Mittwoch, 9. April 2014

Dialyse



Zwei Tage Uni und ich habe tatsächlich schon was gelernt, was ich nicht missen möchte. Nämlich in Physiologie. Da ging es um Membranen und um Filterfunktionen im Körper und der Dozent erörterte wie schwer es den Wissenschaftlern fiel raus zu finden, wie die menschlicher Niere es schafft den Harn derart zu konzentrieren, dass er schlussendlich als Urin abgeht, aber alle Substanzen, die der Körper noch wieder verwerten könnte, wie Glucose oder Aminosäuren oder diverse Spurenelemente, zurück bleiben.

Man hat sehr viel im Labor experimentiert und versucht eine ähnliche Filter- und Konzentrationsfähigkeit künstlicher her zu stellen. Das Resultat war dann irgendwann die Dialyse.

Und dann sagte der Dozent: “Menschen, die an die Dialyse kommen fühlen sich danach zwar besser, aber sie fühlen sich immer noch nicht richtig gut. Das hängt einfach damit zusammen, dass in der Dialyse auch sehr viele Moleküle raus gefiltert werden, die der Mensch eigentlich noch gebrauchen könnte”

Ich weiß gar nicht, warum ich mich so darüber wundere, aber aus irgendeinem wahnsinnigen Grund habe ich bisher tatsächlich angenommen, dass eine Dialyse genau so gut funktionieren könnte, wie eine Niere!!! Das kann natürlich gar nicht sein. Kein einziges im Labor hergestelltes Organ funktioniert genau so gut wie ein echtes! Es geht absolut gar nichts über die echten eigenen Organe, deshalb sollte man gut auf sie aufpassen.:-)

Ja, und damit bin ich bei den kostbaren Nieren, die durch zwei Sachen besonders geschädigt werden. Zum einen durch sowohl Typ-I- als auch Typ-II-Diabetes, aber Typ II ist natürlich an gegessen und viel häufiger. Diabetes ist die häufigste Stoffwechselkrankheit weltweit und frisst 20% aller Krankenkassenausgaben in Deutschland. Typ-II- Diabetes ist aber auch durch richtige Ernährung und Sport binne 3 Wochen zu heilen. Wer seine Ernährung nicht umstellt und keinen Sport treibt kriegt früher oder später Neuropathie, Nephropathie und Retinopathie, heißt, seine Nerven versagen, die Nieren versagen und die Netzhaut im Auge versagt. Das führt dann zu Erblindung, Dialyse und Amputation von Gliedmaßen. Ok, das ist jetzt “Worst Case Scenario” aber es passiert tatsächlich vielen Leuten, denn jedes Diabetesmedikament ist natürlich nicht so gut, wie die körpereigene Regelung des Blutzuckerspiegels. Ach, und für die, die es interessiert wie es zu diesen Spätfolgen von Diabetes kommt: Der viele Blutzucker geht Verbindungen mit den körpereigenen Proteinen ein und schädigt sie. Ach, und wie konnte ich das vergessen: Der Blutzucker reagiert auch mit den Innenwänden der Blutgefäße, dem Endothel, und da bilden sich dann Plaques die natürlich auch noch zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.

Also, mal weg vom Worst Case und hin zu einem ganz normalen Diabetiker, der noch keine Dialyse braucht, aber dessen Nieren durchaus schon Kontakt zu zu hohem Blutzucker hatten. Diese werden nicht nur durch mehr Zucker weiter geschädigt, sondern auch durch tierisches Eiweiß, was die “Nurses Health Study” (spätestens) ans Tageslicht gebracht hat. Und deshalb bin ich der Auffassung, dass alle Diabetiker überhaupt gar kein tierisches Eiweiß verzehren sollten. Das sind 10% der Bevölkerung, die mit Ausnahme von Butter und Sahne überhaupt keine tierischen Produkte essen sollten und auch Butter und Sahne sollte sie meiden, wegen des Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risikos, aber sie sollten selbstredend auch auf Zucker und Weißmehl verzichten und statt dessen Stevia und Vollkornmehl verzehren.

Ach, und vielleicht auch nochmal ergänzend:

Auch das weltweit beliebteste Diabetesmedikament, Metformin, zählt in  seiner Liste von Nebenwirkungen “Nierenschädigung” mit auf. Also, es geht nichts über die Natur selbst, die die Homöostase weitaus besser geregelt kriegt als jeder Halbgott in Weiß. Dank der wunderbaren Selbstheildúngskräfte des Körpers ist es aber fast nie zu spät und man kann total viele Sachen auch wieder Rückgäng machen. Aber nicht mit Medikamenten. Nur mit Verhaltensänderung.

Menu des Tages am 8. April

Frischkornbrei aus Sprießkornhafer, Banane, Sunwarrior Vanille, Spekulatiousgewürz (Zimt war aus), Traubenkernmehl, Heidelbeeren


1 Bancha Tee

2 Bananen

2 Roggenvollkornbrot mit Senf, Paprika
2 Miniromana mit Avocadodressing
1,5 Scheiben Roggenvollkornbrot pur

2 Bananen
St. Mohnkuchen (Verkostung)
Scheibe Vollkornbrot

französischer Kübiseintopf



Ich hab mich noch nicht an die Bäckerei gewöhnt. Es ärgert mich immens, dass mich die Leckereien dort immer Verführen. Und was viel schlimmer ist: Ich krieg danach immer so ein Magendrücken, so einen Anflug von Sodbrennen, was mir mindestens sagen sollte, dass das Zeug ganz und gar nicht gut ist. Das kriege ich übrigens immer von Weißmehlbackware. Von Vollkorn, oder selbst gebackenem Zeug, kriege ich das nicht.  Und es gefällt mir halt auch nicht. Vielleicht stellt es sich von selber ab und ich kann das Gebäck irgendwann einfach nicht mehr sehen. Darüber hinaus arbeite ich aber sehr gerne in der Bäckerei!

Der Tag war nervig und ich glaube das lag am Schokoladen-(Drogen)-Mangel. Die ersten beiden Stunden in der Uni wäre ich fast eingeschlafen, weil der Dozent so dröge war. Und in der Pause zwischen Uni und Bioladen bin ich tatsächlich über einem Lehrbuch im Aufenthaltsraum der Biochemie eingeschlafen, weil ich mir geschworen habe dieses Semester nicht dem Kaffee zu verfallen. Und das Joggen habe ich gestern noch vor die Uni und in die Dunkelheit gelegt, was natürlich für meine Vitamin D-Produktion nicht gerade optimal ist, genau so wenig wie morgens Uni und nachmittags Bioladen...Uns fehlt immer noch Personal...

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats April 2014:

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Kommentare:

  1. Hallo Silke,
    wieder ein Hammer Beitrag. Ich frage mich ja oft: "Wenn diese Erkenntnisse doch bekannt sind und die Ausgaben der Krankenkassen jährlich höher werden - warum wird das nicht geändert? Warum wird immer noch unglaublich viel Geld in Subventionen für die Fleischindustrie gesteckt? Ist das am Ende alles so gewollt? Die Werbung für die Produkte der Fleisch- und Zuckerindustrie müsste demnach genau so verboten werden wie die Werbung für Tabakwaren und Alkohol. Darüber hinaus kann natürlich jeder einzelne Mensch täglich selbst darüber entscheiden, was er isst. Doch fällt es auf, dass diese Entscheidungen durch die Politik und Industrie für die meisten Menschen enorm erschwert werden...

    Was anderes -
    wenn ich Deine stets interessanten Erkenntnisse des Medizinstudiums so lese frage ich mich
    1.: Warum gibt es nur so wenig Ärzte, die auf diesen Missstand hinweisen und ihre Patienten nicht eindringlicher aufklären? (Ich höre immer wieder von Ärzten, die den Zusammenhang zwischen Nahrung und Erkrankung / Gesundheit sogar teilweise abstreiten.

    2.: Du bist ja noch in der ersten Hälfte des Studiums und haust hier schon solche Sachen raus - wie kommt es dann, dass so oft behauptet wird, Ärzte würden nichts (oder nur wenig) über Ernährung lernen?

    Ich freue mich jedenfalls immer, wenn Du die Leser an diesen Erkenntnissen beteiligst und kann nur hoffen, dass das möglichst viel verbreitet wird.

    schönen Tag noch -
    Klaus

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  2. Naja, keiner der Patienten, die ich jemals kennen gelernt habe, wollte irgendwas über Ernährung wissen. Die wollen Pillen. Ärzte konzentrieren sich dann darauf und vergessen was sie im Studium mal gelernt haben. Angebot und Nachfrage...

    LG Silke

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  3. http://www.bild.de/unterhaltung/tv/leute/veganer-koch-zettelt-shitstorm-an-35446492.bild.html

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