Montag, 29. Mai 2017

Warum ich auf ein ausgewogenes Omega 3:6 Fettsäure Verhältnis achte

Freitag, 26. Mai 2017

Sind Eier gesund?

Donnerstag, 25. Mai 2017

Was ich an einem Ausnahmen Tag esse ;-)

Mittwoch, 24. Mai 2017

Menstruationstasse finden mit Tassenfinder.de

Dienstag, 23. Mai 2017

Plastik hält nicht ewig...//Zero Waste Woche 41

Montag, 22. Mai 2017

2. Zyklus mit Clomifen

Freitag, 19. Mai 2017

Antinährstoffe und Phytinsäure

Donnerstag, 18. Mai 2017

Was ich an einem Tag esse #18 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero w...

Mittwoch, 17. Mai 2017

Bücher verkaufen bei Rebuy.de // MINIMALISMUS

Dienstag, 16. Mai 2017

Pakete packen! // Zero Waste Woche 40

Montag, 15. Mai 2017

Parasiten entgiften!?

Freitag, 12. Mai 2017

BMJ: Gesättigtes Fett verstopft nicht die Arterien?



Und täglich grüßt das Murmeltier...oder die Nachricht, dass viel gesättigtes Fett in der Ernährung doch keine Problem mit sich bringt...obwohl wir es besser wissen...

Eine Medizinstudentin einer anderen Fakultät schickte mir einen Artikel von dem sie bisher nur die Zeit hatte die Überschrift zu lesen: Saturated fat does not clog the arteries: coronary heart disease is a chronic inflammatory condition, the risk of which can be effectively reduced from healthy lifestyle interventions 

Also: Gesättigtes Fett ist nicht verantwortlich für verstopfte Arterien, sondern chronische Entzündungen in den Arterien, welche mit einer gesunden Lebensweise zu beheben sind. Und teilweise stimmt das auch. Aber gesättigtes Fett als die Unschuld vom Lande zu betrachten ist so auch nicht richtig.

Leider erschien der Artikel im British Medical Journal, welches ein anerkanntes hochdotiertes Medizinjournal ist. Zu dessen Verteidigung man sagen muss, dass sie auch die Fallverstellung von Goldhammer bezüglich Fasten und fettarmer, vollwertiger, pflanzlicher, SOS-freier Ernährung zu Therapie des follikulären Lymphoms veröffentlicht haben.

In diesem Artikel werden allerdings keine neuen Erkenntnisse veröffentlicht, es ist keine neue Studie oder so enthalten, sondern Autoren, die bisher auch schon der Meinung waren, dass gesättigtes Fett kein Problem darstellt, haben an alten Studien nochmal neu ihre Position dargelegt. (Warum?) Sie erklären auch nicht, warum eine Intervention mit Statinen, also Cholesterinsenkern, in diversen anderen Studien dargelegt, die Mortalität senkt oder genau welche Pathogenese dahinter steckt. Cholesterinsenker senken nämlich nur das Cholesterin und nicht etwa chronische Entzündungen. Wenn Atherosklerose auf chronische Entzündungen zurückzuführen ist, dann verstehe ich nicht, warum man statt Cholesterinsenkern nicht einfach Cortison verschreibt?!

Dr. Katz MD hat online eine Gegendarstellung veröffentlicht in welcher er schreibt, dass er keinen blassen Schimmer hat warum eine alte Hypthese dreier Autoren mit alten Studien es wert sein sollte in einem peer-reviewten Journal wie dem British Medical Journal veröffentlicht zu werden. Gab es sonst nichts zu veröffentlichen? Und tatsächlich aber sogar ich die meisten Studien, die hier angeführt sind bereits im Blog besprochen und sie sind nicht stichhaltig genug.

Zum Beispiel die PREDIME-Studie, die eine "fettarme" Ernährung mit 37% Fett, was aber tatsächlich mehr ist als Otto Normalverbraucher isst mit einer Mediterranen Ernährung mit 41% Fett verglichen wird. Die mediterrane schneidet hier besser ab, daher kommen die Empfehlungen für mediterrane Ernährung. Tatsächlich sind aber bei Ernährungsweisen suboptimal. Auch die Mediterrane. 37% mit viel gesättigtem Fett und Zucker und Weißmehl ist aber so oder so eine Katastrophe. Dann doch lieber mediterran. Eine echte fettarme Ernährung wurde hier gar nicht untersucht und schon lange keine fettarme, vollwertige Ernährung. Die Entzündungen in der Arterien kommen nämlich hauptsächlich von zu hohen Blutzuckerwerten und die hat man wenn man viel Zucker isst und wenn man insulinresistent ist. Beides wird mit einer fettarmen, vollwertigen Ernährung ausgeschlossen. In der Lyon Heart Study hatte sich dann auch gezeigt, dass eine Mediterrane Ernährung ein besseres Outcome hat, also eine andere Ernährung bei der der LDL-Spiegel aber gleich war (Hier wird natürlich nicht erwähnt, von welchem LDL-Wert wir sprechen. 70 mg/dl oder 200?) Das das Outcome hier aber besser war kann sowohl an mehr ungesättigten, entzündungshemmenden Fettsäuren liege, aber auch daran, dass eine Mediterrane Ernährung meist vollwertiger angelegt ist. - Und an dieser Stelle frage ich mich dann? Hä? Genau diese Studie würde doch zeigen, dass das was im Titel behauptet wird nicht stimmt. Ungesättigtes Fett ist besser als gesättigtes. Aber Fett, egal welches, erhöht eben auch den Cholesterinspiegel. HDL und LDL.

Als nächstes wird aber die Sydney Diet Heart Study und das Minnesota Coronary Experiment angeführt, bei welchem der Cholesterinspiegel der Probanden gefallen sein soll, als sie gesättigtes Fett durch Öle ersetzt haben, aber ihre Mortalität dennoch stieg. Auch hier würde ich gerne wissen über welchen Cholesterinspiegel wir hier reden (ich kenne beide Studien nicht). Es kann durchaus sein, dass jemand, der durch gesättigtes Fett einen Cholesterinspiegel von 250 mg/dl hat aber wenig entzündungsförderndes Omega 6 isst, weniger vaskuläre Entzündungen aufweist. Und das heißt noch lange nicht, dass gesättigtes Fett gesund ist! - Ich verstehe nicht, warum man dauernd zwei miese Sachen miteinander vergleichen muss. Das ist genau wie der Vergleich von HighFat und HighCarb. Weder viel Fett, noch viel Zucker ist gut. Kann bitte mal irgendwer eine Studie machen und dabei eine richtig gute Ernährung im Vergleich beobachten? Abschließend wird dann wieder die eine Studie zitiert, die zeigt, dass bei über 80jährigen ein höherer LDL Spiegel mit einer geringeren Mortalität einherging. - Das finde ich, ist nicht übertragbar auf Menschen mittleren Alters. Außerdem sei das Verhältnis von Triglyceriden zu HDL der entscheidende Parameter für das Risiko an einem Herzinfarkt zu erkranken. - Äh, ja und Triglyceride sind Fett. Die Leber stellt es aus allen Fetten her, die man isst und aus Fructose. - Was bitte spricht jetzt hier dafür gesättigte Fette frei zu sprechen???

David Katz stellt diesen paar in diesem Artikel erwähnten Studien dann allerdings noch die Tausen Studien entgegen, die belegen, dass ungesättigtes Fett gesünder ist als gesättigtes. Studien, mit denen ich mich schon gar nicht mehr beschäftige. Ich werde nie über 20% Fett essen! Die vorgelegten Studien seien hochgradig selektiv, limitiert und fehlinterpretiert. Tatsächlich sei es auch nicht so, dass die Autoren dieses Beitrags jetzt neuerdings nach der Durchsicht von Studien, zu diesem Fazit gekommen seien, sondern der Artikel bietet eine Selektion von Studien damit die Autoren ihre schon lange gefasste Haltung zu LowCarb-Diäten bestätigt sehen können.  - Die Frage stellt sich, warum das BMJ sowas veröffentlicht?

Und mal hypothetisch: So lange man sich nicht einig ist, ob gesättigtes oder ungesättigtes Fett zu Herzkrankheiten führt, sollte man vielleicht nur die Dinge essen, von denen klar ist, dass sie nicht dazu beitragen. Vollwertige Kohlenhydrate. - Problem gelöst.

Menü des Tages am 11. Mai 2017

Brokkoli


Haferflocken mit Banane, Zimt, Leinsamen, 1/2 Paranuss, Apfel


Banane
Süßkartoffel, Brokkoli und rote Linsen


Banane

rohe Möhren


Rest vom Vortag


1 Aprikose


Brokkoli, rote Linsen, Knoblauch, Cherrytomaten, Rettich, Salz und Pfeffer


1 Mango



Ich hab unterdessen am letzten Montag, also am 1. Mai meine 365-Tage Challenge begonnen, von der ich 18 Ausnahmen machen will. Ich hab mich ja schon lange nicht mehr beim challengen gewogen, aber dieses Mal schon um zu dokumentieren, wie sich das Gewicht entwickelt. - Und es geht krass runter. In der ersten Woche um 1,4 kg, in der 2. um 0,5 kg - und das bei einem BMI von 22. Das ist echt unfassbar! Ich bin mal gespannt, wo sich das einpendelt. Und ob ich es schaffe meine 18 Ausnahmen einzuhalten. Eine habe ich nämlich schon gemacht.:-)

Alles Liebe,

Silke


Ich bin kein YouTuber mehr!

Donnerstag, 11. Mai 2017

Was ich an einem Tag esse # 17 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero ...

Mittwoch, 10. Mai 2017

So geht die 365 Tage Raus aus der Lustfalle Challenge

Dienstag, 9. Mai 2017

6 Monate einer Bambuszahnbürste // Zero Waste Woche 39

Montag, 8. Mai 2017

Warum mich "Intermittierendem Fasten" NICHT überzeugt

Freitag, 5. Mai 2017

Was tun bei Depressionen?

Donnerstag, 4. Mai 2017

Was ich an einem Tag esse # 16 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero ...

Mittwoch, 3. Mai 2017

Essen retten mit der ResQ-App

Dienstag, 2. Mai 2017

Dient intermittierendes Fasten nur der Verschleierung einer Essstörung? ...

Montag, 1. Mai 2017

Die FAZ über den Vitamin D-Wahn




Siri hat mir gestern einen tollen Artikel präsentiert, welcher soeben in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht wurde. Also, weder ein medizinisches Journal, noch FakeNews.

Dieser beschäftigt sich mit dem Thema Vitamin D und ich war sehr dankbar dafür, dass das endlich mal von einem großen Medium aufgegriffen wurde. Es ist nämlich sehr anstrengend sich ewig mit den selben Ammenmärchen auseinander zu setzen, obwohl ich nicht glaube, dass das jemals aufhört... Zumindest nicht, so lange Laien im Internet sukzessive Blödsinn erzählen, und andere Laien das glauben. Ich meine, klar, manchmal hat man auch Diskussionen mit anderen Medizinern, aber da wird viel offener diskutiert. Niemand wirft mit Dogmen um sich und man lässt sich auf wissenschaftliche Gegenbeweise ein. Und dann kann man sich auch noch darüber streiten, wo die Studie vielleicht Schwächen hat und darüber, was die beste Lösung des Problems ist. Aber diese Diskussionen sind lange nicht so anstrengend und unproduktiv wie die mit Laien.

Ich habe das Gefühl der Vitamin D-Supplementierungs-Wahn wird vor allem von Rohe Energie auf YouTube unterstützt und gefördert. Vielleicht sogar erfunden. Mit 50 000 Abonnenten sind Lars und Alexandra neben Vegan Power Girl, so weit ich weiß, der größte Kanal, der sich mit veganer Ernährung beschäftigt. Und wie bei vielen anderen Kanälen auch, wird hier alle Nase lang Bullshit verbreitet, also Sachverhalte geschildert, die biochemisch oder physiologisch einfach nicht stimmen, und unter anderem dazu geraten hochdosiertes Vitamin D einzunehmen. Und wenn Leute, diesen Ratschlag ablehnen, wird sich auch noch mega darüber aufgeregt.

Die FAZ ist da um einiges näher an dem Thema, obwohl sie leider keine Studien verlinkt, wie Medizinjournale das tun.

Eingangs erwähnt der Artikel selbstredend, dass Krankheiten, die durch Vitamin D-Mangel entstehen, selbstverständlich ernst sind. Also vor allem Osteomalazie und Rachitis beim Kind. Allerdings sind beides heutzutage ausgesprochen seltene Erkrankungen. Ich hab noch nie einen Patienten mit Osteomalazie getroffen, wenn dann mit Osteoporose, und es liegen für Deutschland noch nicht mal Zahlen für die Prävalenz vor.

Dennoch wird vor allem im Internet verbreitet, dass alle Menschen in hohen Dosen Vitamin D supplementieren sollte, egal ob krank oder gesund, und dass Vitamin D ein Wundermittel ist, das quasi alles heilt. Dafür gibt es aber absolut keine Beweise und schon lange nicht dafür, dass Vitamin D aus Pillen das überhaupt kann. Aber dazu später.

Zunächst wird ein Typ namens Rafael Frenk erwähnt, der wie Website "Vitamin-d-Portal betreibt. Wenn man ihn und Vitamin D googelt, findet man einzig den Artikel aus der FAZ. Man kann nichts über seinen beruflichen Werdegang oder seine Ausbildung in Erfahrung bringen. Es gibt auch keine "Über mich" Seite auf seiner Homepage. Allerdings kann man da einen Test machen, ob man unter Vitamin D Mangel leidet, und das Ergebnis ist immer so, dass man mindestens ein Risiko für einen Vitamin D-Mangel hat. Also Abzocke. Und dann kann man Vitamin D-Supplemente bei ihm kaufen. Das ist so die typische Herangehensweise von Laien im Internet.

Und das, obwohl es keine Studie gäbe, die belegen könne, dass die Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel irgendeinen Vorteil hätte.

Ich habe "Vitamin D supplementation meta analysis 2016" gegoogelt, weil der Artikel keine Quellen verlinkt. Dabei fand ich leider keine Metaanalyse, die sich mit Vitamin D Supplementation beschäftigt und diverse Krankheitsbilder bespricht, ich fand aber eine Studie in der Vitamin D-Supplementation nicht die Funktion der Arterien von Herz-Kreislauf-Kranken verbesserte, dafür aber eine welche zeigte, dass Vitamin D Gabe Atemwegsinfekte verhindern konnte.

Der Artikel erwähnt dann den Chefarzt der Medizinischen Hochschule in Hannover und die deutsche Leitlinie zur Therapie mit Vitamin D. Diese ist nur indiziert bei Osteoporose oder wenn man hochdosierte Glucocorticoide, z.B. Cortison bekommt, welche zu Osteoporose führen. Und die Leitlinie ist natürlich erstellt aufgrund aller Studiendaten, die man zusammengetragen und ausgewertet hat. Und das ist auch der Grund, warum die Krankenkasse eine Vitamin D Untersuchung und Verschreibung nicht zahlt. Es gibt nicht genug Beweise, dass das Geld gut eingesetzt ist. Bei Cholesterin und Blutzucker ist das anders. - Wir können einfach nicht jeden Scheiß diagnostisch angehen, wenn nicht belegt ist, dass die Ausgaben dafür zu späteren Einsparungen führen. Wir können auch nicht bei jedem Menschen ein CT oder noch besser ein MRT machen (weniger Strahlung) nur weil vereinzelt ein Mensch evt. ein Bauchaortenaneurysma hat. Das ist zwar schade aber eben nicht plausibel.

Erschwerend kommt aber auch hinzu dass, weil die Krankenkassen Vitamin D nicht bezahlen, der alternative Markt boomt. Und Nahrungsergänzungsmittel werden nicht durch offizielle Behörden geprüft. Viele sind sehr hoch dosiert und welche Nebenwirkungen daraus resultieren mögen, vor allem deshalb weil Vitamin D kein Vitamin sondern ein Hormon ist, weiß man noch gar nicht. Nach vom Bundesinstitut für Risikobewertung ausgewerteten Studien gäbe es nur eine Gruppe in der Bevölkerung, deren Vitamin-Spiegel mehrheitlich deutlich zu niedrig sei: Senioren, die in Pflegeheimen leben und so gut wie nie in der Sonne sind

Es sind aber nicht alte Leute aus Pflegeheimen, die beim Hausarzt sitzen und einen Vitamin D-Test verlangen, sondern ihr.;-) Junge gesunde und gesundheitsbewusste Menschen,...die wahrscheinlich YouTube gucken und beim Zentrum der Gesundheit lesen. Und wenn da die Laien erzählen, dass alle hochdosiertes Vitamin D nehmen sollten, dann wird das einfach so geglaubt.

Der Allgemeinmediziner, der hier zu Worte kommt, erzählt der FAZ, dass es keine Studie gäbe, die belegt, dass die Steigerung des Vitamin D Spiegels, etwas nützt, noch, dass es schadet, wenn der Wert unter den Richtwerten ist. Das macht die ganze Supplementation natürlich reichlich uninteressant. Zumal sie auch Nebenwirkungen haben kann, wie Nierensteine und ggf. sogar Psychosen.

Ich bin anthropologisch nicht in der Lage verstehen zu können, warum Menschen etwas einnehmen sollen, für das die Natur die perfekte Lösung gefunden hat. Je weiter wir nach Norden gewandert sind, desto heller ist unsere Haut geworden, so dass mehr Vitamin D Synthese passieren kann. Es gäbe uns doch gar nicht in Mitteleuropa oder noch weiter nördlich des Äquators, wenn wir die letzten 500000 Jahre kein Vitamin D synthetisiert hätten. - Mit B12 ist das was andere. B12 muss man einnehmen, weil wir heutzutage keinen Dreck mehr essen, in welchem die Bakterien enthalten sind, die B12 bilden. Ein Wurzelgemüse, welches man vor 50000 Jahren aus der Erde zog, war nicht so hermetisch sauber, wie unsere Kartoffeln. Das selbe gilt für Wasser. Wir haben uns aber dafür entschieden alle Bakterien platt zu machen, damit wir nicht mehr an Infektionskrankheiten sterben, daher müssen wir jetzt B12 supplementieren, wenn wir vegan leben wollen. Vitamin D kann man sich aber draußen jeden Tag holen. Und es ist billiger.

Und ich bin auch nicht in der Lage zu verstehen, warum ausgerechnet die Leute, also alternative Gesundheitsleute, die sonst immer das Argument "es ist natürlicher" verwenden, beim Sonnenlicht auf die Idee kommen, dass Tabletten besser seien als das für unseren Planten seit Jahrmillionen bewährte Sonnenlicht. Da hat doch jemand jemandem das Gehirn gewaschen!

Menü des Tages am 29. April 2017 

1 Gurke


Haferflocken mit Banane, Zimt, Muskat, ½ Paranuss, 2 TL Leinsamen, Apfel


Gemüsepfanne aus Reis, schwarzen Bohnen, Mangold, Paprika, Möhren, Knoblauch und Zwiebel, Salz und Pfeffer


1 Apfel

2 Bananen


Gemüsepfanne aus Reis, schwarzen Bohnen, rote Bete, Paprika, Möhren, Zwiebel, Knoblauch, Salz und Pfeffer



Und dann wird natürlich auch immer wieder das Argument angebracht, dass Sonne, beziehungsweise UV-Strahlung das Hautkrebsrisiko erhöht. Wobei man natürlich auch hier immer wieder auf die Dosis gucken muss. Derzeit sieht es so aus, dass das Hautkrebsrisiko proportional zur Anzahl der Sonnenbrände, die man in der Kindheit hatte, steigt.

Als ich im True North war, flatterte uns eine Studie in den klinikinternen Mailverteiler. Irgendeiner der Ärzte hatte sie verschickt und ich weiß nicht mehr wer. Also, die Studie ist von März 2016 und wurde in Schweden durchgeführt bezüglich Sonnenexposition und Mortalität. Dabei zeigte sich, dass schwedische Frauen, die die Sonne mieden, ein genau so hohes Risiko hatten an Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben wie Raucher. - Und Rauchen ist wirklich richtig, richtig schädlich.

Natürlich haben die Frauen, die die Sonne mieden nicht explizit Vitamin D supplementiert und tatsächlich weiß man auch noch gar nicht, ob es das durch die Sonne synthetisierte Vitamin D ist, was die Mortalität senkt.

Ich bin jedenfalls nicht in der Lage glauben zu können, dass die Sonne für Homo Sapiens nur eine einzige Funktion hat und auch nicht dazu, dass ausgerechnet das Element, was Leben auf diesem Planeten überhaupt erst ermöglicht hat, grundsätzlich gemieden werden muss. Anthropologisch macht das einfach keinen Sinn.

Was wichtig ist ist allerdings, sich an der Sonne nicht zu verbrennen. Heißt rechtzeitig wieder in der Schatten gehen oder, wenn man einschätzen kann, dass man nicht merkt, wann der richtige Zeitpunkt ist aus der Sonne zu gehen, entsprechende Sonnenschutzcreme zu verwenden.

Alles Liebe,

Silke


Zähneputzen - Zero Waste-Style // Woche 38

Freitag, 28. April 2017

Zähne weißeln mit Aktivkohle

Donnerstag, 27. April 2017

Was ich an einem Tag esse # 15 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero ...

Sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu begeben, könnte das Risiko an Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben um 40% senken


In letzten Post ging es darum, dass man von körperlicher Bewegung nicht abnehmen kann und Bewegungsmangel auch nicht die Ursache für Übergewicht in der westlichen Welt ist.

Um euch die Lust auf Bewegung jedoch nicht völlig zu vermiesen, soll es dann heute um eine Studie gehen, welche kürzlich im British Medical Journal veröffentlicht wurde, welche den Zusammenhang zwischen Bewegung und Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen ging. Und zwar wurde hier unter die Lupe genommen, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Erkrankungs- und Sterberisiko bei Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Wahl des Beförderungsmittels zur Arbeit. Sprich, man hat geschaut ob Menschen, die den Weg zur Arbeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad antreten, weniger Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erleiden oder nicht.

263 450 britische Probanden waren in der Studie erfasst und ihr Fortbewegungsmuster wurde eingeteilt in: Zu Fuß, mit dem Fahrrad, gemischt oder inaktiv. Der Erfassungszeitraum waren im Median 5 Jahre

Und tatsächlich zeigte sich, dass die Probanden, die sich aktiv auf den Weg zur Arbeit begeben, gesünder waren und ihr Risiko an Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen zu sterben um 40% geringer war.

Leider kann das Studiendesign nicht zeigen, ob das geringere Sterberisiko tatsächlich darauf zurückzuführen ist, dass die Probanden auf dem Weg zur Arbeit auf das Auto und öffentliche Verkehrsmittel verzichtet haben, aber es wurden gewisse Einflussfaktoren ausgeschlossen, einfach, weil man die Probanden umfassen untersucht und analysiert hatte.

Ausgeschlossen wurde ein Zusammenhang mit Alter und Geschlecht, soziale Schicht, ethnische Herkunft, Rauchen, Sport, körperliche Aktivität am Arbeitsplatz, sitzende Tätigkeit, Ernährungsgewohnheiten und anderes mehr.

Also, macht das was ich versehentlich gemacht habe: Sucht euch eine Wohnung, bei der der kürzeste Weg zur Arbeit mit dem Rad ist. Ich könnte mit der Bahn zur Uni fahren und ich könnte das sogar gratis machen, dank meines Studentenausweises. Aber dann müsste ich 2 Mal umsteigen und wäre eine halbe Stunde unterwegs. Verspätungen nicht eingeschlossen. Wohingegen ich mit dem Fahrrad nur 15 Minuten brauche. Wäre interessant zu wissen um wie viel mein Risiko an Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen dadurch verringert ist!:-)

Menü des Tages am 23. April 2017 

Blumenkohl

Haferflocken mit Banane, Leinsamen, ½ Paranuss, Zimt, Muskat, Apfel
1 Kaffee


Salat in Mensa mit zusätzlich Reis und roten Linsen
1 Apfel


Gemüsepfanne aus Blumenkohl, Knoblauch, roten Linsen und Reis (Vor Hunger das fotografieren vergessen)

Ich war gestern bei der Plasmaspende und habe weiterhin einen HB von 13,7, was ich erstaunlich finde. Bei Cronometer sollte ich nach den derzeitigen Berechnungen unter meiner empfohlenen Eisenzufuhr liegen. Dem ist aber nicht so. Und es ist seit Wochen schon nicht so.

Und das führt einem ziemlich anschaulich vor Augen, warum man sich von Cronometer nicht verrückt machen sollte. Weder in Bezug auf Kalorien (siehe letzter Beitrag) also auch in Bezug auf Nährstoffe. Wenn die Blutwerte nachweislich normal sind, ist im Zweifelsfall die Datenbank in Cronometer nicht korrekt. Und nicht etwas der Blutwert. Sich zu sehr auf diese Zahlen zu fixieren macht nur bekloppt und essgestört.

Ich habe das Gefühl in der alternativen Gesundheitsszene wird sich viel zu intensiv mit Lapalien beschäftigt. Man isst z.B. haufenweise Süßkram und immer wieder veganes Junk Food, macht sich dann aber einen mega Kopf über Vitamin D. Andere Leute beobachten auf ewig und drei Tage ihre Verdauung und fokussieren sich auf jeden Stuhlgang und jede Blähung.

Das nervt mich mittlerweile alles. Und hinzu kommt, dass ich auch nichts Neues mehr zu berichten habe. Es kommen zwar immer mal wieder noch interessante Studien raus, aber faktisch ist für mich das Thema Ernährung komplett erklärt. Fettarm, vollwertig, pflanzlich is the way to go. Das bringt auf lange Sicht das beste Outcome für die meisten Menschen und wirkt super präventiv für alle Zivilisationskrankheiten. Was ich nicht verstehe ist, warum das nur so wenig Leute checken!

Alles Liebe,

Silke


Mittwoch, 26. April 2017

Und was, wenn man kein Gemüse mag?

Montag, 24. April 2017

Sushi essen mit Stäbchen // Zero Waste Woche 37

Sport macht nicht dünn und Bewegungsmangel führt nicht dazu, dass man zunimmt



Ich habe auf Facebook einen Link zu einem Video zugesandt bekommen, in welchem Gustavo Tolosa, im Rahmen des McDougall Programms, ein Interview mit Dr. Douglas Lisle führt.  Und in diesem Video soll eine kontrovers diskutierte Tatsache besprochen werden, nämlich, dass man von Bewegungsmangel nicht dick wird und von Sport auch nicht abnimmt. Vielmehr sei der tägliche Energieverbrauch bei allen Menschen gleich. Vom Couchpotato zum Hochleistungssportler und das Konzept Energie-rein-Energie-raus würde beim lebenden Organismus nicht stimmen.

Das würde bedeuten, dass der Arbeitsumsatz immer gleich ist und Kalorienverbrauchsmessgeräte für den Hobbysportler rausgeworfenes Geld sind. Das würde auch bedeuten, dass alle Fitness-YouTuber, Studios und Personal Trainer einpacken können, wenn es dem Klienten nicht gerade darum geht Muskeln aufzubauen oder zu definieren. Von Sport nimmt man, laut dieser Aussage, jedenfalls nicht ab.

Ich konnte das auch nicht glauben, aber Dr. Lisle ist natürlich kein Vollidiot und kann eine Quelle für diese These benennen und das ist die Februarausgabe von Scientific American. In dem Artikel "The Execise Paradox" erzählt der Herman Pontzer von der Universität New York von seiner Forschung, die er an den Hanzas, einem Jäger-Sammler-Volk durchgeführt hat. Man hat nämlich den exakten Kalorienverbrauch der Hanza-Individuen Mithilfe von mit Isotopen angereichertem Wasser bestimmt. Genauer gesagt mit Deuterium und Sauerstoff 18 angereichertem Wasser.

Wie bei allen Jäger-Sammler-Völker sind auch bei den Hanzas die Männer tagsüber auf der Jagd und der Forscher Pontzer begibt sich in diesem Artikel mit ihnen auf die Suche nach einer erlegten Giraffe. Unterdessen sammeln die Frauen den Tag über vor allem Knollengemüse, was an Tagen, an welchen die Männer bei der Jagd versagen, das Überleben sichert. (Stärke hat uns damit nicht nur klüger gemacht, sondern auch unser Überleben gesichert. Auf Kartoffeln ist dann einfach doch mehr Verlass als auf Fleisch).

Ergebnis dieser Forschung war, dass die Hanza-Männer täglich etwa 2500 kcal verbrennen und die Frauen 1900. Und das ist ziemlich genau die selbe Menge, wie ein Büroangestellter in einer Großstadt. - Wie kann das sein?

Für Herman Pontzer ist diese Erkenntnis nicht neu. Er hat darüber schon in Nature und in Cell Current Biology publiziert und zwar schon vor einem Jahr. Nach der Veröffentlichung wurde ein Interview mit Pontzer von Deutschlandfunk veröffentlicht. Darin erklärt Pontzer, dass der Energieverbrauch zwar leicht steige, wenn ein Couchpotato anfängt Sport zu treiben, aber eben nicht in dem Maße wie wir immer gedacht habe. Das Fitbid-Armband, zum Beispiel, lügt.

Pontzer geht davon aus, dass unser Körper in seiner unendlichen Weisheit im Laufe der Evolution Wege gefunden hat, seinen Energieverbrauch gleich zu halten indem er Energie auf unterschiedliche Systeme verteilt und sie abzieht, wenn nicht genug Energie von außen zugeführt wird. So könnte, bei Kalorienmangel Energie aus dem Immunsystem abgezogen werden oder aus dem Reproduktionssystem. Es könnte auch sein, dass man instinktiv an Tagen, an denen man Sport treibt und mehr Kalorien verbraucht, unbewusst den Rest des Tages über weniger Energie aufwendet, indem man alles, was man tun muss, auf bequemere Weise tut. Dass man zum Beispiel dem Bedürfnis nach geht sich hinzusetzten, statt stehen zu bleiben. - Wie genau der Körper das schafft, ist Pontzer bisher auch noch nicht bekannt. Er hat einfach nur gemessen, dass der Energieverbrauch bei Jägern-Sammlern und Büroangestellten gleich ist.

Aber wenn dem so ist, dass man von Sport nicht abnehmen kann, dann bleibt nur ein Schluss, zu dem auch Pontzer kommt, genau wie Dr. McDougall und Dr. Lisle:

Wer abnehmen will, muss seine Ernährung ändern.

Nicht dass Sport nicht für etliche Vorgänge im Körper sehr gesund wäre, wichtig um gesund und vital zu bleiben. Nur zum Abnehmen taugt er eben nicht. Aber das wusste auch schon jeder der versucht hat die Kalorien diverser Festtagsgelage mithilfe eines Kalorienzählers wieder ab zu trainieren. - Aber würden Menschen überhaupt noch Sport machen, wenn nicht das Abnehmen winken würde?

Menü des Tages am 22. April 2017 

Brokkoli und 1 Tomate

Haferflocken mit Banane, Zimt, Paranuss, Muskat, Ananas, Leinsamen


Gemüsepfanne aus Reis, Kichererbsen, Möhren, Pak Choy, Chinakohl, Zwiebeln, Gewürze
1 Apfel


3 Weißbrote mit Senf und Tomate


1 Apfel



Salat aus Blattsalat, Kartoffeln, Dill, Paprika, Senf, Salz, Pfeffer, Avocadoöl


Diese Woche geht bei mir die Uni wieder los und ich bin zuversichtlich, dass dieses Semester weniger anstrengend wird, als das letzte. Es sind weniger Veranstaltungen, weniger Klausuren und so langsam geht es dann auch dem Ende zu. Dieses ist das vorletzte Semester und im letzten ist dann eh nicht mehr viel. Dann geht aber das Lernen für's Examen los und davor graut mir auch schon. Vorm Examen selbst ebenfalls, denn ich habe bis heute das Gefühl, ich kann eigentlich nichts. Und insofern ich nicht in den nächsten 2 Monaten schwanger werde, werde ich das Examen im April 2018 schreiben. Komme was da wolle. Und dann mal weiter schauen. Und es ggf. wiederholen!;-)

Ich bin derzeit ausgeruht, freue mich auf das 9. Semester, freue mich die Kommilitonen wieder zu sehen und hoffe, dass ich alles was ansteht gut bewältigen werde können.

Alles Liebe,

Silke



Freitag, 21. April 2017

Der Fall Gabi Köster - As seen on TV...



Ich hab Karfreitag bis Ostersonntag bei meinem Vater verbracht und da etwas gemacht, was ich zuhause in Köln NIE mache: Ich hab fern gesehen.

Und zwar Ostersamstag abends und dann auch gleich RTL, wo es zur Hauptsendezeit gab: "Gabi Köster - ein Schnupfen hätte auch gereicht." - Es war die Verfilmung der Ereignisse der Komikerin Gabi Köster, welche vor ca. 10 Jahren, mitten im Leben, einen Schlaganfall erlitten hat und seither rollstuhlmobil und in einem Arm gelähmt ist.

Mein Vater, der eigentlich kein Interesse an Spielfilmen hat war, so glaube ich, interessiert den Film zu gucken, weil er früher gerne " Sieben Tage sieben Köpfe" geschaut hat, und ich war interessiert, weil Herz-Kreislauf-Erkrankungen ja mit mein Lieblingsthema sind und weil ich wissen wollte, was damals wirklich mit Gabi Köster passiert ist. Wir hatten also nichts besseres zu tun  als RTL zu schauen.

Und der Film war dann auch etwas besser, als man von RTL erwartet hätte, aber nicht wirklich gut. Obwohl ich die Hauptdarstellerin, die Gabi Köster spielte ziemlich gut fand. Ich hätte mir die Rolle jedenfalls nicht zugetraut. Und abgesehen davon, dass ich den Film nicht wirklich gut fand, fand ich zwei weitere Dinge schwer bedenklich:

RTL hat Schlaganfälle innerhalb des Programms so dargestellt, als könnten sie ohne jede Vorwarnung jeden treffen, wie etwa eine Naturkatastrophe. Es wurde extra eine Art "Schlaganfall-Awareness-Spot" vorher gezeigt, in welchem auch explizit gesagt wurde: "Schlaganfall kann jeden treffen".

Und dann weiß ich nicht, ob Gabi Köster wirklich als Vorbild für die deutschen Zuschauer dienen sollte. Also, man sympathisiert natürlich selbstredend und natürlich mit ihr als Hauptfigur. Und man kennt auch die echte Gabi Köster als Sympathieträgerin. Im Sinne des "Bildungsfernsehens" hätte man die Geschichte aber besser umschreiben sollen.

Im Film bekommt die 46 Jährige, fast kettenrauchende Gabi Köster einen Schlaganfall und liegt dann erstmal in der Klinik im Koma. Und nachdem es ihr besser geht und sie wieder erwacht, greift sie dann aus Frust erstmals auch wieder zu einer Zigarette. (Was z.B. einer der Fehler durch RTL war: Sie hatte Zigaretten dabei???).

Ihr Manager und ihr Sohn regen sich dann ziemlich auf und sind ihr böse, dass sie das Rauchen wieder anfängt. Aber die starrsinnige, selbstbewußte Gabi sagt dann, sie rauche nunmal gerne und sie würde das auch nicht aufgeben. Beim ersten Gang vor die Tore der Klinik trifft sie dann auch gleich eine Gruppe von ebenfalls rauchenden Patienten, die auch schon bei ihrer Einlieferung in der selben Konstellation vor der Tür standen und sie bei ihrer Entlassung 7 Monate später verabschiedet haben. (Zweiter Kardinalsfehler von RTL - Krankenhäuser wollen möglichst kurze Liegedauer und diese Patienten waren sehr mobil und kraum krank locker 7 Monate auf Station, länger als die hemikraniektomierte Gabi Köster)

Yo, und ich denke dem Zuschauer vermittelt das, dass, wenn Gabi Köster nach einem Schlaganfall weiter geraucht hat, man das selber auch kann. Und dass man nichts dafür kann, wenn man einen Schlaganfall bekommt.

Tatsächlich sind aber 9 von 10 Schlaganfällen durch Lebensstilmaßnahmen vermeidbar und aufhören zu Rauchen ist selbstverständlich unumgänglich nötig.

Ich habe einen Blogbeitrag über die 9 Möglichkeiten einen Schlaganfall abzuwenden geschrieben und ich habe ein Video darüber gemacht. Ich wünschte, das würde sich auch mal bis zu RTL rum sprechen.

Menü des Tages am 19. April 2017

4 Möhren


Haferflocken mit Banane, Flohsamenschalen, Leinsamen, Pflaumen, Zimt, Muskat, Paranuss


Vollkornbrot mit süßem Sesamstreich


Eintopf aus Kichererbsen, Hirse, Paprika, Zwiebel, Möhre, Pak Choy, Gewürze



2 kleine Orangen

Vegane Sushi Platte im Maki Maki Green Sushi


Süßes Sushi als Dessert

Veganes Eis




Ich hab mich gestern mit einer, ebenfalls in Köln lebenden, Zuschauerin meines YouTube-Kanals getroffen und bin mir ihr in den besten Sushi-Laden der Welt (!!!) eingekehrt und fand es war wieder der absolute Traum. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich jeden Tag da essen und ich überlege meinen 45. Geburtstag da zu feiern, falls ich dann bereits reichlich Geld als Arzt verdiene.;-)

Aber weil es im MakiMaki kein veganes Eis gab, sind wir weiter gezogen zum nächsten REWE, wo ich erstmals das vegane Eis Lucka gegessen habe, von dem ich noch nie gehört hatte. Leider war es grauenvoll! - Das mieseste Eis der Welt, obwohl die Firma von jedem verkauften Eis 6 Cent an die Welthungerhilfe gibt. - Es war wie gesüßte, mit Vanille angereicherte Kokosmilch, die man gefroren hatte. Das Eis enthielt nur wenig Fett (was ja eigentlich gut ist), aber war dadurch auch absolut nicht cremig. Wenn man schon veganes Eis macht, dann bitte richtig! Wie DasEis und wie SoDelicious. Bei so miesem Eis muss man ja fürchten, dass Rewe es bald aus dem Sortiment nimmt und dann gibt es gar kein veganes Eis mehr...

Alles Liebe,

Silke



Kann man Autoimmunerkrankungen heilen?

Donnerstag, 20. April 2017

Was ich an einem Tag esse #14 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero w...

Mittwoch, 19. April 2017

Mein Make-up // Zero waste und vegan?

Dienstag, 18. April 2017

Staubsaugerprobleme...// Zero Waste Woche 36

Freitag, 14. April 2017

Challenge Resumee und Essensplan für die Zukunft

Donnerstag, 13. April 2017

Tolle neue Ideen von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt! (not)


Will der Mann sein völlig ramponiertes Öko-Image verschlechtern oder wittert er Kohle?

Ernährungsminister Christian Schmidt hat vor einigen Tagen der Presse mitgeteilt, er möchte mehr Biolebensmittel in Kantinen, Altenheimen, Kindertagesstätten etc. einführen. 20% der Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen sollen in Zukunft Bio sein, so kündigt Schmidt seinen Plan an.

Nun kann man Christian Schmidt,  Landwirtschafts- und Ernährungsminister in Personalunion, natürlich komplett nicht für voll nehmen. Also, ich kann das nicht.

An Weihnachten 2015, als Deutschland damit beschäftigt war so viel ungesundes Essen wie nur irgend geht in sich rein zu stopfen, hat sich Schmidt der Bildzeitung gegenüber gegen vegane Ernährung ausgesprochen und gesagt sie schade Kindern. (Ob er vielleicht was über Ernährung in seinem Jura-Studium gelernt hat?) Ein halbes Jahr später hat er sich in seiner Funktion als Agrarminister gegen die Klimapläne der Umweltministerin Barbara Hendriks gestellt, die weniger Fleischverzehr durchsetzen wollte, weil die Agrarindustrie so gravierend zum Klimawandel beiträgt. Besonders Schmidt hat sich dagegen gewehrt, weil er Angst hatte, dass weniger Fleischverzehr, also ein Fleischverzehr, wie er von der DGE empfohlen wird (!!!), den deutschen Bauern schadet. (Und in Anbetracht dessen, dass Donald Trump der Klimawandel schnutzpiepegal ist, ist wahrscheinlich auch egal, was für eine Scheiße Christian Schmidt alles baut)

Jetzt will er 20% Bio-Essen. Wieso eigentlich?

Er hat eine Studie gelesen, welche sein Ministerium in Auftrag gegeben hat, in welcher die Verbraucher angegeben haben, sie würden mehr Bio-Lebensmittel wollen und seien auch bereit mehr Geld dafür auszugeben.(Ich glaube die Datenerhebung wurde auch in unserer Mensa durchgeführt, denn da lagen vor 2 Jahren Umfragen diesbezüglich aus).

Also, solche Verbraucheraussagen sind erstens Lippenbekenntnisse. Wenn es wirklich ans Geld geht, macht der Verbraucher gar nichts. Ich habe einen Kumpel, der sehr gerne Fleisch isst und sagt, wenn das Tier dafür ein besseres Leben hat, würde er auch mehr Geld für das Fleisch ausgeben. Er sagt aber auch, er würde mehr veganes Essen kaufen, wenn dieses billiger wäre (Industrievegan) - Und das erzählt er mir seit 2 Jahren und kauft dennoch alles weiter im Discounter. Er hat, glaube ich, noch nie einen Bioladen von Innen gesehen.

Naja, zurück zu Schmidt. Der Verbraucher soll für das teurere Essen dann auch gar nicht zahlen müssen, Schmidt will es von der Mehrwertsteuer befreien.

Na, da hat er sich hier ja mal eine Idee von Barbara Hendricks abgeschaut bzw. von den Leuten in der Regierung, die überlegen die Mehrwertsteuer umzuverteilen. 0% auf gesundes Essen und 19% auf ungesundes. Bio ist für Schmidt also scheinbar der Maßstab, woran er gesunde Ernährung fest macht. Also dann auch Biozucker, Bioweißmehl, Biofett. Abgesehen davon sind 20% natürlich eh nur ein Tropfen auf dem heißen Stein...

Der Mann  ist einfach von vorne bis hinten ein Vollidiot. Ich möchte ihm jedes Mal, wenn ich irgendwas über ihn lesen, am liebsten links und recht seine klatschen....;-) - Was die Republikaner in den USA sind, ist Christian Schmidt bei uns...

Menü des Tages am 11. April 2017

3/4 Gurke


Haferflocken mit Banane, Zimt, Muskat, Chia und Apfel


Salat aus Blattsalat, Paprika, Knoblauch, Senf, Linsen, Kartoffeln, Dill, Zitronensaft, Gewürze


1 Apfel


Gemüsepfanne aus Kichererbsen, Grünkohl, Paprika, Reis und Gewürze


2 Bananen


Ich hab mich gestern mit einem Kommilitonen in der Uni getroffen, der mich angeschrieben hatte, weil er meine YouTube-Videos schaut.:-)

Sowas ich immer total schräg und nicht das erste Mal, dass mir das passiert ist. Ich hab vor Jahren schon mal eine Nachricht über Facebook bekommen, von einer Medizinstudentin, die Rohkost gegoogelt hatte, mich fand und feststellte, dass wir zusammen studieren. Mittlerweile sind wir befreundet. Und so war das gestern auch. Ich kannte ihn vom sehen, weil er im ersten Semester Chemie-Nachhilfe für die Erstis angeboten hat. Irgendwann, Jahre später, fing er an mich zu grüßen, und ich hatte keine Ahnung wieso. Habe aber zurück gegrüßt. Und dabei beobachtet, wie er über die Jahre richtig viel abgenommen hat. Gestern hat er mir offenbart, wie er das gemacht hat. Mit High-Carb.:-)

Sehr lustige Geschichte.

Mit ist es aber auch schon passiert, dass ich in der Uniklinik saß und gelernt habe und dann jemand auf mich zu kam und gefragt hat, ob ich vielleicht die bin, die den Blog im Internet schreibt.

Also, ich finde wirklich wir ernährungsaffinen Mediziner sollten uns mehr vernetzen, denn es gibt eigentlich ne ganze Menge von uns. Und wir glauben alle, wir seien alleine. Das heißt, außer ich, ich bin möglicherweise der Punkt an dem alles zusammen läuft.;-)

Alles Liebe,

Silke



Was ich an einem Tag esse #13 // Fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero w...

Mittwoch, 12. April 2017

Unerfüllter Kinderwunsch // Was tun? + Persönliches Update

Dienstag, 11. April 2017

Meine Blutwerte nach 6 Jahren fettarmer, vollwertiger, pflanzlicher Ernä...

Montag, 10. April 2017

Nix Neues...//Zero Waste Woche 35

Sonntag, 9. April 2017

Obst und Gemüse senken das COPD-Risiko



Ich bin ja eigentlich immer noch sauer auf das Deutsche Ärzteblatt, weil die vor 2 Monaten diesen völlig unreflektierten Artikel eines amerikanischen Gefäßchirurgen abgedruckt haben, welcher die These aufstellt, dass Atherosklerose nichts mit dem Fett- und Cholesterinverzehr zu tun hat, sondern mit einem Virus. - Nicht, dass nicht jeder eine These zur alternativen Pathogenese aufstellen kann oder sollte, so schaut man bei Krankheitsentstehung wenigstens auch mal über den Tellerrand. Das Problem dabei war nur, dass der Herr keinen einzigen Beweis zur Bestätigung dieser These vorlegen konnte (weshalb es ja nur eine These ist), nicht erklären konnte warum es denn dann Medikamente gibt, die den Cholesterinspiegel derart stark senken können, dass Atherosklerose reversibel ist (wenn da doch ein Virus Schuld ist) und dass Laien, und vielleicht auch Leute, die einfach wahnsinnig gerne ungesund essen und dafür eine Rechtfertigung suchen, dann sagen können: "Aber dieser Gefäßchirurg hat gesagt, dass Cholesterin und Fett nicht die Ursache ist".

Dennoch beziehe ich mich in diesem Artikel wieder auf das Ärzteblatt, weil da jeder meiner Leser auch die Möglichkeit hat deren Zusammenfassung nochmal auf Deutsch nachzulesen und gleichzeitig auch die Originalstudie verlinkt ist. Es gibt tatsächlich den ein oder anderen Leser meines Blogs, der kein Englisch kann und mit den Original-Veröffentlichungen nicht zurecht kommt.

Lange Rede kurzer Sinn: Das Ärzteblatt bezieht sich in einem Artikel von März auf eine Studie in Thorax, welche heraus fand, dass Obst und Gemüse bei Rauchern oder Exrauchern das Risiko senkt an einer COPS zu erkranken.

Wenn ihr so seid wie ich vor dem Studium, habt ihr keine Ahnung was COPD ist.

Es steht für Chronisch Obstruktive Lungen Erkrankung (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) und kommt zu 95% vom Rauchen. Das Ärzteblatt weist auch darauf hin, dass die COPD auf dem besten Wege ist zur dritthäufigsten Todesursache zu werden. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Und genau wie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs scheint neben dem Rauchen die Ernährung eine gravierende Rolle zu spielen. Und wie immer der Verzehr von Obst und Gemüse.

Es handelt sich bei dieser Studie um eine epidemiologische Studie, in welcher 44000 schwedische Männer erfasst wurden und zu ihren Lebensgewohnheiten befragt wurden. Dabei kamen die Forscher zu dem Schluss, dass jede Portion Obst und Gemüse das Erkrankungsrisiko um 4-6% senken würde. Die wirksamsten Lebensmittel waren hierbei Paprika, Äpfel, Birnen und grünes Blattgemüse. Bananen, Beeren, Zitrusfrüchten, grüne Bohnen oder Wurzelgemüse zeigten hingegen eine geringere Effektivität.

Die Theorie ist, dass die sekundären Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse die Entzündungsprozesse, die in der Lunge durch den Zigarettenrauch entstehen, eindämmen können.

Die Empfehlung ist also für die praktizierenden Ärzte, ihren rauchenden Patienten, die es nicht schaffen mit dem Rauchen aufzuhören, zu empfehlen mehr Obst und Gemüse zu essen.

Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Empfehlung ist. Manchmal frustriert es mich echt zutiefst, wie an diese Probleme herangegangen wird. Die Empfehlungen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes sind auch so. "Wenn Sport und Ernährungsumstellung nicht reicht" heißt es da "soll zu medikamentöser Therapie übergegangen werden". Sport und Ernährungsumstellung reichen aber immer, vorausgesetzt, dass sie auch konsequent umgesetzt wird.

Die Ärzte sollten lieber effizient in ihre Patienten dringen und sie von mehr Konsequenz überzeugen. Oder sie an Psychotherapeuten die sich mit Süchten auskennen verweisen. Ein Raucher kann deshalb nicht aufhören zu rauchen, weil er süchtig ist. Der erfordert vor allem eine Therapie der Sucht. Und beim Diabetiker, der nicht von Zucker lassen kann, ist das ebenso. Beim Bypass-Patienten, der nicht von Salami lassen kann ist es genau so. - So eine Psychotherapie kostet allerdings auch mehr als einfach nur die Empfehlung zum Verzehr von Obst und Gemüse auszusprechen. Jedoch bekämpft sie die Ursache und nicht das Symptom. Und wirkt sich dann vielleicht positiv auf die Killer Nummer 1, 2 UND 3 aus.

Um gesund zu bleiben, kommt man einfach nicht um einen entsprechenden Lebensstil herum.

Menü des Tages am 9. April 2017

Möhren, roh



Haferflocken mit Chia, Zimt, Muskat, Banane und Blutorange


Reis, Linsen, Kartoffeln und Grünkohl, Gewürze


2 Blutorangen


Tomaten, Blumenkohl, Reis Kichererbsen, Gewürze


1 Apfel


Meine Famulatur ist fertig. Ich bin todtraurig, dass ich da nicht mehr hin darf, weil ich regelrecht das Gefühl habe da Freunde gefunden zu haben, die so ticken wie ich. Es ist wirklich bedauerlich aber lässt mich hoffen, dass es in der Facharztausbildung ebenfalls zu ähnlich guten Kontakten kommen kann.

Jetzt geht es wieder an den Rest des Studiums. Ich hab einen Lernplan für den Rest der Zeit erstellt, was mit das Wichtigste überhaupt ist, weil damit am besten gewährleistet ist, dass man motiviert ist zu lernen. In der Tagesklinik ist mir noch mehr klar geworden, warum das so ist: Struktur!

Menschen brauchen Struktur, Struktur macht einen Plan, ein Plan schüttet Dopamin aus und sich an den Plan gehalten zu haben, schüttet Serotonin aus und bekämpft damit Depressionen. Ich kriege bei wahllosem Lernen auch Depressionen, weil sich alles so sinnlos anfühlt. Das passiert mit einem Plan nicht und man kann, nachdem man alles geplante und dann erlegt hat, in aller Ruhe seine Freizeit genießen ohne schlechtes Gewissen.

Außerdem habe ich gerade das Buch The Emotional Eater's Repair Manual: A Practical Mind-Body-Spirit Guide for Putting an End to Overeating and Dieting ausgelesen und die Autorin spricht von dem Trick der "Gratifikationsverzögerung". Man muss lernen spezielle Wünsche auf einen bestimmten Termin in der Zukunft zu verschieben und dann darauf hin zu arbeiten.

Und das ist anthropologisch so völlig logisch, weil Dopamin ja meistens dafür ausgeschüttet wird, dass wir und auf machen und alles tun, was uns lebendig hält. Dopamin lässt uns auf die Suche nach Nahrung und einem Partner gehen. Daher kommt der Spruch: "Der Weg ist das Ziel" weil wir auf dem Weg eigentlich viel mehr Belohnungsbotenstoffe bekommen. Und die Belohnung beim erreichen der Ziel (siehe Orgasmus) nur sehr kurzweilig ist. Ich denke irgendwo da liegt eines der Hauptprobleme bei Depressionen.

Alles Liebe,

Silke


Freitag, 7. April 2017

Q&A #7 - Meine Kindheit, Beziehungen und bin ich mit meinem Leben zufrie...

Donnerstag, 6. April 2017

Was ich an einem Tag esse #12 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero w...

Mittwoch, 5. April 2017

Wo und wann synthetisiert man Vitamin D?

Dienstag, 4. April 2017

Sparen und das Gesetz der Anziehung;-)

Sparen und das Gesetz der Anziehung;-)

Montag, 3. April 2017

Fusselrollen-Rat gesucht // Zero Waste Woche 34

Freitag, 31. März 2017

Ist vegane Ernährung teurer?

Donnerstag, 30. März 2017

Was ich an einem Tag esse #11 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero w...

Mittwoch, 29. März 2017

Produktvorstellung: Regenerat Imun


Ihr hab es schon in mehreren Blogbeiträgen gesehen und in meinen YouTube Videos habe ich es auch erwähnt: Regenerat Imun, mir, von der Dr. Jacob's Medical GmbH, zur Verfügung gestellt, um es zu testen.



Das Konzept per se finde ich sehr interessant und war daher froh es persönlich auszuprobieren.

Der ein oder andere von euch hat sicher schon mal von Johanna Budwigs Quark-Leinöl Kost gehört. Johanna Budwig, Biochemikerin und Apothekerin (geb. 1908) entwickelte die Eiweiß-Öl-Kost als Therapie für Krebserkrankungen und baut damit auf die Hypothese des Arztes Dr. Otto Warburg auf, dass Krebszellen ein anaerobes Milieu benötigen und die Quark-Leinöl-Kost soll dieses aerobe Milieu wieder herstellen. Bis dato gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Belege, dass es sich beim Menschen tatsächlich so verhält wie in Warburgs Hypothese, daher auch keinen Beweis, dass die Quark-Leinöl-Ernährung irgendwas bringt.

Nichts desto trotz interessieren sich viele Leute dafür und müssen dafür natürlich tierische Produkte zu sich nehmen. Sogar Rohkostguru Helmut Wandmaker, der eigentlich unvermischte mono-Rohkost vertrat, griff nach einem Krankenhausaufenthalt, bei welchem ein Eiweißmangel diagnostiziert wurde, auf eine Ergänzung seiner Nahrung mit Quark-Leinöl zurück. (Hätte er doch gekochtes Gemüse und Hülsenfrüchte gegessen!) warf jedoch deshalb seine Rohkosttheorie absolut nicht über den Haufen. Vielmehr erwähnte er Quark-Leinöl im Vorwort seines dicken Wälzers "Willst du gesund sein, vergiss den Kochtopf". Schrieb das Buch hingegen nicht um...

Lange Rede kurzer Sinn: Die Dr. Jacobs Medical hat ein Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, welches auf den Prinzipien der Budwig Theorie aufbaut und schwefelhaltige Aminosäuren mit Omega 3-Fetten kombiniert. Zusätzlich ist noch B12 enthalten, Vitamin D, diverse andere Vitamine, das momentan so beliebte Kurkuma sowie etwas Süßholzaroma und Stevia.

Ich habe es die letzten Wochen einfach unter meine morgendlichen Haferflocken gerührt und diese nahmen damit einen leicht orangigen Geschmack an.

Natürlich verspricht die Dr. Jacobs Medical nicht, dass sich damit Krebs heilen lässt. Das wäre Irrsinn. Vielmehr geht es hier darum ein paar zusätzliche Mikronährstoffe zu liefern welche sich besonders positiv auf das Immunsystem und die Regeneration der Darmschleimhaut auswirken.
Für das Immunsystem ist Selen, Zink, Folsäure und die Vitamine A, B6, B12, C und D zugegeben.
Für die Schleimhäute Biotin, Niacin und die Vitamine A und B2
Zur Verringerung von Müdigkeit Folsäure, Niacin und die Vitamine B2, B6 und B12.

Eine Packung enthält etwa 20 Portionen. Ein Dosierlöffel ist mitgeliefert, so dass man weiß, wie viel man von welcher Substanz aufnimmt. Bei Vitaminen und Mineralstoffen ist jeweils der Tagesbedarf abgedeckt, zusätzliches B12 oder Vitamin D benötigt man daher nicht. Einzig die Omega-3-Fettsäuren sind unterdosiert. Die Verzehrempfehlung sollen laut Packungsangabe nicht überschritten werden. Gleichzeitig muss man natürlich bedenken, dass man andere Nahrungsergänzungsmittel, die man bereits einnimmt, ggf. weglassen sollte, wenn man Regenerat Imun zu sich nimmt.

Und das ist auch das einzige, was mir an dem Produkt nicht gefällt, genau so wenig wie an Multivitaminpräparaten: Man hat zu wenig Einfluss auf die Nährstoffe, die man zu sich nimmt. Ich bin eher ein Fan davon im Cronometer zu schauen, wie viel ich von welchem Nährstoff aufnehme, meine Blutwerte überprüfen zu lassen und wenn irgendwo Mangel besteht diesen einzelnen Nährstoff dann zu substituieren. Zu viele künstliche Vitamine können nämlich auch Probleme mit sich bringen.

Alles in allem finde ich das Konzept aber sehr gut. Es kann vielen Leuten als Nahrungsergänzung dienen, die zu wenig Ahnung von Ernährung haben oder es aufgrund, sagen wir, beruflicher Belastung nicht schaffen sich ausgewogen zu ernähren.

Menü des Tages am 28. März 2017

Challenge Tag 4: 

Ich hab den größten Fehler begangen, der einem während der Challenge passieren kann: Mein Mittagessen im Kühlschrank vergessen statt es mit zur Arbeit zu nehmen. Also ab zu Rewe, einen veganen Salat mit unveganem Dressing gekauft - welches ich den Kollegen in den Kühlschrank gelegt habe, dazu noch 1/2 Paprika, ein Glas Kichererbsen mit Salz und Balsamicoessig und ich bin satt geworden. Mein Arsch ging mit aber ganz schön auf Grundeis, als ich feststellte, dass mein Essen wohl noch im Kühlschrank ist...

Frühstück: Blumenkohl


Haferflocken mit Banane, Leinsamen, Zimt, Muskat, Orange und Heidelbeeren


Mittags: Oben geschilderter Salat + 1 Banane


Abends: Eintopf aus Kürbis, Kartoffeln, Zucchini, Paprika, Aubergine, Gewürze


1 Banane


Die Famulatur in der Tagesklinik ist weiterhin das Beste was ich jemals in diesem Studium gemacht habe. Ich fühle mich erstmals angekommen. Habe Spaß an der Tätigkeit, lerne viel und fühle mich dennoch nicht gnadenlos dumm, wie bei jeder anderen Famulatur. Sogar im True North hat mich Dr. Klaper mit seinen Fragen überfordert. Hier spielt die ganze somatische Medizin keine sonderlich große Rolle und weil ich es aus der Uni relativ frisch habe, bin ich bei manchen Dingen besser informiert als die Ärzte dort. Außerdem verstehe ich hier alle Sachverhalte und Zusammenhänge weil das zutiefst Menschliche das ist womit gearbeitet wird und nicht irgendwelche medizinischen Details und Techniken beherrscht werden müssen.


Und dann kommt noch hinzu, dass ich zum ersten Mal, außerhalb von Kalifornien Leute treffe, die so sind wie ich. Alle sind unglaublich nett, rücksichtsvoll, zuvorkommend, empathisch, nehmen sich meiner an. Das ist für mich völlig unfassbar. Ich bin gewohnt immer nur einen auf den Deckel zu kriegen und nie gut genug zu sein. Psychiater sind einfach die nettesten Ärzte der Welt.

Ich kann verstehen, dass das nicht für jeden was ist, vor allem nicht für Leute, die sich für den Medizinstudiengang entscheiden und nicht für Psychologie. Viele davon haben wahrscheinlich auch gar kein Talent für die Psychiatrie, weil sie sehr rational und stofflich interessiert sind. Oder auch, weil sie zu jung sind, das zutiefst Menschliche zu verstehen.

Im Haus gibt es eine weitere Famulatin, Anfang 20 und die Tochter meine Stationsärztin, die wohl gesagt haben soll, dass Psychiatrie gar nichts für sie sei. Die Patienten würden da immer nur rumjammern...sollen sie doch einfach was ändern! - Und genau das ist der Punkt. Die Psyche macht es einem unmöglich was zu ändern, zumindest so, wie es bei gesunden Menschen möglich ist. Jemand krankes muss einen Umweg gehen, um was zu ändern und zu diesem Umweg muss er erst vertrauensvoll von einem Therapeuten angeleitet werden. Sonst findet er den Umweg nicht, weil sein Kompass durch vorherige Erfahrungen fehlprogrammiert ist. So viel dazu...

Alles Liebe,

Silke