Dienstag, 31. Januar 2017

Zero Waste Shampoo - Zero Waste Woche 25

Sonntag, 29. Januar 2017

Was die Medizinische Fakultät über Prävention von Zivilisationskrankheiten lehrt...



Ich war am Mittwoch auf einem Vortrag, der an der Uni gehalten wurde, aber mit dem eigentlichen Vorlesungsprogramm nichts zu tun hatte. Es ging um die "Prävention von Zvilisationskrankheiten" und ich war ziemlich gespannt, was mich da erwarten würde. Leider was der Vortrag maßlos enttäuschend.

Gehalten wurde er vom Leiter des Instituts zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren der Uni Köln. Von Haus aus ist der Mann Onkologe und sein Schwerpunkt ist ganz klar Naturheilkunde als Komplementärmedizin bei Krebserkrankungen. Davon hat er echt Ahnung, weiß Bescheid über so Sachen wie Linsenextrakt und Selen bei der Krebstherapie, aber allgemein bezüglich Ernährung denke ich, argumentiert sein Belohnungssystem stärker als sein Verstand.

Er ist der Auffassung, dass man bei Krebs nicht eine bestimmte Ernährung praktizieren sollte sondern das essen solle was einem schmeckt. Aber ausgewogen. Heißt mit viel Obst, Gemüse und Getreide. (Hülsenfrüchte sind ihm scheinbar entfallen - Nüsse auch). Man soll viel Trinken und Essen sollte Spaß machen! (Ohoh, wenn das Belohnungssystem das hört, dann fordert es gleich Chips, Pommes und Burger ein!)

Ihm ist hingegen auch bewusst, dass Fasten vor einer Chemotherapie sich sehr positiv auswirkt, obwohl natürlich viele Krebspatienten eh schon ausgezehrt und zu dünn sind und da muss man vor allem darauf achten, dass die ausreichend essen. Daher ist es egal ist, was sie zu sich nehmen. Hauptsache Kalorien.

Was Krebs und Lebensführung betrifft, hatte er auch schöne Studien zur Hand. Ausgewogene Ernährung senkt das Krebsrisiko um 20-40 %



Sport um 40-50-%.


Aber wir haben ja noch andere Zivilisationskrankheiten außer Krebs, mit denen wir zu kämpfen haben und ja, wahrscheinlich reicht es zu sagen, man solle besonders darauf achten viel Obst, Gemüse und (Vollkorn)Getreide essen.  Aber der Patient braucht konkretere Empfehlungen, damit er genau weiß was er richtig und was er falsch macht. Ich habe zu oft mit bekommen, dass Patient und Arzt bezüglich Ernährung ein komplett anderes Verständis bei Verwendung der Vokabeln hatten die sie benutzen. "Gesund" kann alles bedeuten und meistens wissen Ärzte nicht, was die Patienten als "gesund" bezeichnen - meist das, was die Werbung sagt...

So weit gehe ich d'accord. Man sollte vor allem Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse essen und alles andere reduzieren.

Dem Kölner Stadtanzeiger hat der Dozent hingegen vor 2 Jahren ein Interview bezüglich Ernährungsmythen gegeben, wo ich gar nicht d'accord gehe.

Da erzählt er, dass Frauen mit Brustkrebs in aller Ruhe Alkohol trinken können. Bis zu einer Flasche Rotwein die Woche. Damit würde man weniger Plaques entwickeln weil Rotwein reich an Antioxidanzen sei.

Also, er hat in dem Vortrag erklärt, dass die Studienlage aussage, dass erhöhter Alkoholkonsum, während die Brust in Entwicklung ist, also als Teenager, das Risiko für Brustkrebs steigert. - Das heißt in meinen Augen aber noch lange nicht, dass man Frauen mit Brustkrebs dazu raten sollte 1 Flasche Rotwein die Woche zu trinken. Das Alkoholabbauprodukt Azetaldehyd ist nämlich krebserregend und muss wirklich nicht zusätzlich konsumiert werden. Wer Antioxidanzen konsumieren will, der soll sich Blaubeeren kaufen. Die sind frei von Alkohol und seinem Abbauprodukt. Wo ich d'accord gehe ist, dass es sicherlich dem Krankheitsverlauf nicht schadet, dass eine Frau mit Brustkrebs, wenn sie z.B. auf einer Hochzeit eingeladen ist, unbesorgt ein Glas Alkohol trinken kann.

Er glaubt auch nicht, dass man von Kaffes abends nicht schlafen kann.- Hahaha! - Kann ich aber nicht und ich bilde mir das nicht ein. Wenn ich morgens einen Kaffee trinke, kann ich abends um 22 Uhr schlechter einschlafen, als wenn ich keinen trinke. Die Halbwertzeit von Koffein soll 2,5-4,5 Stunden sein. So Wikipedia. Das reicht damit 12 Stunden nach Konsum noch genug Koffein im Körper zirkuliert.

Dann der Klassiker: Eier erhöhen den Cholesterinspiegel nicht! - Hahahahaha!!!! - Er behauptet hier ernsthaft, dass das nur für Menschen gilt, die einen genetisch zu hohen Cholesterinspiegel hätten. - Eier enthalten Cholesterin und Fett und beides führt biochemisch zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels. Vielleicht dann nicht, wenn man mehrfach die Woche kein anderes Fett und Cholesterin als das im Ei isst, aber sonst schon. - Zur Erinnerung: In der Hausarztpraxis haben 95% aller Patienten einen Cholesterinspiegel über dem Richtwert. Es ist gemeingefährlich sollte Empfehlungen zu geben!

Und dann ein weiterer Liebling von mir: Klar ,erhöht Fleisch das Darmkrebsrisiko, aber wenn man es nur hin und wieder isst, macht das nichts.

Für die anwesenden Medizinstudenten hatte der Vortrag jedenfalls keine neuen Erkenntnisse zu bieten als dass man mit Sport, ausgewogener Ernährung, ausreichend Trinken und Stressvermeidung Zivilisationserkrankungen reduzieren kann. Das weiß aber eh jeder und dennoch sind sie noch vorhanden. Also wieso?

Ich habe gefragt, ob er einen Tipp hat, wie ich die Patienten dazu kriegen kann, diese Richtlinien zu befolgen. - Nö, hatte er auch nicht.

Der Mann ist kein Ernährungsmediziner und ich weiß nicht warum er derartige Vorträge hält und im Stadtanzeiger Interviews über Ernährung geben darf. Sein Fachgebiet ist Naturheilkunde in der Krebstherapie und das ist sicherlich ein wichtiges und faszinierendes Thema. Aber von Prävention oder Therapie von Herz-Kreislauferkrankung und Diabetes mit Ernährung hat er absolut keine Ahnung. Daher sollte er vielleicht auch keine Vorträge zum Thema Prävention von Zivilisationskrankheiten halten. - Und wenn der Mann die Koryphäe der Uni Köln zu diesem Thema ist, dann sind wir verloren...Aber das sind wir eh...Donald Trump ist Präsident der vereinigten Staaten!

Menü des Tages am 28. Januar 2017

Brokkoli und Gurke


Haferflocken mit Banane, Zimt, Kakao, Muskat, 5 Haselnüsse, Orange


3 Scheiben Vollkornbrot mit Senf, Avocado und Paprika

Rest Eintopf vom Vortag mit Vollkornpenne


1 Papaya

1 Orange


Eintopf aus rote Bete, Weißkohl, Reis, rote Linsen, Sellerie, Rettich, Petersilie, Gewürze


1 Banane

Ich glaube ich habe in der Challenge unterkalorisch gegessen, denn ich habe jetzt, wo sie vorbei ist echt vermehrt Hunger. Ich weiß nicht, ob das bedeuten soll, dass ich weiter wie in der Challenge essen soll oder so wie jetzt. Ich hab übrigens auch keinen Unterschied an meinem Körper festgestellt, also macht es vielleicht einfach gar keinen Unterschied.

Hier auf dem Blog habe ich angefangen auch alle YouTube-Videos zu teilen, weil ich keine Ahnung habe über welche Kanäle ihr mich verfolgt. Wo ich mir sicher bin ist, dass nicht alle YouTube Zuschauer das Blog lesen, aber viele Leser schauen, glaube ich YouTube. Naja...

Alles Liebe,

Silke

http://rausausderlustfalle.de/der-21-tage-foodplan.html

Samstag, 28. Januar 2017

Warum Schlank im Schlaf Schwachsinn ist

Donnerstag, 26. Januar 2017

Was ich an einem Tag esse #6 - fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero waste

Sonntag, 22. Januar 2017

Ab wann ist Esssucht Esssucht?



Ich hatte letzte Woche Praktikum in der Psychiatrie und hatte mich eigentlich darauf gefreut, weil ich dachte, es wäre vielleicht so ähnlich wie das Praktikum in der Psychosomatik. Dem war aber nicht so.

Der ein oder andere Leser weiß es viellicht schon, ich wurde in den letzten Tagen auch mehrfach auf YouTube dazu befragt, ich möchte meinen Facharzt in Psychosomatik machen. Hauptsächlich, weil die Essgestörten von Psychosomatikern betreut werden, aber auch weil man sich in der Psychosomatik mehr Zeit für Patienten nehmen kann, weil die Diagnose weniger über Untersuchungen als über Gespräche erfolgt, was mir liegt, weil ich gut in Empathie bin und auch weil man da weniger kaputt machen kann als z.B. in der Chirurgie.;-) - Abgesehen davon habe ich mich schon immer für die Psyche interessiert und könnte es mir auch sehr gut vorstellen Psychologie zu studieren. Als Psychosomatiker ist man sowohl Arzt als auch Psychotherapeut und das sagt mir zu,

In der Psychiatrie war es aber doch anders, da die Menschen andere Krankheitsbilder haben. Besonders wahnhafte Störungen oder Halluzinationen zeichnen die Psychiatrie gegenüber der Psychosomatik aus. Depressionen findet man in beiden Bereichen. Aber Patienten auf der geschlossenen Station einer Psychiatrie sind nun mal eine ganz andere Nummer als psychosomatisch Erkrankte.

Obwohl das Praktikum also nicht so toll war wie das in der Psychosomatik, habe ich doch interessante Dinge gelernt. Zum Beispielt, dass psychische Erkrankungen ja häufig einfach nur Übersteigerungen völlig normaler Gefühle sind. Trauer oder Niedergeschlagenheit kennt jeder. Eine Depression ist eine übertriebene, eigentlich normale Gefühlsäußerung. Ängste kennt auch jeder, aber wenn es zu einer Phobie wird, welche es einem unmöglich macht am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, ist es krankhaft.

Hinzu kommt dann natürlich auch, dass es nicht einfach nur krank und gesund gibt, sondern auch Übergänge zwischen krank und gesund. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich begegne schon in regelmäßigen Abständen Leuten, entweder im richtigen Leben oder online, bei denen ich das Gefühl habe, dass die sie nicht alle haben. Also habe ich den Prof. gefragt, woran man den fest macht ob etwas krankhaft ist oder nicht. Darauf erklärte er, dass entscheidend sei ob der Patient einen Leidensdruck verspürt und ob er durch sein Verhalten sich und/oder anderen schadet.
Theoretisch könnte also jemand da draußen rum laufen, nicht unter seinem Verhalten leiden aber dennoch psychisch krank sein. - Das macht mir Angst.

Lange Rede kurzer Sinn. Ich wollte in diesem Post eigentlich darauf hinaus, dass ich völlig von dem Thema Essstörung und Esssucht fasziniert bin, weil ich das Gefühl habe, dass auch Otto Normalverbraucher mit Übergewicht eigentlich genau das selbe Problem hat. Wie ich oben schrieb, gibt es nicht nur krank oder gesund, sondern eben auch Stufen dazwischen und ich denke nicht, dass jemand 5 Tafeln Schokolade bingeeaten muss um als essgestört oder esssüchtig eingestuft zu werden. Wenn es darum geht, dass jemand unter seiner Situation leiden muss, damit diese als pathologisch eigestuft werden kann, ist dann nicht auch jeder Übergewichtige krank, der seine Ernährungsweise nicht umstellen kann und daruntern leidet, dass er es nicht kann? Auch wenn er/sie täglich nur eine Tafel Schokolade isst und nicht fünf?

Ich habe zufällig einen Betrag von 3Sat auf YouTube gesehen, welcher mit Essen als Sucht betitelt war. Ich bin immer wieder völlig fasziniert, wenn ich esssüchtige Menschen im Dokumentationen sehe, weil ich auf einer gewissen Ebene selber nicht begreifen kann, warum die nicht einfach ihre Ernährungsweise umstellen. Und gleichzeitig doch weiß, dass das bei ihnen wirklich nicht geht. Essen müssen ist genau so wie eine Zwangshandlung ausführen zu müssen.


Fatalerweise suchen die beiden Patienten, die in dieser Doku auftreten, schlussendlich einen Adipositaschirurgen auf um sich den Magen verkleinern zu lassen und ich bin bis heute nicht in der Lage zu begreifen, warum das sinnvoll sein soll. - Die Patienten können dann für den Rest ihres Lebens nicht mehr richtig essen und müssen alle möglichen Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Und in diesem Beitrag wird sogar gesagt: "Die Sucht ist dann immer noch da" - Ich finde diese Maßnahme ungefähr so, wie einem Kokser die Nase zu zu nähen. - Vielmehr sollte der Patient Strategien entwickeln wie er Kraft seines logischen Denkens die Sucht austricksen kann.

Naja, es ist ein leichterer Weg, nehme ich an. Vielleicht auch ein schnellerer. Aber ein gesundes Organ fast komplett zu enfernen, kann keine gute Idee sein.

Menü des Tages am 21. Januar 2017

Brokkoli und Paprika


Haferflocken mit Banane, Carob, Leinsamen, Zimt, Muskat und Ananas


Zucchini mit Knoblauch, Kichererbsen und Reis


2 Sharonfrüchte



Brokkoli mit Knoblauch, roten Linsen und Reis


1 Banane



Die Challenge ist seit gestern rum und ich denke ich bin dann auch mal wieder froh, dass sie rum ist. Diese Challenge war erschwert, weil ich echt auf mein Geld geachtet habe. Seit der Bioladen mich gefeuert hat und ich mich entschieden habe mein Geld selbstständig online zu verdienen, bin ich mit Geld wesentlich vorsichtiger. Ich kann mich ja nicht mehr garantiert darauf verlassen, dass wirklich immer die selbe Summe Geld rein kommt.;_) Und natürlich habe ich dann jetzt auch weniger Geld. Vorher hatte ich Geld aus dem Bioladen und aus meiner Online-Tätigkeit. Jetzt nur noch aus der Onlinetätigkeit (und Bafög).

Ich komme garantiert mit meinem Geld zurecht, wenn ich täglich nicht mehr als 5€ ausgebe. Das habe ich mir zum Ziel gesetzt und damit zu challengen ist gar nicht leicht. Alles was billig ist, ist in der Challenge nicht erlaubt (und auch nicht gesund). Wahrscheinlich habe ich etwa 7 € pro Tag ausgegeben. Erschwerend hinzu kam auch, dass derzeit Winter isst und man in der Challenge ca. 1 kg Gemüse am Tag essen soll und Gemüse ist momentan sauteuer. Und dann bin ich ja auch noch Zero Waste! - Dafür war 7 € ganz ok.

Also bin ich froh, dass es jetzt auch wieder Brot geben darf. Brot ist billig.:-)

Alles Liebe,

Silke


Wie soll es nach der Challenge weiter gehen? - Raus aus der Lustfalle

Samstag, 21. Januar 2017

Was lernen Medizinstudenten über Ernährung?

Freitag, 20. Januar 2017

Was ich aus der Psychiatrie mitgenommen habe...

Donnerstag, 19. Januar 2017

Woher wissen wir, dass Cholesterin zu Herz-Kreislauf-Erkrankung führt?



Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann mir gut vorstellen, das auch ihr alle Nase lang auf Leute trefft, die euch erzählen Fett und Cholesterin sei gesund, Kohlenhydrate seien schlecht und die ehemals verteufelten Eier seien heutzutage rehabilitiert.

Ich habe erst letzte Woche wieder mit einem LowCarber diskutiert, der erstens keinen Unterschied zwischen LowCarb und ketogener Ernährung sah (Ich halte beide Ernährungsformen für suboptimal, aber LowCarb für schlimmer, weil der Körper da das Nahrungsfett schön in Cholesterin umwandeln kann. Bei ketogener Ernährung verwandelt er es in Ketone und ich schätze das Risiko bei ketogener Ernährung an der Todesursache #1 zu sterben als geringer ein) und zweitens der Meinung war, das Cholesterin gesund und längst rehabilitiert sei. - Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt und ich verstehe auch nicht, wie irgendwer aufgrund der hohen Beweislast, etwas anderes behaupten kann. Nur Laien-Populärliteratur behauptet was anderes.

Und weil man die Leute scheinbar immer und immer wieder darauf hinweise muss, hat auch Dr. Greger letzte Woche ein Video veröffentlich mit dem Titel "How Do We Know that Cholesterol Causes Heart Disease?"



Darin geht es vor allem darum, dass es mehr als 100 Studien mit mehr als 1 Mio Probanden gibt, die alle belegen, dass gesteigertes LDL zu Atherosklerose führt.  Studien in Bezug auf Cholesterinsenker werden, so Greger, aber an Patienten mit einem durchschnittlichen Alter von 63 Jahren durchgeführt, was erklären könnte, warum Statine das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden nur um 20-30% senkt. Immerhin haben die Patienten wahrscheinlich schon ihr gesamtes bisheriges Leben zu hohe LDL-Spiegel gehabt.

Leider kann man keine Studie machen, in welcher man Menschen bewusst einem schädigendem Einfluss (z.B. LDL-Cholesterin) aussetzt. Sowas würde die Ethikkommision nie genehmigen. Man kann sich aber epidemiologische Studien anschauen, in denen Menschen sich freiwillig schädigenden Einflüssen aussetzen.;-) Leider sind derartigen Studien aber anfällig für Fehler. Also z.B. hat man einen Probanden der raucht und einen hohen Cholesterinspiegel hat. Wie soll man da unterscheiden.

Und das ist der Punkt an dem Menschen relevant werden, welche z.B. einen genetischen Defekt haben, wie die Mutation im PCSK9 Gen. Und das ist auch der Punkt an dem es interessant wird und wo an der Cholesterin"hypothese" kein Zweifel mehr bestehen kann.

Ich hab schon mal über das PCSK9-Gen geschrieben, als es um den neuen Cholesterinsenker Evolocumab ging, der in der Lage ist atherosklerotische Plaques rückgängig zu machen. Als erstes Medikament jemals! - Evolocummab wirkt an genau dem Gen und macht genau das, was diese Mutation kann: Es führt dazu, dass es auf der Zelle mehr Cholesterinrezeptoren gibt, somit die Zelle mehr davon aufnehmen kann und damit weniger Cholesterin im Blut schwimmt und zu Ablagerungen führen kann.

Dr. Greger geht hier näher auf Menschen mit dieser Mutation ein und erklärt, dass jeder 40. Afrikaner  (!!!) davon betroffen sei. (Was vielleicht ein Hinweis darauf sein könnte, dass die Massai mit Blut und Milch als Nahrung so gut zurecht kommen – Die Inuit haben ja auch eine Mutation, allerdings eine andere, die es ihnen erlaubt so viel Fleisch zu konsumieren). Und Menschen, die dieses Gen haben, welches ihren Cholesterinspiegel gravierend senkt, haben ein um 88% (!!!) vermindertes Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden als Menschen ohne diese Mutation und das völlig unabhängig von allen anderen Risikofaktoren wie schlechte Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol etc.

Sowohl anhand der Studie um das Medikament Evolocumab als auch an dieser Studie kann man sehr gut erkennen wie relevant niedriges LDL zu Senkung des Risikos an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben ist. Und zu behaupten, dass dem nicht so ist, ist regelrecht fahrlässig.

Glücklicherweise können aber auch Menschen ohne Mutation und ohne Evolocumab einen niedrigen Cholesterinspiegel erlangen, nämlich mit einer fettarmen, vollwertigen, pflanzlichen Ernährung. Essen muss jeder einzelne aber leider selber.

Menü des Tages am 17. Januar 2017

Blumenkohl und Paprika


Haferflocken mit Banane, Zimt, Carob, Leinsamen und Birne


Salat in der Mensa mit Reis und Kichererbsen


Pfanne aus Zucchini, Knoblauch, Kichererbsen, Reis und Gewürze + 1/2 Birne und 1 Banane





Ich bin jetzt 2 Wochen in der Challenge drin und das Essen schmeckt einfach unfassbar gut. Ich hab vergessen, dass das bei der Challenge so ist.:-)

Wenn man erstmal 2 Wochen dabei ist und konsequent ist, schmeckt das Essen leckerer als alles, was man sonst jemals gegessen hat. Das fühlt sich fast verrückt an. - Wenn ich nicht challenge bin ich der festen Überzeugung, dass ein TL Erdnussmus in der Gemüsepfanne, die Pfanne noch viel leckerer macht. Aber eigentlich stimmt das nicht, obwohl ich das Aroma von Erdnuss schon vermisse. Am aromatischten ist Essen tatsächlich fettfrei. - Fett ist kein Geschmacksträger sondern ein Aktivator für das Belohnungssystem. Der tatsächliche Geschmack ist mit Fett schlechter und die Befriedigung scheinbar höher.:-)

Alle Liebe

Silke


Sonntag, 15. Januar 2017

Kinderärzte und Zucker



Ich hatte letzte Woche Praktikum in Kinderheilkunde und eines ist klar: Ich werde kein Kinderarzt!

Ich hatte das auch nicht wirklich in Erwägung gezogen, aber ich habe schon mal den Gedanken gehabt, wenn es mir doch nicht mehr vergönnt sein sollte, ein eigenes Kind zu haben, dass man zumindest über eine berufliche Tätigkeit in Kontakt zu Kindern kommen kann. Allerdings kann man in Kinderheilkunde auch leider nicht die angenehmen Seiten der Kinder erleben – mit ihnen spielen zum Beispiel. Vielmehr hat man unsichere Kinder in neuer Umgebung und ggf. unter Stress!

Ich bin nach diesem Praktikum aber auch absolut nicht sicher ob ich, wenn es mir doch noch vergönnt sein sollte, ein eigenes Kind zu haben,  mit diesem Kind überhaupt einen Kinderarzt aufsuche! (Muss man natürlich, aber eigentlich will ich es nicht) - Und der Grund ist wie folgt.

Kinderärzte erpressen Kinder mit Gummibärchen, um sie dazu zu kriegen sich in Ruhe untersuchen zu lassen,

Ist klar, Belohnungssystem, Zucker, positive Assoziationen bezüglich des Arztbesuchs...UND das Kind lernt (wenn es das nicht bereits durch seine Eltern lernt), dass Zucker Schmerzen weg machen kann - körperliche und psychische.

Und das passiert nicht nur bei den größeren Kindern, das passiert bereits bei Säuglingen. Es gibt da diese Sab Simplex Tropfen, die bei Verdauungsstörungen von Babies helfen und die süß sind. Damit das Kind sie einnimmt, natürlich. Und damit wir Studenten einen Säugling in ruhe Untersuchen konnten, hat die Ärztin haufenweise Sab Simplex auf den Schnuller des Babies gegeben. Immer, immer wieder...

Jetzt ist es natürlich wichtig, dass es sowas gibt. In vielen Fällen ist das Kind ja auch schwer krank und die Folgen eines Nichtbehandelns schlimmer, als das Belohnungssystem darauf zu eichen, dass Zucker Schmerzen weg macht. Aber ein bisschen leichtfertig finde ich das schon. Besonders bei dem Säugling fand ich es fraglich, da die Mutter eine Drogenvergangenheit hat und im Methadonprogramm ist. Bei einer solchen Patientin ist es so, dass die Mutter natürlich die Ersatzdroge Methadon bekommt und das Kind, sobald es entbunden ist, weil es diese nicht mehr bekommt, unter Entzugserscheinungen leidet. Demnach wurde bei dem Säugling seit seiner Geburt nach und nach die Droge ausgeschlichen. Und dann kommen wir daher und dröhnen das Kind mit süßem Geschmack zu. Ein Kind was möglicherweise von Natur, durch die Sucht der Mutter, mit weniger Rezeptoren für Belohnungsbotenstoffe ausgestattet ist. - Also, man kann das sicher besser machen...

Ich würde meinem Kind zur Belohnung jedenfalls nicht Zuckerzeug kaufen, sondern ein Spielzeug oder eine Zeitschrift oder etwas ähnliches. Etwas womit es auch noch was lernen kann. Und wenn man sich fragt, warum andere Leute oder auch Ärzte das nicht machen, kann man nur zu der unbefriedigenden Antwort kommen: Zucker ist billiger. Und vielleicht sogar effizienter. Für den Moment. Und was passiert auf lange Sicht? - Die Verschwörungstheoretiker würden argumentieren, dass das den Ärzten so eh am liebsten ist, denn damit züchtet man sich dann gleich eine ganze Generation Diabetiker heran.

Natürlich wird man nicht von seltenem Konsum von Zucker süchtig oder übergewichtig, aber wehret den Anfängen....

Menü des Tages am 14. Januar 2017

Blumenkohl und Tomate


Haferflocken mit Mango, Banane, Zimt, Carob und Leinsamen


Reis, Schwarze Bohnen, Zucchini, Zwiebel und Gewürze
1 Mandarine


Snack: Kichererbsen


Lauch mit Kürbis, Kichererbsen und Gewürzen
1 Kaki



Darüber hinaus habe ich jetzt endlich eine Entscheidung getroffen: Ich werde mir keinen neuen Job suchen (jedenfalls vorerst nicht) und mein Glück im Internet versuchen. Ich kann zwar weder mit bloggen noch mit YouTube viel verdienen (for the time being), aber die Challenge brachte mir in 2016 pro Monat etwa die Hälfte eine 450€-Jobs ein. Daher will ich mich vorerst mal im sparsam sein üben und meine frei gewordene Zeit dem Internet widmen.

Ich hoffe Ihr und auch ich haben über kurz oder lang unseren Nutzen davon!:-)

Alles Liebe,

Silke


Dienstag, 10. Januar 2017

Ich hab den Bioladen verklagt...



Ich will euch heute mal ein Update geben, was nach der Kündigung im Bioladen diesbezüglich so passiert ist. Ich habe nämlich mehrere großartige Leser und Zuschauer da draußen, die sich weit besser mit Jura auskennen als ich und mir auf die Sprünge geholfen haben.:-) - Viele haben mich darauf hin gewiesen, dass eine fristlose Kündigung ohne Abmahnung absolut nicht rechtens sei, es sei denn man etwas gemacht, was dem Unternehmen vorsätzlich schadet, wie zum Beispiel Diebstahl. Die letzte fristlose Kündigung im Bioladen erfolgte z.B. weil eine Kollegin nach und nach mehrere tausend Euro gestohlen hatte. Damit ist meine Weigerung den Kunden aktiv Braten zu verkaufen natürlich nicht vergleichbar.

Eine Leserin und FB-Freundin von mir klärte mich nicht nur über die Möglichkeiten einer Klage und deren Finanzierung über Prozesskostenhilfe auf, sondern stellte auch den Kontakt zu einer Anwältin her, einer Frau Dr. des Arbeitsrechts, die dann ein Auge auf meinen Vertrag und meine Kündigung warf und wiederum einen Kontakt zu einem Arbeitsrechtler in Köln vor Ort herstellte, der ebenfalls einen Doktortitel hat und meistens Unternehmen vor Gericht vertritt. Mit diesem Herren habe ich mich dann letzte Woche getroffen und der hat Klage gegen den Bioladen eingereicht. Nicht nur auf regelrechte Kündigung sondern auch auf Abfindung.

Unternehmen mache es sich wohl häufig, besonders in Bezug auf 450€-Kräfte leicht, diese einfach nicht fristgerecht zu kündigen, weil sehr häufig eben keine Klage kommt und weil man 450€-Jobs auch recht leicht wieder findet. Außerdem sind die meisten Leute wohl nicht über die Prozesskostenhilfe informiert, die man beantragen kann, wenn man keine Rechtschutzversicherung und nur ein sehr geringes Einkommen hat. Ohne diese Aufklärung in Sachen Jura, hätte ich mir aber sicherlich auch nicht die Mühe gemacht mich zu wehren und es einfach so hin genommen. Der Staat kann das Geld aber auch im nachhinein bis zu 4 Jahren zurück fordern und es könnte schon sein, dass mir das passiert, sollte ich verlieren und sollte ich in 4 Jahren als Arzt gutes Geld verdienen.

Das ist es mir aber in jedem Fall wert, da es in meinem Fall moralisch darum geht, dass das Unternehmen versucht den Kunden zu verkaufen, dass sie an Umwelt- und Tierschutz interessiert seien, sich besonders an Kunden wendet, die gesundheitsbewusst sind, aber dann keinen Respekt für Angestellte haben, die diese Werte tatsächlich haben. Und sich diesen Angestellten gegenüber dann auch noch rechtswidrig verhalten...das geht alles, für ein Unternehmen, dass sich als Weltverbesserer fühlt, gar nicht.

Laut Anwalt kommt es da dann wohl ca. in einem Monat zu einem Termin vor Gericht und dann schauen wir weiter.

Am Samstag war ich dann bei meiner Kommilitonin zu Gast, deren Ehemann kürzlich einen Herzinfarkt hatte. Auf meine Empfehlung hin, hatte sie sofort das Buch Essen gegen Herzinfarkt: Das revolutionäre Ernährungskonzept von Dr. Esselstyn gekauft und es ihrem Mann zu lesen gegeben. Der war dann sofort Feuer und Flamme und hat bereits im Krankenhaus schon aufgehört irgendwas Ungesundes zu essen, Ich war jetzt eingeladen um ein bisschen zu erzählen was ich so darüber weiß und wir haben gemeinsam Mittagessen gekocht - Linsenbolognese mit Vollkornspaghetti - es hat allen gut geschmeckt und meine Kommilitonin isst ziemlich solidarisch mit ihrem Mann mit.

Sie ist die letzte in meinem Uni-Freundeskreis, die noch Fleisch isst. Eine weitere Kommilitonin lebt vegetarisch und eine dritte zuhause vegan und draußen auch mal vegetarisch. Und so habe ich aktuell mal wieder das Gefühl, dass sich da draußen doch was tut und dass sich, zumindest unter zukünftigen Ärzten ein Wissen darüber verbreitet.

Bei den Fragen, die ihr Ehemann hatte, ging es hauptsächlich darum, dass von offizieller Seite immer Öl und Nüsse empfohlen werden, aber Esselstyn zu kompletten Fettverzicht rät. - Ich bin mir nicht sicher, warum das so ist, aber meine Vermutung ist auch hier, wie bei den Empfehlungen der DGE, dass dem Menschen einfach nicht zugetraut wird eine "zu restriktive" Ernährung durchzuziehen und dass befürchtet wird, dass sie sich dann gar nicht verbessern. Das halte ich aber für falsch, weil es einer Bevormundung des Patienten gleich kommt. Klar, Nüsse und Öle sind besser als gesättigtes Fett und Cholesterin in der Nahrung und sie heben sogar den HDL-Spiegel, aber mit ihnen kriegt man den LDL Spiegel auch nicht so niedrig, wie er nach einem Herzinfarkt sein sollte. Man muss sich halt einfach darüber im Klaren sein, dass, je strenger die Ernährung, desto weniger Medikamente kann man nehmen.

Menü des Tages am 8. Januar

Brokkoli (hab vergessen Tomaten einzukaufen)


Haferflocken mit Banane, Zimt, Leinsamen, Carob, Kaki


Restliche Gemüsepfanne vom Vortag mit zusätzlich Zucchini und Knoblauch


1 Mandarine


Eintopf aus Hirse, Linsen, Zucchini, Zwiebel, Gewürze + 1 Mandarine



Heute sind dann die Semesterferien vorbei und die Uni geht noch satte 3 Wochen bis dann auch dieses Semester, bis auf Klausuren, vorbei ist. Und dann noch zwei Semester und das Studium ist rum. In der Vorklinik sah es so aus, also würde das Studium quasi für den Rest des Lebens dauern.;-) Aber die Klinik geht dann, doch um einiges schneller vorbei als man denkt.

Alles Liebe,

Silke


Donnerstag, 5. Januar 2017

Wie soll man "geschmierte" Forschung handhaben?


In den Anals of Intenal Medicine ist kürzlich eine Studie erschienen, welche die weltweiten Empfehlungen in Bezug auf Zuckerkonsum unter die Lupe genommen hat, darunter auch die Empfehlungen der DGE sowie die Studienlage, auf die sie sich beruft, und die zu dem Schluss kommt, dass die Datenlage zu schwach sei  Zucker als schädlich einzustufen.

Das ist verwunderlich in Anbetracht dessen, dass sowohl die WHO als auch etliche Fachgesellschaften den Konums von Zucker als sehr wohl schädlich ansehen, mal unabhängig davon, ob die Empfehlungen der DGE nun tatsächlich die der gesündesten Ernährung überhaupt sind oder nicht.

Das lustige hier ist, dass ich mal wieder durch das Deutsche Ärzteblatt von dieser Studie erfahren habe, und zwar nicht, weil es diese als besonders revolutionär oder ähnliches einstuft, sie noch nicht mal im regulären Teil des Ärzteblattes ab druckt, sondern in der Kategorie "Blog".

Das Deutsche Ärzteblatt hält von dieser Studie nämlich nichts, da sie von Internal Life Science Institute finanziert wurde und über das Internal Life Science Institute habe kürzlich die New York Times berichtet, dass dieses wiederum durch Lebensmittelhersteller wie Coca-Cola, General Mills, Hershey’s, Kellogg’s und Kraft Foods finanziert wird

Das Deutsche Ärzteblatt nimmt daher diese Studie als Aufhänger sich Gedanken zu machen wie es um wissenschaftliche Methoden bestellt ist. An der allgemeinen Studienlage zu zweifeln sei für dir Forschung eine wichtige Sache, denn nur durch Zweifel und erneutes Hinterfragen käme die Wissenschaft überhaupt voran. Dass gefährliche an Zweifel sei aber, dass Lobbyarbeit eben genau so arbeite. Als Beispiel wird hier die Jahrzehnte währende Lobbyarbeit der Tabakindustrie genannt.

Und was in diesem Artikel eigentlich bemängelt wird ist natürlich, dass es tatsächlich immer mal wieder vor kommt. Dass die Industrie Forschern gewillt ist sehr viel Geld zu zahlen, wenn sie irgendein Studiendesign aufstellt, das in der Lage ist irgendwas zu beweisen, dass die Industrie gerne hören will, wie z.B. dass nicht Zucker Kinder dick macht, sondern Bewegungsmangel. Beides stimmt natürlich. Und das Forscher gewillt sind dich quasi "schmieren" zu lassen.

Die entscheidende Frage ist natürlich: Welche Konsequenzen sollte man daraus ziehen.

Ein Freund von mir saß vorgestern Abend vor N24 wo irgendein Mensch erzählt haben soll, dass es ein Mythos sei, dass Schokolade süchtig mache. - Vielleicht ist die Frage hier, was das Wort "süchtig" überhaupt bedeutet, ob man von körperlicher oder psychischer Anhängigkeit spricht und von der Stärke der Sucht. Schokolade macht tatsächlich nicht körperlich abhängig. Schokolade kann, bei entsprechender Vulnerabilität des Menschen aber sehr wohl psychisch abhängig machen, sie funktioniert als Selbstmedikation für schlechte Gefühle und wenn jemand dauerhaft seine schlechten Gefühle mit Schokolade bekämpft - bekämpfen muss! - dann ist das in meinen Augen eine Sucht.

Im selben Atemzuge fragte mich mein Freund, weil ich ihm natürlich widersprochen habe, warum sich denn alle immer überall widersprechen würden. - Schlussendlich, weil alle Leute, auch Forscher und Journalisten, durchaus gerne gute Nachrichten über ihre schlechten Angewohnheiten hören. Natürlich findet man Studien toll, die Schokolade und Rotwein als gesund einstufen. Oder Studien über LowCarb, die den Verzehr von viel Fleisch rechtfertigen.

Hätten aber die Anals of Internal Medicine diese Studie gar nicht veröffentlichen sollen, weil die Möglichkeit besteht, dass Lebensmittelkonzerne sie finanziert haben? Oder sollte es explizit dazu schreiben, wer sich hinter dem International Life Science Institute verbirgt? Oder sollte man sowas grundsätzlich zum Schutz des Verbrauchers zensieren? Oder sollte man der Presse verbieten unqualifizierte Berichte dazu zu veröffentlichen?

Auf meinem YouTube Kanal kamen über Nacht drei Kommentare von einem neuen Zuschauer, der mir darin mit den üblichen Argumenten kam, warum ketogene Ernährung die beste Ernährung sei und ich habe zum tausendsten Mal meine Gegenargumente vor gelegt. Das selbe passiert auch immer wieder mit Rohköstlern. - Und das liegt einfach daran, dass diese Theorien immer und immer wieder weiter verbreitet werden und dass es immer mal wieder eine einzelne Studie gibt die irgendeinen positiven Aspekt an irgendwas finden kann. Im Gesamtkonzept geht das ganze dann aber nicht.

Aufgrund von Meinungsfreiheit, kann man das alles natürlich nicht verbieten und ich fände es auch doof, wenn jemand mir die Verbreitung meiner Ernährungsform verbieten würde - obwohl ich natürlich ECHTE wissenschaftliche Fakten vorweisen kann ;-) - aber so wird der Kampf wohl weiter gehen. Bis es endliche Steuern und Subventionen zur Durchsetzung gesunder Ernährung gibt.

Menü des Tages am 4. Januar 2017

Brokkoli und Tomaten


Hirse mit Banane, Zimt, Carob, Mandarine, Leinsamen


Gemüsepfanne aus Zucchini, Brokkoli, Zwiebel, schwarze Bohnen, Hirse, Gewürze


1 Mandarine



Die Raus aus der Lustfalle-Challenge ist in vollem Gang und ich hatte gestern nur Hunger auf 2 Mahlzeiten. Das Frühstück war recht spät und weil vorlesungsfreie Zeit ist, habe ich zwischendurch Mittagsschlaf gemacht, war dann wieder richtig schön fit für's Lernen und bin außerdem bei Tante Olga - kölns erstem unverpackt Laden gewesen um ein YouTube Video über den Laden zu drehen und war wieder mal erstaunt wie viele tolle, ähnlich denkende Menschen man dort trifft.

Ich finde es teilweise richtig, richtig schwer Menschen zu finden, die meine Interessen haben. In meinem Freundeskreis habe ich die jedenfalls nicht und sie lassen sich auch nicht inspirieren. Mittlerweile ist es so, dass ich meine Interessen für mich alleine lebe und darüber gar nichts sage, wenn ich andere Menschen um mich habe und mich denen dann anpasse. Ich quatsche mit ihnen dann übers Fernsehen oder die Politik und immer mal wieder berührt das eine das andere und ich komme dazu, was von meinen Interessen mit ein zu bringen. Aber eigentlich interessiert es niemanden, dass die meisten Menschen an zu viel Fleisch sterben, dass man mit zu viel Fleisch den Klimawandel unterstützt oder dass eine Fläche der Größe von Mitteleuropa, die ausschließlich aus Plastik besteht, im Pazifik schwimmt. Manchmal denke ich es wird besser, aber meistens nicht.

Alles Liebe,

Silke

http://rausausderlustfalle.de/der-21-tage-foodplan.html