Freitag, 5. September 2014

Und wieder eine neue LowCarb-Studie...



In den Annals of Internal Medicine ist vor 3 Tagen eine Studie erschienen in der vermeindlich eine LowFat mit einer LowCarb Ernährung verglichen wurde. So scheint es jedenfalls. 148 Personen wurden als Probanden entweder einer LowCarb Ernährung mit maximal 40 g Kohlenhydraten oder einer LowFat Ernährung mit unter 30% Fett zugeteilt. Während die LowCarb Ernährung also, da sie unter 50 g Kohlenhydraten enthält sogar eine ketogene Ernährung ist, ist die „LowFat“ Ernährung nicht  lowfat sondern übertrifft die Empfehlungen für den Fettberzehr der WHO, der bei 25% liegt.

Somit wurde hier also eine normale omnivore Ernährung  mit einer ketogenen Ernährung verglichen. Wunder über Wunder: Die ketogene Ernährung ist "gesünder". Die Probanden mit der ketogenen Diät nahmen besser ab, außerdem fielen ihre Triglyceridwerte und Entzündungsmarker. Ihr HDL stieg unterdessen. Gleich blieben bei beiden Gruppen Cholesterinwerte und Blutdruck. Es handelte sich bei allen Probanden um Personen, die noch nicht unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Und damit nicht irgenwer diese Studien falsch in seinen LowCarb Hals kriegt, gab es mehrere Gegenstatements. Barnard hat hier in der Huffington Post was dazu geschrieben. Er berichtet, dass er selber 2005 eine Studien durchgeführt habe bei der eine deratige Ernährung mit ca. 30% Fett mit einer echten fettarmen Ernährung verglichen wurde. Da habe sicht gezeigt, dass die echte fettarme Gruppe um längen mehr Gewicht verloren habe als die mit 30% Fett. Einen weiteren wichtigen Faktor, der in der neuen Studie außer acht gelassen wurde, so sagt er, sei der Ballaststoffanteil, der in beiden Gruppen verschwindend gering war.

Ornish kritisiert, dass nicht zwischen guten und schlechten Kohlenhydraten und Fetten unterschieden wurde. Die 30% Fett-Gruppe aß natürlich ganz normal, nur wahrscheinlich mit Light-Produkten und fettarmer Milch und Huhn. Er fügt zudem hinzu, dass es nicht nur darum ginge Risikofaktoren zu messen, sondern man auch prüfen müsse, was in den Arterien passiert. Er verlinkt dieses Paper, welches im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde mit Abbildunge, wie sehr Plaques in Arterien bei welcher Ernährung entstehen. Bei der LowCarb Ernährug, waren die Ablagerungen am gravierendsten. Er fügt hinzu, dass ihm nicht bekannt sei, dass irgendeine LowCarb Ernährung jemals Artherosklerose rückgängig gemacht hätte. Und zudem weist er auf das Krebs- und Diabetesrisiko hin, welches mit einem hohen Fleischkonsum einher geht.

Ein mir bisher unbekannte Arzt, David M. Katz, MD, der an der Yale Universität in der Präventionsforschung tätig ist und mit fettarmer Ernährung nichts am Hut hat. Wahrscheinlich auch nicht mit veganer Ernährung. Er findet die Studie einfach nur irreführend und kritisiert ebenfalls, dass die LowFat-Ernährung nicht lowfat war und auch, dass in beiden Gruppen nur ca. 15 g Ballaststoffe gegessen wurden, was viel zu wenig sei

In der New York Times erschien ebenfalls ein Artikel dazu, jedoch genau so einer, der suggerieren soll, dass LowCarb besser als LowFat ist und in dem ein Dr. Mozaffarian zu Wort kommt, Cardiologe und Ernährungsforscher an der Universität Harvard. Hier heißt es:

“Dr. Mozaffarian said the research suggested that health authorities should pivot away from fat restrictions and encourage people to eat fewer processed foods, particularly those with refined carbohydrates.„

Man solle also weniger verarbeitete Nahrung essen und sich nicht einfach darauf konzenrieren Fett zu reduzieren.

Und das ist wohl auch die Bottom Line, die allen Beteiligten gemein ist: Vollwertige Nahrungsmittel mit Ballastoffen müssen gegessen werden. Fleisch ist tatsächlich vollwertiger als fettarmer Joghurt mit Zucker oder Weißbrot. In anbetracht aller Umstände kann man aber nur zu dem Schluss kommen, dass weitestgehend pflanzlich gegessen werden sollte und dass nur eine fettarme Ernährung, die gleichzeitig vollwertig ist, jemals Artherosklerose rückgängig gemacht hat.  Und davon verstopfen Blutgefäße, nicht von Cholesterinwerten oder Triglyceriden.

Was wäre passiert, wenn man hier eine vollwertige Ernährung mit 30% Fett mit der LowCarb Ernährung verglichen hätte? Kann man nicht einschätzen. Dazu muss man wahrscheinlich wirklich auch wieder eine neue Studie machen.

Menü des Tages am 4. September

Vollkornhaferflocken mit Datteln, Weintrauben, Leinsamen, Paranuss, Zimt, Banane und Wasser


Dinkelvollkornbrot mit Mandelpüree und Banane
3 Grüntee

2 Dattelkugeln
Dinkelvollkornbrot mit Ingwer-Mandel-Dressing und Gurke


1 Kochbanane
38 g Ombar Goji (regelbedingt)

Reis mit Gemüse in süß-sauerer Sauce


alkoholfreies Becks
1 Kugel Stracciatellaeis

Rest Reis
Popcorn mit Salz in Kokosöl gepoppt

Ich war mir einer Freundin zum Essen verabredet und zwar um 15 Uhr. Überhaupt gar nicht meine Essenszeit aber wohl neuerdings ihre. Sie isst nur noch 1 Mal am Tag um abzunehmen und für die Verdauung und zwar meistens nachmittags. Ich hab mich mittags also zurück gehalten.

Wir wollten eigentlich ins Well Being, einem thailändischen veganen Restauran, aber das hat zwischen 15 und 17:30 Mittagsruhe. Alternativ waren wir dann im Krua Thai wo ich von den vegetarischen Gerichten dann das ausgewählt habe, was weder gebraten noch mit viel Kokomilch zubereitet war: Phad Priao Waan Phak. Es war grauenvoll!!!! - Die süß-saure Sauce war völlig überzuckert und ich hab mir ne zweite Portion Reis bestellt um es überhaupt runter zu kriegen und das Süße auszuballancieren. Da gehe ich definitiv nie wieder hin. Das Well Being wäre um Längen besser gewesen.

Jedefalls hatte meine Freundin noch Lust auf Dessert, am besten auf Eis und so habe ich aus Solidariät eine Kugel mit gegessen. Auch da hätte es wieder die Option Well Being gegeben, aber das hätte erst in einer halben Stunde wieder auf gemacht. Also, das war nix...

Ach, und satt gemacht hat der weiße Reis mit der Zuckersauce natürlich auch überhaupt gar nicht...Das Leben macht einem immer einen Strich durch die Rechnung...Immer wieder...

Alles Liebe,

Silke

 

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