Donnerstag, 25. August 2016

Nobelpreisträger Harald zur Hausen: Virale Bestandteile in Milch und Rindfleisch führen wahrscheinlich zu Multipler Sklerose



Der Virologe Harald zur Hausen hat im Jahr 2008 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie gewonnen, weil er es war, der entdeckt hat, dass Gebärmutterhalskrebs aus einer vorherigen Infektion mit dem Humanen Papilloma Virus entsteht. Seither kann man gegen diese Krebsart heutzutage regelrecht impfen und das war dem Nobelpreiskomitee die Entdeckung wert. Die Hypothese für diese nobelpreiswürdige Entteckung hegte er jedoch bereits 1976.

Jetzt, 80jährig, hat er eine neue Hypothese, nämliche das Viren, die wir aus Milch und Rindfleisch zu uns nehmen, zum Ausbruch der Multiplen Sklerose führen können und zwar über einen ziemlich komplizierten Mechanismus. In einem Interview mit Spektrum der Wissenschaft schilderte er, dass es wahrscheinlich 3 Voraussetzungen sind, die zur Erkrankung der Multipler Sklerose kommt:

1) Der Verzehr von Milch oder Rindfleisch mit den darin enthaltenen Viren

2) Eine latente, bereits vorhandene Herpesinfektion

3) Vitamin D Mangel

Zellen, die von beiden Viren befallen sind erfahren dann eine  Replikation der viralen DNA, entzünden sich und werden im Zuge dessen zerstört. Die Multiple Sklerose entsteht.

Nun geht zur Hausen davon aus, dass wir als Volk regelrecht kollektiv bereits infiziert sind, denn die wenigsten von uns sind ohne Rindfleisch und Kuhmilch aufgewachsen. Gegen eine bereits bestehende Herpesinfektion kann man auch nicht mehr viel tun. Der einzige Schutzmechanismus wäre hier die ausreichende Sonnenlichtversorgung zur Vitamin D-Bildung. Zur Hausen beschreibt, dass diese Theorie auch das Nord-Süd-Gefälle der MS erklären würde. Offensichtlich gibt es in Regionen mit schlechter Sonnenlichtversorgung mehr MS Fälle als in Äquatorialebene.

In diesem Interview ist aber auch interessant wie er beschreibt, dass man diese Entdeckung überhaupt gemacht hat. Ursprünglich wollte man nämlich die Entstehung von Darmkrebs und Brustkrebs erforschen und hat sich daher um Fleisch und Milchverzehr gekümmert. Bei beiden Krebsleiden ähnele sich das globale Muster, sprich beides taucht in den selben Gegenden auf, nämlich in Zivilisationsländern. In manchen Gegenden war es aber komplett unterschiedlich worauf sich die Forscher gefragt haben, warum das so sei. Unter anderem gibt es Gegenden, in denen viel Fleisch verzehrt wird, sogar rotes Fleisch, wie in Bolivien, aber dabei handele es sich um andere Rinderarten als wir sie im allgemeinen essen. Zur Hausen:

"Das hat mich zu der Spekulation geführt: Irgendetwas steckt in den eurasischen Milchrindern (Bos taurus), die sich vom Auerochsen ableiten, das Krebs auslösen kann."

Und dann äußert er auch noch folgenden hochinteressanten Satz

Heute werden viele Kinder früh mit Kuhmilch gefüttert. Ist das eine Erklärung dafür, dass multiple Sklerose als Zivilisationskrankheit gilt?  

"Richtig! Das sieht man auch in Indien: In den 1970er Jahren propagierten indische Kinderärzte, Säuglinge schon nach drei Monaten abzustillen und auf Kuhmilch umzustellen, weil sie damit angeblich besser ernährt würden. Indien produziert heute sehr viel Milch, und der Milchkonsum ist enorm angestiegen. Etwa seit der Jahrtausendwende lässt sich dort auch ein Anstieg der Brustkrebsrate beobachten. Die Dickdarmkrebsrate blieb übrigens niedrig – außer in Regionen, in denen traditionell mehr Rindfleisch gegessen wird, das ja sonst in Indien kaum verzehrt wird. Das legt den Verdacht nahe, dass Dickdarmkrebs mit dem Fleischkonsum korreliert, während beim Brustkrebs Milchprodukte wichtig sind."

Also, ich weiß ja, dass wir nicht auf Nobelpreisträger hören, wir hören ja auch nicht auf die Weltgesundheitsorganisation. Für die meisten Menschen ist es eh zu spät, da sie schon mit diesen Rinder-Viren infiziert sind und es bleibt nur Vitamin D. - Aber Darmkrebs und Brustkrebs, das ist nochmal ne völlig andere Nummer und es sind bei Frauen die beiden häufigsten Krebsarten. - Ich weiß wirklich nicht, warum die Welt diese Lehren nicht annimmt. - Ich weiß auch nicht wie lange ich, aufgrund genau dieser grenzenlosen Dummheit in der Gesellschaft, ich diese noch ertragen kann. Ich kann keine Uniklini-Cafeteria ertragen in der 40% Zucker und 40% Fett serviert wird, ich kann die Diabetogenese-Automaten dort nicht ertragen, ich kann nicht ertragen, dass die Patienten von der Behandlung der einen Krankheit, eine andere bekommen, die dann wieder behandelt werden muss, ich kann nicht ertragen, dass niemand weiß, dass man Atherosklerose zurückbilden kann und Typ-2-Diabetes heilbar ist und irgendwie wundere ich mich dann auch nicht mal darüber, da Umfragen ja bescheinigen, dass 40% der Deutschen den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur nicht kennt...Die Dummheit ist wirklich grenzenlos! Auch unter Akademikern und das macht es zur Tragödie...

Menü des Tages am 24. August 2016

Brokkoli mit Paprika


Reis mit Zimt, Banane, Birne, Leinsamen


Buchweizenpfannkuchen mit Guacamole und Linsen


Rest Eintopf und Rest Linsenfüllung


1 Banane  
2 Scheiben Vollkornbrot

Eintopf aus Resten



5 alkoholfreie Bier

Ich war gestern bei Dreharbeiten und habe Catering-Vollkornbrot dort gegessen. Irgendwas ist mit glutenhaltigem Brot los, dass man, also ich, mehr davon isst als man eigentlich Hunger hat. Aber es war immer noch besser als zu früheren Drehzeiten, wo ich Kaffee und Süßkram gegessen habe und am besten auch noch irgendwo eine Zigarette geschnorrt habe. Gesundheit wird beim Fernsehen so klein wie möglich geschrieben. Hauptsache billig.

Ich hab auch zum ersten Mal seit 94 Tagen wieder Avocado gegessen weil ich ein Rezept aus Nicole Justs Buch La Veganista: Lust auf vegane Küche umgestellt habe. Ich habe Avocado-Mayo statt Cashew-Mayo gemacht, weil ich ja offiziell auf Nüsse verzichte, es aber zu Avocado keine Regeln gibt. Das ist natürlich vom Fettgehalt völlig egal und, oh mein Gott, die Guacamole war soooo lecker. Volle Kanne Belohnungssystemaktivierung....

Und abends gab es in Gesellschaft alkoholfreies Bier.

Alles Liebe,

Silke




Montag, 22. August 2016

ZDF WISO - Die Konsumagenten klären über Zucker auf



Ich gucke nicht viel fernsehen und auch nicht gerne. Ich streame das was ich für gut halte im Internet. Mein Fernseher läuft einmal im Jahr, wenn die Oscarverleihung übertragen wird und dann alle 2 Jahre wenn entweder Fußball-WM oder EM ist. Ich finde das Fernsehen richtig, richtig schlecht. Es ist erstens eine reine Verdummungsmaschine und zweitens ein totaler Lügenapparat. Ich hab für's Fernsehen gearbeitet, ich weiß was für ein Mist das ist. Was mich wundert, ist, dass Leute sich das anschauen, dass sie sich selbst nicht mehr wert sind, als diesen Scripted Reality Scheiß von morgens bis abends anzuschauen. Und dann auch noch in Widerholungen. In den 80er Jahren war das deutsche Fernsehen jedenfalls um Längen besser. Da wurden Medienschaffende auch noch anständig bezahlt. Jetzt muss überall gespart werden (ne, muss gar nicht - wird einfach, damit die Produzenten mehr für sich behalten können), Praktikanten und Laien übernehmen die Jobs von ausgebildeten Filmschaffenden wie Regisseuren, Maskenbildnern, Schauspielern und dann wird Mist produziert mit dem man dem Volk Werbung aufschwatzen kann, die sie krank macht. Ich finde das Fernsehen wirklich zum kotzen.

Und dann kommt das ZDF und stahlt "WISO, die Konsumagenten" aus.

Natürlich nicht im Nachmittagsprogramm, natürlich nicht für Otto Normalverbraucher, sondern für Leute, die sich für Wirtschaft und Soziales interessieren. Mein Vater hatte diesen Beitrag zufällig auch gesehen und er ist mitunter das Beste was ich seit Jahren im deutschen Fernsehen gesehen habe. Anastasia Zampounidis und Wolfgang Trepper gehen als Konsumagenten dem Zucker auf die Spur.


Wo alles drin ist, wie viel Zucker die WHO empfiehlt, dass die meisten Menschen schon mit dem Frühstück so viel Zucker aufnehmen, dass es für den ganzen Tag reicht, dass man vor Zucker eigentlich auf der Verpackung warnen musse, dass Zucker suchtähnlich wirkt, wie ihnen der kölner Ernährungsmediziner Prof. Thomas Kurscheid bestätigt. Sie lassen Verbraucher den Gehalt von Zucker in Lebensmitteln schätzen, backen Muffins aus unterschiedlichen Zuckern und lassen Passanten testen und es kommt absolut gar nichts Unwissenschaftliches oder Falsches drin vor.

Diesen Beitrag des ZDF sollte man eine Woche lang auf allen Kanälen ohne Werbeunterbrechung zeigen, damit das Volk endlich mal checkt was Sache ist.

Natürlich wird am Ende dann auch wieder gesagt, dass man ein bisschen was ja darf. Leider ist den meisten Menschen aber absolut nicht klar wie wenig dieses offiziell erlaubte Bisschen ist – und natrlich auch nicht, dass es bei einem Bisschen ja meistens nicht bleibt.

Aber schaut selbst in der ZDF Mediathek

Menü des Tages am 21. August 2016

Zucchini und Tomate



Haferflocken mit Carob, Banane, Leinsamen, Tellerpfirsich


1 Kohlrabi, weil ich Hunger hatte und das Essen noch nicht fertig war


Zu wässrige Gemüsepfanne aus Zucchini, Tomatensauce, Reis, rote Linsen, Knoblauch


Eintopf aus roten Linsen, Zucchini, Paprika, Möhre, Zwiebel, Gemüsebrühe, Thai Curry


1 Banane

2 Möhren

Ich war von Freitag auf Samstag bei meiner Schwester eingeladen wo ich zwar zuckerfrei geblieben bin, aber die Nahrung dort war definitiv höher belohnend als was ich normalerweise esse. Ich hatte daher gestern das Gefühl ich würde mich überfressen, was ich sonst nicht habe... Also, diese Suche nach weiterer Belohnung in nicht-belohnendem Essen.

Ich fühle mich normalerweise von Esssucht total geheilt. Recherche auf dem Gebiet fasziniert mich auch nicht mehr. Diäten und Sporttipps faszinieren mich nicht mehr. Ich komme jetzt an die Wurzel von allem: Der Frage warum negative Gefühle da sind und wie man mit ihnen umgeht. Zu belohnender Nahrung zu greifen ist so viel einfacher als seine Kindheitstraumata zu bearbeiten oder auch sich Herausforderungen zu stellen an denen man scheinbar wieder und wieder scheitert.

So hat mir kürzlich ein Klinikchef versprochen mir eine Doktorarbeit zuzuteilen. Er hat mein Interesse an einen andern Arzt weitergeleitet, der sich dann mit mir in Verbindung setzen sollte, was aber nicht tat. Auf mein Nachfragen hin, hieß es dann, alle Doktorarbeiten seien bereits vergeben. Ich bemühe mich jetzt seit 3 Semestern darum und komme und komme nicht weiter. Es hagelt immer wieder Absagen und ich weiß nicht, was ich noch unternehmen soll...

Nach diesem erneuten Fehlversuch habe ich vor Wut und Verzweifelung heulen müssen. Ich habe mir in den letzten 162 Tagen abgewöhnt zu Drogennahrung zu greifen und sogar der Reflex ist jetzt verschwunden. Dafür sind die Probleme da. - Die waren vorher auch da, aber ich habe sie nicht gespürt und nicht so gelitten. - Jetzt muss ich an die Psychokisten ran...

Alles Liebe,

Silke

http://rausausderlustfalle.de/der-21-tage-foodplan.html


Mittwoch, 17. August 2016

Lactirelle - Der perfekte Limoersatz für heiße Sommertage



Die Dr. Jacob's Medical GmbH hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich Lust hätte eines ihrer Produkte zu testen und dann einen Bericht darüber zu schreiben. Und ich hatte natürlich Lust. :-)

Dr. Ludwig Jacob ist einer der derzeit noch recht spärlich gesäten deutschen Ärzte, die eine fettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung propagieren. Er hat einen dicken Wälzer für Ernährung geschrieben Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts: Die effektivsten Maßnahmen zur Prävention und Therapie von Zivilisationskrankheiten sowie jetzt neu ein Buch zum Thema Prostatakrebs Prostatakrebs-Kompass: Prävention und komplementäre Therapie mit der richtigen Ernährungs- und Lebensweise. Er leitet das Dr. Jacobs Institut für komplementärmedizinische Forschung sowie die Dr. Jacobs Medical GmbH auf deren Website sich auch ein Shop für Nahrungsergänzungsmittel befindet und eines davon ist das mit zugesandte Lactirelle.


Lactirelle ist quasi eine instant Version eines Erfrischungsgetränks, vom Prinzip her wie ein Sirup. Man nimmt einen kleinen Teil davon und gibt ihn in Wasser und hat dann das fertige Getränk. Es allerdingt kein Sirup sondern eine rechtsdrehende Milchsäureessenz, welche durch Fermentation erzeugt und dann mit schwarze Johannisbeerkonzentrat angereichert wurde daher schmeckt es nach Cassis. Es ist kaum süß, obwohl sich ein Hauch Stevia darin befindet, um den Geschmack abzurunden und schmeckt sehr angenehm erfrischen.

Auf dem Deckel aufgestülpt befindet sich ein kleiner Messbecher mit welchem man die Menge Lactirelle, die man für ein Getränk braucht, entnehmen kann und so ergibt eine Flasche mit 100 ml Lactirelle ca. 8 Liter Erfrischungsgetränk.


Ich fand es sehr angenehm an den heißen Tagen in Gerolsteiner medium einzurühren und dann unter anderem damit meine 3 l Wasser am Tag abzudecken. Es ist zudem angereichert mit Kalium und dem Vitamin B1, dem Thiamin, was, wenn man nicht täglich einen Frischkornbrei oder Haferflocken isst, gar nicht so leicht mit der Ernährung in ausreichendem Maß aufzunehmen ist, weil es bei 90° bereits zerstört wird, aber hauptsächlich in Getreiden vorkommt, die wir ja im Allgemeinen immer gekocht essen.

Für mich persönlich kann ich nicht sagen, dass ich ein derartiges Erfrischungsgetränk brauchen würde, aber ich habe es sehr genossen es zur Verfügung gestellt bekommen zu haben. :-) Es ist bestimmt toll für Leute, die sich schwer damit tun pures Wasser zu trinken oder auch für die, die sich selbst als softdrinksüchtig bezeichnen und keine Alternative wissen, was sie stattdessen trinken können.

Lactirelle gibt es nicht nur im Shop von Dr. Jacob zu kaufen, sondern auch wie ich beim googlen feststellen durfte, in diversen anderen Onlineshops. Wer also mal Abwechslung in seiner Getränkeauswahl braucht, sich schwer tut genug zu trinken oder Kinder hat, denen man keine Limo geben will, die aber auch pures Wasser nicht mögen, der sollte Lactirelle mal ausprobieren. Aufgrund der Milchsäure nehme ich an, dass es auch bei Darmproblemen zu einer Verbesserung kommen könnte.

Menü des Tages am 16. August 2016

Brokkoli und Tomaten


Haferflocken mit Carob, Banane, Pfirsich, Leinsamen, Zimt



Eintopf mit roten Linsen, Glasnudeln, Mangold, Lauch, Thai-Curry, Gemüsebrühe und Salz


2 kleineBanane


Vollkornnudeln mit Attila Hildmanns Bolognese


Rotwein

Ich war gestern Abend bei einem Freund, der mir gegenüber erklärt hat, er könne nicht auf sein Leibgericht Spaghetti Bolognese verzichten, völlig egal wie furchtbar er es findet was mit den Tieren passiert und wenn er etwas hätte, was genau so gut schmeckt wie echte Bolognese, dann würde er auf jeden Fall auch gerne das kaufen. - Er habe aber schon mal vegane Bolognese ausprobiert und die sei mies gewesen, daher wisse er keine Alternative.

Einer meiner YouTube-Zuschauer hat mir erzählt, dass die Bolognese von Attila Hildmann echt gut sei und so haben wir geplant gemeinsam Attilas Bolo auszutesten. - Ich war zwiegespalten, so sehr ich wollte, dass sie meinem Freund schmeckt, so wenig wollte ich Attila mein Geld in den Rachen werfen. Ich hab dennoch 4 Gläser bestellt, da ich selber nie gekaufte Bolognese esse, sondern sie immer selber mache und dann am liebsten mit roten Linsen und nicht mit Sojagranulat.

Mein Freund hatte noch frische Tomaten auf seinem Balkon, also selbst gezüchtet, und hat dann Attilas Bolognese und frische Tomaten gemischt aufgekocht und abgeschmeckt und sie auf Vollkornnudeln serviert.

Und was soll ich sagen: Sie schmeckte ihm echt gut. - Die Aktion war ein voller Erfolg und ich fand sie auch gut. Allerding nervte mich der elende Ölfilm auf meinen Lippen als der Teller leer war...

Alles Liebe,

Silke

http://rausausderlustfalle.de/der-21-tage-foodplan.html

Sonntag, 14. August 2016

Raus aus der "Müll-Matrix"



Alle, die mir auf YouTube folgen wissen bereits, dass ich ein neues Hobby habe: Zero Waste 

Zero Waste ist eine Bewegung ähnlich dem Minimalismus, teilweise zu seiner Ergänzung, teilweise ihm entgegengesetzt. Es geht darum keinen Müll zu machen. Am besten überhaupt keinen. Kompost ist ok, der ist ja biologisch abbaubar, aber auch Plastik zu kaufen, das recycelbar ist, sollte möglichst vermieden werden, denn für das Recyceln wird ja auch wieder Energie verwendet und außerdem kann eh nur ein Teil von allem, was wir in den Gelben Sack geben tatsächlich auch wiederverwertet werden.

Das alles war mir völlig neu. Wie die meisten Leute voll in der "Ernährungsmatrix" hocken und absolut keine Ahnung haben wie wirklich gesunde Ernährung tatsächlich geht, hocke ich in der "Müll-Matrix". Ich weiß so ein bisschen darüber, wie die meisten Menschen wissen, dass Obst und Gemüse gesund ist und Fett und Zucker nicht. So weiß ich, dass man Müll trennen muss und mache das auch. Ich kaufe auch Recyckling-Toilettenpapier und Taschentücher, kaufe Biowaschmittel und Spüli und solche Sachen. Ich habe mir aber kaum je Gedanken darüber gemacht, was mit meinem Plastikmüll tatsächlich passiert. Außerdem sind mir die Regeln des Mülltrennens auch nicht zu 100% klar. Und ich habe auch nie darüber nachgedacht, ob es einen Grund dafür gibt, dass ich in meiner gesamten Nachbarschaft keine Tonnen für Bioabfälle sehe. Totale Matrix also: Der Müll wird abtransportiert von anderen Leuten, aus den Augen aus dem Sinn. Ich trenne, weil das irgendwie meine staatsbürgerliche Pflicht ist und denke das reicht. Ist nicht mehr mein Problem der Müll. Ich hab alles richtig gemacht und es getrennt.

So machen andere Leute das mit ihrer Gesundeit. Konsumieren wild auf sich zu, wissen nicht, wie sie das verantwortungsbewusst bewerkstelligen können, werden krank, rennen zum Arzt, der den Müll im Körper irgendwie weg machen soll und der Krankenschein wird dann aus staatsbürgerlicher Pflicht dem Arbeitgeber vorgelegt.

In beiden Fällen werden nur Symptome beseitigt aber nicht Ursachen. Die Umweltwissenschaftlerin Lauren Singer, die mit ihrem Zero Waste Lifestyle berühmt geworden ist, verwendet für die Müllproduktion das selber Gleichnis wie die plantbased Doctors, wenn diese über Schulmedizin sprechen: Es ist so als hätten wir ein überlaufendes Waschbecken in welches permanent ein Wasserhahn sein Wasser ergießt und alles was wir machen ist den Boden sauber zu wischen um den Schaden zu beseitigen. Wir versuchen die Symptome weg zu machen, statt an der Ursache zu schrauben und einfach mal den Hahn zuzudrehen!

Mit dem Müll ist es das selber. Jeder einzelne hat es per Nachfrage im Griff was die Hersteller produzieren. Jeder der was verkauft will Geld verdienen. Wer Sachen, die in Plastik verpackt sind,einfach nicht mehr kauft, senkt die Nachfrage und der Hersteller ändert was.

Ich wollte natürlich auch wissen was Plastik denn so schädliches mit unserem Körper anstellt und mit unserem Planeten und habe dann bei YouTube eine 45-Minütige Doku vom NDR gesehen, in welcher eine 7-köpfige Arztfamilie 4 Wochen auf Plastik verzichtet. Beide Eltern sind Ärzte und hocken voll in der "Müll- und in der Ernährungs-Matrix". Sie glauben, dass sie sich gesund ernähren, kaufen im Bioladen und haben 60% fetten Käse im Kühlschrank. Der Vater kauft während des plastikfreien Experiments dann auch heimlich in Plastik verpackte Wurst. Abgesehen davon, dass sie nur Halbwissen in Ernährungsbelangen haben, wissen sie nichts über die Schadstoffe, die in Plastik sein können und was diese evtl. ausrichten. Meine bisherige Recherche z.B. in Bezug auf Bisphenol A, den Weichmacher, bestätigt uneinheiltliches. Man vermutet, dass es zu Entstehung von Hodenkrebs und schlechter Spermienqualität beiträgt, vielleicht auch zu Allergien, aber definitiv klar ist das nicht. - Dagegen sind alle Studien zur KHK-Entstehung und Cholesterin völlig eindeutig.

Das Experiment ist spannend anzusehen, daher schaut da mal rein.



Und am Ende, als der ganze entfernte Plastikkram der Familie wieder zur Verfügung gestellt wird, wollen sie ihn nicht mehr haben und werfen einen Großteil der 20 Kisten auf den Müll. - Und genau das ist mein Problem beim Minimalismus. Die Leute sortieren alles aus, was sie haben, wollen sich von ihrem Kram befreien und werfen ihn auf den Müll, wo er dann ggf. nicht recycelt werden kann, er niemandem nutzt und den Planeten immer noch belastet. - Dann lieber verschenken, spenden oder sonst was, denn sooooo eindeutig sind die Studien in Bezug auf BPA eben nicht. Es ist ungesünder jemandem eine Wurst zu schenken, als Legosteine aus Plastik! Wichtig ist bei Zero Waste das nicht kaufen, nicht nur das Loswerden und auch das Weiterverwenden, wenn es noch verwendbar ist. Oder auch es jemandem zu geben, der es weiter verwenden kann.

Und so kaufe ich jetzt keine Verpackungen mehr, wenn ich es irgendwie vermeiden kann, wenn dann welche aus Pappe oder Glas, denn das ist am besten zu recyceln oder ggf. auch wiederzuverwenden. Und nur in Ausnahmefällen, wenn es absolut keine andere Alternative gibt, Plastik. Und das macht Spaß. Es ist wie ein Spiel. Immer neue Alternativen finden zu müssen, wie man keinen Müll hinterlässt. Mehr Spaß als Pokemon zu trainieren!;-) - Probiert's mal aus.

Menü des Tages am 13. August 2016

Kaffee mit Hanfmilch

Brokkoli und Tomaten


Haferflocken mit Carob, Leinsamen, Banane und Heidelbeeren


Eintopf vom Vortag


1 Mango


Milchreis aus Reis, Banane, Zimt und Hafermilch

1 Banane

Kohlrabi, roh


Eintopf aus roten Linsen, Reis, Glasnudeln, Mangold, Zwiebel, Salsa, Thai-Curry etc.


1/2 Banane

3 Tage Frühschicht an der Backtheke liegen hinter mir und ich weiß beim besten Willen nicht, wie man 40 Stunden einem einzigen Job nachgehen kann. Das ist doch viel zu langweilig besonders, wenn man es dann noch sein ganzes Leben macht.

Ich plane jetzt schon niemals 40 Stunden als Arzt zu arbeiten, noch nicht mal im PJ. Das ist nichts für mich. Es ist zu einseitig und frisst zu viel Zeit. Und Geld ist wirklich nicht alles. Die Backtheke, also, die Kuchen und so, reizen mich absolut gar nicht mehr. Sie sind nichts, was ich als Nahrung in Betracht ziehe. Ist schon komisch, wie leicht es einem fallen kann ohne was zu leben wovon man vorher dachte, das geht niemals. - Es ist so ähnlich wie  wennman denkt, dass man ohne einen Menschen, den mal liebt, nicht leben kann, und dann macht der Schluss mit einem, man leidet und irgendwann kann man ohne Probleme ohne ihn leben. Kein Wunder, denn in beiden Fällen ist der selbe Teil des Gehirns, natürlich das Belohnungssystem, für die Gefühle verantwortlich.

Und natürlich, wer hätte das jetzt gedacht, ist das Belohnungssystem auch schuld an unseren Plastikproblemen. Plastik ist ja sooo bequem. Man kann ruhig vergessen Einkaufsbeutel mitzunehmen, man braucht sich nicht die Mühe machen zu kochen und isst einfach Fertigpizza, man braucht seinen Müll nicht selber zu entfernen sondern da kommen die Männer in orange und bringen es einfach weg ohne dass man den kleinen Finger krumm machen muss. Aber schlussendlich trägt auch all das dazu bei, dass wir krank werden und dass wir unglücklich werden in unserem Goldenen Käfig voll Bequemlichkeit weil unsere Existez sinnlos wird...

Alles Liebe,

Silke

http://rausausderlustfalle.de/der-21-tage-foodplan.html

Mittwoch, 10. August 2016

Schlafentzug wirkt wie Haschisch - zumindest auf den Appetit


Eine Teilnehmerin der Raus aus der Lustfalle-Challenge hat eine faszinierende neue Studie in der Facebookgruppe gepostet. Einen Zusammenhang innerhalb des Belohnungssystems, von dem ich bisher auch nicht wusste. Es geht um Schlafentzug und Cannabinoide. - Genau, das Zeug was in Marihuana enthalten ist und high macht.

Und zwar hat man diese Studie im Schlaflabor durchgeführt und 14 Studenten entweder vier Nächte am Stück 4,5 Stunden oder 8,5 Stunden schlafen lassen. Tagsüber bekamen sie drei normale Mahlzeiten, morgens, mittags und abends. Am vierten Tag aber wurden ihnen ebenfalls Süßigkeiten und sonstige Snacks wie Chips u.ä. angeboten und es zeigte sich, dass die Probanden, die nur 4,5 Stunden Schlaf in den letzten 4 Nächten erhielten, bei diesen Snacks wesentlich stärker zu langte. Sie nahmen 50% mehr Kalorien zu sich und doppelt so viel Fett und das obwohl sie erst zwei Stunden zuvor eine volle Mahlzeit gegessen hatten und eigentlich satt sein müssten.

Man kann natürlich allein bei diesem Ergebnis schon spekulieren, dass das was mit dem Belohnungssystem zu tun haben könnte, dass Müdigkeit ein unangenehmes Gefühl ist, welches man mit Hilfe von Substanzen versucht aus zu radieren. Die Forscher haben aber auch Blutproben genommen und dann das Hungerhormon Ghrelin, das Sättigungshormon Leptin und, so heißt es, erstmals in diesem Zusammenhang auch Endocannabinoid 2-Arachidonoylglycerol, das ist die Substanz für die die Natur den Cannabinoidrezeptor, an den das THC andockt, eigentlich erfunden hat, ein Belohnungsbotenstoff, den wir selber produzieren können, und der beim Kiffen manipuliert wird.

Die Probanden mit Schlafentzug hatten morgens um ein Drittel erhöhte Werte dieses Endocannabinoids, hatten ihren Höchstwert um 1,5 Stunden im Tagesverlauf nach hinten verschoben und hatten zum Abend hin keinen Abfall im Cannabinoidspiegel wie die ausgeschlafenen Probanden.

Und so führt Schlafmangel wohl zu ähnlichen Affekten wie der Konsum von Marihuana, zumindest in Bezug auf die Fressflashs, die einen dann ereilen.

Ich persönlich kann mit Gras überhaupt nichts anfangen. Ich hab 3 Mal in meinem Leben gekifft. Beim ersten Mal habe ich nichts gemerkt, beim zweiten Mal war es eine Bong und die Wirkung war, dass ich nicht sicher war ob das was ich erlebt hatte geträumt oder echt war. Das fand ich furchteinflößend. Und beim dritten Mal bin ich 1 Minute nach dem Kiffen eingeschlafen, so müde hat es mich gemacht. - Ich finde Gras ist die allerlangweiligste Droge der Welt. Sogar Kaffee ist aufregender.

Ja, und dann kommen wir auf den Kaffee, nicht wahr? - Wir sind häufig unterschlafen, weil wir Kaffee trinken, der zuerst ganz großartig auf unser Belohnungssystem wirkt und dann kontinuierlich getrunken werden muss, um das Wachheitsniveau aufrecht zu erhalten. Wir haben auch das Problem, oder den Segen, bis tief in die Nacht Licht brennen lassen zu können und uns den Wecker zu stellen. Schlaf gilt als was nutzloses und man sagt regelrecht stolz: "Boah, ich brauch nen Kaffee, ich hab so viel geleistet"

Und damit gibt es einen weiteren Grund, aus welchem man sich als Zucker- oder Esssüchtiger Kaffee verkneifen sollte. Er selber schüttet Stresshormone aus, welche Zucker mobilisieren und anschließend Appetit auf neuen Zucker machen und er führt zu Schlafentzug welcher über das Cannabinoidsystem appetitsteigernd wirkt.

"Hm, aber ich genieße ihn ja so sehr..."


Menü des Tages am 9. August 2016

1 Kaffee mit Mandelmilch
Brokkoli und Tomate


Haferflocken mit Banane, Carob, Heidelbeeren und Leinsamen


 Gemüsepfanne aus Zucchini, Buchweizennudeln und Kichererbsen und der letzten Scheibe Wilmersburger oben drauf


1 Banane


Eintopf aus Blumenkohl, Möhre, Zwiebel, Gemüsebrühe, Buchweizennudeln, rote Linsen, Gewürze


1 Banane

Ich hab gerade auch wieder ein Kaffeeproblem und diese Studie ist auch für mich wieder eine Ermahnung, daran zu arbeiten. Es geht immer so los, dass ich aus irgendeinem Grund einen Kaffee trinke, aus Spaß, aus Müdigkeit oder aus Langeweile, dann will ich an den kommenden Tagen auch einen und dann denke ich, das ist zu teuer und kaufe einzeln verpackte Instantkaffeepulver und die muss ich dann ausschleichen... Es ist wirklich unglaublich idiotisch.

Dafür scheint das mit dem Nussverzicht zu funktionieren. Ich kann es nicht beweisen, weil ich mich nicht gewogen habe, aber meine Hosen fühlen sich lockerer an. Wieder so wie Anfang des Jahres bevor ich in den USA war. - Ich würde sehr gerne Beweise in Form von Fotos, der Waage etc. vorlegen, aber ich bin extra nicht auf die Waage gegangen, weil ich glaube dass Wiegen einen negativen Einfluss auf die Psyche hat, genau wie Kalorien zählen. Es lenkt vom Sättigungsgefühl ab und führt zu einer totalen Fixierung auf Essen und das kann dann in eine Essstörung oder ähnliche führen. Ich war irgendwann mal auf der Waage, aber ich will noch mehr Zeit vergehen lassen, bis ich einen Vergleich anstelle...

Alles Liebe,

Silke


Sonntag, 7. August 2016

Die Cholesterinlüge???


Ein Leser hat mich gebeten mal etwas zu dem Film "Die Cholesterin-Lüge" zu schreiben, auf den ich schon mehrfach angesprochen wurde.

 

Es ist eine Doku welche entlarven soll, dass das Cholesterin ja gar nicht der Bösewicht bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist bzw. das wird zumindest von Leuten, die mich darauf ansprechen, erklärt.

Vielleicht haben diese Leute den Film auch nicht gesehen oder sie berufen sich auf das Buch des mittlerweile Verstorbenen Chirurgs Dr. Walter Hartenbach mit dem selben Titel. Ich weiß es nicht genau. Was diese Menschen, die sich darauf beziehen aber sagen wollen ist: Siehst du, Cholesterin ist nicht schlecht und es ist auch gar nicht die einzige Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und folgern dann: Ich darf so viel Fleisch essen wie ich will.

Jetzt habe ich mir den Film angeschaut und natürlich ist der Sachverhalt wesentlich komplizierter und natürlich ist – und das ist das Schlimmste -  der Titel irreführend. Ich hätte vielleicht noch verstanden, wenn es "Die Statin-Lüge" heißen würde und gegen Statine soll sich auch der Autor des Buchs "Die Cholesterin-Lüge" aussprechen. Nebenbei erwähnt er dann wohl auch, dass Cholesterin nicht nur schlecht ist sondern auch erforderlich für die Bildung der Zellmembran und zur Steroidhormonsynthese, was ich selbstverständlich überhaupt nicht abstreiten will. Die Dosis macht das Gift. - Es ist aber noch komplizierter und es ist fast immer schwer eine einzige Ursache auszumachen.

Der Film stellt also zunächst mal drei Patienten vor die einen Herzinfarkt hatten, darunter auch jemanden der trotz "normaler Cholesterinwerte" einen Herzinfarkt hatte. Normal war immer unter 200 mg/dl. Zudem wird ein Patient vorgestellt, der genetisch bedingt einen zu hohen Cholesterinspiegel hat. Mit 21 wurde diese familiäre Hypercholesterinämie bei ihm festgestellt sowie ihm prophezeit, dass er mit 40 wahrscheinlich tot sein würde. Nun ist er 40 und nicht tot aber er hat auch die letzten 20 Jahre versucht so gesund wie möglich zu leben.

Die Anfänge der Forschung über Herz-Kreislauf-Erkrankungen fanden in Framingham im US Bundesstaat Massachusetts statt und zwar seit 1948. Hier fand man erstmals heraus, dass Menschen, die einen Herzinfarkt bekamen häufig rauchten, Bluthochdruck hatten, übergewichtig waren und eben einen hohen Cholesterinspiegel hatten. Dann gab es unabhängig davon noch Anfang des 20 Jahrhunderts einen russischen Forscher namens Ignatowski, der Kaninchen mit Eiern fütterte und bei deren Obduktion Atherosklerose feststellte. Kaninchen sind natürlich keine Omnivoren sondern Herbivore, daher kann man das wahrscheinlich nicht eins zu eins vergleichen.

Zwei Lügen habe ich in diesem Film entdeckt, was mich immer ärgert und gleichzeitig skeptisch in bezug auf alle anderen Aussagen macht:

1) Cholesterin spielt eine Rolle bei der Vitamin-D-Synthese. - Das ist biochemischer Bullshit und ich weiß nicht, warum da niemand wirklich acht drauf gibt. Vitamin D wird nicht aus Cholesterin synthetisiert sondern aus seiner Vorstufe dem 7-Dehydrocholesterol. Der Körper hat nicht die Fähigkeit Nahrungscholesterin in 7-Dehydrocholesterol zu verwandeln und daraus Vitamin D herzustellen.

2) Min 11:38 – Statine funktionieren besser als Diät. -  Stimmt nicht. Diät funktioniert besser als Statine. Es muss aber auch die richtige Diät sein. Sie Ornish und Co.

Als die Framingham Heart Study dann also das Cholesterin entdeckt hatte, wurde dem Volk gesagt sie sollten aufhören Cholesterin zu essen und auch weniger tierisches Fett. Dann kamen Light Produkte und Weißmehl auf sowie Limo, alles fettarm, aber fetter wurden die Leute dennoch. Und nebenbei bemerkt aßen sie natürlich immer noch zu viel Fett. 30% ist nicht wenig. 30% macht keine Plaques rückgängig, sondern lässt sie, laut Dr. Ornish' Studienergebnissen, immer noch weiter wachsen.

Leider ist die Medizin auch verwirrt. Sie sind verwirrt darüber, dass Menschen auch mit "normalen" Cholesterinwerten Herzinfarkte bekommen. - Da muss man sich vielleicht mal fragen, ob die "normalen" Werte vielleicht zu hoch angesetzt sind. Dr. Esselstyn bezieht sich ebenfalls auf die Frammingham Heart Study, wenn er sagt, kein einziger Patient mit einem Cholesterinwert von unter 150 mg/dl habe dort jemals einen Herzinfarkt gehabt. - Das andere ist, dass das Nahrungscholesterin eben gar nicht so gravierenden Einfluss auf den Cholesterinspiegel hat, sondern viel mehr das Nahrungsfett. Daher sind Eier, völlig unabhängig vom Cholesterinspiegel natürlich so oder so nicht zu empfehlen. Die sind nämlich auch extrem fetthaltig.

Und dann geht es um die Statine. Eine Ärztin wird vorgestellt, die extrem dafür ist und eine, die sich dagegen ausspricht, weil sie sagt, dass das Verschreiben von Statinen laut Studien das Herzinfarktrisisko nur um 1,5% senken würde. Außerdem seien die meisten Studien diesbezüglich von der Pharmaindustrie durchgeführt.

Und dann kümmert sich der Film um andere Risikofaktoren, die vielleicht viel schuldiger sind als das Cholesterin. Das CRP zum Beispiel.

CRP ist ein Entzündungsmarker, den man im Blut findet, immer wenn eine Entzündung im Gang ist. Studien hätten gezeigt, dass  Herzinfarktpatienten ebenfalls sehr hohe CRP-Werte hätte und daher resultiert die Entzündungstheorie. Ich denke hier sollen speziell die Gefäße entzündet sein. Man habe aber auch raus gefunden, dass Statine ebenfalls in der Lage sind den CRP-Spiegel zu senken, also machen so oder so Statine wieder Sinn. - Nun erklärt aber sowohl Dr. Goldhamer als auch Dr. McDougall, dass sich eine pflanzen-basierte Ernährung sehr positiv auf rheumatoide Arthritis auswirkt. Auch hier sind Entzündungen schuld, die eigentlich nicht dort sein sollten. Übermäßiger Salzkonsum trägt auch zu Entzündungen bei (so weit ich weiß jedenfalls bei Ratten) und der übermäßige Verzehr von Omega 6 Fetten ebenso. - All das sind Dinge die vielleicht auch bei Ornish' Programm zur Revision von Atherosklerose eine Rolle spielen könnten.

Dann wird eine Bevölkerungsgruppe in Italien vorgestellt, die genetisch ein mutiertes HDL-Gen aufweisen, was sie trotz niedriger HDL-Werte effizienter vor Herzinfarkten schütz. Die Pharmaindustrie war bis heute aber noch nicht in der Lage es in ausreichendem Maße synthetisch herzustellen und als Medikament zu verkaufen.

Ein weiterer Risikofaktor ist das TMAO ein Molekül, welches von Darmbakterien gebildet wird und dessen Höhe davon abhängig ist, was man isst. Beim Verzehr von L-Carnitin ist es besonders hoch und L-Carnitin ist besonders in Fleisch. Deshalb heißt es so (Carne = Fleisch)

Und nebenbei wird dann noch erwähnt, dass natürlich besonders Diabetiker gefährdet sind an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, was der Grund sei wisse man aber nicht. - Das weiß man natürlich sehr wohl, nämlich die hohen Blutzuckerwerte, die auch wieder die Gefäßwände schädigen und damit vielleicht auch zu den hohen Entündungswerten beitragen.

Jetzt weiß ich natürlich beim besten Willen nicht, wie oder warum in dem ganzen Film irgendwo die Aussage zu finden sein soll, dass man mit aller Ruhe tierische Produkte essen kann ohne einen Herzinfarkt zu kriegen. Dr. Ornish' Programm geht nämlich allem aus dem Weg, was in irgendeiner Weise zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen könnte. Dem Zucker, dem Übergewicht, dem Bluthochdruck durch Salzverzicht, damit viellicht auch den Entzündungen, den Omega 6 Fetten und natürlich auch dem Fleisch und dem Cholesterin. Viellicht hilft es deshalb, weil es alle Risikofaktoren an geht und Statine braucht dann auch niemand mehr nehmen. Somit ist allen geholfen, oder?

Menü des Tages am 6. August 2016

Brokkoli und Tomate


Haferflocken mit Banane, Carob, Weintrauben und Leinsamen

Süßkartoffel, Kichererbsen, Brokkoli, Salz und Chilisauce


½ Schale Heidelbeeren

Vegane glutenfreie Pizza aus Weißmehl mit veganem Thunfisch und Wilmersburger



Ich hatte gestern Frühschicht im Bioladen und zur Abwechslung mal wieder Kasse und ein Kunde hat mir total Lust darauf gemacht mal wieder Pizza zu essen, indem er ne Fertigpizza gekauft hat. Schuld war glaube ich auch, dass so viele vegane FB-Freunde von mir auf das vegane Pizzaangebot diese Woche bei Lidl aufmerksam gemacht hatten. So fuhr ich zu Lidl, aber da gab's keine vegane Pizza und Denns hat auch keine und glutenfreie schon gar nicht. - Am liebsten hätte ich die vegane, glutenfreie Pizza aus dem Laden in Manhatten gegessen, denn die war fantastisch - natürlich total ungesund - meine gestern Abend auch.

Denns hat neuerding veganen Thunfisch im Sortiment und den wollte ich ausprobieren.


Es lag dann nahe den auch gleich auf die Pizza zu tun. Und der schmeckt natürlich nicht so richtig wie Thunfisch, es schmeckt gut und salzig, aber nicht nach Fisch. Das fischigste Vegane was ich jemals hatte war der vegane Räucherlachs in Kalifornien. Aber da stimmt das Mundgefühl nicht, was ich jedoch nicht so schlimm fand. Und weil mein REWE jetzt auch Wilmersburger hat, hab ich dann auch noch den zum drauflegen gekauft und das Ganze war ziemlich lecker. Und eigentlich wollte ich, nachdem ich sie aufgegessen hatte, noch mehr! - Da war das Belohnungssystem aktiviert.

Ich bin mitunter schon erstaunt, wie weit es der Veganismus in Deutschland geschafft hat und bin mitunter entsetzt wie wenig Mediziner davon mitkriegen. Vielleicht aber auch andere Leute...

Da war ein Kunde im Bioladen, der Fleisch gekauft hat und mir irgendwas darüber erzählen wollte, was ich abgewehr habe mit: "Ich ess kein Fleisch". Er: "Auch kein gestreicheltes Biofleisch?" Ich: "Nein, tot ist tot." Er: "Ach, das sind doch nur Nutztiere..." *kopfschüttel*

Und gestern Abend dann, habe ich mir nochmal die Mühe gemacht mich über Bill Clintons Ernährung schlau zu machen. Die Veganer da draußen sind nämlich unterschiedlichste Ansichten und haben in den letzten Jahre unterschiedlichste Dinge gelesen: Dass er dem Veganismus abgeschworen habe, dass er ein Mal die Woche Fisch esse, dass er Paleo mache etc. Bei meiner Suche erschien dann dieses YouTube Video von Hillary bei einem Auftritt in der Late Show mit Stephan Colbert von April 2016, welcher sie darauf anspricht ob ihr Mann vegan lebe, was sie bestätigt.


Und, Leute, der macht das, während er auf Wahlkampftour durch die Vereinigten Staaten tingelt, in Hotels übernachten muss, unter Leuten ist und ähnliches. Und Deutschland ist veganfreundlicher als die USA!- Natürlich ist Clinton auch reicher und hat bestimmt einen persönlichen Assistenten, der sich um seine Mahlzeitenbeschaffung kümmert. - Aber ich male mir aus, wie aufregend es wäre, wenn Bill seine zukünftige Präsidentengattin auf Banketts und Staatsbesuche begleitet und überall wo er hin kommt, veganes Essen verlangt!:-)

Und dann nochwas: Ich muss vegane Ärzte organisieren und zusammenbringen, denn alleine kann keiner von uns was ausrichten. Ich bin daher dabei eine Facebookgruppe für veganen oder pflanzenbasierte Ärzten und Medizinstudenten zu gründen und möchte alle hier mitlesenden bitten beizutreten. Hier ist der Link. https://www.facebook.com/groups/1380573715290247/?fref=ts

So eine Gruppe gibt noch nicht und ich habe den Eindruck, die sind auch schlecht im sich organisieren. Dr. Ludwig Jacob hat kein FB-Profil, Dr. Ernst Walter Henrich hat seins gelöscht. Ohne soziale Netzwerke, kann man aber nicht netzwerken! Wir müssen uns besser organisieren, vernetzen und austauschen. Wenn alle nur so allein rumbrödeln passiert nix....

Und da ja die Pharmainstrie keinen Ansporn hat ihren Werbeetat in Ernährungstherapien zu stecken habe ich ebenfalls ein Patreon-Account erstellt, wo man die Möglichkeit hat meine Arbeit regelmäßig finanziell zu unterstützen! https://www.patreon.com/user?u=3475009

So, das war jetzt viel auf einmal...Tut mir leid, aber manchmal ist das so...

Alles Liebe,

Silke

h

Donnerstag, 4. August 2016

Meine Theorie, warum sich bis heute nicht rum gesprochen hat, dass sich atherosklerotische Plaques zurückbilden können


Mir kam gestern spontan die Idee mal zu googlen bzw. rauszufinden, wieviel Prozent alle Tode durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf Veganer entfallen. Ich hab dann eingegeben "prevalence death heart disease vegans" und habe natürlich keine Daten dazu gefunden. Vielleicht hätte ich mal in PubMed schauen sollen, aber gut, es sind sicherlich verschwindend geringe Prozentsätze.

Stattdessen war eine der ersten Studien, die bei Google erschienen diese: Studies of vegans: the fatty acid composition of plasma choline phosphoglycerides, erythrocytes, adipose tissue, and breast milk, and some indicators of susceptibility to ischemic heart disease in vegans and omnivore controls. Erschienen 1978 im American Journal of Clinical Nutrition.

Ich kann nicht so ganz nachvollziehen, warum man die Studie gemacht hat bzw. was das Ziel war (ich hab nur das Abstract gelesen), aber man hat diverse Parameter von Veganern und Omnivoren verglichen. Unter anderem die Fettsäurezusammensetzung der Muttermilch von stillenden Frauen. Nicht alle Probanden waren stillende Mütter, aber alle Veganer hatten ein niedrigeres Gewicht, geringere Hautfaltendicke, niedrigere B12-Werte, niedrigere Cholesterinwerte und Triglyceride. Die Untersucher kommt daher zu dem Schluss dass eine "vegan-type diet" die Ernährung der Wahl sein könne um ischämische Herzerkrankungen, Angina Pectoris und bestimmte Arten erhöhter Blutfettwerte zu therapieren.

Das ist uns jetzt ja alles nicht neu, aber was mir zumindest neu ist, ist dass man sowas bereits 1978 erkannt hat, vor 38 Jahren!!!

Ich persönlich dachte Dr. Dean Ornish habe das erfunden, als er 1990 bewies, dass man atherosklerotische Plaques tatsächlich mit einer fettarmen, weitestgehend pflanzlichen Ernährung zurückbilden kann. Aber wahrscheinlich hat, so wie das immer ist, auch Ornish sich auf Erkenntnisse, die man bereits hatte berufen und sie nur neu kombiniert.

Ich war also mal wieder völlig baff, dass das nicht gelehrt wird und scheinbar niemand davon weiß.

Ich hab Ornish' Studie ja mal an einen Pathologieprofessor geschickt, nachdem dieser gelehrt hat, dass Plaques nicht reversibel sind und wie er mir diese Studie erklären könne, wenn dem nicht so sei. (Der war so ca. der 10. Prof. oder Arzt, den ich an der Uni getroffen habe, der das behauptet)- Der Mann hatte noch nie davon gehört, obwohl er 1990 im Beruf war. Er hat daraufhin auch gleich seine Vorlesung für den folgenden Tag verändert und Ornish' Erkenntnisse eingebaut und auch, dass sich Mediterrane Ernährung recht günstig auf Herzerkrankungen auswirkt (natürlich macht die keine Plaques rückgängig, aber verbessert die Blutfettwerte) - aber er hatte Ornish' Programm nicht wirklich verstanden. Er sagte, es sei eine Art FDH, die  Ornish emfpiehlt, wo dann noch mehr Gemüse gegessen wird. - Es ist aber kein FDH also Friss die Hälfte, sondern es ist die radikale Restriktion des Nahrungsfetts und man darf so viel essen wie man will. Ich hab gestern ein Video über Ornish' Studie gedreht. Da erfahrt ihr auch die Eckdaten.

Und dann habe ich mich gefragt, warum sich das einfach nicht rum spricht und da fiel mir erstmals auf, dass die Pharmaindustrie hier doch eine Rolle spielt, aber nicht so wie die meisten Menschen glauben...

Die meisten Menschen, und damit werde ich immer, immer wieder konfrontiert glauben, dass sowohl die Pharmaindustrie als auch die meisten Ärzte ihre Patienten einfach nur abzocken wollen. Die Pharmaindustrie will Gewinne machen, besticht dann die Ärzte, die eh alle nur Marionetten der Pharmaindustrie sind und die Patienten werden dabei in einem Schwebezustand zwischen krank und gesund gehalte, damit man ordentlich Geld scheffeln kann. Erst kürzlich hat mir jemand mal wieder dieses Gedicht zukommen lassen:

"Was bringt den Doktor um sein Brot? 
a) die Gesundheit, b) der Tod. 
Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, 
Uns zwischen beiden in der Schwebe." 

Nach allem was ich seit 5 Jahren in der Medizin beobachte, ist dem absolut nicht so. Klar machen Pharmafirmen Werbung in Ärztezeitschriften. Alle Leute, die was verkaufen wollen machen Werbung, ICH mache Werbung, aber doch nicht auf Kosten anderer? - Das Bestechen von Ärzten ist schon lange strafbar und die Praxis Ärzten Reisen anzubieten, um zu einem Kongress zu reisen, welcher von der Pharmafirma veranstaltet wird, passiert auch seit locker 20 Jahren nicht mehr.

In der Lehre finde ich einen Idealismus vor, wie ich ihn nicht erwartet habe und ich kenne keinen einzigen Medizinstudenten, dem ich unterstellen würde, dass ihm die Patienten egal sind und er nur auf das Geld scharf ist. Von jedem einzelnen kann ich reinen Herzens sagen, dass er ehrlich helfen will!

In der Klinik sieht es etwas anders aus. Da ist der Idealismus nicht mehr so groß und der Frust mehrt sich. Meine Hausärztin hat mir gegenüber mal erwähnt wie mühselig es sei Diabetiker immer wieder darauf hin zu weisen, dass sie sich doch besser ernähren müssen und dass es ein Selbstschutz werden kann, da irgendwann gar nicht mehr drauf hin zu weisen. Es tut zu weh, wenn der Patient die guten Ratschläge einfach immer wieder nicht annimmt.

So, jetzt aber zur Pharmaindustrie:

Wenn jemand einen monoklonalen Antikörper entwickelt, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann und besser funktioniert als alles bisher dagewesene und der lässt sich dann auch noch gut herstellen, dann ist das eine Revolution. Der Wirkmechnaismus des Medikaments steht dann 10 Jahre später im Lehrbuch und 15 Jahre später hat der Erfinder dafür einen Nobelpreis in der Tasche.

Hätte Ornish 1990 ein Medikament entwickelt, welches atherosklerotische Plaques rückgängig machen kann, dann könnt ihr sicher sein, dass das heute das meistverkaufte Medikament der Welt wäre und Ornish 2005 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie abgestaubt hätte (so Pi mal Daumen;-))

Hat er aber nicht, seine Therapie beruht auf Lebensstil-Veränderungen, die kann man nicht produzieren, man kann damit nicht viel Geld machen und daher lohnt es sich auch für niemanden groß Werbung dafür zu machen. Wenn keine Werbung passiert, kriegen Ärzte es in ihrem stressigen Alltag nicht mit und die Information braucht wesentlich länger, um sich zu verbreiten als mit einem riesigen Werbeetat. - Die Pharmaindustrie macht das nicht vorsätzlich, sondern es liegt in der Natur der Sache. Und Ärzte machen es auch nicht vorsätzlich, denn sie wissen es einfach nicht. Sie wissen, dass man mit weniger Fett, weniger Zucker und mehr Obst und Gemüse Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv beeinflussen kann, aber sie wissen nicht dass Plaques reversibel sind und schon gar nicht, was genau man machen muss, damit sie verschwinden. Die Empfehlungen der Ärzte sind total unkonkret und die Patienten verstehen noch weniger was damit gemeint ist. Es gibt Patienten die glauben tatsächlich in Kuchen oder Schokolade sei kein Fett drin. Fett sei nur Butter und Schmalz.

Und dann kommen sie gleich nach dem Arztbesuch in den Bioladen und dann treffe ich sie an der mir verhassten Käsetheke.

Letzte Woche kam die zweite Kundin, die mir erzählt hat, der Arzt hätte aufgrund ihres Blutdrucks gesagt, sie müsse Fett und Salz meiden. Ob wir einen Käse mit weniger als 50% Fett hätten. Haben wir. Wusste ich schon von dem anderen Kunden, dessen Arzt auch gesagt hat, er soll aufhören fetten Käse zu essen (was der Arzt genau gesagt hat, weiß ich natürlich nicht, aber das ist das, was der Patient verstanden hat). Die Kundin hat sich dann für einen Käse mit 30% Fett in Tr. Und einen mit 45% entschieden und beide natürlich voll mit Salz. (Der andere Kunde hat sich dafür entschieden von dem fettarmen Käse gleich ein halbes Kilo zu kaufen...).

Ich hab ihr gesagt, wenn man seine Ernährung doll genug verändert, könne es sogar sein, dass man auf Medikamente komplett verzichten kann.
Die Kundin hat gesagt: "Aber man will doch auch noch leben" (Irgenwie komisch, dass sie die Ernährung, die sie umbringt, als "Leben" empfinden)
Ich habe gesagt: "Geschmacksknospen werden nur 12 Tage alt und dass man sich ziemlich schnell umgewöhnen kann." 
Die Kundin hat gesagt, aber sie fahre aber nächste Woche in Urlaub.
Ich hab gesagt: "Aber sie kommen ja irgendwann wieder. Dann können sie sich das ja immer noch überlegen, ob sie was verändern möchten oder nicht." 
Kundin: "Ja gut, da haben Sie Recht."

Vielleicht ist die Käsetheke im Bioladen doch die beste Schnittstelle zwischen Arzt und Patient.

Dem ein oder anderen scheint eine Ernährung, wie Ornish sie vorschlägt extrem. Ich schließe mich Dr. Esselstyn an und finde es wesentlich extremer jemandem den Brustkorb auf zu schneiden, sein Herz zu stoppen, sein gesamtes Blutvolumen durch eine Maschine zu pumpen, gleichzeitig sein Bein auf zu schneiden, ihm eine Vene zu entnehmen und diese an das Herz zu nähen. - Der Patient behält 2 Narben zurück, die OP ist sauteuer, beseitig nur die Verstopfungen an seinem Herzen, nicht aber alle Plaques im übrigen Körper und die Arteriosklerose schreitet natürlich weiter voran. Der nächste Infarkt steht dann schon in den Startlöchern und bezüglich Kosten/Nutzen ist das gnadenlos ineffizient.

Menü des Tages am 3. August 2016 

Blumenkohl mit Tomaten
Haferflocken mit Leinsamen, Carob, Banane und Kirschen



2 Möhren


Packung Maronen


Koffeinfreier Sojalatte von Starbucks



2 Portionen Linseneintopf


1 Banane


Gemüsepfanne aus Zucchini, Zwiebeln, Reis, Kichererbsen, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel


Bananen-Blaubeer Eis



Ich musste gestern früh zu einem Casting nach Düsseldorf und wie immer, wenn ich unterwegs bin, das hab ich mir leider in den USA angewöhnt, komme ich nicht umhin Starbucks aufzusuchen. Mit einem heißen Sojalatte kann man sich gut die Wartezeit vertreiben. Ich hab mich übelst darauf konditioniert, aber ich finde es nicht schlimm genug um es sein zu lassen.;-)

 Die Maronen von Rewe sind ein super Snack für unterwegs. Davon sollte man immer mehrere Zuhause oder in der Handtasche haben, nehme ich an...So kam ich dann über die Mittagszeit und habe, als ich zuhause war, noch mal schnell einen Linseneintopf gekocht, den ich gerade total liebe und der zudem nur 20 Minuten dauert bis er fertig ist, und man kann einfach alles rein werfen, was man noch im Vorratsschrank hat::-)

Alles Liebe,

Silke

Nachtrag:

Dr. Dean Ornish hat auch eine Theorie dazu, warum es so schwer ist die Botschaft zu verbreiten