Freitag, 30. Oktober 2015

Wurst ist krebserregend: Wie Menschen reagieren, wenn sie sich bedroht fühlen...



Ich bin ein bisschen geschockt über die Reaktion mancher Menschen über die Erklärung der WHO, dass verarbeitetes Fleisch krebserregend ist und rotes Fleisch wahrscheinlich krebserregend. Ich nehme an die Menschen fühlen sich bedroht und reagieren deshalb so.

Die einen, das ist hauptsächlich die LowCarb-Front, behaupten dass die IARC, die International Agency for Research on Cancer, ein Opfer von Bad Science geworden sei und nicht erkenne, dass die Dosis das Gift mache. Andere Leute behaupten schlicht und ergreifen, dass sowohl die WHO oder die IARC nicht vertrauenswürdig seien, wie andere Regierungsorganisation, und dass man denen nicht glauben dürfe. Die dritten haben nur die Presse mitbekommen, sie aber nie die Erklärung der IARC oder den Artikel in Lancet Oncology angeschaut, und wollen das auch gar nicht. Diese Fraktion glaubt, es sei nur von den Medien hoch geputscht und soll nur von was anderem ablenken.

Ich wünschte irgendwer hätte gesagt: "Ist mir egal, ob Wurst krebserregend ist. Sie schmeckt mir und deshalb esse ich sie weiter". So sind Raucher. Raucher wissen, dass es krebserregend ist und streiten das auch nicht ab. Sehenden Auges und getrieben von Sucht rennen sie in den Lungenkrebs. Aber was jetzt hier mit verarbeitetem Fleisch und der Ignoranz gegenüber der IARC-Erklärung abgeht, will nicht ganz in meinen Kopf. Außer natürlich, ich betrachte die psychologische Komponente, die Menschen völlig irrational werden lässt, in dem Moment, wo sie sich bedroht fühlen und wo sie nach Esoterik greifen, weil sie Sachen nicht verstehen können. Nun gut, schlussendlich ging es mir bei der Revolution, die diese Erklärung auslöst, auch nicht wirklich um das Fußvolk, sondern um die Institutionen.

Die China Study und T.Colin Campbells Entdeckung, dass in China Krebs mit dem Verzehr tierischer Produkte korreliert, ist aus den 80er Jahren. Dennoch ist das nur eine Studie, eine die auch vielfach kritisiert wurde und die keine großen Auswirkungen auf irgendwas hatte. Die IARC hat jetzt 800 Studien verglichen und ist zu dem Schluss gekommen, dass verarbeitetes Fleisch krebserregend ist und rotes Fleisch wahrscheinlich.

Das erstaunliche daran, dass Campbells Erkenntnisse nun von der Weltgesundheitsorganisation offiziell anerkannt wurden ist, dass es gravierende Konsequenzen für die Zukunft haben wird. Der Laie hält das gerade nur für eine Pressemeldung und nicht für einen oberkrassen Einschnitt in die Handhabe von tierischen Produkten. Laien mögen die WHO anzweifeln, aber keine einzige Regierung der Welt und kein einziges Gesundheitssystem und kein einziger Mediziner hält das für eine Verschwörung oder eine Mode. Klar, ich hab auch schon Mediziner sagen hören, dass die WHO nur aus Anzugträgern besteht die keine Ahnung von irgendwas an der Basis haben, aber dahinter verbirgt sich auch nur die selbe Logik wie bei Laien.

Diese Erklärung der WHO wird Konsequenzen haben für die Ernährungsempfehlungen der DGE, für Schulessen, für Krankenhausessen und viele weitere Sachen. Ich bin überzeugt davon, dass man Werbung für Wurst in Zukunft verbieten wird, wie Zigarettenwerbung und dass man Kinder davon fern halten wird. Der ganze Prozess dauert vielleicht noch 20-30 Jahre, aber er wird einsetzten.

Mich macht einfach nur froh, dass damit die Diskussion vorerst beendet ist. Dass ich jeden Mediziner einfach nur auf die WHO hinweisen muss und dann gibt es keine Diskussion mehr über die Schädlichkeit von Fleisch. An Krebs sterben 25% aller Menschen. An Herz-Kreislauferkrankungen 40%. Beides wird nun offiziell durch tierische Produkte verursacht. Nicht alles Fleisch ist gleich schlimm, so ist z.B. Geflügel oder Kaninchen offiziell nicht krebserregend, und auch nicht wahrscheinlich krebserregend, so lang man es nicht verarbeitet. Die armen Hühner, die jetzt wahrscheinlich wieder bevorzugt gegessen werden. - Wird Zeit, dass wieder eine Vogelgrippe kommt!

Ach, ich freu mich auf alles, was sich in den nächsten 20-30 Jahren in der Gesellschaft verändern wird. Ob die Wursttheke im Bioladen abgeschafft wird? Ob mein Chef aufhört Wurst zu produzieren?

Und dann werden noch Stimmen von omnivoren Rohköstlern laut, die behaupten, dass das für rohes Fleisch alles nicht gilt. Das stimmt natürlich auch nicht, aber darüber mache ich am Wochenende ein Video, weil ich drum gebeten wurde.

Menü des Tages am 29. Oktober 2015

5:30 Uhr: Brokkoli und Tomaten


Haferflocken mit Banane, Apfelmus, Zimt, Sunwarrior, Lucuma, Paranuss, Leinsamen, Kakaobohnen, ½ Apfel

12:00 Uhr: Rest vom Abendessen vom Vortag


1 Banane
6 Datteln mit Kakaobohnen gefüllt

18 Uhr: Romanasandwiches mit Shiitake,, Möhre und Kichererbsen und Vollkornreis


1 Kaki

Es gibt kaum was zu sagen. Ich fühle mich fantastisch. Alles Essen war superlecker und besonders da Abendessen! Eine Gaumenweide. Endlich haben Kakis wieder Saison!

Mist, eigentlich wollte ich heute über was anderes schreiben, aber diese Ignoranz hat mich gestern ganz schön genervt. Zumal in Anbetracht dessen, dass eine Bekannt von mir am Dienstag an Krebs gestorben ist mit Mitte 40. Ich hab sie seit 10 Jahren nicht mehr gesehen, aber damals hat sie so ungefähr alles gemacht, wovon man Krebs kriegt, so dass dieses Schicksal nur die logische Konsequenz war. Ich habe sie nie was essen sehen, sondern immer nur mit Kaffee, Zigaretten und Bier. Sie ging zudem regelmäßig auf die Sonnenbank und wahr wahrscheinlich magersüchtig. Es kann natürlich jeder selber entscheiden, wie er sein Leben lebt und wer sehenden Auges in die Katastrophe rennen will, kann das machen. Ich weiß noch wie sie sich seinerzeit über die Nichtrauchergesetze aufgeregt hat und darüber, dass man in Kneipen nicht mehr rauchen durfte. Manche Menschen muss man halt vor sich selbst schützen...

Alles Liebe,

Silke

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Es ist amtlich: Die WHO stuft Fleisch als krebserregend ein



Ihr habt es bestimmt gestern alle mitbekommen. Es fing schon vorgestern Abend an und ging inklusive gestern durch die Weltpresse. Absolut jeder Zeitung und jeder Nachrichtensender hat darüber berichtet. Hier der Artikel aus dem Spiegel: Die WHO stuft verarbeitetes Fleisch als genau so krebserregend ein wie Tabakrauch und Asbest. Und rotes Fleisch als ebenso krebserregend wie Acrylamid.

So toll ich die Schlagzeilen finde, ich konnte es auch wieder nicht lassen mir die Hintergrundinformationen dazu genauer anzuschauen. Glücklicherweise stellt sich raus, dass die Presse hier nichts größer gemacht hat, als es ist.:-)

In Lyon in Frankreich sitzt eine Organisation namens IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung). Dort haben sich 22 Wissenschaftler aus 10 Ländern zusammen gesetzt, heißt es in Lancet Oncology, welche bestimmen sollten, ob verarbeitetes Fleisch und unabhängig davon rotes Fleisch als krebserredgend einzustufen ist. Dazu haben sie insgesamt 800 Studien zu diesem Thema begutachtet, sowohl Kohortenstudien, als auch Laborstudien wo den karzinogenen Aspekten von Häm-Eisen, heterozyklischen Aminen und anderen Bestandteilen in Fleisch nachgegangen wird.
Die IARC hat verschiedene Gruppen, in welche sie die krebserregende Wirkung von Substanzen einstuft. Die Gruppen 1, 2A, 2B, 3 und 4. Gruppe 1 ist "krebserregende", 2A ist "wahrscheinlich krebserregend", 2B ist "möglicherweise krebserregend", 3 ist "nicht als karzinogen klassifiziert" und 4 ist "wahrscheinlich nicht karzinogen für Menschen".

Laut neuem Bericht der IARC wurde verarbeitetes Fleisch jetzt in Gruppe 1 einsortiert, wo sich auch Zigarettenrauch und Asbest befinden, sowie diverse krebserregende Viren, Luftverschmutzung und Strahlung sowie in Anführungsstrichen Alkohol. In Anführungsstrichen deshalb, weil Ethanol selbst nicht krebserregend ist, aber der Körper ihn zu Azetaldeyd abbaut und das ist krebserregend genau wie Formaldehyd. Aber auch das Östrogen findet sich hier wieder. Steroidales, nicht-steroidales und auch die Östrogentherapie nach den Wechseljahren!!! Ich begreife beim besten Willen nicht, warum es bis heute keine Studien gibt, die die Anti-Baby-Pille als krebserregend einstufen können.

Gruppe 2A enthält weniger prominente Vertreter. Das Acrylamid ist wahrscheinlich die prominenteste Substanz, aber auch Nitrate sind hier angesiedelt (ebenfalls in Wurst enthalten), das Chemotherapeutikum Cisplatin und Ultraviolette Strahlung. In dieser Kategorie findet man also ab sofort auch das rote Fleisch wieder.

Das ist schon ziemlich krasser Scheiß finde ich, was die WHO mit dieser Erklärung angefacht hat. Denn wie machen wir es denn mit anderen definitiv krebserregenden Substanzen wie Zigaretten und Asbest? - Wir verbieten sie und drucken Warnhinweise darauf!!! Schlussendlich muss man sowas mit McDonalds und Wurstwaren auch machen. Werbung für verarbeitetes Fleisch sollte komplett verboten werden und man sollte in der Werbung keine Menschen zeigen, die sich verarbeitetes Fleisch in den Mund stecken, wie bei Zigaretten. Das bedeutet McDonalds, aber auch Gutfried, Rügenwalder oder Deutschländer Würstchen müssen Werbeverbot kriegen! - Ethikkommissionen müssten sich zusammen setzten und sich damit auseinadersetzen ob man Kindern verarbeitetes Fleisch als Nahrung geben darf. Was das Krebspotential betrifft ist Fleisch, so zumindest die IARC schädliche als Zucker, aber wenn der Krebs erstmal da ist, nimmt er natürlich Zucker als Nahrung. Will man das wirklich seinen Kindern geben? Beides in Kombination???

Denn das passiert in dieser Welt. Genau das macht McDonalds. Man kann derartige Fast Food Läden wirklich nicht stark genug verteufeln!

In Anbetracht dessen, was die IARC hier dargestellt hat, ist es wirklich an der Zeit, dass der Gesetzgeber auf den Plan gebracht wird etwas zu unternehmen. Krebswarnhinweise auf jeder Packung Wurst und Verbot von Wurst und rotem Fleisch in öffentlichen Einrichtungen, besonders in solchen, in denen Kinder untergebracht sind, ist da wohl das Mindeste!

Menü des Tages am 26. Oktober

Brokkoli und Tomaten


Haferflocken mit Apfel-Aprikosen-Mark, Kakaonibs, Banane, Leinsamen, Paranuss, Lucuma


12:30 Uhr: Orientalisches Gemüse aus dem 21-Tage FoodPlan mit Basmatireis


1 Apfel
4 mit Kakaobohnen gefüllte Datteln

18 Uhr: Rest Mittagessen


Fertiger Linsensalat von Rosengarten


Ca. 120 g Apfel-Aprikosen Mark von Dennree

Keimling hat mir drei verschiedene Sorten Kakaobohnen geschickt um darüber in meinem Blog zu berichten. Offensichtlich wissen die nicht womit ich mich so auseinander setze;-) Statt Pröbchen gab es riesige Packungen und auch, wenn ich wirklich nicht undankbar sein will, ich bin kein Fan davon große Mengen Kakao zu essen, weil das Theobromin so anregend wirkt. Gefährlich sind hingegen die mit Kakaobohnen gefüllten Datteln bei denen ich mich noch so gerade beherrschen konnte. Mittags gab’s ein Rezept aus dem 21-Tage Food Plan, weil ich eine Aubergine verbrauchen musst und abends dann die Reste. Zusätzlich einen Linsen-Fertigsalat, neu im Sortiment im Bioladen, und natürlich nicht challengetauglich, aber er hat die Zutaten Öl und Rohrzucker ziemlich weit unten stehen.

Und dann hab ich noch ein UPDATE Video gedreht über meine derzeitige Theorie darüber, wie es nach der 3-Wochen-Challenge theoretisch weiter gehen sollte. Die Zeit in der man nicht die schnellen Basics wie Belohnungssystem und Geschmacksknospen bearbeitet, sondern in der es darum geht sich regelrecht umzupolen. Enjoy!



Alles Liebe,

Silke

Montag, 26. Oktober 2015

Alkohol wirkt wie das Bindungshormon Oxytocin



Ich hab mich in der Abteilung für Psychologie der Uni Köln kürzlich als Proband für eine Studie zur Verfügung gestellt, in der die Auswirkung des "Bindungshormons" Oxytocin auf die Wahrnehmung von Gesichtern untersucht werden soll.

Oxytocin wird von der Hirnanhangdrüse normalerweise ausgeschüttet, wenn man körperlich mit jemandem wird, also z.B. beim Geschlechtsverkehr, aber auch, wenn die Mutter ihren Säugling stillt und dann sowohl bei Mutter und Kind. Außerdem ist Oxytocin verantwortlich dafür, dass die Wehen zur Geburt eingeleitet werden.

Parallel dazu tauchte ein Artikel in I fucking love Science auf, welcher beschrieb, dass eine neue Studie die Ähnlichkeit zwischen Oxytocin und Alkohol aufzeigte. Genau wie Oxytocin wirkt Alkohol auf Bereiche im Hirn, die für die Verarbeitung von Stress verantwortlich sind. Das betrifft sowohl den Präfrontalen Cortex, als auch das Limbische System, in welchem z.B. auch das Belohnungssystem lokalisiert ist. Sowohl Oxytocin als auch Alkohol erleichtern den Umgang in stressigen sozialen Situationen zum Beispiel einem Vorstellungsgespräch oder wenn man sich daran wagt jemanden um ein Date zu bitten.

Und wenn man darüber mal anfängt zu reflektieren erklären sich eine ganze Menge soziale Aspekte die Alkoholkonsum so scheinbar erstrebenswert machen:

Man ist auf einer Party mit nur fremden Menschen und Alkohol bricht quasi das Schweigen. Man kann sich mit Hilfe von Alkohol fremden Menschen verbunden fühlen, man kann im Karneval Liebe für ganz Köln empfinden, selbst wenn der jecke Kollege eigentlich ein kompletter Vollidiot ist, man kann mit völlig fremden körperlich werden und im Allgemeinen wird es dann "Alkohol" enthemmt genannt.

In der Studie wurde mir Oxytocin oder ein Placebo, dass weiß derzeit weder ich noch der Versuchsleiter, per Nasenspray appliziert. Danach sollte ich Gesichter nach ihrer Gefühlslage einsortieren, was gar nicht so leicht war, hauptsächlich deshalb, weil die Emotionen auf den Gesichtern von Darstellern, die nur gespielt haben, vorgeführt wurden. - Oder es war doch die Oxytocin-Gabe ;-) Ich glaube es aber nicht. Ich habe emotional nämlich keine Veränderungen gespürt, was anhand dieser Datenlage nicht wirklich plausibel ist.

Der mich für die Studie untersuchende Arzt sagte auch, als ich ihn danach fragte, dass die nasale Gabe von Oxytocin nicht die Wirkung haben könnte, dass ich mit Oxytocin mit Menschen verbunden würde fühlen können, die mir ohne Oxytocin vielleicht unsympathisch sind. Auch das, wage ich aufgrund dieser Studienlage zu bezweifeln. Ich weiß nämlich sehr wohl aus Erfahrung wie es sein kann, wenn ich nach Alkoholkonsum plötzlich Zuneigung zu mir eigentlich unsympathischen Menschen habe.;-)

Oxytocin hat demnach, abgesehen vom Kater, auch die selben Nebenwirkungen wie Alkohol. Beides macht Menschen aggressiver, impulsiver, neidischer und weniger sozial gegenüber Menschen die nicht der eigenen Gruppe angehören, so der Artikel in I fucking love Science.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber immer wenn ICH derartige Informationen bekommen wünsche ich mir, ich hätte erstens nie die verbotene Frucht gekostet und hätte einen Körper, der noch nie mit diversen Substanzen, die meine Neurotransmitter und Hormone beeinflussen, Kontakt gehabt, und andererseits wünschte ich, dass es dem Rest der Welt auch so ginge. Ich will eigentlich nur "The Real Thing" - aber mein Hypocampus, der für das Langzeitgedächtnis verantwortlich ist hat leider irgendwann mal gelernt, dass gewisse Substanzen für gewisse emotionale Situationen förderlich "scheinen". Zucker, Nikotin und Alkohol. Das muss man umlernen...Nur manchmal fehlt die Zeit es auf die Schnelle zu checken!-)

Menü des Tages am 25. Oktober 2015 

7:45 Uhr: Brokkoli und Tomaten


Haferflocken mit Banane, Zimt, Kardamom, Trauben, Sojamilch



12 Uhr: Gemüsepfanne mit Nudeln, Erbsen, Möhren, Paprika, Zwiebel, Gewürze
Gemüsenuggets und Weintrauben



18:00 Uhr: Rest vom Mittagessen
1 Banene

Die Challenge ist vorbei. Jetzt geht die kontrollierte Nachchallengephase los. 10 Wochen sind geplant mit explizitem Achten und Üben auf Triggersituationen, Lösen von Assoziationen etc. Ich weiß noch nicht, was genau alles dazu gehört. Das will beobachtet werden. Gestern gab es alles challengetauglich außer Gemüsenuggets, die mein Vater extra für mich gekauft hat und weil die im Angebot waren. Sie waren leider nur vegetarisch und nicht vegan.

Nachteil bei Fleischersatzprodukten, so finde ich immer, sie machen ebenfalls Lust auf mehr von dem Geschmack, was ich kontraproduktiv finde. Koffeinfreien Kaffee empfinde ich ebenso und auch schlussendlich Pflanzenmilch. Ein konsequentes Abgewöhnen ist eigentlich besser.

Alles Liebe.

Silke

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Vegetarier haben mehr Darmkrebs als Fleischesser



Ich hatte am Dienstag die erste Vorlesung Naturheilkunde.

Ein Teil der Naturheilkunde ist die Ernährung und somit ging es natürlich auch Übergewicht und falsche Ernährung. In dem Zusammenhang wurde erwähnt, dass es überall viele versteckte Kalorien und auch Zucker gibt und natürlich, dass fettreiche Kost nachteilig sei, weil eine fettreiche Kost das Darmkrebsrisiko erhöhe, so hieße es und man würde deshalb dazu neigen vom Verzehr von Fleisch und Wurst ab zu raten.

Ich dachte in dem Moment "Aha, Fettverzehr korreliert also auch mit Darmkrebs" nur um nächsten Atemzug eines besseren belehrt zu werden.  Die Verzehrempfehlung sei, so der Dozent, und jetzt haltet euch fest: 30 g Fleischware am Tag! - Hab ich so auch nicht gehört, aber das gefiel mir. Das ist echt wenig.:-) Man kenne die Substanzen aus dem Fleisch, die Krebs erregen können, das seien schlechte Fette, Eisen und heterozyklische Amine, allerding die Studienlage sei zu heterogen, bedeutet, nicht alle Studien haben belegen können, dass diese Faktoren Darmkrebs erzeugen.

Und jetzt kommen wir zur EPIC Studie. Ich habe diese Studie in einem meiner neueren Videos erwähnt, weil sie in eine riesigen Kohorte zeigen konnte, dass Veganer keinen DHA-Mangel haben. Die EPIC Studie war, wie ich auch in dem Video bereits sagte, eigentlich dazu da raus zu finden, wie Krebs in welchen Teilen Europas mit der Lebensweise zusammen hängt und im Falle von Darmkrebs, hat die EPIC Studie raus gefunden. dass Vegetarier häufiger an Darmkrebs erkranken als Fleischesser. 

Der Dozent sagte, die Geschichte der Darmkrebsentstehung müsse wohl komplett neu geschrieben werden. Gerade Darmkrebs, bei dem man sich ziemlich sicher war, dass Ballaststoffmangel und Substanzen aus Fleisch schuld daran sind, dass er entsteht.

Nun sind das natürlich normale Puddingvegetarier, die so in Europa rum laufen und Teil der Studie waren und nicht notwendigerweise solche die vollwertig und pflanzlich essen, sondern Leute die auch Joghurt, Milch und Käse verzehren. Vielleicht sogar mehr als die Fleischesser. Vielleicht ist das Kasein ein Faktor. Vielleicht auch nicht.

Aber was die EPIC-Studie auch raus gefunden hat ist, dass alles in allem Vegetarier weniger Krebs haben als Fleischesser. Nur beim Darmkrebs übertreffen sie die Fleischesser.

Ist schon verrückt oder? Dass sich da überhaupt noch jemand traut irgendwas über Ernährung und Krebs zu sagen und dann auch immer noch mit solchen Schubladen kommt wie "Vegetarier" "Allesesser" oder "Veganer" - Das sagt über die Qualität der Ernährung per se ja mal gar nichts aus.

Natürlich gab's auch noch quasi allgemeine Ernährungshinweise. Obst, Gemüse und Getreide soll man essen. Bei denen gibt es keine heterogene Studienlage. Bei allem anderen ist die Lage undurchsichtig: Fleisch, Milch, Kaffee, Alkohol etc.

Ich nehme an, die Hülsenfrüchte hat der Dozent einfach vergessen zu erwähnen. Barnard spricht immer von der "humble bean" wenn er von Hülsenfrüchten spricht, also der "bescheidenen" Bohne. Sie wird immer Stiefmütterlich behandelt. In Anbetracht dessen dass der Dozent aber selber Studien darüber gemacht hat, dass Selen sowie Linsenextrakt die Nebenwirkungen bei Chemotherapie senken, gehe ich nicht davon aus, dass irgendwas dagegen spricht auch ein paar Nüsse uns Hülsenfrüchte zu essen.

Menü des Tages am 21. Oktober 2015

5:40 Uhr: Brokkoli und Tomaten


Glutenfreie Haferflocken pmit Leinsamen, Paranuss, Banane, Lucumapulver, Sunwarrior, ½ Apfel, Zimt


13:00 Uhr: 3 Möhren
Butternusskürbissuppe mit Spinat


1,5 Glutenfreie Brötchen
1 Banane

18 Uhr: Glutenfreie Nudelpfanne mit Pilzen, Spinat, Sellerie, Salz, Ingwer, Mais, weiße Bohnen und viele Hefeflocken



Mein Hunger wird von Tag zu Tag weniger, wie es scheint und Essen immer unwichtiger. Das hängt, so denke ich, vor allem damit zusammen, dass ich mal wieder überhaupt gar nichts berechne, was ich vor der jetzigen Challenge gemacht habe, nämlich tendenziell nur 2000 kcal zu essen obgleich ich während vorheriger Challenges mehr gegessen habe. Ich esse intuitiv ca. 2400 kcal somit dachte ich habe ich ein gutes kleines Defizit, was sich durchhalten lässt. Das lässt sich aber nicht durchhalten und abgenommen habe ich damit auch gar nicht. Das war nach 8 Wochen dann so nervig und frustriered, dass ich es jetzt gelassen habe und der These nachgehe, ob und was passieren kann oder müsste, wenn man 10 Wochen lang eine Nach-Challenge-Umgewöhnungsphase oder sowas macht und Ballance einkehren lässt, außerhalb der Lustfalle. Mir ist noch nicht zu 100% klar, was das alles erfordert. Wird sich ergeben...

Alles Liebe,

Silke

Sonntag, 18. Oktober 2015

VIDEO: Die EPIC Studie: DHA und Omega 3 bei Veganern


Ich will mich schon lange darin üben YouTube Videos im Stil von Dr. Greger zu machen und Studien vorzustellen, auf die schnelle, und mit schöner Einblendung von Textpassagen etc.

Bis dato hatte ich leider kein Schnittprogramm, was das konnte. Im Zuge meines Studenten-Abo für Photoshop bin ich dann aber an eine sehr günstige Variante von Premiere Pro, dem Schnittprogramm von Adobe gekommen, nur ist Adobe leider immer auch sehr kompliziert. In den letzten 36 Stunden habe ich also gelernt, wie man damit ein Video schneidet, Fotos einbindet und für YouTube-Verarbeitet, nur um dann festzustellen, dass, wenn ich es mit YouTube weiter bearbeite, meine eigene Audiospur, also meine Stimme, weg ist.

Und warum das passiert ist weiß ich nicht. Deshalb gibt es bei diesem Video jetzt keine schöne "Food is Medicine-Bombast-Musik" - und kein Intro, dafür aber schicke Studienfotos. Ich übe weiter...

...und weiß beim besten Willen nicht, warum ich es mir in meinem Alter immer noch antue dauernd so viele neue Sachen zu lernen! - Es fällt voll schwer sich das neue zu merken, wenn man 40 ist!!!

Also:

Die Universität Cambridge ist mit Hilfe der EPIC-Studie der Frage nachgegangen ob es zwingend erforderlich ist Fisch zu essen um gute Omega 3-Blutwerte zu haben. Dabei kam man zu dem erstaunlichen Ergebnis, dass man nicht nur keinen Fisch essen muss, sondern sogar als Veganer oder Vegetarier, je nach Geschlecht und Wert, bessere Blutwerte haben kann, als als Fischesser.



Menü des Tages am 17. Oktober 2015

Brokkoli und Paprika


Glutenfreie Haferflocken mit Carob, Birne, Apfel-Bananen-Mus, Vanille, Zimt, Paranuss, Leinsamen
1 Banane


11:15 Uhr: Salat aus Spinat, Möhre, Linsen, Quinoa und Apfelmus-Vinaigrette


17:00 Uhr: Linsen, Quinoa, Tomaten und Snackmöhren, Salz
1 Banane

Ich erlebe gerade wieder, dass Essen nur die Nebensache ist, und dass man sich locker den ganzen Tag mit was anderem beschäftigen und daran Spaß haben kann, wenn man satt ist und sich keine triggernde Nahrung einwirft, die einen von "Mehr" besessen macht. Dabei kann man sehr produktiv sein, die Zeit vergessen und nach vielen, vielen Stunden wird man dann wieder hungrig. Klingt irre, aber ich glaube das sollte der Normalzustand sein und den habe ich definitiv nicht immer. Gehäuft bei der Challenge, beim Tracken bzw. Hungern nie und wenn ich Zucker in zu Großen Mengen konsumiere auch nicht...

Alles Liebe,

Silke

Samstag, 17. Oktober 2015

Was ist das "Zentrum der Gesundheit"?



Immer mal wieder passiert es, dass YouTuber oder Blogger Themen bearbeiten, für die ich selber keine Lust habe mir die Mühe zu machen, sie zu besprechen. Swayze Fosters Analyse der täglichen Menüpläne diverser YouTuber war so eine Sache und der Nachweis darüber, dass sie zu wenig Eiweiß konsumieren. Ich denke mir bei sowas nur meinen Teil und vertraue darauf, dass sie Leute schon irgendwann dahinter kommen, dass sie was falsch machen...

Etwas ähnliches hat gestern High Carb Christian gemacht indem er ein Video gedreht hat, welches das "Zentrum der Gesundheit" und ihre Website behandelt.

Es ist ziemlich egal, was man an Gesundheitsinformationen googlet, man findet fast immer ziemlich weit oben, einen Artikel des "Zentrums der Gesundheit". Die Seite gibt es sein 1999 und wurde 2011 von der Aktiengesellschaft Neosmart aufgekauft. Sie finanziert sich über Spenden, so wird behauptet, obwohl sie auch reichlich Nahrungsergänzungsmittel und auch Kurse für möchtegern Gesundheitsberater anbieten. Geschrieben wurden alle Artikel ebenfalls von Menschen, die sich im Bereich alternative Medizin verdingen.

Das hat zur Folge, dass sich die Artikel zum Teil gravierend widersprechen. Das hat auch zur Folge, dass wissenschaftliche Daten fehlerhaft ausgelegt werden und außerdem, und damit outet sich diese Seite eigentlich als Nicht-Fachquelle, gibt es kaum Quellenverweise. Keine Fußnoten zu den Studien aus denen diese Infos angeblich stammen. Das heißt, man kann keine dieser Informationen überprüfen und damit ist das ganze unseriös.

Nun weiß der Laie das natürlich nicht, weil die meisten Laien keine akademische, geschweige denn eine wissenschaftliche Ausbildung haben. Sie können nicht differenzieren zwischen guten und schlechten Informationen und sind, wie auch in der Tagespresse, auf die Interpretation von Journalisten angewiesen. Deshalb ist es wichtig immer Quellen zu seinen Behauptungen anzugeben und deshalb verlinke ich hier jede Studie über die ich mich äußere. Natürlich ist klar, dass sich nicht jeder die Quellen anschaut, aber so ist das Procedere nun mal. Und das ist auch gut so!

Und deshalb beziehe ich mich tatsächlich bei vielen Dingen auch auf Wikipedia, denn Wikipedia enthält Quellen. Die kann man anklicken, da kann man nachlesen und ich persönlich habe noch nicht viel bei Wikipedia gefunden, was nicht stimmt. 99,9% der Info dort entsprechen den Fakten. Faszinierender Weise finden man, wenn man nur einen einzigen Artikel bei Wikipedia liest, direkt die gesamt Rohkostlehre ad absurdum geführt. Schaut mal bei Denaturierung in Wikipedia. Und wem nicht passt, das in Wikipedia oder in Lehrbüchern steht, der schreit gleich nach einer Verschwörung gegen den Bürger! Eine andere Erklärung findet der Laie für diese scheinbaren Widersprüche nicht.



Wie gesagt, Christian sieht das ebenso wie ich und erklärt das auch sehr schön, daher möchte ich euch sein Video gerne zeigen. Seine Zuschauer waren erbost, als sie es gesehen haben, weil viele Laien sich gerne auf das Zentrum der Gesundheit berufen. Der Name klingt so offiziell! Und wirkt so, als hätten die wirklich Ahnung von alternativer Medizin. Und es ist für den Laien verständlich.

Wissenschaftler kann man mit diesen Argumenten nur leider nicht überzeugen, weil man keine Quellen dazu hat und dann ist in jeglicher Diskussion Hopfen und Malz verloren.

Menü des Tages am 16. Oktober 2015

Brokkoli und Paprika


Quinoa, Zimt, Banane, Sunwarrior, Apfel, Lucuma, Carob, Leinsamen, Paranuss


13:00 Uhr: Quinoa, französische Linsen, Gemüsepfanne aus Zucchini, Chinakohl, Paprika, Champignons, Zwiebel, Gewürz


1 Banane
125 g Heidelbeeren


17 Uhr: 250 g Cherrytomaten
150 g Snackmöhren
Glas Kichererbsen
3 kleine Bananen

Was ich letzte Woche noch für unmöglich hielt war gestern wieder da: Ich hat kein Interesse an den Leckereien die ich an der Backtheke im Bioladen verkauft habe.

Ich weiß nicht, ob ich in der Lage bin zu erklären, was da im Hirn abgeht...

Also, nach einer Woche Zuckerkarenz spielt der Süßkram wirklich keine Rolle mehr. Ich habe alte Videos von mir in der Challenge geschaut und konnte mir den Zustand, den ich da beschreibe, während ich nicht am Challengen war, nicht mehr vorstellen! Absolut kein Interesse zu haben an leckeren Sachen, die im Bioladen verkostet werden. Eben NICHT sich gut beherrschen zu können oder sowas, sondern das Zeug nicht zu wollen, weil man keinen Hunger hat. Ich glaube einem Großteil der Gesellschaft ist absolut nicht klar, wie viele Sachen sie nicht aus Hunger essen, sondern aus Lust und weil sie es MÜSSEN! - Ihr Belohnungssystem diktiert ihnen das.
Ich denke gerade auch, dass es wohl mehrere Monate des Trial & Error erfordert zu begreifen, in was für einen Zustand die Gesellschaft einen gebracht hat mit den Drogennahurngsverlockungen überall, der Abhängigkeit davon in Stresssituationen, dem vielen Stress und der Unzufriedenheit, die das Berufsleben mit sich bringt und dem Mangel an Schlaf, den wir uns aussetzen, weil wir wach sein müssen und den wir in Kauf nehmen, weil Kaffee auf unser Belohnungssystem wirkt. Es braucht eine Zeit, eine Neukonditionierungsphase, bis man wirklich begriffen hat, dass es ohne das Zeug echt besser ist. Das alles mehr Spaß macht und man ausgeglichener ist. Dass der Sättigungsmechanismus wieder funktioniert und man sich selber umgepolt hat.

Die Challenge ist nur die Spitze des Eisbergs, eine wichtige Spitze, weil man dadurch erkennen kann, wie das Leben sein könnte, wenn man frei von jeglicher Drogennahrung ist. Aber jahrzehntelange Prägung in anderen Teilen des Gehirns, die nicht das Belohnungssystem sind, müssen auch noch verändert werden. Aber man kann dazu immer wieder auf die Challenge zurück greifen, wenn man zu sehr ausgerutscht ist. Das ist das Schöne! Und vielleicht sogar der einzige Weg.
Also, mir Fleisch abgewöhnen hat auch ewig gedauert. Zigaretten abgewöhnen auch. Milchprodukte abgewöhnen ebenso. Warum sollte es mir Zucker anders sein?

Alles Liebe,

Silke

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Zucker macht gereizt, impulsiv und dumm



Ich hab einen tollen Artikel gelesen von dem Journalisten und Autoren Michael Grothaus, wie er seinen 2 wöchigen Zuckerentzug erlebt hat. Und das kam so:

Grothaus war ursprünglich sehr übergewichtig, dann hatte er abgenommen und hält jetzt sein Gewicht indem er nicht mehr als 2000 kcal isst und Sport treibt. Das funktioniert für ihn so weit sehr gut, er bleibt schlank und isst alles was er will. Eines Tage hat er seinen Gewichtsverlust einer befreundeten Ärztin geschildert, die sich zwar für ihn gefreut hat, aber auch anmerkte, dass sein Verzehr von raffiniertem Zucker wahrscheinlich zu hoch sei und ihm erzählte, dass Studie um Studie veröffentlicht würde, welche belege, dass ein hoher Zuckerkonsum gereizt macht (Stichwort "undercarbed";-)), zu überstürzten Entscheidungen führt ("Ups, irgendwie ist ohne mein Zutun, die ganze Packung Kekse in meinem Mund verschwunden") und einen dumm macht (Durianrider!;-)

Da Grothaus nicht nur an körperlicher, sondern auch an geistiger Gesundheit interessiert ist und einen Job hat, bei welchem er hauptsächlich geistige Arbeit erledigen muss, hat er sich vorgenommen, mal 2 Wochen "zuckerfrei" zu leben. Und sich nicht sonderlich viel davon versprochen. Er dachte er würde so gut wie keine Veränderung feststellen. Wie sollte er sich getäuscht haben!

Tag 1 verlief relativ simpel. Er aß Obst und Gemüse, Huhn, Fisch, Fleisch, Vollkornprodukte und Reis. Das meiste hatte er zuvor auch schon verzehrt nur eben neben den zuckerhaltigen Produkten und neben seiner täglichen Süßigkeit. Neben Weißmehl und Zucker ließt er übrigens auch Milch weg, wegen ihres Laktosegehalts. Ihm fehlte sein Zucker im Kaffee und seine Süßigkeit. Sonst nichts.

Am zweiten Tag, war alles ganz anders. Obwohl er sich Mittags satt gegessen hatte, fühlte er sich gegen 2 Uhr Mittags benebelt und bekam Kopfschmerzen, was ihm noch nie zuvor passiert ist. Beides trat immer mal wieder am zweiten und dritten Tag auf. Unterdessen hatte er auch intensive Gelüste auf Limonade und Süßigkeiten. Am dritten Tag bekam er sogar einen Zitteranfall vom Zuckerentzug.

Am vierten Tag war alles am schlimmsten. Er konnte sich absolut nicht konzentrieren, weil er sich so benebelt fühlte und "hätte seinen Hund für einen Brownie hergegeben". Zudem war er gereizt und fühlte sich deprimiert. Er war auch ungeduldig und konnte sich nie länger auf irgendwas konzentrieren.

Am sechsten Tag wurde dann aber alles besser. Die Benebeltheit verschwand und die Kopfschmerzen ebenso. Das Obst, was er bisher gegessen hatte fing an süßer zu schmecken. Nach 14 Tagen fühlte er sich dann so fokusiert, als wäre er eine andere Person (Das geht mir nach 14 Tagen Challenge auch immer so!) Seine Stimmung war besser und er fühlte sich schlicht glücklicher. Zudem stellte er fest, dass er besser schlafen konnte und Schlaf ist nicht nur wichtig für die psychische Gesundheit, er ist auch erforderlich um Synapsen zu bilden und geistige Inhalte zu verabreiten. Schlafen macht klug. (Hier sei nochmal mein Kaffee, nicht ungesund aber - Video verlinkt)

Und last but not least - jetzt kommt's: Der Mann zählt täglich seine 2000 kcal. In diesen 2 Wochen ohne Zucker, so behauptet er, habe er 6 kg abgenommen! - Außerdem habe er festgestellt, dass er jetzt nicht mehr so oft hungrig wird sondern 7-8 Stunden satt bleiben kann. Die Gelüste auf Zucker im Kaffee oder Schokoriegel seien völlig weg.

Menü des Tages am 14. Oktober 2015

6:30 Uhr: Brokkoli und Paprika


Vollkornreis, Zimt, Banane, Sunwarrior, Lucuma, Traubenkernmehl, Kardamom, Leinsamen, Paranuss


2 kleine Feigen

13 Uhr: Kartoffeln, Zucchini, Paprika, weiße Bohnen, Tomatenmark, Ingwer, Neptuns Garten Gewürz, Tamarindenpaste, Zwiebel, Sellerie


½ Glutenfreies Brötchen
2 Banane
paar Trauben

17:30 Uhr: Quinoa- Kichererbsensalat von Tag 18 aus dem 21-Tage Raus-aus-der-Lustfalle Food Plan


Trauben

Ich bin gerade auf der Suche nach Bloggern oder YouTubern, die Lust haben die Raus-aus-der-Lustfalle Challenge auszuprobieren und darüber zu berichten. Wer interessiert ist, dem stelle ich den 21-Tage Raus-aus-der-Lustfalle Food Plan gratis zur Verfügung. Bedingung ist allerdings, dass man ein Dropbox Account hat, weil das Skript zu groß ist um es per E-Mail zu verschicken.

Wer da also Lust drauf hat oder jemanden kennt, der Lust darauf haben könnte all die wunderbaren Erfahrungen zu machen, die Michael Grothaus hier auch in seinem 14-tägigen Zuckerverzicht gemacht hat, kann sich gerne per Mail (silke-rosenbusch@web.de oder über Social Media an mich wenden.

Außerdem gibt es die Möglichkeit den 21-Tage Raus-aus-der-Lustfalle Food Plan per Affiliate auf der eigenen Website anzubieten und Provision für jeden erfolgten Verkauf zu kassieren. Wer daran Interesse hat, gerne das selbe Procedere.
Alles Liebe,

Silke

Dienstag, 13. Oktober 2015

Der 21-Tage Raus-aus-der-Lustfalle FoodPlan



Ich hab die letzten 4 Monate an diesem Baby gearbeitet und jetzt ist es endlich fertig!:-)

Der ein oder andere meiner Leser hat bedauert, dass ich keine Links zu den Rezepten der Fotos die ich gepostet habe eingestellt habe. Das lag daran, dass ich diese Rezepte zurückgehalten habe für 21-Tage Raus-aus-der-Lustfalle Food Plan, der ab sofort käuflich zu erwerben ist.

Ich hatte ursprünglich vor, das ganze Raus-aus-der-Lustfalle-Dinge gratis zu machen und die Möglichkeit zu geben zu spenden, wenn jemand einen tollen Erfolg mit dem Programm macht. Da wir aber in einer Zeit leben, in welcher man fast alles gratis bekommen kann und man nur für Updates zahlen muss, hat das leider nicht sonderlich gut funktioniert. Somit muss auch ich wohl ein Update raus bringen und das ist jetzt dieser 21-Tage Food Plan.

Er enthält 5 Frühstücksrezepte sowie 42 Hauptmahlzeiten und 2 Kuchenrezepte. Das PDF umfasst 79 Seiten und enthält neben den Rezepten auch nochmal eine Zusammenfassung der Regeln sowie Tipps zur Raus-aus-der-Lustfalle-Challenge.

Ich habe mich für eine Veröffentlichung auf Gumroad entschieden, wo man mit Paypal und Kreditkarte bezahlen kann. Ich habe aber selber noch nie bei Gumroad gekauft, daher weiß ich nicht, wie sich das für den Konsumenten anfühlt und bin für jegliches Feedback diesbezüglich offen. Auch für Anmerkungen und Kritiken zum 21-Tages-FoodPlan.



Menü des Tages am 12. Oktober 2015

Brokkoli und Paprika


Glutenfreie Haferflocken mit Banane, Mandarinen, Zimt, Lucuma, Sunwarrior, Traubenkernmehl


1 Birne


Wok-Mix und Kicherbsen mit Sommerröllchen


2 Bananen
Trauben

Rest vom Mittagessen mit Salat, Reispasta und weißen Bohnen


1 Apfel


1 Banane

Darüber hinaus habe ich meine Tage bekommen und bin nicht schwanger. Mann, wie der Körper sich so irren kann! - Oder war es der Kopf, der mir einen vorgemacht hat?! - Ich kann es nicht sagen und vor allem nicht, wie er es beim Vormachen schafft mir solche Symptome zu machen!!! Krasser Scheiß....Aber es kommt ja immer alles so, wie es richtig ist. Ich habe in den letzten Tagen ne Menge gelernt über diverse Homone und Körperveränderungen in der Schwangerschaft, sowie über Embyologie!;-)

Und ein neues Video gibt es auch. Ein Challenge-Update wo ich mich über HighCarb-YouTube-Bullshit aufrege, den ich letzte Woche gehört habe.



Es ist wirklich irre, wie naiv manche Leute da draußen sind und warum nicht begriffen wird, dass "High Carb" schlussendlich so gut wie gar nichts aussagt. Nichts über die Qualität, nichts über den Nährstoffgehalt, nichts über die Menge und die Art der Nahrung und dennoch gibt es Leute, die behaupten, dass "High Carb" bei quasi ALLEM hilft. Hauptsache gaaaanz viel und HighCarb essen und dann verschwinden alle Probleme! - Schlussenlich das selbe Muster, wie in der Rohkostszene...

Und es gibt Leute, die das Video sehen und denken ich bemängele etwas an der HighCarb-Ernährung. Nein, ich bemängele was an falscher HighCarb Ernährung und an falschen Aussagen über HighCarb, genau wie ich was an falscher Rohkost-Ernährung und Falschaussagen über Rohkost bemängele....Und ehrlich, auch bei Paleo ist das genau das gleiche....

Alles Liebe,

Silke

Montag, 12. Oktober 2015

VIDEO: Kaffee - Nicht ungesund aber...



Kaffee ist Teil unserer Gesellschaft und Teil unserer Kultur. Und ungesund ist er auch nicht. Warum es aber aus meiner Sicht dennoch besser ist ohne Stimulanzen zu leben, erkläre ich in diesem Video.



Alles Liebe,

Silke

Sonntag, 11. Oktober 2015

T. Colin Campbell über Brustkrebs und Ernährung



Ich hab letzte Woche ein Video gedreht darüber, warum es mir so schwer fällt mich zum Thema Krebs und Ernährung zu äußern.

Gott sei Dank, tun sich andere Leute nicht so schwer damit, und daher möchte ich heute mal den Inhalt eines Artikel aus der Feder von T.Colin Campell, Autor der China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise, Biochemiker und Vater des Mediziner Thomas Campbell M.D. wieder geben. Und ich möchte auch darauf hinweisen, dass es hierbei um Prävention von Brustkrebs geht und nicht darum Brustkrebs NUR mit Ernährung zu heilen.

T. Colin Campbell geht hier auf die kontroverse Rolle ein, die Fett bei der Entstehung von Brustkrebs spielt. So gäbe es einerseits sowohl Studien im Labor als auch epidemiologische Studien, also solche an Bevölkerungsgruppen, welche einen Zusammenhang zwischen Fett und dem Risiko an Brustkrebs zu erkranken finden, Andererseits gäbe es aber auch viele renommierte Studien, welche kaum einen oder sogar keinen Zusammenhang zwischen Fettverzehr und Brustkrebs finden können.

Dann geht Campbell auf seinen eigene China Study ein und erklärt, das Brustkrebs in China seltener sei, aber dennoch vor käme, er erklärt, dass die Chinesen ca. 6-24% ihrer Kalorien aus Fett beziehen, wohingegen die Amerikaner 25-45% ihrer Kalorien aus Fett beziehen. In China sei das Eintreten der ersten Periode bei Mädchen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren und in Amerika zwischen 10 und 14 Jahren, der Östrogenspiegel der Chinesinnen sei wesentlich niedriger als der der Amerikanerinnen und je weniger Fett die Probanden zu sich nähmen, desto größer würde der Anteil an Pflanzen in ihrer Ernährung. Das war wohlgemerkt in den 80er Jahren, als die China Study durchgeführt wurde. Seither hat sich auch die Ernährung der Chinesen mehr in Richtung westliche Welt gewandelt.

Ein höherer Verzehr von Fett in der Ernährung führt, so Campbell, sowohl zu einem höheren Östrogenspiegel als auch zu einem früheren Einsetzen der Regel, weil aus Fett Cholesterin und daraus wiederum Steroidhormone synthetisiert werden. Östrogen wiederum ist ein Wachstumsfaktor für Zellen und leider auch für Krebszellen.

Ballaststoffreiche und damit pflanzliche Ernährung kann hingegen das Gegenteil bewirken. Sie kann den Cholesterin und damit auch den Östrogenspiegel senken. Campbell erklärt sich so, dass manche Studien, wenn sie alleine den Fettverzehr betrachten, wenig oder keine Zusammenhänge zu Brustkrebs finden. Möglicherweise ist hier der fehlende, nicht beachtete Faktor der, dass der Anteil an Ballaststoffen in der Ernährung keine Berücksichtigung fand. Rohköstler z.B. essen viel Fett und auch viele Ballaststoffe!

Campbells Empfehlung ist daher dergestalt um Brustkrebs möglichst zu vermeiden nicht nur Fettverzehr zu reduzieren, sondern auch den Verzehr an Ballaststoffen zu steigern. Ein Umstieg auf Magerquark, fettarme Milch und mageres Fleisch ist sicherlich keine Lösung. Und weiterhin Weißmehl und Zucker in rauen Mengen zu konsumieren auch nicht.

Und dennoch gibt es halt immer ein Restrisiko. In China und auch in der westlichen Welt.

Ich möchte euch daher auch die Geschichte von Susan Voisin erzählen, LowFat Plant-Based Bloggerin, die schon seit Ewigkeiten fettarm und vegan lebt, aber der es z.B. auch nie gelungen ist damit ihr Traumgewicht zu erreichen, was sie zum Vorwand genommen hat sich selbst Vorwürfe zur Entstehung des Brustkrebs zu machen. Hier also ein weiteres Beispiel, dass man nicht automatisch durch fettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung sein Idealgewicht kriegt, wie es ach so viele YouTube-Vollidioten-Gurus in den USA und gerade auch wieder in Deutschland erzählen!

Susan war so klug regelmäßig zur Mammographie zu gehen, daher wurde ihr Brustkrebs im Stadium 1 entdeckt. Man hat den Tumor operativ entfernt und die Operation verlief reibungslos. Sie hat zur Diagnosestellung sicherheitshalber die Meinung zweier unterschiedlicher Ärzte eingeholt. Auch das sehr clever. Nach der OP stellte sich dann aber heraus, dass der Tumor extrem bösartig war und das Risiko sehr groß, dass der Krebs zurückkommen würde. Beide Ärzte empfahlen ihr zusätzlich eine Chemotherapie zu machen, da dies wesentlich einfacher sei, als den ggf. zurückkommenden Krebs später zu behandeln. Susan hatte selbstredend Angst, recherchierte die Chemo wie bekloppt obwohl die Ärzte ihr erklärten sie sei sehr gut verträglich und habe kaum Nebenwirkungen.

Sie entschied sich für die Chemo, 4 Runden mit jeweils einer Woche Pause dazwischen und die schlimmste Nebenwirkung die sie hatte, war hin und wieder ein schlechter Geschmack in ihrem Mund, der es ihr schwer machte Rezepte zu kreiern. Zudem bekam sie Bestrahlung.

Ich finde Susan Voisin ist ein schönes Beispiel dafür, dass eben nicht alles schwarz-weiß ist. Weder kann einen eine gute Ernährung vor jeder Krankheit bewahren noch ist eine Chemotherapie das absolute Teufelszeug.

Und deshalb mag ich persönlich über Krebs auch gar nichts sagen, es ist nämlich viel zu kompliziert...

Menü des Tages am 10. Oktober 2015

Brokkoli mit Tomate und Paprika



Haferflocken, Banane, Lucuma, Zimt, Sunwarrior, Traubenkernmehl, Trauben


Brokkoli, Kicherebsen, 1 Banane


2 Bananen, 1 Birne

Süßkartoffel-Linsen-Chili


½ Banane

Die Challenge läuft. Allerdings habe ich seit Anfang der Woche Schwangerschaftssymptome und frage mich ob ich mir das einbilde oder ob das real ist.

Ich war noch nie schwanger, daher habe ich keinen Vergleich. Es ging Montag los mit extremer Geruchsempfindlichkeit, was ich sonst in meinem Leben bisher nur dann erlebt habe, wenn ich einen ersten Tag einer sehr schlimmen Periode hatte. Dann ging es weiter, dass alle Gerüche, die ich wahrgenommen haben mir auf den Magen schlugen. Etwas ab Mittwoch war das der Fall. Zum Ende der Woche hin hatte ich immer mehr das Gefühl, dass mein Ösophagus-Sphinkter nicht mehr richtig schließt und gestern Abend hatte ich regelrechtes Sodbrennen, was ich sonst nur haben, wenn ich Fett- und Weißmehl in Kombination esse. Schlecht ist mir sowieso nie. Und ich spüre seit Tagen schon, eigentlich schon seit dem Eisprung, meinen Unterleib. Ich hab gestern einen Schwangerschaftstest gemacht, der 25 IE HCG misst und der war negativ. Dann hab ich noch einen gemacht der 10 IE misst und auch negativ war. Beides war mein Fehler, weil die HCG Menge morgens am größten ist, die der Schwangerschaftstest misst. Also heute früh nochmal und auch der war negativ. Allerdings war ich mitten in der Nacht, und damit quasi 3 Stunden vor dem Morgenurin auf dem Klo, was ziemlich wahrscheinlich das Ergebnis verfälschen kann.

Nun steht auf den Tests drauf, dass man die verwenden kann ab 4 Tage vor Eintritt der Periode. Meine ist für Montag berechnet, aber ich habe einen Zyklus von 26-27 Tagen. Also kürzer als standart. Das Internet sagt, handelsübliche Schwangerschaftstests funktionieren ab 1 Woche plus 6-9 Tage nach dem Eisprung. Das wäre dann quasi erst ab frühestens Dienstag.

Ich hab natürlich rum gegoogelt und alles ist plausibel, passt medizinisch zusammen, HCG sorgt für Übelkeit und wahrscheinlich auch Geruchsempfindlichkeit, das ansteigende Progesteron entspannt jegliche glatte Muskulatur im Körper und damit nicht nur die Gebärmutter, sondern auch den Ösophagus-Sphinkter, also den Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen. Deshalb könnte ich das Gefühl haben, dass alles aus meinem Magen irgendwie wieder raus will. Außerdem hatte ich gestern Blähungen, was auch mit Progesteron zusammen hängen kann, weil es auch die glatte Muskulatur im Darm und damit die Peristaltik verlangsamt.

Mein Körper und mein Verstand sagen schwanger, der Test sagt negativ. - Nun habe ich mit Test keine gute Erfahrung, weder im Biochemie- noch im Physiologie- noch im Klinische Chemie-Praktikum. Tests gehen dauernd schief. Und andereseits frage ich mich: Bilde ich mir das ein?

Nun, die Natur macht eh was sie will und ich kann eh nichts daran ändern, wie der Zustand jetzt ist. Wird sich schon irgendwann zeigen...

Alles Liebe,

Silke

Dienstag, 6. Oktober 2015

Den Challenge-Start immer wieder hinaus schieben....Video-UPDATE



Ja, hier ist ein weiteres Challenge-Update-Video von mir, in welchem ich mich mit der Frage beschäftige, warum gerade so viele Leute sich dazu bekennen, dass sie den Challengestart immer vor sich her schieben. Und auch damit, warum so viele Leute erst sagen, dass sie mitmachen wollen und ich dann nichts mehr von Ihnen höre. Komisches Phänomen...

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Alles Liebe,

 Silke

Montag, 5. Oktober 2015

Tacheles über die Gerson-Therapie



Max Gerson war ein Deutscher Arzt welcher von 1889 bis 1959 lebte. Weil er Jude war wanderte er 1933 in die USA aus. Max Gerson ist der Begründer der Gerson-Therapie gegen Krebs, für deren Wirken es wissenschaftlich absolut keinen Beweis gibt, welche aber in alternativen Gesundheitskreisen immer wieder propagiert wird. Es kommt mir vor als würde der Laie einfach nicht verstehen, wie Medizin nach 1950 funktioniert und deshalb immer wieder zu lange, lange verstorbenen Ärzten greifen, wie auch Max Gerson. - Bircher-Benner, Kolath etc. sind weitere Namen. Menschen, die ungefähr zur Zeit des dritten Reichs lebten.

Gersons selber hatte Migräne und hat versucht diese mit Ernährung zu verbessern. Das funktionierte bei ihm ganz gut. Irgendwann schilderte ihm eine Patientin diese Ernährung habe auch bei ihrer Haut-Tuberkulose geholfen. Dann wurde er gebeten, diese Ernährung auch bei Magen-Krebs anzuwenden und sie hat wohl ganz gut geholfen.

Nun hat Gerson nie auch nur eine einzige Studie gemacht, sondern einfach nur Behandlungserfahrungen aufgeschrieben und Patientenaussagen vermerkt. Dabei wird ihm vorgeworfen, dass er nur seine Erfolge, nicht aber seine Fehlgriffe geschildert hat.

Gersons Diät macht wissenschaftlich von vorne bis hinten keinen Sinn, wenn sie auch selbstverständlich eine Verbesserung gegenüber der Otto-Normalverbraucher-Ernährung ist.

Sie ist vegetarisch, fettfrei und salzfrei. Avocados und Beeren sind verboten, genauso wie Gurken, Nüsse, Ananas, Pilze, Pfeffer und Sojabohnen. Kaffee ist verboten, aber Kaffee-Einläufe sind explizit erwünscht, Zudem verbietet Gerson fluorhaltige Zahncreme, Haare färben, Dauerwellen, Mixen, Saftpressen und Dampfdrucktöpfe.

Wer sich schon immer mal gefragt hat wo so manche Rohköstler ihren Kram her haben: Vieles haben sie von Gerson. - Der noch nicht mal Rohkost empfahl. Allerdings lassen sie sich das Haarefärben offensichtlich nicht von ihm ausreden...

Gersons Tochter hat heute noch eine Klinik und zwar in Mexico, wo diese Therapie praktiziert wird. Der Gerson Klinik wurden häufig teure Behandlungen und rein kommerzielles Vorgehen unterstellt.

Im Jahr 1947 hat die New York County Medical Society versucht so was ähnliches wie eine Studie durch zu führen und dabei die Akten von 86 von Gersons Patienten überprüft und 10 Patienten körperlich untersucht. Sie kamen zu dem Schluss, dass es keinerlei Wirksamkeit für Gersons Behandlug gäbe. Leider ist die einzige Quelle hierzu Wikipedia.

Weiterhin bei Wikipedia sind 4 weitere Studien verlinkt, die sich mit alternativen Krebstherapien und darunter auch der Gerson-Therapie auseinandersetzen. Auch hier konnte keinerlei Wirkung nachgewiesen werden.

Und die Gerson Clinic befindet sich natürlich auch in Mexico, weil es in den USA nicht legal ist auf diese Art und Weise Medizin zu praktizieren.

Ich kam nur darauf mal was über Gerson zu schreiben, weil ich immer mal wieder darauf angesprochen werden und auch weil kürzlich jemand in der Kölner Rohkostgruppe bei Facebook zu Gerson verlinkt hat!

Seine Ernährung ist sicher nicht die schlechteste, auch wenn sich mir absolut entzieht warum irgendwer Beeren vom Speiseplan streichen sollte, egal bei welcher Krankheit!!! - Beeren sind für alle Krankheiten großartig!

Und gefährlich finde ich natürlich wenn jemand auf die Idee kommt seinen Krebs ganz alleine zuhause, ohne einen Arzt mit der Gerson-Therapie zu behandeln. Dazu sollte absolut nicht aufgerufen werden und dazu dient dieser Artikel! - Man kann seinen Onkologen fragen, ob er was dagegen einzuwenden hat....ich glaube das nicht...vielleicht der Salzverzicht, aber sonst sehe ich keine Schwierigkeiten. - Und ernsthaft...Beerenkarenz??? - Diese Ausnahme sollte man doch besser machen...;-)

Menü des Tages am 4. Oktober

Brokkoli und Tomate


Vollkornreis, Sunwarrior, Banane, Feige, 1 TL Chia, Paranuss, Zimt, Traubenkernmehl


12:00 Uhr 1 Papaya


12:30 Uhr: Wok-Mix, Kichererbsen, Reis, Rest von Paprikafüllung, Gewürz, Salz, Zwiebel


½ Apfel


18 Uhr: Wok-Mix mit Zwiebeln, Spitzkohl,, Kichererbsen, weißen Bohnen, Reis, Crema di Balsamico, Salz, Garam masala


½ Apfel

Tag 1 einer weiteren Challenge. Ich bin dabei meine Aufzeichnungen für die Challenge-Via-E-Mail zu überarbeiten und wollte mich dafür nochmal so wie in der Challenge fühlen. Und natürlich muss ich mich selbst wieder am eigenen Schopf aus der Lustfalle ziehen. Das ist das praktische an der Challenge: Man kann immer wieder zu ihr zurück kehren und sich von ihr retten lassen. :-) Und am besten funktioniert das, wenn man es zuvor in der Facebookgruppe ankündigt, fragt ob jemand mit macht und dann sich verpflichtet täglich dort sein Essen und seine Verfassung zu posten.

Leider jedoch, das beobachte ich jetzt zum wiederholten Mal, bekennen viele Leute, dass sie mitmachen wollen, aber dann kommt wieder nichts von ihnen. Das verstehe ich irgendwie nicht. Es macht ja keinen Sinn, wenn alle sagen, ich challenge alleine zuhause und teilen nichts mit und kommuniziere auch nicht mit den anderen. Oder sehe ich das irgendwie falsch?! - Na gut, der Grund warum ich poste ist natürlich auch für mich selbst, weil es mich selbst bei der Stange hält. Und gleichzeitig wundern sich dann die "nicht-Poster" warum sie nicht bei der Stange bleiben können...Tja, mehr als Empfehlungen aussprechen kann ich auch nicht...

Ich war gestern voll müde, motivationslos und habe viel geschlafen. Wie immer, wenn es ans challengen geht. Irgendwann wenn man ausgeschlafen ist kommt die Motivation dann wieder und dann ist alles im Leben besser als es zuvor war!:-)

Alles Liebe,

Silke

Samstag, 3. Oktober 2015

Calcium und Vitamin D - Keine Therapie für Osteoporose



Können Calcium und Vitamin D bei Osteoporose zum Aufbau von Knochen und zur Prävention von Frakturen beitragen? - Eine Meta-Analyse im British Medical Journal sagt nein. Das ist fatal, denn dann bleibt uns nur die Prävention.

 Diese Studie stelle ich heute vor:



Alles Liebe,

 Silke

Dr. Michael Klapper über Verdauung, Kauen und Sucht nach Fleisch


Dr. Michael Klapper hat für mich bisher keine große Bewandnis gehabt. Wahrscheinlich, weil er kein Buch geschrieben hat, aber es gibt diverse Vorträge auf YouTube von ihm. Er ist Allgemein- und Notfall-Mediziner und ist derzeit am True North in Santa Rosa in Kalifornien beschäftigt, dort wo ich, wenn alles gut geht, meine nächste Famulatur machen werden. Spätestens dann, werde ich gezwungenermaßen keinen Umweg mehr um ihn machen können.

Das True North war es auch, welches diesen Vortrag von ihm auf Facebook gepostet hat:



Der ist aus mehreren Blickwinkeln sehr interessant und besonders der Anfang als auch das Ende haben mich beeindruckt.

Eigentlich heißt dieses Vortrag "Digestion made easy" und tatsächlich ist der Anfang auch eine kleine, fein strukturierte Zusammenfassung der Verdauungsanatomie. Richtig interessant finde ich, wird es aber während er über Mund, Zähne und Pflanzenzellen spricht.

Unsere Zähne bezeichnet er als 32 der weltbesten Entsafter. Sie sind dazu da Pflanzenzellen zu zerstören und nicht dazu Fleisch zu reißen. Dazu haben sie die falsche Form. Pflanzenzellen haben auch eine wesentlich festere Zellmenbran als tierische Zellen, so dass pflanzliche Nahrung besser gekaut werden muss. Das erleichtert die Verdauung. Also, "Gut gekaut ist halb verdaut" - sehr wahr. Und natürlich kann man mit gutem Kauen dann eben auch Blähungen vermeiden, denn im Dünndarm werden diese Pflanzenzellen dann zum Problem, weil sie aus Cellulose bestehen und vom Körper nicht zerlegt werden können. Das müssen dann die Darmbakterien machen und die produzieren dabei Gase. = Blähungen.

Dann redet Klapper noch darüber was man tun kann, wenn man unter Reflux in der Speiseröhre leidet und dass man auf keinen Fall dauerhaft Protonenpumpenblocker nehmen soll. Und was man sonst noch an nicht-medikamentösen Maßnahmen ergreifen kann. Das war für mich weniger interessant, denn ich habe nie Reflux.

Und nach dem Magen kommt er nicht mehr wirklich dazu noch über die restlichen Verdauungsorgan einzugehen, weil die Zeit für den Vortrag nicht reicht, weshalb er empfiehlt sich genau diesen Vortrag, den er auch auf DVD verkauft, zu besorgen, wenn man sich näher dafür interessiert.

Und dann wird es wieder sehr spannend wenn es auf den Schluss zu geht. Klapper spricht darüber warum Menschen morgens, mittags und abends Fleisch essen und das das nicht gesund sei. Nicht mal Berglöwen würden morgens, mittags und abends Fleisch essen.;-) - Er geht darauf ein, dass so manch ein Mensch, wenn er auf Fleisch verzichtet, feststellt, dass er sich nicht mehr so gut fühlt. Wenn er dann aber wieder auf Fleisch zurück greift, würde seine Stimmung wieder ansteigen. - Das, so Klapper, sei ein typisches Merkmal von Sucht. In dem Moment wo ein Raucher Zigaretten bleiben lässt, fühlt er sich gereizt, unwohl, unruhig und einfach mies. Sobald er sich eine Kippe ansteckt, gehen all diese schlechten Gefühle vorbei und man fühlt sich besser, obwohl man sich was schlechtes zuführt. Genau so sei das auch mit Fleisch. Oder um die Worte meiner Mutter zu verwenden: "Ohne Fleisch könnte ich nicht leben".

Ich hab hier schon viel über Esssucht geschrieben, aber selten dabei Fleisch als eine Substanz für Esssucht betrachtet. Vielleicht ist es auch gar nicht das Fleisch sondern die Drogennahrung, die u.a. aus Fleisch gemacht wird und der Süchtige verwechselt das. Andererseits finde ich auch die Vorstellung recht erschreckend für immer ohne Bananen oder Erdnussbutter zu leben! - Und die ruinieren nicht die Gesundheit, den Planeten und machen Tierleid.

Nun ja, Dr. Klapper weist darauf hin, dass man sowas Mal verzehren kann, also Fleisch, weil alles andere medizinisch natürlich nicht gerechtfertigt werden kann, aber man sollte es nun mal nicht jeden Tag essen. Aber da waren wir ja auch schon mehrfach.. Man kann sich entscheiden Veganer zu sein oder eben jemand der weitestgehend pflanzlich aber Mal vegetarisch oder omnivor isst. Man braucht nicht dauerhaft auf was verzichten. Man braucht sich nicht in eine Schublade zu stopfen, die "vegan" oder "vegetarisch" heißt. - Es gibt ja Blutwerte. Sind die ok, ist ok was du isst, sind die mies, musst du was verändern. Wer Blutwerte messen lässt, hat die Chance sich bereits vor Entstehung der Krankheit zu wehren! - Das ist ne tolle Sache!

Menü des Tages am 2. Oktober 2015

Brokkoli und Cherrytomaten
Haferflocken mit Sunwarrior, Chia, Paranuss, Banane, Zimt, Erdnussbutter, Weintrauben, Kakaonibs


Salat mit Reis und Kichererbsen und Dressing aus Cashewmus, Crema die Balsamico und Zitronensaft (Foto vergessen - Asche auf mein Haupt!)

veganer gedeckter Apfelkuchen von Backboard


4 Datteln
1 Cookie Dough Trüffel



1 gefüllte Paprika
Roggenwrap mit Salat, vegane Mayo, Dijonsenf, Avocado, Gewürzen


1 Banane mit Erdnussbutter


4 Cookie Dough Trüffel

Ich hab Geburtstag und dafür die Cookie Dough Trüffel gemacht, Sie bestehen weitestgehend aus Kichererbsen, Erdnussbutter, Sunwarrior, Kokosmehl und Kokoszucker und enthalten Schokotropfen. So richtig überzeugen sie mich leider nicht, obwohl sie Schokolade enthalten und schon nach Cookie Dough schmecken. Sie sind für deine Leckerei aber unglaublich eiweißhaltig.

Heute backe ich mir noch einen Mini- Bananenkuchen und allein gestern war mein Fettverzehr schon höher. Ich muss zusehen, dass ich alles nicht-challengetauglich noch heute verzehre! War gar nicht so leicht die richtige Menge beim Einkau abzupassen. Es gibt Roggen-Tortillas, wie gestern Abend schon, die neu im Sortiment bei Rewe sind und die ich erstmals probiert habe, weil Roggen ein so viel günstigeres Getreide für den Blutzucker ist als Weizen. Lecker waren sie auch.

Und dennoch frage ich mich, warum wir mit Feiern immer assoziieren, ich auch, dass man was konsumieren muss, was auf das Belohnungssystem wirkt, Als würde die Gesellschaft anderer Menschen nicht ausreichen, was ja auch schon auf das Belohnungssystem wirkt. Komische Gesellschaft, die wir da aufgebaut haben...

Alles Liebe,

Silke