Montag, 14. April 2014

Hülsenfrüchte und Cholesterin....



Das PCRM ist einfach so cool, weil es einem immer die neusten Studien zum Thema Essen per E-Mail schickt und ich so immer irgendwas zum Schreiben habe. Heute geht es um Bohnen.

Am 7. April erst wurde im Canadian Medical Association Journal die Resultate eine Metaanalyse zum Thema Hülsenfrüchte und Blutfette abgedruckt und das Ergebnis ist, dass eine Portion (130g) Hülsenfrüchte pro Tag den LDL-Cholesterinspiegel um 5% zu senken vermögen und damit das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben um 5-6% gesenkt werden könne.

Die Metaanalyse bezog 26 Studien mit ein und insgesamt 1037 Probanden. Dabei wurde auch geschaut, wie sich der Verzehr von Hülsenfrüchten auf Apolipoprotein B und HDL-Cholesterin auswirkt, aber hier wurden keine Reduktionen beobachtet.

Ein wenig schade finde ich, dass nirgends erwähnt wurde über welchen Mechanismus es Hülsenfrüchten gelingt das Cholesterin zu reduzieren. Es könnte sein, dass die Ballaststoffe, das Cholesterin aus der Körper befördern oder es könnte sein, dass weniger Energie/Fett verzehrt wird und der Körper somit weniger LDL-Cholesterin produziert. Was, glaube ich, nicht sein kann ist, dass die Hülsenfrüchte in die Cholesterinbiosynthese eingreifen. Denn auch, wenn ich die Cholesterinbiosynthese durchaus in Biochemie hatte, weiß ich nicht wann und wie schlussendlich LDL und HDL produziert wird. Wahrscheinlich im Anschluss, wenn das fertige Cholesterinmolekül vorhanden ist, wird entweder High Density Lipoprotein angehängt oder Low Density Lipoprotein und hier könnte irgendwo noch ein Mechanismus versteckt sein, in den Hülsenfrüchte eingreifen

Naja, Cholesterin ist nicht der größte Risikofaktor bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber sicher einer, den man im Auge behalten sollte und wo man sein LDL-HDL-Verhältnis beachten sollte. Und gleichzeitig fällt mir mal wieder auf, dass es gar nichts bringt einfach nur irgendeine Beobachtung zu machen, wie dass Hülsenfrüchte den Cholesterinspiegel senken. Es wäre doch interessant zu wissen WIE sie das machen. Andererseits käme dann nur irgendein Pharmariese auf die Idee die Substanz, die das kann, aus den Hülsenfrüchten zu isolieren und zu verschreiben. Dann vielleicht doch besser so....Es gibt noch viel zu lernen und zu erforschen!

Menu des Tages am 13. April

1 Banane
Haferflocken, Chufli, Banane, Sunwarrior Vanille, Hanf, Leinsamen, Kürbiskerne, Flohsamen, Erdbeeren


1 Banane
1 Grüntee

Sojajoghurt mit Kakao und Stevia
1 Banane
2 Scheiben Vollkornbrot mit SörreBröd Gemüse
3 belgische Schokotrüffel

Brokkoli (leider bereis blühend) mit Bärlauch, Aussternpilzen, Sojacuisine, Salz, Pfeffer und Reisnudeln




Vollkornbrot mit Banane und Reissirup
Vivani Nougat Crunch Riegel
1 Banane

Salat aus gemischtem Blattsalat, Paprika, Blumenkohl, Möhre, Reis, Bärlauch, Sellerie, TL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Limettensaft, Agave, Brokkolisprossen


2 Gläser Rotwein

Für einen Sonntag war es ziemlich wenig Süßkram, was einfach daran lag, dass ich schon so wahnsinnig viele Punkte vor gegessen habe. Aber mir fallen auch immer mehr Tricks ein mich an Weight Watchers Sattmacher-Tage zu halten. Und mir fällt auch immer mehr ein, was erlaubt ist.

Und dann habe ich darüber nachgedacht ob ich glutenfreien, fettarmen, zuckerfreien Kuchen backen kann.

Ich bin in 2 Wochen zur Taufe meiner Nichte eingeladen. Es wird furchtbar werden, weil sich meine Eltern und die Schwiegereltern meine Schwester jeweils nicht verstehen, aber man kann das das Kind ja nicht 2 Mal taufen um die Streithähne auseinander zu halten. Das ist für mich hingegen nicht so relevant, sondern, dass danach zu Kaffee und Kuchen geladen wird. Nun sind da mindestens 3 Ex-Kebskranke, ein Schlaganfallopfer, ein Diabetiker mit Herzproblemen, jemand mit zu hohem Cholesterinspiegel und sie alle wollten sich Kuchen rein ziehen. Die einzige Person, die da gesund genug ist sowas zu machen bin eigentlich ich und vielleicht meine Nichte, die noch so jung und rein und gesund ist (noch), wenn man mit 8,5 Monaten auch noch lange keinen Kuchen sondern nur Banane und Muttermilch essen sollte. Also, nur ich bin gesund genug zum Kuchen essen. Tada! Weil ich Kuchen normalerweise nicht esse!

Ein glutenfreies, fettarmes, zuckerfreies Kuchenrezept zu finden war dann auch gar nicht so leicht und ob es schmeckt ist die nächste Frage. Menschen, die sich krank gegessen haben, schmeckt es sicherlich nicht. Sogar ich schmecke einen Unterschied zwischen Vollkorn- und Weißmehlkuchen im Bioladen. Weißmehl schmeckt ganz klar besser, auch wenn man sich an Vollkorn durchaus gewöhnen kann. Krasser Scheiß! - Wahrscheinlich wird mein Kuchen niemandem schmecken und ich werde des Cafés verwiesen....Ich erzähle euch die Geschichte!:-)

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats April 2014:

Ombar probiotic Coconut, 38 g - 2,49 € statt 2,89

Lovechock Goji/Orange, 40 g - 2,59 € satt 2,99 €
Beond, bio-raw Schoko-Nuss-Riegel, 40 g - 1,49 € statt 1,89 €





Kommentare:

  1. Huhu Silke,
    ich backe seit einiger Zeit glutenfreie, fettarme Muffins so:

    125g Reismehl
    1TL Backpulver
    1/2TL Vanille
    Mischen.

    30g Kokosblütenzucker oder Ahornsirup
    1/2TL Stevia
    1/2 kleiner Apfel
    10g Kokosraspeln oder Mandeln
    1TL Flohsamenschalen
    150-170ml Wasser
    im High-Speed Blender mixen, danach mit dem Mehl mischen, in Muffin Förmchen geben und bei 180°C backen bis sie fertig sind. Geht auch in einer Kuchenform, braucht dann aber länger. Ich mische meist noch Heidelbeeren drunter oder Kakaopulver.
    Ich weiß nicht genau ob du mit Zuckerfrei nur weißen Zucker meinst, dieses Rezept ist halt mit Kokosblütenzucker, vielleicht geht es ja auch mit dem Zeug vom dm, da fällt mir der Name grad nicht ein ;-)
    Liebe Grüße,
    yacurama

    AntwortenLöschen
  2. Danke, das probiere ich mal aus!:-)

    LG Silke

    AntwortenLöschen
  3. Hallo!
    Ich verfolge jetzt schon seit längerer Zeit Ihren blog und bin wirklich fasziniert. Diese Hingabe zum Thema Ernährung imponiert mir sehr, da ich mich später selbst gerne beruflich damit befassen würde. Dank Ihnen finde ich immer mehr gefallen an der veganen Ernährung, auch wenn ich es bisher noch nicht geschafft habe, diese konsequent einzuhalten. Seit zwei Jahren esse ich kein Fleisch und die Frage nach dem "warum" geht mir mittlerweile gewaltig auf die Nerven. Auch, weil ich so schwer mit Faktenwissen antworten kann, denn wenn mich jemand z.B. nach Nachteilen fragt, fallen mir so selten auf Anhieb die überzeugenden Argumente ein (obwohl ich diese im Grunde kenne), weswegen ich nur belächelt werde (und andere nicht dazu bringen kann, auf Fleisch zu verzichten). Sich in einem Freundeskreis und einer Familie voller Fleischfanatiker zu behaupten ist wirklich nicht leicht. Wenn Sie Zeit und Lust haben, könnten Sie vielleicht die Nachteile des Fleischkonsums (vor allem für die Gesundheit) noch einmal kompakt aufzählen. Es wäre mir eine große Hilfe.
    Liebe Grüße
    eine begeisterte Leserin

    AntwortenLöschen