Donnerstag, 3. April 2014

Essen und Gefühle...



Ich fahre am Samstag nicht nach Frankfurt zum Kongress von Dr. Spitz, was nichts damit zu tun hat, dass der Sänger sein Wort nicht gehalten hat, sondern damit, dass Dr. Spitz keine Freikarten organisieren kann, weil die Nachfrage nicht so groß ist, wie sie hätte sein können. Ist klar, wenn es um Mikronähstoffe und Prävention geht. Und auch wenn mich das Thema grundsätzlich sehr interessiert und es rabattierte Studentenkarten gibt, habe ich doch keine Lust nach Frankfurt zu fahren, ein Hotel zu buchen und 2 Tage lang alleine auf einem Kongress rum zu hocken.

Stattdessen geht aber nächste Woche die Uni wieder los und ich werde in der Biochemie mal nach frage, wie sich dass mit der Cholesterinbiosynthese, dem Vitamin D und vor allem dem Eingriff durch Cholesterinsenkern in diesen Syntheseprozess verhält. Wenn man die kölner Biochemiker gefragt hat kann man auch immer noch, falls es zu einer unbefriedigenden Antwort kommt, deine Vitamin D Experten fragen, nicht wahr?

Dass die Uni wieder los geht, bringt Herausforderungen mit sich und zwar, dass ich mir vorgenommen habe mich nie, nie wieder von der Uni unter Stress setzen zu lassen. Ich will Spaß beim Lernen haben, ich will es in meinem Tempo tun und vor allem weiß ich, dass mein Hirn besser arbeitet, wenn es nicht gerade unter Stress, sprich im Kampf-oder-Weglauf-Modus ist. Ich will nie wieder eine Klausur unter Stress schreiben und mich Kaffee, Schokolade und ggf. Zigaretten ausgeliefert sehen, weil ich den Stress nicht ertrage Und ich will auch nicht zuhause sitzen und lernen und die ganze Zeit Lust auf das Essen von Schokolade haben. Das macht alles keinen Spaß.

Also werde ich nächstes Semester mal wieder vermehrt zu Vorlesungen gehen, mich weit von Schokolade entfernt aufhalten und dabei andere Lernkanäle ansprechen nämlich den visuellen und auditiven Kanal, die ja kaum angesprochen werden wenn man alleine Zuhause vor einem Buch hockt. Dazu gibt es ja Vorlesungen. Dummerweise bringen Vorlesungen aber auch ganz und gar nichts, wenn man nicht wenigstens schon ein bisschen Ahnung von der Materie hat. Ich hege die Hoffnung, da ich nächstes Semester Physiologie belege, dass ich durch mein bisheriges Wissen so viel Grundlage habe, dass ich dennoch was checke. Außerdem habe ich das Physiologiebuch schon ¾ durchgelesen.

Das bringt mich gleichzeitig alles wieder zurück zu der Lustfalle und zum Stressessen und zur Sucht, denn seit der Biochemieklausur, seit dem Lernstress kurz davor, hänge ich ja wieder an der Schokolade. Kaffee habe ich mittlerweile ja geschafft wieder abzustoßen. Aber grundsätzlich fühle ich mich einfach besser ganz ohne alles und mit reichlich Schlaf. Frei von Stress kann ich mich auch auf meinen Sättigungsmechanismus verlassen. Ich merke ja sogar, wenn ich unter Stress zu viel esse, kann dann aber nicht aufhören. Ich erinnere mich wie ich vor 2 Jahren oder so in der Mensa einfach nicht satt geworden bin vor lauter Stress. Da gibt es diesen Punkt der Überfülle, der schon fast schmerzhaft ist, wenn man sich von gesunden Sachen ernährt, an dem die Beruhigung im Gehirn erst ankommt. Mit Schokolade geht das schneller, ist aber halt auch ungesünder.

Jedenfalls, dieses Semester will ich das alles umgehen und mich in "Scheißegal-Haltung" üben, wie ich es bei der Anatomie-Klausur gemacht habe, weil ich dachte ich falle eh durch. Keine Aufputschmittel, kein Kaffee, Zucker, Schokolade, Zigaretten und die Klausur habe ich auf anhieb bestanden. Ich meine aber auch, dass meine Intuition da besser war...Naja, muss ich ausloten...

Das geht jetzt natürlich nicht nur Studenten so, sondern vor allem geht es, glaube ich, Müttern so. Oder auch vielen Männern, die einfach nur im Büro arbeiten. Ich kenne viele bloggende Mütter und wenn deren Pläne sich besser zu ernähren scheitern, liegt es meistens daran, dass die Kinder stressen. Da greift man dann schnell zu Schokolade oder zum Nutellabrötchen oder zu ner Tüte Chips und der Stress geht weg. Beim gestressten Büroangestellten, der Druck vom Chef kriegt ist das Prinzip ähnlich. Der Kiosk, Süßwarenautomat oder die Kantine ist gleich in der Nähe und das Ganze führt dann nur zu einem ebenso schnellen Blutzuckeranfall und neuem Hunger.

Naja, also, ich versuche mich stressfrei zu halten, mich in Gelassenheit zu üben, mein Leben ist völlig problemfrei mit Ausnahme von Klausuren, die ich bestehen will und den Stress dazu mach ich mir selber. Es ist also alles ne Frage der Einstellung und eine Frage der Berücksichtigung der eigenen Bedürfnisse.

Menu des Tages am 2. April 2014

Frischkornbrei aus Sprießkornhafer, Banane, Sunwarrior Vanille, Macadamianüsse, Hanfsamen, Granatapfel


2 Bancha Grüntee

Stückchen Mandel-Sesam-Tofu
3 Riegel Ombar Kokosmilch
1 Scheibe Davert Pausenbrot

Vollkornbrot mit Senf und Paprika
Rest Gemüse-Nudelpfanne vom Vortag aus Dinkelvollkornnudeln, Brokkoli, grüne Paprika, Lauch, Möhre, 1 EL Kokosmilch, Salz, Pfeffer, Oregano

400 ml Sojajoghurt mit Banane und Stevia

1 Möhre
1 Schlaumeier (Vollkornbrötchen) pur
Salat aus Babyspinat, Paprika, Radieschen, Stangensellerie, Radicchio, Champignons, Petersilie, Lauchzwiebeln, 1 TL Olivenöl, Apfelessig, Reissirup, Salz, Pfeffer


2 kleine Bananen

Und obwohl ich gerade heute früh wieder der Auffassung bin, dass ich Schokolade aus meinem Leben schmeißen sollte, habe ich doch auch gerade in den letzten Tagen so viel tolle neue Schokoladen kennen gelernt. Diese hier zum Beispiel:



Sauteuer, 3,99 € und 4,69 €
Sie behaupten Schachtel und Folie sei aus Holz und solle kompostiert werden. Die Folie ist silbern und ich bin mir nicht so ganz sicher, ob das tatsächlich geht! Auf der Internetseite von Original Beans wird das aber glaubhaft versichert! - Also tolle Plastikfastenschokolade.

Nicht plastikfastentauglich aber wesentlich günstiger, die neuen veganen Riegel von Vivani.


Ich hab bisher nur einen probiert, den White Nougat Crisp und tatsächlich, wie jemand auf Facebook schon mitteilte, schmeckt es so ähnlich wie Kinder Schoko Bons! Das ist mal für ne vegane Schokolade ziemlich toll!

Und natürlich die Ombar Kokosmilch ist die allerbeste Ombar überhaupt. Zu lecker. War gestern ein “Stressgriff” im Bioladen von mir und quasi der Auslöser dafür, dass ich dachte: “Nee, du musst irgendwie einen clevereren Weg der Stressbewältigung finden”

So, und jetzt suche ich. Nachdem ich immer noch reichlich Schokolade zuhause habe, ist Schokolade jedoch nicht der erste Ansatzpunkt. Und jetzt gerade stopfe ich sie ja auch nicht in mich rein, denn es gibt ja auch Momente wo ich völlig stressfrei bin, und obwohl sie lecker ist, nicht zur Schokolade greife. Aha!

Schokolade ist also nur ein Symptom und keine Ursache. Und so ist quasi auch Übergewicht ein Symptom. Und so ist quasi auch Krebs, Herzkreislauferkrankungen und Diabets ein Symptom. Ach...alles!!!...Ich war ja schon immer ein Fan der Psychosomatik, aber da ist mal ne ganz klare Linie zu erkennen. Nicht die Krankheit muss behandelt werden, nicht die Schokolade muss verboten werden, sondern der Grund, warum man überhaupt zu der Schokolade (austauschbar gegen jedes andere ungesunde, lustfalle-auslösende Nahrungsmittel) greift, obwohl der Körper nicht genährt wird dadurch....

Viele Diabetiker haben Depressionen. Bis heute weiß die Schulmedizin nicht, ob Diabetes zu Depressionen führt, oder Depressionen zu Diabetes, weil man bei Depressionen so viel isst....

70% aller Menschen sterben an Krankheiten, die sie sich angegessen, angeraucht oder angesoffen haben. Alles drei macht man, weil man die dem Verhalten zugrunde liegenden Gefühlen keine Beachtung schenkt.

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats April 2014:
Lovechock Ananas/Inkaberry - 2,59 € statt 2,99 €

Ombar probiotic Coconut, 38 g - 2,49 € statt 2,89

Lovechock Goji/Orange, 40 g - 2,59 € satt 2,99 €


Beond, bio-raw Schoko-Nuss-Riegel, 40 g - 1,49 € statt 1,89 €





1 Kommentar:

  1. Uhm, Depressionen und viel essen muss nicht unbedingt sein. Ich habe relativ wenig gegessen, konnte mich schwer motivieren, zu kochen. Was ich so unfassbar krass finde, ist, dass meine Stimmung zum Einen so stark vom Wetter beeinflussbar ist -und von meiner Nahrung. Esse ich nur Obst und Gemüse, sowie glutenfreies Zeug bilde ich mir ein, glücklicher zu sein. Esse ich hingegen nur Brot, weil ich mich nicht motivieren kann, irgendwas zu kochen, geht es mir weiter scheiße. Ich hab' zwar keine Ahnung von Biochemie, aber Depressionen sind doch auch ein chem. Ungleichgewicht im Körper? Wenn ich Diabetes habe, ist vielleicht auch die Chance höher, dass ich ein ''weiteres'' Ungleichgewicht bekomme, weil der Zucker irgendwie nicht macht was er will. Liest sich garantiert mega wirr, aber ich hoffe du verstehst, was ich meine. :)

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