Samstag, 18. August 2012

Haare und Haarerlebnisse...

Also, ich hab auch heute mal wieder nicht viel Zeit, wollte aber kurz eine Beobachtung mit euch teilen.

Ich stelle fasziniert und verzückt fest, dass ich aktuell meine Haare nicht mehr jeden 2. Tag waschen muss, sondern erst jeden vierten! – Was zeitliche, ökonomische und kosmetische Vorteile hat. Ich brauche weder waschen noch föhnen, verbrauche weniger Shampoo und belaste meine Haare nicht mit Chemie und Föhnhitze, was ich tatsächlich auch schon als Verbesserung in der Haarstruktur wahrnehme. Das Fett kommt also komplett immer aus der Nahrung. Das was man am Körper mit sich rum trägt und das was über die Kopfhaut abgeht.

Mein Körperfettanteil ist derzeit so gering wie….ich glaube wie noch nie! Seit 2 Monaten oder so esse ich so wenig Fett. Nie mehr als 20% am Tag meistens so um die 15, meistens mit 70% Rohkost und es geht mir so gut wie nie. Ich bin kraftvoll, energiegeladen, habe Elan, fühle mich fit und mein Stuhlgang war auch noch nie so gut.;-))) Mein BMI ist bei 20,9. Und das seit ca. 4 Wochen, weil ich immer mal wieder irgendwo eingeladen war wo ich dann doch zu viel gegessen habe.

Aber seitdem baue ich halt auch kein Körperfett ab und nehme auch nicht viel Fett aus der Nahrung auf, also warum sollten meine Haare dann groß fetten? Nach 4 Tagen tue sie es natürlich trotzdem, aber möglicherweise ist das ja noch ausbaufähig.

Ich hab schon viele Theorien darüber gehört, dass man sich bei Rohkost weniger Waschen muss, aber das ist auch mal wieder eine der Plattitüden. „Rohkost“ ist ein Sammelbegriff, der so viele unterschiedliche Dinge abdeckt, dass man eigentlich überhaupt keine Pauschalaussagen machen kann mit diesem Wort. Gleichzeitig gibt es Theorien, dass man einfach komplett mit dem Haarewaschen aufhören sollte und dann regeneriert sich das Gleichgewicht der Kopfhaut automatisch (nach überstandener und ausgesessener totaler Stink- und Verfettungsphase – was in unserer Gesellschaft nicht möglich ist) Dann doch besser so.

Ich benutze Shampoo von Alverde, weil es das billigste Bio-Öko-Vegane-Shampoo überhaupt ist und weil es gut wäscht und meinen Haaren gut tut. Lavaerde habe ich ausprobiert, aber die Waschkraft ist für mich zu gering. Dr. Häuschka ebenfalls, aber ist auch viel zu teuer und wäscht auch schlecht. Und natürlich das Shampoo der Tooth-Soap-Hersteller, was das allerschlechteste Shampoo der Welt ist. Daher bin ich gespannt was jetzt wohl weiter passiert und ob in Zukunft reine Lavaerde zum Waschen vielleicht ausreicht. Die ist, was Chemie angeht, für den Planeten und den Menschen auf jeden Fall am harmlosesten.


Der nächste RoheLust-Workshop in Köln findet statt am 15. September um 15 Uhr - 65 € inkl. Lebensmittelpauschale von 15 € - Anmeldung hier!

Und wo ich gerade bei Haaren bin: Kann mit mal jemand erklären, warum es so wahnsinnig viele Rohköstler gibt, die sich die Haare färben? Ich verstehe beim besten Willen nicht, wie das zusammen passt? Tatsächlich kenne ich mehr Rohköstler, die sich die Haare färben als solche die es nicht tun! – Nein, stimmt so auch nicht. Aber es sind schon echt viele, besonders natürlich die Frauen. Aber dann auch, ohne Namen zu nennen ;-), ein sehr bekannter Autor und Rohköstler aus den Staaten der deutsche Wurzeln hat und Bücher darüber schreibt wie man seinen Körper heilen kann!;-)

Ernsthaft: Haarfärbemittel ist krebserregend!


Hunderte krebserregende Stoffe sind darin enthalten und ich kann beim besten Willen nicht jemanden als Gesundheitsguru hinnehmen, der gekochte Kartoffeln für schädlich hält, aber Haarfärbemittel benutz!

Ich verstehe auch nicht, warum das noch nie jemand in der Rohkost-Community angesprochen hat. Ist das ein Tabuthemas?

Doch, es hat mal einer auf Facebook angesprochen, der sich lustig gemacht hat darüber, dass 100%ige vegane Rohkost konsequent ausgeführt bei vielen Leuten die Haare erblonden läßt!;-)

Veganer kann ich gelten lassen, die ihre Haare färben, denn die sind nicht an Gesundheit interessiert sondern an Tierschutz und vegane Haarfarben gibt es durchaus auf dem Markt. Aber Rohköstler, die Angst davor haben, dass Kochkostreste sich in ihrem Körper ablagern, die dann konzentrierte Chemie auf ihren Kopf schütten? Ne, finde ich scheinheilig und unglaubwürdig und empfinde ich als eine Schande für die Bewegung. Das wollte schon seit Monaten mal raus aus mir!:-)))

Schönes Wochenende!

Alles Liebe,

Silke

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Mittwoch, 15. August 2012

Chaos, Soyatoo und Veggie Street Day...


Ich versinke im Chaos und weiß nicht mehr wann ich was machen soll weil ich keine Allltagsroutine mehr habe. Der Bioladen ist schuld, weil ich seltsamer Weise immer an den Tagen zum Frühdienst eingeteilt werde, an denen ich normalerweise Joggen gehe und an den Tagen wo ich nicht joggen gehe, will ich eigentlich bloggen und weil auch noch Klausuren in den Ferien geschrieben werden muss ich auch noch lernen und den Callcenterjob habe ich bis inkl. diese Woche auch noch und jetzt weiß ich nicht wo mir der Kopf steht....

Dafür macht es mir auch richtig Spaß im Bioladen. Regale einräumen und Kasse gleichermaßen. Ich glaube, dass ist der erste Job, abgesehen von Schauspieljobs, die ich hatte, bei dem ich Spaß habe. Alle anderen Jobs waren immer ein notwendiges Übel, was man machen musste wenn man Geld haben wollte. Ich liebe es Pakete mit Ware auszupacken und zu schauen was wohl drin ist und ich habe ebenfalls eine Vorliebe für das einsortieren. Zwischendurch lese ich mir immer mal wieder die Inhaltstoffe durch und kriege die Krise – trotz bio. Letztens stand ich mit einer Kundin vor dem Keksregal und sie fragte mich in welcher Sorte denn kein Zucker sei. Tja, in keiner. Vollrohrzucker ist immer noch Zucker. Da hilft immer nur selber machen.

Überhaupt verstehe ich ja nicht wirklich, warum es Bio-Instant-Tütensuppe gibt. Was nützt einem noch bio, wenn der ganze Rest Industriekram ist. Das ist dann keinen deut besser, nein, es ist sogar noch viel schlechter, als sich eine Tomatensuppe aus herkömmlichen Tomaten selber zu kochen.Noch kenne ich das ganze Sortiment nicht, aber ein paar Sachen will ich schon mal ausprobieren.

Am Samstag war ich auf dem Veggie Street Day in Dortmund und fand ihn total überbewertet. Fast alle Veganblogger, die ich kenne haben bereits darüber berichtet und waren hellauf begeistert. Ich hatte vorher gegessen, weil mir eh schon klar war, dass ich da nichts finden werde, was ich für gesund halte und mich satt macht. Veganer Döner, veganes Eis, veganes Tiramisu, vegane Torte, vegane Currywurst. Und das alles schön voll Weißmehl und Zucker und industriell verarbeitet.

Ich gestehe, so ein bisschen hat mich das auch in seinen Klauen, weil ich fasziniert davon bin, was alles so geht. Seit der Veggie World bin ich ja auch völlig angefixt von Soyatoo, der veganen Schlagsahne, weil es sowas in Rohkostform ja nicht gibt. Soyatoo war der Hauptgrund warum ich beim Veggie Street Day war, denn seit der Veggie World habe ich auch keine mehr gekauft. Der vegane Laden in Köln liegt irgendwie nicht in meinem Einzugsgebiet und zudem ist sie ja nun nicht wirklich gesund. Vegan ist halt kein Indikator für gesund.

Wenn auf der Packung stecht: - Gehärtetes Pflanzenfett - kann man mal pauschal auf Transfette schließen.

Zunächst habe ich eine Runde gemacht und habe ein paar Leute getroffen, die ich kannte und habe mir 2 Päckchen Soyatoo gesichert. Und weil ich eh nicht essen wollte, wollte ich zumindest einen koffeinfreien Soya-Latte-Macchiato oder Kaffee trinken, denn das mache ich gelegentlich einfach aus Genussgründen, wenn ich draußen unterwegs bin. Ein Bekannter zeigte mir, wo es Kaffee gibt und mit Entsetzten musste ich dann feststellen, dass die keinen entkoffeinierten Kaffee hatten. Mit Koffein kann ich hingegen nicht schlafen, noch nicht mal, wenn ich gegen Mittag nen Kaffee trinke. So empfindlich wird man, wenn man sich einmal entwöhnt hat.


Der nächste RoheLust-Workshop findet statt am 15. September um 14 Uhr - 65 € inkl. Lebensmittelpauschale von 15 € - Anmeldung hier!

Zum Glück war aber Starbucks gleich in der Nähe und ich hab mir da meinen Soja-Café-Latte geholt. Dazu fährt man aber nicht extra nach Dortmund! Das geht auch in Köln. Veganes Eis habe ich auch noch gegessen, aber auch das war von Signor Verde aus Köln Dann habe ich ein paar Freunde zufällig getroffen, gequatscht, mir Komplimente angehört, dass ich toll aussähe und unglaublich abgenommen hätte und bin nach 2 Stunden wieder nach Hause.

Im Kölner Hauptbahnhof war ich dann noch in nem Reformhaus weil ich schauen wollte, ob die Stevia haben und zu welchem Preis und plötzlich fiel mein Blick in einem Regal auf: Soyatoo – NEU! Und auch noch einen Cent billiger als auf dem Veggie Street Day. Warum war ich nochmal in Dortmund? Veganes Essen gibt es auch in der Mensa, veganen Döner und Lamacun auch bei Signor Verde, genauso wie Eiscreme und Soja-Latte. Die Hälfte der Produkte, die es dort zu kaufen gab, hat auch die Bioladen und den Rest habe ich bei mir im Shop. Lifefood und Keimling waren ja auch da und das widersehen war auch mal wieder nett.

Darüber hinaus habe ich meine Diät abgebrochen. Also nicht auf dem Veggie Street Day sondern vorgestern. Der Hunger wird zu groß, jetzt nach ca. 6 Wochen bei 1700 kcal. Vielleicht fehlt auch etwas. Ganz sicher gesättigte Fett;-))) Oder der Körper braucht mal eine Pause um sich auf ein Gewicht einzupendeln und anzupassen. Ich bin auf 2000 kcal rauf gegangen und will 15% Fett einhalten. Und vielleicht von 70% auf 80% roh hoch, weil Cousens da so wert drauf legt.

Genau, a propos Cousens: Nach der Diabetesdiskussion in den Kommentaren nach meinem letzten Blogeintrag habe ich jetzt mit meinem wissenschaftlichen Projekt angefangen und nehme mir die gesamte Cousens-Literatur nochmal vor. Cousens ist zwar schulmedizinisch ausgebildeter Arzt, aber nicht alles was er schreibt entspricht der Schulmedizin. Das ist faszinierenderweise bei Graham anders. Cousens glaubt an die Enzymtheorie, die in jedem Oberstufenbiobuch widerlegt wird und behauptet auch immer wieder gerne, dass rohes Eiweiß vom Körper doppelt so gut aufgenommen wird, wie gekochtes. Das habe das Robert Koch Institut in Frankfurt festgestellt. Einen Verweis zu dieser Studie findet sich nirgends. Jedenfalls nicht, so weit ich mich erinnern kann und deshalb muss alles nochmal durchforscht werden. Gott sei Dank hat mir die Uni mittlerweile beigebracht, wie und wo man medizinisch recherchiert und wenn es die Studie gibt, werde ich sie auch finden.

Also, wissenschaftliches Projekt über Cousens und Barnard heilen Diabetes hat begonnen. Ich freu mich! – Weiß nur nicht, wann ich das auch noch machen soll, denn nächste Woche Freitag geht zu allem Überfluss auch noch mein 45 tägiges Pflegepraktikum los…Alles wird gut….

Alles Liebe,

Silke

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Freitag, 10. August 2012

30 Tag roh! - Gabriel Cousens M.D. heilt Diabetes

Unter falschem Namen hat sich der Film „Raw for 30 days“, eine Dokumentation darüber wie 6 Amerikaner am Tree of Life Institut bei Dr. Gabriel Cousens ihren Diabetes in den Griff kriegen bei YouTube eingeschlichen. Das Video wird bestimmt bald wieder gelöscht, wie es auch bei „Forks over knives“ geschah, daher schnell anschauen, wer Interesse hat.

Ich hatte ihn bisher auch nicht gesehen, ich hatte nur Cousens Buch There Is a Cure for Diabetes: The Tree of Life 21-Day+ Program gelesen. Das Spannende an dem Film ist hingegen, dass 2 der 6 Teilnehmer Typ 1 Diabetiker sind. Also unheilbar! – Quasi.

Cousens ist es in seiner Laufbahn gelungen 3 Personen von Typ I Diabetes zu befreien. Das wird in dem Film gesagt. Dennoch schafft es einer der beiden tatsächlich die 30 Tage komplett ohne Insulinspritzen zu leben und nachdem er das Camp verlässt auch weiterhin kein Insulin mehr zu gebrauchen. In einem abschließen Interview sagt er, sein Körper habe angefangen Insulin zu produzieren. Der andere Typ I Diabetiker schafft es mit Cousens Ernährungsweise seinen Insulinbedarf gravierend herab zu setzten - von 70 auf 5 Einheiten.

Und wie sieht Cousens Ernähungsweise aus?

Möglichst arm an Kohlenhydraten vor allem solche mit hohem glykämischen Index, 80% roh, 20% gekocht wobei in dem Film die ersten 30 Tage 100% roh gelebt wird. Cousens schreibt in seinem Buch zwar auch, dass nicht mehr als 20-30% Fett empfohlen werden, aber seine Ernährungspläne und Rezepte sehen halt völlig anders aus. Wo sollen denn die Kalorien her kommen, wenn nicht aus Fett?

Ich habe diese Ernährungsweise ja selber mal 3 Monate gemacht und mir ging es dabei nicht gut. Möglicherweise habe ich auch nicht ausgewogen gelebt und/oder irgendwas übersehen, aber ich bin ja auch kein Diabetiker oder Krebspatient. Ich habe es gemacht um meine Obstrohkost-verursachte Candida in den Griff zu kriegen.

Also, so heilt Cousens Diabetes – Typ I und II! (anders als Barnard und auch anderes als Graham – aber hochinteressant…)



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Mittwoch, 8. August 2012

Low fat vs. low carb - Das Finale!

Ich denke, ich habe ein abschließendes Urteil über die low fat vs. low carb-Angelegenheit gefällt und zwar bereits Ende letzter Woche als ich irgendwie auf die Idee kam Cholesterin zu googeln.

Völlig ab von dem was die Schulmedizin lehrt, gibt es scheinbar auch noch die Theorie darüber, dass Cholesterin evtl. total gut für uns ist und dass es sein könnte, dass Cholesterin deshalb bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht ist, weil es beschädigte Arterien und Venen reparieren könnte, immerhin ist es wichtig für die Lipidmembran von tierischen Zellen. In dem Zusammenhang steht bei Wikipedia im Eintrag zu Cholesterin, dass es eine Studie gegeben habe in welcher 50000 Menschen untersucht wurden und wo die, die mehr Obst und Gemüse und weniger Fett aßen, genau so viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten, wie die, die das nicht getan hatten….Und da klingelte was bei mir…

Von dieser Studie habe ich schon mal gehört, entweder bei Dr. Neal Barnard oder Dr. Joel Fuhrmann, ich weiß es nicht mehr genau, aber da hieß es, dass das daran läge, dass das Fett nicht genug reduziert worden sei.

Man kann im Meer genauso unter gehen, wie in einem 2 m tiefen Swimming Pool und bei 150 g Fett am Tag genau so auf einen Herzinfarkt zusteuern wie bei 200 g (Zahlen jetzt nur mal so als Beispiel – das sind keine wissenschaftlichen Daten und Fakten) In dem Artikel über Cholesterin wurde dann auch der Erfinder von Low Carb, Dr. Robert Atkins erwähnt und da habe ich mich mal direkt zu seinem Wikipedia-Eintrag weiter geklickt.

Dr. Atkins starb 2003 in einem New Yorker Krankenhaus als Folge eines Unfalls. Wikipedia hat hingegen auch noch folgendes über seinen Tod zu sagen:

„Atkins verstarb am 17. April 2003 in einem Krankenhaus in New York City. Als Todesursache wurden Komplikationen in Folge einer Operation eines Kopftraumas angegeben, das er sich bei einem Unfall am 8. April auf eisglatter Straße zuzog. [1] Nach einem später veröffentlichten Autopsiebericht,[2] der auch im Wall Street Journal abgedruckt wurde, wog Atkins bei seinem Tod bei einer Körpergröße von 1,82 m (6 feet) 117 kg (258 pound) und wäre damit fettleibig gewesen.[3] Der Autopsiebericht enthält zudem Angaben zur Krankengeschichte von Atkins, darunter ein Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck.[4]

Seine Frau gab an, Atkins hätte bei seiner Einlieferung lediglich 89 kg gewogen, die zusätzlichen 28 kg wären innerhalb der neun Tage Aufenthalt im Krankenhaus dazugekommen, die Herzerkrankung wäre auf eine virale Infektion zurückzuführen gewesen.[5] Dem gegenüber steht eine Aussage des damaligen New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg, der Atkins wörtlich als „fett“ bezeichnete.[6][7]“


Faszinierend finde ich, dass Atkins tatsächlich auch Kardiologe war und sich in jungen Jahren aufgrund seiner eigenen Fettleibigkeit der Ernährungswissenschaft zugewandt hat. Wieso bekam er selber einen Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und hohen Blutdruck? Er ist selber das beste Beispiel dafür, dass die Schulmedizin hier Recht hat und die Erklärung, dass in allen Studien in denen (angeblich) gezeigt wird, dass mit weniger Fett das Erkrankungsrisiko nicht gesenkt werden kann damit zusammen hängt, dass einfach immer noch zu viel Fett verzehrt wird. (s.o.)


Wobei, Einschränkungen muss man möglicherweise auch da machen. Zum einen, weil es keine einzige Studie gibt, ob rohes Fleisch ähnliche Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem hat, wie gekochtes. Zum anderen, weil das so nicht für Nüsse und Öle gilt. Man sollte auch davon nicht zu viel verzehren, weil auch davon die Triglyceridwerte und von Kokos auch die Cholesterinwerte ansteigen können (und die gelten als Indikator für ein Herzinfarktrisiko, zusammen mit noch ein paar anderen Faktoren)

Dr. Neal Barnard schreibt in seinem Buch The Get Healthy, Go Vegan Cookbook: 125 Easy & Delicious Recipes to Jump-Start Weight Loss and Help You Feel Great! folgendes:

“Trotz einer Fülle von Recherchen über die Vorzüge einer veganen Ernährung sind viele Dinge noch immer unklar. Z.B. ob es eine gute Idee ist einen Großteil seiner Nahrung in roher Form zu konsumieren statt gekocht? Wenn Nüsse fetthaltig sind, was sie tatsächlich sind, ist es besser sie zu meiden oder übertreffen ihre Vorteile für die Herzgesundheit jede andere Überlegung? Sollte man hauptsächlich Getreide und Gemüse essen, mit relativ wenig Obst, oder ist es besser viel Obst zu verzehren? Dies sind alles Fragen, von denen ich hoffe, dass wir sie in Zukunft klären können“


Ich habe auch von Leuten gehört, die mir berichten sie müssten einfach Fleisch haben, ohne Fleisch fühlten sie sich nicht wohl oder würden nicht satt. Ich glaube nicht, dass das am Fleisch per se liegt, sondern am Eiweiß. Viele Rohköstler verzehren zu wenig Eiweiß. Meine eigenen Experimente mit Tofu derzeit sagen das selbe. Ich finde zwar auch Kichererbsen und sonstige Hülsenfrüchte toll aber bei Tofu kommt mehr Eiweiß auf die Kalorienanzahl. Sprich: Tofu ist effizienter innerhalb einer Diät.

Jemand der kein Gewicht verlieren will oder muss, kann auch mehr Nüsse essen oder bis zu 30% gesunde Fett am Tag essen oder was weiß ich…

Und dennoch, ich, sollte definitiv nicht weniger als 70% roh verzehren. Jetzt am Wochenende schon wieder.

Ich bin zu Besuch bei meinem Vater, habe Lust ihn zu bekochten und habe eine Überfülle an frischen Zutaten, mache eine Gemüsepfanne mit Reis und Tofu, eine vegane glutenfreie Pizza, rohes Bananeneis, frühstücke Hoferflocken mit Banane und esse zwischendurch Obst (gut, Sekt und Wein gab es auch), esse ca. 40% roh und komme am Montag direkt mit 3 kleinen Pickeln nach Hause, die ich selbst bei fetthaltiger Rohkost nicht bekomme.

Über die Haut habe wir noch nichts gelernt an der Uni, aber ich frage mich wirklich welcher Mechanismus da hinter steckt, dass ich selbst bei veganem Essen Pickel produziere. Verdauungsleukozytose???

Ich hoffe, dass auch diese Frage in Zukunft geklärt werden wird.

Alles Liebe,

Silke

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Freitag, 3. August 2012

Schönheitstipps eines 70jährigen Bodybuilders...

Ich möchte heute ein weiteres Video mit euch teilen, was mir ebenfalls von einem Leser geschickt wurde. Ich weiß gar nicht genau wieso, denn es handelt gar nicht von Rohkost, auch nicht von veganer Ernährung, auch nicht von Gesundheit, sondern eher davon wie man am besten Bodybuilding betreibt und welche Rolle auch die Ernährung dabei spielt. Ich betreibe aber auch kein Bodybuilding sondern eigentlich nur Ausdauersport und dass auch nicht so ausdauernd, daher habe ich aus diesem Video hauptsächlich Schönheitstipps mitgenommen ;-)))

Also, der Herr ist über 70 und hat laut Moderator so gut wie keine Falten. Er hat allerdings auch den Vorteil farbig zu sein, so dass man Falten kaum erkennen kann.;-) Jedenfalls wird er nach seiner Methode gefragt, wie er das macht und er sagt darauf, dass er seit 1966 (!!!) täglich Aloe Vera auf die Haut auftrage.

Seit ca. 3 Wochen mache ich das jetzt auch und es gefällt mir sehr gut. Zuerst Aloe Vera Gel auf die Haut und dann Kokosöl drüber. Ich hatte zwischenzeitlich mal eine richtig teure Creme von Weleda und muss sagen, dass Aloe Vera mit Kokosöl mindestens genauso gut ist, wenn nicht gar besser. Ich habe mich mehr mal dabei ertappt, dass ich in den Spiegel schaut und dachte: „Ich seh‘ echt gut aus“;-) - Mal schauen was ist, wenn ich auch 70 bin und hier die Resultate davon blogge….. Den Rest von der Aloe Vera püriere ich dann am nächsten Tag mit in mein Porridge und so wirkt sie dann von außen und von innen!

Hier Jim Morris in eigenen Worten:



Der nächste RoheLust-Workshop in Köln findet statt am 11. August um 14 Uhr – 65 € inkl. Lebensmittelpauschale von 15 € - Noch Plätze frei

Ein anderes Video habe ich selber gefunden und zwar von der Rohkostfamilie, die seit mehren Jahren englischsprachige Videos und Rohkostinformationen verbreiten, obwohl sie eigentlich aus Deutschland stammen. Auf vielfache Bitten hat Ka Sundance (ich wüsste zu gerne wie er wirklich heißt ;-)))) nun auch ein paar deutsche Videos gedreht und in diesem setzt er sich ein wenig mit der deutschen Rohkostszene auseinander und ich schließe mich da uneingeschränkt an. Toller Beitrag!



Darüber hinaus: Mir geht’s super! – Tofu finde ich großartig! – Ich brauche definitiv mehr Eiweiß, wenn ich Sport treibe und ich brauche bestimmt pro kg Körpergewicht ein Gramm Eiweiß. Das erkenne ich daran, dass Eiweiß satt macht. Wenn man trotz großer Kalorienmengen nicht satt wird, fehlt irgendwas. Das ist auch bei Gourmetrohkost oder Obstrohkost so. Ich habe auch mit Tofu einen Rohkostanteil von über 70% aufrecht erhalten. Darüber hinaus passieren immer so kleine Veränderungen innerhalt der Ernährung. Vor 2-3 Wochen, war ich verrückt auf Kartoffeln, danach auf Kichererbsen, jetzt auf Tofu. Brokkoli, Bananen und Porridge bleibt immer gleich und dazwischen Obst und Salat nach Saison. 70% Rohkost wird immer eingehalten!

Sonst könnte ich mich prügeln, dass ich noch nicht früher versucht habe einen Job in einem Bioladen zu finden. Hatte gestern den ersten offiziellen Arbeitstag und es ist einfach großartig dort! Alle nett, Kollegen und Kunden und die Atmosphäre ist ein Traum!

Ich frage mich, wird man von biologischem Essen netter oder liegt es daran, dass Leute, die im Bioladen einkaufen mehr Geld haben und besser situiert sind? – Na, an der Uni sind auch alle supernett und zuvorkommend und da schiebe ich es auf’s Geld. – In allen anderen Jobs, die ich vorher hatte, so ungelernt-Jobs, war das einfach nicht so. Alle waren gemein, ellenbogen, machtgeilheit der Chefs, herablassendes verhalten, Respektosigkeit und, und, und.... Und im Bioladen, selbst bei einer großen Kette wie der wo ich angefangen habe, ist zudem eine völlig andere Stimmung als bei Aldi! Vielleicht verbinden da auch die Ideale.

Also, ich genieße das sehr, auch wenn ich noch nichts dort gekauft habe, so freue ich mich jetzt schon, dass ich morgen wieder hin darf. Geld verdienen mit Spaß! Besser geht’s nicht. Ich hoffe das hält an!

Foto was auf dem Potluck in düsseldorf am vergangenen Dienstag entstanden ist:




Alles Liebe,

Silke

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Mittwoch, 1. August 2012

Biophotone, Bioladen und Eiweiß...

Fritz-Albert Popp, ein deutscher Biophysiker, hat sich in der 70er Jahren daran gemacht das Phänomen der Biophotonen genauer zu untersuchen, was so viel heißt wie das Vorhandensein von Licht in Zellen. In menschlichen Zellen und in Pflanzenzellen. Von ihm ist in den 90er Jahren ein Buch erschienen mit dem Titel Die Botschaft der Nahrung.: Unsere Lebensmittel in neuer Sicht. welches mir mein Onkel vor ca. einem Jahr als Leihgabe zugeschickt hat ( Herzlichen Dank dafür, an dieser Stelle, ich schick es dir zurück, sobald ich es ausgelesen habe). Popp hat auch noch ein paar weitere Bücher über Biophotonen geschrieben, von denen ich auch gerade erst erfahren habe.

Im Verlauf der letzten 12 Monate hatte ich nur leider überhaupt keine Zeit dieses Buch zu lesen, weil ich so viel anderes lesen musste, aber jetzt endlich komme ich dazu. Und, ehrlich gesagt, das ist auch gut so, denn hätte ich letztes Jahr die Zeit gefunden, hätte ich auch kein Wort verstanden. Bis vor einem Jahr hatte ich nämlich überhaupt keine Ahnung von Physik und Chemie und mein Wissen über Biologie hatte auch gravierende Mängel. Hat es wahrscheinlich immer noch, besonders im Bereich Humanbiologie und Biochemie.

Jedenfalls ist Popps Theorie hochinteressant. Er postuliert, dass die Biophotonen, das Licht in den Zellen, sowohl von Menschen und Pflanzen, Auswirkungen auf den Körper haben, die mit chemischen Mitteln nicht zu erklären sind. In der Wissenschaft häufig ungeklärte Fragen sind z.B.: Woher weiß eine embryonale Stammzelle, dass sie sich zu einer Leberzelle oder eine Augenzelle oder eine Herzzelle differenzieren muss? - Popp geht davon aus, dass die Biophotonen damit zu tun haben, nur leider kann er zwar die Biophotonen nachweisen, aber nicht dass, und wenn ja wie, sie miteinander in Wechselwirkung treten. Daher ist seine Theorie in der Wissenschaft nicht akzeptiert. Er hat später versucht auch die Wirkungsweise der Homöopathie wissenschaftlich auf die Biophotonen zurückzuführen, was ihm auch nicht gelungen ist. Daher sind nun nicht nur die Wissenschaftler sondern auch die Homöopathen sauer auf ihn. Mehrfach hat er bereits seinen Lehrstuhl verloren, weil er sich für seine Theorie eingesetzt hat, die wissenschaftlich nicht akzeptiert ist.

Wenn man jedoch sein Buch liest, dann spürt man, dass da ein Mensch sprich, ein Wissenschaftler, der echt Ahnung hat und gleichzeitig weiß, dass er nichts weiß. Ganz anders, als wenn man Rohkostbücher von irgendwelchen Gurus liest, die einen dominanten Ton anschlagen und so tun als würden sie alles wissen. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass je weniger jemand weiß, desto dominanter vertritt er seinen Standpunkt und spricht von Verboten und erteilt Befehle. In der Rohkost werden auch nie biologische Prozesse beschrieben, in den Medizinbüchern jedoch immer. Wenn man mal beide Literaturvarianten gelesen hat, kann man sehr schnell entscheiden, was plausibler ist und braucht nicht wahllos irgendein Dogma praktizieren, welches mehr als Religion verkauft wird, als als Wissenschaft!

Also Biophotonen sind ein hochinteressantes Thema und ich schätze man wird in Zukunft noch viel davon hören. Momentan reichen die Mittel nicht aus, um näheres über die Wirkung und Wechselwirkung von Biophotonen sagen zu können oder ob sie vielleicht bei Hitze zerstört werden oder was auch immer. Quintessenz des Buchs jedenfalls ist es, dass man auf seinen gesunden Appetit beim Verzehr natürlicher Nahrung hören soll. So wüsste man, genau wie die Embryonalzelle, was das Richtige für einen ist.

Und während ich das so lese steigt meine Vorfreude auf morgen immer mehr. Ich hab euch nämlich noch gar nicht erzählt, dass ich einen neuen Job an Land gezogen habe. Ich werde das Callcenter demnächst an den Nagel hängen können: Ich habe einen Aushilfsjob im Bioladen!

Ich freue mich vor allem, weil ich dort dann Rabatt bekomme und auch, weil das ein ganz anderes Klientel an Mitarbeitern und an Kunden ist. Ich war vor 2 Wochen oder so Probearbeiten und habe mich sehr wohl da gefühlt. Geld ist natürlich nicht die Welt, aber im Schnitt genau so viel wie im Callcenter, aber mit wesentlich angenehmerer Arbeit. Und vielleicht bin ich dann bald endlich in der Lage fast nur noch Bio zu essen und zu schauen, ob ich davon besser satt werde, weil evtl. mehr Nährstoffe drin sind.

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Last, but not least für heute, war ich am Wochenende wieder auf einer Party eingeladen. Die hat’s dann auch tatsächlich geschafft, dass ich wieder ein Kilo zugenommen habe, schlicht und ergreifend, weil ich zwei tolle Dips, fettreiche Dips, gemacht habe und da selber auch zugelangt habe! Außerdem war ich Mitte letzter Woche in München zu Dreharbeiten und da ist es mir zwar möglich gewesen die Kalorien und die Fettmenge aufrecht zu halten, die ich verzehren will, aber nicht die Nährstoffmenge. Am Set gab es Obst und Brötchen – darüber hinaus Heißwürsten, Kuchen, Süßigkeiten. Ich hatte zwar selber was mit, habe aber auch Obst und Brot ohne Belag gegessen – aber keinen Brokkoli! Ich war zumindeste kalziummäßig unterversorgt sowie Omega 3, Eiweiß und was weiß ich nicht alle...

Als ich nach Hause kam, hatte ich viiiiiel mehr Hunger, als ich sonst habe und der hielt auch noch bis Samstag an und so kam es, dass ich auf dieser Party über Gebühr zugelangt habe. Also, ich weiß es eigentlich. Nährstoffe machen satt. Die beste Diät sind möglichst viele Nährstoffe auf möglichst wenig Kalorien Und dafür ist Brokkoli einfach optimal und ich liebe ihn auch immer noch sehr. Nach diesen 3 Tagen ohne auch wieder noch mehr!:-)

Aber darauf wollte ich nicht hinaus. Die Gastgeberin der Party, die fast nie zuhause ist, weil sie beruflich immer unterwegs ist fragt mich, ob ich ein Päckchen Krabben mitnehmen wollte, sie würde es sonst wegschmeißen müssen. Und da ich seit 2,5 Monaten nichts Tierisches mehr gegessen habe und eigentlich auch schon länger wieder Appetit auf Sushi habe, habe ich zugesagt. – Und die Krabben dann zum einen unglaublich genossen und parallel dazu am nächsten Tag – mal wieder – festgestellt, dass ich mehr Kraft beim Joggen habe.

Das passiert jedes Mal an Tagen nachdem ich Sushi essen war. Ist doch faszinierend und das obwohl ich täglich 50 g Eiweiß esse, was bei einem Bedarf von 0,8 g bei nichtaktiven Menschen völlig ausreicht. Jetzt, wo ich aber wieder Zeit zum Joggen finde und auch laufen gehen möchte, brauche ich vielleicht aber doch mehr Eiweiß. 60 g an Tagen an denen ich jogge.

Spannend war übrigens auch die Krabben in den Chronometer einzugeben. Faszinierenderweise enthalten die kaum gesättigtes Fett, viel Omega 3, aber dennoch auch Cholesterin! Irgendwie habe ich immer gedacht, dass Cholesterin mit gesättigtem Fett einher geht, aber dem ist nicht so. Mit ca. 120 g Krabben hat man sein Tagessoll an Cholesterin im Chronometer erreicht! Da ist Schweinefleisch laut Chronometer günstiger obwohl es mehr gesättigtes Fett enthält. – Naja, also Shrimps sind fettarm, aber cholesterinreich. Hui!

Dennoch kommt das für mich natürlich nicht dauerhaft in frage. Daher habe ich mich entschlossen mal mit Tofu zu experimentieren. An Tagen, an denen ich joggen gehe 100 g Tofu zu verzehren, denn darin sind 10 g Eiweiß enthalten. Tofu hat zudem den Vorteil, dass er mit Kalziumsulfat zubereitet wird und daher auch zusätzliches Kalzium enthält. Was die Vor- und Nachteile von Tofu angeht bin ich unentschlossen. Sojabohnen enthalten vor Krebs und Herzinfarkt schützende sekundäre Pflanzenstoffe, aber auch das Phytoöstrogen. Zudem ist Soja auch ein häufiger Allergieauslöser und die Sache mit der Genmanipulation steht da auch noch irgendwo im Raum.

Spätere Sorge, sag ich mal. Ich werde erst damit experimentieren und dann mich mit den Vor- und Nachteilen näher beschäftigen. Was nur dann nötig wird, wenn der Tofu mir gut tut. Fakt ist leider nämlich auch, dass jeder roh-vegane oder vegane Kraftsportler Eiweiß-Nahrungsergänzungsmittel wie Reisprotein oder Hanfprotein nimmt und lieber ist mir dann doch immer noch das echte Nahrungsmittel.

Alles Liebe,

Silke

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