem Knoblauch auch noch Tamari drin, sprich, sie ist von sich aus salzig. Ich habe vorher schon mal Brokkoli damit gedünstet. Man braucht daher wirklich nur Avocado und reichlich Knoblauch verwenden und fertig ist das Salamibrot! Super, oder?:-)

Das hat natürlich den Vorteil, dass man kein gesättigtes Fett und kein Cholesterin verzehrt und ich würde auch meinen, dass Avocado grundsätzlich fettärmer ist als Wurst, weil sie mehr Wasser enthält.

Ich fahre am Wochenende zu meinem Vater und werde da mal austesten, was ein passionierter Salami- und Schinken-Frühstücker von dieser Kombination hält und ob er der Meinung ist, dass der Geschmack wirklich exakt wie Salami ist. - Leider sieht es nicht wie Salami aus, aber das tut auch die vegane Salami im Bioladen nicht. Die ist viel zu rot. Aber ich wage zu hoffen, dass jemand, der sich bemüht nicht einen plötzlichen Herztod zu sterben, sich vielleicht die Mühe machen könnt zugunsten von exaktem Salamigeschmack auf die Optik zu verzichten.;-)

Menü des Tages am 16. Oktober

Haferflocken, Rosinen, Weintrauben, Sunwarrior Vanille, Banane, Zimt, Sesam, Chia


3 Grüntee

2 Scheiben Roggenbrot mit Spinat-Pinienkern-Aufstrich
Organic Food Bar Belgium Chocolate

Tropical Reis (zu teuer dafür, das er wirklich nur wie Reis schmeckt) mit Salat und Avo-Tomaten-Dressing (nächste Woche im Newsletter)



1 Banane
2 Medjool Datteln

3 Scheiben Roggenbrot mit Avocado und Knoblauchpaste aka Salami

Salat mit Avo-Tomaten-Dressing, Gemüseburge mit Avocado und Knoblauchpulver


1 Rotwein (den ich auch noch vom Kartoffel-Kürbis-Gratin offen hatte)

Das Leben zeigt sich derzeit mal wieder von seiner stressigen Seite, weil ich von den sieben Tagen nächste Woche mindestens 4 Tage am Drehen bin. Dazu muss Text gelernt werden, Klamotten organisiert werden, Vorkehrung zur Katzenversorgung getroffen werden und Newsletterrezepte im Voraus kreiert werden. Ach ja, und nebenbei ist auch noch Uni und heute wieder der Bioladen. Über das Wochenende, wie gesagt, Besuch bei meinem Vater und vielleicht übernächste Woche wird es dann ruhiger...Oder auch nie...Man weiß es nicht....

Alles Liebe,

Silke


Mittwoch, 15. Oktober 2014

Brustkrebs trotz fettarmer, pflanzlicher Ernährung...



Ich tue mich immer schwer damit über Krebs zu schreiben, weil es so viel leichter ist Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Ernährung zu heilen. Dennoch fühle ich mich auch immer wieder in der Pflicht über Krebs zu berichten, weil ich dazu befragt werde, aber meistens keine Auskunft geben kann und auch, weil in der Laien-Alternativen-Gesundheitszene immer wieder behauptet wird man müsse so und so essen und dann verschwindet der Krebs. Da werden mitunter Ratschläge gegeben wie aus dem Krankenhaus abzuhauen und nur noch Wildkräuter zu essen oder auch Unmengen Quark-Leinöl-Mischung zu verzehren und dann wird das schon. Chemo wird immer und in jeder Hinsicht verteufelt.

Ich persönlich weiß viel zu wenig über Onkologie, ich weiß nur ein bisschen was darüber wie Zellen entarten und darüber welche Reperaturmechanismen der Zelle zur Verfügung stehen, aber allein das lässt mich erahnen, dass es unglaublich viele unterschiediche Entartungs- wie auch Reparaturmechanismen gibt und dann noch all die Dinge die darauf einwirken könnten und all die Dinge, die noch nicht mal entdeckt sind. Das komplizierte an Krebs, denke ich, ist, dass die Entartung auf Genebene passiert und eben nicht wie Artherosklerose aus sichtbaren Ablagerungen besteht oder Fetttöpfchen in Zellen, welche Insulinresistenz verursachen. Hier geht es nicht um die Zellebene sondern es geht um winzigkleine Dinge, die zusammengenäult im Kern der Zelle sind die DNA.

Ich persönlich finde es fatal, auf eigene Faust mit Krebs zu experimentiere und wahllos Ernährungweisen auszuprobieren. Gleichzeitig kenne oder weiß ich von Menschen der unterschiedlichsten Ernährungrichtungen, die Krebs bekommen haben: vegane Rohköster, omnivore Rohköstler, ketogene Rohköstler und eben auch Veganer – mal völlig abgesehen von all den Leuten die normal oder vegetarisch Essen.

Und während ich von Leuten wie Barnard, Esselstyn oder Ornish noch nie etwas davon gehört habe, dass sie empfehlen Krebs ausschließlich mit fettarmer, vollwertiger, pflanzlicher Ernährung zu heilen, hat man sowas von McDougall durchaus schon gehört, der das auch in Gabel statt Skalpel kundtut am Fall von Ruth Heidrich, die ihren Brustkrebs scheinbar nur mit einer Ernährungumstellung in der Griff gekriegt hat. Auch sie hat darüber ein Buch geschrieben:Der Lauf meines Lebens: Im Kampf gegen den Brustkrebs zur Ironwoman

Susan Voisin ist eine amerikanische Food-Bloggerin, die seit 20 Jahren vegan lebt und fast die ganze Zeit McDougall-Style und Rezepte postet. Vor ein paar Tagen schrieb sie einen Blogeintrag betitelt: My unexpected Diagnosis – In welchem sie erzählt, dass bei ihr im Februar präkanzeröse Zellen in der Brust festgestellt wurden, also Zellen die zu Krebs entarten könnten und wie die Geschichte ab dem Zeitpunkt weiter ging. Schlussendlich wurde ihr ein Stück Brustgewebe entfernt und damit es zu keinem Rückfall kommt, wurde ihr auch noch Chemo und Bestahlung verschrieben, wobei ihr aber auch da extra gesagt wurde, dass die Chemo sehr harmlos in den Nebenwirkungen sei und das hat sie bestätigt. Die schlimmste Nebenwirkung sei gewesen, dass sie einen irritierenden Geschmack im Mund gehabt hätte, der es ihr schwer gemacht habe, Rezepte zu  kreieren. - Sie hat sich auch nicht leichtfertig für diese Therapie entschieden, sondern mehrere Meinungen eingeholt und hat sich schlussendlich so entschieden, dass wenn sie es nicht macht, sie später irgendwann in Reue leben würde etwas unversucht gelassen zu haben.

Und schlussendlich schreibt sie natürlich auch über die Gründe, warum sie es seit Februar nicht kommuniziert hat, dass sie an Brustkrebs erkrankt war: Sie hatte Angst davor, dass ihr Vorwürfe gemacht werden würde, dass es ihr nicht möglich gewesen sei Facebook zu besuchen ohne von allen Seiten zu lesen, dass dies oder dies Nahrungsmittel vor Krebs schützt. Und natürlich hat sie sich auch selber Vorwürfe gemacht, dass sie nicht genug Leinsamen,Nüsse oder Koriander gegessen hat oder nicht genug Sport gemacht hat oder nur ein Kind bekommen hat und das recht spät in ihrem Leben und auch dass sie nie ihr Idealgewicht erreicht hat bei dieser Ernährung. Und natürlich  sind auch ihr die Geschichten von Brustkrebsheilung durch Ernährung bekannt gewesen – sie verlinkt einen Artikel in ihrem Post.

Vorwürfe hingegen bringen nie etwas und so schließt sie ab, dass es durchaus hätte sein können, dass ohne diese Ernährung der Krebs viel früher hätte kommen können oder sie die Chemo nicht so gut vertragen hätte. Schlussendlich kann sie wahrscheinlich froh sein, dass sie sehr früh zur Vorsorge gegangen ist. Und abschließend sei sie eh nicht wegen ihrer Gesundheit vegan geworden, sondern wergen der Tiere und keine Diagnose der Welt würde sie jemals wieder dazu bewegen tieriche Produkte zu essen.

Menü des Tages am 14. Oktober

Haferflocken, Rosinen, Wasser, Sunwarrior Vanille, Bananen, Sesam, Chia


2 Grüntee

Brokkoli mit einfachem Udon


1 Medjool-Dattel

2 Sojalatte mit braunem Zucker

Rest Udon mit Brokkoli
Rest Kartoffel-Kürbis-Gratin mit Radicchio
1 Medjooldattel
3 Kartoffeln mit Salz und 1 TL Rapsöl


2 Medjool-Datteln

Ich war gestern Nachmittag bei Starbucks verabredet, was ich liebe, weil ich da davon ausgehen kann, dass es Sojalatte gibt. Außerdem schmeckt der bei Starbucks am besten.

Darüber hinaus war das Leben langweilig. Uni und nervigen Kram organisieren, bei dem ich heute noch weiter machen muss.

Und ich war Joggen...natürlich...

Alles Liebe,

Silke


Dienstag, 14. Oktober 2014

Lisa's Lab...



Ich habe hier schon ziemlich oft darüber geschrieben, bzw. mich aufgeregt, wenn irgendwo im Internet unwissenschaftlicher Blödsinn verbreitet wird. Also sollte ich vielleicht auch darauf hinweisen, wenn es jemanden gibt, der wissenschaftlich fundiert argumentiert.

Als ich letzte Woche darüber geschrieben habe, dass der Körper alles überschüssige Natrium und Kalium über die Niere wieder ausscheidetet, wurde mir von einer Leserin ein Video geschickt, wo sich damit auseinandergesetzt wird, ob Salz im Körper Entzündungsreaktionen auslösen kann und ob es dem Immunsystem schadet. Ich hab das Video angeschaut und mir wurde nach 1-2 Minuten bereits klar, dass die vortragende Dame Ahnung von Wissenschaft hat, was ich sehr respektiere.

Ich hatte zuvor auf jemand anderes Blog schon verlinkte Videos zum Thema McDougalls Starch Solution gesehen, habe sie aber nicht angeschaut, weil ich dachte, dass sei wohl wieder ein Laie, der darüber berichtet und die Starch Solution habe ich selber gelesen, also brauche ich niemanden, der sie mir erklärt. Es gibt aber wohl so manchen da draußen, der des Englischen nicht so mächtig ist und dafür kann eine Deutsche Erklärung ganz gut sein. Findet ihr hier auf Lisas YouTube Channel Lisa's Lab

Etwas gedauert hat es bis ich rausgefunden hatte, was der Hintergrund von Lisa's Lab ist. Lisa studiert Molekularbiologie und macht bald ihren Master of Science. Molekularbiologen setzten sich quasi mit allen Molekülen im lebenden Wesen auseinander, viele der Physiologie-Dozenten sind Molekularbiologen und Themengebiete sind damit alle Vitamine, Mineralstoffe, Hormone und alles, was der Körper so synthetisiert und auf ihn wirkt. Daher wissen Molekularbiologen auch über viele Krankheitsbilder bescheid.

Lisa ist selbstredend ebenfalls eine Anhängerin der fettarmen, vollwertigen, pflanzlichen Ernährung und ich kann beim besten Willen nicht erkennen, warum man zu dem Schluss kommen kann, sich irgendwie anders zu ernähren, wenn einem Biochemie nahe gebracht wurde.

Dennoch gibt es hier natürlich auch Dinge mit denen ich nicht notwendigerweise übereinstimme, aber die sind völlig anders gelagert als bei Rohkostlaien oder LowCarbern oder ähnlichen.

Hier ist das Video, was mir geschickt wurde:



Lisa erklärt da zunächst, dass Autoimmunkrankheiten in den letzten 50 Jahren stark zugenommen hätten, MS, Diabetes Typ I, Schuppenflechte, Asthma etc. - In einer renommierten Zeitschrift – leider nennt sie hier nicht den Namen - sei eine Studie erschienen wo Wissenschaftler sowohl im Reagenzglas als auch in Mäusen nachgewiesen hätten, dass sich Natriumcholorid auf die Funktion der TH-17 Helferzellen negativ auswirke. Leider nennt sie zudem auch nicht den Namen der Studie. Ohne, kann man das natürlich selber nicht nachschlagen. Jedoch ist sie clever genug am Schluss zu sagen, dass das Ganze bisher nur eine Hypothese sei und nichts was abschließend erforscht ist.

Wissenschaftlich würde ich nun gegen argumentiere, dass sicherlich ein uneingeschränkter Kochsalzkonsum ebenfalls keine gute Idee ist, dass aber außerdem nicht nachgewiesen ist, dass ein „normaler“ Salzkonsum verheerend ist. Ich würde so weit gehen, dass der Körper instinktiv weiß wie viel Salz ihm gut tut und was zu viel ist, auch wenn ich natürlich zugeben muss, dass das eine Frage der Geschmacksgewohnheiten ist sowie der Homöostase. Unwissenschaftlich finde ich, dass sie ihre Quellen nicht nennt und wundern tut mich, dass viele dieser Krankheiten, also Asthma, Psoriasis und auch Typ-I- Diabetes vielfach mit dem Verzehr von Milchprodukten in Verbindung gebracht wurde, wobei Typ I Diabetes natürlich unheilbar ist, aber bei Asthma und Psoriasis häufig Verbesserungen oder sogar Heilung erzielt wurde, wenn auch Milchprodukte verzichtet wurde.

Wie dem auch sei, ich bin froh, dass man da draußen auch mal was liest, was fundiert ist und auf der Grundlage kann man dann auch wieder konstruktiv diskutieren – aber sich auch uneins sein. Was aber was völlig anderes ist, als wenn Personen der Meinung sind Nahrung müsste un-denaturiert gegessen werden und dabei völlig übersehen, dass der Magen selber Eiweiß denaturiert.

Und jetzt interessiert mich: Seid ihr der Meinung ihr könnt Pseudowissenschaft von richtiger Wissenschaft unterscheiden? Ist diese Studie plausibler bzw. plausibler dargestellt als z.B, der Beitrag über den "Nachweis" dass vegane Ernährung Kindern schadet? Kann ein Außenstehender einschätzen was glaubwürdig ist und was nicht?

Menü des Tages am 13. Oktober

Haferflocken, Banane, Sunwarrior Vanille, Pflaumen, Sesam, Chia, Hafermilch, Zimt, Rosinen


2 Grüntee

Organic Food Bar Belgian Chocolate

Kürbis-Kartoffel-Gratin


Roggenbrote mit Hofgemüse-Streich
Gedeckter Apfelkuchen (vollkorn, vegan)

3 Scheiben Roggenbrot mit Hofgemüse-Streich


2 handvoll Chocodelic

Rest vom Kürbis-Kartoffel-Gratin mit Radiccio in Rotwein


2 Medjool Datteln

Der Thieme-Verlag, einer der größten Anbieter von Medizinlehrbüchern, hat mir kürzlich eine Mail geschickt, ob ich Lust hätte ein Buch zu rezensieren, welches sie im angeschlossenen Trias Verlag veröffentlicht haben. Und während ich zunächst mal tagelang verzückt war, dass nicht nur Mediuinstudenten Thieme kennen, sondern Thieme auch Medizinstudenten, kam das Buch gestern an und ich muss mich jetzt mal damit beschäftigen.

Volker Mehls Meine Ayurveda-Familienküche: Gemeinsam isst man glücklicher

Der geneigte Leser weiß, dass ich von Ayurveda nicht viel halte, da ich nicht glaube, dass man Menschen in 3 Doshas einteilen und ihnen dann sagen kann, was sie essen und nicht essen dürfen. Das ist genau so dämlich wie Blutgruppenernährung. Aber gut, ich habe mir versprochen, da offen ran zu gehen uns schlussendlich ist es ein Kochbuch und kein Medizinlehrbuch...Mal schauen...Auch wenn ich die Kriese kriege, wie bei LowCarb Büchern dass einfach das Wort "gut" vor ein gesättigtes Fett gesetzt wird um die Leser davon zu überzeugen, dass es gesund sei. Das gilt hier leider genau so für Ghee, was ganz klar kein gutes, weil nicht essentielles Fett ist...Da ist der Unterschied...

Alles Liebe,

Silke


Montag, 13. Oktober 2014

Hunger und Angst - Leptin und das Neuropeptid Y



Kennt ihr schon Leptin? - Leptin ist ein Hormon, welches man vor 20 Jahren entdeckt hat und von dem man rausgefunden hat, dass seine Wirkung ist Sättigung zu vermitteln. Zunächst dachte man, das dieses Hormon nun die Lösung für alle Gewichtsprobleme der Welt sein könnte, weil übergewichtige Mäuse, wenn man ihnen Leptin injiziert hat, plötzlich abnahmen. Die Pharmaindustrie leckte sich die Finger danach Leptin in Medikamente zu verpacken und übergewichtigen Menschen zu verschreiben, aber leider sollte das alles nicht so funktionieren, denn es stellte sich heraus, das übergewichtige Menschen ganz und gar keinen Leptinmangel haben, sondern, dass ihr Leptinrezeptor nicht richtig funktioniert. Leptin wird vom Fettgewebe selbst produziert, was ja auch Sinn macht, denn fette Menschen bräuchten eigentlich keinen Hunger zu haben oder was zu essen. Weil der Leptinrezeptor aber nicht richtig funktioniert haben sie trotz hoher Leptinmengen im Blut immer noch Hunger.

Nun habe ich vorgestern durch Zufalle erfahren, dass Leptin Zellen im Hypothalamus hemmt, die das Neuropeptid Y produzieren, von dem ich noch nie gehört hatte. Aber ich war sicher, dass wenn es mit Leptin zu tun hat, es sicher spannend sei sich damit zu beschäftigen. Wikipedia hat einen interessanten Eintrag dazu und zwar heißt es dort:

„Dieses Peptid ist physiologisch an der zentralnervösen Steuerung des Hungers und der Angst, der präsynaptischen Regulation von Neurotransmittern, der Kontrolle epileptischerKrämpfe, der Blutgefäßkontraktion, der Insulinfreisetzung und der Steuerung der Motilität im Magen-Darm-Trakt beteiligt. Darüber hinaus konnte für das Neuropeptid Y eine gewebshormonartige Wirkung auf das Immunsystem nachgewiesen werden. „

Und weiter unten dann:

„Eine Forschergruppe des Max-Planck-Instituts in Heidelberg veröffentlichte im Dezember 2011 die Ergebnisse einer Studie an Mäusen, nach der intensive mütterliche Fürsorge in den ersten Lebenswochen bei Säuglingen die Entwicklung des Neuropeptids fördert. Im Erwachsenenalter seien diese besser in der Lage, mit Stress und Angst umzugehen.[2] „

Also, meine Mutter ging bereits wieder arbeiten, als ich nur ein paar Monate alt war und ich kann echt gar nicht mit Stress und Angst umgehen und wenn ich Stress und Angst habe, kriege ich auch Hungerprobleme bzw. Appetit! - Ha, Neuropeptid Y ist schuld.

Jetzt macht es aber noch ein paar anderes Sachen und „steuert“ vor allem Menchanismen. Leider konnte ich nicht finden ob es sie verstärkt oder hemmt. Es ist beteiligt an Schlaf-Wach-Rhythmus, an der Bewegung des Darms, an der Verengung der Blutgefäße und am Immunsystem. Schlussendlich macht es da auch Sinn, dass der Leptinrezeptor nicht mehr einwandfrei arbeitet, denn wenn Leptin an den Rezeptor andocken könnte, würde es ja die Ausschüttung von Neuropeptid Y verhindern und damit die Steuerung all dieser anderen Dinge beeinflussen. - Tatsächlich hat man noch nicht rausgefunden, warum der Leptinrezeptor nicht funktioniert, aber ich glaube es ist genau deshalb. Der Insulinrezeptor funktioniert ja auch dann nicht mehr, wenn die Zelle versorgt ist mit aller Energie, sprich reichlich Fett, und nicht mehr aufnehmen sollte.

Naja, auch Barnard schreibt in Turn Off the Fat Genes: The Revolutionary Guide to Losing Weight auch viel über Leptin. Man müsse sein Leptin wieder dazu kriegen ordentlich zu funktionieren. Die Sache ist nämlich die, dass, wenn man hungert, bzw. Kalorien reduziert der Leptinspiegel im Blut abfällt, weil das Fettgewebe bereits dann erkennt, dass es keinen  Nachschub bekommt. Ohne Leptin also Hunger. Deshalb ist Barnard auch kein Fan von kalorienredduzierten Diäten sondern eben von fettreduzierten Diäten. Leptin kann nämlich auch noch folgendes: Fettspeicher reduzieren, Fettverbrennung maximieren und die Fähigkeit verbessern Zucker zu verstoffwechseln. Quelle ist die Lancet 1998 Deshalb ist für Barnard die Lösung mitthilfe eine fettarmen, vollwertigen, pflanzlichen Ernährung die Funktionsfähigkeit von Leptin zu verbessern oder zu erhalten...was jetzt zwar nichts mit dem Neuropeptid Y zu tun hat, aber interessant ist.

Am Neuropeptid Y fand ich, als jemand mit funnktionierendem Leptin-Rezeptor, jedenfalls interessant, dass es sich sowohl auf Hunger als auch auf Angst auswirkt und das zu verwechseln kann einen in Teufelsküche bringen. Oder ich denke auch, dass wenn man viel Fett hat und viel Leptin produziert, man die Ausschüttung von Neuropeptid Y hemmt und man so weniger Angst erlebt und sich so tatsächlich einen „Schutzpanzer“ angefressen hat. - Schlussendlich weiß ich aber mal wieder zu wenig darüber, und auch die Wissenschaft weiß zu wenig darüber, am Hunger-und-Sättigungsmechanismus wird aufgrund der Pandemie an Fettleibigkeit intensiv geforscht, aber nichts genaues weiß man.

Menü des Tages am 12. Oktober

Haferflocken, Banane, Rosinen, Zimt, Hafermilch, Sesam, Chia


4 Grüntee

4 Kirschbomben

Rest Brokkoli vom Vortag
Gemüseburger in Dinkel-Hefe-Brötchen
Dark Nougat Crisp Vivani

Banane
2 Ringe Ananas

2 koffeinfreie Kaffee mit Hafermilch und Stevia
2 Bier

Ich war nachmittags bei einem Freund zum Kaffee eingeladen und habe meinen Kaffee und meine Milch selber mitgebracht. Genau so wie das Stevia. Da der alles aber so nett war hat sich das Treffen bis in den Abend gezogen, wir haben noch Bier getrunken und dummerweise überhaupt gar nichts mehr gegessen, und das obwohl ich extra Abendessen vorbereitet hatte, denn ursprünglich wollte ich früher nach Hause gehen. - Das ist meine allergrößte Schwäche: Wenn es in Gesellschaften nett ist, kann ich mich nicht losreißen, daher bin ich auch immer die Letzte auf Parties. Ganz schrecklich...

Die Kirschbomben habe ich leider vergessen zu fotografieren, aber das ist ein veganes Lebkuchengebäck nut Kirschfüllung, was ich letzten Winter in der Vorweihnachtszeit im Veganz in München entdeckt habe und was mir im Biolande gar nicht aufgefallen ist. Jetzt ist der Weihnachtssüßkram wieder da und ich hab ne Packung Kirschbomben gekauft, was gar nicht mal schlecht war nach dem Joggen. Füllt die Glykogenspeicher wieder auf und Lebkuchen ist relativ fettarm für Weihnachtsgebäck. Aber ich nehme an, darüber wird es sehr bald noch weitere Einträge geben...

Alles Liebe,

Silke