Freitag, 21. April 2017

Der Fall Gabi Köster - As seen on TV...



Ich hab Karfreitag bis Ostersonntag bei meinem Vater verbracht und da etwas gemacht, was ich zuhause in Köln NIE mache: Ich hab fern gesehen.

Und zwar Ostersamstag abends und dann auch gleich RTL, wo es zur Hauptsendezeit gab: "Gabi Köster - ein Schnupfen hätte auch gereicht." - Es war die Verfilmung der Ereignisse der Komikerin Gabi Köster, welche vor ca. 10 Jahren, mitten im Leben, einen Schlaganfall erlitten hat und seither rollstuhlmobil und in einem Arm gelähmt ist.

Mein Vater, der eigentlich kein Interesse an Spielfilmen hat war, so glaube ich, interessiert den Film zu gucken, weil er früher gerne " Sieben Tage sieben Köpfe" geschaut hat, und ich war interessiert, weil Herz-Kreislauf-Erkrankungen ja mit mein Lieblingsthema sind und weil ich wissen wollte, was damals wirklich mit Gabi Köster passiert ist. Wir hatten also nichts besseres zu tun  als RTL zu schauen.

Und der Film war dann auch etwas besser, als man von RTL erwartet hätte, aber nicht wirklich gut. Obwohl ich die Hauptdarstellerin, die Gabi Köster spielte ziemlich gut fand. Ich hätte mir die Rolle jedenfalls nicht zugetraut. Und abgesehen davon, dass ich den Film nicht wirklich gut fand, fand ich zwei weitere Dinge schwer bedenklich:

RTL hat Schlaganfälle innerhalb des Programms so dargestellt, als könnten sie ohne jede Vorwarnung jeden treffen, wie etwa eine Naturkatastrophe. Es wurde extra eine Art "Schlaganfall-Awareness-Spot" vorher gezeigt, in welchem auch explizit gesagt wurde: "Schlaganfall kann jeden treffen".

Und dann weiß ich nicht, ob Gabi Köster wirklich als Vorbild für die deutschen Zuschauer dienen sollte. Also, man sympathisiert natürlich selbstredend und natürlich mit ihr als Hauptfigur. Und man kennt auch die echte Gabi Köster als Sympathieträgerin. Im Sinne des "Bildungsfernsehens" hätte man die Geschichte aber besser umschreiben sollen.

Im Film bekommt die 46 Jährige, fast kettenrauchende Gabi Köster einen Schlaganfall und liegt dann erstmal in der Klinik im Koma. Und nachdem es ihr besser geht und sie wieder erwacht, greift sie dann aus Frust erstmals auch wieder zu einer Zigarette. (Was z.B. einer der Fehler durch RTL war: Sie hatte Zigaretten dabei???).

Ihr Manager und ihr Sohn regen sich dann ziemlich auf und sind ihr böse, dass sie das Rauchen wieder anfängt. Aber die starrsinnige, selbstbewußte Gabi sagt dann, sie rauche nunmal gerne und sie würde das auch nicht aufgeben. Beim ersten Gang vor die Tore der Klinik trifft sie dann auch gleich eine Gruppe von ebenfalls rauchenden Patienten, die auch schon bei ihrer Einlieferung in der selben Konstellation vor der Tür standen und sie bei ihrer Entlassung 7 Monate später verabschiedet haben. (Zweiter Kardinalsfehler von RTL - Krankenhäuser wollen möglichst kurze Liegedauer und diese Patienten waren sehr mobil und kraum krank locker 7 Monate auf Station, länger als die hemikraniektomierte Gabi Köster)

Yo, und ich denke dem Zuschauer vermittelt das, dass, wenn Gabi Köster nach einem Schlaganfall weiter geraucht hat, man das selber auch kann. Und dass man nichts dafür kann, wenn man einen Schlaganfall bekommt.

Tatsächlich sind aber 9 von 10 Schlaganfällen durch Lebensstilmaßnahmen vermeidbar und aufhören zu Rauchen ist selbstverständlich unumgänglich nötig.

Ich habe einen Blogbeitrag über die 9 Möglichkeiten einen Schlaganfall abzuwenden geschrieben und ich habe ein Video darüber gemacht. Ich wünschte, das würde sich auch mal bis zu RTL rum sprechen.

Menü des Tages am 19. April 2017

4 Möhren


Haferflocken mit Banane, Flohsamenschalen, Leinsamen, Pflaumen, Zimt, Muskat, Paranuss


Vollkornbrot mit süßem Sesamstreich


Eintopf aus Kichererbsen, Hirse, Paprika, Zwiebel, Möhre, Pak Choy, Gewürze



2 kleine Orangen

Vegane Sushi Platte im Maki Maki Green Sushi


Süßes Sushi als Dessert

Veganes Eis




Ich hab mich gestern mit einer, ebenfalls in Köln lebenden, Zuschauerin meines YouTube-Kanals getroffen und bin mir ihr in den besten Sushi-Laden der Welt (!!!) eingekehrt und fand es war wieder der absolute Traum. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich jeden Tag da essen und ich überlege meinen 45. Geburtstag da zu feiern, falls ich dann bereits reichlich Geld als Arzt verdiene.;-)

Aber weil es im MakiMaki kein veganes Eis gab, sind wir weiter gezogen zum nächsten REWE, wo ich erstmals das vegane Eis Lucka gegessen habe, von dem ich noch nie gehört hatte. Leider war es grauenvoll! - Das mieseste Eis der Welt, obwohl die Firma von jedem verkauften Eis 6 Cent an die Welthungerhilfe gibt. - Es war wie gesüßte, mit Vanille angereicherte Kokosmilch, die man gefroren hatte. Das Eis enthielt nur wenig Fett (was ja eigentlich gut ist), aber war dadurch auch absolut nicht cremig. Wenn man schon veganes Eis macht, dann bitte richtig! Wie DasEis und wie SoDelicious. Bei so miesem Eis muss man ja fürchten, dass Rewe es bald aus dem Sortiment nimmt und dann gibt es gar kein veganes Eis mehr...

Alles Liebe,

Silke



Kann man Autoimmunerkrankungen heilen?

Donnerstag, 20. April 2017

Was ich an einem Tag esse #14 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero w...

Mittwoch, 19. April 2017

Mein Make-up // Zero waste und vegan?

Dienstag, 18. April 2017

Staubsaugerprobleme...// Zero Waste Woche 36

Freitag, 14. April 2017

Challenge Resumee und Essensplan für die Zukunft

Donnerstag, 13. April 2017

Tolle neue Ideen von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt! (not)


Will der Mann sein völlig ramponiertes Öko-Image verschlechtern oder wittert er Kohle?

Ernährungsminister Christian Schmidt hat vor einigen Tagen der Presse mitgeteilt, er möchte mehr Biolebensmittel in Kantinen, Altenheimen, Kindertagesstätten etc. einführen. 20% der Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen sollen in Zukunft Bio sein, so kündigt Schmidt seinen Plan an.

Nun kann man Christian Schmidt,  Landwirtschafts- und Ernährungsminister in Personalunion, natürlich komplett nicht für voll nehmen. Also, ich kann das nicht.

An Weihnachten 2015, als Deutschland damit beschäftigt war so viel ungesundes Essen wie nur irgend geht in sich rein zu stopfen, hat sich Schmidt der Bildzeitung gegenüber gegen vegane Ernährung ausgesprochen und gesagt sie schade Kindern. (Ob er vielleicht was über Ernährung in seinem Jura-Studium gelernt hat?) Ein halbes Jahr später hat er sich in seiner Funktion als Agrarminister gegen die Klimapläne der Umweltministerin Barbara Hendriks gestellt, die weniger Fleischverzehr durchsetzen wollte, weil die Agrarindustrie so gravierend zum Klimawandel beiträgt. Besonders Schmidt hat sich dagegen gewehrt, weil er Angst hatte, dass weniger Fleischverzehr, also ein Fleischverzehr, wie er von der DGE empfohlen wird (!!!), den deutschen Bauern schadet. (Und in Anbetracht dessen, dass Donald Trump der Klimawandel schnutzpiepegal ist, ist wahrscheinlich auch egal, was für eine Scheiße Christian Schmidt alles baut)

Jetzt will er 20% Bio-Essen. Wieso eigentlich?

Er hat eine Studie gelesen, welche sein Ministerium in Auftrag gegeben hat, in welcher die Verbraucher angegeben haben, sie würden mehr Bio-Lebensmittel wollen und seien auch bereit mehr Geld dafür auszugeben.(Ich glaube die Datenerhebung wurde auch in unserer Mensa durchgeführt, denn da lagen vor 2 Jahren Umfragen diesbezüglich aus).

Also, solche Verbraucheraussagen sind erstens Lippenbekenntnisse. Wenn es wirklich ans Geld geht, macht der Verbraucher gar nichts. Ich habe einen Kumpel, der sehr gerne Fleisch isst und sagt, wenn das Tier dafür ein besseres Leben hat, würde er auch mehr Geld für das Fleisch ausgeben. Er sagt aber auch, er würde mehr veganes Essen kaufen, wenn dieses billiger wäre (Industrievegan) - Und das erzählt er mir seit 2 Jahren und kauft dennoch alles weiter im Discounter. Er hat, glaube ich, noch nie einen Bioladen von Innen gesehen.

Naja, zurück zu Schmidt. Der Verbraucher soll für das teurere Essen dann auch gar nicht zahlen müssen, Schmidt will es von der Mehrwertsteuer befreien.

Na, da hat er sich hier ja mal eine Idee von Barbara Hendricks abgeschaut bzw. von den Leuten in der Regierung, die überlegen die Mehrwertsteuer umzuverteilen. 0% auf gesundes Essen und 19% auf ungesundes. Bio ist für Schmidt also scheinbar der Maßstab, woran er gesunde Ernährung fest macht. Also dann auch Biozucker, Bioweißmehl, Biofett. Abgesehen davon sind 20% natürlich eh nur ein Tropfen auf dem heißen Stein...

Der Mann  ist einfach von vorne bis hinten ein Vollidiot. Ich möchte ihm jedes Mal, wenn ich irgendwas über ihn lesen, am liebsten links und recht seine klatschen....;-) - Was die Republikaner in den USA sind, ist Christian Schmidt bei uns...

Menü des Tages am 11. April 2017

3/4 Gurke


Haferflocken mit Banane, Zimt, Muskat, Chia und Apfel


Salat aus Blattsalat, Paprika, Knoblauch, Senf, Linsen, Kartoffeln, Dill, Zitronensaft, Gewürze


1 Apfel


Gemüsepfanne aus Kichererbsen, Grünkohl, Paprika, Reis und Gewürze


2 Bananen


Ich hab mich gestern mit einem Kommilitonen in der Uni getroffen, der mich angeschrieben hatte, weil er meine YouTube-Videos schaut.:-)

Sowas ich immer total schräg und nicht das erste Mal, dass mir das passiert ist. Ich hab vor Jahren schon mal eine Nachricht über Facebook bekommen, von einer Medizinstudentin, die Rohkost gegoogelt hatte, mich fand und feststellte, dass wir zusammen studieren. Mittlerweile sind wir befreundet. Und so war das gestern auch. Ich kannte ihn vom sehen, weil er im ersten Semester Chemie-Nachhilfe für die Erstis angeboten hat. Irgendwann, Jahre später, fing er an mich zu grüßen, und ich hatte keine Ahnung wieso. Habe aber zurück gegrüßt. Und dabei beobachtet, wie er über die Jahre richtig viel abgenommen hat. Gestern hat er mir offenbart, wie er das gemacht hat. Mit High-Carb.:-)

Sehr lustige Geschichte.

Mit ist es aber auch schon passiert, dass ich in der Uniklinik saß und gelernt habe und dann jemand auf mich zu kam und gefragt hat, ob ich vielleicht die bin, die den Blog im Internet schreibt.

Also, ich finde wirklich wir ernährungsaffinen Mediziner sollten uns mehr vernetzen, denn es gibt eigentlich ne ganze Menge von uns. Und wir glauben alle, wir seien alleine. Das heißt, außer ich, ich bin möglicherweise der Punkt an dem alles zusammen läuft.;-)

Alles Liebe,

Silke



Was ich an einem Tag esse #13 // Fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero w...

Mittwoch, 12. April 2017

Unerfüllter Kinderwunsch // Was tun? + Persönliches Update

Dienstag, 11. April 2017

Meine Blutwerte nach 6 Jahren fettarmer, vollwertiger, pflanzlicher Ernä...

Montag, 10. April 2017

Nix Neues...//Zero Waste Woche 35

Sonntag, 9. April 2017

Obst und Gemüse senken das COPD-Risiko



Ich bin ja eigentlich immer noch sauer auf das Deutsche Ärzteblatt, weil die vor 2 Monaten diesen völlig unreflektierten Artikel eines amerikanischen Gefäßchirurgen abgedruckt haben, welcher die These aufstellt, dass Atherosklerose nichts mit dem Fett- und Cholesterinverzehr zu tun hat, sondern mit einem Virus. - Nicht, dass nicht jeder eine These zur alternativen Pathogenese aufstellen kann oder sollte, so schaut man bei Krankheitsentstehung wenigstens auch mal über den Tellerrand. Das Problem dabei war nur, dass der Herr keinen einzigen Beweis zur Bestätigung dieser These vorlegen konnte (weshalb es ja nur eine These ist), nicht erklären konnte warum es denn dann Medikamente gibt, die den Cholesterinspiegel derart stark senken können, dass Atherosklerose reversibel ist (wenn da doch ein Virus Schuld ist) und dass Laien, und vielleicht auch Leute, die einfach wahnsinnig gerne ungesund essen und dafür eine Rechtfertigung suchen, dann sagen können: "Aber dieser Gefäßchirurg hat gesagt, dass Cholesterin und Fett nicht die Ursache ist".

Dennoch beziehe ich mich in diesem Artikel wieder auf das Ärzteblatt, weil da jeder meiner Leser auch die Möglichkeit hat deren Zusammenfassung nochmal auf Deutsch nachzulesen und gleichzeitig auch die Originalstudie verlinkt ist. Es gibt tatsächlich den ein oder anderen Leser meines Blogs, der kein Englisch kann und mit den Original-Veröffentlichungen nicht zurecht kommt.

Lange Rede kurzer Sinn: Das Ärzteblatt bezieht sich in einem Artikel von März auf eine Studie in Thorax, welche heraus fand, dass Obst und Gemüse bei Rauchern oder Exrauchern das Risiko senkt an einer COPS zu erkranken.

Wenn ihr so seid wie ich vor dem Studium, habt ihr keine Ahnung was COPD ist.

Es steht für Chronisch Obstruktive Lungen Erkrankung (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) und kommt zu 95% vom Rauchen. Das Ärzteblatt weist auch darauf hin, dass die COPD auf dem besten Wege ist zur dritthäufigsten Todesursache zu werden. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Und genau wie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs scheint neben dem Rauchen die Ernährung eine gravierende Rolle zu spielen. Und wie immer der Verzehr von Obst und Gemüse.

Es handelt sich bei dieser Studie um eine epidemiologische Studie, in welcher 44000 schwedische Männer erfasst wurden und zu ihren Lebensgewohnheiten befragt wurden. Dabei kamen die Forscher zu dem Schluss, dass jede Portion Obst und Gemüse das Erkrankungsrisiko um 4-6% senken würde. Die wirksamsten Lebensmittel waren hierbei Paprika, Äpfel, Birnen und grünes Blattgemüse. Bananen, Beeren, Zitrusfrüchten, grüne Bohnen oder Wurzelgemüse zeigten hingegen eine geringere Effektivität.

Die Theorie ist, dass die sekundären Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse die Entzündungsprozesse, die in der Lunge durch den Zigarettenrauch entstehen, eindämmen können.

Die Empfehlung ist also für die praktizierenden Ärzte, ihren rauchenden Patienten, die es nicht schaffen mit dem Rauchen aufzuhören, zu empfehlen mehr Obst und Gemüse zu essen.

Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Empfehlung ist. Manchmal frustriert es mich echt zutiefst, wie an diese Probleme herangegangen wird. Die Empfehlungen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes sind auch so. "Wenn Sport und Ernährungsumstellung nicht reicht" heißt es da "soll zu medikamentöser Therapie übergegangen werden". Sport und Ernährungsumstellung reichen aber immer, vorausgesetzt, dass sie auch konsequent umgesetzt wird.

Die Ärzte sollten lieber effizient in ihre Patienten dringen und sie von mehr Konsequenz überzeugen. Oder sie an Psychotherapeuten die sich mit Süchten auskennen verweisen. Ein Raucher kann deshalb nicht aufhören zu rauchen, weil er süchtig ist. Der erfordert vor allem eine Therapie der Sucht. Und beim Diabetiker, der nicht von Zucker lassen kann, ist das ebenso. Beim Bypass-Patienten, der nicht von Salami lassen kann ist es genau so. - So eine Psychotherapie kostet allerdings auch mehr als einfach nur die Empfehlung zum Verzehr von Obst und Gemüse auszusprechen. Jedoch bekämpft sie die Ursache und nicht das Symptom. Und wirkt sich dann vielleicht positiv auf die Killer Nummer 1, 2 UND 3 aus.

Um gesund zu bleiben, kommt man einfach nicht um einen entsprechenden Lebensstil herum.

Menü des Tages am 9. April 2017

Möhren, roh



Haferflocken mit Chia, Zimt, Muskat, Banane und Blutorange


Reis, Linsen, Kartoffeln und Grünkohl, Gewürze


2 Blutorangen


Tomaten, Blumenkohl, Reis Kichererbsen, Gewürze


1 Apfel


Meine Famulatur ist fertig. Ich bin todtraurig, dass ich da nicht mehr hin darf, weil ich regelrecht das Gefühl habe da Freunde gefunden zu haben, die so ticken wie ich. Es ist wirklich bedauerlich aber lässt mich hoffen, dass es in der Facharztausbildung ebenfalls zu ähnlich guten Kontakten kommen kann.

Jetzt geht es wieder an den Rest des Studiums. Ich hab einen Lernplan für den Rest der Zeit erstellt, was mit das Wichtigste überhaupt ist, weil damit am besten gewährleistet ist, dass man motiviert ist zu lernen. In der Tagesklinik ist mir noch mehr klar geworden, warum das so ist: Struktur!

Menschen brauchen Struktur, Struktur macht einen Plan, ein Plan schüttet Dopamin aus und sich an den Plan gehalten zu haben, schüttet Serotonin aus und bekämpft damit Depressionen. Ich kriege bei wahllosem Lernen auch Depressionen, weil sich alles so sinnlos anfühlt. Das passiert mit einem Plan nicht und man kann, nachdem man alles geplante und dann erlegt hat, in aller Ruhe seine Freizeit genießen ohne schlechtes Gewissen.

Außerdem habe ich gerade das Buch The Emotional Eater's Repair Manual: A Practical Mind-Body-Spirit Guide for Putting an End to Overeating and Dieting ausgelesen und die Autorin spricht von dem Trick der "Gratifikationsverzögerung". Man muss lernen spezielle Wünsche auf einen bestimmten Termin in der Zukunft zu verschieben und dann darauf hin zu arbeiten.

Und das ist anthropologisch so völlig logisch, weil Dopamin ja meistens dafür ausgeschüttet wird, dass wir und auf machen und alles tun, was uns lebendig hält. Dopamin lässt uns auf die Suche nach Nahrung und einem Partner gehen. Daher kommt der Spruch: "Der Weg ist das Ziel" weil wir auf dem Weg eigentlich viel mehr Belohnungsbotenstoffe bekommen. Und die Belohnung beim erreichen der Ziel (siehe Orgasmus) nur sehr kurzweilig ist. Ich denke irgendwo da liegt eines der Hauptprobleme bei Depressionen.

Alles Liebe,

Silke


Freitag, 7. April 2017

Q&A #7 - Meine Kindheit, Beziehungen und bin ich mit meinem Leben zufrie...

Donnerstag, 6. April 2017

Was ich an einem Tag esse #12 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero w...

Mittwoch, 5. April 2017

Wo und wann synthetisiert man Vitamin D?

Dienstag, 4. April 2017

Sparen und das Gesetz der Anziehung;-)

Sparen und das Gesetz der Anziehung;-)

Montag, 3. April 2017

Fusselrollen-Rat gesucht // Zero Waste Woche 34

Freitag, 31. März 2017

Ist vegane Ernährung teurer?

Donnerstag, 30. März 2017

Was ich an einem Tag esse #11 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero w...

Mittwoch, 29. März 2017

Produktvorstellung: Regenerat Imun


Ihr hab es schon in mehreren Blogbeiträgen gesehen und in meinen YouTube Videos habe ich es auch erwähnt: Regenerat Imun, mir, von der Dr. Jacob's Medical GmbH, zur Verfügung gestellt, um es zu testen.



Das Konzept per se finde ich sehr interessant und war daher froh es persönlich auszuprobieren.

Der ein oder andere von euch hat sicher schon mal von Johanna Budwigs Quark-Leinöl Kost gehört. Johanna Budwig, Biochemikerin und Apothekerin (geb. 1908) entwickelte die Eiweiß-Öl-Kost als Therapie für Krebserkrankungen und baut damit auf die Hypothese des Arztes Dr. Otto Warburg auf, dass Krebszellen ein anaerobes Milieu benötigen und die Quark-Leinöl-Kost soll dieses aerobe Milieu wieder herstellen. Bis dato gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Belege, dass es sich beim Menschen tatsächlich so verhält wie in Warburgs Hypothese, daher auch keinen Beweis, dass die Quark-Leinöl-Ernährung irgendwas bringt.

Nichts desto trotz interessieren sich viele Leute dafür und müssen dafür natürlich tierische Produkte zu sich nehmen. Sogar Rohkostguru Helmut Wandmaker, der eigentlich unvermischte mono-Rohkost vertrat, griff nach einem Krankenhausaufenthalt, bei welchem ein Eiweißmangel diagnostiziert wurde, auf eine Ergänzung seiner Nahrung mit Quark-Leinöl zurück. (Hätte er doch gekochtes Gemüse und Hülsenfrüchte gegessen!) warf jedoch deshalb seine Rohkosttheorie absolut nicht über den Haufen. Vielmehr erwähnte er Quark-Leinöl im Vorwort seines dicken Wälzers "Willst du gesund sein, vergiss den Kochtopf". Schrieb das Buch hingegen nicht um...

Lange Rede kurzer Sinn: Die Dr. Jacobs Medical hat ein Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, welches auf den Prinzipien der Budwig Theorie aufbaut und schwefelhaltige Aminosäuren mit Omega 3-Fetten kombiniert. Zusätzlich ist noch B12 enthalten, Vitamin D, diverse andere Vitamine, das momentan so beliebte Kurkuma sowie etwas Süßholzaroma und Stevia.

Ich habe es die letzten Wochen einfach unter meine morgendlichen Haferflocken gerührt und diese nahmen damit einen leicht orangigen Geschmack an.

Natürlich verspricht die Dr. Jacobs Medical nicht, dass sich damit Krebs heilen lässt. Das wäre Irrsinn. Vielmehr geht es hier darum ein paar zusätzliche Mikronährstoffe zu liefern welche sich besonders positiv auf das Immunsystem und die Regeneration der Darmschleimhaut auswirken.
Für das Immunsystem ist Selen, Zink, Folsäure und die Vitamine A, B6, B12, C und D zugegeben.
Für die Schleimhäute Biotin, Niacin und die Vitamine A und B2
Zur Verringerung von Müdigkeit Folsäure, Niacin und die Vitamine B2, B6 und B12.

Eine Packung enthält etwa 20 Portionen. Ein Dosierlöffel ist mitgeliefert, so dass man weiß, wie viel man von welcher Substanz aufnimmt. Bei Vitaminen und Mineralstoffen ist jeweils der Tagesbedarf abgedeckt, zusätzliches B12 oder Vitamin D benötigt man daher nicht. Einzig die Omega-3-Fettsäuren sind unterdosiert. Die Verzehrempfehlung sollen laut Packungsangabe nicht überschritten werden. Gleichzeitig muss man natürlich bedenken, dass man andere Nahrungsergänzungsmittel, die man bereits einnimmt, ggf. weglassen sollte, wenn man Regenerat Imun zu sich nimmt.

Und das ist auch das einzige, was mir an dem Produkt nicht gefällt, genau so wenig wie an Multivitaminpräparaten: Man hat zu wenig Einfluss auf die Nährstoffe, die man zu sich nimmt. Ich bin eher ein Fan davon im Cronometer zu schauen, wie viel ich von welchem Nährstoff aufnehme, meine Blutwerte überprüfen zu lassen und wenn irgendwo Mangel besteht diesen einzelnen Nährstoff dann zu substituieren. Zu viele künstliche Vitamine können nämlich auch Probleme mit sich bringen.

Alles in allem finde ich das Konzept aber sehr gut. Es kann vielen Leuten als Nahrungsergänzung dienen, die zu wenig Ahnung von Ernährung haben oder es aufgrund, sagen wir, beruflicher Belastung nicht schaffen sich ausgewogen zu ernähren.

Menü des Tages am 28. März 2017

Challenge Tag 4: 

Ich hab den größten Fehler begangen, der einem während der Challenge passieren kann: Mein Mittagessen im Kühlschrank vergessen statt es mit zur Arbeit zu nehmen. Also ab zu Rewe, einen veganen Salat mit unveganem Dressing gekauft - welches ich den Kollegen in den Kühlschrank gelegt habe, dazu noch 1/2 Paprika, ein Glas Kichererbsen mit Salz und Balsamicoessig und ich bin satt geworden. Mein Arsch ging mit aber ganz schön auf Grundeis, als ich feststellte, dass mein Essen wohl noch im Kühlschrank ist...

Frühstück: Blumenkohl


Haferflocken mit Banane, Leinsamen, Zimt, Muskat, Orange und Heidelbeeren


Mittags: Oben geschilderter Salat + 1 Banane


Abends: Eintopf aus Kürbis, Kartoffeln, Zucchini, Paprika, Aubergine, Gewürze


1 Banane


Die Famulatur in der Tagesklinik ist weiterhin das Beste was ich jemals in diesem Studium gemacht habe. Ich fühle mich erstmals angekommen. Habe Spaß an der Tätigkeit, lerne viel und fühle mich dennoch nicht gnadenlos dumm, wie bei jeder anderen Famulatur. Sogar im True North hat mich Dr. Klaper mit seinen Fragen überfordert. Hier spielt die ganze somatische Medizin keine sonderlich große Rolle und weil ich es aus der Uni relativ frisch habe, bin ich bei manchen Dingen besser informiert als die Ärzte dort. Außerdem verstehe ich hier alle Sachverhalte und Zusammenhänge weil das zutiefst Menschliche das ist womit gearbeitet wird und nicht irgendwelche medizinischen Details und Techniken beherrscht werden müssen.


Und dann kommt noch hinzu, dass ich zum ersten Mal, außerhalb von Kalifornien Leute treffe, die so sind wie ich. Alle sind unglaublich nett, rücksichtsvoll, zuvorkommend, empathisch, nehmen sich meiner an. Das ist für mich völlig unfassbar. Ich bin gewohnt immer nur einen auf den Deckel zu kriegen und nie gut genug zu sein. Psychiater sind einfach die nettesten Ärzte der Welt.

Ich kann verstehen, dass das nicht für jeden was ist, vor allem nicht für Leute, die sich für den Medizinstudiengang entscheiden und nicht für Psychologie. Viele davon haben wahrscheinlich auch gar kein Talent für die Psychiatrie, weil sie sehr rational und stofflich interessiert sind. Oder auch, weil sie zu jung sind, das zutiefst Menschliche zu verstehen.

Im Haus gibt es eine weitere Famulatin, Anfang 20 und die Tochter meine Stationsärztin, die wohl gesagt haben soll, dass Psychiatrie gar nichts für sie sei. Die Patienten würden da immer nur rumjammern...sollen sie doch einfach was ändern! - Und genau das ist der Punkt. Die Psyche macht es einem unmöglich was zu ändern, zumindest so, wie es bei gesunden Menschen möglich ist. Jemand krankes muss einen Umweg gehen, um was zu ändern und zu diesem Umweg muss er erst vertrauensvoll von einem Therapeuten angeleitet werden. Sonst findet er den Umweg nicht, weil sein Kompass durch vorherige Erfahrungen fehlprogrammiert ist. So viel dazu...

Alles Liebe,

Silke



Die Geschichte meiner Doktorarbeit

Dienstag, 28. März 2017

Cashew-Dressing Rezept // Mein liebstes Dressing

Montag, 27. März 2017

Mein Restmüll 2017...//Zero Waste Woche 33

Samstag, 25. März 2017

Wer sollte KEIN Soja essen?


Der dritte und letzte Teil der Soja-Trilogie beschäftigt sich damit welche Bevölkerungsgruppe denn überhaupt kein Soja essen sollte.



Dieses ist Dr. Gregers längstes Video, weil er darin nochmal all die wissenschaftlichen Sachverhalte zusammenfasst, die er in den vorherigen Videos schon zusammengetragen hat. Angefangen mit der Feststellung, dass Östrogenpräparate, die in der Menopause gegeben wurden, diverse Krankheitsrisiken erhöhen, Östrogen eine Wachstumsfaktor für Krebszellen ist und damit auch das Brustkrebsrisiko negativ beeinflussen können.

Er erklärt daraufhin erneut, dass man irgendwann zwei verschiedene Östrogenrezeptoren entdeckt hat, Alpha und Beta, und dass sich beide in unterschiedlichen Geweben des Körpers befinden. Die Gebärmutter und die Knochen enthalten vorwiegend Beta-Rezeptoren, wohingegen die Leber z.B. Alpharezeptoren enthalte. Soja-Phytoöstrogene würden bevorzugt den Beta-Rezeptor ansteuern und damit der Osteoporose in der Menopause entgegen wirken aber auch dem Endometriumkarzinom.

Wenn also Phytoöstrogene aus Soja sich weder negativ bei Frauen auswirken, die bereits eine Brustkrebserkrankung hinter sich haben, sich auch nicht negativ bei Frauen auswirken, die ein erhöhtes Risiko haben an Brustkrebs zu erkranken und in der Menopause erfolgreich zur Bekämpfung der typischen Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt werden können, für wen könne der Sojakonsum dann ggf. negative Effekte haben.

Die Antwort ist so banal wie logisch: Alle Leute, die allergisch auf Soja reagieren, sollten besser auf dieses verzichten. Allerdings rangiere Soja auf einem der hintersten Plätze bezüglich Allergene.

1. Milch
2. Fisch
3. Eier
4. Krustentiere
5. Baumnüsse
6. Weizen/Gluten
7. Erdnüsse
8. Soja

Von 4477 Probanden waren in dieser Studie 0,05% auf Soja allergisch.

Menü des Tages am 24. März 2017

Brokkoli


Haferflocken mit Banane, Leinsamen, Kokosmehl. Zimt, Muskat und Erdbeeren



Zuckerschote, Knoblauch, Nudeln und schwarze Bohnen


1 Banane

Rest vom Mittagessen
3 Bier
1 Tafel weiße vegane Schokolade

Heute geht die Challenge los und ich habe gestern nochmal ordentlich zugelangt. Weil Wochenende war, aber auch, weil ich eine schlechte Nachrricht bekommen habe.

Ich bin mir nicht sicher, ob das Bedürfnis nach Selbstmedikation je wieder aufhört und auch nicht, ob es überhaupt schlimm ist sich gelegentlich selbst seine Gefühle besser zu machen, weil man dann schlechte Nachrichten leichter verdauuen kann, bez. sich langsam an sie gewöhnen. Ich denke jeder der irgendwie die Möglichkeit hat Selbstmedikation zu betreiben macht das. Substanzen die Belohnungsbotenstoffe ausschütten, gibt es ja genug. Fatal wird es nur, wenn man nicht mehr ohne kann und wenn man sich körperlich damit schadet.

Alles Liebe,

Silke


Freitag, 24. März 2017

Anämie! - Gestörte Blutbildung bei Veganern - Was man über Eisen, Folsäu...

Donnerstag, 23. März 2017

Was ich an einem Tag esse Tag #10 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, ze...

Mittwoch, 22. März 2017

Q&A #6 // Darf man Nüsse essen, wenn man nicht abnehmen will, was ist mi...

Dienstag, 21. März 2017

Was soll ich bloß kochen? - Die EatSmarter-App hilft beim Kochen und Sparen

Montag, 20. März 2017

Sollten Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko Soja essen?


Im zweiten Teil der Soja-Trilogie geht es darum, ob Frauen mit erhöhtem Risiko an Brustkrebs zu erkranken auf Soja verzichten sollten.



Es kann sich bestimmt noch jeder an den Fall Angelina Jolie erinnern. Die Schauspielerin hatte sich vor ein paar Jahren beide Brüste entfernen lassen, weil sie genetisch ein erhöhtes Risiko hat an Brustkrebs zu erkranken. Die sogenannten BRCA Gene 1 und 2 sind bei ihr, und waren auch bei ihrer Mutter, mutiert. Ihr Mutter verstarb an Brustkrebs und Angelina wollte sich dieses Schicksal mit dieser Radikal-OP ersparen. Insgesamt sind allerdings nur 10% aller Brustkrebsfälle auf derartige genetische Veränderungen zurück zu führen und ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, kriegen 50% der Frauen mit dieser Mutation dann auch wirklich Brustkrebs.

Eingangs bezieht sich Dr. Greger hier auf insgesamt 5 Studien deren Ergebnis war, dass Frauen, welche die Brustkrebserkrankung überstanden hatten und danach vermehrt Soja aßen, eine bessere Überlebenschance hatten.

Wie ist es also bei Frauen, deren Erkrankungsrisiko genetisch höher ist?

Bis vor kurzem sei die Ernährungsempfehlung für Frauen mit BRCA-Mutationen vor allem gewesen Nahrungmittel zu essen, die reich an Antioxidanzen sind um genetische Veränderungen zu minimieren, so dass möglichst wenig Zellen entarten. Also vorwiegend Obst und Gemüse.

2012 hingegen erschien dann eine Studie in vitro, also nicht am Menschen oder im Tierversuch, sondern "in einer Petrischale" getestet, in welcher festgestellt wurde, dass Isoflavone aus Soja in der Lage waren, die defekten BRCA-Gene wieder zu reparieren, was erstaunlich wäre und schwer empfehlenswert, wenn sich das in vivo, also beim Menschen, ebenfalls so zeigen würde.

Eine Studie, dass dem tatsächlich so ist, folgte auf dem Fuße, nämlich 2013. Der Konsum von Sojaprodukten führte zu einer geringeren Erkrankungswahrscheinlichkeit bei BRCA-Mutations-Trägerinnen. (In einem Nebensatz heißt es in der Quelle, dass der höchste Fleischverzehr auch mit einem höheren Erkrankungsrisiko bei Mutationsträgerinnen sowie auch Nicht-Mutationsträgerinnen war.)

Das heißt also, je höher das Risiko ist an Brustkrebs zu erkranken, sei es aus genetischen Gründe oder weil man schon eine Brustkrebserkrankung hinter sich hat, umso wichtiger ist es auf gesunde Ernährung zu achten, Fleisch zu meiden und Soja zu essen.

Menü des Tages am 18. März 2017

Blumenkohl
Haferflocken mit Banane, Regenerat Imun, Zimt, Muskat, Erdbeeren


Dinkel-Roggen-Brot und 1 Banane


Gemüsepfanne aus Vollkornpenne, schwarzen Bohnen, Zucchini, Blumenkohl und Weißkohl (leider vergessen zu fotografieren)
1/2 kleine Papaya

1 Banane
Paar Cashews 


Vollkornbrot mit Senf, Tomaten und Zwiebeln


Rest vom Mittagessen
2 Scheiben Ananas

2 Bananen

Während ich mich hier mit Soja beschäftige, kommt bei mir immer mehr Lust auf auch mal wieder Tofu zu kaufen, was ich hoffentlich morgen machen werde. Wobei es ja egal ist, ob man Tofu kauf, Edamame, Sojabohnen oder Sojamilch. Ich glaube, das einzige Sojaprodukt ohne Isoflavone ist Sojasauce.

Nochmal zur Erinnerung: Am 25. März startet die nächste "Raus aus der Lustfalle"-Challenge. Alle Infos dazu gibt es auf www.rausausderlustfalle.de und wir treffen uns, wie immer in der Raus aus der Lustfalle Facebook-Gruppe! Sei dabei!:-)

Alles Liebe,

Silke


http://rausausderlustfalle.de/der-21-tage-foodplan.html


Ich hab MASCARA gemacht!!! // Zero Waste Woche 32

Freitag, 17. März 2017

Psychiatrie-Famulatur in Tagesklinik // Follow me around

Donnerstag, 16. März 2017

Sollten Frauen, die eine Brustkrebserkrankung überstanden haben, Soja essen?



Es ist schon ein bisschen her, seit Dr. Greger, seine letzte Videoserie über Östrogen, Phytoöstrogene und Brustkrebs veröffentlicht hat. Ich möchte sie hier aber dennoch alle besprechen, da sie sehr wohl weiterhin relevant sind, weil man über Soja alle möglichen Schlechtigkeiten hört. Dr. Greger rehabilitiert hier quasi alles.



Und er startet sein Video "Is Soy Healthy for Breast Cancer Survivors" dann auch gleich mit der Behauptung, dass über Soja viel Verwirrung herrsche, auch in Medizinerkreisen, was damit zusammen hänge, dass viel Unwahrheit darüber im Internet stünde. - Die FakeNews des Sojas, sozusagen.

Also, das Soja Phytoöstrogene namens Isoflavone enthält, gehört ja quasi zum Allgemeinwissen. Sojaprodukte können, weil sie Isoflavone enthalten, zur Minderung von Wechseljahrbeschwerden und Osteoprose beitragen, weil sie das in der Menopause nicht mehr produzierte Hormon Östrogen ersetzen können.

Man weiß aber auch, dass diverse Brustkrebsarten durch Östrogen als Wachstumsfaktor proliferieren, daher lag der Schluss nach, dass Frauen, die eine Brustkrebserkrankung überwunden hatten, besser die Finger von Sojaprodukten lassen sollten.

Und hdarin liegt ein Fehler, so Dr. Greger.

Es gibt nämlich zwei verschiedene Östrogenrezeptoren: Alpha und Beta. - Isoflavone bevorzugen den Beta-Rezeptor, was dafür sorgt, dass die Knochendichte nicht abnimmt und Wechseljahrsbeschwerden gelindert werden, während echtes Östrogen über den Alpha-Rezeptor das Wachstum eines Brustkrebstumors vermittelt.

Es sähe so aus, so Greger, das über den Beta-Rezeptor auch die Wirkung des Alpha-Rezeptors unterbunden werden könne, was bei Brustkrebs der Fall sei. Sprich, Isoflavone bzw. Phytoöstrogene wirken sich demnach günstig bei einer Brustkrebserkrankung aus. Greger hat selbstverständlich eine entsprechende Studie beigefügt, welche sogar schon 13 Jahre alt ist. Estrogen Receptor β Inhibits Human Breast Cancer Cell Proliferation and Tumor Formation by Causing a G2 Cell Cycle Arrest

Greger stellt dann auch die Frage, woher der beliebte Glaube komme, dass auch Phytoöstrogene sich negativ auf das Brustkrebswachstum auswirken und beantwortet die Frage umgehend selbst unter heranziehen einer Studien an Mäusen, bei denen Phytoöstrogene tatsächlich negativen Einfluss auf die Brustkrebserkrankungen hatte. - Und da sieht man was der Nachteil von Tierversuchen sein kann, und warum man sie vielleicht auch gar nicht nutzen kann - Mäuse sollen Isoflavone anders metabolisieren als Menschen dies tun. Mäuse nehmen viel größere Mengen in ihren Blutkreislauf auf. Die Menge, die die Mäuse bekamen entspräche 85 Tassen Sojabohnen. Und damit hätte man dann doch so viel Phytoöstrogen, dass auch die Alpha-Rezeptoren aktiviert werden würden.

Und tatsächlich lässt sich an Studien am Menschen auf belegen, dass der Konsum von Soja vor Brustkrebs schützen kann. 2010 erschien dann eine Chinesische Studie, die belegte, dass Sojakonsum bei Frauen, die Brustkrebs überstand sowohl vor Tod als auch vor erneutem Auftreten der Krankheit schützte

Also, Soja ist auch gut für nach dem Brustkrebs, denn Frauen sind keine Mäuse. - Keine Angst vor Soja! - Es sei denn, man ist allergisch...

Menü des Tages am 15. März 2017 

Blumenkohl und 1 Tomate 



Haferflocken mit Banane, Regenerat Imun, Kokosmehl, 5 Haselnüsse, Zimt, Muskat, Granatapfelkerne 


Bulgur, rote Linsen, Zucchini und Gewürze


1 Banane
Brötchen mit Marmelade

1 Scheibe Dinkel-Roggen-Brot


Chinakohl mit schwarzen Bohnen, Reis, Paprika, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Gewürze


2 Bananen

Ich gehe derzeit jeden Tag zur Famulatur und muss sagen: Ich fühle mich pudelwohl da in der Tagesklinik. Beste Famulatur EVER! - Das ist eine Tätigkeit, die ich mich tatsächlich für den Rest meines Lebens vorstellen kann. Im Gegensatz zu sowas wie Innere und Chirurgie. Mir graut immer noch davor beides im PJ machen zu müssen.

Ich habe immer gedacht ich habe Konzentrationsschwierigkeiten beim Lernen. Stimmt nicht. Es langweilt mich einfach nur. In der Tagesklinik kann ich mich stundenlag darauf konzentrieren, was die Patienten von sich erzählen, weil ich es spannend finde und in meinem Kopf dann so nach und nach das Bild eines Menschen entsteht. - Es ist genau wie bei der Schauspielerei, wenn man sich nach und nach eine Rolle erarbeitet und das verbindet beide Berufe für mich und ist das, was mich an beiden Berufen interessiert. Es ist einfach nicht zu ändern. Durch Innere und Chirurgie muss ich mich irgendwie durchbeißen, auch wenn ich dazu weder Neigung noch Talent habe.

Alles Liebe,

Silke

http://rausausderlustfalle.de/der-21-tage-foodplan.html


Was ich an einem Tag esse #9 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero waste

Mittwoch, 15. März 2017

Q&A #5 - Was ich vom Impfen halte und Persönliches

Dienstag, 14. März 2017

Wie ich von 5 € am Tag lebe // vegan, gesund, zero waste

Montag, 13. März 2017

3 ekelige Fakten über Käse mit Dr. Neal Barnard


Dr. Barnard hat kürzlich ein neues Buch veröffentlicht: The Cheese Trap: How Breaking a Surprising Addiction Will Help You Lose Weight, Gain Energy, and Get Healthy, welches ich leider noch nicht gelesen habe. Es handelt im wesentlichen davon, warum Käse süchtig macht, warum er ungesund ist und was es sonst noch sinnvolles über Käse zu wissen gibt.

Derzeit rührt er die Werbetrommel dafür und in diesem Rahmen veröffentlchte er auch folgends Video: Three gross facts about Cheese.



Die Fakten an sich sind nicht ekelig, wenn man sich ein bisschen in Mikrobiologie auskennt..also, jedenfalls die ersten beiden nicht. Wenn man Angst vor Bakterien hat, kann dieses Video einem aber bestimmt auch einen Schauer über den Rücken jagen. - Der dritte Fakt ist sehr wohl ekelig. Aber die Assoziationen die eins und zwei wecken, sind doch reichlich ekelig.

Fakt 1:

Es kennt wahrscheinlich jeder den Ausdruck "Käsefüße". Ungewaschene Füße neigen dazu wie gewisse "strenge" Käsesorten zu riechen wie Harzer-, Münster- oder Limburger Käse. Die Ursache dafür, dass sich an Füßen, die selben Bakterien befinden, die auch zur Herstellung gewisser Käsesorten verwendet werden und in diesem Fall ist es das Brevibakterium. Und deshalb riechen ungewaschene Füße gerne wie Käse.:-)

Na? Schmeckt's noch?

Fakt 2:

Jeder hat schon mal Erbrochenes gerochen, richtig? Es ist ekelhaft. Der typische Geruch von Erbrochenem rührt von der Buttersäure her, welche im Verdauungstrakt hergestellt wird. Ebenfalls von Bakterien, die die Zersetzung voran treiben. Bakterien die Buttersäure herstellen, werden ebenfalls zur Herstellung bestimmter Käsesorten verwendet. - Falls du dich also schon mal gefragt hast, warum Parmesan ein bisschen wie Erbrochenes riecht, dann hängt das damit zusammen, dass sich Buttersäure sowohl in Parmesan als auch in Erbrochenem befindet.

Fakt 3:

Hier geht es speziell um Pecorino. Es gibt da eine spezielle Sorte Pecorino, der sogenannte Cazu Marzu. Wenn dieser in Italien hergestellt wird und reift, erlaubt man den Fliegen ihre Eier darauf zu legen und den daraus entstehenden Maden zu schlüpfen. Diese Maden werden dann beim Verzehr des Käses ggf. gerne mitgegessen. Da Maden aber auch die Fähigkeit haben zu springen muss man sich, wenn man den Käse isst, zusätzlich horizontal ein Brett zwischen Mund und Nase halten, damit einem die Maden nicht ins Gesicht springen.

Bah!!!!

Also, ich weiß nicht, ob das einen eingefleischten Käseliebhaber davon abhält in Zukunft Käse zu essen – ich fürchte nicht – aber für uns Veganer ist es wieder mal eine Kuriosität aus der Welt der Fleischesser, die ernsthaft denken vergammelte Milch einer anderen Spezies sei ein Spezialität, ganz besonders, wenn sich in ihr auch noch Maden tummeln. In meinem Menü des Tages gibt es das jedenfalls nicht.;-)

Menü des Tages am 11. März 2017

½ Gurke
Haferflocken mit Banane, Kokosmehl, Regenerat Imun, Mandelmilch, Zimt, Muskat und Heidelbeeren


Brötchen mit Avocado und Tomate belegt


Salat, Möhren, Paprika, Gurke und Avocado in Reispapier gerollt


Rest des Salats pur

1 Orange


1 Brötchen pur


Gemüsepfanne mit Vollkornnudeln, schwarze Bohnen, Blumenkohl, Möhren, Zwiebel und Gewürze

1 Orange

Spannend finde ich ja eher den ganzen Suchtaspekt von Käse, denn auch Veganer haben noch diese ganz besondere Affinität zu Ersatzkäse. Viele schmecken wirklich grauenvoll und es scheint, als würde man als Veganer auch immer noch nach der besonderen Verführung suchen, die Kasomorphine einem bereiten. Tatsächlich ist für viele angehende Veganer Käse das Produkt, was sie als allerletztes aufzugeben in der Lage sind. Es ist schon komisch.

Vorerst werde ich mir Barnards neues Buch aber nicht kaufen. Ich bin immer noch im Sparrausch!

Alles Liebe,

Silke

PS. Um am 25. März startet die nächste Challenge! - Vielleicht auch für alle, die der Käsesucht entkommen wollen.;-)
http://rausausderlustfalle.de/der-21-tage-foodplan.html