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Dienstag, 7. Januar 2014

Der Medicus und die McDiät - Tag 7



Ich war gestern im Kino und habe “Der Medicus” geschaut, zusammen mit meinem Joggingfreund und es gab kein Essen vorher, keine Veganrechtfertigung aber dafür einen Caipirinha, bei dem ich einfach mal vertraut habe, dass der auch offiziell vegan ist.

“Der Medicus” hat mich beeindruckt, aus mehreren Gründen. Ich hab das Buch leider nie gelesen, daher wusste ich nur vom Hörensagen worum es ging. Medizin im 11 Jahrhundert und Ben Kingsley, der erklärt, dass es ihm Erfurcht entlockt, dass es immer noch Sachen gibt, die der Mensch über die Natur nicht rausgefunden hat. Das ist bis heute so. Interessant fand ich auch, dass im 11 Jahrhundert in England Mediziner eher sowas wie Schauspieler waren, fahrendes Volk, das von Ortschaft zu Ortschaft reiste und Patienten für sich gewinnen musste. Häufig war es auch von Vorteil fahrendes Volk zu sein, denn auch damals schon hatte Medizin Nebenwirkung und Komplikationen und manchmal lohnte es sich für den Mediziner schnell außer Reichweite des Patienten zu kommen. Im Falle der Linsenstecher, die den Grauen Star rausgeschnitten haben, war es so, auch wenn eine derartige Operation im Film gut geht.

Und dann war ich auch beeindruckt davon, dass bereits im 11 Jahrhundert man plötzlich in der Gesellschaft was zählt, wenn man Mediziner wird! Sobald man an der Schule aufgenommen ist, ist man WER. Dann will sogar der Schah von Persien mit einem befreundet sein.

Das ist alles Belohnungssystem-Kram. Wir wollen alle Lust gewinnen und Schmerz vermeiden und um Schmerzen weg zu kriegen braucht man einen Arzt. Im 11. Jahrhundert vor allem auch Opium und ich war wieder an die Opioide erinnert, die gewisse Nahrungsmittel ausschütten. Und das ist so lustig, weil viele Sachen, die uns Genuss bringen auf die Dauer Schmerzen verursachen! Ich war eben bei DM einkaufen und die Kassiererin sagte zu einer Stammkundin, dass das neue Jahr hoffentlich voll Gesundheit sei. Und ich denke dann immer: Krankheit ist kein Fluch, der einen ereilt, eine Strafe Gottes oder ein reiner Zufall. Seine Gesundheit hat man fast ausschließlich selber in der Hand!

Vor dem Kino beim Caipirinha offenbarte mir mein Joggingfreund dann mal wieder, er würde jetzt eine Proteindiät machen wollen um die Weihnachtspfunde zu verlieren. Ich nehme an Proteindiät heißt LowCarb heißt Atkins heißt Fleisch und ich fehte seufzend: “Nein, mach das nicht, das ist so ungesund, davon kriegt man Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Gicht, Rheuma, Krebs, erektile Dysfunktion, es schädigt die Nieren, die Leber und fast jedes einzelne Organ.” - Daraufhin erzählte er mir, dass eine Bekannte ihm erzählt hätte, das sei durchaus gesund. Eine mit-20jährige Regiassistenten, die nicht Tag ein Tag aus da sitzt und Biochemie lernt und den fiesen Entsorgungsmechanismus von Ammoniak im Harnstoffzyklus auswendig lernen muss. Aber man hört vielleicht nur das, was man hören will...

Es war auch nicht das erste Mal, dass wir darüber sprachen. Er hat mir schon tausendfach erzählt, dass Kohlenhydrate dick machen und Eiweiß (= Fleisch) dünn. Tatsächlich macht mehr zu essen, als man verbrennt dick und krank und da ist es egal ob Carbs oder Fett.

Ein amerikanischer Lehrer hat jetzt die McDiät erfunden. Er hat 17 Kilo abgenommen indem er 90 Tage lang nur bei McDonalds gegessen, hat aber darauf aufgepasst hat, dass er nicht mehr als 2000 kcal zu sich nimmt. Sein Cholesterinspiegel ist dabei sogar gesunken. Ich möchte nicht wissen wie viele tierischen Fette er vorher gegessen hat. Morgan Spurlock in "Supersize me" hat hingegen jedes Angebot mehr zu essen, was ihm die Verkäuferin angeboten hat annehmen müssen und sich nur sehr, sehr wenig bewegt. Ist fett geworden und hat seinen Cholesterinspiegel gesteigert.

Menu des Tages am 6, Januar 2013


Mango, Banane, Sunwarrior Vanille, Traubenkernmehl, Zimt, Avocado und Gerstengraupen


1 Mate-Tee
10 g Zartbittercreme
8 g Ombar Acai&Blueberry

Gemüsepfanne auf Salat mit Avocado


125 g Sojajoghurt mit Vanillepulver und Stevia
8 g Ombar

1 Grüntee
Vollkornbrot mit Cashew-Kräuter-Ziegenkäse


3 TL Cashew Creme

120 g Möhren
4 Macadamiannüsse
3 Dinkel-Schoko-Vollkorn-Kekse

Essener Dinkelbrot mit Vleischsalat und 1 Miniromana

1 Caipirinha

Waren 2000 kcal wovon ich 200 für den Caipi auf heute rechne und damit heute nur 1600 kcal konsumiere.

Ich bin immer wieder erstaunt wie viele Leute abnehmen wollen und was für Schäden sie alle bereit sind dafür in kauf zu nehmen. Das betrifft LowCarb, aber auch Obstrohkost oder reine Flüssignahrung durch Proteinshakes oder das Schlucken von Appetitzüglern und Abführmitteln. Es gibt sogar eine Substanz, deren Namen ich euch nicht nennen möchte, die man Schlucken kann und dann verbrennt der Körper pro Tag 35000 kcal als Wärme. Bodybuilder schlucken das Zeug ganz gerne und wenn man als Notarzt zu einem Fitnessstudio gerufen wird, ist das häufig der Grund, sagen die Biochemiker an der Uni. Herzstillstand durch Steroide.

Wer  ganz sicher gehen will sollte sich die Ernährungsvorgaben der DGE schnappen, eine moderate Kalorienmenge, die er verbrennen kann auswählen und 3 Mal die Woche Sport machen. Vieleicht noch ein Multivitamin dazu... - Aber das macht ja Arbeit, dabei kann man ja nicht schlemmen, dabei ist nicht alles erlaubt...Aber dabei kann man gesund abnehmen oder sich irgendwie dauerhaft zu schaden. Denn wenn erstmal ein Zahnrad in der Körpermühle kaputt ist, dann überträgt sich der Schaden schon sehr bald auf das nächste.

Ich denke, wir wollen nicht in erster Linie gesund sein. Nur mit dem Mund! - Wir wollen dünn sein, genießen und frei von Leid sein. Alles 3 zu vereinbaren ist die Kunst!

Alles Liebe,

Silke

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Mittwoch, 11. Dezember 2013

Suchtmechanismus durchbrechen...



Die letzten zwei Tage kann ich mit Fug und Recht einfach nur als Offenbarung beschreiben. Und ich raffe überhaupt nicht, warum mir das nicht schon früher klar geworden ist. Es lag eigentlich auf der Hand...Aber das ist ja immer so..

Folgendes: Ich habe mich gefragt, warum ich von meinen 200-300 kcal enthaltenden Gemüsepfannen immer satt werde, von eine Schüssel Vollkornhaferflocken und Bananen mit über 700 kcal aber nicht. Laut allem was Barnard, Lisle, Esselstyn, Fuhrman, Ornish, McDougall, Goldmann etc. etc. sagen, müsste man einfach so vom Verzehr vollwertiger Nahrung abnehmen und satt werden. Warum funktioniert das bei mir nicht?

Zudem habe ich mir gedacht, dass ich einfach das machen könnte, wovon so mancher Neu-Rohköstler schon zu viel Gewicht verloren hat: Einfach nur Gemüse und Salat essen, davon satt werden und so zu wenig Kalorien zu sich nehmen.

Ich hab dann so eine Mischung aus allem gemacht und zunächst einfach mal mein Frühstück, was normalerweise Haferflocken oder sonstigem Getreide besteht durch eine Gemüsepfanne ersetzt. Und siehe da: Ich war satt. Ich war über Stunden satt. Ich war auch nach Sport noch satt. Nicht nach 1,5 Stunden direkt wieder durch Heißhunger motiviert mir neue Nahrung zu beschaffen. Kein Appetit zwischendurch, der mich dazu drängt mir was zu Essen zu besorgen.

Das setzte sich dann durch den Tag hindurch fort und ich dachte: Haha, das ist die Lösung: LowFat und LowCarb gleichzeitig. Einfach nur das essen worin sich alle Ernährungsformen einig sind: Gemüse! - Aber so was es dann doch nicht. Ich habe genau so viele Kohlenhydrate gegessen, wie sonst auch, aber ich habe sie immer als Dessert gegessen, nicht als ganze Mahlzeit. Somit nahm der Magen eine geringere Kaloriendichte wahr und sorgte nicht für die Aktivierung des Belohnungssystems.

Und dann kam mein "Heureka" - was ich gemacht habe, war die Mahlzeit einfach geringer zu konzentrieren. Haferflocken mit Banane ist hochkalorische Nahrung, die das Belohnungssystem aktiviert, Glücksbotenstoffe ausschüttet, nach denen mein Körper gerade verlangt weil ich kein Nikotin zu mir nehme. Wenn ich aber morgens gar nicht erst damit anfange, bleibe ich auch den ganzen Tag über fanstastisch gesättigt. Es war fast schon störend zu den Mahlzeiten Essen einzunehmen.

Und genau das ist auch in der Studie passiert die Barnard immer anbringt wenn er argumentiert warum man ordentlich frühstücken soll. Man hatte übergewichtigen Teenager Jungs entweder Instanthaferflocken oder Vollkornhaferflocken mit gleichem Kaloriengehalt zu essen geben. Die Gruppe, die die Vollkornhaferflocken gegessen hatte, hat im Laufe des Tages 35% weniger gesnackt als die andere Gruppe.

Das mag alles durchaus funktionieren, wenn man normalerweise Zucker und Weißmehl isst, aber bei mir funktioniert das nicht. Bei mir ist es eine Frage der Konzentration der Nahrungsmittel und Haferflocken, Obst, Vollkornkekse, Nüsse, Vollkornbrot ist nun mal die konzentrierteste Nahrung die ich so esse und daher schüttet mein Belohnungssystem dann Glücksbotenstoffe aus und durch diese Lust, die mir zuvor das Nikotin verschafft hat, esse ich zu viel davon. Immerhin will ich unbewusst das Botenstofflevel halten.

Es mag bedauerlich sein, dass unser Hirn uns nicht dann belohnt, wenn wir Grünzeug essen, sondern dann, wenn wir hochkalorische Nahrung essen, aber es ist nun mal so. Einen Großteil unserer Evolution hatten wir das Problem nicht genug Kalorien zu bekommen und Mutter Natur hat entschieden, dass es wichtiger ist uns dafür zu belohnen, nicht wenn wir Grünzeug essen, was in unserer Evolution reichlich vorhanden war. Das, meine Lieben, ist die wahre Lustfalle.

Das Ganze hatte zur Folge, dass ich gestern nur 1633 kcal gegessen habe und die ganze Zeit voll gesättigt war,. Toll, oder? 1 kg Gewichtsverlust von gestern auf heute.So ist das easy. So bin ich ganz schnell wieder bei unter 60 kg, so kann ich jegliche Weihnachtsverführungen, die unter Garantie kommen werden, superleicht wieder loswerden und so ist der ultimative Weg abzunehmen. 1700 kcal aus wenig konzentrierter Nahrung und dazu Sport.

Aber wenn ich mich gaaaanz recht erinnere hat Douglas Lisle in How to lose weight without losing your mind auch folgendes gesagt: Man solle sich als Essensregel immer vornehmen: Erst Salat, dann gekochtes Gemüse, dann konzentrierte Kohlenhydrate in einer Mahlzeit. Das habe ich selbstredend nicht beherzigt und das wird auch weder von Alan Goldhamer noch von John McDougall,. für die Douglas Lisle arbeitet, so umgesetzt. Für das Frühstück empfehlen die nämlich alle Vollkornhaferflocken!

Obst und Nüsse also als hochkonzentrierte Nahrung. So macht die Rohkost es einem zwar leicht sich anderer Süchte zu entledigen, aber in der Lustfalle hängt man auch dann noch. Und genau das passiert mir auch immer auf Rohkostmessen, wo es nur hochkonzentrierte Nahrung gibt. Ich finde kein Ende, weil ich Glücksbotenstoffe bekommen!

 Ich halte es für mich immer noch erstrebenswert mich möglichst davon fern zu halten und meine Freuden aus dem Leben zu ziehen und nicht aus Essen. Vor allem weil man auf die Dauer halt immer mehr davon braucht und das kann man auch an Rohköstlern beobachten. Die tun sich schwer sich bei Nüssen zu bremsen und reißen sich erst am Riemen, wenn sie Verdauungsprobleme bekommen.

Und das selbe gilt natürlich für 80/10/10er die alle so glücklich und zufrieden sind, seit sie mit dieser Ernährung angefangen haben. Sie sind alle voll auf Glücksbotenstoffe und raffen es nicht. Es wird aber dann logisch, wenn sie auf die Idee kommen 3000 kcal am Tag zu esssen und die alle aus Obst wovon man natürlich dann zunimmt. Fruktose wird in Fett verwandelt und Glukose, bei den Kalorienmengen, natürlich auch. Und dann braucht man immer mehr davon, kriegt aber Probleme damit so viele Ballaststoffe zu verdauen, das führt dann zu Blähungen und einem ständigen Aufgedunsensein der Darmgegend, es führt zu Fruktosemalabsolbtion únd damit zu Candida und es zerstört den Zahnschmelz, der nie wieder nach wächst, weil die Zellen, die ihn produzieren beim Durchbrechen des Zahns bereits unter gegangen sind. Und das die Obstrohköstler voll auf Glücksbotenstoffe  sind, kann man eigentlich auch sehr gut sehen, wenn man sich Videobeiträge von Freelee und Durianrider anguckt die mittlerweile sogar empfehlen Kokoszucker pur zu sich zu nehmen, wenn man kein Obst von hoher Qualität findet. - Leuten, die sich Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes anfressen, stehen die zwei in fast nichts nach. Die Krankheiten, die sie verursachen, sind nicht gaaaanz so schlimm, nehme ich an...Suchtprinzip ist das gleiche...

Menu des Tages vom 9. und 10. Dezember

Montag

Gemüsepfanne aus Grünkohl, Pastinake, Zucchini, Waldeslustgewürz


200 g Weintrauben

Salat aus Spinat und Kichererbsen mit Mandeldressing
1 Kaki
1/2 Banane

Zucchini-Champignon-Salat mit Mandeldressing (heute im Newsletter)


172 g Pellkartoffeln
Trauben
1 Banane
2 Erdnussbutterkekse

750 g Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer
1 Banane

Dienstag

Gemüsepfanne aus Mangold, Kichererbsen, Champignons und Waldeslust-Gewürz


171 g Trauben
=395 kcal

1 Picknicker von Viana (Tofuwürstchen)
3 Würfel Edamer Rohmilchkäse
=172 kcal

400 g Brokkoli
250 g Sojajoghurt mit Stevia
2 Mandarinen
=341 kcal

Salat aus gemischtem Blattsalat, gekeimte Linsen, Zwiebel, Apfel, Paprika. Sellerie, Mandeldressing und Dill


1 Banane
1 Mandarine
=359 kcal

Gemüsepfanne aus Mangold, Zwiebel, Paprika, Kichererbsen, Sellerie, Salz, Pfeffer und Curry.


Dazu ein Dinkel-Vollkorntoast
=366 kcal

So, und jetzt könnt ihr mich fragen, ob es den Spaß macht so zu essen. Nein, Spaß macht es nicht, aber jede Mahlzeit war absolut schmackhaft. - War mir auch nicht klar, dass es da einen Unterschied gibt. Auf meine morgendlichen Haferflocken habe ich mich am Abend vorher schon gefreut, genau so wie auf den Kaffee im Krankenhaus (ich habe ja keinen Zuhause) weil ich weiß, dass mich das glücklich macht. Essen kann durchaus auch sehr gut schmecken, aber keine  Spaß machen zu essen!! Was dann aber Spaß macht ist zu wissen, dass man damit satt bleibt und auch noch mit Leichtigkeit Gewicht verlieren kann.:-) Und ich denke auch, dass mein Belohnungssystem, wenn es wieder Normal ist, anders wertet. Jetzt gerade vermisst es seine Botenstoffe...

Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich gestern früh im Bioladen - ohne meine Droge - leicht genervt war, genau ´so wie ich es bin, wenn ich mir Kaffee, Schokolade oder Nikotin abgewöhne. Wenn auch nicht ganz so stark. Essenssucht ist tatsächlich  nicht so extrem wie "richtige" Drogensucht, wenn auch der Mechanismus prinzipiell gleich ist. Daher besteht für alle Dicken und Zivilisationskranken durchaus noch Hoffnung. Wie viele Menschen haben es geschafft sich das Rauchen oder Trinken ab zu gewöhnen! Sich ungesundes Essen ab zu gewöhnen ist physiologisch und psychologisch viel leichter. Allerdings sollte der Suchtmechanismus dahinter vielleicht endlich anerkannt und therapiert werden.

Und, Douglas Lisle hat Recht, Überessen hat nichts mit psychischen Defekten zu tun, davon kann sich jeder frei sprechen. Wer aus Frust isst, sollte einfach mal eine Gemüsepfanne aus Frust essen und wird seinem Belohnungssytem dann ganz schnell beibringen, dass das keine Lösung für das Problem ist was zur Folge hat, dass der Verstand dann nach einer anderen Lösung sucht. Supereasy - Superleitsystem!

Alles Liebe,

Silke

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Dienstag, 3. Dezember 2013

Krankheiten, das Belohnungssystem und das Gesetz der Anziehung...



Es ist immer wieder lustig, wenn ich mich mit dem Gesetz der Anziehung beschäftige, denn da werde ich immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass der Verstand, das Denken, die Gefühle über den Körper bestimmen und nicht umgekehrt. Wobei schlussendlich natürlich auch der umgekehrte Fall eintreten kann, nämlich dass ein nichtfunktionierender Körper einem die Stimmung versaut... Faktisch ist es aber schon so, dass man mit seinen Gedanken und Gefühlen die Dinge in die Existenz ruft und damit schlussendlich natürlich auch Krankheiten oder im Falle des Placeboeffekts eben auch Gesundheit. Schon immer gab es unerklärliche medizinische Wunder, die die Schulmedizin verblüfft haben. Was passiert denn dann also beim Essen???

Bekommen Menschen Diabetes und Herzkreislauferkrankungen, weil sie eigentlich genau wissen (=glauben), dass Zucker ungesund ist? Das Fleisch ungesund ist? Bekommen sie Krankheiten, weil sie sie auf einer unbewussten Ebene haben wollen?

Obwohl ich vom Gesetz der Anziehung absolut überzeugt bin, glaube ich das eben nicht, sondern ich glaube, des Pudels Kern liegt im Belohnungssystem. Manche Menschen ziehen Zivilisationskrankheiten an, weil sie die Gefühle, mit denen sie die Krankheiten verursachen durch hoch konzentrierte Nahrungsmittel scheinbar weg machen. Tatsächlich sind sie aber immer noch in aktiv und in der Lage eine Situation von Krankheit in der materiellen Welt zu erschaffen. Louise L. Hay würde sagen, dem Zuckerkranken fehlt die Süße im Leben, so dass er sie durch Zucker zu ersetzen versucht. Das Herz und das Blut steht für ungehindertes Fließen, für ein reibungslos verlaufendes Leben, für Leichtigkeit, was durch sich verschließende Adern natürlich behindert ist.

Und damit schließt sich der Kreis. Künstliche gute Gefühle haben keinen Wert. Für nichts einen Wert. Das Belohnungssystem zu manipulieren ist dauerhaft absolut sinnlos. Wenn man es mal macht kann es Spaß machen, aber man muss höllisch aufpassen, dass man es nicht täglich tut, denn dann funktioniert das Leitsystem nicht mehr. Das Leitsystem für Selbst- und Arterhaltung, aber auch das Leitsystem für Glück und Unglück.

Um im Einklang mit seinem höheren Selbst oder auch Gott, egal wie man es nennt, zu sein, muss man sich gut fühlen. Oder nein, das habe ich falsch ausgedrückt: Wenn man sich gut fühlt, gute Gefühle hat, ist man im Einklang mit seinem höheren Selbst und alle Wünsche können sich manifestieren. Wenn man schlechte Gefühle hat, ist man nicht im Einklang und hat Widerstände gegen sein eigenes Gutes und die Erfüllung seiner Wünsche. Gedanken, die schlechte Gefühle erzeugen sind außerdem immer Lügen. Sie sind nie wahr und sie fühlen sich so schlecht an, weil das höhere Selbst oder Gott, diese Gedanken selbstredend nicht so empfinden. Schlechte Gefühle sind fast immer Minderwertigkeitsgefühle und natürlich findet das höhere Selbst oder Gott einen immer toll und liebt einen immer bedingungslos, daher sind es Lügen.

Wenn man nun aber aufgrund dieser schlechten Gefühle Nahrungsmittel oder Drogen konsumiert, die diese Gefühle weg machen, ist das System aus dem Gleichgewicht, man fühlt sich gut hat aber immer noch miese Schwingung. Gleichzeitig braucht man immer mehr von der Substanz damit die gleiche Wirkung aufrecht erhalten werden kann.

Diese Erklärung macht für mich völlig Sinn, widerspricht nicht der Schulmedizin, nicht dem Gesetzt der Anziehung, noch nicht mal dem Christentum! Ha! Immer wenn man keine Widersprüche mehr entdecken kann, ist man ziemlich nah an der Wahrheit dran. Obwohl...was ist schon Wahrheit, wenn man eh seine eigene Realität erschafft, nicht wahr?!;-)

Ich hab mein Belohnungssystem am Sonntag auch manipuliert, als ich mit meinem Joggingfreund verabredet war. Starbucks Karamell-Brownie, von dem ich berichten darf, dass er mir, im Gegensatz zu McDonald's Schokoladenkuchen, am nächsten Tag keine Depressionen verursacht. Auch schon was wert... Ich möchte zu gerne Wissen, was McDonalds in seine Speisen tut, damit man davon schneller süchtig wird als von Nikotin! - So mein Empfinden jedenfalls...

Die Verabredung hatte zur Konsequenz, dass mein Joggingfreund mir sagte, dass das Gewicht was ich jetzt gerade habe mir stünde. Mit 2,5 Kilo weniger, wie vor ein paar Wochen, fand er mich zu dünn. Auch eine andere Freundin hatte mir gesagt ich sei zu dünn und jetzt weiß ich wahrlich nicht, was ich davon halten soll, denn ich messe "dünn" an Hollywoodschauspielerinnen und nicht an Otto Normalverbraucher. Habe ich vielleicht eine Körperschemastörung. Ist das, was ich als dünn empfinde zu dünn??? Mein Joggingfreund kennt mich mit Gewicht von 58 bis 72 kg, das mit was steht, hat er noch nie gesagt...

Mir ist natürlich klar, dass man sich bezüglich Gewicht nie, aber auch niemals nach den Wünschen anderer richten soll, egal ob sie sagen zu viel, zu wenig, oder perfekt passend. Nur das eigene Urteil darüber zählt. Ich tue mich aber auch gerade sehr schwer damit mich an 2000 kcal zu halten und empfand seinen Zuspruch auch irgendwie als druckablassend. Wobei schlussendlich - was reg ich mich auf...das ist eh alles Jammern auf hohem Niveau. Nach Weihnachten hab ich vielleicht wirklich was zu jammern...!!!

Menu des Tages am 2. Dezember

Brauner Basmatireis mit Sunwarrior Vanille und Wasser


2 Bananen

1 Kaki
1 Kohlrabi
1 Banane
100 g Maronen



Salat aus Fertigsalat, Paprika, Linsenkeime, Champignons, Mariniertem Tofu und fettarmen Cäsardressing


1 Banane
2 Dinkel-Melasse-Plätzchen

1 Kohlrabi
2 Datteln
2 rohe, fettarme Spekulatius (Rezept noch nicht ausgereift)

Gemüsepfanne aus Kohlrabiblätter, Pilze, grüne Paprika, Ingwer, Zwiebel, Reis, Waldeslust-Gewürz, Linsenkeime, Saane Meerrettich


160 ml Bio Aronia + Granatapfel - Saft

Den ganzen Tag über habe ich Yogi-Tee getrunken, als sei ich süchtig. In Denns Biomarkt gibt es gerade die Aktion, dass man eine Packung YogiTee und einen Riegel Lovechock im Pack für nur 3,99 € bekommt obwohl beides getrennt schon jeweils 3 € kostet, also habe ich zugeschlagen und konnte nicht mehr aufhören YogiTee mit Stevia zu trinken, als wäre ich am verdursten.

Auch Maronen habe ich aus dem Bioladen mitgenommen, weil die einen gravierenden Vorteil haben: Sie enthalten kaum Fett! Nur 7,5% - sind also quasi Obst. Das ist faszinierend, aber macht Maronen auch zum perfekten fettarmen Weihnachtsessen oder zum Zwischensnack auf dem Weihnachtsmarkt. Ich war ja bisher noch nicht dort, aber bin mindestens mit 3 Leuten bereits für den Weihnachtsmarkt verabredet und werden sofort nach Maronen ausschau halten und nicht etwa nach gebrannten Mandeln.

Und Aronia-Granatapfel-Saft habe ich geschenkt bekommen. Literflasche kostet 8 € und jetzt habe ich die offene Flache im Kühlschrank und jetzt muss sie weg. Kalorien gestern 2122. Ich wollte eigentlich welche einsparen, konnte mich aber nicht zügeln...Dafür wird meine Disziplin was Sport betrifft wieder besser: War Sonntag Joggen - und heilfroh, dass ich es gemacht habe, denn danach habe ich mich super gefühlt - gestern Kraftsport und heute dann wieder Joggen. Und vielleicht mein Kalorienmaximum auf 2200 kcal setzten, damit ich nicht jeden Tag mit mir hadern muss???

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats Dezember 2013:
Ombar Acai & Blueberry 38 g - 2,49 € statt 2,89 €
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Mittwoch, 20. November 2013

Mein Belohnungssystem...



Am Montag habe ich was furchtbares gemacht: Mich mit Kommilitoninnen zum Advents-Kaffeeklatsch verabredet und obwohl ich bestens vorbereitet war, war es eine Katastrophe. Ich hatte extra vollwertige Plätzchen gebacken und extra koffeinfreien Kaffee besorgt, aber dennoch hat mich all das andere, was die Mädels besorgt haben, so angelächelt, dass ich nicht widerstehen konnte. Bei Lebkuchen, Schokolade, Pralinen...ja ich glaube das war's hauptsächlich. Ich hab es nicht so mit Plätzchen, aber ich habe es definitiv mit Schokolade! - Eine Kommilitonin hatte sogar überlegt, was sie für mich mitbringen könnte, hat es dann aber bleiben gelassen, weil sie dachte, das würde sowieso falsch. Und tatsächlich ist das auch so, es gibt nichts käuflich zu erwerben, was ich für gesund halten würde, für einen derartigen Anlass.

In dem Zusammenhang kamen wird aber auch wieder auf das Belohnungssystem zu sprechen, was mit Medizinern, wie's aussieht anders abläuft, als mit Künstlern. Wir kamen darauf zu sprechen, weil es um das unglaublich häuige Auftreten von psychischen Problemen ging und vor allem um Depressionen und die fast fahrlässig schnelle Verabreichung von Psychopharmaka. Die mögen so gut untersucht sein, wie keine anderen Medikamente, aber sie manipulieren das Belohnungssystem genau so wie Drogen. Da man in der Natur nur Serotonin und Dopamin ausschüttet, wenn man sich daran macht, seine Ziele zu verwirklichen, dann hat man keinen Grund mehr noch irgendwas zu unternehmen um seine Ziele zu verwirklichen, wenn man serotoninausschüttende Psychopharmaka nimmt! Man kommt also aus dem Teufelskreis nie raus und bei unserem Gespräch ging es hauptsächlich darum, dass bereits Kindern stimmungsaushellende Medikamente verschrieben werden...Nur wie sollen die dann jemals lernen, auf ihr Leitsystem zu hören und intuitiv zu entscheiden, was gut für sie und ihr Leben und was schlecht ist?

Jedenfalls habe ich bei Adventssüßkram erzählt, dass ich mich gerade mit Sucht beschäftige, weil ich im Krankenhaus erkannt habe, dass Typ-II-Diabetiker und Herz-Kreislaufpatienten schlussendlich Suchtkranke sind, Nahrungsmittelsüchtige, und das leuchtet allen ein. Vielleicht reicht es einfach nur Ärzte von morgen zu kennen um etwas zu bewirken. Vielleicht war allein so ein Gespräch ein Samenkorn, dass irgendwann in Zukunft aufgeht, wenn die jetzt mitte 20 Jährigen in 20 Jahren Patienten anderes therapieren. Und dann opfere ich auch gerne mein eignes Belohnungssystem für einen Tag um dieses Gespräch führen zu können.

Aber nachher, Holla die Waldfee, ging es mir gar nicht gut. Mal abgesehen davon. dass ich richtig viel Energie hatte, als ich auf dem Fahrrad nach Hause gefahren bin. Ich war irgendwie rastlos und unruhig und hatte das Gefühl ich würde gerne noch andere Substanzen konsumieren, ich hatte Blähungen, ich habe ganz plötzlich meine Regel gespürt, die am Freitag angefangen hatte und die ich bis dato überhaupt gar nicht bemerkt hatte, aber Montag Abend spürte ich meinen Unterleib. Und ich kam auch zu spät ins Bett. Außerdem hat sich am Montag irgendwas in meinen Hals gesetzt, ein Virus oder ein Bakterium, mit dem es meine Mandeln gerade aufnehmen. Mit Hilfe von Salbeitee und gaaaaanz viel Wasser scheint es sich nicht auszubreiten und bereit abzuklingen. Meine Chefin im Bioladen liegt hngegen flach. Auch die hat es von Montag auf Dienstag erwischt. Sie hat keine Stimme mehr und ist am Dienstag früher nach hause gegangen, während ich - schlecht geschlafen und alles, von der Zuckerdröhnung, und ebenfalls angeschlagen - gefragt wurde ob ich länger bleiben könnte. Das hat man von seiner Gesundheit: Man darf immer wieder einspringen, wenn die anderen krank werden. Es gibt nur eine einzige Krankheit: Ein mieses Immunsystem. Ich liebe meine Mandeln und bin so heilfroh, dass die nie einer raus genommen hat! Mandeln entfernen ist für das Immunsystem das selbe wie Kastration für die Männlichkeit! Meinen Blinddarm habe ich, zum Grlück, auch noch. Man kann doch nicht die wichtigsten Immunorgane einfach rausschnibbeln und dann behaupten die brauche doch niemand!

Gestern dann war ich nicht viel besser, obwohl ich so langsam deprimiert werde über meine Unfähigkeit ordendlich zu essen und vor allem wenig genug zu essen. Wahrscheinlich will ich echt Stimulanz kompensieren und habe es noch nicht gerafft, dass das mit normalem Essen nicht geht. Es fällt mir sauschwer mich an 2000 kcal zu halten und ich frage mich mal wieder, ob es nicht auch eine andere Lösung gibt. Vor allem, weil Douglas Lisle in How to lose weight without losing your mind darüber spricht. Die richtigen Nahrungmittel verzehren, also fettarme vegan Nahrung und wenn man dann immer noch nicht genug abnimmt ggf. noch Nudeln, Brot und Nüsse reduzieren, weil Brot und Nudeln sehr konzentriert und Nüsse sehr fetthaltig sind. Darüber hinaus wird es diesen Kampf mit der suboptimalen Nahrung draußen und in der Gesellschaft natürlich immer geben.

Und während ich das überlege war ich gestern Abend wieder in Gesellschaft unterwegs und nach dem Konzert, dass ich besucht habe, noch in einem Brauhaus. Das war ne Katastrophe und es gab nur Tiere zu essen. Ich habe Champignoncremesuppe und einen Salat bestellt aber es schien als war die Champignoncremesuppe eine Sahnesuppe mit Champignons, der Beilagensalat war dafür recht gut. Und 3 alkoholfreie Biere gab's, weil ich so Durst hatte durch die Immunaktivität meiner Mandeln.

Menu des Tages am 19. November

Buchweizen-Knuspermüsli mit Bananen, Sunwarrior Vanille, 'Traubenkernmehl, Wasser, Zimt, Paranuss, Apfel
1 Banane
Viel Salbeitee

1 Banane
Vegane Bio Linsensuppe aus dem Kühlregal - Demterqualität
1 Kaki

2 Bananen
5 Paranüsse
1 Kohlrabi
4 Datteln
120 g Kichererbsen
2 Möhren

3 alkoholfrei Biere
Champignoncremesupppe
Beilagensalat

Das sieht total wenig aus bzw. nach wenig Kalorien aber das waren weit über 2500 und ich ärgere mich darüber.

Unterdessen habe ich ein neues Video von der Rohvolution für euch. Am Stand von Omniblend und Komomix. Und der Kater hat dieses Mal auch mitgespielt!

 

Alles Liebe,

Silke



Sonntag, 10. November 2013

Was ist eigentlich schlimm daran sein Belohnungsystem zu untergraben...



Ich bin sehr froh darüber, dass ich es geschafft habe, mich gestern zum Joggen aufzuraffen. Das Wetter war herrlich, es tat sehr gut seinen Körper mal wieder zu bewegen und last but not least führt Ausdauersport natürlich auch zu Ausschüttung von Endorphinen, die zum einen glücklich machen und zum anderen die Opiatrezeptoren besetzen, so das man keinen Bedarf an weiteren Opioiden durch irgendwelche anderen Substanzen hat. Laut Wikipedia machen Endorphine auch folgendes:

"Endorphine regeln Empfindungen wie Schmerz (Analgesie) und Hunger. Sie stehen in Verbindung mit der Produktion von Sexualhormonen und werden mitverantwortlich gemacht für die Entstehung von Euphorie....Der genaue Wirkmechanismus der Endorphine ist noch nicht in allen Details geklärt. Man weiß aber, dass Endorphine die dopaminerge Erregungsleitung manipulieren können. Die Ausschüttung von Dopamin in den synaptischen Spalt wird verstärkt."

Also die Ausschüttung von Dopamin wird durch die Ausschüttunge von Erndorphinen ebenfalls verstärkt.

Ich habe Die Suchtfibel ausgelesen, wobei ich viel übersprungen habe, vor allem Bereiche was die Therapie der diversen Süchte betrifft. Denn obwohl manche Nahrungsmittel durchaus süchtig machen können, ist die Wirkung immerhin lange nicht so extrem. Eigentlich ist sie sogar so gering, dass es für manche Menschen lachhaft erscheinen mag, dabei überhaupt von Sucht zu sprechen. Viele Menschen - auch was, fast alle, fast die ganze Gesellschaft - merken auch gar nichts davon, dass sie süchtig sind. Weil sie auch keine Wirkung mehr verspüren, weil sich ihre Neurone an den Stimuluns von Zucker und Fett gewöhnt haben. Weil es alle machen und weil man keinen haluzinogenen oder rauschhaften effekt hat. Ich merke das aber und zwar holla die Waldfee. Für mich ist das wie Koks!

Naja, Schlüssel zu allem ist das Dopamin und da auch die Frage wie viel ist gut und wie viel ist zu viel. Ich nehme an man kann davon ausgehen, dass jede Ausschüttung von Dopmin durch Dinge und Substanzen, die es vor tausenden Jahren auch schon gab, völlig ok ist. Aber wie weit sollte ich zurück gehen? Ist Alkohol ok, weil er sogar in der Bibel getrunken wird? Weil dort sogar Wasser in Wein verwandelt wird? Weil in einem Gottesdienst Messwein getrunken wird? Alkohol schüttet Dopamin aus.

Naja, kommen wird zu Essen und Sex. Laut der Suchtfibel wird die Dopaminausschüttung durch Essen um 50% durch Sex um 100% durch Nikotin um 225% durch Morphin um 300% durch Kokain um 400% und durch Amphetamin um 1000% vermehrt. Krasse Sache, oder? Wobei ich besonders faszinierend finde, dass Nikotin näher an Morphin ist, als an Sex. Essen und Sex gab es schon immer, Ausdauersport auch, also sollte das wohl die natürliche Dopaminausschüttung sein. Worauf die Suchtfibel natürlich nicht eingeht ist das worüber Barnard in Breaking the Food Seduction schreibt. Substanzen in Nahrungsmitteln, die wirken wie Drogen, vor allem die Schokolade und der Zucker.

Was dort hingegen besprochen wird ist die Tatsache, dass es etwa 10 Minuten nach dem Verzehr von Nahrung zu einer Dopaminausschüttung kommt, die mit dem Geschmack rein gar nichts zu tun hat, sondern nur mit dem Kaloriengehalt zusammen hängt. Die bleibt aus, wenn man Süßstoffe verwendet, obwohl es eine separate Belohnungswirkung allein für den guten Geschmack gibt. Der Autor räumt auch ein, dass zur Behandlung von Adipositas durchaus auf das Suchtpotential von Nahrungmitteln eingegangen werden müsse.

Warum ist das alles aber überhaupt ein Problem, mal völlig abgesehen von den körperlichen Auswirkungen, die Drogen und auch ungesundes Essen haben können.

Weil das Belohnungssystem einen biologischen Zweck hat und es uns ermöglicht nicht nur unseren angeborenen Trieben und Instinkten folgen zu müssen, sondern um auch dazu zu lernen. Mit einem gut justierten Belohnungssystem kann man intuitiv die richtige Entscheidung für sich treffen und man schärft seine Aufmerksamkeit für Dinge, die in Zukunft belohnt werden könnten. Und drittens erinnert man sich an alles besser, was mit Emotionen verknüpft ist und diese Emotionen sind auch mit dem Belohnungssystem verbandelt. Das alles wird ausgeschaltet, wenn man irgendetwas konsumiert, was übermäßig viel Dopamin ausschüttet. So hat man zum einen eine körperlichen Schaden, ein Suchtproblem und zudem ein kaputtes Belohnungssystem.

Das führt dazu, dass die Entwicklung der Persönlichkeit ausbleibt, weil man keine echte Motivation mehr hat sich lohnbringend zu verhalten, man wird weniger belastbar, weil man nicht mehr bereit ist länger auf eine Belohnung zu warten und es verlieren alle Tätigkeiten und Dinge an Wert, die nicht mit einer Ausschüttung von so viel Dopamin wie Drogen es könne, verbunden sind. Dadurch knüpft man dann falsch Assoziationen und die lassen einen dann auf falsche Schlüsselreize ragieren und man denkt, wie ich bei "Date" automatisch an Alkohol oder bei Weihnachten an Schokolade. Ist Weihnachten wirklich so eine schöne Zeit oder liegt das einfach nur daran, dass wir alle voll auf Drogen sind?

Es gibt so manche Dinge, über die man mal reflektieren muss...

Menu des Tages am 10. November

Haferflocken, 1 Banane, 1/2 Kaki, Leinsamen, Mohn, Paranuss, Hanfprotein, Zimt und Wasser


2 Brennnesseltee

1 St. Zimtschnecke, roh
2 Bananen

Thai Möhrensuppe


24 g Buchweizen Knuspermüsli


1 Dose Kichererbsen

Salat aus Grünkohl, Kartoffeln, Tomate, Zwiebel, Tahinidressing, Salz, Rotweinessig


2 Möhren

Ich hab mich total schwer getan mich zu zügeln. Möglicherweise, weil ich Sport gemacht habe und danach total Hunger hatte, möglicherweise auch zyklusbedingt. Aber ich wollte ja eh auf mein Hungergefühl mehr eingehen, jedoch ist auch einfach noch zu viel "Zaubernahrung" im Kühlschrank. Die Zimtschnecke war ein Test für den Workshop am Wochende, wo es auch um rohköstlicher Weihnachtsbäckerei geht (übrigens 1 Platz ist noch frei) und jetzt liegt das Ding da. Irgendwann und -wie essen muss ich es. Also versuche ich alles andere, was ich esse fettarm zu halten und das geht am besten mit Obst, aber Obst hat wiederum kein Eiweiß. Und so kam es, dass ich gestern Nachmittag regelrecht Heißhunger auf Kichererbsen hatte und eine ganze Dose davon verschlungen habe. 1 Dose Kichererbsen deckt übrigens 70% des Tagesbedarfs am Lysin, dieser essentielle Aminosäure, die so wichtig für den Aufbau von Kollagen ist.

A propos Kollagen: Ich werde schöner seit ich Stimulanzien vermeide und ausschlafe - Schönheitsschlaf ist auch was Wert, liebe Leute, die Haut strafft sich immer mehr und auch Falten verschwinden nach und nach. Vielleicht auch dadurch, dass ich zusätzlich eine Hyaluroncreme aus dem Bioladen teste und zudem die vegane Granatapfel-Augencreme von Weleda verwenden. Ich würde mich selbst derzeit 10 Jahre jünger schätzen. Obwohl ich auf der Veggie World auch von anderen 10 Jahre jünger geschätzt wurde.

Alles Liebe,

Silke



Sonntag, 3. November 2013

Die Wahrheit über die DGE...



Zu dumm, ich hatte irgendwie im Hinterkopf, dass ich heute gar nicht bloggen werde, weil ich heute zur Rohvolution nach Mülheim fahre und daher habe ich es völlig verschwitzt gestern mein Essen aufzuschreiben und zu fotografieren und deshalb ist das Blog heute relativ bilderlos...

Am Freitag hatte ich ein DGE-Aha-Erlebnis. Also die DGE, das ist ja die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die die Leitlinien für gesundes Essen heraus gibt. Das ist das was offiziell empfohlen wird, woran man sich halten soll, was gesund ist. Was ich am Freitag rausgefunden habe geht in die selbe Richtung wie das was ich am Tag vorher in dem Diätetik-Buch gelesen habe: Die Empfehlungen der DGE sind nicht das, was die 100% beste Ernährung für die Spezies Mensch ist. Die Empfehlungen der DGE sind eine Ernährung die weitestgehend an das Essverhalten der Gesellschaft angepasst aber noch nicht so schlimm ist, dass man davon krank wird. Leider wird man davon aber auch noch nicht gesund!

Die Diabetiker in der Schulung haben einen Zettel in die Hand gedrückt bekommen mit einer Lebensmittelpyramide zum ankreuzen, was sie über mehrere Tage praktizieren sollen. So soll ihnen klar werden was sie essen und ob sie sich halbwegs gesund ernähren. Beim Verteilen der Pyramide sagte einer der Patienten schon: "Und alles was unten steht schmeckt nicht...Also Gemüse und so"
Die Leiterin der Schulung fragte in die Runde wie viele Portionen Gemüse und Obst jeder einzelne essen würde. Eine Portion habe etwas die Größe einer Faust. In meinem Kopf habe ich mit überlegt und schätze ich esse täglich vielleicht 10 Portionen. Nur einer der Patienten, derjeniger der am meisten Obst und Gemüse aß, kam auf 2 Portionen am Tag und das war genau der, der zuvor sagte, dass das alles nicht schmecke. Erinnert ihr euch an Dr. med, Richard Beliveau, den Autor von Krebszellen mögen keine Himbeeren: Nahrungsmittel gegen Krebs. Das Immunsystem stärken und gezielt vorbeugen der in "Was uns wirklich nährt" sagte, man müsse 6-8 Portionen Obst und Gemüse essen. Die empfohlenen 5 am Tag seien zu wenig.

Und da sind wir wieder bei der DGE. Die DGE kommt gar nicht erst auf die Idee den Leuten zu empfehlen 8 Portionen Gemüse zu verzehren, weil sie sie nicht völlig entmutigen will. So macht es die Diabetesschulung auch. So machen es auch die meisten Ärzte. Die Patienten dazu anregen wenigsten kleine Veränderungen zu machen, um sie nicht zu überfordern. Barnard schreibt jedoch in Dr. Neal Barnard's Program for Reversing Diabetes: The Scientifically Proven System for Reversing Diabetes Without Drugs, dass es Studien gäbe, die gezeigt hätten, dass wenn der behandelnde Arzt wirklich insistiert, dass der Patient eine radikale Ernährungsumstellung durchführe, dieser das meistens auch täten.

Und so sieht die Ankreuzpyramide aus:


6 Glas Wasser
5 Portionen Obst und Gemüse
4 Portionen Getreide oder Kartoffeln
3 Portionen fettarme Milchprodukte und 1 Portion Fleisch oder Fisch
2 Portionen Butter oder Öl, wobei eine Portion hier 1 EL ist
und 1 Süßigkeit.

Mit 1 Portion Milchprodukt ist z.B. eine Scheibe Käse oder ein Joghurt gemeint. Eine Portion Fleisch ist ebenfalls bereits eine Scheibe Aufschnitt. Darüber waren die meisten Patienten schon entsetzt!
Was glaubt ihr`? - Ist es leichter so eine Ernährung einzuhalten oder eine wie Barnard, Esselstyn, Ornish, McDougall, Fuhrman und Co. sie vorschlagen mit so vielem Essen wie man will aber vollwertig, pflanzlich und fettarm. Nicht zu vergessen, dass von obiger Ernährung weder Insulinresistenz weggeht noch Arteriosklerose. Und genau das ist der Grund warum Esselstyn sagt: "Moderation kills" - Selbst wenn man es schafft sich so zu ernähren, wie die Pyramide vorgibt, kann man immer noch sehr leicht an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben, vor allem als Diabetiker.

Naja, die Patienten haben gerade Gemüsetage und der bereits oben erwähnte sagte direkt morgens als die Schulung anfing sein Belohnungszentrum würde nach Fett schreien. Ehrlich, das hat er nicht von mir, das wusste er selber! - Er hat aber auch bereits einige Bücher über Ernährung gelese und das macht ihn zu einem guten Schüler. Sein Blutzucker ist überhaupt nur entleist, weil er Cortison vom Arzt bekommen hat und das lässt den Blutzuckerspiegel steigern, weil es ein Stresshormon ist. - Am Ende des Tages war es auch genau er, der sich fragte wie man denn ohne viel Öl und Fett eine gute Tomatensauce zubereiten könnte, das schmecke doch alles nicht. Es müsse jemand auf die Idee kommen ein unschädliches Fett als Geschmacksträger zu erfinden.

Schlussendlich ist aber die Sache die, dass Fett gar kein Geschmackaträger ist sondern einfach nur etwas, was im Körper eine Dopaminausschüttung veranlasst. Ein Neurotransmitter. Fettarmen Produkten wird immer Zucker zugesetzt, damit die besser schmecken, weil auch Zucker dafür sorgt, dass Dopamin ausgeschüttet wird. Und wisst ihr was Glutamat ist? - Glutamat ist auch nur ein Neurotransmitter, den der Körper hier mit der Nahrung aufnimmt. Vielleicht sollte man sich L-Dopa, das Parkinsonmedikament, über das Essen streuen, dass als Vorstufe von Melanin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin fungiert, damit es besser schmeckt. Oder Dopamin pur! - Nur Spaß, macht das nicht, kriegt euer Belohnungssystem auf natürlichem Weg auf die Reihe.

Es wird den Patienten empfohlen zuhause einen Tag die Woche einen Gemüsetag zu machen. Neben Gemüsetagen dürfen die Patienten aber auch "Hafertage" machen, was mir jetzt neu war, aber klar---macht Sinn! - Morgens Haferflocken mit Obst, Mittags Haferflocken mit Gemüse - dafür verteilen sie auch Rezepte - und abends dann nach Geschmack. Genau das selbe Prinzip wie bei Barnard nur viel zu wenig intensiv umgesetzt und wahrscheinlich mit doofen Rezepten. Warum nicht gleich: Gabel statt Skalpell: Gesund durch Ernährung auf pflanzlicher Grundlage - Ich glaube ich erwähne das am Ende der Schulung mal...

Und nachdem eine viertel Stunde darüber gesprochen wurde wie man fettarme, leckere Tomatensauce zubereitet, habe ich meine Hand gehoben und gefragt ob ich etwas dazu beisteuern dürfte. Zwar kein Tomatensaucenrezept, weil ich da irgendwie gar nicht drauf stehe, aber folgendes: Geschmacksknospen werden nur 12 Tage alt, dann sterben sie ab und es kommen neue. Die kann man wieder völlig anderes prägen. Das heißt es dauert vielleicht 2-3 Wochen, bis man sich eines Geschmack entwöhnt hat. Das passiert auch, wenn man von 3,5%-Milch auf 1,5% wechselt oder von herkömmlicher Milch auf Sojamilch.

Es ist also überhaupt nicht so, dass wenn man jetzt aus gesundheitlichen Gründen seine Ernährung umstellen muss, man nie wieder Freude am Essen haben wird! - Die Geschmacknerven stellen sich um und nach wenigen Wochen wird Dopamin dann auch bei gesundem Essen ausgeschüttet. Toll, oder?:-) - Wobei es laut Esselstyn sogar 1-3 Monate dauert, bis man Fett nicht mehr als lecker sondern eher als störend empfindet. Das weiß ich nicht, so lange war ich noch nie unter 10% Fett am Tag. Ist aber auch nicht mein Ziel. Ich halte mich gerade an die 20% und das geht recht gut einfach nur um meinen Sättigungsmechanismus zu schulen...

Menu des Tages am 2. Novemver

Haferflocken mit Wasser, Rosinen, Leinsamen, Hanfprotein und Erdnussbutter
1/2 Roggenbrötchen mit Erdnussbutter-Schoko-Aufstrich


2 Tassen Brennnesseltee

1 Trek-Riegel

1 Scheibe Früchtebrot
Salat aus Blattsalat, Zwiebel, Paprika, Sonnenknuspis. Olivenöl, Salz, Pfeffer

1/2 Roggenbrötchen mit Erdnussbutter-Schoko-Aufstrich
2 Amaranth-Mais-Waffeln
Haferflocken mit Wasser und Rosinen

Gemüsepfanne aus Blumenkohl, Paprika, Brokkolistengel, Spinat, Dinkel, Thai Curry, Konblauch, Salz und Pfeffer

Wie gesagt, heute ist Rohvolution in Mülheim und ich werde mich da mal umschauen. Obwohl ich irgendwie auch nicht mehr so richtig Sinn darin sehe, denn das ist ja auch alles nur Belohnungssystem-Kram. Schokolade und Fett und Trockenfrüchte und Durian. Wahrscheinlich werde ich wieder nur Durian kaufen.
Auch irgendwie enttäuschend...Eigentlich brauche ich weder eine Rohvolution noch eine VeggieWorld, sondern einfach nur meinen Bioladen. Ich vermisse nämlich immer Vollkorngetreide und grüne Blätter auf diesen Messen, die wichtigste Nahrung überhaupt!

Alles Liebe,

Silke



Samstag, 19. Oktober 2013

Erleuchtung oder How to lose Weight without losing your Mind...



Ereignisreiche Tage liegen hinter mir, in denen fast mehr in mir passiert ist als außen. Mal wieder weiß ich nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen, bin völlig überwältigt von den Eindrücken und finde es gleichzeitig furchtbar, dass ich nicht die Zeit hatte täglich darüber zu schreiben.

Neben den 3 Drehtagen habe ich Die Lustfalle gelesen und meine Faszination wuchs von Kapitel zu Kapitel. Ich habe den Eindruck, dieses Buch ist das Puzzelstück, welches mir zur totalen Erkenntnis über alle Lebensbereiche, mit denen ich mich jemals beschäftigt habe, noch fehlte. Douglas Lisle ist briliant, einleuchtend, wohl formuliert, auf der Höhe jeglicher Medizin, Psychologie und Evolutionstheorie. Ein Must-Read. Das wahrscheinlich wichtigste Buch, was jemals geschrieben wurde!

Nicht nur erklärt er die Lustfalle in Bezug auf Essen, sondern auch in Bezug auf die Medizin. Und dadurch ist mir endlich klar geworden, warum die Schulmedizin in so vielerlei Hinsicht eine Einbahnstraße ist. Besonders in Bezug auf Diabetes und Herzkreislauferkrankungen.

Da wir alle, also jede Spezies auf diesem Planeten, alles mit möglichst wenig Schmerz, möglichst großer Lust und möglichst wenig Aufwand machen wollen, schon Atome sind so gestrickt, dass sie alles mit möglichst wenig Aufwand machen wollen, bedient die Schulmedizin natürlich auch genau dieses Prinzip. Der Patient will es so. Schmerzen werden durch Medikamente weg gemacht, Krankheiten durch Behandlung der Symptome vorerst zum verschwinden gebracht.

Dabei erörtert Douglas Lisle auch intensiv, dass Symptome nicht die eigentlichen Erkrankungen sind, sondern hauptsächlich Warnhinweise, dass wir mehr auf uns Acht geben sollen. Schmerzen sind Zeichen dafür, dass wir uns schonen müssen, Fieber ein Abwehrmechanismus des Körpers und überhaupt sei häufig die beste Maßnahme zur Heilung nicht, das Hinzufügen einer Substanz, sondern das Weglassen. Meine Katze wurde auch dann wieder gesund, als sie 16 Tage das Fressen einstellte. Heilfasten halt. Unser Körper hat nun mal unseren Verstand übersteigende Selbstheilungskräfte. Die hat er sich im Laufe von Millionen Jahren angeeignet und wir, die wir jetzt leben, sind nun mal die jeweils erfolgreichsten Nachkommen, der jeweils erfolgreichsten, am besten angepasstesten, am besten überlebensfähigsten Individuen unserer Spezies.

Aber da gibt es dann noch ein paar mehr Fakten. Das ganze Neurotransmitter-Ding, welches durch Genussmittel angefeuert wird und durch hochkonzentrierte Nahrung. Dabei ist die Quintessenz davon eigentlich auch in diesem wunderbaren Video zu finden. Ein Vortrag von Douglas Lisle zu Thema:

How to loose weight, without loosing your mind.



Er geht darin vor allem auf den Mechanismus ein, der zur Sättigung führt, und der funktioniert grundsätzlich bei absolut jedem. Der Magen hat Rezeptoren für Dehnung und für Nährstoffgehalt und er bestimmt darüber, wann man satt ist und wann nicht. Wenn die Dehnung fehlt, z.B. dann, wenn Ballastoffe fehlen, was immer der Fall ist, wenn man Fleisch, Milchprodukte und Weißmehl isst, bleibt ein Teil des Sättigungssystems auf der Strecke. Ein weitere Faktor ist bei konzentrierter Nahrung aber auch, dass die Nährstoffrezeptoren irritiert sind, wenn man Sachen isst, die in der Natur so nicht vorkommen. Sachen mit sehr viel Fett und sehr viel Zucker und sehr wenig Ballaststoffen. Der Körper registriert zwar, wenn man, sagen wir, 30 g Butter oder Öl isst, dass da jetzt viel Fett aufgenommen wurde, aber die exakte Berechnung des Nährstoffgehalts funktioniert nicht mehr richtig. Statt der 270 kcal, die 30 g Öl enthalten rechnen die Rezeptoren nur ca. 150 und man hat noch mehr Hunger, als man eigentlich haben sollte.

Und so isst man dann über die Jahre immer ein bisschen zu viel und die Pfunde häufen sich an. Das ist nicht bei jedem einzelnen Individuum katastrophal ausgeprägt, aber scheinbar bei den meisten. Einige wenige können tatsächlich alles essen was sie wollen und nehmen nicht zu. Wobei ich mich dann auch frage, ob das dauerhaft funktioniert und ob die nicht vielleicht doch gesünder essen. Und natürlich kriege auch die die Konsequenzen ihrer Fehlernährung irgendwann in Form von Krebs und Herzkreislauferkrankungen zu spüren.

Es liegt daher nicht an der Überfülle, dass wir übergewichtig und krank sind, es liegt daran, dass sowohl unser Sättigungssystem nicht mehr richtig funktioniert als auch unser Belohnungssystem. Wilde Tiere, die das Glück haben in einem Habitat zu leben, welches ebenfalls übervoll mit Nahrung ist, wie unsere zivilisierte Gesellschaft, werden nämlich auch nicht fett und fressen wild um sich rum. Was Tiere machen, wenn die reichlich Nahrung haben - und das hat mich völlig umgehauen - ist nämlich mehr Sex zu haben. Was ein Teil einer Erklärung ist, warum ich in den letzten 12 Jahren Armut, die ich bis quasi dieses Jahr hatte, weder viel Sex hatte, noch mich fortgepflanzt habe. Es wäre evolutionstechnischer Blödsinn, da die Nahrung und die Ressourcen noch nicht mal für mich reichten!

Und so war mir dann endlich, nach jahrelangem Suchen endlich klar, warum was gesund ist und was nicht, was falsch ist und falsch läuft und was man machen kann.

Trotz großartiger Erfolge, die ich mir Rohkost hatte, hat es mich nie richtig überzeugt, weil es irgendwie nicht plausibel war. Immerhin kochen wir als Spezies schon seit Jahrtausenden und dafür muss es doch auch einen Grund geben. Auch "vegan" ist für mich nicht wirklich plausibel, denn da wird auch Industrieschrott verzehrt und, seien wir mal ehrlich, auch beim Ackerbau sterben Tiere, wenn sie unter den Mähdrescher kommen. Das Freilegen von Ackerflächen raubt Tieren auch ihren Lebensraum.

So kam es quasi immer dazu, dass ich, wenn die Gelegenheit es ergab, Ausnahmen gemacht habe. Und so habe ich noch nie, nicht mal in meinen 100% Rohkostzeiten bei Dreharbeiten keinen Süßkram gegessen, fast nie keinen Kaffee getrunken und auch allzu häufig war ich verführt dazu, eine zu rauchen. Schlicht und ergreifend deshalb, weil mir immer klar war, dass das, wenn ich es an einem einzigen Tag mache, kaum Konsequenzen für meinen Gesundheit hat.

Das war dieses Mal anders. Es hat zwar keine Konsequenzen für meine Gesundheit, aber durchaus für mein Belohnungssystem! Daher bin ich da diesmal völlig anders ran gegangen. Ich war erstmals wirklich überzeugt davon, dass ich das wirklich nicht konsumieren will, weil ich will, dass mein Belohnungssystem weiterhin auf der Reihe bleibt. Ich will mit meinem Leitsystem im reinen sein, ich will echte gute Gefühle haben und mich davon leiten lassen. Echte wahre Lust nicht eine die durch Drogen und Genussmittel induziert wird. Denn wenn man das macht, ist das eigenen kurzgeschaltet und funktioniert nicht mehr, oder wesentlich schlechter. So kriegt der Blogname dann plötzlich auch wieder eine treffende Bedeutung: die Suche nach echter, wahrer, purer, reiner und damit roher Lust und nicht notwendigerweise der Verzehr 100%iger Rohkostnahrung - die dummerweise auch das Belohnungssystem irritiert wenn es sich um Nüsse, Agavendicksaft, Obstsmoothies, Obstsäfte oder sehr fetthaltiges Fleisch und Öle handelt.

Der Plan war zum einen selber etwas zum Essen mitzunehmen aber nicht alles. Ich wollt
auch gucken, wie ich mit gesellschaftlichen Situationen zurecht komme und welche Kompromisse ich ggf. würde machen müssen. Mitgenommen hatte ich einen Vollwertblondie und einen Organic food bar, was zwar beides auch nicht die optimale Nahrung für das Belohnungssystem ist, aber besser als alles was es dort gab.

Mittwoch Nachmittag fragte ich, den Aufnahmeleiter, wann denn das Mittagessen angesetzt sei, weil ich Hunger hatte. Er darauf: "Hast du kein Brötchen gegessen?" Ich: "Ich esse sowas nicht. Kein Weißmehl und ich vermeide auch Süßigkeiten, wenn ich kann". Darauf er: "Warum hast du das nicht eher gesagt? Dann hätte ich für dich was anderes besorgt! Ich kann für die Darsteller genau das besorgen, was die haben möchten, das ist überhaupt kein Problem!" Und daraufhin erzählte er mir die Geschichte, wie er Anfang des Jahres mal keine Süßigkeiten mehr gekauft hätte und nach 3 Wochen sei ihm das Team aufs Dach gestiegen, weil es keine Süßigkeiten gab, so dass er sie dann doch wieder gekauft hätte. Beim Fernsehen gibt es immer nur folgendes zu essen: Kaffee, Brötchen und Süßigkeiten - aber ich treffe auch immer wieder Leute dort, die es genau so stört wie mich, dass man sich beim Fernsehen einfach nicht halbwegs anständig ernähren kann. - Aber der Gruppenzwang lässt uns dann alle nachgeben...

Für meine Kaffeegelüste hatte ich koffeinfreien, löslichen Kaffee mitgenommen, der noch von meinem Geburtstag über war. Ich bin nämlich ein großer Freund der Selbstverarsche. Das Rauchen habe ich mir mit Nikotinkaugummis abgewöhnt und diese dann wiederum mit normalen Kaugummis. So geht das auch mit Kaffee, denn es ist nicht nur der Suchtstoff, der einen das konsumieren lässt, sondern auch die Gewohnheit. Douglas Lisle schreibt in einem Kapitel auch sehr außergewöhnlich über Gruppenzwang und Experimente über soziale Integrität. Ein jüdischer Forscher kam in den 60er Jahren, zu seinem eignen Missfallen, auf den Gedanken, dass wahrscheinlich nicht alle Deutschen im Dritten Reich das manifestierte Böse waren, sondern dass es nur ein paar Nazis gab und die anderen aus sozialer Integrität mit gerannt sind.

So ist das auch bei Drogen, bei meinen Alkoholproblemen bei Dates und überhaupt in gesellschaftlichen Situationen. Ich tue mich sehr schwer damit nicht "mitmachen" zu können. Allein schon der Gedanke daran löst schlechte Gefühle bei mir aus und der Gedanke daran dann wieder den expliziten Wunsch nach Genussmitteln. Teufelskreis.

Daher bin ich auch kein Freund der Cold-Turkey-Variante der Entwöhnung. Also von jetzt auf gleich sofort mit allem aufzuhören was ungesund ist. Man sollte sich da besser nach und nach rantasten und nach und nach schlechtere Nahrungsmittel durch bessere austauschen. Jetzt alles auf ein mal bleiben lassen zu müssen löst so viel Unwohlsein aus, dass man am liebsten sofort zu ungesunden Sachen greifen möchte, weil sie beruhigen oder glücklich machen. Wie schrieb Allan Carr: Die meisten Raucher finden sich vor den Türen der Krebskliniken. Krebs erzeugt Angst und das wiederum den Wunsch nach einem Beruhigungsmittel: Nikotin

Mittags wurde in einem Restaurant in Ehrenfeld, der veganen Hochburg Kölns wie's scheint, gegessen, denn das Restaurant Speisemeister hatte explizit ein veganes Gericht auf der Karte, was ich bestellt habe. Süßkartoffelgratin. Donnerstag hatte ich einen großen grünen Salat und dazu kein Weizenweißmehlbrot. Weizen irritiert auch das Belohnungssystem, da das Gluten zu opiatähnlichen Teilchen zerlegt wird, welches die Opiatrezeptoren ansteuert und dann beruhigt. Mir wurde in den letzten 3 Tagen auch klar warum meine Mutter überhaupt erst durchgedreht ist, nachdem sie auf Gluten verzichtet hat. Ihre Droge, ihr Beruhigungsmittel war weg und sie hat sich unweigerlich darauf gestürzt unsere Familie zu zerstören.

Gestern hatte ich nicht so viel Glück, da bei einem Pizzadienst bestellt wurde, ich hatte keine Zeit oderndlich in die, auf einem Smartphone angezeigte Speisekarte zu schauen und habe einen Fitnesssalat bestellt. Der enthielt dummerweise Käse und war zudem echt mies. Den Käse habe ich gegessen, obwohl ich den am Donnerstag, als mir ein Dinkelvollkornbrötchen leider auch mit Käse, gegeben wurde, weggeschmissen habe. Normalerweise hätte ich ihn gegessen, einfach nur, weil er umsonst war, weil wegwerfen es auch nicht besser macht und weil eine Scheibe Käse noch keinen Krebs oder Herzinfarkt macht. Ich hab ihn weggeworfen, weil er mein Belohnungssystem irritiert. - Gestern nicht, dafür habe ich dazu Roggenvollkornbrot gegessen, was ich mitgebracht hatte um zumindest das Fett im Käse auszugleichen und meinen Sättigungsmechanismus besser zu unterstützen.

Schlussendlich habe ich mich aber durchweg besser gefühlt. Mehr im Reinen mit mir selbst, konnte auf mein natürliches Ruhebedürfnis eingehen und habe mich schlussendlich gefragt: Hat mir Drehen bisher immer nur deshalb Spaß gemacht, weil ich da Drogen konsumiert habe? - Es war nämlich superanstrengend und hat kaum Spaß gemacht, weil das Niveau, was ich gerne hätte, einfach nicht erreicht wurde und weil ich die Hauptrolle hatte und in jeder, aber auch jeder Szene drin war. Für so viel Arbeit war das zu wenig Geld, auch wenn ich exakt die Tagesgage hatte, die ich haben wollte und dafür 1,5 Monate im Biolanden arbeiten muss Nächstes Mal muss ich für eine Hauptrolle mehr verlangen.

Und tatsächlich war ich heute früh auch wieder bei nur 59,3 kg. Das mit dem Sättigungsmechanismus, was Douglas Lisle in dem Video beschreibt, war mir nämlich neu und eigentlich habe ich meinem Sättigungsmechanismus auch noch nie vertraut. Ich bin nämlich in der Lage auch bei vollwertiger, pflanzlicher, fettarmer Nahrung zu viel zu essen, so dass ich dennoch zunehme. - Aber das, so die Erkenntnis über das Belohnungssystem liegt in meinem Fall dann daran, dass immer noch Genussmittel teil meiner Nahrung waren und wenn ich die dann weg lasse habe ich das Bedürfnis die ausbleibenden Botenstoffe doch durch zu viel Essen zu bekommen. Zu100% habe ich das noch nicht begriffen, aber was da die letzten 3 Tage passierte, war für mich eine völlig neue Welt. Könnte es doch sein, dass man wirklich, also sogar ich, wenn die richtigen Nahrungsmittel verzehrt werden, so lange essen kann, bis man satt ist? Ich glaube ja. Auch wenn ich dem Braten noch nicht traue...Und ich muss auch noch mehr mit Nahrungsmitteln experimentieren. Sie dürfen weder zu stark konzentriert sein, noch einen zu hohen glykämischen Index haben, damit das reibungslos funktioniert. Und man darf sie nicht als Ersatzbotenstoffbereitsteller für Genussmittel verwenden.

Heute fahre ich zu meinem Vater, daher hört ihr erst wieder am Montag von mir. Aber jetzt bin ich definitiv wieder da. Der Stress ist vorbei. Das hat auch mein Körper bemerkt, da ich meine Tage bekommen habe, die letzten Monat - Schuld ist das Krankenhaus - ausgefallen sind, was mir fast noch nie in meinem Leben passiert ist!!!

Alles Liebe,

Silke

Dienstag, 15. Oktober 2013

The Pleasure Trap - oder Alles über das Belohnungssystem...



Ich habe ein Problem, was sich in den letzten Monaten immer wieder gezeigt hat und vorgestern, besser gesagt gestern, habe ich den Punkt erreicht, dass es mir nicht mehr in den Kram passt und ich es abstoßen will. Folgendes: Immer wenn ich einen Mann date, bin ich nicht in der Lage keinen Alkohol zu trinken.

Das hat so mancherlei Gründe. Die Männer trinken überhaupt selber recht gerne Alkohol und ich mache aus Gruppenzwang mit. Ein weiter Grund sind aber meine eigenen Unsicherheiten in Bezug auf das Date. Ich weiß z.B. nicht mit welcher Einstellung der Mann an das Date ran geht, welche Gefühle er in Bezug auf mich hegt. Ob er mich ins Bett kriegen will, oder andere Gefühle entwickelt. Ich habe aber auch Angst davor eingeschränkt und eingeengt zu werden. Wenn es ein Mann ist, der mir sehr gefällt bin ich unsicher ob ich ihm gefalle. Ich bin unsicher ob der Abend überhaupt was wird, ob man sich was zu sagen hat oder ob es langweilig wird und wie ich da wieder raus kommen würde, wenn es doof wird. Und das alles führt dazu, dass mein Belohnungsstystem mir sagt, ich solle irgendwas konsumieren was beruhigend und sedierend auf mich wirkt, was mich aber auch gleichzeitig enthemmt.

Vorgestern Abend war ich mit dem Maler verabredet. Er war bei mir zuhause, wir haben lecker vegan gekocht und dann den restlichen veganen Wein von meinem Geburtstag, seinen Lieblingswein, leer gemacht. Das Date hat 12 Stunden gedauert und wir haben ausschließlich geredet über Gott und die Welt. Gestern war ich völlig durch den Wind. Er aber auch. Wir mussten beide arbeiten. Und ich, für meinen Teil, hasse diese Tage danach.

Gestern in der Post war dann The Pleasure Trap: Mastering the Hidden Force That Undermines Health and Happiness und als ich erstmal angefangen hatte es zu lesen, war ich völlig angefixt. Alles machte plötzlich wieder Sinn, ich wusste wo ich hin musste, wo ich hin wollte, was das alles auf sich hat, warum mein Belohnungssytsem momentan völlig durcheinander ist (was das Krankenhaus schuld ist, weil ich da einfach nicht machen konnte, was in meiner Welt irgendwie sinnvoll ist) - Hab grad rausgefunden, dass es das Buch auch auf Deutsch gibt, ist aber ein bisschen teurer: Die Lustfalle: Warum Gesundsein so schwerfällt und was Sie dafür tun können

Im Leben geht's um die Erhaltung der Art. Das macht man, indem man sich gut ernährt und indem man sich fortpflanzt (da bin ich beim Thema Dating). Das Belohnungssystem funktioniert in Form einer Triade. Hat 3 Bestandteile: Lust/Glück/Zufriedenheit finden, Schmerz vermeiden und alles mit möglichst wenig Anstregungen bewältigen. Dazu hat es unterschiedliche Botenstoffe. Dopamin für Lust und Glück, Serotonin für grundsätzliche Zufriedenheit. Dopamin wird bei Sex ausgeschüttet, Serotonin, wenn man Dinge macht, die einem sinnvoll erscheinen, seine eigene Existenz und die Erhaltung der Art zu sichern. Wenn ich mich daran setze zu lernen, zu bloggen, meine Workshops zu organisieren, joggen gehe, diszipliniert die Dinge mache, von denen ich weiß, dass sie mir Freude bereiten, dass sie zu Resultaten führen, die mir in Zukunft Freude bereiten, dann funktioniert das über Serotonin: Man hat eine grundsätzliche Zufriedenheit.

Das wurde mir durch das Krankenhaus genommen, weil ich weder Geld dafür bekommen habe, noch meine Tätigkeit auf irgendwas hinsteuerte, was ich für meine Zukunft (oder für die Zukunft der Menschen und des Planeten als sinnvoll erachte. Spaß machte es auch nicht, also kein Dopamin wurde ausgeschüttet) als sinnvoll erachte. Das Resultat war, dass ich mir am Freitag Abend mein Dopamin aus Schokolade und Bier geholt habe.

Das ist natürlich alles völlig sinnlos und hat in dem Fall auch gar nichts damit zu tun, dass ich Sonntag Abend schon wieder Alkohol getrunken habe, aus völlig anderen Gründen. Aber der Kick des Werbeverhalten, das dran bleiben an einem Partner und weiterhin versuchen rauszufinden, ob daraus was wird, ob es zur Erhaltung der Art führt und zu dem Lustgefühl beim Sex, ist genau so gesteuert.

Und weil das Belohnungssystem auch darauf aus ist Schmerz, oder schechte Gefühle zu vermeiden, kommt es in alle dem auch zu Unsicherheiten. Gibt es Konkurrenten in dem Spiel? Komme ich doch nicht zum Zuge? Will ich mit diesem Partner überhaupt meine Gene replizieren? Kann ich mit ihm zusammen für den Nachwuchs sorgen? Und diese Gefühle beruhige ich dann immer mir Alkohol und der Mann wahrscheinlich auch...

Naja, mein Belohnungssystem war völlig im Arsch und ist erst wieder auf der Reihe seit ich Die Lustfalle zur Hand genommen habe, denn da geht es eigentlich nicht nur um Suchtverhalten und Arterhaltung sondern wirklich darum, wie man wirklich glücklich wird (siehe englischer Titel). Das geht nämlich nicht, indem man seinen Instinkt, sein Leitzentrum, mit irgendwelchen Substanzen zuschüttet, mit Alkohol, Nikotin, Koffein, harten Drogen, Zucker, Weizen, Theobromin aus Schokolade, Kasomorphinen aus Käse oder dem die Serotoninausschüttung steigerndem Fleisch. Das alles ist nämlich nicht echt, es zeigt einem nicht den Weg zu wahrem Glück und Zufriedenheit. Sie täuschen darüber hinweg. Und führen dann zu Krankheit, Unzufriedenheit und dahin, dass man zum Glücklichsein immer mehr davon braucht. Das Belohnungssystem ist kurz geschaltet. Im Falle von sexuellem Glück und richtigen Glücksmomenten ist es sogar so, dass nur eine gewisse Menge an Neurotransmittern ausgeschüttet werden kann und dann ist erstmal Schicht im Schacht. Resultat ist ein gravierender Abfall mit Frust und Depression...

Konsequenz für mich jedenfalls daraus ist wirklich alles konsequent zu meiden, was das Belohnungssystem kurz schaltet. Wird ne gewisse Herausforderung, aber auch das kickt mich gerade, weil ich weiß wofür ich es tue, für das echte Glück und weil ich jetzt schon Serotonin ausschütte, weil es mir Zufriedenheit gibt meine Energie in etwas zu investieren, was ich als wertvoll erachte und weil ich ein Ziel im Auge habe.

Das Alkohol-Männer-Problem ist die letzten Jahre nicht aufgetaucht, weil ich damit beschäftigt war mein eigenes Überleben zu sichern indem ich mein Abi gemacht,den Studienplatz und auch das Bafög gesichert habe. Jetzt kommt das Thema Fortpflanzung plötzlich aufs Tablett, wenn es auch bisher eigentlich nur unbewußt war. Leider bin ich nicht so gestrickt, dass ich mir einfach einen reichen Mann suche und den für mich sorgen lasse...Bringt ja auch nichts, denn dann verliert der nur den Respekt vor einem, wenn man sein Geld ausgibt und er versucht einen zu steueren...

Wie dem auch sei, Dr. John McDougall hat das Vorwort zu Die Lustfalle geschrieben und sagt darin, dass dieses Buch ihm auch wirklich erst die Augen geöffnet hätte warum kranke Menschen immer so unwillig seien ihre krankmachenden Ernährungsgewohnheiten zu ändern. Und das war für mich auch das frustrierendste im Krankenhaus. Und auch, dass dieses krankmachende Verhalten so gesellschaftlich akzeptiert ist, wie man am Krankenhausessen sieht. Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Arthritis, Gicht und Krebs, ebenso wie Leberzirrohes, Fettleber, Lungenkrebs sind Folgen von Suchterkrankungen und damit  Resultate eines kurzgeschlossenen Belohnungssystems. Sogar mir ist das in 4,5 Jahren bloggen über Ernährung nie aufgefallen. Was ich aber wusste ist, dass mein Regulationmechanismus über was mich glücklich macht und was nicht, besser geworden ist. Das hängt ebenfalls damit zusammen. Auch, dass ich den Arsch für mein Glück hoch kriege und nicht einfach Genussmittel nehme, hat mit dem schlichten Dogmatismus 100%iger Rohkosternährung zu tun. Der ist zwar medizinischer Blödsinn, hat mich aber bei der Stange gehalten, gewisse Süchte abzustoßen...

Und gleichzeitig fühle ich mich auch sehr an das Gesetz der Anziehung erinnert. Deine Gefühle sind richtungsweisend für dein Leben. Alles was gute Gefühle macht, bringt dich in Einklang mit deinem höheren Selbst und allem was du dir für das Leben wünscht. Schlechte Gefühle machen das nicht und sind in deiner Welt einfach nur Lügen. Gehe dem aus dem Weg, auch den Leuten, die sie machen, oder ändere deine Einstellung. Mit schlechten Gefühlen kann man nicht glücklich werden. Im besten Fall kann man was daraus lernen, so wie ich gestern...

Jetzt bin ich gespannt, wie ich, oder ein betreffender Mann auf ein Date mir alkoholfreiem Bier reagiert. Ich date derzeit 4 verschiedene Männer, habe zwar eigentlich einen Favoriten, aber man braucht ja auch immer noch was im Petto. In der Natur ist es leider immer so: Das Männchen wirbt, das Weibchen wählt aus. Ich sehe keinen Sinn darin, etwas daran zu verändern...

Frühstück ist gestern ausgefallen. Danach gab es 2 Blonde Brownies nach einem Rezept von Barnard, was ich noch abwandeln muss, weil es mir nicht so richtig gefällt



Pfanne mit Austernpilzen mit Frühlingszwiebeln, Salz, Pfeffer und etwas Erdnussbutter


Brot mit Senf und veganem Brie (muss ich auch noch etwas verändern, da die Konsistenz von Brie noch nicht so richtig erreicht ist)


gemischter Salat aus Blattsalat, Tomate, Paprika, Avocado, Salz, Oregano

Ob ich die nächsten 3 Tage bloggen kann, weiß ich auch noch nicht genau, da ich 3 Drehtage habe. Es ist immer noch nicht vorbei mit diesem ewigen Zu-tun-haben. Ich brauche dringend Zeit für mich, Zeit für mein Belohnungssystem, Zeit meine Werte wieder zu sortieren und meinen Alltag auf die Reihe zu bekommen und Zeit die Dinge zu erledigen, die während der Zeit im Krankenhaus einfach liegen geblieben sind. Ich sehne mich nach nächster Woche und hoffe, dass die sich nicht auch im Laufe dieser Woche völlig vollstopft. Einziger Termin den ich bisher habe ist die "Veggie World" in Düsseldorf nächstes Wochendende...

Alles Liebe,

Silke