Montag, 29. September 2014

Kreatin-Kinase Werte von omnivoren Rohköstlern...



Leute, ich bin fix und fertig...Ich weiß, dass ich eigentlich Urlaub brauche, die meisten Kommilitonen sind nach den Prüfungen irgendwohin in Urlaub gefahren. Und ich ziehe es vor Theater zu spielen. Wieso? Weil man nicht sehr häufig Schauspieljobs angeboten bekommt und weil das Medizinstudium eh zeitaufwenig ist, aber jetzt gerade nicht meine Aufmerksamkeit braucht und ich denke, dass es ein schöner Ausgleich sein könnte.

Dann stelle ich aber fest, dass ich heute bis 10:30 Uhr geschlafen habe, ich stelle auch fest, dass ich eigentlich gar nicht aus dem Bett raus will, dass ich keine Lust habe irgendetwas zu tun und das bedeutet, ich sollte auch mal einfach überhaupt gar nichts tun. Heute ist der einzige Tag an dem das geht.

Direkt am Tag nach der mündlichen Prüfung habe ich mit Theaterproben angefangen, am Freitag im Bioladen gearbeitet, am Samstag für das Fernsehen was gedreht und gestern wieder Theater. Heute ist gar nichts und ich plane nach 3 Wochen endlich mal wieder Sport zu machen. Ich hab das völlig vernachlässigt, seit ich weiß, was die Themen für die mündliche Prüfung waren und ich kann derzeit auch keine Bücher sehen. Die Uni geht schon früh genug wieder los...

Daher dachte ich berichte ich heute einfach mal weiter über meinen omnivoren Rohkostfreund auf FB, mit dem die Diskussion weiter ging. Nachdem alle meine wissenschaftlichen Argumente gegen eine Paleo- bzw. eine omnivore, instinktive Rohkost nicht registriert wurden, habe ich gefragt, ob es denn eigentlich ein Blutbild von ihm gäbe, so dass man sich mal Risikofaktor und Parameter anschauen könnte, also Triglyceride und Cholesterin, was ja bei fleischhaltiger Ernährung naturgemäß erhöht ist und einen bzw. zwei Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt.

Ich setze einfach noch mal früher an:

Der Typ gründet seine Philosophie quasi auf 3 Theorien.

1. Der Mensch ist durch die Steinzeit/Eiszeit oder wann auch immer am besten an den Verzehr von tierischer Nahrung und nicht an Getreide angepasst (was, wie McDougall z.B. erklärt daher rührt, dass Paleontologen zunächst nur Nahrungsreste von tierischer Nahrung gefunden haben, da Knochen etc. länger der Verwesung widerstehen im Gegensatz zu pflanzlicher Nahrung. Mittlerweile geht man davon aus, dass nicht ansatzweise so viel Fleisch gegessen wurde, wie immer behauptet wird auch wenn natürlich Fleisch gegessen wurde. Weil es aber so viele andere Todesursachen in der Steinzeit gab wie erfrieren, verhungern, verdurste oder von Raubtieren gefressen werden, lag das Druchschnittsalter in der Steinzeit bei 21 Jahren und Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kriegt man fast immer erst in höherem Alter – oder kennt ihr einen Paleontologen, der Paleo für die optimale Ernährung hält? - Die müssten das doch genau wissen!)

Theorie 2 ist, dass die Inuit ja auch fast nur von Fleisch leben und dabei nicht an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben – die Inuit haben allerdings eine Mutation, welche sie dazu befähigt mehr „gutes“ HDL- Cholesterin zu bilden, was dafür sorgt, dass mehr von dem "schlechten" wieder zurück zur Leber gebracht wird, so dass es nicht dazu kommt, dass das böse LDL-Cholesterin oxidiert und sich an den Arterienwänden ablagert.

Seine 3. Theorie ist die von so manchen Schulmedizinern vor ca. 100 Jahren aufgestellte Hypothese, dass die Denaturierung von Nahrung dazu führt, dass man zivilisationskrank wird, sprich das Kochen, aber auch das ist nicht haltbar, weil auch die Magensäure, die Nahrung denaturiert. Das einzige was beim Kochen passieren kann ist, dass manche Vitamine und manche sekundären Pflanzenstoffe zerstört werden. Und es kann fatal sein, wenn man zu wenig Ballaststoffe konsumiert. Nachweislich hat aber die Spezies Homo bereits die letzten 1 Mio. Jahre gekocht, wenn auch nicht so viel wie wir heute - Der Typ lebt also jetzt seit 15 Jahren instinktiv, omnivor, 100% roh  und fühlt sich wohl, also müssen seine Theorien ja stimmen.

Auf meine Frage nach einem Blutbild postete er einen Link zu seinem Blog, auf dem es ein Blutbild gab, welches er bei einem Tropenmediziner erstellen lassen hat, weil er sich vor kurzem irgendwo in den Tropen aufgehalten hat und sich da wohl irgendwas eingefangen hat. Ich hab also das Blutbild mit Blicken gescannt auf der Suche nach Cholesterin- und Triglyceridweren und sie nicht gefunden. Dafür alle möglichen anderen skurielen Werte, die bei mir nie bestimmt wurden unter anderem die Kreatinkinase.

Klar weiß ich, was ne Kreatinkinase ist, ich hatte Biochemie, die Kreatinkinase phosphoryliert Kreatin und macht darauf Kreatinphosphat, was dem Muskel ca. 1,5 Sekunden als Energiequelle dienen kann. Ich musste sie aber dennoch googeln, weil ich nicht wusste, was ein erhöhter Wert bedeutet. Sieht so aus, als würde eine erhöhte Kreatinkinase darauf hin deuten, dass im Körper Muskel zerstört wurde, was zum Beispiel auf einen Herzinfarkt hin deuten kann, aber auch darauf, dass man Sport getrieben hat, und da der Typ Krafttraining macht, erklärt er sich seine im Blut erhöhte Kreatinkinase natürlich dadurch. Wahrscheinlich hat er sogar Recht, aber eine erhöhte Kreatinkinase im Blut kann auch auf andere Dinge hindeuten, wie ich durch DocCheck erfahren habe: Niereninsuffizienz, chronischer Alkoholabusus oder Schilddrüsenfunktionsstörungen. Nieren- und Schilddrüsenwerte waren bei ihm aber im normalen Bereich und Alkohol trinkt er keinen.

Wikipedia weiß hingegen, dass auch Medikamente wie Statine und Fibrate die Kreatinkinase erhöhen können. Und dem nachzugehen könnte sehr interessant sein, denn Statine senken den Cholesterinspiegel, indem sie die HMG-CoA-Reduktase, das Schlüsselenzym in der Cholesterinbiosynthese, hemmen, was der Körper auch selber kann, wenn er feststellt, dass genug Cholesterin da ist. (Wenn man aber weiter Cholesterin isst, hilft auch das natürlich nichts um die Werte weiter zu senken und da kommen die Fibrate ins Spiel). Fibrate senken die Blutfettwerte über einen Mechanismus, den ich bisher noch nicht gelernt habe, demnach nicht verstehe, aber der womöglich einen ähnlichen natürlichen Ursprung hat, wie die HMG-CoA-Reduktase.

Ich hab dem Typen gesagt, er solle zu einem Allgemeinmediziner gehen und Triglyceride und Cholesterin messen lassen, dann könnten wir weiter reden. Schlussendlich wäre es auch interessant zu wissen, wie die Kreatinkinase-Werte eines sportlichen vollwertigen Veganers sind um da Vergleiche ran zu ziehen.

Menü des Tages am 28. September

Haferflocken mit Banane, Hafermilch, Leinsamen, Mohn, Reissirup, Stevia


2 Grüntee

Gemüsepfanne mit Paprika, Tomaten, Zucchini, Möhren, Glasnudeln, Salz, Pfeffer und ½ TL Kokosöl



Ich war am Samstag Abend auf einer Party, die mir ziemlich den Rest gegeben hat. Das war die Geburtsagsparty eines Schauspielerkollegens, die in einer Wagenburg in der Stadt, genannt, Das Paradies statt fand. Letzte Woche erst hatte die Stadt, den Künstlern, die dort leben, wieder das Licht und die Wasserversorgung angestellt und erlaubt, dass man das Gelände bis 2015 nutzen darf. Ich wollte da schon immer mal hin und als diese Geburtstagseinladung kam, sah ich meine Chance. Aber Künstler sind auch immer so eine Sache...Irgendwie finde ich, passe ich da nicht mehr hin. Ich bin nicht mehr neurotisch genug ;-), habe ich das Gefühl. Mein Drang nach Alkohol etc. ist aufgrund meines verbesserten Selbstbewußtsein nur noch minimal vorhanden und auch nur, wenn ich Stress habe...

Auf dieser Party war ich bis 1 Uhr und hab zuvor von 9 bist 17:30 Uhr in einem Fernsehstudio gesessen und wurde dann doch nicht gebraucht.:-) - Meistens arbeiten Schauspieler ohne Geld zu bekommen. Dies war mal eine willkommene Abwechselung: Ich bekam Geld ohne Arbeiten zu müssen!

Zudem hatte ich das Vergnügen mich den ganzen Vormittag mit einem Neurologen unterhalten zu können, der der echte Vater des Jungen war, der meinen Sohn spielen sollte, was sehr anregend war.

Das Essen war jedoch wieder die Hölle! Süßkram, Limo und einen Pizzadienst, der nicht mal Salat liefern konnte. Ich bin heilfroh, dass ich nicht jeden Tag beim Fernsehen arbeiten muss, ich würde die Krise kriegen. Das Dumme ist nur immer die Ironie des Schicksals: Wenn ich was mitbringe, gibt es auch anständiges Essen am Set, und wenn ich es nicht mitbringe gibt es nur Schott...Schwer....

Alles Liebe,

Silke


Donnerstag, 25. September 2014

Wild.Kräuter



Ich bin vor ein paar Tagen von der Firma Wild.Kräuter kontaktiert worden, von der ich bis dato noch nie gehört hatte, welche nachfragte, ob ich vielleicht Lust hätte hier im Blog über sie zu berichten. Sie boten an mir ein paar ihrer Produkte zu schicken, so dass ich mir einen Überblick verschaffen könnte. Natürlich habe ich zugestimmt.:-)

Völlig unerwartet kam dann wiederum vorgestern ein Päckchen für mich, was mich wunderte, weil ich überhaupt nichts bestellt hatte. - Mir war natürlich in diesem Prüfungsstress völlig entfallen, dass die was schicken wollten...

Also, die Firma Wild.Kräuter produziert frisch gepresste Säfte, Smoothies und Nussmilch, die man im Internet bestellen kann. Jedes Fläschchen enthält 200 ml und der Preis liegt bei 3 € bis 3,75 € etwa, was verhältnismäßig günstig ist, da sogar abgepackte Smoothies im Bioladen ein ähnliches Preisverhältnis aufweisen und da ist die Qualität nicht derart hoch.



Sechs unterschiedliche Sorten wurden mit mit der Post geschickt, manche süßlich andere eher greenjuicig aber alle ausgesprochen lecker. Der Kreativität der Wild.Kräuter-Köpfe sind absolut keine Grenzen gesetzt. Sie haben unendlich viele Produkte in ihrem Sortiment, so dass man vor lauter Wahl die Qual hat. Gott sei Dank musste ich nicht selber entscheiden, welche Sorten ich geschickt haben möchte. Und bisher konnte ich auch leider keinen Favoriten ausfindig machen...

Sich Säfte im Internet zu bestellen ist vor allem für die Leute eine gute Idee, die keine eigenen Saftpressen haben, aber mal ein Saftfasten durchziehen möchten. Eine höhere Qualität an Säften findet man unter Garantie nirgends!

Aber bereits beim Auspacken merkte ich, dass diese wunderbare Idee auch ihren Nachteil hatte. Frisch gepresste Säfte haben natürlich ein Mindesthaltbarkeitsdatum, was in der nahen Zukunft liegt und so blieben mir für die 6 Fläschchen nur 3 Tage sie zu verzehren. Hinzu kommt, dass die natürlich auch temperaturempfindlich sind, und so erforderte die Verpackung thermoschützendes Plastik sowie ein Kühlaggregat, wie man es auch bekommt, wenn man bei Orkos frische Früchte bestellt. Das ist eine Umweltverschmutzung, die ich eigentlich nicht tollerierbar finde.

Die Flaschen, in denen die Säfte geliefert werden sind wunderschön und sicher auch wiederverwertbar, aber leider ist kein Pfand drauf und mir bleibt nur, sie im Glascontainer zu entsorgen. Clever würde ich es finden, wenn es die Möglichkeit gäbe Verpackung und Flaschen unentgeltlich zurück zu schicken. Vielleicht ist das auch so, so intensiv habe ich mich damit nicht beschäftigt, denn dann würde ich Wild.Kräuter uneingeschränkt empfehlen können.

Menü des Tages am 24. September

Wild.Kräuter-Saft Sommerfrische aus Apfel, Gurke, Minze, Zucchini, Zitrone
Haferflocken mit Erdnüssen, Leinsamen, Banane, Stevia, Wasser


2 Grüntee

Etwas Kürbis-Curry mit Sushi-Reis
Koffeinfreier Sojamilch-Kaffee mit Zucker

Fenchel-Tomaten-Suppe (gestern im Newsletter)


Kürbis-Curry mit Sushi-Reis



Wild.Kräuter-Saft aus Möhre, Apfel, Orange und Rote Beete
Rest Sekt von Montag
Rest Kürbis-Curry

Ich hab den Vormittag hier bei Theaterproben verbracht:


Ich war noch nie in einem Boxring und fand es sehr aufregend mal einen zu betreten. Wir spielen „Othello“ dort weil es einfach viel praktischer ist einen echten Boxring zu verwenden, als einen Raum anzumieten und zudem einen Boxring als Requisite zu verwenden. Erste Eindrücke gibt es in der Theaternacht am 2. Oktober und Premiere soll im März sein und somit wird das nichts mir meiner Wunscherfüllung und meiner Sehnsucht nach Urlaub. Theaterspielen ist aber völlig anders gelagert als Lernen. Es ist mehr linke Hemisphäre als rechte...

Vom Vortag hatte ich noch das Kürbis-Curry, was meine eigene Kreation war, weil ich noch Kürbis hatte und auch noch eine Dose Kokosmilch. - Normalerweise esse ich keine Kokosmilch, weil die den Nachteil hat, dass sie sobald sie offen ist sehr schnell schlecht wird, aber sie gleichzeitig so fettig ist, dass man niemals eine ganze Dose verwenden sollte!!!  In Anbetracht meines Triglycerid- und Cholesterinwerts habe ich mich aber entschieden, dass diese Dose, die seit mehr als eine halben Jahr im Vorratsschrank steht, jetzt weg muss und habe so komplett im Curry verarbeitet.

Und das hatte vorgestern, obwohl es sehr lecker war, bereits zur Folge, dass ich noch Stunden danach, immer wenn ich irgendwo Essen gerochen habe gedacht habe: „Igitt!“ - Das hab ich sonst immer wenn ich meine Tage habe und dann Zigarettenrauch rieche. Mit Essen ging mir das noch nie so! Und ich frage mich: Weiß der Körper eigentlich genau, dass so viel gesättigtes Fett nicht gut für ihn ist? - Das spielt nicht wirklich eine Rolle, denn die Wissenschaft weiß es ja und ich werde den Teufel tun, jemals wieder so viel gesättigtes Fett auf einmal zu essen...;-) - Curry schmeckt nämlich auch ohne...

Alles Liebe,

Silke


Dienstag, 23. September 2014

Bestanden!:-)



Es ist vorbei.- Ich hab bestanden. Der furchtbarste Teil des Studiums, mit Ausnahme vielleicht des Examens ist erledigt.

Ich glaube niemand ist wirklich gut in mündlichen Prüfungen. Ich war ein ziemliches Wrack, weniger psychisch, als psychosomatisch. Meine Psyche habe ich mittlerweile ziemlich gut im Griff, indem ich mir sage, dass alles gut wird, alles genau so kommt wie es richtig ist und mir vor Augen führe, dass das Schlimmste, was mir passieren kann, nicht das Schlimmste, was überhaupt passieren kann. Eine Kommilitonin sagte vor der Prüfung: „Wisst ihr, die meisten Menschen befinden sich nicht auf dem Uniklinikgelände, weil sie dort studieren dürfen, sondern weil sie krank sind und bekommen vielleicht die Diagnose, dass sie sterben werden“ - Das ist wirklich schrecklich!

Aber eine mündliche Prüfung, die 3,5 Stunden dauert ist auch kein Pappenstiel. 4 Prüflinge werden von zwei Profs in zwei Fächern jeweils 25 Minuten geprüft. Die meiste Zeit war ich am zittern und am schwitzen, hauptsächlich in der Zeit, in der ich nicht geprüft wurde, wahrscheinlich weil einfach überschüssige Energie vorhanden war.

In Biochemie hätte ich mich besser schlagen können, weil ich den Bereich, in dem ich hauptsächlich geprüft wurde, nicht explizit vorbereitet hatte, obwohl ich hier viel darüber geschrieben habe. Er war in den Altprotokollen der letzten Jahre aber nicht so dominat, daher habe ich mich entschieden mich mehr mit den dominaten Aspekten zu beschäftigen, die ich weniger gut konnte.

Schlussendlich ist das aber alles nicht wichtig, denn es geht nur ums bestehen und ich mache 3 Kreuze, dass es vorbei ist. Ich hab mich sehr lange vor der Mündlichen gefürchtet und vor allem, dass ich schlechtere Fächer bekomme.

Auf dem Heimweg hab ich mir ne Flasche Sekt, eine Tafel Bitterschokolade und dem Kater eine Dose Thunfisch gekauft und dann einen netten Abend vorm Rechner verbracht, indem ich Serien geguckt habe und als ich durch den Alkohol melancholisch wurde, habe ich mir uralte Songs aus meiner Teeniezeit rausgesucht, die ich ewig nicht mehr gehört habe. Habe über das Leben nachgedacht, darüber was für eine seltsamen und unvergleichbare Situation das ist, in meinem Alter noch Medizin zu studieren, darüber, dass ich meine Leistungen nicht notwendigerweise mit denen von Anfangzwanzigjährigen vergleichen kann, weil, auch das wird an einer medizinischen Fakultät gelehrt, die neuronale Plastizität mit zunehmendem Alter leider abnimmt. Heißt so viel wie: Je älter man wird, desto schwerer lernt man und ich hab dabei noch Glück, weil ich in meinem Leben seit der Schule auch immer viel Text lernen musste.

Aber Kunst ist irgendwie völlig anders gelagert als Wissenschaft, auch wenn es viele Gemeinsamkeiten hat, was den schöpferischen Prozess betrifft. Mein Wissen über Kunst bzw. meine neuronalen Verschaltungen im Hirn, die sich mit Kunst auskennen, nützen mir in diesem Studium aber nicht. Es gibt nur sehr wenige gleichaltrige Medizinstudenten und daher sollte ich das Vergleichen lieber von vorne herein sein lassen.

Oder ich vergleiche mich mit Marianne Koch, die ich gestern erneut gegoogelt habe. Marianne Koch ist eine Schauspielerin, die mit Anfang 20 ihr Physikum gemacht hat, aber dann nicht mehr weiter studiert hat, weil ihre Schauspielkarriere so gut lief. Sie hat es sogar bis nach Hollywood geschaft und unter anderem mit Clint Eastwood und Gregory Peck gedreht. Und als sie 40 war hat sie dann ihr Studium fortgesetzt, hat mit 47 promoviert und nebenbei eine Talkshow im Fernsehen moderiert. Zwei Jahre vor ihre Promotion bekam sie dafür wiederum einen Grimme-Preis. Dann ist sie Internistin geworden und hat ihre eigene Praxis in München auf gemacht. Zwischendurch hat sie weiter im Fernsehen moderiert. Und hier erzählt sie was über synthetische Vitamine und darüber, dass die nicht notwenig sind, und man mit der Ernährung alles aufnehmen kann, was man braucht. Und man muss sich vor Augen führen: Die Frau ist da 81 Jahre alt!!!



Der Vergleich hinkt natürlich auch, weil ihre Schauspielkarriere wesentlich erfolgreicher war und ist als meine.;-)  Aber hey, jeder Jeck ist anders, und drin stecken tut man schon lange nicht, was jeder Promi-Selbstmord oder Drogentod einem immer wieder bewusst macht. Schlussendlich sollte man sich ja sowieso nie mit anderen vergleichen sondern ausschließlich mit sich selbst. Und für mich selbst, bin ich in den letzten Jahren weit, weit gekommen...

Menü des Tages am 22. September

Haferflocken mit Leinsamen, Paranuss, Banane, Stevia, Zimt, Hafermilch und Wasser


5 Grüntee

Lovechock Ananas/Inkaberry

1 Banane

Regenbogenpfanne aus Kürbis, Mangold, Mais, Frühlingszwiebeln, Salz, Pfeffer und Sojacuisine


Sekt, Bitterschokolade und ein Paar Erdnüsse

Zu Mittag konnte ich vor der Prüfung nichts essen und hab mir noch schnell eine Banane rein geschoben, weil ich Angst hatte, dass mir nicht genug Glucose zur Verfügung steht. Essen, wenn man keinen Hunger hat, war aber super ekelig...Traubenzucker zu essen, habe ich mich auch nicht getraut, weil ich nicht wusste, ob ich das Zuckerlevel über 3,5 Stunden würde halten können.

So und jetzt lerne ich mindestens 2 Wochen lang gar nichts mehr!!! - Allerdings hab ich Theaterproben, weil ein mir bekannter Regisseur relativ kurzfristig eine Darstellerin verloren hat und ich ganz kurzfristig Zeit habe!:-) - So kommt dann immer doch alles genau so wie es richtig ist.

Alles Liebe,

Silke


Sonntag, 21. September 2014

Dat Hätz vun Kölle und FullyRaw Kristinas Triglyceride



Ich hab gestern erstmals ganz offiziell Geld mit der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verdient.

Es war Kölner Stiftungstag und es gab eine Veranstaltung im Sport- und Olympiamuseum wo sich unterschiedliche Kölner Stiftungen vorstellten unter anderem die Harry Blum Stiftung.

Harry Blum war vor 15 Jahren oder so ein kölner Oberbürgermeister, der kurz nach seiner Wahl an einem Herzinfarkt starb. Nun gibt es  den Förderverein des Herzzentrums Köln e.V., der zusammen mit der Sporthochschule, der Harry Blum Stiftung, der AOK, den Kölner Sparkassen, dem Apothekerverband und dem Sportbund sich zum Ziel gesetzt hat, dass in Zukunft nicht mehr 40% aller Kölner an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben sollen, sondern Prävention nach vorne getrieben werden muss und "das Übel an der Wurzel" rausgerissen werden soll.

Dazu bekommt der Patient ein Heftchen, den Gesundheitspass, in die Hand mit Tips, was er für seine Herzgesundheit tun kann. Übergewicht reduzieren, Bluthochdruck reduzieren, Typ-II-Diabetes in den Griff kriegen, Cholesterin senken, Sport treiben, Fehlernährung beseitigen und das Rauchen dran geben.

Es gab eine Mail, in der Studenten gesucht wurden, die als Helfer für diesen Tag zur Verfügung zu stehen und ich war die Erste, die sich gemeldet hat, da Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mein Lieblingsthema ist.:-)

Und während das alles sehr interessant war, ich zum ersten Mal das Sport- und Olympiamusem besucht habe und meinen eigenen Cholesterinspiegel gemessen habe, der bei fabelhaften 136 mg/dl lag trotz der Schokolade der letzten Wochen, muss man leider auch sagen, dass Menschen die Interesse haben ein Sport- und Olympiamuseum zu besuchen, wahrscheinlich nicht unbedingt dem Klientel des ungesunden Durchschnittsbürgers entsprechen.

Ein Paar Impressionen:


Unser Stand war direkt vor dem Riesenposter der WM-Helden

Stand der Lukas Podolski Stiftung

Eine "fliegende" Statur von Dirk Nowitzki
Michael Schumacher Rennwaren und Anzug

Unser Job war es den Blutdruck zu messen, den BMI zu bestimmen und das Cholesterin zu messen. Leider funktionierte das Messgerät aber nicht immer. Ich selbst habe mich 3 Mal gemessen, bis es funktioniert hat. Es hing wohl damit zusammen, ob man genug Blut auf dem Teststreifen hatte und wie schnell man gearbeitet hat, aber ein System konnte ich nicht wirklich ausmachen.



Jedenfalls hatte kaum jemand einen Cholesterinspiegel von über 200, obwohl diese Richtlinie ziemlich dämlich ist, wie ich finde, da es auch reichlich Menschen mit einem Herzinfarkt gibt, die einen  Cholesterinspiegel von unter 200 haben. Laut Framingham Heart Study , die seit 1948 die Herzgesundheit in der Stadt Framingham untersucht, hatten nur Probanden  mit einem Cholesterinspiegel von unter 150 mg/dl keinen Herzinfakt. Die meisten Menschen, denen wir begegneten hatten einen zu hohen BMI und einen leicht zu hohen Blutdruck und einen Cholesterinspiegel von zwischen 150 und 200. Was ja quasi genau der Moment ist, wo man anfangen sollte zu intervenieren und mehr auf sich zu achten, seine Ernährung etwas zu verbessern und Sport zu treiben, denn je älter man wird, desto schlechter funktioniert alles im Körper.

Obst haben wir auch verteilt...

Parallel dazu bekam ich von einer Leserin eine Frage per E-Mail gestellt, die sich erkundigte, wie das mit der De novo Lipogenese sei, mit Fructose, Insulinresisten, erhöhten Triglyceriden etc. und ob erhöhte Triglyceride automatisch zu Insulinresistenz und damit zu Diabetes führen. Meine Antwort war, dass dem so sei, insofern man sich überernährt, sprich, man zu viel Kalorien verzehrt und die Fette im Blut nicht verbrannt werden und daraufhin erzählte sie mir, dass FullyRaw Kristina ihre Blutwerte veröffentlich habe und zugegeben habe, dass ihre Triglyceride erhöht waren.

Die meisten Leser kennen FullyRaw Kristina. Sie macht fettarme Obstrohkost 80/10/10-Style, aber ob sie RawTill4 oder 100% roh macht, weiß ich nicht, weil ich ihre Videos nicht verfolge, da ich es nicht ertragen kann wie „tussig“!!! sie ist. - Sie ist aber sehr hübsch und dünn und daher scheint sie für viele ein Vorbild zu sein.

Sie hat ein Video gepostet, wo sie einen veganen Arzt aufsucht, der ihre Blutwerte misst und feststellt, dass sie genug Eisen hat, genug Plasmaeiweiß, genug Kalzium und einen wahnsinnig hohen B12-Wert, weil sie die letzte Zeit unglaublich viel supplementiert hat. (Wie sie wohl darauf kam? War zuvor irgendwas nicht in Ordnung?) - Ihr Cholesterin ist schön niedrig, was automatisch passiert, wenn man wenig Fett und tiereische Produkte isst.

Aber jetzt kommt's: Weil sie über Triglyceride in dem Video nichts berichtet, es aber mittlweile ziemlich viele Menschen gibt, die darüber Bescheid wissen, dass zu viel Fructose die Triglyceride erhöht, wird sie in den Kommentaren unter dem Video gefragt, was mit ihren Triglyceriden sei. Daraufhin erklärt sie, ja, die seien zu hoch gewesen, aber das sei normal, da der Verzehr von allen Kohlenhydraten besonders Obst, die Triglyceride ansteigen lasse. In Anbetracht ihres tollen Cholesterinwerts sei das aber egal und außerdem hätten viele Veganer erhöhte Triglyceride bei gleichzeitig vermindertem Herzinfarkrisiko.

Naja, Cholesterin ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Triglyceride ein weiterer. Viele Veganer haben erhöhte Triglyceride, weil viele Veganer viel Fett essen. Es ist aber ganz und gar nicht so, dass alle Kohlenhydrate die Triglyceride ansteigen lassen: Es ist die Fructose und damit ist zumindest für mich klar, dass auch Obstrohkost oder 80/10/10 einen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansteigen lassen, was gekochte Stärke nicht macht. Natürlich gaube auch ich nicht, dass FullyRaw Kristina jemals an einem Herzinfarkt stirbt, aber ich glaube durchaus, dass jemand der erhöhte Triglyceride oder bereits einen Herzinfarkt hat nicht Unmengen Obst in sich rein schaufeln sollte, sondern sich eher Dr. Ornish' Ernährungsweise zuwenden sollte. Genau das ist auch der Grund dafür, dass Dr. Esselstyn nur 3 Stück Obst am Tag empfiehlt.

Meine Triglyceride waren Anfang letzten Jahres bei 89 mg/dl. Als erhöht gelten Werte ab 200 mg/dl. Heißt so viel wie: Mit fettarmer, vollwertige, pflanzlicher Ernährung kann man beide Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen eindämmen, Cholesterin UND Triglyceride. Mit 80/10/10 nur einen. Punkt.

Menü des Tages am 20. September

Haferflocken mit Hafermilch, Crannberries, Banane, Leinsamen, Paranuss, Zimt


4 Grüntee

Vollkornpenne mit Tomaten, Mais, Frühlingszwiebeln, Sellerie, Salz, Pfeffer


Lovechock Feige/Mandel

1 alkoholfreies Bier
Rest vom Mittagessen mit zusätzlich Sojagranulat und Salat mit Dressing aus 1 TL Rapsöl, Rotweinessig, Salz und Pfeffer


Ich war total früh im Bett, weil bei mir die Spannung abfällt, ich fühle mich recht gut vorbereitet auf morgen und hoffe sehr, dass das kein Trugschluss ist!!! - Und stelle fest, dass ich ein Schlafdefizit habe...Der Lernmarathon ist mit dem heutigen Tag vorbei und ich hoffe, dass ich meine Sinne zusammen halte und nicht durchdrehe. Bin jedoch für jedes Daumdrücken von Herzen dankbar!

Alles Liebe,

Silke


Mittwoch, 17. September 2014

Von der Fähigkeit Gesundheitsinformationen zu finden, sie zu verstehen, sie zu beurteilen und umzusetzen...



Woah, ich gehe gerade völlig im Lernen von MedSoz auf. Es ist hochinteressant, ich kann es auf ettliche Lebensbereiche anwenden und es ist irgendwie philosophisch. Ich finde es interessant, dass sich Menschen damit beschäftigen, die Soziologen, und dass sie Konstrukte aufstellen mit denen sie versuchen menschliches Verhalten zu erklären mit dem Ziel, so nehme ich jedenfalls an, Veränderungen vornehmen zu können, um die Welt zu verbessern.

Da wahrscheinlich jeder irgendwie die Welt verbessern möchte ist es interessant, dass sich jemand Gedanken über Strukturen gemacht hat, nach denen zwischenmenschliche Interaktion stattfindet, wie Menschen ticken und was es braucht Menschen auf seine Seite zu ziehen, denn man muss ja irgendwie auch andere verbessern um die Welt zu verbessern oder besser, man muss ihnen die Möglichkeit geben sich selbst zu verbessern.

In einem Freiheitsstaat macht man das aber nicht mit Diktatur. Das funktioniert ja nicht. Alle Diktaturen sind gescheitert oder sie werden scheitern. Was gibt es da sonst noch?

MedSoz wird im 2. Semester gelehrt, die Vorlesungen werden sehr schlecht besucht, weil sie als allererstes morgens stattfinden, es ist nicht wirklich das, weshalb Menschen an eine medizinische Fakultät gehen, aber am allerschlimmsten ist, dass im 2. Semester auch Histologie gelehrt wird. Gewebslehre, wo man nur über Mikroskopen hockt, sich Gewebeproben anschaut von Organen, von denen man noch nicht mal weiß wo die sitzen, weil Anatomie erst im 3. Semester dran ist. Man malt diese Strukturen ab und lerne abstrakte Worte auf Latein auswendig und Hormone von denen man nicht weiß was sie machen, weil man Biochemie und Physiologie noch nicht hatte. Mit anderen Worten: Histo ist schwer, umfasst viel Stoff, man hat regelmäßig Testate und man legt seinen Schwerpunkt darauf statt auf MedSoz.

Und jetzt bin ich völlig gefesselt davon, weil ich mich erstmals sehr intensiv damit auseinadersetzte es begreife, erkenne welche Relevanz es für mein Privatleben, aber auch auf meine zukünftige Tätigkeit als Arzt und meine jetzige Tätigkeit als Blogger hat.

65% aller Menschen sterben entweder an Krebs oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ich bin mir sicher, dass kein Mensch auf dieser Welt diese Krankheiten bekommen möchte. Die häufigste Ursache für alle beiden Erkrankungen ist fehlerhafte Ernährung. Also, was, zum Geier, soll man ändern und diese Todesursachen zu vermeiden? Oder sie zumindest in ein sehr, sehr hohes Alter zu verschieben und das Leid, das diese Krankheiten verursachen, zu mindern?

Die Soziologen haben ein Konstrukt erstellt nach welchem Menschen für ihre Gesundheit sorgen bzw. sorgen könnten. Eine Tabelle, die in der horizontalen Spalte folgendes enthält

- Fähigkeit Gesundheitsinformationen zu finden
- Fähigkeit Gesundheitsinformationen zu verstehen
- Fähigkeit Gesundheitsinformationen zu bewerten
- Fähigkeit Gesundheitsinformationen umzusetzen

In der vertikalen Spalte sind aufgeführt: Prävention, Therapie und Gesundheitsvorsorge. Alles in der horizontalen Spalte lässt sich auf die jeweilige vertikale Spalte beziehen.

Ich hab am Wochenende mal wieder eine Facebook-Diskussion mit einem omnivoren 100%igen Rohköstler geführt, der immer wieder darauf rum hackte, dass vegane Ernährung nicht richtig für den Menschen sein kann, weil es ja keine Naturvölker gibt, die sich vegan ernährt haben. Ich glaube  aber auch, dass dieser Mensch sich so vehement gegen Veganer ausspricht, weil er selber mal vegane Rohkost probiert hat, damit gescheitert ist und von vielen Veganern angegriffen wurde, weil er nicht mehr vegan ist. Mit omnivorer 100%iger Rohkost geht es ihm seit mehr als 10 Jahren sehr gut und er glaubt den Stein der Weisen gefunden zu haben und versucht jeden Menschen davon zu überzeugen. Er weiß ne Menge über Ernährung, nur stimmt ca. 70% davon nicht. Er hat damit Gesundheitswissen gefunden, welches keine wissenschaftliche Grundlage hat. Wie bei der Eiweißspeicherkrankheits-Theorie sind auch hier alle Fakten verdreht, Ursachen auf falsche Gründe zurück geführt, was Denaturierung bedeutet weiß er gar nicht, wirft mit dem Begriff aber um sich und mir fällt es schwer ihn mit wissenschaftlichen Argumenten zu begegnen, weil die einfach nicht in sein Konzept passen, dass er sich in den letzten 10 Jahren aufgebaut hat. So verbreitet auch er, dass Fleischessen gesund sei, diese Erfahrung hat er schließlich selber gemacht, als er die vegane Ernährung ablegte und argumentiert, wie die Paleo-Szene, damit, dass der Urmensch ja auch Fleisch gegessen habe. Wenn man sich aber mal die Lebenserwartung in der Steinzeit anschaut stellt man fest, dass diese bei Durchschnittlich 21 Jahren lag. In der Steinzeit wurde man nicht alt, weil man erfroren, verhungert oder verdurstet ist, oder weil man von einem Raubtier gefressen wurde. Wenn man aber als Steinzeitmensch bis zu seinem 50 Lebensjahr so weiter gegessen hätte, hätte man Artherosklerose bekommen und damit auch einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Das ist die eine Theorie. Die andere Theorie ist, dass selbst in der Steinzeit gar nicht so viel Fleisch gegessen wurde, wie ursprünglich immer behauptet. Es war halt wissenschaftlich immer leichter bei Ausgrabungen Funde von tierischen Mahlzeiten wie Knochen zu finden. Rückstände von pflanzlicher Nahrung findet man erst neuerdings durch die Verbesserung der Technologie in der Forschung.

Schlussendlich spielt das aber keine Rolle, denn bisher hat nur eine einzige Ernährung Artherosklerose jemals wieder rückgängig machen können. Ach was, nicht nur eine einzige Ernährung, es gibt nur eine einzige Möglichkeit überhaupt, in der gesamten Medizin, Artherosklerose rückgängig zu machen, nämlich Dr. Ornish' Programm. Kein einziges Medikament wurde jemals entwickelt, dass Ablagerungen in den Gefäßen wieder beseitigen kann und wenn es mal jemand erfinden sollte, wird dieser Mensch, bzw. dieses Pharmaunternehmen das reichste der gaaaaanzen Welt! Cholesterinsenker sind jetzt schon die am meisten verkauften Medikamente.

Es ist mir also völlig egal, was in der Steinzeit vielleicht passiert ist oder nicht passiert ist. Wichtig ist, dass es eine Möglichkeit gibt, die noch nicht mal Kostenaufwendig ist, die schlimmste Todesursache der westlichen Welt zu beseitigen!

Also zurück zu dieser Tabelle. Gesundheitsinformationen zu finden geht noch relativ leicht. Die meisten Leute kriegen das so nebenbei hin. Durch das Internet, das Fernsehen, die Tageszeitung etc. Wenn ihr hier lest seid ihr schon mal in der Lage Gesundheitsinformationen zu finden.

Aber wie sieht es damit aus sie zu verstehen und sie zu beurteilen?

Sobald ich anfange irgendwelchen Biochemie-Kram von mir zu geben, können mir die meisten Leser wahrscheinlich schon nicht mehr folgen. Ich hätte es vor meinem Medizinistudium jedenfalls nicht gekonnt. Wenn man also keine Biochemie gelernt hat, wie soll man dann Gesundheitsinformationen verstehen? Wie soll man sie beurteilen? Es kann doch nicht jeder Mensch eine medizinische Fakultät besuchen!

Und damit sind wir dann leider bei dem Aspekt des Vertrauens. Auch darauf gehen die Soziologen ein, wie ich im letzten Posting schon schrieb. Vertrauen mindert Unsicherheit und damit Stress und damit die Ausschüttung von Stresshormonen und damit bewirkt es ein besseres Immunsystem. Damit sind wir bei der Arzt-Patienten-Kommunikation und damit beim Göttertum in Weiß!

Wenn ich, in der Vergangenheit, Gesundheitsinformationen nicht verstanden habe, habe ich zu Rate gezogen, wer die Person ist, die sie vorträgt und darauf geachtet wie sie sie vorträgt. Dazu muss man aber auch erstmal Vergleiche erstellen. Ein Franz Konz wirkt vielleicht erstmal durch seinen niederträchtigen Ton so, als müsse man auf ihn hören. Viele Leute kannten derartige Töne vielleicht aus ihrer Kindheit, oder von ihrem Chef und sind dann „folgsam“. Im Vergleich dazu sehe ich dann aber Dr. Robert Lustigs Video Sugar – The bitter Truth, der dann nicht niederträchtig ist, sondern sich 20 Minuten mit Biochemie beschäftigt, tausend kleine Reaktionsschritte erklärt, die ich nicht verstehe, aber dennoch überlege ich: Wenn der das bis in so kleinste Details erklären kann, dann muss da ziemlich viel dran sein.

Bei Dr. Lustig ist mein Vertrauen daher also erstmal größer. Außerdem ist Dr. Lustig Mediziner und nicht Steuerprüfer, wie Franz Konz. Ich habe mir u.B. auch nie die Mühe gemacht mich näher mit der China-Study zu beschäftigen und weiß nicht ob an der Kritik von Denise Minger irgendwas dran ist. Hier setze ich auch wieder mein Vertrauen in T. Colin Campbell, weil mich sein Lebenslauf beeindruckt: Auf einer Milchfarm groß geworden, dann Biochemie studiert in einer Zeit als man dachte, Protein sei der wichtigste Nahrungsbestandteil, für die Industrie gefoscht um Protein auch armen Bevölkerungen in Südamerika zukommen zu lassen, aus versehen raus gefunden, dass Krebs mit bestimmten tierischen Proteinen in Verbindung besser gedeiht. Dann hat er an der Cornell University Biochemie und Ernährung gelehrt und sich dann erst, als er die Gelegenheit hatte eine riesige Feldstudie in die Finger zu bekommen, mit den epidemiologischen Zusammenhängen von Lebensweise und Krebs auseinandergesetzt (Wobei die Soziologen auch darauf hinweisen, dass es in Studien zu Beobachtungs-, Auswertungs- und Interpretionsfehlern kommen kann und von so was kann sich sicherlich niemand frei sprechen, auch wenn man es versucht). Jetzt ist Campbell 80 Jahre als, hat sich seit 55 Jahren mit allen Facetten der Biochemie beschäftigt, und ich vertraue ihm.

Ich nehme an, dass das für meine Leser ähnlich funktioniert, jedenfalls habe ich, seit ich über Biochemie berichten kann, keine Hater mehr. - Blogger haben häufig Hater, besonders solche, die auch viel Persönliches von sich preisgeben. Das sind Kritiker, die in den Kommentaren ihre Meinung ablassen und man kann sehr schnell unterscheiden ob es sich dabei um einen Hater handelt oder um einen wohlgesonnenen Leser, denn Hater werden sehr leicht herablassend und beleidigend und das spürt man schon innerhalb der Formulierung. Kommentare von Hatern habe ich irgendwann einfach nicht mehr veröffentlicht, weil es von Gesetz der Anziehung keinen Sinn macht sich damit zu beschäftigen. Außerdem: "What you think of me, is none of my business". Es sind alles nur Projektionen.

Jedenfalls habe ich keine Hater mehr, seit ich über Biochemie schreibe, weil es sehr schwer ist eine Naturwissenschaft zu beleidigen und als dumm hin zu stellen, besonders, wenn man sie selber nicht versteht. Der Respekt ist größer geworden und die Fähigkeit zu kontern ist gesunken.

Ich bemühe mich daher um euer Vertrauen. Auch indem ich biochemische Mechanismen erkläre, die ihr vielleicht nicht versteht. So was fördert in mir nämlich Vertrauen. Und tatsächlich muss man immer irgendwie und irgendwo Vertrauen aufbringen, denn man kann nicht alles über jedes Fachgebiet wissen. Nicht als Arzt und nicht in irgendeinem anderen Beruf. Wenn ich ein Auto in die Werkstatt bringe, muss ich auch drauf vertrauen, dass es ordentlich repariert wird. Leider. Ich tue mich auch schwer mit Vertrauen. Und ich schildere das, weil ich auch nur ein Mensch bin, der nicht alles weiß und wahrscheinlich sogar T. Colin Campbell nicht alles weiß, weil man, um mit Sokrates zu sprechen, je mehr man weiß auch nur erkennt, dass man zu wenig weiß...

Menü des Tages am 16. September

Guten Morgen Müsli von Rosengarten mit Hafermilch, Banane, Paranuss und Leinsamen



4 Grüntee

1 Banane

Provencale Pfanne von Davert mit zusätzlich Zwiebel, Paprika, Mais und Sojagranulat



Rest von der Pfanne
38 g Ombar Kokosmilch

Ja, ja, ich weiß....

Ich rede mir selbst ein, dass es ja nur noch 5 Tage bis zur Prüfung sind. Das Phänomen: „Morgen fange ich eine Diät an“ - Dennoch war es besser was die meisten Leute so essen.

Das Guten Morgen Müsli habe ich im Bioladen gekauft, als ich verschlafen hatte und nicht frühstücken konnte. Ich sage euch, es ist gesünder im Bioladen zu verschlafen als im Krankenhaus. Wenn man Frühschicht im Krankenhaus hat und verschläft, bleiben einem nur Weißmehlbrötchen mit Butter und Marmelade. Im Bioladen kann man Müsli mit Hafermilch erwerben. Deshalb fühlt sich die Tätigkeit im Bioladen so viel sinnvoller für mich an als die im Krankenhaus. Worauf ich hinaus wollte: Das Müsli ist nicht nur echt lecker, es hat auch Beeren mit drin für Antioxidantien und auf 100 g nur 3 g Fett. - allerdings Honig, welcher für strege Veganer abschreckend sein dürft.

Die Davertpfanne war auch ziemlich gut, besonders wahrscheinlich, weil ich sie noch mit Gemüse angereichert habe. Ohne das schmeckt mir selbst Biofertignahrung überhaupt gar nicht. Hat kein Aroma und keinen Geschmack. Das war was, was ich gekauft habe, für Zeiten in denen ich keine Zeit zum Kochen und Schnibbeln habe und diese Zeit war nie mehr als jetzt vor dieser mündlichen Prüfung.

Und wo ich bisher echt ne Menge Schiss vor der mündlichen Prüfung hatte, fange ich jetzt fast schon am mich darauf zu freuen, weil ich Soz. echt interessant finde, durch meine Ernährungsrecherchen viele Beispiele anbringen kann und weil ich und Biochemie sowieso totale Liebe ist!:-)
Ich bin so dankbar, dass mir der Staat ermöglicht mir all dieses Wissen gratis an zu eigenen, für die Steuerzahler, die diesen Studienplatz finanzieren, der sage und schreibe 200 000 € kostet und für das Bafög, was mir noch zusätzlich gewährt wird, damit ich auch mein Leben in der Lernzeit unterhalten kann.

Ach ja, a propos "Leben unterhalten": Das Abendessen fiel so aus, weil ich in den Bioladen gerufen wurde, weil eine Kollegin einen Fahrradunfall hatte und sich die Schneidezähne ausgeschlagen hat. Ich musste den Laden dicht machen und hatte als einzige Essensoption die Reste vom Mittagessen. Eigentlich wollte ich das Rezept machen, was heute in den Newsletter kommt, aber das muss jetzt bis heute Mittag warten...

Alles Liebe,

Silke


Sonntag, 14. September 2014

Medizinische Soziologie...



Ich habe mich so weit wieder beruhigt, habe einen Überblick gewonnen über das was gelernt werden muss und ein gutes Gefühl, dass ich mich halbwegs adäquat auf die mündliche Prüfung vorbereiten kann, habe in MedSoz sogar das Gefühl, dass ich eine richtig gute Prüfung ablegen kann und finde den Stoff von Tag zu Tag interessanter, weil es mal kein sturres Faktenlernen und Begriffepauken ist, sondern es ist fast Philosophie. Und Philosophie kann ich, das war ein Abiturfach von mir. Ich könnte in MedSoz fast so gut vorbereitet in die Prüfung gehen, wie ich es im Abitur war und das war im ganzen Studium noch nie der Fall.

MedSoz kommt wahrscheinlich auch im ärztlichen Alltag, sowie im gesamten Gesundheitswesen zu kurz und daher sollte ich vielleicht auch mal darüber schreiben. Über Biochemie habe ich ziemlich viel geschrieben, aber über MedSoz so gut wie gar nicht.

Es steht für Medizinische Soziologie, wird im 2. Semester unterrichtet und deshalb hat es jeder Medizinstudent wahrscheinlich bis zum Examen wieder vergessen. Es beschäftigt sich mit der Arzt-Patienten-Beziehung, mit der Entstehung von Krankheiten verursacht durch soziale Schichtzugehörigtkeit, mit der korrekten Durchführung von Studien, mit der Organisation des Gesundheitswesens, mit den Klassifikationen von Krankheiten, nach ICD und ICF, und der Gesundheitsdefinition der WHO.

Da wird zum Beispiel gelehrt wie die Arzt-Patienten-Kommunikation stattfinden soll, dass Empathie von Seiten des Arztes vorhanden sein muss, dass diese Empathie auch kommuniziert werden muss, dass der Arzt und der Patient gleichberechtigte Partner sein sollen in der Entscheidungsfindung für eine Therapie und beide die Verantwortung tragen – Das habe ich, obwohl ich in meinem Leben nicht sonderlich viel bei Ärzten war, noch nie erlebt. Ich kenne es so, dass der Arzt sich anhört, was ich sage, er die Therapie bestimmt und dabei so dogmatisch auftritt, dass ich mich auch nicht mehr traue irgendwas dagegen zu sagen. Danach bin ich entweder compliant oder nicht-compliant, sprich, ich folge der Therapie oder tue es nicht.

In beiden Fällen ist das aber suboptimal, denn wenn man kein gutes Gefühl bei einem Arzt hat, hat man kein Vertrauen, wo kein Vertrauen ist herrscht Unsicherheit und Kontrollverlust und das wiederum führt zu Stress, welcher wiederum zur Ausschüttung von Cortisol führt, welches das Immunsystem schwächt. Sprich: Schlechtere Genesung.

Oder es geht um die Entstehung der Persönlichkeit und der Sozialisation, was schon im Mutterleib beginnt und auch in der frühen Kindheit. Wenn die Mutter schädliche Substanzen konsumiert kann es zur Schädigung der kognitiven Fähigkeiten führen, was es dem Kind erschwert Bildung zu erlangen, welche aber erforderlich ist um eine gute Stellung in der Gesellschaft und im Berufsleben zu haben. Bildung ermöglicht es dem Menschen auch Gesundheitsinformationen zu finden, sie zu verstehen, sie zu beurteilen und sie anzuwenden. Mangelnde Bildung führt zu schlechterer Gesundheitsfürsorge, zu Konsum von miesem Essen, Tabak, Alkohol, schlechten Wohnbedingungen etc. Darüber hinaus gibt es die Theorie, dass je besser der Wortschatz und die gramatikalischen Fähigkeiten ausgebildet sind, man umso höher ausgeprägte kognitive Fähigkeiten hat und damit wiederum eine bessere Stellung in der Gesellschaft haben kann.

Wenn man in der frühen Kindheit also das Sprechen durch eine Person lernt, die keinen elaborierten Sprachcode verwendet, bleiben die kognitiven Fähigkeiten zurück. Wenn man in der frühen Kindheit aber auch kein Urvertrauen aufbauen kann oder man kein gutes Bindungsverhalten lernt, schadet auch das wiederum der Gesundheit aus oben genannten Gründen.

Ein großes Teilgebiet der Medizinischen Soziologie ist auch der Aufbau von Studien, wie man sie möglichst standardisiert durchführen kann, wie man Verblindung des Versuchsleiters verhindern kann, wie man Störfaktoren eliminiert, welche Studien für welche Zwecke gut sind und was für Messungen man durchführen kann.

Ein weiterer sehr krasser Effekt ist das gesamte Gebiet des Versorgungsmanagements sowie der integrierten Versorgung. Dabei geht es darum, wie man die diversen Bereiche des Gesundheitssystems besser vernetzen kann, sowohl wirtschaftlich als auch für das Wohl des Patienten. Es gab eine Feldstudie in Baden Würtemberg, die sich „Gesundes Kinzigtal“ nannte, wo Ärzte, Krankenhäuser, Versicherungen, Selbsthilfegruppen, Psychologen etc. besser vernetzt wurden, mit dem Resultat, dass im Schnitt die Bevölkerung 1,4 Jahre länger lebte, als unter normalen Versorgungsbedingungen!!!

Und schlussendlich geht es auch darum wie der Mensch überhaupt kommuniziert, welche Inhaltsaspekte eine  Nachricht hat und was die bestimmenden Aspekte sind und dabei fühle ich mich schwer an den Deutschunterrricht im Abitur erinnert.

Überhaupt habe ich einen guten Zugang zu dem Fach, weil meine eigene Sozialisation schon wesentlich länger dauert als die meiner Kommilitonen. Ich hatte schon einen so miesen Job, der mir so wenig Geld eingebracht hat, dass es schwer war Gesundheitsförderung zu betreiben. Ich weiß wie die Leute ticken, die in schlechten Jobs arbeiten, wie viel die Rauchen und Trinken und was für einen Mist die Essen. Ich studiere Medizin, weil ich mich bei Ärzten auch nie aufgehoben fühle, ich weiß wie es sich anfühlt kein Vertrauen zu haben, habe selber eine sehr unsichere Bindung in meiner Kindheit gelernt, die mir im Alltag mehr Schaden als Nutzen gebracht hat. Aber ich habe mich auch sehr effektiv sozialisiert. Ich glaube sogar, dass das ein Resulat aus meiner eigenen Gesundheitsförderung war.

Ich glaube, wenn ich nicht vor 10 Jahren oder so abgefangen hätte anständig zu essen wäre ich nicht da wo ich jetzt bin. Dann hätte ich nie aus einem miesen Job raus gefunden, dann würde ich jetzt immer noch von Kaffee, Zigaretten, Bier und Billignahrung leben. Dann hätte ich nicht meinen Arsch hoch gekriegt und angefangen Sport zu machen, mir die Mühe gemacht Kaffee, Zigaretten und Bier nicht jeden Tag zu konsumieren, hätte meinen Arsch nicht ans Abendgymnasium bewegt, kein 1,2er Abi gemacht und würde mich jetzt nicht auf einem so hohen Niveau bilden können, wie es den meisten Menschen vorenthalten bleibt.

Es gibt zwei Theorien: Krankheit macht arm oder Armut macht krank.

Ich glaube Dummheit macht krank. Oder besser gesagt mangelnde kognitive Fähigkeiten, auch mangelnde Selbstreflektion, auch Angst vor der Auseinandersetztung mit sich selbst und seiner Umwelt. Armut kann krank machen, mich hat sie aber nicht krank gemacht. Krankheit kann arm machen, muss sie aber nicht, vor allem nicht in unserem Gesundheitssystem. Beides spielt wohl keine so große Rolle. Die Ursachen von Armut sind vielmehr ebenfalls die Ursachen von Krankheit. Und diese Ursachen liegen schlussendlich in der Sozialisiation und in der Psyche.

In einem Menschen steckste aber nicht drin, daher muss man Horroraufkleber auf Zigarettenschachten kleben. Im Idealfall soll jedem Menschen die Freiheit und das Wissen gegeben werden für seine Gesundheit, die ja für jeden erstrebenswert ist, sorgen zu können. Irgendwie funktiniert das aber nicht, irgendwo muss anders angesetzt werden. Und das obwohl wir in Deutschland gratis jede Bildung bekommen können, die wir wollen! Aber wenn sogar Heilpraktibker nicht wahr haben wollen, das Artherosklerose keine Kollagenablagerungen sind, dann ist die Lösung auch nicht die Option sich Bildung zu verschaffen sondern viel eher in der Kindheit zu suchen, im Elternhaus und überhaupt gaaaaanz am Anfang.

Dennoch kann man sich auch darüber hinweg setzen wenn, ja wenn, man sich mit sich selbst auseinander setzt. Vielleicht ist schlichte Liebe der Schlüssel. Reine bedingungslose Liebe in der Kindheit ohne Pseudo-Erziehungs- und Machtmaßnahmen, Wünsche den kleinen Menschen zu verändern oder so zu machen wie sich selbst sondern diesen Menschen sich so entwickeln zu lassen, wie es sein Leitsystem ihm vorgibt, dass er Sicherheit in sich selber findet, sich selbst mag, sich mit sich selbst gerne auseinander setzt, weil es ihm Spaß macht, sich weiter zu entwickeln. Das könnte wirklich protektiv sein...

Menü des Tages am 13. September

Haferflocken mit Mohn, Leinsamen, Banane, Weintrauben, Wasser


1 Riegel Rice Choc von Vivani

Gewürzbrot mit roh veganer Aioli und Paprika

4 Riegel Rice Choc
handvoll Cashews

Salat mit Rest von Paella, Rest von Pastinaken-Möhren-Eintopf, schwarzem Quinoa, Salz, Rapsöl, Pfeffer


1,5 alkoholfreie Becks Blue

Ich glaube ich verstehe jetzt die Vorteile hochkalorischer Nahrung unabhängig vom Belohnugnssystem. Hochkaloriesche Nahrung kann man schneller essen, es braucht weniger zweit sich Energie zu verschaffen. An so einem Salat isst man total lange, eine handvoll Cashews ist schnell gegessen. Das Krasse ist dabei, dass hochkalorische Nahrung durchaus Sinn macht, wenn man viel Energie braucht, dass sie aber völlig unsinnig ist, wenn alles was man tut ist den ganzen Tag fern zu sehen! - Viele Menschen machen aber genau das beides: Hochkalorisch essen aber die Energie nicht verbrennen und dann kommt es zu Problemen. Und gleichzeitig wird man auch noch körperlich Abhängig, vermittelt durch das Belohnungssystem und dann kommt man ggf. nicht mehr raus.

Ich weiß noch nicht genau was ich mache, wenn der 22. September vorbei ist. Dann sind 5 Monate Superstress vorbei. In meiner Fantasie liege ich Tagelang nur im Bett. Das ist aber wahrscheinlich werde erstrebenswert noch machbar. Ich habe an ein paar Fastentage gedacht um zu regenerieren und muss mal schauen ob ich Lust darauf habe. Das letzte Fasten ist jedenfalls 1,5 Jahre her, daher könnte es wieder mal Zeit dafür sein.

Alles Liebe,

Silke


Donnerstag, 11. September 2014

Anpassungsmechanismus des Belohnungssystems...



Ich bin krank – nein, nicht körperlich...psychisch. - Ich hab am Montag vom Hörensagen erfahren, welche Themen ich in der mündlichen Physikumsprüfung bekomme – Biochemie und Soziologie – und seither drehe ich am Rad. Und das, obwohl das meine Wunschthemen waren! Bis Montag hat mich nur die Sorge umgetrieben, dass ich Anatomie bekomme und dann eh durchfalle. Mit Biochemie und Soziologie habe ich aber ne reelle Chance zu bestehen und das vielleicht sogar mit einer relativ guten Note!

Dienstag kam das Bestätigungsschreiben per Post. Es ist Biochemie und Soziologie.
Dienstag rief dann aber auch eine Fernsehproduktionsfirma an, die vor 3 Wochen bereits schon angefragt hatte für eine Rolle und der ich gesagt habe, dass ich mehr Gage will. Bis spätestens Ende letzter Woche wollten die sich gemeldet habe, ob ich die Rolle bekomme oder nicht. Haben sie nicht gemacht und ich dachte: „Gut, dann hat sich das ja erledigt und ich hab Zeit zum Lernen“ - Dienstag kam per Telefon dann auch die Zusage, dass meine Gagenforderung akzeptiert wurde. Ich war enttäuscht, weil ich lernen wollte und gleichzeitig, weil die Idioten von der Fernsehproduktionsfirma mir für nächste Woche keine genauen Drehtage nennen konnten und ich immerhin auch noch im Biolaen arbeiten muss und mit denen auch den Dienstplan abstimmen muss. Zu allem Überfluss haben die bis heute auch noch kein Drehbuch rausgerückt!!! Text will ja auch gelernt werden! - Ich bin ausgerastet!!!

Das ist eine Pilotfolge von etwas, was so ungerfähr so werden soll wie ein Tatort. Aber ich prophezeie jetzt schon: Das wird nix. Unglaublich unproffessionell, wollen kein Geld ausgeben aber hochwertiges Fernsehen produzieren. Dauert nicht mehr lange, dann bricht auch in Deutschland die Idiotenfernsehkultur zusammen und eine deutsche Variante von HBO wird gegründet. Deutsches Fernsehen sollte man in jeder Hinsicht boykottieren. Eigentlich auch als Schauspieler!!! - Ich denke das Problem ist, dass so viele Mit-20-jährige für geringes Geld heute in Fernsehproduktionsfirmen arbeiten und die sich gar nicht mehr an das deutsche Fernsehen der 80er Jahre erinnen könne, als es noch gute Fernsehserien gab!

Schlussendlich habe ich mich damit aber abgefunden. Womit ich mich nicht abgefunden habe ist, wie ich das alles auf die Reihe kriege. Den Besuch bei meinem Vater dieses Wochenende habe ich gecancelt aufgrund all diesen Ärgers. Und meine Hauptsorge ist eigentlich gar nicht zu bestehen, sondern, dass ich evtl. sogar eine Chance habe halbwegs gut zu bestehen. Aber vielleicht habe ich auch einen Blackout und falle doch durch und kriege dann nächstes Semester Anatomie!!! Argh!

Jedenfalls, zu meiner psychischen Krankheit: Ich habe Appetitlosigkeit. Habe ich seit 9,5 Jahren nicht mehr gehabt, als ich zwischen glücklich und unglücklich verliebt war. Hängt wahrscheinlich mit dem Serotoninlevel zusammen. Ich kenne mich so nicht. Ich habe Hunger, fange an was zu essen und der Hunger ist nach 5 Min. vorbei.

Tatsächlich ist die Situation aber auch so wie vor 9,5 Jahren. Ich hatte mich verliebt wusste aber nicht, was der Gegenpart fühlt, hatte Angst, dass er nichts fühlt, hatte aber Indizien, dass er was fühlt. Bei Klausuren weiß ich eigentlich immer, dass ich zu wenig weiß, und es ist alles ein Glücksspiel. Für die mündliche Prüfung gibt es Altprotokolle wo drin steht, was der jeweilige Prüfer in den letzten Jahren so gefragt hat und sehr häufig wiederholt sich das. Man kann sich also quasi relativ konkret vorbereiten, was man bzw. ich bei Klausuren nicht kann, weil der Stoff immer viiiieeeel zu viel ist. Das Lernen erscheint wie eine Sisyphosaufgabe.

Schlussendlich wollten aber nicht meine Sorgen zum Thema des heutigen Posts werden, sondern eine Studie die in Nature veröffentlicht wurde, wo das Belohnungssystem übergewichtiger Menschen in der Magentresonanztherapie untersucht wurde. Man hat Menschen Bilder von Essen gezeigt und dann geschaut wie ihr Limbisches System, speziell Putamen und Striatum, darauf reagieren. Man geht davon aus, dass Übergewichtige eine Hyperaktivität ihres Belohnungssystems haben und die Frage war hier: Ist das reversibel?

13 Teilnehmer gab es, was zugegeben eine sehr kleine Studie ist. 8 haben 6 Monate lang eine Diät gemacht und 5 waren die Kontrollgruppe. Nach 6 Monaten hatte die Diätgruppe abgenommen und als man im Magnetresonanzapparat überprüfte wie ihr Belohnungssystem auf Bilder von kalorienarme Nahrung reagierte, stellte man fest, dass nun auch dabei das Belohnungssystem angeworfen wurde, was vorher nicht der Fall oder nicht so stark der Fall war.

Heißt, nicht nur die Geschmacksknospen, die nur 12 Tage alt werden, kann man umerziehen. Auch sein Gehirn kann man umerziehen. Das geht selbstredend erstmal mit schlechteren Gefühlen beim Essen einher, ist aber auch der Grund warum nur eine Ernährungsumstellung dauerhaften Gewichtsverlust bietet und keine Kalorienreduktion.

Interessant ist hier, dass Kohlenhydrate hier als "Low Calorie Food" eingestuft wurden und nicht sowas wie Magerquark. Und ich schwöre: McDougall steckt nicht hinter der Studie und auch nicht Douglas Lisle. "High Calorie-Food" waren hier die Sachen, die viel Fett enthielten, wohl weil 1 g Fett mehr Kalorien hat als 1 g Kohlenhydrate. Außerdem ist dieser Artikel sehr schön aufgebaut und man wirklich jedes Detail der Studie recherchieren.

Menü des Tages am 10. September

Haferflocken mit Apfel, Zimt, Leinsamen, Mohn, Reissüße, Wasser


4 Grüntee

3 Gabeln voll Instantpaella mit zusätzlich Brokkoli und Lauch



1 Riegel Vivani Dark Nougat
1 Ombar Kokosmilch
1 Vivani White Nougat Crisp

Noch ein paar Gabeln voll Paella

Es war wirklich schrecklich. Ich hab nach dem Frühstück absolut nichts mehr runter gekriegt außer es war Schokolade. Ich hatte Spätschicht im Bioladen und musste am Süßigkeitenreal Ware aus sortieren, deren Mindesthaltbarkeitsdatum kurz vor dem Ablauf steht. Daher die Inspiration.

Vor 9,5 Jahren habe ich nur von Kaffee, Zigaretten und Bier gelebt.
Da ist Grüntee und Schokolade auf jeden Fall die bessere Variante.

So oft im Leben muss man nicht in eine mündliche Physikumsprüfung...

Alles Liebe,

Silke


Montag, 8. September 2014

Ernährung bei Krebs



Ich bin gestern über den Ernährungsplan einer Frau gestolpert, die 2009 an Brustkrebs erkrankte und zu dem Zeitpunkt keine Krankenversicherung hatte. Aufgrunddessen, so sagt sie, habe sie nicht die Möglichkeit gehabt sich konservativ behandeln zu lassen und war völlig zurückgeworfen auf die Mittel die sie alleine bewerkstelligen konnte, was eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und des Denkens beinhaltete.

Und weil ich ihren Ernährungsplan ziemlich sinnig finde und abgesehen von der Eiweiß-Ölmischung nichts Diskussionwürdiges finde, dachte ich, teile ich das mal mit euch. Schlussenlich basiert das Ganze auf dem Verzehr von Gemüse, Salat und grünen Säften. Mit Unterstützung von ein paar Nüssen, speziell Aprikosekernen, die immer wieder gerne als gut gegen Krebs erwähnt werden.

Bei der Quark-Leinölmischung, nach Johanna Budwig bin ich irgendwie skeptisch und teile den Tenor, den der Wikipedia-Artikel über sie wiedergibt. Die Wirkung der Quark-Leinölmischung auf Krebs ist wissenschaftlich nämlich keinesfalls erwiesen. Ich bin sowieso grundsätzlich skeptisch bei Milchprodukten und besonders Quark und Käse bei Krebs, da Kasein zumindest im Labor nachweislich Krebstumore wachsen lässt.

Ich teile aber auch die Ansicht, die in dem Wikipedia-Artikel vertreten wird, dass auch nicht klar ist, ob eine Ernährungsumstellung alleine ausreicht um Krebs zu heilen. Ich bin mir sicher, dass die richtige Ernährung Krebs verhütet, aber ob eine Heilung ausschließlich mit einer Ernährungsumstellung möglich ist, kann man nicht in jedem Fall und bei jeder Krebsart sagen, daher halte ich es für wichtig auf jeden Fall mit einem Onkologen Rückspache zu halten, da dieser die Wachstumsrate des Tumors im Auge behalten kann und einfach viel mehr Hintergrundwissen hat.

Die Frau heißt Tamara St. John. Über ihre Erkrankung und Heilung hat sie ein Buch geschrieben, was nur auf Englisch erhältlich ist. Defeat Cancer Now: A Nutritional Approach to Wellness for Cancer and Other Diseases. Ich will euch auch dieses YouTube-Video von einem Vortrag, den sie auf der Cancer Control Converntion gehalten hat nicht vorenthalten. Den finde ich besonders interessant durch die Aspekte, die sie über den Zeitpunkt schildert, als sie bei sich selbst den Brustkrebs entdeckt hat, wie sie den Arztbesuch aufschob, weil sie eh keine Krankenversicherung hatte und zudem mitten in ihrem Uniabschluss steckte. Direkt danach schildert sie aber auch die Symptome, die sie bereits schon ein Jahr zuvor hatte, auf die sie nicht reagiert hat und die sollte man sich vielleicht gut merken, damit man selbst, wenn es einen trifft, möglichst frühzeitig intervenieren kann.


Aber wie gesagt, ich finde absolut nicht, dass man da auf eigene Faust anfangen sollte herum zu doktorn, denn es sind auch schon Menschen auf diese Art an Krebs verstorben.

Gleichzeitig bin ich aber auch genau gestern auf einen Artikel gestoßen, der 2013 in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht wurde in welchem dargestellt wird, warum die Chemotherapie so kritisch gesehen wird. Dummerweise bietet dieser Artikel aber auch keine Alternativen an...

Alles was ich aus der Biochemie weiß ist, dass ein gesunder Körper entartete Zellen aus dem Verkehr zieht und das macht er über mehrere Mechanismen. Irgendwas mus im Körper grundlegend schief laufen, wenn man einen bösartigen Tumor entwickelt. Auch Tamara St. John beschreibt, dass sie vor der Erkrankung nur Junk Food gegessen, geraucht und Unmengen Alkohol getrunken habe. Das Immunsystem braucht Stressfreiheit, Sonne, Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien um entartete Zellen aus dem Verkehr zu ziehen und die stecken hauptächlich in Obst und Gemüse

Ach ja, und es gibt natürlich auch veganes Junk Food, Alkohol und Zigaretten.

In diesem Jahr sind wohl 3 Betreiber von veganen Onlineshops in ziemlich jungen Jahren gestorben. Einer definitv an Krebs.  Das habe ich auch diese Woche erst gelesen als über den Tod des Vegan Wonderland Gründers berichtet wurde. Leider wird in Todesanzeigen fast nie die Todesursache mitgeteilt, was ich als angehende Ärztin immer sehr schade finde...

Menü des Tages am 7. September 2014

Haferflocken mit Banane, Apfel, Datteln, Mohn, Leinsamen, Zimt, Stevia, Wasser



Rest Quinoa Salat


1 Banane
1 Dattelkugel (alles nach dem Joggen)

Gemüsepfanne aus Zucchini, Paprika, Möhre, Brokkoli, Lauch, Tofu, Salz
Gewürzbrot mit roh veganer Aioli (Mittwoch im Newsletter)



Das Selbe wie zu Mittag
1 Banane

Der Tofu in der Gemüsepfanne war der mediterrane Räuchertofu von Lord of Tofu. Auch wieder ein Produkt, was die Welt nicht braucht, wie ich fand. Man kann es essen, ist aber mir herkömmlichem Räuchertofu sicherlich besser dran. Auch, weil dieser mediterrane Tofu nochmal ordentlich in Öl eingelegt ist, was die Welt auch nicht braucht.




Darüber hinaus habe ich meinen frisch reparierten Bianco Mixer getestet indem ich vegane Aioli gemacht habe, und die Reparatur ist absolut perfekt gelungen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat und auch damit wieder einen funktionstüchtigen High Speed Blender zu haben!



Alles Liebe,

Silke


Sonntag, 7. September 2014

Lebensumstände und Community Cooking...




Ich hab dem Workshop am 27. September gecancelt, weil mein Bianco-Mixer defekt ist. Er dampft und stinkt sobald ich ihn 30 Sekunden laufen lasse, daher musste ich ihn einschicken. Ich war mir ziemlich sicher, dass es ewig  dauert, bis er repariert ist und wollte das Risiko nicht eingehen, dass sich noch mehr Leute zum Workshop anmelde, die ich dann vertrösten muss. Am Dienstag habe ich meinen defekten Mixer bei der Post aufgegeben und gestern war er bereits wieder da. Allerdings leider nicht bei mir, sondern bei meinen Nachbar, weil ich den ganzen Tag nicht zuhause war, daher weiß ich noch nicht wirklich, ob das Problem zu meiner Zufriedenheit gelöst ist. Aber wenn es das ist, muss ich der Firma Bianco wirklich ein riesiges Lob aussprechen, für die prompte Bearbeitung. Der Workshop bleibt hingegen gestrichen.

Warum eigentlich ist es im Leben wirklich immer so, dass alles anderes kommt als man denkt?! Sogar noch, wenn man um das Gesetz der Anziehung weiß!

Ich war also den ganzen Tag unterwegs und zwar erst von 6 bis 12 im Bioladen und von 12:15 Uhr bis 18 Uhr beim ASB wo ich, wie auch schon letztes Jahr, als Simulationspatient für das Training für Katastrophenhelfer des ASB zur Verfügung stand. Das habe ich auch schon am Freitag gemacht und war Freitag, im Anschluss an das Training, noch mit Kollegen was trinken. Das war dann so nett, dass ich mich erst um 22 Uhr los reißen konnte, was eh schon spät war, weil ich um 8 Uhr im Bioladen sein musste. Um kurz nach 6 klingelte mein Handy, der Bioladen war dran und fragte wo ich bliebe...Ich hatte meine Arbeitszeiten falsch im Kopf. Ich musste um 6 arbeite, bin sogleich los gestürzt ohne Frühstück, aber mit Zähneputzen und war um 6:30 Uhr vor Ort. Da gab es dann Kaffee mit Sojamilch, aber kein Frühstück. Ich hätte gefrühstückt, hätte ich Zeit gehabt, aber der Laden war brechend voll, ich hatte die Bäckerei und die Käsetheke gleichzeitig, was faktisch für mich und die Kunden unzumutbar ist, aber das wird „da oben“ ja nicht realisiert. Ne halbe Stunde vor Schluss habe ich so nebenbei veganen gedeckten Apfelkuchen vom Vortag gefrühstückt...

Nachmittags beim ASB gab's Catering aus belegten Brötchen, von denen ich am Freitag 2 gegessen habe, aber gestern nicht. Ich hatte aus dem Bioladen Snackbrot mitgenommen, was mich den ersten Hunger hat vergessen lassen.sowie einen Rest vom Sobanudelsalat vom Vortag. Der hat aber zu lange warm gestanden und schmeckte leicht säuerlich, also habe ich verzichtet.

Naja, so erklärt sich also mein kurioses Menü des Tages von gestern.

Vor 2 Jahren oder noch länger wurde ich per E-Mail angeschrieben, ob eines meiner Rezepte in einem E-Kochbuch veröffentlicht werden dürfte. Ich habe zugestimmt, natürlich nur mit Verweis auf das Blog etc. Letzte Woche bekam ich die Meldung, dass das Buch endlich fertig sei. Man kann es auf der Seite Community Cooking kostenlos runter laden. Man kann es aber auch kaufen und der Erlös wird dann komplett gespendet. Alle Rezepte sind vegan und wurden von anderen Bloggern zur Verfügung gestellt. Schaut euch mal an, ob es echt gefällt.:-) Ich habe die Rezepte noch nicht durchstöbert, kann daher nichts darüber sagen, ob sie auch gesund sind, oder einfach nur vegan ;-) - Aber selbst dafür gibt es ja immer wieder Gelegenheiten...

Menü des Tages am 6. September

Kaffee mit Stevia und Sojamilch

Gedeckter Apfelkuchen – vollkorn

ca. 8 Stück Snackbrot Sesam

Sobanudel-Salat


2 Gummischnuller...
Alkoholfreies Bier

Salat aus Romana, Quinoa, Zwiebel, Paprika, Möhre, Gurke, Salz, Sojasauce, Chiliflocken, Reissüße, Rotweinessig, Rapsöl


1 Banane

Darüber hinaus bin ich völlig unmotiviert und lätschig...

Ich war letztes Wochendende bei meiner Schwester zu Besuch, habe 3 Tage mal absolut gar nichts gemacht und vor lauter Stressabfall sofort einen Lippenherpes bekommen. Das passiert mir eigentlich jedes Mal, wenn ich wirklich extremen Stress hatte und zwar nachher und ist tatsächlich ein Indikator dafür, dass ich es zu weit getrieben habe! - Wenn man da völlig drin steckt und permanent in Bewegung ist, merkt man gar nicht wie man immer schneller und schneller rotiert und irgendwann macht einem der Körper, weil der Geist es nicht merkt, einen Strich durch die Rechnung.

Die Uni gibt einem, bevor so was passiert, ein paar Monate Semesterferien, aber im richtigen Leben gibt es so was natürlich nicht. Das richtige Leben fordert einem aber vielleicht auch nicht so viel ab. Das hängt ganz davon ab mit welchem Beruf man seine Zeit verbringt und ob der einem Spaß macht. Ich glaube aber es wäre gesünder, wenn ein Semester 4,5 Monate ginge und man 1 Monat Ferien hätte, als diese 3 Monate, in denen man ALLES in sich rein pauken muss um es dann bei einer Klausur wieder auszuspucken...

Unterdessen warte ich darauf, dass das Schreiben kommt in welchem mir mitgeteilt wird in welchen Fächern ich mündlich geprüft werde und das müsste morgen eintreffen. Ich habe Fächer, die ich mir wünsche und andere vor denen ich mich fürchte und tue mich gleichzeitig schwer wahllos alles zu lernen ohne bereits erfahren zu haben, welche Fächer denn tatsächlich dran kommen.

Und ich brauch ne Pause. Ich muss mal 2 Wochen lang wirklich überhaupt gar nichts tun. Einfach gar keine Verpflichtungen haben...Ich glaube aber nicht, dass das dieses Jahr, oder in absehbarer Zeit mal passiert...

Alles Liebe,

Silke


Freitag, 5. September 2014

Und wieder eine neue LowCarb-Studie...



In den Annals of Internal Medicine ist vor 3 Tagen eine Studie erschienen in der vermeindlich eine LowFat mit einer LowCarb Ernährung verglichen wurde. So scheint es jedenfalls. 148 Personen wurden als Probanden entweder einer LowCarb Ernährung mit maximal 40 g Kohlenhydraten oder einer LowFat Ernährung mit unter 30% Fett zugeteilt. Während die LowCarb Ernährung also, da sie unter 50 g Kohlenhydraten enthält sogar eine ketogene Ernährung ist, ist die „LowFat“ Ernährung nicht  lowfat sondern übertrifft die Empfehlungen für den Fettberzehr der WHO, der bei 25% liegt.

Somit wurde hier also eine normale omnivore Ernährung  mit einer ketogenen Ernährung verglichen. Wunder über Wunder: Die ketogene Ernährung ist "gesünder". Die Probanden mit der ketogenen Diät nahmen besser ab, außerdem fielen ihre Triglyceridwerte und Entzündungsmarker. Ihr HDL stieg unterdessen. Gleich blieben bei beiden Gruppen Cholesterinwerte und Blutdruck. Es handelte sich bei allen Probanden um Personen, die noch nicht unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Und damit nicht irgenwer diese Studien falsch in seinen LowCarb Hals kriegt, gab es mehrere Gegenstatements. Barnard hat hier in der Huffington Post was dazu geschrieben. Er berichtet, dass er selber 2005 eine Studien durchgeführt habe bei der eine deratige Ernährung mit ca. 30% Fett mit einer echten fettarmen Ernährung verglichen wurde. Da habe sicht gezeigt, dass die echte fettarme Gruppe um längen mehr Gewicht verloren habe als die mit 30% Fett. Einen weiteren wichtigen Faktor, der in der neuen Studie außer acht gelassen wurde, so sagt er, sei der Ballaststoffanteil, der in beiden Gruppen verschwindend gering war.

Ornish kritisiert, dass nicht zwischen guten und schlechten Kohlenhydraten und Fetten unterschieden wurde. Die 30% Fett-Gruppe aß natürlich ganz normal, nur wahrscheinlich mit Light-Produkten und fettarmer Milch und Huhn. Er fügt zudem hinzu, dass es nicht nur darum ginge Risikofaktoren zu messen, sondern man auch prüfen müsse, was in den Arterien passiert. Er verlinkt dieses Paper, welches im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde mit Abbildunge, wie sehr Plaques in Arterien bei welcher Ernährung entstehen. Bei der LowCarb Ernährug, waren die Ablagerungen am gravierendsten. Er fügt hinzu, dass ihm nicht bekannt sei, dass irgendeine LowCarb Ernährung jemals Artherosklerose rückgängig gemacht hätte. Und zudem weist er auf das Krebs- und Diabetesrisiko hin, welches mit einem hohen Fleischkonsum einher geht.

Ein mir bisher unbekannte Arzt, David M. Katz, MD, der an der Yale Universität in der Präventionsforschung tätig ist und mit fettarmer Ernährung nichts am Hut hat. Wahrscheinlich auch nicht mit veganer Ernährung. Er findet die Studie einfach nur irreführend und kritisiert ebenfalls, dass die LowFat-Ernährung nicht lowfat war und auch, dass in beiden Gruppen nur ca. 15 g Ballaststoffe gegessen wurden, was viel zu wenig sei

In der New York Times erschien ebenfalls ein Artikel dazu, jedoch genau so einer, der suggerieren soll, dass LowCarb besser als LowFat ist und in dem ein Dr. Mozaffarian zu Wort kommt, Cardiologe und Ernährungsforscher an der Universität Harvard. Hier heißt es:

“Dr. Mozaffarian said the research suggested that health authorities should pivot away from fat restrictions and encourage people to eat fewer processed foods, particularly those with refined carbohydrates.„

Man solle also weniger verarbeitete Nahrung essen und sich nicht einfach darauf konzenrieren Fett zu reduzieren.

Und das ist wohl auch die Bottom Line, die allen Beteiligten gemein ist: Vollwertige Nahrungsmittel mit Ballastoffen müssen gegessen werden. Fleisch ist tatsächlich vollwertiger als fettarmer Joghurt mit Zucker oder Weißbrot. In anbetracht aller Umstände kann man aber nur zu dem Schluss kommen, dass weitestgehend pflanzlich gegessen werden sollte und dass nur eine fettarme Ernährung, die gleichzeitig vollwertig ist, jemals Artherosklerose rückgängig gemacht hat.  Und davon verstopfen Blutgefäße, nicht von Cholesterinwerten oder Triglyceriden.

Was wäre passiert, wenn man hier eine vollwertige Ernährung mit 30% Fett mit der LowCarb Ernährung verglichen hätte? Kann man nicht einschätzen. Dazu muss man wahrscheinlich wirklich auch wieder eine neue Studie machen.

Menü des Tages am 4. September

Vollkornhaferflocken mit Datteln, Weintrauben, Leinsamen, Paranuss, Zimt, Banane und Wasser


Dinkelvollkornbrot mit Mandelpüree und Banane
3 Grüntee

2 Dattelkugeln
Dinkelvollkornbrot mit Ingwer-Mandel-Dressing und Gurke


1 Kochbanane
38 g Ombar Goji (regelbedingt)

Reis mit Gemüse in süß-sauerer Sauce


alkoholfreies Becks
1 Kugel Stracciatellaeis

Rest Reis
Popcorn mit Salz in Kokosöl gepoppt

Ich war mir einer Freundin zum Essen verabredet und zwar um 15 Uhr. Überhaupt gar nicht meine Essenszeit aber wohl neuerdings ihre. Sie isst nur noch 1 Mal am Tag um abzunehmen und für die Verdauung und zwar meistens nachmittags. Ich hab mich mittags also zurück gehalten.

Wir wollten eigentlich ins Well Being, einem thailändischen veganen Restauran, aber das hat zwischen 15 und 17:30 Mittagsruhe. Alternativ waren wir dann im Krua Thai wo ich von den vegetarischen Gerichten dann das ausgewählt habe, was weder gebraten noch mit viel Kokomilch zubereitet war: Phad Priao Waan Phak. Es war grauenvoll!!!! - Die süß-saure Sauce war völlig überzuckert und ich hab mir ne zweite Portion Reis bestellt um es überhaupt runter zu kriegen und das Süße auszuballancieren. Da gehe ich definitiv nie wieder hin. Das Well Being wäre um Längen besser gewesen.

Jedefalls hatte meine Freundin noch Lust auf Dessert, am besten auf Eis und so habe ich aus Solidariät eine Kugel mit gegessen. Auch da hätte es wieder die Option Well Being gegeben, aber das hätte erst in einer halben Stunde wieder auf gemacht. Also, das war nix...

Ach, und satt gemacht hat der weiße Reis mit der Zuckersauce natürlich auch überhaupt gar nicht...Das Leben macht einem immer einen Strich durch die Rechnung...Immer wieder...

Alles Liebe,

Silke