Newsletter

Posts mit dem Label DGE werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label DGE werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 22. Februar 2014

Alles Käse...- Tag 48



Der Bioladen wir nächste Woche umgebaut und wir haben über die Karnevalstage geschlossen. Das hat sich die Geschäftsführung aus Bayern wirklich großartig überlegt: Stellt sich heraus, das Karneval die umsatzschwächste Woche ist, und daher erfolgt der Umbau genau dann. Für die Jecken ist das allerdings nicht toll. Naja, von Weiberfastnacht bis Sonntag haben wir frei, da sind nur die Bauarbeiter und die Chefin da und nach Aschermittwoch geht es dann wieder los, mit 10% Rabatt auf alles, mit einem Bistro was frische Säfte und Salat anbietet und mit einer Wurst- und Käse-Theke.

Hat zur Folge, dass wir Angestellten was über Käse lernen sollen, daher war gestern eine Dame der Firma Söbbeke da und hat uns alles über Käse erzählt und dabei eingangs erwähnt, dass Käse überhaupt nur entdeckt wurde, weil der Mensch auf die Idee kam ein säugendes Tierbaby zu töten und in dem Magen des Tierbabies dann durch Lab geronnene Muttermilch entdeckt hat, welche zu Käse geworden war. - Oh, Gott, das hatte ich bisher noch nicht durchdacht...Macht leider Sinn...

Naja, diese Schulung hatte auch leider zur Folge, dass ich einerseits Käse probieren musste und vor ein paar Tagen schon, dass die Chefin mich fragte: "Ich weiß, du bist Veganerin, aber könntest du dir vorstellen eventuell auch an der Käsetheke aus zu helfen?" Abgesehen davon, dass ich keine richtige Veganerin bin, sagte ich ihr, dass könne ich, aber wenn mich jemand fragt ob das gesund ist könne ich nicht lügen, ich kann die Wahrheit über Käse nur verheimlichen. Abgesehen davon lehrt mich das vielleicht auch meine momentan wichtigste Lektion, die mich Abraham eigentlich schon lange hätte lehren sollen, denn die wiederholen das auch immer wieder "Words don't teach!" Nur Lebenserfahrung lehrt und dann denkt man vielleicht zurück, an irgendwas, das man mal gehört hat.

Ich schreibe und schreibe, denke, dass muss doch irgendwann mal ankommen, und das tut es nicht... Mein einziger Trost: Naja, bleiben wenigstens Patienten für später! Und für die Kommilitonen. Wäre ja furchtbar, wenn alle Menschen plötzlich anfangen gesund zu essen und zwar echt gesund nicht pseudo-Rohkost-LowCarb-80/10/10- oder-sonst-für-einen-Scheiß-gesund, sondern tatsächlich gesund, ausgewogen, mit allen Nährstoffen und nicht zu viel von irgendwelchen Nährstoffen oder zu wenig Ballaststoffen.

Aber zurück zum Käse. Ich hab vorbereitend auf die Käseschulung mal "Milch Prostatakrebs" gegoogelt, weil ich meine Infos dazu ja Hauptsächlich von Barnard und Fuhrman habe, denen ich zwar vertraue, weil die keinen medizinischen Blödsinn quatschen, sondern ihre Lehre sich deckt mit den Lehren der Uni. Aber mich unabhängig damit beschäftigt, habe ich mich bisher nicht.

Tatsächlich kam alles allererster Googeleintrag die Seite der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Eine leider bereits 13 Jahre alte Stellungnahme, die wahrscheinlich schon überholt ist, denn in der Wissenschaft sind 13 Jahre eine Ewigkeit und ich nehme mal an, dass es jetzt mehr Beweise gibt. Ich weiß es aber nicht. eine Kundin erzählte mir, sie habe die Krebshotline der Uniklinik in Heidelberg angerufen und die hätten ihr bestätigt, dass Milchprodukte zu Prostatakrebs führen, dass dieser Zusammenhang bei Brustkrebs aber noch nicht eindeutig bewiesen sei.

Die DGE sagt es gäbe zu wenig Aussagekraft darüber ob Milchprodukte und wenn ja wie Krebs erzeugen. Manche Studien deuteten schwer darauf hin und andere leider nicht. Zudem sei es schwer derartige Studien an Menschen über Milchprodukte zu machen, weil die ja auch mit allem anderen, was man so isst, wechselwirken. Wenn also jemand viel Obst und Gemüse isst und dazu Milchprodukte, wird er z.B. Weniger Krebs kriegen als jemand mit McDonalds-Essen und Milchprodukten. Außerdem sei die Krankheit Krebs so kompliziert, dass es schwer falle definitive Zusammenhänge eindeutig zu beweisen.

Dennoch hat auch DGE viel schlechtes über Fleisch und Milchprodukte zu sagen und ist sich nicht sicher, ob das Fett der Übeltäter ist oder das Eiweiß. Lest am besten selbst. http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=304

In diesem Artikel stieß ich dann erstmals auf den WCRF, der laut DGE Ernährungsempfehlunge für Krebs ausspricht und darüber Auskunft gibt wie viel Prozent davon durch eine von ihr empfohlene Ernährungweise vermeidbar wären. Also google ich WCRF und stoße auf den World Cancer Reacherch Fund, eine Organisation, eine sehr offizielle Organisation, die sich offensichtlich genau damit befasst, wie Krebs entsteht.

Sie haben eine Seite mit Verhaltensempfehlungen zur Krebsprävention und da heißt es:

- Schlank sein ohne untergewichtig zu werden
- Jeden Tag 30 Minuten Sport machen
- Hohe Energiedichte in der Nahrung vermeiden (also Softdrinks, Fertignahrung mit viel Fett und extra Zucker)
- Alkohol meiden, Männer max. 2 Gläser pro Tag, Frauen nur eines
- Pflanzliche Nahrung essen
- Konsum von roten Fleisch und besonders verarbeitetem Fleisch meiden
- Salz limitieren und besonders den Konsum von stark salzhaltiger Fertignahrung meiden
- Nahrungergänzungsmittel in hohen Dosen vermeiden. (Stellte sich raus, dass Vitamin A in hohen Dosen als Nahrungergänzungsmittel den Lungenkrebs bei Rauchern fördert – was aber nicht für Möhren gilt, sondern nur für Vitamintabletten

Die Offiziellen gehen scheinbar hauptsächlich davon aus, dass Fett und Zucker Krebs fördert. Fett sowohl in der Nahrung, als auch am Körper. Es wird immer wieder auf die Produktion von Östrogen als Wachstumhormon von Krebszellen hingewiesen und auf den IGF1 Insulin-like Growth Faktor.

Naja, Käse und viele Milchprodukte haben eine ziemlich hohe Energiedichte und gar keine Ballaststoffe und daher ist ihr Verzehr nicht sonderlich förderlich. Kasein soll, so Barnard und T. Colin Campbell, so deuteten manche Studien an, das Krebswachs fördern. Aber die beiden sind so professionell, es eben auch genau so zu sagen. Es ist nicht 100% nachweisbar.

Also, was soll ich sagen? - Eine Leserin fragte mich gestern, ob ich mal Ernährungsempfehlungen aussprechen könnte. Eigentlich poste ich genau deshalb die Dinge die ich esse: Damit man das nachmachen kann. Nicht für mich. Ich versuche es mal zusammen zu fassen.

Das wichtigste Essen überhaupt ist Gemüse, davon am besten täglich mindestens 300 g grünes Blattgemüse
Dazu Vollkorngetreide ca. 100 -150 g am Tag, möglichst mit niedrigem glykämischem Index also Roggen, Gerste, Dinkel, Vollkornreis, andere Psyeudogetreide wie Quinoa, Buchweizen sowie Hülsenfrüchte
3-5 Portionen Obst
30-50 g Nüsse und Samen, davon 20 g Mandeln und 1 TL Leinsamen – Rest egal. Rohe Nüsse und Samen sind gerösteten vorzuziehen, da sich beim Rösten Transfette bilden.
Vielleicht eine halbe Avocado oder 100 g Tofu, 2-3 TL Pflanzenöl oder etwas Bitterschokolade oder meinetwegen sogar 10 g Butter, mal ne Scheibe Käse oder 1 Mal die Woche ca. 150 g Fleisch, oder auch ein bisschen Fisch, der Fleisch immer vorzuziehen ist, kann gegessen werden. Ziemlich wichtig scheint mir wirklich einen hohen Fettverzehr zu vermeiden und essentiell sind die Fette aus Nüssen, ggf. auch aus Fisch.- Fette aus Schokolade, Butter, Fleisch oder Käse braucht kein Mensch, die macht unser Körper selber.
1 TL Salz am Tag
Zu meiden sein sollte Zucker, Auszugsmehl, Alkohol, Fertignahrung, viel gesättigtes Fett auch wenn ein bisschen davon niemanden umbringt und alles was daraus gemacht wird.

Man bekommt alle Nährstoffe, wenn man die ersten 4 Ratschläge befolgt. Wem das reicht, der kann auch nur so essen. Selbst mir reicht das nicht und in Gesellschaft geht das sowieso nicht, daher kann man auch mal Fünfe gerade sein lassen, denn auch die geistige Gesundheit ist wichtig, genau so wie Sport und liebevolle Beziehungen und auch, dass man eine Tätigkeit und Aufgabe hat, die einem Freude bereitet.

Menu des Tages am 21. Februar

Frischkornbrei aus Buchweizen, Banane, Zimt, Sunwarrior Vanille, Mandelmilch, Hanfsamen, Mandeln, Leinsamen, Paranuss und 50 g Apfelmus


8 g Ombar dark
2 Grüntee

1 Banane
8 g Ombar

Vollkornbrötchen mit Reissirup-Schoko-Aufstrich und Banane nach dem Joggen

Salat mit Räuchertofu und gedünsteter Steckrübe, Brokkoli, Zwiebel, Zucchini mit 1 TL Rapsöl, Garam Masala, Curry, Salz, Pfeffer, Stevia, Limettensaft


1 Banane
Matcha-Tee mit Stevia

3 Würfel Käse
2 Bananen

Rest vom Mittagessen mit zusätzlich 400 g gedünsteten Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer


1 Banane
1 Glas Rotwein

Und dann will ich noch mal schnell loswerden, warum das hier Blödsinn ist. Bin ich bei Facebook drüber gestolpert. Ich hab ja schon mal darüber geschrieben, dass ich Christian Opitz' Buch nicht für vertrauenserweckend halte, weil er keinerlei Quellen angibt und sich ausschließlich, wie die LowCarber, auf Weston Price beruft, einem Zahnarzt, der vor 100 Jahren nicht glaubte, dass Karies durch säurebildende Bakterien im Mund entsteht sondern nach einer anderen Ursache suchte. Er klapperte daraufhin Urvölker ab und stellte fest, dass die mehr Kalzium und mehr fettlösliche Vitamine verzehrten als die Amerikaner der Roaring Twenties. Darüber schrieb er ein Buch. Komischerweise waren das entweder Eskimovölker oder solche die in Äquatornähe lebten, und dass diese genetisch anders an gesättigte Fette angepasst sind, ist mittlerweile erforscht. Wir sind Mitteleuropäer und wir haben in den letzten 100 Jahren nicht nur die DNA enteckt und entschlüsselt sondern tausende andere Mechanismen im menschlichen Körper – und nichts hat widerlegt, dass Karies von säurebildenden Bakterien verursacht wird, wenn natürlich auch die Zähne ihre Nährstoffe aus der Nahrung brauchen.



Sei das mal dahin gestellt. Christian Opitz behauptet hier auch, dass die Völker genau den Fettanteil verzehrt hätten, der in der menschlichen Muttermilch vor kommt. Das mag auch sein, heißt aber noch lange nicht, dass ein erwachsener Mensch eines Nährstoffanteils bedarf, wie ihn Muttermilch liefert. Es gehört zum medizinischen Allgemeinwissen, dass Babies mehr Fett brauchen als Erwachsene. So viel dazu. Herr Opitz ist halt auch weder Mediziner noch Biochemiker! Ich verwende auch Dr. Goerg Kokosöl und ich verkaufe es sogar, aber es spricht absolut nichts dafür davon mehr als 1-3 TL am Tag zu essen.

Vor allem sollte man sich damit aber einkremen, denn für die Haut ist es phantastisch!

So, ich bin das Wochenende über bei meinem Vater, daher hört ihr morgen nichts von mir.

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats Februar 2014:
Organic
 Food Bar Belgium Chocolate Chips - 1,69 € statt 1,99 €
Arganöl nativ, 250 ml - 20,90 € statt 23,90 €
Lovechock Maulbeere/Vanille, 40 g - 2,69 € statt 2,99 €
Rowmeo Mix, 63 g - 2,45 € statt 2,99 €
Rawmeo Schoko, 70 g - 2,45 € statt 2,99 €




Sonntag, 3. November 2013

Die Wahrheit über die DGE...



Zu dumm, ich hatte irgendwie im Hinterkopf, dass ich heute gar nicht bloggen werde, weil ich heute zur Rohvolution nach Mülheim fahre und daher habe ich es völlig verschwitzt gestern mein Essen aufzuschreiben und zu fotografieren und deshalb ist das Blog heute relativ bilderlos...

Am Freitag hatte ich ein DGE-Aha-Erlebnis. Also die DGE, das ist ja die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die die Leitlinien für gesundes Essen heraus gibt. Das ist das was offiziell empfohlen wird, woran man sich halten soll, was gesund ist. Was ich am Freitag rausgefunden habe geht in die selbe Richtung wie das was ich am Tag vorher in dem Diätetik-Buch gelesen habe: Die Empfehlungen der DGE sind nicht das, was die 100% beste Ernährung für die Spezies Mensch ist. Die Empfehlungen der DGE sind eine Ernährung die weitestgehend an das Essverhalten der Gesellschaft angepasst aber noch nicht so schlimm ist, dass man davon krank wird. Leider wird man davon aber auch noch nicht gesund!

Die Diabetiker in der Schulung haben einen Zettel in die Hand gedrückt bekommen mit einer Lebensmittelpyramide zum ankreuzen, was sie über mehrere Tage praktizieren sollen. So soll ihnen klar werden was sie essen und ob sie sich halbwegs gesund ernähren. Beim Verteilen der Pyramide sagte einer der Patienten schon: "Und alles was unten steht schmeckt nicht...Also Gemüse und so"
Die Leiterin der Schulung fragte in die Runde wie viele Portionen Gemüse und Obst jeder einzelne essen würde. Eine Portion habe etwas die Größe einer Faust. In meinem Kopf habe ich mit überlegt und schätze ich esse täglich vielleicht 10 Portionen. Nur einer der Patienten, derjeniger der am meisten Obst und Gemüse aß, kam auf 2 Portionen am Tag und das war genau der, der zuvor sagte, dass das alles nicht schmecke. Erinnert ihr euch an Dr. med, Richard Beliveau, den Autor von Krebszellen mögen keine Himbeeren: Nahrungsmittel gegen Krebs. Das Immunsystem stärken und gezielt vorbeugen der in "Was uns wirklich nährt" sagte, man müsse 6-8 Portionen Obst und Gemüse essen. Die empfohlenen 5 am Tag seien zu wenig.

Und da sind wir wieder bei der DGE. Die DGE kommt gar nicht erst auf die Idee den Leuten zu empfehlen 8 Portionen Gemüse zu verzehren, weil sie sie nicht völlig entmutigen will. So macht es die Diabetesschulung auch. So machen es auch die meisten Ärzte. Die Patienten dazu anregen wenigsten kleine Veränderungen zu machen, um sie nicht zu überfordern. Barnard schreibt jedoch in Dr. Neal Barnard's Program for Reversing Diabetes: The Scientifically Proven System for Reversing Diabetes Without Drugs, dass es Studien gäbe, die gezeigt hätten, dass wenn der behandelnde Arzt wirklich insistiert, dass der Patient eine radikale Ernährungsumstellung durchführe, dieser das meistens auch täten.

Und so sieht die Ankreuzpyramide aus:


6 Glas Wasser
5 Portionen Obst und Gemüse
4 Portionen Getreide oder Kartoffeln
3 Portionen fettarme Milchprodukte und 1 Portion Fleisch oder Fisch
2 Portionen Butter oder Öl, wobei eine Portion hier 1 EL ist
und 1 Süßigkeit.

Mit 1 Portion Milchprodukt ist z.B. eine Scheibe Käse oder ein Joghurt gemeint. Eine Portion Fleisch ist ebenfalls bereits eine Scheibe Aufschnitt. Darüber waren die meisten Patienten schon entsetzt!
Was glaubt ihr`? - Ist es leichter so eine Ernährung einzuhalten oder eine wie Barnard, Esselstyn, Ornish, McDougall, Fuhrman und Co. sie vorschlagen mit so vielem Essen wie man will aber vollwertig, pflanzlich und fettarm. Nicht zu vergessen, dass von obiger Ernährung weder Insulinresistenz weggeht noch Arteriosklerose. Und genau das ist der Grund warum Esselstyn sagt: "Moderation kills" - Selbst wenn man es schafft sich so zu ernähren, wie die Pyramide vorgibt, kann man immer noch sehr leicht an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben, vor allem als Diabetiker.

Naja, die Patienten haben gerade Gemüsetage und der bereits oben erwähnte sagte direkt morgens als die Schulung anfing sein Belohnungszentrum würde nach Fett schreien. Ehrlich, das hat er nicht von mir, das wusste er selber! - Er hat aber auch bereits einige Bücher über Ernährung gelese und das macht ihn zu einem guten Schüler. Sein Blutzucker ist überhaupt nur entleist, weil er Cortison vom Arzt bekommen hat und das lässt den Blutzuckerspiegel steigern, weil es ein Stresshormon ist. - Am Ende des Tages war es auch genau er, der sich fragte wie man denn ohne viel Öl und Fett eine gute Tomatensauce zubereiten könnte, das schmecke doch alles nicht. Es müsse jemand auf die Idee kommen ein unschädliches Fett als Geschmacksträger zu erfinden.

Schlussendlich ist aber die Sache die, dass Fett gar kein Geschmackaträger ist sondern einfach nur etwas, was im Körper eine Dopaminausschüttung veranlasst. Ein Neurotransmitter. Fettarmen Produkten wird immer Zucker zugesetzt, damit die besser schmecken, weil auch Zucker dafür sorgt, dass Dopamin ausgeschüttet wird. Und wisst ihr was Glutamat ist? - Glutamat ist auch nur ein Neurotransmitter, den der Körper hier mit der Nahrung aufnimmt. Vielleicht sollte man sich L-Dopa, das Parkinsonmedikament, über das Essen streuen, dass als Vorstufe von Melanin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin fungiert, damit es besser schmeckt. Oder Dopamin pur! - Nur Spaß, macht das nicht, kriegt euer Belohnungssystem auf natürlichem Weg auf die Reihe.

Es wird den Patienten empfohlen zuhause einen Tag die Woche einen Gemüsetag zu machen. Neben Gemüsetagen dürfen die Patienten aber auch "Hafertage" machen, was mir jetzt neu war, aber klar---macht Sinn! - Morgens Haferflocken mit Obst, Mittags Haferflocken mit Gemüse - dafür verteilen sie auch Rezepte - und abends dann nach Geschmack. Genau das selbe Prinzip wie bei Barnard nur viel zu wenig intensiv umgesetzt und wahrscheinlich mit doofen Rezepten. Warum nicht gleich: Gabel statt Skalpell: Gesund durch Ernährung auf pflanzlicher Grundlage - Ich glaube ich erwähne das am Ende der Schulung mal...

Und nachdem eine viertel Stunde darüber gesprochen wurde wie man fettarme, leckere Tomatensauce zubereitet, habe ich meine Hand gehoben und gefragt ob ich etwas dazu beisteuern dürfte. Zwar kein Tomatensaucenrezept, weil ich da irgendwie gar nicht drauf stehe, aber folgendes: Geschmacksknospen werden nur 12 Tage alt, dann sterben sie ab und es kommen neue. Die kann man wieder völlig anderes prägen. Das heißt es dauert vielleicht 2-3 Wochen, bis man sich eines Geschmack entwöhnt hat. Das passiert auch, wenn man von 3,5%-Milch auf 1,5% wechselt oder von herkömmlicher Milch auf Sojamilch.

Es ist also überhaupt nicht so, dass wenn man jetzt aus gesundheitlichen Gründen seine Ernährung umstellen muss, man nie wieder Freude am Essen haben wird! - Die Geschmacknerven stellen sich um und nach wenigen Wochen wird Dopamin dann auch bei gesundem Essen ausgeschüttet. Toll, oder?:-) - Wobei es laut Esselstyn sogar 1-3 Monate dauert, bis man Fett nicht mehr als lecker sondern eher als störend empfindet. Das weiß ich nicht, so lange war ich noch nie unter 10% Fett am Tag. Ist aber auch nicht mein Ziel. Ich halte mich gerade an die 20% und das geht recht gut einfach nur um meinen Sättigungsmechanismus zu schulen...

Menu des Tages am 2. Novemver

Haferflocken mit Wasser, Rosinen, Leinsamen, Hanfprotein und Erdnussbutter
1/2 Roggenbrötchen mit Erdnussbutter-Schoko-Aufstrich


2 Tassen Brennnesseltee

1 Trek-Riegel

1 Scheibe Früchtebrot
Salat aus Blattsalat, Zwiebel, Paprika, Sonnenknuspis. Olivenöl, Salz, Pfeffer

1/2 Roggenbrötchen mit Erdnussbutter-Schoko-Aufstrich
2 Amaranth-Mais-Waffeln
Haferflocken mit Wasser und Rosinen

Gemüsepfanne aus Blumenkohl, Paprika, Brokkolistengel, Spinat, Dinkel, Thai Curry, Konblauch, Salz und Pfeffer

Wie gesagt, heute ist Rohvolution in Mülheim und ich werde mich da mal umschauen. Obwohl ich irgendwie auch nicht mehr so richtig Sinn darin sehe, denn das ist ja auch alles nur Belohnungssystem-Kram. Schokolade und Fett und Trockenfrüchte und Durian. Wahrscheinlich werde ich wieder nur Durian kaufen.
Auch irgendwie enttäuschend...Eigentlich brauche ich weder eine Rohvolution noch eine VeggieWorld, sondern einfach nur meinen Bioladen. Ich vermisse nämlich immer Vollkorngetreide und grüne Blätter auf diesen Messen, die wichtigste Nahrung überhaupt!

Alles Liebe,

Silke



Dienstag, 5. Oktober 2010

Die Eiweiß-, Fett- ,Kohlenhydratratio....




Hallo Liebes,

Tag 552: Ei, ich fürchte, das Leben eines Ernährungsberaters ist richtig anstrengend und nervig ;-))) Was ich jeden Tag so notiere wird immer mehr und bekommt immer mehr mit Mathe zu tun. Ich halt’s nicht aus, dass Dr.Graham mehr oder weniger voraussetzt, dass jeder das so machen soll. Ja, sein Ernährungsplan heißt 80/10/10, es ist aber auch ein 4 Wochen Ernährungsplan im Buch abgedruckt, an den ich mich nie gehalten habe, weil er viel zu viel Essen enthält. Es heißt bei 80/10/10 immer, dass man sich erst an die große Essensmenge gewöhnen müssse….

Aber auf 80/10/10 wollte ich gar nicht hinaus. Ich habe alle Lebensmittel notiert, die Uhrzeiten wann ich sie konsumiert habe und auch den Eiweis, Fett und Kohlenhydratgehalt addiert und zuvor errechnet. Das nervt! Bevor ich mit den Endergebnissen komme, möchte ich aber noch mal erwähnen, dass das von Natalia Rose angeregte Trennen für mich wirklich sehr gut funktioniert. Ich habe keine Blähungen mehr und auch durch das Sushi keine bekommen. Das Schlimme scheint bei mir wirklich immer zu sein Nüsse und frische Früchte zu mischen, sowie unglaublich viele verschiedene Sachen zusammen zu essen. Dazu neige ich aber nur, wenn ich von irgedwas zu wenig esse, weil ich versuche mit dem Verstand die Nahrungsaufnahme zu steuern…hmmm….

Ich war durch und durch zufrieden gestern und frage mich ob das mit dem Fisch zu tun haben könnte. Mal gegeben die Symptome die Susan Schenk und Heather Pace zitiert haben…hmm…Was ich an mir feststelle ist, dass mich Fisch sehr gut und nachhaltig befriedigt und sättigt. Zum einen mag das an dem vielen Fett liegen zum anderen aber auch daran, dass hier Nährstoffe vorhanden sein könnten, die mein Körper braucht. Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem, wobei mich so ein Stück Kuchen auch sehr gut sättigt.

Ok, kommen wir auf den Kuchen, der bei meinem Joggingfreund im Kühlschrank stand. Ich hab nicht widerstehen können und ihn gestern schon abgeholt, statt erst morgen. Ich war eh in der Nähe, also bin ich kurz in seiner Wohnung vorbei gefahren. Erfreulicher Weise hatte auch er wohl noch Sonntag Abend ein Stück davon gegessen. Hihi!!! Und was passiert wenn man 2 Stück Kuchen, auch wenn es Rohkostkuchen ist, konsumiert? Folgende Endtageswert: 10% Eiweißkalorien, 37% Kohlenhydratkalorien und 54% Fettkalorien. Tada!!! Bei einer Gesamtkalorienmenge von 1706 obwohl ich auch 2300 hätte essen dürfen

Könnt ihr euch noch erinnern, was die deutsche Gesellschaft für Ernährung vorgegeben hat?: 10%, 65% 25% - so im Schnitt jedenfalls. Ich persönlich wollte mir eigentlich vorschreiben ca. 20% Fett zu essen, aber das ist wohlmöglich unrealistisch bei Rohkost. Jedenfalls ist so klar, wie viel Fett zu viel ist, nämlich über 35%. Ich fühle mich eigentlich total wohl, wenn ich so esse wie gestern, aber auf das was langfristig wirkt, kommt es ja an.

Ich bin noch mehrfach den Post von Heather Pace durchgegangen, die sich ja gerade mit übermäßig viel Fleisch kuriert und habe da auch so meine Zweifel was die Menge betrifft. Vegetarisch hin oder her, Fleisch enthält Unmengen Fett. Gesättigtes Fett!!! Das kann’s ja wohl auch nicht sein…Und um dem Ganzen noch einen drauf zu setzen bin ich darauf gestoßen, dass Daniel Vitalis jetzt wildes Fleisch als optimale Nahrungsquelle entdeckt hat. Sein Ziel ist jetzt Jäger und Sammler zu werden, nachdem er seit 15 Jahren mit veganer Rohkost rumexperimentiert hat. Hier ist seine Outinggeschichte vom Frutariertum über Superfoods zum Jäger und Sammler…Wahnsinn, oder?

Ich glaube ich mach’s mir leicht und befolge die Richtlinien des 109jährigen Bernando Lapallo, zumal der auch Natalia Rose am nächsten kommt.

Umzug - Angebote kostenlos und unverbindlich bei umzug-easy.de

Nun juckt mich ja die Frage, ob das mit den DGE-Regeln übereinstimmen könnte…?

Wenn ich mir gestern angucke muss ich mir eingestehen, dass ich weniger Fett und mehr Kohlenhydrate essen muss. Das es weniger Fett sein soll ist klar, sagt jeder, aber dann taucht je direkt die Kohlenhydratfrage auf. Woher die nehmen?

Ich persönlich bin ja ein Fan von Obst, darauf hat mich Dr. Graham genug gedrillt, ich war aber auch gestern früh beim Zahnarzt, weil mir letzte Woche ein Stück einer Füllung rausgebrochen ist und weil eh wieder eine Kontrolle anstand. Und natürlich hat meine Zahnärztin auch wieder einen Karies gefunden. Mal wieder mag es sein, dass der vor einem halben Jahr schon da, aber zu klein zum Bearbeiten war und gewachsen ist. Es kann aber auch sein, dass der neu ist. Ich sprach letztes Mal mit meiner Zahnärztin darüber, dass ich empfindliche Zähne bekämme wenn ich zu viel Obst esse und darauf sagte sie mit einem leicht traurigen Blick: „Manche Sachen, die für den Körper gesund sind, sind für die Zähne nicht so gut.“ Es heißt das Hauptproblem bei Zähnen und Obst sein, dass wir es einfach zu unreif essen, weil es unreif gepflückt würde und nicht richtig nachreifen könne. 80/10/10er die in tropischen Gegenden leben und Zugang zu hervorragendem Obst haben, haben die Probleme meistens nicht. Also, alles bei Orkos bestellen? Es kann aber auch sein, dass Zucker den Zähnen und Knochen Mineralstoffe entzieht. Auch Fruchtzucker…

Also doch wieder Xylit? – Zumal Kirstin es bei PureRaw in Rohkostqualität anbietet oder besseres Zähne putzen? Oder doch auf gekochte Kohlenhydrate umsteigen? Ihr seht, das Ganze ist eine Wissenschaft, der wirklich sehr schwer beizukommen ist. Trotzdem erzählte mir Christian Opitz auf der Rohvolution, dass es Regeln gäbe, die für alle Menschen verbindlich seien. Zu dumm, dass ich sein Buch nicht gekauft habe…

Jetzt zeige ich euch aber erstmal woraus sich 10% Eiweiß, 37% Kohlenhydrate und 54% Fett zusammen gesetzt haben:

2 Grüntee
1 Eisen/B12 Tablette
3 Bananen
13:00 Uhr: 1 Stück Geburtstagskuchen
17:00 Uhr: 500 g Trauben














20:00 Uhr: Möhrensalat ohne Öl
2 Miniromana
1 Stück Geburtstagskuchen














Ups, das war ja kaum was….wie’s scheint…Nun, ich war den ganzen Tag satt und zufrieden.

Und dann ist da ja noch Dr. Joel Fuhrman, dessen Buch noch nicht bei mir angekommen ist und mich immer noch brennend interessiert: Regelt sich der Appetit bei naturbelassener Nahrung von selbst? Vorausgesetzt man folgt keinem Dogma und kasteit sich nicht selbst?

Ich habe aber noch was rausgefunden: Normalerweise heißt es ja immer von allen Nüssen zu viel sei schlecht. Im Vergleich Mandeln und Cashews sieht das aber unterschiedlich aus:

50 g Cashews enthalten 9 g Eiweiß, 15 g Kohlenhydrate und 21 g Fett
50 g Mandeln enthalten: 10 g Eiweiß, 3,3 g Kohlenhydrate und 26 g Fett

Die Fett-Kohlnhydrat-Ratio ist völlig anders gelagert. Mit Cashews kann man gleichzeitig auch Kohlenhydrate zu sich nehmen!

Aus Jux und Tollerei habe ich dann noch mal bei Gabriel Cousens nachgeschlagen, der Cashews hingegen verbietet. Mann, Mann, Mann….Hab’s nur überflogen und kann keinen Grund nennen…Sorry! Welch ein Mysterium. Wie gut, dass wir wenigstens wissen, dass McDonalds und abgepackte Schokolade ungesund ist!

Alles Liebe,

Silke