Montag, 28. April 2014

Warum werden wir überhaupt fett???



Ich hab die letzten 3 Wochen an der Uni damit verbracht Biochemievorlesungen zu besuchen, in denen es um die Verwertung der Makronährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate ging und ich war wieder fasziniert über die Fähigkeit des Körpers das eine in das andere umzuwandeln. Zumindest fast. Nur eine einzige Sache funktioniert nicht: Fettsäuren in Kohlenhydrate zu verwandeln.

Sowohl aus Fetten wie auch aus Kohlenhydraten wird dann Acteyl-CoA und das wird in den Zitratzyklus eingespeist und daraus wird dann Energie also frage ich mich: Wieso kommt es dann überhaupt zu hohem Blutzucker oder Arteriosklerose? Schlussendlich natürlich, weil zu viel davon gegessen wird, mehr als der Stoffwechsel gebrauchen kann, mehr als wir an Energie verbrauchen und somit muss das überschüssige Essen in die Fettdepots.

Fettdepots bestehen aus Triacylglyceriden und so ein Triacylglycerid ist ein Molekül Glycerin und 3 Fettsäuren. Diese Fettsäuren können alle möglichen Fettsäuren sein und wenn der Körper sie selber synthetisiert überlegt er sich selber was geschickt wäre zu synthetisieren und einzulagern, außer, dass er die essentiellen Fettsäuren Omega 3 und 6 natürlich nicht selber herstellen kann.

Aus Kohlenhydraten Fette her zu stellen ist für den Körper selbst ziemlich energieaufwändig, was so viel heißt wie, dass man von Kohlenhydraten die Menge an Kalorien mehr essen kann, die der Körper zusätzlich braucht um Fette daraus zu synthetisieren.

Fette die wir essen sind, im Falle von tierischen Fetten, ebenfalls Triacylglyceride mit gesättigten Fettsäuren und sie sind in unserem heutigen Mastvieh viel reichhaltiger als sie in der ganzen Evolution jemals waren. Das Glycerin aus den Triacylglyceriden kann der Körper dann sogar in Glucose verwandeln, wenn ihm Glucose fehlt, aber die Fettsäuren eben nicht. Die muss er in der Beta-Oxidation zu Energie verbrauchen. Wenn der Körper diese Energie nicht brauchen kann, weil er schon genug hat, z.B. aus Glucose, die er den Fettsäuren zur Energiegewinnung vor zieht, belasten diese überschüssigen Fettsäuren den Organismus und führen zu Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und natürlich zur Fettleibigkeit.

Dabei war ich gleichzeitig wieder völlig fasziniert davon, wie der Körper seine Energieversorgung perfekt regeln kann, zwischen den Mahlzeiten, in Hungerzeiten, oder wenn ihm eine Nährstoffgruppe fehlt. Er kann fast alles ineinander umwandeln nur Fettsäuren eben nicht in irgendwas anderes, aber er kann aus Proteinen Glucose gewinnen und aus Glycerin ebenfalls und er hat auch noch seine Glykogenreserven.

Bei so einer perfekten Steuerung muss man sich allerdings fragen:
Warum werden dann so viele Menschen fett?

Und dann bin ich wieder bei Douglas Lisle und die ganze Die Lustfalle-Theorie bestätigt sich wieder aufs neue. Mit natürlichen Nahrungmitteln kann man sich nicht fett essen. Es sei denn, man missbraucht auch sie und isst nicht aus Hunger sondern auch aus “Gefühlen”. Das geht allerdings nur bis zu einem gewissen Grad denn irgendwann ist der Magen und der Darm voll mit all den Ballaststoffen, daher wird jemand der sich an Vollwertkost überisst, weil er Gefühle kompensiert, niemals so fett und so krank, wie jemand, der das mit Zivilisationskost macht.

Vielleicht ist daher der erste Schritt wirklich einfach eine Ernährungsumstellung aber der zweite ist definitv die Arbeit an den eigenen Verhaltensmustern und da muss ich mir genau so an die Nase fassen, wie, ich glaube, jeder andere in der Gesellschaft. Jeder hat irgendwas, irgendeinen Mechanismus mit Substanzen, wahrscheinlich schon in der Kindheit gelernt, um mit seinen Gefühlen halbwegs klar zu kommen.

Alle diese Gefühle zu verstehen und zu lösen, ist wahrscheinlich die Lebensaufgabe,

Menu des Tages am 24. April

Frischkornbrei aus Buchweizen, Banane, Orange, Sunwarrior, Paranuss, Cashews, Zimt, Leinsamen, Cranberries

2 Grüntee
etwas Räuchertofu

Vollkornbrot mit Senf, Avocado, Paprika und Räuchertofu
2 Bananen

Weißkohleintopf mit schwarzen Bohnen


Sojajoghurt mit Stevia und Vanille

3 Riegel Bitterschokolade

etwas Räuchertofu
1 Banane
Fettarmer Coleslaw mit Hirse



Also, was soll man machen? Sich völlig fern halten von allen Substanzen oder sich immer mal wieder dem Risiko aussetzen und die Konsequenzen in kauf nehmen? Ich meine, ich stell es mir furchtbar vor komplett und total für immer auf Schokolade oder Rotwein zu verzichten. Ich wünschte ich wäre so geeicht, dass mir das gar nichts bedeuten würde. Mittlerweile bedeuten mir ja auch Milchprodukte oder Burger nichts mehr. Wie kam es dazu? Hab ich mir irgendwann mal vor genommen sowas nie wieder zu essen? Bei Fleisch war das so und das führte dann da hin, dass ich es seit 25 Jahren so gut wie gar nicht gegessen habe. Ich war aber auch nie der Typ, der aus Essen auf Partys oder so dann jedes Krümelchen Fleisch raus gesammelt und in den Müll geworfen hat. Aber Fleisch kann ich konsequent vermeiden. Milchprodukte schleichen sich leider in allzu viele Sachen rein, wie Kuchen, Eis, Kekse auch alles Sachen, die ich zuhause alle tierproduktfrei und vollwertig herstellen kann, was es "draußen" aber nicht gibt.

Ah, es kann daran liegen, dass es zwar einen Ersatz für den Genuss von Fleisch und Milch gibt, aber keinen für den Genuß von Rotwein und kaum einen für den Genuß von Schokolade. Schwer, wirklich schwer. Ich fürchte, es liegt in meiner Einstellung. Innen. Wirklich zu dumm, dass es immer Dinge im Leben gibt, die man will und andere die man nicht will und das Problem da immer hin und her navigieren zu müssen...

Alles Liebe,

Silke




Mittwoch, 23. April 2014

Paleo verschlechtert Blutfettwerte...



Ich muss mich heute früh leider ein bisschen sputen, aber ich hoffe dennoch alles unter einen Hut zu kriegen.

Eine Studie zur Paleo-Ernährung wurde kürzlich im International Journal of Exercise Science  veröffentlicht. Man hatte 44 gesunde Personen für 10 Wochen auf unlimitierte Steinzeitdiät gesetzt und sie gleichzeitig dazu aufgefordert Sport zu machen und während sich die grundsätzliche Fitness, Körpergewicht und Körperfettanteil durchaus verbessert haben, haben sich ALLE Blutfettwerte verschlechtert, also Cholesterin (alle Sorten) und auch Triglyceride. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine derart die Blutfettwerte verschlechternde Ernährung jede Verbesserung der Gesundheit durch Sport zunichte machen  würde und raten eine Möglichkeit zu finden wie man die positiven Aspekte von Paleo erfahren kann ohne die Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Das würde bedeuten, dass man den Konsum von tierischen Produkten innerhalb der Steinzeiternährung runter schrauben muss bis man einen prozentualen Fettanteil in der Ernährung hat, wie die WHO ihn empfiehlt, nämlich um die 25%. Das Irre bei Paleo ist ja auch, dass es reine Spekulationen sind, was die Menschen in der Steinzeit wohl gegessen haben, dass viele der Pflanzen und Tiere die gegessen wurden heute so gar nicht mehr vor kommen und dass man diese Nahrungsmittel sicher auch nicht in so rauhen Mengen zur Verfügung hatte, wie Paleo-Anhänger sie heutzutage verzehren.

Aber in Anbetracht dessen, dass sogar richtige Steinzeitmenschen wie Ötzi Arteriosklerose hatten, obwohl auch der sicherlich durchaus fit und schlank war, macht jegliche Studien vielleicht sogar überflüssig. Eine Ernährung, die zu Arteriosklerose führt ist eine Ernährung die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt und daran sterben nun mal 40% der Bevölkerung. Arteriosklerose kriegt man hingen nicht von Vollkorngetreide, denn das ist nichts, was den Blutzuckerspiegel gravierend verändert (und damit zu Schäden an den Blutgefäßen führt), sondern etwas, dass es dem Körper erlaubt, sich zu sättigen und dabei den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, wie es seine Aufgabe ist. Ötzi kann daher seine Arteriosklerose nicht durch Getreideverzehr bekommen haben, sondern nur durch das tierische Fett und das, obwohl Steinzeittiere wesentlich fettärmer waren als heutiges Schlachtvieh.

Wäre Ötzi nicht ermordert worden, wäre er wahrscheinlich auch irgendwann an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestorben, aber nicht durch einen Herzinfarkt mit Mitte 50 wie wir, sondern sicherlich erst mit über 80, hätte ihn nicht eine Infektionskrankheit oder ähnliches dahin gerafft. Mit einem Alter von über 80 sind die meisten aber auch schon zufrieden...

Menu des Tages am 21. April

Frischkornbrei aus Buchweizen, Banane, Orange, Sunwarrior, Flohsamen, Cashews, Leinsamen, Zimt, Erdbeeren
2 Grüntee

1 Banane
Vollkornbrot mit Senf, Räuchertofu und Paprika

Gemüsepfanne mit Reisnudeln und Sojacuisine


Pudding aus Seidentofu, Banane, Stevia und Vanille

3 Riegel Bitterschoko
Buchweizen-Erdbeer-Muffin

etwas Räuchertofu
Salat aus Eisberg, Paprika, Sellerie, , Bärlauch, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Avocado und Reissirup


2 Bananen
Glas Rotwein

Ich schlage mich immer noch rum mit dem "zuhause sitzen und lernen Problem", was automatisch zu Schokoladengelüsten führt, die zwar mit Bitterschokolade schnell zu stillen sind - aber mir gefällt das nicht. Ich muss mich aus den Klauen der Schokolade befreien. Langsam aber sicher. Ich fürchte allerdings, dazu muss ich sie auch aus meinem Shop entfernen, denn immer mal wieder laufen Schokoladen ab und die esse ich dann natürlich selbst!

Andererseits halte ich Schokolade auch wirklich nicht für gut, weil sie süchtig macht, anregt und Glücksgefühle auslöst, die man aus anderen Dingen bekommen sollte und nicht aus Essen. Das bringt auf die Dauer Verwirrung, wie es alle Drogen machen, Kaffee und Alkohol kann das auch und irgendeine Droge befindet sich immer in meinem Leben. Vielleicht weil es immer irgendwas gibt, worauf ich mich stützen will. Vielleicht weil ich ohne Krücke sogar überhaupt gar nicht gehen kann?!

Große gesundheitliche Auswirkugen hat das zwar alles nicht, aber mich interessiert wieder einmal wie es wäre, wenn ich völlig frei wäre von allen Substanzen und wie lange es dauert, bis sich das System wieder normalisiert hat. Als ich letzten Herbst frei von jeglichen Substanzen war, war ich jedenfalls nicht allzu glücklich...Und dann kam Stess und es war sowieso wieder alles vorbei!

Alles Liebe.

Silke





Montag, 21. April 2014

Aber, Silke, Krebs ist multikausal....



Ich hab letze Woche eine Beschwerde-E-Mail einer anderen Medizinstudentin bekommen, der es nicht passte, dass ich schrieb, dass Krebs in erster Linie auf schlechtes Ernährungsverhalten zurück zu führen sei. Es sei hinlänglich bekannt, dass Krebs multikausal bedingt sei, also viele Gründe zur Krebsentstehung führen.

Das stimmt, aber ich finde einen Großteil der Gründe nun mal im Esssen.

Zunächst mal dieses Diagramm, welches ich der Lustfalle entnommen habe und für das als Quelle Neal Barnard angegeben wird.


Hier wird deutlich, dass der Hauptrisikofaktor für die Krebsentstehung die Ernährung ist. Gefolgt vom Tabak. Nur 10% wird auf die Gene zurück geführt und noch viel weniger auf Stahlung oder Umweltverschmutzung. Demzufolge ist Krebs keine Zivilisationserkrankung, weil wir viel Umweltverschutzung oder Elektrosmog haben, sondern weil unsere Ernährung sich gravierend verschlechter hat.

Allerdings gibt es viele Ebenen in der Krebsentstehung. Zunächst mal muss es zu einer falschen Replikation der DNA kommen. Dafür gibt es ebenfalls viele Gründe. 200 Substanzen im Tabakrauch, Formaldehyd oder Asbest, Sonnenlicht, zufällige falsche Basenpaarung, Stahlung oder freie Radikale. Falsche Replikation der DNA passiert alle Nase lang, weshalb sich der Körper im Laufe der Evolution haufenweise Reparatur- und Schutzmechanismen zugelegt hat.

So hat die DNA-Polymerase, die die DNA repliziert eine Korrekturlesefunktion, welche darauf hin weist, wenn irgendwas bei der Replikation schief gelaufen ist. Wenn etwas schief gelaufen ist wird das falsche Stück einfach raus geschnitten und ein richtiges Stück synthetisiert. Natürlich ist die DNA-Polymerase nicht so unfehlbar wie der Papst  und falls sich dann doch ein Fehler einschleicht und sich eine Zelle mit falscher DNA teilen will, gibt es weitere Schutzmechanismen wie Tumor Supressor Proteine wie das p53, welches die Zelle entweder von der Teilung abhält oder, wenn sie es doch geschafft hat sich zu teilen, die Tochterzelle in den Selbstmord, die Apoptose führen kann.

Darüber hinaus gibt es dann auch noch die Fähigkeit des Körpers genetische Defekte auf der DNA, die eine Entartung einer Zelle begünstigen würden, einfach zu methylieren und damit dafür zu sorgen, dass der falsche Krankheit bringende Teil einfach nicht abgelesen werden kann.

Das sind nun einige ganz wenige Faktoren, die bei der Entartung einer Zelle eine Rolle spielen können, die man bisher entdeckt hat. Es gibt sicherlich noch etliche unentdeckte mehr, aber das Prinzip macht schon mal deutlich, dass es eigentlich ziemlich schwer ist, dass eine Zelle überhaupt entarten kann. Wenn sie dann entartet ist hat das Immunsystem noch mehrere Möglichkeiten sie aus dem Verkehr zu ziehen, was natürlich erfordert, dass es einwandfrei funktioniert und hier können weitere Faktoren, wie Stress, bei der Krebsentstehung eine Rolle spielen und auch deshalb heißt es Krebs sei multikausal.

Bei optimaler Homöstase im Körper, wenn alles im richtigen Gleichgewicht ist, kann es kaum dazu kommen, dass sich eine entartete Zelle so weit vermehrt, dass es zur Tumorbildung kommt!

Wenn sich eine Krebszelle dann weiter vermehren will, also nicht bloß überleben sondern auch wachsen und sich teilen braucht sie Energie. Und wie alle Körperzellen kann sie ihre Energie ganz besonders leicht aus Zucker gewinnen. Besonders aus raffiniertem Zucker. Aber auch Kasein wird immer wieder als Wachstumsfaktor für Tumore ins Gespräch gebracht und abgesehen davon gibt es dann auch noch Wachstumsfaktoren und Hormone, die der Körper produziert, wie das Östrogen, welches Tumore wachsen lassen kann. Östrogen wird bei Frauen und Männen z.B. vom Fettgewebe produziert und je mehr Fett man am Körper trägt, desto mehr Östrogen produziert man, was mit einer der  Gründe ist, warum ein zu hoher BMI zu größerem Krebserkrankungsrisiko führt.

Ja, Krebs ist multikausal, aber ein Großteil der Gründe liegt im Essen. In zu fettem Essen, in zu zuckerhaltigem Essen, womit ich auch Weißmehl meine, in schlechter Nährstoffversorgung durch industrielle Nahrung. Aber natürlich auch in zu viel Stress und zu wenig Sonnenlicht und Sport. Und natürlich gibt es auch immer Beispiele von Menschen, die sich grottig ernähren und trotzdem keinen Krebs kriegen. Oder Beispiele eines Kettenrauchers wie Helmut Schmidt, der mittlerweile 95 Jahre alt ist und keinen Krebs hat. (Der Mann war allerdings sein Leben lang schlank!)

Jeder Körper ist halt auch ein bisschen unterschiedlich, besonders, wenn man schon eine Krankengeschichte mit sich rum schleppt. Allerdings sind wir in den letzten 50 Jahren auch erstmals in der Geschichte der Menschheit in der Lage wirklich alle Nahrung und Nährstoffe zu beschaffen, die unser Körper wirklich braucht! Und dennoch. - Wir tun es nicht. Wir sind zu bequem dafür. Wir gehen zu McDonalds.

Und weil jede Krebsentstehung und jeder Mensch irgendwie individuell ist gibt es so Geschichten, wie die von Franz Konz, der aus dem Krankenhaus geflohen ist und seinen Krebs selbstständig durch Urkost geheilt hat. Es gibt aber eben auch Fälle von Rohköstlern, die an ihrem Krebs gestorben sind.

Schlussendlich: Da steckste nicht drin. Ich würde jedenfalls niemandem empfehölen seinen Krebs ausschließlich und eigenmächtig durch Ernährungsumstellung zu behandeln. Ich würde einen sehr, sehr guten Arzt aufsuchen, dem man vertrauen kann, wo die Sympathie stimmt und der gemeinsam mit einem selbst eine Therapie erarbeitet. Meiner mittlerweile an Lungenkrebs verstorbenen Patientin hat der Onkologe eine Ernährungsberatung angeboten, so weit ist die Schulmedizin heutzutage doch schon, aber die Patientin hat abgelehnt.

Aber jedem der gesund ist würde ich definitiv empfehlen auf seine Ernärhrung acht zu geben und zudem jede Vorsorgeuntersuchung, die die Krankenkasse zahlt, wahr zu nehmen. Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto leichter die Therapie.

Menu des Tages am Ostersonntag

1 Banane
Frischkornbrei aus Buchweizen, Banane, Birne, Cashews, Paranuss, Leinsamen, Zimt, Sunwarrior Vanille, Erdbeeren


2 Grüntee

Vollkornbrot mit Reissirup und Banane
Sojajoghurt mit Stevia und Vanille
1 Riegel Lovechock

Gemüsepfanne aus Aubergine, Tomate, Paprika, Zucchini, Tofu, Sojasauce, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Garam Masala, Soja Cuisine


3 Riegel Bitterschokolade
1 Melone

Sojajoghurt mit Birne und Stevia

Dinkel-Sauerteig-Brötchen mit Senf und Paprika
Salat aus Mixsalat, Paprika, Möhre, Lauchzwiebeln, Sellerie, Buchweizennudeln, Salz, Pfeffer, 1 TL Olivenöl


2 Riegel Bitterschokolade
Rotwein

Und dann habe ich noch das Ergebnis meines Plastikfastens für euch:



Ich hätte mehr einsparen können. Ich hab mir den Luxus gegönnt ein Bettlaken zu kaufen, dessen Verpackung sich hier befindet, ne Packung Kaugummi, 2 Packungen Sojajoghurt und Tofu. Sachen, die ich nicht gekauft, sondern  geschenkt bekommen habe sind nicht dabei, ebenso Sachen, die ich noch in den Schränken hatte.

Plastikfasten ist nervig. Ich find's nicht gut, dass so viel in Plastik verpackt ist aber es ist eine Sisyphusaufgabe dem aus dem Weg zu gehen und Schuldgefühle zu haben, weil man Tofu in einer Verpackung kauft. Genauso wie man niemals jemals so Leben kann, dass kein anderes Wesen darunter leidet. Veganer sind auch für Tod und Leid von Tieren verantwortlich, denn bein Ackerbau sterben auch Tiere und durch die Schaffung von Ackerflächen wird Tieren der Lebensraum genommen.

Man kann nicht perfekt sein und das ist irgendwie ein Problem, weil es erfordert, dass man für sich selber Grenzen ziehen muss ohne blind zu werden.

In diesem Sinne: Der Erlöser ist auferstanden. Die Lösung ist Liebe!

Alles Liebe,

Silke




Freitag, 18. April 2014

Fett und Brustkrebs...



In meiner Familie gibt es keinen Brustkrebs. Dennoch ist Brustkrebs der häufigste Krebs bei Frauen in der westlichen Welt. Ich hab mich bisher auch nicht viel damit beschäftigt, abgesehen von dem Medienrummel um Angelina Jolie und die BRAC Gene. Und natürlich damit, dass manche Studien einen Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Milchprodukten entdecken, andere aber wiederum nicht.

Das PCRM hat jetzt auf eine neue Studie hingewiesen, die im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht wurde und einen Zusammenhang zwischen Fettverzehr und Brustkrebs untersucht hat und zwar innerhalb der EPIC Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition ), die 10 europäische Länder und insgesamt 337327 Frauen umfasst. Hier sollte raus gefunden werden, wie die Ernährung in Europa mit den Krebserkrankungen zusammen hängt. Allgemein wurde dabei raus gefunden, dass verarbeitetes Fleisch zu Krebs führt und Obst und Gemüse kaum vor Krebs schützt, was natürlich damit zusammen hängt, dass “5 am Tag” nicht ausreicht und man damit schon lange nicht wett machen kann, wenn man darüber hinaus nur Mist isst.

Man hat hier geschaut wie sich Fettverzehr auf unterschiedliche Arten von Brustkrebs auswirkt, denn die unterschiedlichen Arten scheinen bisher unterschiedlicheste Resultate in Studien hervor gebracht zu haben, was erklären könnte, warum die Datenlage zu Milchprodukten so unklar ist. So gibt es Östrogen-Rezeptor positive (ER+) Karzinome und Progesteron positive (PR+) Karzinome sowie HER2 negative Karzinome.  11,5 Jahre wurden die Teilnehmer beobachtet und laut der Veröffentlichung des PCRM hatten die Frauen mit dem höchsten Fettverzehr ein um 20% erhöhtes Risiko an ER+ und PR+ Brustkrebs zu erkranken und diejenigen, die das meiste gesättigte Fett außen sogar ein um 28% erhöhtes Risiko an den selben Krebsarten zu erkranken. Auf die HER2-Krebsart hatte der Fettverzehr hingegen keinerlei Auswirkung. Dummerweise wird nirgends angegeben wie viel Fett tatsächlich verzehrt wurde...

Welcher Mechanismus hier hinter der Krebsentstehung steckt, wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich auch zu viel verlangt. - Solche Studien sind immer schrecklich, weil es so schwer ist andere Faktoren auszuschließen und das ist ganz besonders bei Krebs so.  Andererseits sind sie aber auch wieder anschaulich, weil es hier um richtige Menschen im richtigen Leben geht und nicht um Situationen im Labor oder um Ratten. Es könnte der höhere BMI bei höherem Fettverzehr eine Rolle spielen, es könnte die höhere Östrogenproduktion des Fettgewebes ein, welche ein Wachstumsfaktor für Krebszellen ist, es könnte sein, dass verarbeitetes Fleisch mit seinen hetereozyklischen Aminen eine Rolle spielt und als Lieferant für das gesättigte Fett gedient hat oder auch die Milchprodukte, die reich an gesättigtem Fett sein können.

Wie dem auch sei, ich zitiere nochmal das Biochemie-Buch:

“Laut Empfehlungen der WHO sollte in einer ausgewogenen Ernährung der Anteil der Kohlenhydrate 60%, der der Fette 25% und der der Proteine 15% betragen. Leider sieht die Realität anders aus: In unserer heutigen Esskultur mit ihrem hohen Fleischkonsum wird dieses Verhältnis allzu oft nicht eingehalten und ist stattdessen erheblich zugunsten der Fette verschoben”

Nicht nur das, es enthält auch keine Ballaststoffe, kaum Vitamine und ebenfalls keine sekundären Pflanzenstoffe. Und mit Ausnahme von B12 nichts, was nicht auch in Pflanzen vorkämen.

Menü des Tages am  17. April 2014

Haferflocken mit Banane, Sunwarrior Vanille, Zimt, Cashews, Leinsamen, 1 Paranuss, Blaubeeren


1 Grüntee

Dinkel-Grünkern-Brot mit Senf, Paprika und Räuchertofu

Mensasalat mit 1 TL Kürbiskernöl, Balsamicoessig, Salz, Pfeffer und Kartoffeln



Restliche Dinkelmaccaroni mit Gemüse, Kartoffeln und asiatisch angehauchter Kohlsalat mit Bärlauch


1 Banane

Ich hab mich in Gelassenheit geübt, was gut funktioniert hat, ich weiß ja auch wie das geht und momentan geht es bei mir sehr gut so, dass ich mir denke, worüber ich mich gerade aufrege ist eigentlich gar nicht so wichtig oder vor allem: Gar nicht so schlimm. - Ich darf es nur nicht wieder vergessen, was mir allzu leicht fällt.

“Das ist nicht so schlimm” habe ich aus diesem Video, ein Interview welches Anthony Robbins mit Alice Sommer-Herz über positives Denken führt.



Die Frau hat aufgrund ihre Begabung Klavier zu spielen den Holocaust überlebt, sich und ihren Sohn durch die Torturen des KZ Theresienstadt gebracht und ist Anfang des Jahres 110jährig gestorben, etwa eine Woche bevor ein Dokumentarfilm über ihr Leben den Oscar als beste Doku gewonnen hat. In Anbetracht dessen schämt man sich darüber, was einem alles so die Nerven raubt. Klausuren, Beziehungen, Streitigkeiten mit Arbeitskollegen und ähnliches. Das ist alles nicht so schlimm. Schlimm ist in einem KZ zu hocken und nicht zu wissen ob man heute vielleicht stirbt. Bingo-Testate in Histologie sind nichts dagegen! Das war das furchtbarste, was mir bisher passiert ist!

Also sehr inspirierendes Video, auf jeden Fall ansehen, denn wer sich nicht in Gelassenheit übt hat eh verloren. Stress schüttet das Hormon Cortisol aus und das unterdrückt das Immunsystem und dann wird der Körper anfällig für alle Krankheiten!

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats April 2014:

Ombar probiotic Coconut, 38 g - 2,49 € statt 2,89

Lovechock Goji/Orange, 40 g - 2,59 € satt 2,99 €


Beond, bio-raw Schoko-Nuss-Riegel, 40 g - 1,49 € statt 1,89 €





Donnerstag, 17. April 2014

Gelassenheit? - Fehlanzeige...



Meine Schwester liest mein Blog. Nach dem ganzen Tamtam, was ich die letzten Tage um Kaffee und Kuchen und todkranke Angehörige gemacht habe, schrieb sie mir gestern eine E-Mail. Ich solle mir keine Sorgen machen, es gäbe nicht wirklich Kaffee und Kuchen (wovon ich aus gegangen war, weil sich nachmittags in einem “Café...” getroffen wird) vielmehr sei das Abendessen die eigentliche Mahlzeit und die bestünde aus guter deutscher Küche, es gäbe bestimmt auch Gemüse. Und ich dachte: “Aaaaaaahhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!”

Ist irgendjemandem unter euch nach 5 Jahren, die ich hier tippe noch nicht klar, dass gute deutsche Küche nicht GUT ist, sondern uns gute Deutsche zu 65% umbringt? Habe ich mich da irgendwie missverständliche ausgedrückt? Habe ich schlechte Argumente geliefert? Sind die Quellen, die ich vorgelegt habe, nicht plausibel? Ist mein wissenschaftliches Projekt irgendwie unverständlich? Wenn ja, dann sagt es mir, denn dann muss ich daran arbeiten!

Gute deutsche Küche ist nicht besser als Kuchen. Sie ist auch nicht schlechter, es ist alles die gleiche Sauce. Ich weiß auch nicht, welche die angenehmerer Krankheit ist, Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. An Herz-Kreisauf-Erkrankungen sterben fast doppelt so viele Menschen, aber Krebs hat irgendwie immer noch den Ruf des üblen, schicksalhaften Killers, der einfach so daher kommt, ohne, dass man daran etwas ändern könnte.

Nein, beide Krankheiten werden verursacht durch Fleisch, Milchprodukte, Weißmehl und Zucker und durch einen Mangel an richtiger Nahrung wie Obst, Gemüse, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte.

Eine Leserin bat mich vorgestern doch mal eine Zusammenfassung über die negativen Aspekte des Fleischverzehrs aufzustellen. Leider ist mir das viel zu langweilig. Jeder, wirklich jeder weiß, dass Fleisch ungesund ist. Aber ich kann an dieser Stelle gerne auf Dr. med Ernst Walter Henrich verweisen, dem ich mich in seinen Ernährungsempfehlungen für Menschen uneingeschränkt anschließe (nicht für Katzen, die hätte  er auch gerne vegan ernährt). Hier der Link zu seiner Seite.

Zurück zur Taufe: Buchweizen-Erdbeer-Muffins sind ein Tropfen auf dem heißen Stein. Warum sollte jemand sie essen, der sich danach Schnitzel reinpfeift? Es ist so sinnlos, ich war erst sauer, dann frustriert, dann deprimiert und ich bin mir sicher, dass auch wieder niemand Verständnis dafür hat. Ich hatte mal eine Diskussion mit einer Kommilitonin, die der Auffassung war ich solle mich nicht so sehr über die Diabetiker und das Krankenhaus aufregen, als ich im Pflegepraktikum war. Man denkt immer, ich mache zu viel Trara darum, aber ich kenne nun mal die wissenschaftliche Lage zur Entstehung dieser Krankheiten und sie kommen nun mal ausschießlich da her. Das sind Lifestyleerkrankungen! - Wir essen uns ins Grab und zwar leidvoll!

Hingegen, ein Essen einer einzigen gesunden Mahlzeit auf einer Familienfeier ändert eh nichts daran, dass die Gäste bald, also in 5-15 Jahren an Krebs und/oder Herz-Kreislauferkrankungen sterben werden. Das ist leider so sicher wie das Amen in der Kirche und das arme Taufkind verliert dann seine Großeltern. So sieht das aus. So ausgedrückt ist es vielleicht etwas anrührender als wenn man Statistiken von Probanden vorlegt...

Nach Wut, Frust und Enttäuschung kam dann Hunger auf und ich bin in die Mensa und habe an einem Salat Frustessen betrieben und mir wurde wieder mal eindeutig klar: Ich habe ein Lustfallen-Problem! Daher sympathisiere ich auch mit Diabetikern, Herz-Kreislauf-Kranken und Krebskranken, weil ich das selbe Problem auch habe, die Ursache dieser Krankheiten auch habe: Emotionen. Ich esse aus Stress und aus Frust und aus Langeweile und aus Einsamkeit. Viel davon kommt nicht allzu häufig vor, Stress ist schon das häufigste, aber daher rühren Kalorien, die ich zu viel esse oder auch nicht funktionierende Sättigungsmechanismen. Aber, ich treffe eine bessere Nahrungauswahl, die diese Krankheiten nicht verursachen kann.

Dennoch, es passt mir nicht und ich habe den festen Vorsatz gefasst mich viel, viel mehr in Gelassenheit zu üben. Mach ich es halt so wie andere Ärzte und konzentriere mich auf das Geld, was ich verdienen kann, was ein Zeichen dafür ist, dass ich meine Arbeit gut mache. Heilung will doch eh keine, jedenfalls dann nicht, wenn er selber was dafür tun muss. Der Arzt ist ein Gott in Weiß, weil er eine Wundermedizin verschreiben kann. Denkt man...Ist aber nicht so.

Der richtige Lebensstil kann wesentlich mehr ausrichten als jedes Medikament. Und das ohne Nebenwirkungen. Er kann vielleicht nicht alles heilen ABER das kann auch nicht jedes Medikament.

Menu des Tages am 16. April

Haferflocken mit Banane, Sunwarrior, Zimt, Flohsamen, Cashews, Leinsamen, Blaubeeren


1 Grüntee

Vollkornbrot mit Senf, Räuchertofu und Paprika
1 Banane

Salat in Mensa mit 2 Scheiben Baguettebrot


1 Banane

1 Banane
Rest Nudeln mit Gemüsepfanne vom Vortag



Ich war danach im Bioladen und habe mich auch da in Gelassenheit geübt. Hatte zur Folge, dass ich nicht das Bedürfnis hatte die ganze Zeit in der Bäckerei zu naschen.

Also, dass ist die Hauptlernaufgabe dieses Semesters, neben Physiologie obwohl ich da vielleicht noch interessante Zusammenhänge entdecken werde: Ruhe bewahren und sich nicht bekloppt machen lassen. Wer sich nicht in Gelassenheit übt hat eh verloren. Weil Stress krank macht und weil Stress blind, taub und blöd macht und man dann physiologisch nur noch kämpfen oder weglaufen kann, aber sicherlich nicht mehr denken kann.

Ich hoffe nur ich vergesse es beim nächsten Stress oder Frust nicht. Ist vielleicht auch eine Lebensaufgabe, denn irgendwas ist ja immer...

Alles Liebe,

Silke




Mittwoch, 16. April 2014

Buchweizen-Erdbeer-Muffins



Manche Wünsche erfüllt das Universum wirklich schnell! - Den einen Tag sitze ich da und suche verzweifelt nach glutenfreien, fettarmen, veganen Rezepten und am nächsten schickt mir eine Leserin eines. Das hab ich gemacht und schwupp die wupp: Problem gelöst! - Dabei habe ich es etwas abgewandelt und Kokoszucker durch Stevia mit Erythrit ersetzt, damit wirklich auch gar kein Zucker drin ist, obwohl Kokoszucker wahrscheinlich der beste alternative Zucker auf diesem Planeten ist.

Ich bin auch kein Fan von glutenfreier Ernährung, wenn man nicht glutenintolerant ist. Man sollte sich testen lassen ob man Zöliakie hat oder ob es vielleicht einfach nur eine Weizenallergie ist und man andere Getreidesorten verträgt. Darüber hinaus kann es auch sein, dass man einfach nur auf zu viel Gluten negativ reagiert. Auch gibt es unterschiedliche Arten von Gluten, die in ihrem Aufbau und ihrer Wirkung unterschiedlich sind.

Aber heutzutage haben die Leute ja alles mögliche: Glutenintoleranz, Laktoseintoleranz oder sie sind vegan oder einfach nur krankgegessen. Für mich persönlich würde ich also keine glutenfreien Muffins backen auch deshalb nicht, weil der glykämische Index von Reis- oder Maismehl, was in der glutenfreien Bäckerei häufig verwendet wird, doch reichlich hoch ist. Daher ist dieses Rezept mit Buchweizen, welcher nur einen glykämischen Index von 40 hat.

Ich hab bereits fertig gemahlenes Buchweizenmehl verwendet, weil es noch im Regal stand, werde diese Rezept aber auch nochmal mit selbst gemahlenem Buchweizen ausprobieren, was die Menge des Wassers, dass man zugeben muss, wahrscheinlich ein wenig verändert.

Aber genug des Schwafelns. Hier sind die Fotos meiner Buchweizen-Erdbeer-Muffins – zuckerfrei, glutenfrei, laktosefrei, vegan, vollwertig und fettarm mit niedrigem glykämischen Index! Der perfekte Snack für Herz-Kreislauf-Erkrankte, Diabetiker, Krebskranke und überhaupt alle Zivilisationskranken! Rezept folgt sogleich bei Silkes Süßen! - Ich sag euch was, man kann sogar nur das essen und Arteriosklerose geht davon wieder zurück! Ha!




Menu des Tages am 15. April

Haferflocken, Banane, Sunwarrior Vanille, Zimt, Leinsamen, , Kürbiskerne, Flohsamen, Erdbeeren


1 Grüntee

Vollkornbrot mit Paprika und Senf
3 Bananen

Dinkelmaccaroni mit Rest der Gemüsepfanne vom Vortag



2 Vollkornbrote mit Reissirup und Banane
Riegel Bitterschokolade

Asiatisch angehauchter Kohlsalat mit Bärlauch (heute im Newsletter)


1 Kohlrabi
Sojajoghurt mit Vanille und Stevia
1 Banane

Es ist Bärlauch-Saison und es gibt ihn im Bioladen und er ist wahrscheinlich das tollste Kraut der Welt! - Ich weiß nicht wieso...Weil er sol selten ist? So wie Spargel und Kirschen? Naja, ich konnte jedenfalls nicht umhin ein Rezept damit zu machen und natürlich kann man ihn eigentlich zu allem essen. In der Gemüsepfanne vom Vortag war er auch schon drin.

Also, schlagt zu!

Alles Liebe,

Silke



Montag, 14. April 2014

Hülsenfrüchte und Cholesterin....



Das PCRM ist einfach so cool, weil es einem immer die neusten Studien zum Thema Essen per E-Mail schickt und ich so immer irgendwas zum Schreiben habe. Heute geht es um Bohnen.

Am 7. April erst wurde im Canadian Medical Association Journal die Resultate eine Metaanalyse zum Thema Hülsenfrüchte und Blutfette abgedruckt und das Ergebnis ist, dass eine Portion (130g) Hülsenfrüchte pro Tag den LDL-Cholesterinspiegel um 5% zu senken vermögen und damit das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben um 5-6% gesenkt werden könne.

Die Metaanalyse bezog 26 Studien mit ein und insgesamt 1037 Probanden. Dabei wurde auch geschaut, wie sich der Verzehr von Hülsenfrüchten auf Apolipoprotein B und HDL-Cholesterin auswirkt, aber hier wurden keine Reduktionen beobachtet.

Ein wenig schade finde ich, dass nirgends erwähnt wurde über welchen Mechanismus es Hülsenfrüchten gelingt das Cholesterin zu reduzieren. Es könnte sein, dass die Ballaststoffe, das Cholesterin aus der Körper befördern oder es könnte sein, dass weniger Energie/Fett verzehrt wird und der Körper somit weniger LDL-Cholesterin produziert. Was, glaube ich, nicht sein kann ist, dass die Hülsenfrüchte in die Cholesterinbiosynthese eingreifen. Denn auch, wenn ich die Cholesterinbiosynthese durchaus in Biochemie hatte, weiß ich nicht wann und wie schlussendlich LDL und HDL produziert wird. Wahrscheinlich im Anschluss, wenn das fertige Cholesterinmolekül vorhanden ist, wird entweder High Density Lipoprotein angehängt oder Low Density Lipoprotein und hier könnte irgendwo noch ein Mechanismus versteckt sein, in den Hülsenfrüchte eingreifen

Naja, Cholesterin ist nicht der größte Risikofaktor bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber sicher einer, den man im Auge behalten sollte und wo man sein LDL-HDL-Verhältnis beachten sollte. Und gleichzeitig fällt mir mal wieder auf, dass es gar nichts bringt einfach nur irgendeine Beobachtung zu machen, wie dass Hülsenfrüchte den Cholesterinspiegel senken. Es wäre doch interessant zu wissen WIE sie das machen. Andererseits käme dann nur irgendein Pharmariese auf die Idee die Substanz, die das kann, aus den Hülsenfrüchten zu isolieren und zu verschreiben. Dann vielleicht doch besser so....Es gibt noch viel zu lernen und zu erforschen!

Menu des Tages am 13. April

1 Banane
Haferflocken, Chufli, Banane, Sunwarrior Vanille, Hanf, Leinsamen, Kürbiskerne, Flohsamen, Erdbeeren


1 Banane
1 Grüntee

Sojajoghurt mit Kakao und Stevia
1 Banane
2 Scheiben Vollkornbrot mit SörreBröd Gemüse
3 belgische Schokotrüffel

Brokkoli (leider bereis blühend) mit Bärlauch, Aussternpilzen, Sojacuisine, Salz, Pfeffer und Reisnudeln




Vollkornbrot mit Banane und Reissirup
Vivani Nougat Crunch Riegel
1 Banane

Salat aus gemischtem Blattsalat, Paprika, Blumenkohl, Möhre, Reis, Bärlauch, Sellerie, TL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Limettensaft, Agave, Brokkolisprossen


2 Gläser Rotwein

Für einen Sonntag war es ziemlich wenig Süßkram, was einfach daran lag, dass ich schon so wahnsinnig viele Punkte vor gegessen habe. Aber mir fallen auch immer mehr Tricks ein mich an Weight Watchers Sattmacher-Tage zu halten. Und mir fällt auch immer mehr ein, was erlaubt ist.

Und dann habe ich darüber nachgedacht ob ich glutenfreien, fettarmen, zuckerfreien Kuchen backen kann.

Ich bin in 2 Wochen zur Taufe meiner Nichte eingeladen. Es wird furchtbar werden, weil sich meine Eltern und die Schwiegereltern meine Schwester jeweils nicht verstehen, aber man kann das das Kind ja nicht 2 Mal taufen um die Streithähne auseinander zu halten. Das ist für mich hingegen nicht so relevant, sondern, dass danach zu Kaffee und Kuchen geladen wird. Nun sind da mindestens 3 Ex-Kebskranke, ein Schlaganfallopfer, ein Diabetiker mit Herzproblemen, jemand mit zu hohem Cholesterinspiegel und sie alle wollten sich Kuchen rein ziehen. Die einzige Person, die da gesund genug ist sowas zu machen bin eigentlich ich und vielleicht meine Nichte, die noch so jung und rein und gesund ist (noch), wenn man mit 8,5 Monaten auch noch lange keinen Kuchen sondern nur Banane und Muttermilch essen sollte. Also, nur ich bin gesund genug zum Kuchen essen. Tada! Weil ich Kuchen normalerweise nicht esse!

Ein glutenfreies, fettarmes, zuckerfreies Kuchenrezept zu finden war dann auch gar nicht so leicht und ob es schmeckt ist die nächste Frage. Menschen, die sich krank gegessen haben, schmeckt es sicherlich nicht. Sogar ich schmecke einen Unterschied zwischen Vollkorn- und Weißmehlkuchen im Bioladen. Weißmehl schmeckt ganz klar besser, auch wenn man sich an Vollkorn durchaus gewöhnen kann. Krasser Scheiß! - Wahrscheinlich wird mein Kuchen niemandem schmecken und ich werde des Cafés verwiesen....Ich erzähle euch die Geschichte!:-)

Alles Liebe,

Silke

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Sonntag, 13. April 2014

Skandal!!!



Da hab ich vorgestern noch darüber geschrieben, wie gravierend die Nebenwirkungen
von Medikamenten sein können und schreibe heute darüber, dass es Medikamente auf dem Markt gibt, die tatsächlich auch kaum Wirkung, dafür aber durchaus Nebenwirkungen haben!

Es war gerade diese Woche in der Presse. Ich selber habe es nicht gelesen, da ich keine Zeitung lese, aber ein Prof hat darauf aufmerksam gemacht. Es stand wohl in der Süddeutschen also habe ich Süddeutsche und “Tamiflu” gegoogelt und sofort den Artikel gefunden, den ich gesucht habe.

Tamiflu ist ein Medikament der Firma Roche, welches vor ein paar Jahren zur Behandlung der Schweingrippe auf den Markt kam. Alle Regierungen der westlichen Welt haben Umengen davon eingelagert und Milliarden € und $ dafür ausgegeben und jetzt kommt ans Tageslicht, dass das Medikament so gut wie gar nicht wirkt. Im Vergleich zu einem Placebo heißt es, dass die Erkrankungesdauer von 7 auf 6,3 Tage reduziert wird.

Drei Wissenschaftler weisen seit mindestens 5 Jahren darauf hin, dass dieses Medikament so gut wie keine Wirkung habe und mitunter sogar schädlich sei und diese Herren sind Tom Jefferson, Carl Heneghan und Peter Doshi. Sie haben die Firma Roche, die die das Medikament auf den Markt gebracht hat mehrfach aufgefordert all ihre Analysen und Daten zu veröffentlichen, aber über sage und schreibe 5 Jahre hat die Firma Roche 60% der Daten einfach zurück gehalten. Daten über Wirkung und Nebenwirkung des Medikaments. Jetzt haben sie sie freigegeben und das Ergebnis ist ernüchternd bis schockieren. Und das alles sei auch nicht neu, denn bereits in der Lancet und dem British Medical Journal hätte seit 2009 mehrfach gestanden, dass Neuramidasehemmer wie Tamiflu nicht in der Lage seien die Schweinegrippe bzw. den Influenzaerreger wirksam zu bekämpfen.

Weiterhin heißt es in der Süddeutschen zu den Nebenwirkungen: “Das Risiko für starke Übelkeit und Erbrechen stieg hingegen unter Tamiflu um fünf Prozent. Psychiatrische Erkrankungen wie Schizophrenie kamen bei einem Prozent der Patienten vor, die Tamiflu vorbeugend nahmen. In den Auswertungen fanden sich zudem Hinweise, dass Tamiflu die körpereigene Produktion von Antikörpern gegen Grippe unterdrückt und damit die Abwehr gegen jene Infektion schwächt, vor der das Mittel eigentlich schützen soll.“ Typisch, oder? Wie bei Metformin: Es schädigt die Nieren obwohl es eigentlich vor den Folgeerkrankungen von Diabetes, wie Nierenschäden, schützen soll.

Die USA haben für 1,3 Milliarden Dollar Tamiflu eingelagert. Großbritannien gab 424 Millionen Pfund dafür aus. So eindeutige Zahlen gibt es für Deutschland leider nicht, weil das Gesundheitssystem in Länder- und nicht in Bundeshand ist. Bayern hat jedoch 54,8 Millionen € dafür ausgeben dieses Medikament einzulagern.

Und wenn das alles nicht schon krass genug ist, dann kommt noch folgendes hinzu: Keine einzige Behörde hat Auskunft verlangt. “In den vier Jahren ihrer Bemühungen haben "weder die amerikanische Seuchenschutzbehörde noch die europäische, noch die WHO oder die europäische Arzneimittelagentur bei Roche interveniert und gesagt: Wir wollen den kompletten Datensatz, um selbst die Beweiskraft zu untersuchen". Und die diversen Regierungen wiederum verstecken sich hinter den untätigen Fachbehörden und zahlen Milliarden für die unnützen Pillen. Doshi fällt nur ein Begriff für dieses Desaster auf allen politischen und regulatorischen Ebenen ein: "Multiorganversagen". “

Die Politiker in allen westlichen Ländern geben Unsummen an Steuergeldern für nicht wirksames Medikament aus und die Firma Roche verdient sich dumm und dämlich.

Der Prof erwähnte noch, dass Roche weniger Stunden nach dem Artikel der Süddeutschen eine Gegendarstellung raus gebracht habe, aber ich denke es ist ziemlich klar, auf wen man hier vertrauen kann.

Und leider ist das immer noch nicht genug: Die Schweinegrippe ist nun auch nicht wirklich schlimm. Meine Schwester hatte sie vor 5 Jahren und das soll so ähnlich gewesen sein wie eine Erkältung und ein paar Tage gedauert haben. Eine Mitschülerin von mir hatte sich damals dagegen impfen lassen und war wesentlich länger und viel schwerer erkrankt.

Das beste Medikament schein immer noch das eigene Immunsystem zu sein und das ist eigentlich ziemlich leicht zufrieden zu stellen. Es mag keinen Stress und liebt vollwertige, pflanzliche Nahrung, es mag Sonne und Ausdauersport und ja, es mag auch Sex. Und es braucht von allem nicht zu viel und nicht zu wenig.

Menu des Tages am 12. April 2014

Chufli Frühstücksbrei mit Banane, Sunwarrior Vanille, Kakaopulver, Traubenkernmehl, Kürbiskerne, Hanf, Zimt


1 Grüntee
1 Matcha Tee

1 Roggenvollkornbrötchen

½ Hacienda-Pfanne (veganes Fertiggericht, bio – taugt nicht)
2 Bananen

2 Bananen
4 Möhren

Nudeln mit Kürbis, Kohlrabiblättern, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Sojacuisine und Brokkolisprossen


1 Banane

Sojajoghurt mit Stevia
2 Lammsbräu alkoholfrei

Ich fand gestern fast alle Menschen furchtbar, was sich darauf zurück führen lässt, dass ich wohl ziemlich gereizt war. Ich bin mir nicht ganz sicher woran es liegt, aber es ist auch schon ein paar Tage so. Ich vermute schwer, dass es entweder mit Schokoladen- oder Kaffeeentzug zusammen hängt. Mit Kaffee bin ich echt einfach total glücklich und zufrieden. Mit Schokolade auch.

Irgendwie ist beides sogar noch schlimmer als Alkohol. Weil man es täglich machen kann. Nicht aus gesundheitlichen Gründen sondern was die Wirkung betrifft. Die bewusstseinsverändernde Wirkung. Ich glaube nicht, dass das den meisten Menschen jemals stark auffällt, weil sie einfach nicht sonderlich reflektiert sind, aber gerade in den letzten Tage frage ich mich wie viel von dem Verhalten meine Mitmenschen überhaupt “echt” ist. Mir fällt z.B. auf dass viele Menschen am Staßenverkehr teilnehme ohne auch nur links und rechts zu schauen und sich verhalten wie Kinder deren Orientierung im Raum noch nicht ausreichend ausgeprägt ist. Ist das Folge von irgendwelcher Benebelung? - Muss ja nicht Kaffee oder Schokolade sein, Vielleicht sind es auch Nebenwirkungen von Medikamenten? Oder Wirkungen von Medikamenten!

Und das ist nur die äußere Welt! - Was mag da innen abgehen zwischenmenschlich, reflektionsmäßig und intuitionsmäßig! Das Leitsystem ist dann völlig hinüber. Auch meins ist gerade hinüber. Wie gesagt, ich war gereizt, ich kann mich so nicht leiden und ich fühle mich nicht wohl und ich ziehe mehr dämlich Leute an, die mich reizen. Ist unter Kaffee nicht so und das ist doch wieder das schockierende am Gesetz der Anziehung. Künstliche gute Stimmung funktioniert auch um gute Sachen an zu ziehen, aber man braucht von dem Stoff immer, immer mehr und er beeinträchtigt andere Fähigkeiten. Mist...

Alles Liebe,

Silke

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Freitag, 11. April 2014

Zu Risiken und Nebenwirkungen...



“Nur 30% der Menschen werden nicht Opfer der Nebenwirkungen von Medikamenten”

Zitat des Profs in der gestrigen Vorlesung. Es ging in erster Linie um den molekularen Aufbau von Wirkstoffen und dass sie immer L- oder R- konfiguriert sind und damit meistens zwei entgegengesetzte Wirkungen auf den Körper haben. Prominentestes Beispiel ist hier immer das Contergan, was in den 50er-60er Jahren ein sehr beliebtes Beruhigungs- und Schlafmittel war, bis man raus gefunden hat, dass es bei Schwangeren fruchtschädigend wirkt und sich die Extremitäten des Kindes nicht richtig ausbilden und verkürzt bleiben.

Zum einen liegen diese Nebenwirkungen daran, dass es sehr teuer ist ein Medikament ausschließlich in L- Form her zu stellen zum anderen macht unser Körper auch so Sachen, wie die L-Form eigenmächtig in die R-Form umwandeln und meistens weiß man einfach nicht so genau durch welchem Mechanismus er das macht, daher kann man diesen Mechanismus nicht auch noch zusätzlich hemmen.

Das heißt schlussendlich, dass unser Körper wahnsinnig kompliziert ist, in ihm unendlich viele chemische Reaktionen mit unendlich vielen chemischen Wechselwirkungen passieren und sobald man irgendeine Substanz hinzu fügt geht unser wunderbarer Körper hin und passt sich an. Im Falle eines Gifts versucht er sie zu eliminieren oder sie zwischen zu lagern so dass sie vorerst keinen Schaden anrichten kann.

Leider geht das nur eine gewisse Zeit lang gut und wenn schon ganz normale Nahrungsmittel 65% aller Todesfälle verursachen und weitere 10% durch Genussmittel verursacht werden: Was machen dann erst Medikamente die künstlich im Labor hergestellt werden? Oder ist es anderes herum: Werden die Todesfälle vielleicht durch die Medikamente verursacht, die die Symptome der Krankheiten lindern sollen?

Man denke nur an den Cholesterinsenker, der die Beta-HMG-CoA-Reduktase hemmt und damit die körpereigene Cholesterinproduktion, was aber auch dazu führt, dass der Körper zu wenig 7-Dehydrocholesterin produziert und damit zu wenig Vitamin D. Und Vitamin D-Mangel wird nun mal auch mit den Krankheiten in Verbindung gebracht, die diese 65% aller Todesfälle verursachen.

Nun, bereits im 1. Semester wurde gelehrt “Alles, was eine Wirkung hat, hat auch eine Nebenwirkung”. Werde ich nie vergessen, das sollte kein Mediziner jemals vergessen, und ich frage mich gerade, ob ich vielleicht genau deshalb nicht krank bin, weil ich nie Medikamente nehme. Das letzte Mal vor 6 Jahren, glaube ich, habe ich von meiner Zahnärztin mal Antibiotika bekommen und die auch nur genommen, weil sie mir explizit eingebläut hat: “Und nehmen sie die bitte auch!!!”

Ich bin absolut kein Fan von Medikamenten. Ich bin ein Fan vom Immunsystem, von viel Wasser trinken und von Bettruhe. Sicher gibt es immer wieder Momente in denen es Sinn macht Medikamente ein zu setzten aber ich habe das Gefühl, dass das wirklich allzu leichtfertig geschieht. Cholesterin- und Blutdrucksenker können mal komplett abgeschafft werden, genau so wie alle Medikamente für Typ-II-Diabetes. Mittel der Wahl ist hier in jedem Fall Ernährungsumstellung.

Aber die Patienten wollen halt einfach nur irgendwas schlucken und damit ihre Symptome beseitigen und die Pharmaindustrie will das Zeug verkaufen. Und was ist mit den Ärzten? So sicher weiß ich das leider nicht... Vielleicht haben sie Biochemie vergessen? Vielleicht sind sie es einfach gewohnt, dass Patienten keine Ernährungsratschläge hören wollen und erteilen diese daher gar nicht mehr. Oder die Biochemie kam überhaupt nie wirklich bei ihnen an, was vielleicht auch nicht geht, wenn man in einer Biochemie-Vorlesung sitzt und dabei ein Weißmehlbrötchen mit Mortadella isst, wie ich es gestern beobachtet habe...

Menu des Tages am 10. April 2014

Chufli Frühstücksbrei mit Banane, Sunwarrior Vanille, ½ Orange, Heidelbeeren, Kürbiskernen und Hanfsamen



1 Matcha Tee

Roggenvollkornbrot mit Senf, Räuchertofu und Paprika
1 Banane

2 Schalen Französischer Kürbiseintopf mit Roggenvollkornbrot


2 Riegel Bitterschokolade
4 belgische Schokoladentrüffel

1 Banane
1 Lammsbräu alkoholfrei

Kohlrabiblätter und Kübris gedünstet mit Vollkornnudeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Soya Cuisine


Sojajoghurt mit Stevia
1 Glas Rotwein

Ich hab es nach Mittwoch nicht mehr ertragen morgens so müde zu sein und mich dem Matcha Tee zugewandt. Das hat so weit funktioniert, dass ich in den Vorlesungen nicht einschlafe und er wirkt nun mal auch um Längen milder als Kaffee und ist zudem gesünder. Ich kriege keine Schweißausbrüche davon, wie von Kaffee...

Ach ja, noch zu oben: Nur 30% aller Menschen nehmen keine Nebenwirkungen an sich wahr. Das heißt nicht, dass es keine gibt. Entweder sind sie nicht sensibel genug dafür oder diese Nebenwirkungen kommen vielleicht erst später.

Ich kriege von den meisten Sorten Kaffee Schweißausbrüche, ich werde superguter Stimmung und fühle mich topfit. Zunächst. Beim ersten Mal nehmen. Und dann kann ich abends nicht einschlafen. Muss am nächsten Morgen aber wieder früh raus, bin müde und sehne mich nach einem weiteren Kaffee. Bei grünem Tee habe ich das nicht. Aber – auch bei grünem Tee kriege ich nicht all den Schlaf den ich brauche und das fällt mir besonders auf, wenn ich in den Spiegel schaue: Schlaf macht wirklich schöner. Nicht umsonst gibt es das Wort Schönheitsschlaf. Schlaf macht sogar noch schöne, als die Antioxidantien in grünem Tee!!!

Alles Liebe,

Silke

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Mittwoch, 9. April 2014

Dialyse



Zwei Tage Uni und ich habe tatsächlich schon was gelernt, was ich nicht missen möchte. Nämlich in Physiologie. Da ging es um Membranen und um Filterfunktionen im Körper und der Dozent erörterte wie schwer es den Wissenschaftlern fiel raus zu finden, wie die menschlicher Niere es schafft den Harn derart zu konzentrieren, dass er schlussendlich als Urin abgeht, aber alle Substanzen, die der Körper noch wieder verwerten könnte, wie Glucose oder Aminosäuren oder diverse Spurenelemente, zurück bleiben.

Man hat sehr viel im Labor experimentiert und versucht eine ähnliche Filter- und Konzentrationsfähigkeit künstlicher her zu stellen. Das Resultat war dann irgendwann die Dialyse.

Und dann sagte der Dozent: “Menschen, die an die Dialyse kommen fühlen sich danach zwar besser, aber sie fühlen sich immer noch nicht richtig gut. Das hängt einfach damit zusammen, dass in der Dialyse auch sehr viele Moleküle raus gefiltert werden, die der Mensch eigentlich noch gebrauchen könnte”

Ich weiß gar nicht, warum ich mich so darüber wundere, aber aus irgendeinem wahnsinnigen Grund habe ich bisher tatsächlich angenommen, dass eine Dialyse genau so gut funktionieren könnte, wie eine Niere!!! Das kann natürlich gar nicht sein. Kein einziges im Labor hergestelltes Organ funktioniert genau so gut wie ein echtes! Es geht absolut gar nichts über die echten eigenen Organe, deshalb sollte man gut auf sie aufpassen.:-)

Ja, und damit bin ich bei den kostbaren Nieren, die durch zwei Sachen besonders geschädigt werden. Zum einen durch sowohl Typ-I- als auch Typ-II-Diabetes, aber Typ II ist natürlich an gegessen und viel häufiger. Diabetes ist die häufigste Stoffwechselkrankheit weltweit und frisst 20% aller Krankenkassenausgaben in Deutschland. Typ-II- Diabetes ist aber auch durch richtige Ernährung und Sport binne 3 Wochen zu heilen. Wer seine Ernährung nicht umstellt und keinen Sport treibt kriegt früher oder später Neuropathie, Nephropathie und Retinopathie, heißt, seine Nerven versagen, die Nieren versagen und die Netzhaut im Auge versagt. Das führt dann zu Erblindung, Dialyse und Amputation von Gliedmaßen. Ok, das ist jetzt “Worst Case Scenario” aber es passiert tatsächlich vielen Leuten, denn jedes Diabetesmedikament ist natürlich nicht so gut, wie die körpereigene Regelung des Blutzuckerspiegels. Ach, und für die, die es interessiert wie es zu diesen Spätfolgen von Diabetes kommt: Der viele Blutzucker geht Verbindungen mit den körpereigenen Proteinen ein und schädigt sie. Ach, und wie konnte ich das vergessen: Der Blutzucker reagiert auch mit den Innenwänden der Blutgefäße, dem Endothel, und da bilden sich dann Plaques die natürlich auch noch zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.

Also, mal weg vom Worst Case und hin zu einem ganz normalen Diabetiker, der noch keine Dialyse braucht, aber dessen Nieren durchaus schon Kontakt zu zu hohem Blutzucker hatten. Diese werden nicht nur durch mehr Zucker weiter geschädigt, sondern auch durch tierisches Eiweiß, was die “Nurses Health Study” (spätestens) ans Tageslicht gebracht hat. Und deshalb bin ich der Auffassung, dass alle Diabetiker überhaupt gar kein tierisches Eiweiß verzehren sollten. Das sind 10% der Bevölkerung, die mit Ausnahme von Butter und Sahne überhaupt keine tierischen Produkte essen sollten und auch Butter und Sahne sollte sie meiden, wegen des Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risikos, aber sie sollten selbstredend auch auf Zucker und Weißmehl verzichten und statt dessen Stevia und Vollkornmehl verzehren.

Ach, und vielleicht auch nochmal ergänzend:

Auch das weltweit beliebteste Diabetesmedikament, Metformin, zählt in  seiner Liste von Nebenwirkungen “Nierenschädigung” mit auf. Also, es geht nichts über die Natur selbst, die die Homöostase weitaus besser geregelt kriegt als jeder Halbgott in Weiß. Dank der wunderbaren Selbstheildúngskräfte des Körpers ist es aber fast nie zu spät und man kann total viele Sachen auch wieder Rückgäng machen. Aber nicht mit Medikamenten. Nur mit Verhaltensänderung.

Menu des Tages am 8. April

Frischkornbrei aus Sprießkornhafer, Banane, Sunwarrior Vanille, Spekulatiousgewürz (Zimt war aus), Traubenkernmehl, Heidelbeeren


1 Bancha Tee

2 Bananen

2 Roggenvollkornbrot mit Senf, Paprika
2 Miniromana mit Avocadodressing
1,5 Scheiben Roggenvollkornbrot pur

2 Bananen
St. Mohnkuchen (Verkostung)
Scheibe Vollkornbrot

französischer Kübiseintopf



Ich hab mich noch nicht an die Bäckerei gewöhnt. Es ärgert mich immens, dass mich die Leckereien dort immer Verführen. Und was viel schlimmer ist: Ich krieg danach immer so ein Magendrücken, so einen Anflug von Sodbrennen, was mir mindestens sagen sollte, dass das Zeug ganz und gar nicht gut ist. Das kriege ich übrigens immer von Weißmehlbackware. Von Vollkorn, oder selbst gebackenem Zeug, kriege ich das nicht.  Und es gefällt mir halt auch nicht. Vielleicht stellt es sich von selber ab und ich kann das Gebäck irgendwann einfach nicht mehr sehen. Darüber hinaus arbeite ich aber sehr gerne in der Bäckerei!

Der Tag war nervig und ich glaube das lag am Schokoladen-(Drogen)-Mangel. Die ersten beiden Stunden in der Uni wäre ich fast eingeschlafen, weil der Dozent so dröge war. Und in der Pause zwischen Uni und Bioladen bin ich tatsächlich über einem Lehrbuch im Aufenthaltsraum der Biochemie eingeschlafen, weil ich mir geschworen habe dieses Semester nicht dem Kaffee zu verfallen. Und das Joggen habe ich gestern noch vor die Uni und in die Dunkelheit gelegt, was natürlich für meine Vitamin D-Produktion nicht gerade optimal ist, genau so wenig wie morgens Uni und nachmittags Bioladen...Uns fehlt immer noch Personal...

Alles Liebe,

Silke

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Montag, 7. April 2014

Kalzium und Vitamin D



Semesteranfang. Ich werde mich wieder daran gewöhnen müssen morgens ein klitzekleines Zeitfenster zum Schreiben zu haben und fange heute mal an zu üben.

Wenn man Lehrbücher aufmerksam liest, kann man wirklich ne Menge interessanter Dinge erfahren. Und besonders, wenn man mehrere gleichzeitig liest. Daher geht es heute mal wieder um Vitamin D und auch um das Kalzium, denn darüber habe ich, dieses mal im Pysiologiebuch, was tolles gelesen. Vitamin D wird also aus einem Produkt der Cholesterinbiosynthese hergestellt (nicht aus dem Cholesterin selber) wandert dann zur Haut, sein Ringsystem wird dort vom UVB-Licht gespalten, dann geht es zur Leber, wird hydroxyliert und dann zur Niere, wo es erneut hydroxyliert wird und fertig ist das aktive Vitamin D3 aka Calcitriol. Es ist wichtig dafür, dass Kalzium aus dem Darm in den Blutstrom aufgenommen wird.

Nun schreibt das Physiologiebuch, dass Calcitriol die Kalziumaufnahme bis auf 90% steigern kann und ergänzt “bei ausgeglichener Kalziumbilanz wird das mit der Nahrung aufgenommene Kalzium dagegen zum großen Teil mir dem Stuhl ausgeschieden. Das ist interessant in Anbetracht dessen, dass Barnard in The Cancer Survivor's Guide: Foods That Help You Fight Back schreibt, dass der Mensch 500-600 mg Kalzium mit der Nahrung aufnehmen müsse und die Beweislage, dass ein höherer Konsum mehr Nutzen bringen würde, sei überaus spärlich. (Zur Erinnerung, die DGE empfiehlt eine Tagesdosis von 1000 mg, die WHO nur 450 mg und Harvard erklärt auf seiner Homepage, dass ein Konsum von mehr als 1500 mg das Prostatakrebsrisiko steigere)

Calcitriol ist also dafür zuständig, dass der Blutkalziumspiegel erhöht wird indem mehr Kalzium aufgenommen wird. Das Parathormon, das in den Epithelkörperchen der Schilddrüse produziert wird, erhöht ebenfalls den Blutkalziumspiegel und zwar indem es dafür sorgt, dass Kalzium aus den Knochen gelöst wird. Praktischerweise sorgt das Parathormon gleichzeitig dafür (um die Knochen zu retten) dass auch mehr aktives Vitamin D produziert wird. Vitamin D wird Abhängig davon produziert, wie viel von ihm gebraucht wird. Ist viel Kalzium im Blutstrom wird wenig produziert und das ist mit einer der Gründe warum Barnard von Milchprodukten warnt, die den Körper mit Kalzium überschwemmen. Es wird weniger Vitamin D produziert, dessen Aufgabe es zwar auch ist, Kalzium in den Blutstrom zu schaffen aber auch auf das Nervensystem hat es Auswirkungen und möglicherweise kommt daher auch seine Wirkung auf die Haut und die Emotionslage.

Nun schreibt parallel dazu das Biochemie Buch: “Paradoxerweise führen auch zu hohe Konzentrationen von Calcitriol zu einer massiven Entkalkung des Knochens”

Also, was sagt uns das? - Man sollte mal ganz klar keine hohen Dosen künstlichen Vitamin Ds einnehmen. Das Beste, was man für Knochen und Vitamin D Spiegel tun kann ist möglichst wenig Cholesterin zu essen, möglichst häufig in die Sonne gehen und Kalzium aus pflanzlicher Nahrung zu konsumieren und zwar nur etwa die Hälfte der DGE-Empfehlung. Den Rest regelt der Körper ganz alleine.

Menu des Tages am 6. April 2014

Frischkornbrei aus Sprießkornhafer, Banane, Sunwarrior Vanille, Traubenkernmehl, Hanf, Kürbiskerne, getrocknete und dann eingeweichte Erdbeeren


1 Bancha Tee

16 g Ombar Kokosmilch

Smoothie aus Banane, Spekulatiusgewürz und Sunwarrior Vanille (nach dem Joggen)


Roggenbrot mit SmörreBröd von Zwergenwiese (lecker!)



3 Riegel Bitterschokolade
getrocknete Erdbeeren


Rest All You Can Eat Gemüsepizza
1 Banane
Gemüsepfanne aus Gemüseresten


½ Black Cherry Riegel Viviani



1 Crannberry Brötchen
1 White Nougat Chrisp Riegel

Gemüsepfanne von Mittag

Ich war den Nachmittag über Zuhause, hatte neue Weight Watchers Punkte und habe wie jeden Sonntag mal wieder zugeschlagen. Dabei ist Bitterschokolade echt nicht schlimm, aber diese Ombar Kokosmilch und vor allem der Vivani White Nougat Crisp sind schwer suchtgefährdend. Man kann davon nicht wieder aufhören, es sei denn, er ist leer. Superlecker und kaufe ich nie wieder!;-))) Ich kaufe nur noch Bitterschokolade...

So und nun bin ich gespannt. Ich kenne niemanden, der dieses Jahr das selbe an der Uni belegt wie ich. Manche Kommilitonen haben mich überholt, andere habe ich überholt. Ich bin unsicher, aber auch gespannt, aber es wird schon alles so kommen wie es richtig ist und vor allem werde ich jede Menge lernen!!!

Alles Liebe,

Silke

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