Donnerstag, 22. Oktober 2015

Vegetarier haben mehr Darmkrebs als Fleischesser



Ich hatte am Dienstag die erste Vorlesung Naturheilkunde.

Ein Teil der Naturheilkunde ist die Ernährung und somit ging es natürlich auch Übergewicht und falsche Ernährung. In dem Zusammenhang wurde erwähnt, dass es überall viele versteckte Kalorien und auch Zucker gibt und natürlich, dass fettreiche Kost nachteilig sei, weil eine fettreiche Kost das Darmkrebsrisiko erhöhe, so hieße es und man würde deshalb dazu neigen vom Verzehr von Fleisch und Wurst ab zu raten.

Ich dachte in dem Moment "Aha, Fettverzehr korreliert also auch mit Darmkrebs" nur um nächsten Atemzug eines besseren belehrt zu werden.  Die Verzehrempfehlung sei, so der Dozent, und jetzt haltet euch fest: 30 g Fleischware am Tag! - Hab ich so auch nicht gehört, aber das gefiel mir. Das ist echt wenig.:-) Man kenne die Substanzen aus dem Fleisch, die Krebs erregen können, das seien schlechte Fette, Eisen und heterozyklische Amine, allerding die Studienlage sei zu heterogen, bedeutet, nicht alle Studien haben belegen können, dass diese Faktoren Darmkrebs erzeugen.

Und jetzt kommen wir zur EPIC Studie. Ich habe diese Studie in einem meiner neueren Videos erwähnt, weil sie in eine riesigen Kohorte zeigen konnte, dass Veganer keinen DHA-Mangel haben. Die EPIC Studie war, wie ich auch in dem Video bereits sagte, eigentlich dazu da raus zu finden, wie Krebs in welchen Teilen Europas mit der Lebensweise zusammen hängt und im Falle von Darmkrebs, hat die EPIC Studie raus gefunden. dass Vegetarier häufiger an Darmkrebs erkranken als Fleischesser. 

Der Dozent sagte, die Geschichte der Darmkrebsentstehung müsse wohl komplett neu geschrieben werden. Gerade Darmkrebs, bei dem man sich ziemlich sicher war, dass Ballaststoffmangel und Substanzen aus Fleisch schuld daran sind, dass er entsteht.

Nun sind das natürlich normale Puddingvegetarier, die so in Europa rum laufen und Teil der Studie waren und nicht notwendigerweise solche die vollwertig und pflanzlich essen, sondern Leute die auch Joghurt, Milch und Käse verzehren. Vielleicht sogar mehr als die Fleischesser. Vielleicht ist das Kasein ein Faktor. Vielleicht auch nicht.

Aber was die EPIC-Studie auch raus gefunden hat ist, dass alles in allem Vegetarier weniger Krebs haben als Fleischesser. Nur beim Darmkrebs übertreffen sie die Fleischesser.

Ist schon verrückt oder? Dass sich da überhaupt noch jemand traut irgendwas über Ernährung und Krebs zu sagen und dann auch immer noch mit solchen Schubladen kommt wie "Vegetarier" "Allesesser" oder "Veganer" - Das sagt über die Qualität der Ernährung per se ja mal gar nichts aus.

Natürlich gab's auch noch quasi allgemeine Ernährungshinweise. Obst, Gemüse und Getreide soll man essen. Bei denen gibt es keine heterogene Studienlage. Bei allem anderen ist die Lage undurchsichtig: Fleisch, Milch, Kaffee, Alkohol etc.

Ich nehme an, die Hülsenfrüchte hat der Dozent einfach vergessen zu erwähnen. Barnard spricht immer von der "humble bean" wenn er von Hülsenfrüchten spricht, also der "bescheidenen" Bohne. Sie wird immer Stiefmütterlich behandelt. In Anbetracht dessen dass der Dozent aber selber Studien darüber gemacht hat, dass Selen sowie Linsenextrakt die Nebenwirkungen bei Chemotherapie senken, gehe ich nicht davon aus, dass irgendwas dagegen spricht auch ein paar Nüsse uns Hülsenfrüchte zu essen.

Menü des Tages am 21. Oktober 2015

5:40 Uhr: Brokkoli und Tomaten


Glutenfreie Haferflocken pmit Leinsamen, Paranuss, Banane, Lucumapulver, Sunwarrior, ½ Apfel, Zimt


13:00 Uhr: 3 Möhren
Butternusskürbissuppe mit Spinat


1,5 Glutenfreie Brötchen
1 Banane

18 Uhr: Glutenfreie Nudelpfanne mit Pilzen, Spinat, Sellerie, Salz, Ingwer, Mais, weiße Bohnen und viele Hefeflocken



Mein Hunger wird von Tag zu Tag weniger, wie es scheint und Essen immer unwichtiger. Das hängt, so denke ich, vor allem damit zusammen, dass ich mal wieder überhaupt gar nichts berechne, was ich vor der jetzigen Challenge gemacht habe, nämlich tendenziell nur 2000 kcal zu essen obgleich ich während vorheriger Challenges mehr gegessen habe. Ich esse intuitiv ca. 2400 kcal somit dachte ich habe ich ein gutes kleines Defizit, was sich durchhalten lässt. Das lässt sich aber nicht durchhalten und abgenommen habe ich damit auch gar nicht. Das war nach 8 Wochen dann so nervig und frustriered, dass ich es jetzt gelassen habe und der These nachgehe, ob und was passieren kann oder müsste, wenn man 10 Wochen lang eine Nach-Challenge-Umgewöhnungsphase oder sowas macht und Ballance einkehren lässt, außerhalb der Lustfalle. Mir ist noch nicht zu 100% klar, was das alles erfordert. Wird sich ergeben...

Alles Liebe,

Silke

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