Sonntag, 11. Oktober 2015

T. Colin Campbell über Brustkrebs und Ernährung



Ich hab letzte Woche ein Video gedreht darüber, warum es mir so schwer fällt mich zum Thema Krebs und Ernährung zu äußern.

Gott sei Dank, tun sich andere Leute nicht so schwer damit, und daher möchte ich heute mal den Inhalt eines Artikel aus der Feder von T.Colin Campell, Autor der China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise, Biochemiker und Vater des Mediziner Thomas Campbell M.D. wieder geben. Und ich möchte auch darauf hinweisen, dass es hierbei um Prävention von Brustkrebs geht und nicht darum Brustkrebs NUR mit Ernährung zu heilen.

T. Colin Campbell geht hier auf die kontroverse Rolle ein, die Fett bei der Entstehung von Brustkrebs spielt. So gäbe es einerseits sowohl Studien im Labor als auch epidemiologische Studien, also solche an Bevölkerungsgruppen, welche einen Zusammenhang zwischen Fett und dem Risiko an Brustkrebs zu erkranken finden, Andererseits gäbe es aber auch viele renommierte Studien, welche kaum einen oder sogar keinen Zusammenhang zwischen Fettverzehr und Brustkrebs finden können.

Dann geht Campbell auf seinen eigene China Study ein und erklärt, das Brustkrebs in China seltener sei, aber dennoch vor käme, er erklärt, dass die Chinesen ca. 6-24% ihrer Kalorien aus Fett beziehen, wohingegen die Amerikaner 25-45% ihrer Kalorien aus Fett beziehen. In China sei das Eintreten der ersten Periode bei Mädchen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren und in Amerika zwischen 10 und 14 Jahren, der Östrogenspiegel der Chinesinnen sei wesentlich niedriger als der der Amerikanerinnen und je weniger Fett die Probanden zu sich nähmen, desto größer würde der Anteil an Pflanzen in ihrer Ernährung. Das war wohlgemerkt in den 80er Jahren, als die China Study durchgeführt wurde. Seither hat sich auch die Ernährung der Chinesen mehr in Richtung westliche Welt gewandelt.

Ein höherer Verzehr von Fett in der Ernährung führt, so Campbell, sowohl zu einem höheren Östrogenspiegel als auch zu einem früheren Einsetzen der Regel, weil aus Fett Cholesterin und daraus wiederum Steroidhormone synthetisiert werden. Östrogen wiederum ist ein Wachstumsfaktor für Zellen und leider auch für Krebszellen.

Ballaststoffreiche und damit pflanzliche Ernährung kann hingegen das Gegenteil bewirken. Sie kann den Cholesterin und damit auch den Östrogenspiegel senken. Campbell erklärt sich so, dass manche Studien, wenn sie alleine den Fettverzehr betrachten, wenig oder keine Zusammenhänge zu Brustkrebs finden. Möglicherweise ist hier der fehlende, nicht beachtete Faktor der, dass der Anteil an Ballaststoffen in der Ernährung keine Berücksichtigung fand. Rohköstler z.B. essen viel Fett und auch viele Ballaststoffe!

Campbells Empfehlung ist daher dergestalt um Brustkrebs möglichst zu vermeiden nicht nur Fettverzehr zu reduzieren, sondern auch den Verzehr an Ballaststoffen zu steigern. Ein Umstieg auf Magerquark, fettarme Milch und mageres Fleisch ist sicherlich keine Lösung. Und weiterhin Weißmehl und Zucker in rauen Mengen zu konsumieren auch nicht.

Und dennoch gibt es halt immer ein Restrisiko. In China und auch in der westlichen Welt.

Ich möchte euch daher auch die Geschichte von Susan Voisin erzählen, LowFat Plant-Based Bloggerin, die schon seit Ewigkeiten fettarm und vegan lebt, aber der es z.B. auch nie gelungen ist damit ihr Traumgewicht zu erreichen, was sie zum Vorwand genommen hat sich selbst Vorwürfe zur Entstehung des Brustkrebs zu machen. Hier also ein weiteres Beispiel, dass man nicht automatisch durch fettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung sein Idealgewicht kriegt, wie es ach so viele YouTube-Vollidioten-Gurus in den USA und gerade auch wieder in Deutschland erzählen!

Susan war so klug regelmäßig zur Mammographie zu gehen, daher wurde ihr Brustkrebs im Stadium 1 entdeckt. Man hat den Tumor operativ entfernt und die Operation verlief reibungslos. Sie hat zur Diagnosestellung sicherheitshalber die Meinung zweier unterschiedlicher Ärzte eingeholt. Auch das sehr clever. Nach der OP stellte sich dann aber heraus, dass der Tumor extrem bösartig war und das Risiko sehr groß, dass der Krebs zurückkommen würde. Beide Ärzte empfahlen ihr zusätzlich eine Chemotherapie zu machen, da dies wesentlich einfacher sei, als den ggf. zurückkommenden Krebs später zu behandeln. Susan hatte selbstredend Angst, recherchierte die Chemo wie bekloppt obwohl die Ärzte ihr erklärten sie sei sehr gut verträglich und habe kaum Nebenwirkungen.

Sie entschied sich für die Chemo, 4 Runden mit jeweils einer Woche Pause dazwischen und die schlimmste Nebenwirkung die sie hatte, war hin und wieder ein schlechter Geschmack in ihrem Mund, der es ihr schwer machte Rezepte zu kreiern. Zudem bekam sie Bestrahlung.

Ich finde Susan Voisin ist ein schönes Beispiel dafür, dass eben nicht alles schwarz-weiß ist. Weder kann einen eine gute Ernährung vor jeder Krankheit bewahren noch ist eine Chemotherapie das absolute Teufelszeug.

Und deshalb mag ich persönlich über Krebs auch gar nichts sagen, es ist nämlich viel zu kompliziert...

Menü des Tages am 10. Oktober 2015

Brokkoli mit Tomate und Paprika



Haferflocken, Banane, Lucuma, Zimt, Sunwarrior, Traubenkernmehl, Trauben


Brokkoli, Kicherebsen, 1 Banane


2 Bananen, 1 Birne

Süßkartoffel-Linsen-Chili


½ Banane

Die Challenge läuft. Allerdings habe ich seit Anfang der Woche Schwangerschaftssymptome und frage mich ob ich mir das einbilde oder ob das real ist.

Ich war noch nie schwanger, daher habe ich keinen Vergleich. Es ging Montag los mit extremer Geruchsempfindlichkeit, was ich sonst in meinem Leben bisher nur dann erlebt habe, wenn ich einen ersten Tag einer sehr schlimmen Periode hatte. Dann ging es weiter, dass alle Gerüche, die ich wahrgenommen haben mir auf den Magen schlugen. Etwas ab Mittwoch war das der Fall. Zum Ende der Woche hin hatte ich immer mehr das Gefühl, dass mein Ösophagus-Sphinkter nicht mehr richtig schließt und gestern Abend hatte ich regelrechtes Sodbrennen, was ich sonst nur haben, wenn ich Fett- und Weißmehl in Kombination esse. Schlecht ist mir sowieso nie. Und ich spüre seit Tagen schon, eigentlich schon seit dem Eisprung, meinen Unterleib. Ich hab gestern einen Schwangerschaftstest gemacht, der 25 IE HCG misst und der war negativ. Dann hab ich noch einen gemacht der 10 IE misst und auch negativ war. Beides war mein Fehler, weil die HCG Menge morgens am größten ist, die der Schwangerschaftstest misst. Also heute früh nochmal und auch der war negativ. Allerdings war ich mitten in der Nacht, und damit quasi 3 Stunden vor dem Morgenurin auf dem Klo, was ziemlich wahrscheinlich das Ergebnis verfälschen kann.

Nun steht auf den Tests drauf, dass man die verwenden kann ab 4 Tage vor Eintritt der Periode. Meine ist für Montag berechnet, aber ich habe einen Zyklus von 26-27 Tagen. Also kürzer als standart. Das Internet sagt, handelsübliche Schwangerschaftstests funktionieren ab 1 Woche plus 6-9 Tage nach dem Eisprung. Das wäre dann quasi erst ab frühestens Dienstag.

Ich hab natürlich rum gegoogelt und alles ist plausibel, passt medizinisch zusammen, HCG sorgt für Übelkeit und wahrscheinlich auch Geruchsempfindlichkeit, das ansteigende Progesteron entspannt jegliche glatte Muskulatur im Körper und damit nicht nur die Gebärmutter, sondern auch den Ösophagus-Sphinkter, also den Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen. Deshalb könnte ich das Gefühl haben, dass alles aus meinem Magen irgendwie wieder raus will. Außerdem hatte ich gestern Blähungen, was auch mit Progesteron zusammen hängen kann, weil es auch die glatte Muskulatur im Darm und damit die Peristaltik verlangsamt.

Mein Körper und mein Verstand sagen schwanger, der Test sagt negativ. - Nun habe ich mit Test keine gute Erfahrung, weder im Biochemie- noch im Physiologie- noch im Klinische Chemie-Praktikum. Tests gehen dauernd schief. Und andereseits frage ich mich: Bilde ich mir das ein?

Nun, die Natur macht eh was sie will und ich kann eh nichts daran ändern, wie der Zustand jetzt ist. Wird sich schon irgendwann zeigen...

Alles Liebe,

Silke

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