Mittwoch, 26. April 2017

Und was, wenn man kein Gemüse mag?

Montag, 24. April 2017

Sushi essen mit Stäbchen // Zero Waste Woche 37

Sport macht nicht dünn und Bewegungsmangel führt nicht dazu, dass man zunimmt



Ich habe auf Facebook einen Link zu einem Video zugesandt bekommen, in welchem Gustavo Tolosa, im Rahmen des McDougall Programms, ein Interview mit Dr. Douglas Lisle führt.  Und in diesem Video soll eine kontrovers diskutierte Tatsache besprochen werden, nämlich, dass man von Bewegungsmangel nicht dick wird und von Sport auch nicht abnimmt. Vielmehr sei der tägliche Energieverbrauch bei allen Menschen gleich. Vom Couchpotato zum Hochleistungssportler und das Konzept Energie-rein-Energie-raus würde beim lebenden Organismus nicht stimmen.

Das würde bedeuten, dass der Arbeitsumsatz immer gleich ist und Kalorienverbrauchsmessgeräte für den Hobbysportler rausgeworfenes Geld sind. Das würde auch bedeuten, dass alle Fitness-YouTuber, Studios und Personal Trainer einpacken können, wenn es dem Klienten nicht gerade darum geht Muskeln aufzubauen oder zu definieren. Von Sport nimmt man, laut dieser Aussage, jedenfalls nicht ab.

Ich konnte das auch nicht glauben, aber Dr. Lisle ist natürlich kein Vollidiot und kann eine Quelle für diese These benennen und das ist die Februarausgabe von Scientific American. In dem Artikel "The Execise Paradox" erzählt der Herman Pontzer von der Universität New York von seiner Forschung, die er an den Hanzas, einem Jäger-Sammler-Volk durchgeführt hat. Man hat nämlich den exakten Kalorienverbrauch der Hanza-Individuen Mithilfe von mit Isotopen angereichertem Wasser bestimmt. Genauer gesagt mit Deuterium und Sauerstoff 18 angereichertem Wasser.

Wie bei allen Jäger-Sammler-Völker sind auch bei den Hanzas die Männer tagsüber auf der Jagd und der Forscher Pontzer begibt sich in diesem Artikel mit ihnen auf die Suche nach einer erlegten Giraffe. Unterdessen sammeln die Frauen den Tag über vor allem Knollengemüse, was an Tagen, an welchen die Männer bei der Jagd versagen, das Überleben sichert. (Stärke hat uns damit nicht nur klüger gemacht, sondern auch unser Überleben gesichert. Auf Kartoffeln ist dann einfach doch mehr Verlass als auf Fleisch).

Ergebnis dieser Forschung war, dass die Hanza-Männer täglich etwa 2500 kcal verbrennen und die Frauen 1900. Und das ist ziemlich genau die selbe Menge, wie ein Büroangestellter in einer Großstadt. - Wie kann das sein?

Für Herman Pontzer ist diese Erkenntnis nicht neu. Er hat darüber schon in Nature und in Cell Current Biology publiziert und zwar schon vor einem Jahr. Nach der Veröffentlichung wurde ein Interview mit Pontzer von Deutschlandfunk veröffentlicht. Darin erklärt Pontzer, dass der Energieverbrauch zwar leicht steige, wenn ein Couchpotato anfängt Sport zu treiben, aber eben nicht in dem Maße wie wir immer gedacht habe. Das Fitbid-Armband, zum Beispiel, lügt.

Pontzer geht davon aus, dass unser Körper in seiner unendlichen Weisheit im Laufe der Evolution Wege gefunden hat, seinen Energieverbrauch gleich zu halten indem er Energie auf unterschiedliche Systeme verteilt und sie abzieht, wenn nicht genug Energie von außen zugeführt wird. So könnte, bei Kalorienmangel Energie aus dem Immunsystem abgezogen werden oder aus dem Reproduktionssystem. Es könnte auch sein, dass man instinktiv an Tagen, an denen man Sport treibt und mehr Kalorien verbraucht, unbewusst den Rest des Tages über weniger Energie aufwendet, indem man alles, was man tun muss, auf bequemere Weise tut. Dass man zum Beispiel dem Bedürfnis nach geht sich hinzusetzten, statt stehen zu bleiben. - Wie genau der Körper das schafft, ist Pontzer bisher auch noch nicht bekannt. Er hat einfach nur gemessen, dass der Energieverbrauch bei Jägern-Sammlern und Büroangestellten gleich ist.

Aber wenn dem so ist, dass man von Sport nicht abnehmen kann, dann bleibt nur ein Schluss, zu dem auch Pontzer kommt, genau wie Dr. McDougall und Dr. Lisle:

Wer abnehmen will, muss seine Ernährung ändern.

Nicht dass Sport nicht für etliche Vorgänge im Körper sehr gesund wäre, wichtig um gesund und vital zu bleiben. Nur zum Abnehmen taugt er eben nicht. Aber das wusste auch schon jeder der versucht hat die Kalorien diverser Festtagsgelage mithilfe eines Kalorienzählers wieder ab zu trainieren. - Aber würden Menschen überhaupt noch Sport machen, wenn nicht das Abnehmen winken würde?

Menü des Tages am 22. April 2017 

Brokkoli und 1 Tomate

Haferflocken mit Banane, Zimt, Paranuss, Muskat, Ananas, Leinsamen


Gemüsepfanne aus Reis, Kichererbsen, Möhren, Pak Choy, Chinakohl, Zwiebeln, Gewürze
1 Apfel


3 Weißbrote mit Senf und Tomate


1 Apfel



Salat aus Blattsalat, Kartoffeln, Dill, Paprika, Senf, Salz, Pfeffer, Avocadoöl


Diese Woche geht bei mir die Uni wieder los und ich bin zuversichtlich, dass dieses Semester weniger anstrengend wird, als das letzte. Es sind weniger Veranstaltungen, weniger Klausuren und so langsam geht es dann auch dem Ende zu. Dieses ist das vorletzte Semester und im letzten ist dann eh nicht mehr viel. Dann geht aber das Lernen für's Examen los und davor graut mir auch schon. Vorm Examen selbst ebenfalls, denn ich habe bis heute das Gefühl, ich kann eigentlich nichts. Und insofern ich nicht in den nächsten 2 Monaten schwanger werde, werde ich das Examen im April 2018 schreiben. Komme was da wolle. Und dann mal weiter schauen. Und es ggf. wiederholen!;-)

Ich bin derzeit ausgeruht, freue mich auf das 9. Semester, freue mich die Kommilitonen wieder zu sehen und hoffe, dass ich alles was ansteht gut bewältigen werde können.

Alles Liebe,

Silke



Freitag, 21. April 2017

Der Fall Gabi Köster - As seen on TV...



Ich hab Karfreitag bis Ostersonntag bei meinem Vater verbracht und da etwas gemacht, was ich zuhause in Köln NIE mache: Ich hab fern gesehen.

Und zwar Ostersamstag abends und dann auch gleich RTL, wo es zur Hauptsendezeit gab: "Gabi Köster - ein Schnupfen hätte auch gereicht." - Es war die Verfilmung der Ereignisse der Komikerin Gabi Köster, welche vor ca. 10 Jahren, mitten im Leben, einen Schlaganfall erlitten hat und seither rollstuhlmobil und in einem Arm gelähmt ist.

Mein Vater, der eigentlich kein Interesse an Spielfilmen hat war, so glaube ich, interessiert den Film zu gucken, weil er früher gerne " Sieben Tage sieben Köpfe" geschaut hat, und ich war interessiert, weil Herz-Kreislauf-Erkrankungen ja mit mein Lieblingsthema sind und weil ich wissen wollte, was damals wirklich mit Gabi Köster passiert ist. Wir hatten also nichts besseres zu tun  als RTL zu schauen.

Und der Film war dann auch etwas besser, als man von RTL erwartet hätte, aber nicht wirklich gut. Obwohl ich die Hauptdarstellerin, die Gabi Köster spielte ziemlich gut fand. Ich hätte mir die Rolle jedenfalls nicht zugetraut. Und abgesehen davon, dass ich den Film nicht wirklich gut fand, fand ich zwei weitere Dinge schwer bedenklich:

RTL hat Schlaganfälle innerhalb des Programms so dargestellt, als könnten sie ohne jede Vorwarnung jeden treffen, wie etwa eine Naturkatastrophe. Es wurde extra eine Art "Schlaganfall-Awareness-Spot" vorher gezeigt, in welchem auch explizit gesagt wurde: "Schlaganfall kann jeden treffen".

Und dann weiß ich nicht, ob Gabi Köster wirklich als Vorbild für die deutschen Zuschauer dienen sollte. Also, man sympathisiert natürlich selbstredend und natürlich mit ihr als Hauptfigur. Und man kennt auch die echte Gabi Köster als Sympathieträgerin. Im Sinne des "Bildungsfernsehens" hätte man die Geschichte aber besser umschreiben sollen.

Im Film bekommt die 46 Jährige, fast kettenrauchende Gabi Köster einen Schlaganfall und liegt dann erstmal in der Klinik im Koma. Und nachdem es ihr besser geht und sie wieder erwacht, greift sie dann aus Frust erstmals auch wieder zu einer Zigarette. (Was z.B. einer der Fehler durch RTL war: Sie hatte Zigaretten dabei???).

Ihr Manager und ihr Sohn regen sich dann ziemlich auf und sind ihr böse, dass sie das Rauchen wieder anfängt. Aber die starrsinnige, selbstbewußte Gabi sagt dann, sie rauche nunmal gerne und sie würde das auch nicht aufgeben. Beim ersten Gang vor die Tore der Klinik trifft sie dann auch gleich eine Gruppe von ebenfalls rauchenden Patienten, die auch schon bei ihrer Einlieferung in der selben Konstellation vor der Tür standen und sie bei ihrer Entlassung 7 Monate später verabschiedet haben. (Zweiter Kardinalsfehler von RTL - Krankenhäuser wollen möglichst kurze Liegedauer und diese Patienten waren sehr mobil und kraum krank locker 7 Monate auf Station, länger als die hemikraniektomierte Gabi Köster)

Yo, und ich denke dem Zuschauer vermittelt das, dass, wenn Gabi Köster nach einem Schlaganfall weiter geraucht hat, man das selber auch kann. Und dass man nichts dafür kann, wenn man einen Schlaganfall bekommt.

Tatsächlich sind aber 9 von 10 Schlaganfällen durch Lebensstilmaßnahmen vermeidbar und aufhören zu Rauchen ist selbstverständlich unumgänglich nötig.

Ich habe einen Blogbeitrag über die 9 Möglichkeiten einen Schlaganfall abzuwenden geschrieben und ich habe ein Video darüber gemacht. Ich wünschte, das würde sich auch mal bis zu RTL rum sprechen.

Menü des Tages am 19. April 2017

4 Möhren


Haferflocken mit Banane, Flohsamenschalen, Leinsamen, Pflaumen, Zimt, Muskat, Paranuss


Vollkornbrot mit süßem Sesamstreich


Eintopf aus Kichererbsen, Hirse, Paprika, Zwiebel, Möhre, Pak Choy, Gewürze



2 kleine Orangen

Vegane Sushi Platte im Maki Maki Green Sushi


Süßes Sushi als Dessert

Veganes Eis




Ich hab mich gestern mit einer, ebenfalls in Köln lebenden, Zuschauerin meines YouTube-Kanals getroffen und bin mir ihr in den besten Sushi-Laden der Welt (!!!) eingekehrt und fand es war wieder der absolute Traum. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich jeden Tag da essen und ich überlege meinen 45. Geburtstag da zu feiern, falls ich dann bereits reichlich Geld als Arzt verdiene.;-)

Aber weil es im MakiMaki kein veganes Eis gab, sind wir weiter gezogen zum nächsten REWE, wo ich erstmals das vegane Eis Lucka gegessen habe, von dem ich noch nie gehört hatte. Leider war es grauenvoll! - Das mieseste Eis der Welt, obwohl die Firma von jedem verkauften Eis 6 Cent an die Welthungerhilfe gibt. - Es war wie gesüßte, mit Vanille angereicherte Kokosmilch, die man gefroren hatte. Das Eis enthielt nur wenig Fett (was ja eigentlich gut ist), aber war dadurch auch absolut nicht cremig. Wenn man schon veganes Eis macht, dann bitte richtig! Wie DasEis und wie SoDelicious. Bei so miesem Eis muss man ja fürchten, dass Rewe es bald aus dem Sortiment nimmt und dann gibt es gar kein veganes Eis mehr...

Alles Liebe,

Silke



Kann man Autoimmunerkrankungen heilen?

Donnerstag, 20. April 2017

Was ich an einem Tag esse #14 // fettarm, vollwertig, pflanzlich, zero w...

Mittwoch, 19. April 2017

Mein Make-up // Zero waste und vegan?