Donnerstag, 27. Februar 2014

Graue Haare - Tag 53



Kölle Alaaf!!!;-))))

Ich weiß nicht wie oft ich in den letzten knapp 5 Jahren in denen ich blogge schon über dieses Thema geschrieben habe. Zu oft! Aber es gibt immer wieder Anlass dazu. Ich bin immer wieder schockiert darüber wie schnell manche Rohköstler ergrauen. Da hat man sie ein paar Monate nicht mehr gesehen und schwupp die wupp sind die Hälfte alle Pigmente flöten!

Das sollte eigentlich gerade in der Rohkostszene überhaupt gar nicht passieren, da sich um eine der Begründerinnen der modernen Rohkostbewegung, Ann Wigmore, die Gerüchte ranken, dass sie durch das Trinken von Weizengrassaft im Alter von über 70 ihre natürliche Haarpigmentierung zurück bekam. Auch Dr. Gabriel Cousens, mittlerweile 70 Jahre alt schiebt es auf seine mineralstoffreiche Ernährung, dass er noch keine grauen Haare hat. Mir hat sogar mal eine Bekannte vor Jahren mal erzählt, dass sich bei ihr durch die Einnahme von Orthomol, dem Vitamin- und Mineralstoffsupplement, graue Haare zurückgebildet hätten.

Auf der Seite des Zentrums der Gesundheit, von der ich nicht unbedingt viel halte, weil nur sehr wenig davon wissenschaftlich fundiert is,t wird behauptet, dass eine Übersäuerung des Körper für das Ergrauen verantwortlich sei, sowie ebenfalls ein Mineralstoffmangel. Mit Sicherheit spielen auch noch genetische Faktoren eine gewissen Rolle dabei wann jeder einzelne anfängt zu ergrauen. Viele Rohköstler ergrauen allerdings reichlich früh. Mein Vater ist mittlerweile fast 67 und hat noch kein einziges graues Haar. Ich hoffe ich habe diese Gene geerbt und ansonsten versuche natürlich auch ich dagegen an zu essen.

Was aber definitiv und nachweislich eine Rolle beim Ergrauen spielt ist eine zu geringe Produktion von Melanin, dem Pigment in Haut und Haaren. Melanin wird, genau wie Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin aus der nicht essentiellen Aminosäure Tyrosin und die wiederum aus der essentiellen Aminosäure Phenylalanin hergestellt. Bei Stress funktioniert dieser Mechanismus nicht, dass Phenylalanin durch die Phenylalaninhydroxylase zu Tyrosin verwandelt wird, daher trägt Stress zum Ergrauen bei.(Wer genug Tyrosin ist, braucht dies hingegen auch nicht zu befürchten) Ich könnte mir auch vorstellen, dass es für den Körper in stressigen Situationen sinnvoller erscheint sein Tyrosin eher in Adrenalin und Noradrenalin zu verwandeln, als in Pigmente, weil Weglaufen oder Kämpfen evolutionär bedingt wichtiger ist, als bunte Haare zu haben.

Rohköstler ernähren sich meist sehr basisch, daher kann die Begründung des Zentrums der Gesundheit in Bezug darauf kaum hieb und stichfest sein. Mineralstoffe mögen durchaus eine Rolle spielen. Bei vorzeitig ergrauenden veganen Rohköstlern scheint mir aber besonders ein Eiweißmangel die Wurzel allen Übels zu sein. In der Rohkostszene wird immer argumentiert, dass der Mensch das einzige kochende Tier sei und das Tiere in freier Wildbahn ja auch nicht grau würde. Also warum wird der Rohköstler dann grau?

Entweder verzehrt er zu wenig Phenylalanin oder Tyrosin, oder die Enzyme, die die Umwandlung des einen in das andere vornehmen, funktionieren nicht oder verlieren im Laufe des Lebens an Zahl.
Sowohl Wikipedia, als auch das Zentrum der Gesundheit nennen Wasserstoffperoxid mit als Grund für das Ergrauen, was damit zu tun hat, dass die Menge des Enzyms Katalase im Alter dafür sorgt, dass das Enzym Tyrosinase durch Wasserstoffperoxid inaktiviert wird und somit kein Melanin mehr aus Tyrosin herstellen kann. Hier ein Spiegel-Artikel darüber. Die Tyrosinase ist zudem ein kupferhaltiges Enzym und Kupfer ist in veganer Rohkost ebenfalls äußerst selten. Die Phenylalaninhydroxylase enthält Eisen und auch damit ist es in veganer Rohkost nicht sonderlich gut bestellt.

Somit scheint mir der Hauptgrund bei frühem Ergrauen von Röhköstlern vor allem ein Eiweiß, aber auch ein Mineralstoffmangel zu sein. Was noch eine Rolle spielen kann, weiß ich nach aktuellem Wissensstand nicht einzuschätzen und auch wie die Gene hier noch Einfluss nehmen. Aber Abhilfe ist ja schnell geschaffen: Cronometer schnappen, ausrechnen, was man an Phyenylalanin, Tyrosin, Kupfer und Eisen so isst und wenn es zu wenig ist: Anpassen!

Menu des Tages am 26. Ferbruar

Frischkornbrei aus Buchweizen, Banane, Mandeln, Hanf, Paranuss, Leinsamen, Sunwarrior Vanille, Mandelmilch, Zimt


8 g Ombar dark
2 Grüntee

Hanf-Chocolate Chip Cookie
16 g Ombar dark
1 Banane
1 Lebkuchen

Salat aus Paprika, 1/2 Avocado, Paprika, Salz, Pfeffer. Limettensaft mit gedünstetem Kürbis und Zwiebel


2 koffeinfreie Kaffee mit Mandelmilch und Stevia

8 g Ombar dark
Kaffee mit Mandelmilch und Stevia
1 Banane

2 Bananen

Ich musste gestern Abend ab 17 Uhr im Bioladen sein um den ganzen Laden auszuräumen! - Das war so krass. Alle Ware in Kisten packen und auf Rollcontainern ins Lager schaffen. Jetzt stehen nur noch leere Regale und bis inklusive Sonntag sind die Handwerker da und bauen alles um. Ab Montag ist es wieder an uns alles ein zu räumen, unsere neue 15 Meter lange Frischetheke und das neue Bistro zu orgaisieren sowie den von mir kreierten Vegan-und-Hildi-Aufbau aufzustellen.:-)

Warum ich das schreibe? Weil ich deswegen kein Abendessen bekommen habe, nur zwei Bananen und weil ich deshalb nen richtigen, koffeinhaltigen Kaffee getrunken habe. Um 22 Uhr war ich wieder zuhause. Normalerweise gehe ich ca. um 21 Uhr ins Bett. Der Kaffee hatte leider wieder zur Folge, dass ich nicht sofort einschlafen konnte und dass ich jetzt denke, ich sollte jetzt einen Trinken um aus dem Quark zu kommen. Mache ich nicht. Aber ich gehe heute mit einer Freundin Karneval feiern und ich kann für nichts garantieren!

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats Februar 2014:
Organic
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Mittwoch, 26. Februar 2014

Vitamin B1 - Thiamin - Tag 52



Gestern beim Aufräumen bin ich auf Biochemie-Aufzeichnungen, die ich letzten Sommer in einer Vorlesung angefertigt habe, gestoßen. Es ging ums Thiamin, das Vitamin B1 über welches ich mit notiert hatte: "Wird beim Kochen zerstört" – Vitamin B1 also als ein großes Argument für Rohkost?

Ich hab mich also nochmal hinter dieses Thema geklemmt, weil das eigentlich super interessant ist. Thiamin geht tatsächlich bereits bei 100°C kaputt. Heißt, dass alles, was Thiamin enthält bereits, wenn es auch nur in Wasser gekocht wird, seinen Thiamin-Gehalt verliert. Außerdem wird es im und Kochwasser gelöst und verlässt das Lebensmittel

Also, wo ist Thiamin überhaupt drin? Es ist ein B-Vitamin und kommt daher besonders in Getreide vor, aber auch in Nüssen und Samen. Wikipedia nennt folgende Lebensmittel:

"Pro 100 g der folgenden Lebensmittel sind laut Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) die angegebenen Mengen Thiamin enthalten:
2,01 mg in Weizenkeimen
1,9 mg in Sonnenblumenkernen, frisch
1,0 mg in Backhefe, gepresst
0,44 mg in Sojabohnen, frisch
0,4 mg in Sesam, geröstet
0,40 mg in Kamut
0,35–0,46 mg in Vollkorngetreide (Weizen, Gerste, Mais, Reis - nicht erhitzt)
0,23 mg in Schweinefleisch (mittelfett), frisch
0,3 mg in Teff
0,3 mg in Erbsen, grün, frisch
0,28 mg in Macadamianüssen, frisch
0,19 mg in Löwenzahn, frisch
0,17 mg in Austernseitling, frisch
0,154 mg in Bohnen, weiß, gegart
0,15 mg in Haferflocken, roh
0,11 mg in Geflügel, gegart
0,07 mg in Pellkartoffeln, gegart"

Der Tagesbedarf an Thiamin ist 1 mg für Frauen und 1-1,3 mg für Männer.

Und jetzt schaut euch mal den kleinen Vermerk hinter "Vollkorngetreide" an: Nicht erhitzt.

Vollkornbrot wird gebacken, bei – keinen Ahnung – 180 bis 220°C. Man kann diskutieren wie heiß der Brotlaib im Inneren wird. Manche Bäcker sprechen von nur 70°C im Inneren des Brots, was dem Thiamin sicherlich eine gewisse Überlebenschance gewährt. - Aber die weitaus bessere Quelle für Thiamin ist doch sicherlich ein Frischkornbrei!

Jaja, da hat Dr. Bircher-Benner das her. Frischkornbrei oder Müsli. Da mögen vereinzelt Zutaten drin sein, die über die Rohkosttemperatur von 42°C erhitzt wurden. Haferflocken, wenn man sie im Laden kauft, wurden vorher gedämpft. Alternativ gibt es natürlich alle möglichen Körner, aus denen man Frischkornbrei herstellen kann. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! - Für ganzen Hafer, nicht die Haferflocken, die hier gelistet sind, gibt der Cronometer übrigens auf 100 g einen Thiamingehalt von 0,8 mg an. Heißt, man hat den Tagesbedarf damit fast gedeckt. Mit meinem Haferfrischkornbrei, in welchen ich 50 g Hafer gebe, wird die Hälfte des Tagesbedarfs abgedeckt. Faszinierender Weise kommt man sogar auf seinen Tagesbedarf, wenn man die von Dr. Weizenwampe erlaubte Menge Vollkorngetreide, nämlich 125 g isst.

Aber auch Nüsse können ne Menge. Für den heutigen Newsletter habe ich gestern Hanf-Chocolate-Chip Cookies gemacht und nur ein Cookie hat 0,2 mg Thiamin. Aufgrund des hohen Fettgehalts bin ich nicht der Auffassung, dass man mehr als 2 davon essen sollte, aber auch hier zeigt sich wieder dass der Verzehr eine adäquaten Menge von Nüssen und Samen durchaus sinnvoll, wenn nicht sogar erforderlich ist.

Hanf Chocolate Chip Cookies


Jetzt wollt ihre natürlich wissen, was passiert, wenn ihr nicht ausreichend Thiamin verzehrt. Nun, das darauf resultierende Krankheitsbild ist Beriberi. Es kommt heute noch in Gegenden vor, in denen vor allem polierter Reis verzehrt wird. Aber wenn das Krankheitsbild Beriberi noch nicht wirklich zu diagnostizieren ist, was passiert bei einem Mangel an Thiamin?

Thiamin wird vom Körper in Thiaminpyrophosphat verwandelt, welches ein wichtiges Coenzym in der Pyruvatdehydrogenasereaktion ist, der Reaktion in der Pyruvat zu Acetyl-CoA verwandelt wird und in den Citratzyklus der Zelle eingespeist wird. Für die biochemischen Laien ist nicht wirklich wichtig, was da passiert, aber Pyruvat ist das Abbauprodukt aus Kohlenhydraten in der Ernährung, somit kommt es bei einem Mangel an Thiamin zu einer Störung des Kohlenhydratstoffwechsels. Weitere Symptome sind:

Symptome:
Störungen des Nervensystems (u. a. Polyneuropathie)
Reizbarkeit und Depressionen
Müdigkeit, Sehstörungen, Appetitlosigkeit, Konzentrationsschwäche, Muskelatrophie
Blutarmut (Anämie)
häufige Kopfschmerzen
Gedächtnisstörungen (Korsakow-Syndrom), Verwirrungszustände
Herzversagen, Ödeme, Tachykardie, niedriger Blutdruck, Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
Verringerte Produktion von Antikörpern bei Infektionen
gestörte Energieproduktion
schwache Muskulatur (besonders die Wadenmuskulatur)
Krankheiten:
Mensch: Beriberi, Wernicke-Enzephalopathie, Strachan-Syndrom

Thiamin wird, um all das zu vermeiden, so manchen industriell hergestellt Nahrungsmitteln zugegeben. 2003 gab es einen Skandal in Israel, als ein Babynahrunghersteller vergessen hatte Thiamin einer Säuglingsnahrung hinzu zu fügen und die Babies daraufhin Beriberi bekamen.

Und die Moral von der Geschicht: Esst euren Frischkornbrei und fügt ihm Nüsse hinzu. Nicht geröstete sondern rohe Nüsse, beim Rösten geht Thiamin selbstverständlich auch kaputt. Und weil ich gestern einen tollen Tipp in den Kommentaren bekommen habe: Rührt noch eine geraspelte Möhre drunter! Es ist ein gutes Gefühl bereits zum Frühstück Gemüse gegessen zu haben!;-)

Menu des Tages am 25. Februar 2014

Frischkornbrei aus Buchweizen, Mandeln, Banane, Hanfsamen, Leinsamen, Paranuss, Zimt, Sunwarrior Vanille, Mandelmilch und Apfelmus


8 g Ombar dark
3 Grüntee

1 Chocolate Chip Cookie
16 g Ombar dark

Brokkoli mit Knoblauch, Salz, Pfeffer und schwarzen Reisnudeln


2 Bananen mit Mandelpüree und Ahornsirup
8 g Ombar dark

5 Möhren
1 Banane
16 g Ombar dark

Gemüsepfanne aus Zucchini, Zwiebel, Möhre, Paprika,
2 TL Basilikumpesto, Curry, Garam Masala, Salz, Pfeffer,  auf 1 Miniromana


Pudding aus 2 Bananen, Sunwarrior Vanille und Mandelmilch

Ich war joggen und habe an Joggingtagen immer weitaus größeren Hunger als sonst. Ist völlig eindeutig und dann  besonders auf Kohlenhydrate und Eiweiß, was auch tatsächlich direkt danach gebraucht wird.

Was mich immer wieder ärgert, aber eigentlich doch auch fair ist, ist, dass Nüsse von Weight Watchers genau so eingestuft werden wie Süßkram. Klar, man sollte auch da nicht zu viel von essen, keine Frage, aber das ist doch etwas unfair. 3 TL Zucker hat man bei Weight Watchers gratis, aber Nüsse nicht. Das sollten die dringend überarbeiten und lieber Nüsse gratis geben statt Zucker. Dennoch ist Weight Watchers das vernünftigste Diätprogramm, was es gibt wegen des vielen Obst und Gemüses.

Außer, dass ich am Wochenende nicht auf die Waage gestiegen bin, weil ich bei meinem Vater war und es mich eigentlich auch nicht mehr interessiert. Ich fühle mich wohl, sehe gut aus, Haut ist toll auch wenn ich 2-3 Kilo über dem Gewicht bin, was ich mir letzten Sommer mal erhungert habe...C'est la vie...

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats Februar 2014:
Organic
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Dienstag, 25. Februar 2014

Weizenwampenrésumé - Tag 49, 50 und 51



Bevor ich irgendwas anderes schreibe muss ich erstmal festhalten, dass meine Haut mit dem Fettkonsum, den ich gerade halte die selbe Qualität hat, wie bei Rohkost. Es sind die Nüsse und Samen. Definitiv. Das ist es, was einem bei Rohkost den "Glow" beschert und es funktioniert auch, wenn man nicht 100% roh ist. Ich halte einen Fettanteil von 25-30% mit ausreichend Vitamin E und  der passenden Menge Omega 3 und 6 und meine Haut ist weich, frei von Unreinheiten und gut hydriert. Ich nehme einfach mal an, dass alles was sich auf der Haut zeigt grundsätzlich auch inwendig vorhanden sein kann, sprich entzündliche Haut (Pickel) kann ein Indikator dafür sein, dass auch im Körper entzündliche Prozesse stattfinden. Ob es nur die Antioxidantien aus dem Vitamin E sind oder ob sich zu wenig Fett nicht gut auf die Zellmembran auswirkt, weiß ich an dieser Stelle nicht, oder ob noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Ungesättigte Fette machen die Zellmembran durchgängiger, während gesättigte sie verfestigen. Natürlich ist weder zu durchlässig noch zu fest gut, daher kommt es wie immer auf das richtige Verhältnis an. Für mich persönlich gibt es da an dieser Stelle auch keine Diskussion mehr. Ein geringerer Fettanteil kommt nicht in die Tüte, einen höheren braucht man nicht.

Ich habe am Wochende die Weizenwampe ausgelesen und im Rezeptteil stellte sich heraus, dass Dr. William Davis ganz und gar nichts gegen Vegetarier oder Veganer hat, er räumt nur ein, dass es denen womöglich schwerer falle auf Weizen zu verzichten, weil die weniger andere Nahrungmittel zur Verfügung haben. Ebenfalls im Rezeptteil erwähnt er, dass die meisten Menschen keine Probleme damit haben 125 g anderer Vollkorngetreide außer Weizen in ihrer Ernährung zu haben.

Und da frage ich mich: Warum dann dieses ganze hetzerische, propagandistische Buch vor dem Rezeptteil. Wenn der Mann nichts gegen Getreide hat, sondern nur gegen Weizen, warum erwähnt er dann immer und immer wieder, dasss die Emfpehlungen "gesundes Vollkorn" zu essen falsch sei? Wenn er kein Anhänger von LowCarb ist, warum zieht er dann so über Kohlnhydrate her? Warum differenziert er nicht zwischen Zucker, Weißmehl und Vollkorngetreide? - Und Gluten?

An total vielen Stellen fällt es ihm schwer zu differenzieren ob sich Weizen deshalb negativ auf jemandes Stoffwechsel auswirkt, weil er glutenintollerant ist oder weil Weizen die "Ausgeburt der Hölle" ist. Er schreibt hetzerisch und absolutistisch, wenn auch nicht ganz so schlimm wie Konz und Wandmaker, aber dennoch nicht so moderat und objektiv wie es Barnard und Fuhrman tun. Ich nehme an, dem Laien fällt das womöglich gar nicht auf und Davis benutzt diesen Stil auch gerade um den Laien auf seine Seite zu ziehen. Mir gefällt das jedoch zum einen nicht und zum anderen denke ich bei einem deratigen Schreibstil, dass derjenige wahrscheinlich genau deshalb so schreibt, weil er unsicher ist.

Ach ja, und als ich las, dass er 125 g Vollkorngetreide für verträglich hielt, so lange es kein Weizen ist, kam ich auch nicht umhin festzustellen, dass es das selbe ist, was ich am Samstag empfohlen habe. Mir tut es nicht gut viel Getreide zu essen, zum einen, weil es nicht die Vitamindichte von Obst und Gemüse hat und zum anderen, weil es säurebildend ist. Aber dennoch brauche ich Getreide auch für die Glucose, für die B Vitamine und weil es mich danach verlangt. Ohne Frühstücksbrei morgens bin ich nichts und meist habe ich auch später am Tag noch Appetit auf irgendein Getreideprodukt. Ich halte es aber auch für keine gute Idee morgens, mittags und abends Brot oder Nudeln zu essen, denn dann kommt das Gemüse einfach zu kurz. Für jemanden der Sport treibt kann es zudem sehr nützlich sein darüber hinaus seinen Kohlenhydratbedarf aus Obst zu beziehen, weil die Fructose darin hilft die Glykogenreserven des Köpers effektiver aufzubauen.

Schlussendlich läuft es wie immer auf folgendes hinaus: Nicht zu wenig und nicht zu viel. Nur weil ein Nahrungsmittel irgendwie als gesund angepriesen wird, sollte man es nicht in Unmengen verzehren. Ich erinnere mich als ich David Wolfs Eating for Beauty las, in dem er Nahrungsmittel aufzählt, die förderlich für die Schönheit seien. Ich bin definitiv darauf reingefallen, dass ich dachte, diese Sachen könnte ich in Unmengen verzehren. Olivenöl zum Beispiel. Dem ist nicht so.

Ach ja, Dr. Weizenwampe hat keine Ahnung davon wie viele Omega 3 und 6 man verzehren sollte und wann es zu viel wird, denn er empfiehlt Nüsse en masse und zieht auch bei gesättigten Fetten überhaupt keinen Schlussstrich. Und er ist der Auffassung, dass T. Colin Campbell in seiner China Study den Weizen übersehen hätte und das die Krebsfälle nicht durch Fleisch sondern durch Weizenkonsum verursacht wurden. Dafür zieht er die Bloggerin Denise Minger, damals 23 Jahre alt und keine Biochemikern oder Medizinerin, als Quelle her, die ein  Darling der LowCarb Szene ist. Dazu kann ich überhaupt nichts sagen, ist mir auch egal, da mir die Biochemie ausreicht und mein eigener Körper auch. Hat auch keiner gesagt, dass Weizen und Fleisch in dieser Kombination gesund seien. Man liest immer nur, dass Obst und Gemüse, sowie Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte gesund seien.

Parallel dazu habe ich Scott Jurek Eat & Run: Mein ungewöhnlicher Weg als veganer Ultramarathon-Läufer an die Weltspitze weiter gelesen und der ist toll. Er beschreibt nämlich seine Erfahrungen damit, wie er zur Verbesserung seiner Leistung nach und nach mit pflanzlicher Nahrung in Kontakt kam. Er ist Ultramarathon-Läufer und sein Körper funktioniert mit pflanzlicher, vollwertiger Nahrung einfach besser, also isst er sie. Im Laufe seiner Entwicklung kam er natürlich auch da hinter, dass der Verzehr von pflanzlicher Nahrung auch dem Planeten und den Tieren gut tut etc. Eine derartige Erfahrung konnte ich an mir selbst leider nie machen. Ich aß schon weitestgehend pflanzlich, als ich mit dem Joggen anfing (allerdings hatte ich das "Glück" zu erfahren wie mein Joggen mit Obstrohkost immer mieser wurde). Das einzige was ich immer wieder höre ist  Anerkennung dafür wie viel Power ich hätte und was ich alles machen würde und wie ich das alles unter einen Hut kriege. Ich persönlich empfinde das aber nicht so, auch mir fehlen die Stunden im Tag und ich verbringe zu viel Zeit schlafend. Allerdings lege ich auch viel Wert auf ausreichend Schlaf, weil ich dann besser funktioniere. Ich stecke aber auch nicht in anderen drin und weiß nicht wie matt und energielos sie sich fühlen, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich ausschließlich Dinge mache, die mir Spaß machen.

Und die Moral von der Geschicht, die Weizenwampe lohnt sich nicht!;-) - Scott Jureks Eat & Run ist allerdings eine absolute Bereicherung. Es ist so lustig, wie er schreibt, dass er immer darauf achten muss, dass er genug Kalorien isst und dass er 300 kcal essen muss für jede Stunde, die er einen Ultramarathon läuft. Der Mann joggt fast 24 Stunden am Stück! - Ach ja, er erzählt auch davon, wie mal einen Frau auf ihn zu kam und sagte vegan sei zwar toll, aber er solle mal roh-vegan ausprobieren. Das hat er gemacht, ist aber schnell wieder zu gekochtem Essen zurück gekommen, einfach weil das Kauen zu zeitaufwändig war. Er habe aber viele über Zubereitungsweisen gelern. Wenn man Ultras läuft, muss man auch ultra trainieren. Ich weiß gar nicht, wo man dafür überhaupt die Zeit her nehmen kann. Marathontraining ist schon sehr zeitintensiv.

Menu des Tages am 22. Februar

(ich kriegs nicht mehr ganz auf die Reihe - hab den Zettel verloren)

Frischkornbrei aus Buchweizen, Banane, Sunwarrior Vanille, Mandelmilch, Mandeln, Apfelmus, Hanfsamen, Leinsamen, Zimt, Paranuss


3 Grüntee
8 g Ombar dark
1 Blaubeer-Eiweiß-Muffin

2 Bananen
Sojalatte entkoffeiniert mit Stevia
8 g Ombar dark

1 Banane
1 Chocolate Chip Cookie
2 koffeinfreie Kaffee mit Stevia

4 Bier
Gemüsepfanne mit Blumenkohl. Lauch, Paprika, Tofu, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Ingwer, Curry
dazu Salat mit Rapsöl und Paprika
dazu 3 St. Baguettbrot – Weizenweißmehl – mit Cashew Gryer, der meinem Vater wie Nussmus schmeckte....



Menu des Tages am 23. Februar 2014

2 Kaffee mit Stevia
Haferflocken mit Wasser, Rosinen, Banane, Mandeln und Leinsamen
Scheibe Brot mit veganem Lyoner



2 koffeinfreie Kaffee mit Stevia
1 Banane

Baguette mit Margarine, Banane, Kakaopulver und Ahornsirup (nach dem Joggen)



Rest Gemüsepfanne vom Vortag mit zusätzlich grünen Bohnen und Reis
Rest Salat plus zusätzlich Feldsalat, Tomaten und Avocado


2 Prosecco
1 Chocolate Chip Cookie

Rest vom Mittagessen mit Zug
1 Banane
8 g Ombar dark

Gestern hab ich in einer anderen Filiale meines Bioladens lernen müssen wie man die Käsetheke schmeißt und musste leider mal wieder probieren um zu wissen, was man der Kundschaft sagen kann. Schlussendlich bin ich mit meinem vegan-Challenge vollends gescheitet, weil das Leben einfach da zwischen kommt. In meinen Augen macht es aber auch keinen Unterschied ob man eine Scheibe Käse oder 2 TL raffinierten Zucker isst. Bei mir läuft immer alles von der Gesundheitswarte aus, nichts von der Tierschutzwarte, was zum einen damit zu tun hat, dass ich der Katze Fleisch gebe, auch frisches rohes Fleisch. Durch den Präparierkurs ist es mir aber auch schnuppe ob Fleisch von einem Tier oder einem Menschen stammt. Klingt krass, ist aber so. Ich war zu nah am Tod dran, von Tieren und von Menschen, als dass ich da einen Unterschied sehen könnte. - Jedenfalls abgesehen von den Käsestücken die ich kosten, musste gab es am 24. Februar:

Frischkornbrei aus Buchweizen, Sunwarrior Vanille, Banane, Zimt, Hanfsamen, Mandeln, Leinsamen, Mandelmilch, Apfelmus


2 Grüntee
1 Banane

Kaffee mit Stevia
etwas Käse

Salat mit veganem French Dressing
1 Fitnessbrötchen aus Vollkorn-Dinkel mit Banane und Apfel eingebacken – Großartig
2 Bananen

1 Mango


Gemüsepfanne aus Blumenkohl, Lauch, Paprika, 1 TL Kokosöl, Salz, Pfeffer, Garam Masala, Curry, Hefeflocken, 1 Kartoffel


1 Banane
5 Babybananen

Mein Bioladen kriegt nicht nur eine Käsetheke sondern auch ein Bistro und der Bioladen, wo ich gestern war, hat das alles schon – Und es ist großartig! Vegane Salatschale, veganes Salatdressing. Dieses supertolle Fitnessbrötchen und natürlich die alltime Favorites Banane und Ombar. - Ich hab wirklich den richtigen Job gefunden. Ein Job wo ich das Essen meiner Wahl kriege jederzeit. Ich brauch keine Nahrung mehr mit mir rum schleppen, wie ich es sogar auf Rohkost- und Veganmessen muss, sondern es ist alles vor Ort und ich krieg auch noch Rabatt! - Das Leben ist gut! Der Bioladen neben der medizinischen Fakultät!:-)

Wie ich aber das alles jetzt wieder mit Karneval unter einen Hut kriege ist mir auch noch ein Rätsel.  Ich kriege Besuch von einer Freundin aus Berlin, die zum Karneval nach Köln kommt und obwohl ich noch keine konkreten Pläne habe würde ich Weiberfastnacht schon sehr gerne was machen. Schauen wir mal...Wenn man ein mal Blut geleckt hat, muss man zum Karneval!!!

Alles Liebe,

Silke




Samstag, 22. Februar 2014

Alles Käse...- Tag 48



Der Bioladen wir nächste Woche umgebaut und wir haben über die Karnevalstage geschlossen. Das hat sich die Geschäftsführung aus Bayern wirklich großartig überlegt: Stellt sich heraus, das Karneval die umsatzschwächste Woche ist, und daher erfolgt der Umbau genau dann. Für die Jecken ist das allerdings nicht toll. Naja, von Weiberfastnacht bis Sonntag haben wir frei, da sind nur die Bauarbeiter und die Chefin da und nach Aschermittwoch geht es dann wieder los, mit 10% Rabatt auf alles, mit einem Bistro was frische Säfte und Salat anbietet und mit einer Wurst- und Käse-Theke.

Hat zur Folge, dass wir Angestellten was über Käse lernen sollen, daher war gestern eine Dame der Firma Söbbeke da und hat uns alles über Käse erzählt und dabei eingangs erwähnt, dass Käse überhaupt nur entdeckt wurde, weil der Mensch auf die Idee kam ein säugendes Tierbaby zu töten und in dem Magen des Tierbabies dann durch Lab geronnene Muttermilch entdeckt hat, welche zu Käse geworden war. - Oh, Gott, das hatte ich bisher noch nicht durchdacht...Macht leider Sinn...

Naja, diese Schulung hatte auch leider zur Folge, dass ich einerseits Käse probieren musste und vor ein paar Tagen schon, dass die Chefin mich fragte: "Ich weiß, du bist Veganerin, aber könntest du dir vorstellen eventuell auch an der Käsetheke aus zu helfen?" Abgesehen davon, dass ich keine richtige Veganerin bin, sagte ich ihr, dass könne ich, aber wenn mich jemand fragt ob das gesund ist könne ich nicht lügen, ich kann die Wahrheit über Käse nur verheimlichen. Abgesehen davon lehrt mich das vielleicht auch meine momentan wichtigste Lektion, die mich Abraham eigentlich schon lange hätte lehren sollen, denn die wiederholen das auch immer wieder "Words don't teach!" Nur Lebenserfahrung lehrt und dann denkt man vielleicht zurück, an irgendwas, das man mal gehört hat.

Ich schreibe und schreibe, denke, dass muss doch irgendwann mal ankommen, und das tut es nicht... Mein einziger Trost: Naja, bleiben wenigstens Patienten für später! Und für die Kommilitonen. Wäre ja furchtbar, wenn alle Menschen plötzlich anfangen gesund zu essen und zwar echt gesund nicht pseudo-Rohkost-LowCarb-80/10/10- oder-sonst-für-einen-Scheiß-gesund, sondern tatsächlich gesund, ausgewogen, mit allen Nährstoffen und nicht zu viel von irgendwelchen Nährstoffen oder zu wenig Ballaststoffen.

Aber zurück zum Käse. Ich hab vorbereitend auf die Käseschulung mal "Milch Prostatakrebs" gegoogelt, weil ich meine Infos dazu ja Hauptsächlich von Barnard und Fuhrman habe, denen ich zwar vertraue, weil die keinen medizinischen Blödsinn quatschen, sondern ihre Lehre sich deckt mit den Lehren der Uni. Aber mich unabhängig damit beschäftigt, habe ich mich bisher nicht.

Tatsächlich kam alles allererster Googeleintrag die Seite der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Eine leider bereits 13 Jahre alte Stellungnahme, die wahrscheinlich schon überholt ist, denn in der Wissenschaft sind 13 Jahre eine Ewigkeit und ich nehme mal an, dass es jetzt mehr Beweise gibt. Ich weiß es aber nicht. eine Kundin erzählte mir, sie habe die Krebshotline der Uniklinik in Heidelberg angerufen und die hätten ihr bestätigt, dass Milchprodukte zu Prostatakrebs führen, dass dieser Zusammenhang bei Brustkrebs aber noch nicht eindeutig bewiesen sei.

Die DGE sagt es gäbe zu wenig Aussagekraft darüber ob Milchprodukte und wenn ja wie Krebs erzeugen. Manche Studien deuteten schwer darauf hin und andere leider nicht. Zudem sei es schwer derartige Studien an Menschen über Milchprodukte zu machen, weil die ja auch mit allem anderen, was man so isst, wechselwirken. Wenn also jemand viel Obst und Gemüse isst und dazu Milchprodukte, wird er z.B. Weniger Krebs kriegen als jemand mit McDonalds-Essen und Milchprodukten. Außerdem sei die Krankheit Krebs so kompliziert, dass es schwer falle definitive Zusammenhänge eindeutig zu beweisen.

Dennoch hat auch DGE viel schlechtes über Fleisch und Milchprodukte zu sagen und ist sich nicht sicher, ob das Fett der Übeltäter ist oder das Eiweiß. Lest am besten selbst. http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=304

In diesem Artikel stieß ich dann erstmals auf den WCRF, der laut DGE Ernährungsempfehlunge für Krebs ausspricht und darüber Auskunft gibt wie viel Prozent davon durch eine von ihr empfohlene Ernährungweise vermeidbar wären. Also google ich WCRF und stoße auf den World Cancer Reacherch Fund, eine Organisation, eine sehr offizielle Organisation, die sich offensichtlich genau damit befasst, wie Krebs entsteht.

Sie haben eine Seite mit Verhaltensempfehlungen zur Krebsprävention und da heißt es:

- Schlank sein ohne untergewichtig zu werden
- Jeden Tag 30 Minuten Sport machen
- Hohe Energiedichte in der Nahrung vermeiden (also Softdrinks, Fertignahrung mit viel Fett und extra Zucker)
- Alkohol meiden, Männer max. 2 Gläser pro Tag, Frauen nur eines
- Pflanzliche Nahrung essen
- Konsum von roten Fleisch und besonders verarbeitetem Fleisch meiden
- Salz limitieren und besonders den Konsum von stark salzhaltiger Fertignahrung meiden
- Nahrungergänzungsmittel in hohen Dosen vermeiden. (Stellte sich raus, dass Vitamin A in hohen Dosen als Nahrungergänzungsmittel den Lungenkrebs bei Rauchern fördert – was aber nicht für Möhren gilt, sondern nur für Vitamintabletten

Die Offiziellen gehen scheinbar hauptsächlich davon aus, dass Fett und Zucker Krebs fördert. Fett sowohl in der Nahrung, als auch am Körper. Es wird immer wieder auf die Produktion von Östrogen als Wachstumhormon von Krebszellen hingewiesen und auf den IGF1 Insulin-like Growth Faktor.

Naja, Käse und viele Milchprodukte haben eine ziemlich hohe Energiedichte und gar keine Ballaststoffe und daher ist ihr Verzehr nicht sonderlich förderlich. Kasein soll, so Barnard und T. Colin Campbell, so deuteten manche Studien an, das Krebswachs fördern. Aber die beiden sind so professionell, es eben auch genau so zu sagen. Es ist nicht 100% nachweisbar.

Also, was soll ich sagen? - Eine Leserin fragte mich gestern, ob ich mal Ernährungsempfehlungen aussprechen könnte. Eigentlich poste ich genau deshalb die Dinge die ich esse: Damit man das nachmachen kann. Nicht für mich. Ich versuche es mal zusammen zu fassen.

Das wichtigste Essen überhaupt ist Gemüse, davon am besten täglich mindestens 300 g grünes Blattgemüse
Dazu Vollkorngetreide ca. 100 -150 g am Tag, möglichst mit niedrigem glykämischem Index also Roggen, Gerste, Dinkel, Vollkornreis, andere Psyeudogetreide wie Quinoa, Buchweizen sowie Hülsenfrüchte
3-5 Portionen Obst
30-50 g Nüsse und Samen, davon 20 g Mandeln und 1 TL Leinsamen – Rest egal. Rohe Nüsse und Samen sind gerösteten vorzuziehen, da sich beim Rösten Transfette bilden.
Vielleicht eine halbe Avocado oder 100 g Tofu, 2-3 TL Pflanzenöl oder etwas Bitterschokolade oder meinetwegen sogar 10 g Butter, mal ne Scheibe Käse oder 1 Mal die Woche ca. 150 g Fleisch, oder auch ein bisschen Fisch, der Fleisch immer vorzuziehen ist, kann gegessen werden. Ziemlich wichtig scheint mir wirklich einen hohen Fettverzehr zu vermeiden und essentiell sind die Fette aus Nüssen, ggf. auch aus Fisch.- Fette aus Schokolade, Butter, Fleisch oder Käse braucht kein Mensch, die macht unser Körper selber.
1 TL Salz am Tag
Zu meiden sein sollte Zucker, Auszugsmehl, Alkohol, Fertignahrung, viel gesättigtes Fett auch wenn ein bisschen davon niemanden umbringt und alles was daraus gemacht wird.

Man bekommt alle Nährstoffe, wenn man die ersten 4 Ratschläge befolgt. Wem das reicht, der kann auch nur so essen. Selbst mir reicht das nicht und in Gesellschaft geht das sowieso nicht, daher kann man auch mal Fünfe gerade sein lassen, denn auch die geistige Gesundheit ist wichtig, genau so wie Sport und liebevolle Beziehungen und auch, dass man eine Tätigkeit und Aufgabe hat, die einem Freude bereitet.

Menu des Tages am 21. Februar

Frischkornbrei aus Buchweizen, Banane, Zimt, Sunwarrior Vanille, Mandelmilch, Hanfsamen, Mandeln, Leinsamen, Paranuss und 50 g Apfelmus


8 g Ombar dark
2 Grüntee

1 Banane
8 g Ombar

Vollkornbrötchen mit Reissirup-Schoko-Aufstrich und Banane nach dem Joggen

Salat mit Räuchertofu und gedünsteter Steckrübe, Brokkoli, Zwiebel, Zucchini mit 1 TL Rapsöl, Garam Masala, Curry, Salz, Pfeffer, Stevia, Limettensaft


1 Banane
Matcha-Tee mit Stevia

3 Würfel Käse
2 Bananen

Rest vom Mittagessen mit zusätzlich 400 g gedünsteten Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer


1 Banane
1 Glas Rotwein

Und dann will ich noch mal schnell loswerden, warum das hier Blödsinn ist. Bin ich bei Facebook drüber gestolpert. Ich hab ja schon mal darüber geschrieben, dass ich Christian Opitz' Buch nicht für vertrauenserweckend halte, weil er keinerlei Quellen angibt und sich ausschließlich, wie die LowCarber, auf Weston Price beruft, einem Zahnarzt, der vor 100 Jahren nicht glaubte, dass Karies durch säurebildende Bakterien im Mund entsteht sondern nach einer anderen Ursache suchte. Er klapperte daraufhin Urvölker ab und stellte fest, dass die mehr Kalzium und mehr fettlösliche Vitamine verzehrten als die Amerikaner der Roaring Twenties. Darüber schrieb er ein Buch. Komischerweise waren das entweder Eskimovölker oder solche die in Äquatornähe lebten, und dass diese genetisch anders an gesättigte Fette angepasst sind, ist mittlerweile erforscht. Wir sind Mitteleuropäer und wir haben in den letzten 100 Jahren nicht nur die DNA enteckt und entschlüsselt sondern tausende andere Mechanismen im menschlichen Körper – und nichts hat widerlegt, dass Karies von säurebildenden Bakterien verursacht wird, wenn natürlich auch die Zähne ihre Nährstoffe aus der Nahrung brauchen.



Sei das mal dahin gestellt. Christian Opitz behauptet hier auch, dass die Völker genau den Fettanteil verzehrt hätten, der in der menschlichen Muttermilch vor kommt. Das mag auch sein, heißt aber noch lange nicht, dass ein erwachsener Mensch eines Nährstoffanteils bedarf, wie ihn Muttermilch liefert. Es gehört zum medizinischen Allgemeinwissen, dass Babies mehr Fett brauchen als Erwachsene. So viel dazu. Herr Opitz ist halt auch weder Mediziner noch Biochemiker! Ich verwende auch Dr. Goerg Kokosöl und ich verkaufe es sogar, aber es spricht absolut nichts dafür davon mehr als 1-3 TL am Tag zu essen.

Vor allem sollte man sich damit aber einkremen, denn für die Haut ist es phantastisch!

So, ich bin das Wochenende über bei meinem Vater, daher hört ihr morgen nichts von mir.

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats Februar 2014:
Organic
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Freitag, 21. Februar 2014

Salz: Natrium, Kalium und Chlor - Tag 46 und 47



Ich denke nach über Salz, über die Aufnahme von Eiweiß und Kohlenhydraten in die Darmzellen und über Dr. Lustigs Fructoseausführungen und war mir gestern definitiv nicht sicher, ob es schon Sinn macht etwas darüber zu schreiben, was in meinem Kopf abgeht. Da ich gestern ab 8 Uhr auch im Bioladen sein musste und nicht unter Zeitdruck schreiben wollte, habe ich es gelassen.

Grund meines Nachdenkens war ein Kommentar einer Leserin, die in den Kommentaren die Theorie äußerte, dass zu viel Fett in der Nahrung zu zu geringer Aufnahme von Eiweiß führe und es damit zu zu geringer Produktion von Antikörpern und Tumor Supressor Proteinen kommen könnte. Diese Theorie äußerte sie ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage und ich habe mich mal wieder aufgeregt, obwohl ich weiß Gott kein Advokat für hohen Fettkonsum bin.

Ich hab natürlich nachgelesen, ob es dafür irgendwelche wissenschaftlichen Grundlagen geben könnte und absolut gar nichts entdeckt.

müssen erstmal von der Gallenflüssigkeit eingespeichelt werden um überhaupt in die Zellen aufgenommen werden zu können. Das hängt schlicht und ergreifen damit zusammen, dass Fette nicht wasserlöslich sind und der Mensch zu 70% aus Wasser besteht. Zu der Gallenflüssigkeit muss dann noch zusätzlich ein fettspaltendes Enzym aus der Bauchspeicheldrüse hinzu kommen, welches die Fette in Glycerin und Fettsäuren aufspaltet. Die Fette werden also durch Gallenflüssigkeit und fettspaltendes Enzym aus der Bauchspeicheldrüse in sogenannte Mizellen verpackt, dass sind wasserlösliche Verpackungseinheiten, und gelangen dann in den Dünndarm. Wenn die Mizellen dann mit den Zellen des Dünndarms in Kontakt kommen zerfallen sie und die Bestandteile werden einzeln in die Darmzellen aufgenommen.

Bei Kohlenhydraten und Eiweiß funktioniert das völlig anders. Kohlenhydrate sind wasserlöslich und Eiweiße werden in ihre einzelnen Aminosäuren oder zumindest kleine Oligopeptide aufgespalten, die dann durch sekundär aktiven Transport in die Darmzellen aufgenommen werden. Nun, was ist das denn?

Jetzt wird es kompliziert...Und biochemisch....

Da gibt es eine Protonenpumpe in den Darmzellen die Natrium in die Zellen rein pumpt und Kalium aus den Zellen raus. Dabei gehen 3 Natrium-Ionen in die Zellen rein und 2 Kalium-Ionen raus. Kalium und Natrium sind unter anderem dafür verantwortlich, dass die Druckverhältnis im Körper stimmen. Jedenfalls, während das Natrium in die Zelle rein transportiert wird hängen sich Aminosäuren, Glucose und Galaktose einfach an diesen Transport ran und gelangen so ebenfalls in die Zelle.

Aufgrund dieses Austauschmechanismus liest man in Ernährungsliteratur immer wieder, dass das Natrium-Kalium-Verhältnis stimmen muss. Einen zu hohen Natriumverzehr kann man jedoch nicht mit ebenfalls erhöhtem Kaliumverzehr ausgleichen.Quelle Tja, und wenn man zum Beispiel zu wenig Natrium verzehrt aber z.B. viel Kalium, bleibt auch ein Teil dieses Transportmechanismus aus.

Nun, die meisten Menschen essen nicht zu wenig Natrium, sondern zu viel, aber ich kenne auch Menschen die zu wenig Natrium verzehren. Obstrohköstler zum Beispiel. Wo ist Natrium drin? Na, in Kochsalz: Natriumchlorid. Man braucht Natriumchloris nicht nur für die Aufnahme von Glucose und Aminosäuren, man braucht auch das Chlorid für die Salzsäureproduktion des Magens, denn Magensäure ist chemisch HCL. Also Wasserstoff und Chlor. Gesetzt den Fall man isst zu wenig Salz (Natriumchlorid) produziert man zunächst mal zu wenig Salzsäure, welche die Eiweiße der Nahrung nicht ordentlich aufspaltet und dann hat man eventuell auch noch zu wenig Natrium für den sekundär aktiven Transport für Glucose und Aminosäuren in die Zelle.

Zu viel Natriumchlorid ist natürlich auch schädlich und macht einen hohen Blutdruck und 1 TL am Tag an reinem Kochsalz, egal ob Himalaya oder Fleur de Sel oder was auch immer für ein tolles Salz, sollte es aber eigentlich nicht sein. Zuviel Natrium wirkt sich negativ auf die Knochen aus und führt zu Osteoporose, es steigert, wie gesagt den Blutdruck und das wirkt sich dann wiederum aus auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Also, wo Natrium drin ist weiß jedes Kind, wo Kalium drin ist wahrscheinlich nicht. Hauptsächlich in Pflanzen. Kaliumreiche Lebensmittel sind unter anderem Pilze, Bananen, Datteln, Rosinen, Bohnen, Chili, Käse, Spinat und Kartoffeln, in denen es in Mengen von 0,2 bis 1,0 g Kalium/100 g Lebensmittel vorkommt So Wikipedia. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Ich persönlich habe einen fast schon zu niedrigen Blutdruck, daher nehme ich es mit Salz nicht so genau. Esse 1-1,5 TL am Tag. Ein halber soll aber schon ausreichen.

Und das war jetzt hier schon wieder so lang und so biochemisch, dass euch heute nicht auch noch mit dem Abbau der Purinbasen und der Entstehung von Gicht belästigen möchte...Jedenfalls, vieleicht hat der ein oder andere eine zu geringe Resorption von Eiweiß, weil er zu wenig Natrium oder zu wenig Clorid verzehrt oder er hat zu geringe Eiweißresorption, weil Glucose und Aminosäuren um dieses Transportsystem konkurieren oder er hat beides gleichzeitig, was ich mir bei Obstrohköstlern auch sehr gut vorstellen kann, vor allem, wenn dabei auch noch zu wenig Eiweiß verzehrt wird.

Menu des Tages am 19. Februar

Haferflocken mit Banane, Erdnussbutter, 10 Mandeln, 1 Paranuss, Leinsamen, Paranuss, Sunwarrior Vanille Heidelbeeren und Zimt


2 Grüntee

½ Vollkornbrötchen mit Reissiurp-Schoko-Aufstrich und Banane
8 g Ombar dark
1 Banane
½ Vollkornbrötchen mit Reissiurp-Schoko-Aufstrich und Banane

Salat aus Romana, Paprika, Koriander, Tomate, Sprossen, Räuchertofu, Zucchini, Zwiebel, 1 TL Rapsöl, Limettensaft, Salz, Pfeffer, Stevia


Sojajoghurt mit Heidelbeeren und Stevia


8 g Ombar dark
1 Chocolate Chip Cookie - hier endlich das Rezept!!!



Gemüsepfanne aus Zuckerschoten, Kohlrabiblätter, Sellerie, Kürbis, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Garam Masala,  Curry, 1 TL Kokosöl


Yogi Tee mit Stevia
1 Glas Rotwein

Menu des Tages am 20. Februar

Haferbrei instant von Rosengarten mit Banane, Wasser, Sunwarrior Vanille, Mandeln, Leinsamen, Paranuss, Ananas und Zimt



250 g Sojajoghurt mit Zucker und 3 Bananen
½ Tasse Kaffee mit Agavendicksaft

400 g Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer und 80 g schwarzen Reisnudeln


1 Banane
8 g Ombar dark

Salat aus 2 Miniromana, Apfel, Möhre, Zwiebel, Paprika, Limettensaft, 1 TL Rapsöl, Basilikum, Salz, Pfeffer und Stevia


1 Glas Rotwein

Ich stand im Bioladen, die Chefin sah mich gähnen und schaute mich aus Spaß böse an. Ich hab ihr versprochen ich würde gleich einen Kaffee trinken, gegrinst und es schlussendlich auch getan. ½ Tasse jedenfalls und schon wieder: Meine Stimmung wurde schlagartig herausragend obwohl sie vorher schon gut war. Dass kann nicht  nur daran liegen, dass Kaffee den cAMP-Spiegel aufrecht erhält. Da muss noch irgendwas anderes drin sein, was regelrecht high macht. Ich liebe meine Stimmung auf Kaffee, das ist so krass. Und macht mich sehr, sehr misstrauisch...

Ich hatte Stevia vergessen mit zu nehmen daher blieb mir leider nur Zucker und Agavendicksaft. *kopfschüttel*

Zum Rotwein fühlte ich mich mal wieder inspiriert durch “Cougar Town”. Ich brauche nicht lernen, habe ausstehende Folgen dieser Serie geguckt und da wird sehr viel Rotwein getrunken. Ist schon Verführung Minderjähriger und auch Erwachsener, siehe mich. Gruppenzwang. Hinzu kommt, dass ich noch total viel veganen Wein habe. Naja, ein Glas ist medizinisch förderlich, nicht wahr?;-)

Alles Liebe,

Silke

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Mittwoch, 19. Februar 2014

Burger - Tag 45



Gestern hitzige Diskussion bei Facebook. Guy-Claude Burger hast angeblich seine Instinktotherapie dahingehen widerrufen, dass er nun nicht mehr für den Verzehr von Fleisch eintritt, sondern nur für den Verzehr von Insekten. Es soll gesagt haben, dass er über Jahre seine Anhänger in die Irre geführt habe, was den Fleischverzehr betreffe. Jetzt habe er erkannt, dass Fleisch vom menschlichen Organismus nicht ordentlich aufgenommen und verwertet würde.

Mal völlig abgesehen davon, dass man über Fleisch ne Menge Schlechtes sagen kann, gehört sicherlich nicht dazu, dass der Körper es nicht aufspalten und verwerten kann. Das ist himmelschreiender Blödsinn. Es ist sicherlich noch nicht alles darüber erforscht wie tierisches Eiweiß sich negativ auf das Tumorwachstum auswirken kann und warum es bei pflanzlichem Eiweiß nicht zu einer Schädigung der Nieren kommt, aber aufnehmen tut der Körper es garantiert und verwerten auch (es sei denn, man hat z.B. zu wenig Magensäure zur Denaturierung oder die Bauchspeicheldrüse produziert zu wenig Protease zur Aufspaltung des Eiweiß oder der sekundär aktive Na+-Symport zur Aufnahme der Aminosäuren funktioniert nicht, oder man isst parallel dazu zu wenig Natrium und produziert werde genug Magensäure noch hat man einen funktionierenden Na+-Symport zur Resorption)

Und da wurde mir klar, dass ich definitiv keine Diskussionen mehr mit Rohköstlern führen kann. Ich hatte mal eine, da erzählte mir ein Rohköstler, dass der Körper Nahrung ja gar nicht verbrennen könne, dass er Kalorien noch nie gesehen habe und dass im Körper kein Ofen und kein Feuer sei. Ich hab gesagt: "Hallo? Wir haben Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle zur Verbrennung von Energie." und er: "Ach was, und da ist Feuer drin???" - Auf so einem Niveau kann ich nicht mehr diskutieren oder argumentieren und mir tun die Ärzte leid, die sich mit solchen Argumenten in ihren Praxen auseinander setzten müssen.

Das Laiensystem. Das gibt es nicht nur in der Rohkost, sondern überhaupt. In Medizinischer Soziologie werden Medizinstudenten über das Laiensystem unterrichtet. Patienten konsultieren immer zuerst das Laiensystem, sprich Freunde und Bekannte, bevor sie einen Arzt aufsuchen. Sie konsultieren heutzutage dann auch das Internet und da stößt man dann auf so was.

Ich habe mich nie wirklich mit Burger auseinander gesetzt, bis ich ihn gegoogelt habe. Der Mann ist Cellist und Physiker, er saß 4 Jahre im Knast, wegen sexueller Belästigung seines Sohnes und seine Frau starb 1995 an Krebs, obwohl sie sich nach seinen Ernährungsgrundsätzen gerichtet hatte. Nichts von Burgers Lehren ist irgendwie wissenschaftlich erwiesen, aber er bläst in das selbe Horn wie wie ganze Paleo-Szene. Davon ist natürlich auch nichts wissenschaftlich bewiesen, außer natürlich, dass es dem Menschen anfängt besser  gehen, wenn er Zucker und Weißmehl von seinem Speiseplan streicht und anfängt mehr Gemüse zu essen. Das heißt aber gar nichts. Das wissen bereits Kindergartenkinder.

Fleisch enthält zum Beispiel viel zu viel Fett, es enthält zu wenig Ballaststoffe, es bildet, wenn man es stark erhitzt, wie gesagt AGEs und es enthält nur wenig Vitamine und keine sekundären Pflanzenstoffe. Zu viel davon zu essen schädigt nachweislich die Nieren, aber das weiß sogar die Azubine im Bioladen. Wie sollte es denn zu den Nieren kommen, wenn es nicht aufgenommen wird? Durch Zauberei? Es geht über den Darm ins Blut und dann zur Niere.

Dann doch lieber argumentieren wie Barnard, der eine neue Studie ausgekramt hat, welche an 4384 taiwanischen Buddhisten die Diabeteserkrankungen von Fleischessern vs. Vegetarieren untersucht hat. Die Idee dahinter war, dass man bei Asiaten nicht von einem BMI auf das Diabetes-KHK-Risiko schließen kann, da auch Asiaten mit normalem BMI daran erkranken. Da sieht man mal wieder den Unterschied zwischen den menschlichen Rassen.

Jedenfalls hat sich gezeigt, dass selbst kleine Mengen an Fleisch in einem Volk, was sich Jahrtausende fast nur von Reis und Gemüse ernährt hat, das Diabetesrisiko steigern. Man wusste bereits, heißt es eingangs in der Studie, dass bei der westlichen Bevölkerung mit vegetarischre Ernährung der Glucosestoffwechsel verbessert und das Diabetesrisiko gesenkt werden kann, aber ob das bei chinesischer vegetarischer Ernährung funktioniere, sei bisher unbekannt gewesen.

"Results
Vegetarians had higher intakes of carbohydrates, fiber, calcium, magnesium, total and non-heme iron, folate, vitamin A, and lower intakes of saturated fat, cholesterol, and vitamin B12. Besides avoiding meat and fish, vegetarians had higher intakes of soy products, vegetables, whole grains, but similar intakes of dairy and fruits, compared with omnivores. The crude prevalence of diabetes in vegetarians versus omnivores is 0.6% versus 2.3% in pre-menopausal women, 2.8% versus 10% in menopausal women, and 4.3% versus 8.1% in men. Polytomous logistic regression adjusting for age, body mass index, family history of diabetes, education, leisure time physical activity, smoking and alcohol, showed that this vegetarian diet was negatively associated with diabetes and IFG in men (OR for diabetes: 0.49, 95% CI: 0.28–0.89; OR for IFG: 0.66, 95% CI: 0.46–0.95); in pre-menopausal women (OR for diabetes: 0.26, 95% CI: 0.06–1.21; OR for IFG: 0.60, 95% CI: 0.35–1.04); and in menopausal women (OR for diabetes: 0.25, 95% CI: 0.15–0.42; OR for IFG: 0.73, 95% CI: 0.56–0.95).
Conclusion
We found a strong protective association between Taiwanese vegetarian diet and diabetes/IFG, after controlling for various potential confounders and risk factors.”

Hier ging es tatsächlich nur um Vegetarismus, nicht um Veganismus. Der Milchprodukteverzehr war in beiden Gruppen gleich.

Tja und sowas ist eine halbwegs plausible Behauptung und nicht “Eiweiß aus Fleisch wird vom Körper nicht richtig aufgenommen” ohne da auch nur irgendeinen Mechanismus zu erwähnen auf dem es so sein könnte, oder eine Studie vorzulegen wo das an mehreren Menschen getestet und auch im Labor untersucht wurde. Mir tun alle Menschen von ganzem Herzen leid, die auf so einen Rohkost-Bullshit reinfallen.

Ich muss solche Diskussionen lassen, sie gehen mir an Nerven und Nieren.

Menu des Tages am 18. Februar

Grüntee
Haferflocken mit Banane, Mandarine, Paranuss, Mandeln, Leinsamen, Sunwarrior Vanille, Zimt


1 Banane
8 g Ombar dark

2 Kaffee mit Stevia
2 Bananen

Brokkoli mit Soba Nudeln mit Wakame, Knoblauch, Salz, Pfeffer, 1 TL Rapsöl

1 Banane

200 g Sojajoghurt mit Banane
Ananas-Avocado-Suppe mit Sprossen (heute im Newsletter)


1 Glas Rotwein

Ich hab derzeit keine Lust mehr alles in den Cronometer einzugeben, finde aber auch, dass ich einen ziemlich guten Überblick habe über das, was ich essen muss um alle Nährstoffe aufzunehmen, daher soll es mal gut sein.

Der erste Tag ohne Lernen war toll. Ich stand 6 Stunden im Bioladen und bekam den Spezialauftrag von meiner Chefin mir Gedanken darüber zu machen, welche Produkte auf den kommenden “Vegan-Aufbau” sollen. Eine spezielle Ecke, auf der nur vegane Produkte angepriesen werden, der gleich neben den “Attila Hildmann-Aufbau” soll. Das ist so lustig. Der Atti preist die Bioläden an und die Bioläden preisen dafür wieder den Atti an. So ist allen geholfen und sogar ich habe das Gefühl im Bioladen meinen Teil dazu beizutragen, dass die Menschen gesunden.
Ich hab den dicken, fetten Katalog mit nach Hause bekommen in dem alle Produkte drin stehen, die der Bioladen beziehen kann und darf welche aussuchen die auf den vegan und den Atti-Aufbau kommen. Toll!

Und nachdem ich jetzt fast Ahnung von den Biochemie-Basics habe, hab ich mir nochmal Dr. Robert Lustigs “Sugar – The bitter Truth” angesehen. Ab Minute 43 geht es los mit der Biochemie. Ich verstehe mehr, aber er erwähnt immer noch Enzyme, von denen ich noch nie gehört habe. Es wird wohl immer so weiter gehen, dass man nie genug und schon lange nicht alles weiß...

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats Februar 2014:
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Dienstag, 18. Februar 2014

Rawger auf der Rohvolution - Tag 43 und 44



Ihr fragt euch jetzt: Silke, was tust du so früh hier? Ich wollte ausschlafen, wollte ausruhen, wollte mich regenerieren und auf Stimulanzien verzichten, komme statt dessen aber gestern nach der Klausur in den Bioladen zur Spätschicht und die Chefin bittet mich auch heute rein zu kommen, weil so viel Ware bestellt ist und wir nicht genug Leute sind. Also sage ich zu, wohlwissend, dass ich dann den Rest der Woche aber wirklich frei habe, frei vom Lernen, frei vom Bioladen und mit Putzen, Joggen und Ausruhen beschäftigt sein werde. In Lernphasen sieht die Wohnung leider immer aus wie Sau und saubere Wäsche habe ich auch keine mehr....Hoffe es kommt nix dazwischen...

Also habe ich heute nicht viel Zeit zum Schreiben und deshalb gibt es mein Video von der Rohvolution 2013 mit Rawger Arohma, was ich total gelungen finde. Mit Abstand betrachtet ist alles immer besser. Auch Fotos von einem selbst!;-) - Die Rohvolution war im November, glaube ich, und ich habe leider immer noch ungeschnittenes Videomaterial rum liegen, um das ich mich hofffentlich dann auch jetzt bald kümmern kann. Auch viele ungepostete Rezepte stehen noch aus.

Also, here we go: Rawger und ich auf der Rohvolution Mülheim 2013



Und dann noch schnell Menu des Tages am 16. Februar

3 Matcha-Ten, Banane, Sunwarrior Vanille, Erdnussbutter, Mandeln, Leinsamen, Pflaumen und Zimt


1 Blaubeer-Eiweiß-Muffin
8 g Ombar dark

2 Chocolate Chip Cookies (nach dem Joggen)

Gemüsepfanne aus Kürbis, Wirsing, Zuckerschoten, Zwiebel, Knoblauch, 1 TL Kokosöl, Salz, Garam Masala, Pfeffer


1 Banane
10 g Mandeln

24 g Ombar dark
1 Banane
8 g Ombar dark
Yogi-Tee mit Stevia

Rest vom Mittagessen
Kürbissuppe aus Hokaido, 1 TLTahini, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Curry


1/2 Banane
Glas Rotwein

Menu des Tages am 17. Ferbruar 2014

Grüntee
Haferflocken mit Sunwarrior Vanille, Erdnussbutter, Mandeln, Leinsamen, Paranuss, Mandarine, Zimt


1 Banane
2 Chocolate Chips Cookies
1 Matcha-Tee mit Stevia

2 Kaffee mit Stevia
1 Rolle Traubenzucker

Vegane Spaghetti Bolognese aus Weißmehl in der Mensa
Kaffee mit Sojamilch und Stevia in der Mensa

Bulgursalat, Fertiggericht REWE


1 Banane

4 Chocolate Chip Cookies
2 Glas Wein
1 Lebkuchen

Sonntag den ganze Tag gelernt, bis mein Hirn rauchte und gestern früh noch die ersten 3 Stunden des Tages mit Biochemie-Rechnen verbracht, was sehr gut war; so habe ich die Klausur mir Rechnen angefangen und hatte danach den Kopf frei für andere Fragen. Eine davon: 2Wie wirken sich Glykokortikoide auf die Lipolyse aus?" - Sie steigern sie. Die Antwort wusste ich. Glykokortikoide sind zum Beispiel Adrenalin und Noradrenalin und die wirken sich positiv auf die Fettverbrennung aus. Ich war voll mit Adrenalin! Wir alle waren das! Für jeden einzelnen von uns sind Physikumsklausuren immer ein totaler Nervenkrieg. Wie soll das erst im Examen werden!!! - Dabei war ich noch eine der wenigen aus meiner Kohorte, die die Biochemie-Klausur gestern zum ersten Mal geschrieben hat. Durchfallquote ist wie immer hoch. Was sagt der Kölner: "Et kütt wie et kütt, et es wie et es und et hätt noch emmer joot jejange!. Und damit hat er recht und danach lebe ich.

Jedenfalls, weil Glykokortikoide Fett verbrennen und zur Feier des Tages gab es viel zu viele Chocolate Chip Cookies und Nudeln und Bulgur und auch zu viel Kaffee. Aber Kaffee macht echt immer voll gute Laune. Da muss noch irgendwas anderes drin sein, als Koffein, was diese Wirkung hat. Traubenzucker fürs Hirn war auch gut...

Alles Liebe,

Silke



Sonntag, 16. Februar 2014

Tumor Suppressor Proteine, Sexualhormone und AGEs - Tag 41 und 42



Ich war gestern mit eine Freundin zum Sushi-Essen verabredet. Der Termin stand schon seit 6 Wochen und ich war total gewillt mich ausschließlich bei den veganen Sushis zu bedienen. Es hat aber nicht geklappt. Mal abgesehen davon, dass es nur sehr wenig vegane Sushis zur Auswahl gab, war das einer der besten Sushi Läden Kölns und es war ein "All you can eat" und ich bin rational einfach nicht in der Lage negative Eigenschaften von Sushi zu entdecken. Abgesehen vielleicht von dem Quecksilbergehalt von Fisch.

Sushi ist fettarm und kohlenhydratreich. Alle Fette die drin sind sind essentielle Fette, dazu noch einen Algensalat und man hat alles was der Körper braucht. Es ist einfach so und lässt sich nicht wegdiskutieren. Lieber wäre mir, wenn der Reis Vollkorn wäre, aber es ist in Anbetracht dessen auch kein Wunder, dass die Japaner (noch) das langlebigste Volk der Welt ist. Jeder, der Sushi einmal probiert hat verfällt ihm. Sogar mein Vater hat Geschmack an Sushi gefunden, als Sohn einer Bauernfamilie in einem kleinen Kaff in Nierdersachsen. Womöglich, weil Sushi einfach wirklich dem Körper alles gibt was er braucht in genau der richtigen Menge. Mag sein, dass man das intuitiv einfach spürt. Sushi ist dabei auch das gesündeste Essen was man "draußen" überhaupt bekommen kann und es ist überall verfügbar. Und es ist so teuer, dass man es einfach nicht jeden Tag draußen essen kann. 35 € hat jede von uns hingelatzt und ich hab meine guten Vorsätze gebrochen. Zum Glück ist meine einzige nicht-vegane Leidenschaft eine, die ziemlich teuer ist. Und zum Glück weiß ich, wie man die selben Nährstoffe aus veganen Zutaten bezieht.

Natürlich wollte ich aber darauf auch heute nicht hinaus, sondern auf Tumorsuppressor Proteine, Sexualhormone und AGEs.

Ich hab noch viel über den Krebs von Melanie Maria nachgedacht, auch weil eine Kommentatorin über das Schicksal einer ihr bekannten Rohköstlerin schrieb, dass diese auch ihrem Krebsleiden erlegen sei und die keine Gourmet-Rohkost verzehrt habe und keinen Fitzel Gekochtes angerührt habe. In den letzten zwei Jahren sogar fast ausschießlich von Fett und Grünzeug gelebt hat, da Zucker ja nicht nur Energie für normale Zellen liefert sondern auch für entartete. Und das Kasein aus Milchprodukten, was ja auch das Tumorwachstung steigert, hatte sie somit auch nicht verzehrt sondern eigentlich nur Nüsse, Kokosfett und eben Grünzeug. Auch das habe nicht geholfen.

Parallel dazu beschäftigte ich mich für die Biochemie-Klausur mit Tumor Suppressor Proteinen (Tumore unterdrückende Proteine) wovon es eine ganze Reihe gibt und auch weiteren Stoffen, hauptsächlich Enzymen, Kinasen, Cyklinen, Wachstumsfakoren und wie die Sachen alle heißen, spielt an dieser Stelle auch keine Rolle, Namen sind Schall und Rauch, aber aufgefallen ist mir, dass es sich dabei fast ausschließlich um Proteine handelt. Es gibt da vor allem das Retinoblastom-Protein, das erste entdeckte Tumor Suppressor Protein, pRB. Es sorgt dafür, dass sich eine entartete Zelle nicht vermehrt und auch das p53, findet immer wieder Erwähnung, und hat den Beinamen "Wächter des Genoms". Es sorgt dafür, dass sich eine Zelle nur dann teilt, wenn sie keine nennenswerten Schäden aufweist. Wenn sie Schäden aufweist schickt das p53 sie in den kontrollierten Selbstmord. Dazu kommen dann auch noch einige Enzyme, die die Fähigkeit haben einen replizierten DNA-Strang Korrektur zu lesen, z.B. Die DNA-Polymerase I und die Fotolyase die zudem mit der Fähigkeit ausgestattet sind falsch replizierte DNA dann zu reparieren.

Worauf ich hinaus will ist einfach nur, dass es möglich wäre, dass bei Rohkost einfach zu wenig oder das falsche Verhältnis von Aminosäuren verzehrt wird und so eventuell nicht  aus reichend Tumor Suppressor Proteine oder Reperaturenzyme vom Körper synthetisiert werden. Ich hab bei 100% Rohkost jedenfalls zu wenig Eiweiß verzehrt, kannte da aber auch Sunwarrior noch nicht. Eiweiße funktionieren leider wie Autos. Fehlt auch nur ein Rad am Wagen, kann es nicht fahren. Fehlt eine Aminosäure in einem Protein, funktioniert es nicht.

Nicht nur Tumor Suppressor Proteine und Enzyme sind Proteine sondern auch Antikörper und auch die haben natürlich ihr Aufgabe darin, den Körper vor Viren, Bakterien und entarteten Zellen zu schützen und so habe ich die Theorie, dass ein zu geringer Eiweißverzehr eventuell damit zusamen hängen kann, wenn ein Tumor weiter wächst. - Daran wird natürlich nicht sonderlich viel geforscht, weil die meisten Menschen viel Eiweiß verzehren, allerdings solches mit Kasein, von dem so einige Studien behaupten, dass es das Tumorwachstum steigere. Und auch andere Wachstumsfaktoren wie Hormone steigern das Tumorwachstum, zum Beispiel das Östrogen oder eben auch die Phytoöstrogene, von deren Verzehr bei Brustkrebs zum Beispiel abgeraten wird.

Und damit bin ich beim zweiten Thema. Sexualhormone. Mich erreichten 2 fast identische Anfragen in Bezug auf Östrogen. Wie eine Östrogendominanz mit Heißhunger auf Süßem zusammenhängt, warum Medikamente dagegen diesen Süßhunger beseitigen und warum nach eine Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter, mit Hormonersatztherapie auch der Heißhunger beseitigt war. Darüber lehrt die Biochemie leider kaum was, aber Barnard schreibt darüber. Der Östrogenspiegel schwankt ziemlich stark im Laufe eines Zyklus. Am Anfang des Zyklus dominiert bei Frauen Östrogen und in der zweiten Hälfte dann das Progesteron und dieser Östrogenabfall führt dann zu Heißhunger. Barnard erklärt, dass vor allem zu viel Fett in der Nahrung dazu beiträgt, dass der Östrogenspiegel am Anfang zu hoch sei und daher um so stärker abfalle und wenn man einen ausgeglichenen Östrogenspiegel habe, das eben nicht der Fall sei. Dann produziere der Körper eine "normale" Menge an Östrogen. So ist der Schokoladenverzehr kurz vor der Periode zu erklären.

Nach meinem vorgestrigen Post wurde ich von einem Leser gefragt wie Testostosteron sich auf die erektile Funktion auswirke. Im Internet würde immer behauptet, man müsse um erektile Dysfunktion zu beseitigen viel Fleisch essen, weil das die Testosteronbildung verstärken würde.

Tja, und da kommt die Biochemie wieder ins Spiel. Männlich und weibliche Sexualhormone werden aus Cholesterin gebildet und daher bringt ein hoher Verzehr von Fett, besonders gesättigtem Fett auch mehr Sexualhormone mit sich als uns gut tut. Die Biochemiebücher schreiben über Testosteron

"Testosteron fördert vor allem das Wachstum und die Differenzierung der mänlichen Geschlechtsorgane (Penis, Samenblase, Samenleiter und Prostata) und die Geschlechtsmerkmale (Bartwuchs, mänliche Behaarung, Kehlkopf usw.) Außerdem werden das Muskel- und Sekelettwachstum sowie die Erythropoese angeregt. Dashalb werden androgene Substanzen auch gerne alss Dopingmittel eingesetzt; mit mehr Muskeln und Erys lässt sich schließlich "besser" Sport machen" – Über erektile Dysfunktion steht da nichts, allerdings heißt es bei Wikipedia ziemlich weit unten "Ein Testosteronmangel kann unter anderem zu Erektionsstörungen und Osteoporose führen. Reicht die natürliche Produktion von Testosteron nicht aus, dann kann eine Langzeittherapie mit von außen zugeführtem Testosteron erfolgen.“ 

Ich frag mal dumm nach: Wie viele Männer mit Osteoporose kennt ihr? All die haben wahrscheinlich auch ihre erektile Dysfunktion durch zu wenig Testosteron. Die Sexualhormone beider Geschlechter kommen übrigens in beiden Geschlechtern vor. Die meisten Frauen haben zu viel Östrogen, die meisten Männer zu viel Testosteron, weil sie zu viel Fett essen (und Cholesterin) und Sexualhormone aus Cholesterin synthetisiert werden. Es gab mal einen Test, da wurde Gefängnisinsassen nur noch vegetarisches Essen gegeben und sie wurden dadurch viel weniger aggressiv und es kam zu wesentlich weniger Streitigkeiten und Faustkämpfen.

Die Geschichte geht aber noch weiter. Fettzellen produzieren Östrogen. Fettzellen von Männern und Frauen produzieren Östrogen. Viel Fett am Körper bedeutet viel Östrogen im Körper. Darauf wird auch das Wachstum der Brust bei männlichen Übergewichtigen zurück geführt. Und dieses zu viel an Östrogen kann auch als Wachstumsfaktor für Tumore dienen.

Und dann hat sich endlich der gordische Knoten gelöst, den ich durch die Diskussion mit einer weiteren Kommentatorin hatte über Auszugsmehl. Sie berief sich auf John Yudkin, ein englischer Physiologe und Ernährungsforscher, 1910 geboren und 1995 verstorben, der das Buch “Pure white an deadly” geschrieben hat, in welchem er darüber berichtet wie seine Forschungen ergeben haben, dass weißer Zucker und weißes Mehl Zivilisationskrankheiten fördern. Wir waren uns nicht einig über den Mechanismus, wie weißes Mehl zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Glucose steigert ja nicht den Blutfettspiegel und damit kann sich auch kein Fett ablagern.

Dank Dr. Weizenwampe, William Davis, bin ich dem Mechanismus auf die Schliche gekommen. Es ist der hohe Blutzuckerspiegel, der durch Weißmehl ausgelöst wird.

Ihr erinnert euch an meinen Tag im Krankenhaus, wo ich verschlafen hatte und und keinen Frischkornbrei frühstücken konnte und mein Blutzuckerspiegel nicht die normalen 85 hatte sondern 110? Hoher Blutzucker, der wegen Insulinresistenz nicht in die Zellen geht, oder weil man einfach dauernd Zucker und Weißmehl isst,  führt nämlich dazu, dass der Zucker mit den Gefäßwänden reagiert und das sind die AGEs. AGE steht für Advanced Glycation Endproduct. Glykosylierung von Proteinen durch Zucker ist für total viele Sachen im Körper superwichtig. Es ergeben sich so entweder Proteoglykane oder Glykoproteine oder so ein Zucker an einem Protein zeigt dem Organismus wozu das Protein gebraucht wird. An den Wänden von Blutgefäßen wird es jedoch nicht gebraucht sondern schädigt es und dann wiederum kommt es zu dem Versuch der Reparatur mit Cholesterin etc., was dann wiederum auch oxidiert, es bilden sich Plaque und schwupp die wupp hat man auch Arteriosklerose.

Worauf Dr. Weizenwampe aber auch ein geht, Gott sei Dank, ist, dass AGEs auch in Nahrung vorkommen, vor allem in verarbeitetem Fleisch. Er schreibt:

“Tierische Produkte wie Fleisch und Käse enthalten am meisten AGEs. Insbesondere hohes Erhitzen wie Grillen und Braten kann den AGE-Gehalt tierischer Lebensmittel um mehr als das Tauschendfache erhöhen (hier gibt er eine Quelle an) Daneben steigt der AGE-Gehalt tierischer Nahrungsmittel auch mit der Dauer der Kochzeit. […] Exergone AGEs tauchen in Lebensmitteln auf, die zugleich viele gesättigte Fette enthalten. Das heißt, dass die gesättigten Fette zu Unrecht als herzschädlich unter Beschuß geraten sind, denn sie werden nur vom wahren Schuldigen begleitet, den AGEs. Wurst und Schinken enthalten besonders viele AGEs und werden zudem häufig noch zusätzlich gebraten. Fleisch ist demnach nicht von Natur aus schlecht für uns, sondern wird erst durch Zubereitungsweisen ungesund, die zur erhöhten AGE-Bildung führen”

Und das macht durchaus Sinn. Fett lässt zwar den Cholesterinspiegel ansteigen, aber der hat ja wahrscheinlich keine allzu große Auswirkung auf Herzinfarkte. Cholesterin ist auch für manche Funktionen des Körper unerlässlich obwohl man natürlich auch davon nicht zu viel haben sollte. Und natürlich braucht niemand externe Quellen an Cholesterin zu verzehren wie Eier und Fleisch, denn der Körper produziert es selber in genau der richtigen Menge.

Vollkorngetreide oder Hülsenfrüchte lassen aber den Blutzuckerspiegel nicht über das richtige Maß ansteigen und enthalten auch keine AGEs. Also wie zum Geier kann Dr. Weizenwampe den Schluss ziehen, dass Fleisch besser sei als Vollkorngeteide? Ich raffs nicht. Ich glaub's auch nicht. Und daher kriegt er immer wieder den negativ behafteten Namen Dr. Weizenwampe von mir.

Also Paracelsus hat immer wieder Recht: "Die Dosis macht das Gift". Man darf nicht zu viele und nicht zu weniger Kohlenhydrate verzehren, nicht zu viel und nicht zu wenig Eiweiß, nicht zu viel und nicht zu wenig Fett und von allem gibt es jeweils eine gute Variante und eine Schlechte. Die meisten Menschen essen zu viel von dem Schlechten und deshalb haben wir Zivilisationskrankheiten.  Ach ja, und Ötzi hat wahrscheinlich tatsächlich zu viel gegrillt!

Menu des Tages am 14. Februar

Haferflocken mit Banane, Birne, Mandeln, Sunwarrior Vanille, Erdnussbutter, Zimt, Paranuss, Leinsamen und Wasser


3 Grüntee
8 g Ombar dark

1 Chocolate Chip Cookie
2 Bananen
½ Roggenvollkornbrot mit Reissirup-Schoko-Aufstrich und Banane
10 Mandeln

1 Matcha Tee mit Stevia
Gemsepfanne aus Suppengemüse, 1 TL Kokosöl, rote Beete, Rettich, Kohlrabiblätter, Garam Masala, Salz, Pfeffer


8 g Ombar dark

Salat aus Blattsalat, Tomate, Paprika, Möhre, Oregano, 1 TL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Apfelessig. Petersilie


1 Banane
etwas Roggenvollkornbrot

Menu des Tages am 15. Februar

Haferflocken mit Erdnussbutter, Banane, Mandeln, Paranuss, Leinsamen, Zimt, Wasser , Sunwarrior Vanille
2 Birnen


2 Kaffee mit Stevia

400 g Brokkoli aus Mikrowelle mit Salz
400 g Sojajoghurt mit Stevia
2 Bananen

½ Brötchen mit Reissirup-Schoko-Aufstrich und Banane
1 Scheibe Roggenvollkornbrot mit Reissirup-Schoko-Aufstrich und Banane
1 Lebkuchen

2 Rippen Ombar dark
1 Yogitee mit Stevia

Sushi
Rotwein
Cappuccino, koffeinfrei

So, jetzt joggen, dann lernen, morgen hört ihr nichts von mir, da ich den Kopf für die Klausur brauche und Dienstag dann etwas später, da ich erstmal ausschlafen werde und mich dann meiner Stimulanzien entwöhnen muss.

Alles Liebe,

Silke