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Freitag, 13. Dezember 2013

Der Unterschied zwischen Hunger und Appetit...



Hach, ich bin so hingerissen von meiner Entdeckung meines eigenen Sättigungsmechanismus und der Erkenntnis über weniger konzentrierte Nahrung, dass ich mich schlagartig völlig befreit fühle. Ich fühle mich nicht mehr bedroht davon gegen meinen Willen Gewicht zuzunehmen, ich habe nicht mehr das Gefühl, dass ich Hunger leiden muss um ein Kalorienlimmit einzuhalten und vor allem habe ich nicht mehr das Gefühl von Essen ausgetrickst zu werden. Es gibt Essen, was es mir unmöglich macht damit auf zu hören zu essen und wie ich das erlebe gibt es unglaublich viele Leute, denen es ebenso geht.

Außerdem ist mir der Unterschied zwischen Hunger und Appetit klar geworden: Appetit ist der Hunger des Belohnungssystems auf Botenstoffe. Hunger ist Hunger des Magens. Da ist ein Riesenunterschied. Appetit sollte man eigentlich nicht nachgeben und wenn doch, dann sehr, sehr bewusst. Man sollte vor allem wissen, was er ist und man sollte ihn an einer sehr, sehr kurzen Leine halten.

Ich will auf mehrere Sachen hinaus und zwar zunächst mal darauf, dass Appetit, also der Hunger des Belohnungssystems, in die Sucht führen kann, in die Abhängigkeit und auch in die Unfähigkeit seine Probleme mit den adäquaten Mitteln zu lösen und sie sich tatsächlich lieber "weg zu essen" - weg zu rauchen, weg zu trinken, weg zu spritzen oder was auch immer. Darauf muss man aufpassen.

Es wird aber auch nicht jeder alkoholabhängig, der mal etwas (oder auch sehr viel) Alkohol trinkt. Hauptsächlich wahrscheinlich deshalb nicht, weil er es nicht jeden Tag tut. Kaffee empfinde ich ebenso. Man darf ihn nicht jeden Tag trinken. Und man muss vielleicht auch noch unterschieden zwischen den Gründen, warum man belohnende Substanzen zu sich nimmt: Aus Freude oder aus Leid?!

Ich denke der Prozess zu Feierlichkeiten Glücksbotenstoffe ausschüttende Substanzen zu sich zu nehmen ist wesentlich gesünder (psychisch) als sie in Trauerfällen zu konsumieren. Sprich: Um die Geburt Christis zu feiern ist es angebrachter als aus Liebeskummer. - Andererseits, hach, ist das eine seltsame Welt! Ich, gestern wieder im Bioladen. Eine Kollegin aus der Bäckerei sagte zu mir, sie fände es nicht gut, dass im Bioladen Wein zur Verkostung rum steht, wegen der Kinder. Ich erzählte ihr was ich gelesen habe, über die Droge Alkohol, die durch die Gesellschaft und die Kirche so abgesegnet ist, dass sogar Jesus Christus Wasser in Wein verwandelt hat, dessen Geburt wir ja jetzt bald feiern (und ich fing an Schokoladenlebkuchen für die Verkostung auszupacken) indem wir gaaaanz viel Schokolade und Süßkram kaufen, von der wir Herzkreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes bekommen. Hinzu kommt leider auch noch, dass die Kunden im Bioladen jetzt noch lebende Tiere bestellen können, die dann extra für sie getötet und als Weihnachtsbraten gekauft werden können. Das finde ich fast noch perverser als anonyme Tiere als Braten zu servieren.

Naja, also, das ist schon alles furchtbar, aber gestern hatte ich erstmals den Eindruck: Nö, ich bin frei davon, ich brauche damit nicht hadern, weil es überhaupt gar nicht darum geht, was in der Gesellschaft so passiert, was es für mieses Essen in Restaurants gibt, wie viel Schokolade an Weihnachten gegessen wird etc. Es geht schlussendlich wirklich nur darum was jeder Mensch zuhause - und damit regelmäßig macht - und es geht darum, dass man sich ganz klar bewusst machen muss, was "Appetit" ist und wo der Unterschied zu Hunger liegt. Warum er einen lockt und wie man ihn austrickst. Was ein hoher glykämischer Index anstellt und warum bei hochkonzentrierte Nahrung der Sättigungsmechanismus nicht funktioniert. Es fehlt Aufklärung
über die Mechanismen und die Gefahren und darüber wie man einer Lustfalle wieder entkommen kann. Klar können Menschen an Feiertagen auch mal zusammenkommen und gemeinsam Drogennahrung essen. Sie müssen aber wissen, dass das einfach nicht jeden Tag sein darf,

Damit war ich für mich frei meinetwegen auch an Weihnachten 3 Tage Mist zu essen und dann wieder vernünftig 1700 kcal aus gesundem Essen einzuhalten und an "Feiertagen" auch durchaus mal Fünfe gerade sein zu lassen. Allerdings habe ich auch keine chronischen Zivilisatonskrankheiten. Ich darf das. Man stirbt nicht früher, wenn man sich an Weihnachten oder am Geburtstag, oder auf einer Hochzeit mal gehen lässt. Man stirbt aber durchaus früher, wenn man das jeden Tag macht und auch wenn man nicht merkt, dass da ein Suchtmechanismus zugrunde liegt, den irgendwie niemand erkennt.

Somit habe ich vorgestern mit Leichtigkeit 1700 kcal eingehalten, mich toll gefühlt, war satt und zufrieden. Ich darf auch berichten, dass mir 750 g Brokkoli zu frühstücken durchaus Spaß machen zu essen.

Gestern Abend war ich dann aber mit meinem Joggingfreund auf dem Weihnachtsmarkt verabredet und hab dann wirklich mal Fünfe gerade sein lassen. Hab nicht geplant die Kalorien mit zu zählen oder nachträglich ab zu trainieren, sondern einfach zu sagen: Was soll's. Wenn ich zunehme, nehme ich es halt später wieder ab. Ich weiß ja jetzt wie's geht.

Haha, und auch das war eine sehr interessante Erfahrung. Ich wurde nämlich gar nicht satt. Also, meine Belohnungssystem wurde nicht satt, auch, wenn ich mit Ausnahme von etwas Schokolade sogar fast vegan war. Es gab Knoblauchbrot mit Ajvar und Oliven, Glühwein, ein paar Pralinen, gebrannte Macadamianüsse und Schokolade aus einem geschenkten Bio-Adventskalender. Ich wurde nicht satt. Kalorien spielten keine Rolle, waren tausend oder so, aber der Magen kriegt es nicht mit, weil das Belohnungssystem immer mehr will. Und weil es bei mir stärker ausschlägt als bei Leuten, sie sowas jeden Tag essen. Und irgendwie finde ich das sogar gut: Meine Lust ist damit noch größer.:-) Es ist für mich aber auch gefährlicher...

Na egal, worauf ich hinaus wollte war zum einen, dass überhaupt kein Sättigungsmechanismus vorhanden war, zum anderen, dass tatsächlich ein kleines Teufelchen mit heue morgen ins Ohr flüsterte: Du solltest wieder Schokolade essen!!! - Ich hatte Süßhunger. Dem nach zu geben, hätte den Anfang von Sucht bedeutet und genau deshalb habe ich widerstanden.

Und andererseits: Wie oft gehe ich schon aus? Oder unter Leute? Wenn alle Menschen zuhause vollwertig, fettarm und pflanzlich essen, ist doch auch schon ne Menge getan, oder? Es darf einfach nicht zur Regel werden die Regeln zu durchbrechen...

Menu des Tages am 11. Dezember 2013

Gemüsepfanne aus Grünkohl, Reis, Zwiebel, Blumenkohl, Curry, Salz und Pfeffer


165 g Trauben
1 Paranuss
11 g rohe Zimtschnecke

Greensmoothie-Milchreis aus Grünkohl, Banane, Zimt, Sunwarrior, Traubenkernmehl und Vollkorn-Basmatireis - tolle Idee und sehr lecker


2 Bananen

Salat aus Feldsalat, Linsenkeimen, Gurke, Apfel, Blumenkohl, Sellerie, Mandeldressing und Dill



Greensmoothie Milchreis s.o.

Gemüsepfanne aus Grünkohl, Blumenkohl, Sellerie, Petersilienwurzel, vegane Schillerlocken, Tomate, Curry, Salz, Pfeffer



Menu des Tages vom 12. Dezember

750 g Brokkoli gedünstet mit Salz und Pfeffer und 100 g Vollkorn-Basmatireis


1 Banane
2 Erdnussbutterkekse

Roggenvollkornbrötchen, pur

400 g Brokkoli, 250 g Sojajoghurt mit Stevia und 3 Mandarinen
1/2 Lebkuchen
ca. 20 g Schokolade

300 g Möhren, roh

Weihnachtsmarkt s.o.

Klar, gestern habe ich nicht nach den Regeln gespielt aber mit Vorgestern war ich tiptop zufrieden. 1700 kcal, 68,3 g Eiweiß, 14,7% Fett und damit 29,4 g gesamt, 331 g Kohlenhydrate, Omega 3:6 war 1:3 und 5,8 g gesättigte Fette. Vitamin E allerdings wieder nur 63% - alles andere bestens.

Was ich immer noch mache, abgesehen davon darauf zu achten, wie konzentriert die Nahrung ist, ist Joel Fuhrmanns Rat zu folgen quasi 2 Unzen Avocado und 1 Unze Nüsse zu essen. "Quasi" weil ich nicht genau das esse sondern ca. 20 g Fett aus Nahrungsmitteln die nicht "Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Getreide" sind. Also wenn ich Kekse esse, oder Lebkuchen, oder Nüsse oder Salatdressing oder irgendwelche Industrienahrung wie die veganen Schillerlocken, dann zähle ich das Fett mit und esse ca. 20 g. So behalte ich da den Überblick.

Ich hab keine Ahnung, wie der glykämische Index bei all dem eine Rolle spielt, bin aktuell aber der Auffassung, dass es der Magen ist mit seinen Dichterezeptoren, der dafür sorgt, dass es zu einer Botenstoffausschüttung im Belohnungszentrum kommt. Und nicht etwa der Blutzuckeranstieg...Einziger Reue gestern: Durch den vielen Zucker war ich zu lange wach und bin jetzt unausgeruht...

Alles Liebe,

Silke



Mittwoch, 11. Dezember 2013

Suchtmechanismus durchbrechen...



Die letzten zwei Tage kann ich mit Fug und Recht einfach nur als Offenbarung beschreiben. Und ich raffe überhaupt nicht, warum mir das nicht schon früher klar geworden ist. Es lag eigentlich auf der Hand...Aber das ist ja immer so..

Folgendes: Ich habe mich gefragt, warum ich von meinen 200-300 kcal enthaltenden Gemüsepfannen immer satt werde, von eine Schüssel Vollkornhaferflocken und Bananen mit über 700 kcal aber nicht. Laut allem was Barnard, Lisle, Esselstyn, Fuhrman, Ornish, McDougall, Goldmann etc. etc. sagen, müsste man einfach so vom Verzehr vollwertiger Nahrung abnehmen und satt werden. Warum funktioniert das bei mir nicht?

Zudem habe ich mir gedacht, dass ich einfach das machen könnte, wovon so mancher Neu-Rohköstler schon zu viel Gewicht verloren hat: Einfach nur Gemüse und Salat essen, davon satt werden und so zu wenig Kalorien zu sich nehmen.

Ich hab dann so eine Mischung aus allem gemacht und zunächst einfach mal mein Frühstück, was normalerweise Haferflocken oder sonstigem Getreide besteht durch eine Gemüsepfanne ersetzt. Und siehe da: Ich war satt. Ich war über Stunden satt. Ich war auch nach Sport noch satt. Nicht nach 1,5 Stunden direkt wieder durch Heißhunger motiviert mir neue Nahrung zu beschaffen. Kein Appetit zwischendurch, der mich dazu drängt mir was zu Essen zu besorgen.

Das setzte sich dann durch den Tag hindurch fort und ich dachte: Haha, das ist die Lösung: LowFat und LowCarb gleichzeitig. Einfach nur das essen worin sich alle Ernährungsformen einig sind: Gemüse! - Aber so was es dann doch nicht. Ich habe genau so viele Kohlenhydrate gegessen, wie sonst auch, aber ich habe sie immer als Dessert gegessen, nicht als ganze Mahlzeit. Somit nahm der Magen eine geringere Kaloriendichte wahr und sorgte nicht für die Aktivierung des Belohnungssystems.

Und dann kam mein "Heureka" - was ich gemacht habe, war die Mahlzeit einfach geringer zu konzentrieren. Haferflocken mit Banane ist hochkalorische Nahrung, die das Belohnungssystem aktiviert, Glücksbotenstoffe ausschüttet, nach denen mein Körper gerade verlangt weil ich kein Nikotin zu mir nehme. Wenn ich aber morgens gar nicht erst damit anfange, bleibe ich auch den ganzen Tag über fanstastisch gesättigt. Es war fast schon störend zu den Mahlzeiten Essen einzunehmen.

Und genau das ist auch in der Studie passiert die Barnard immer anbringt wenn er argumentiert warum man ordentlich frühstücken soll. Man hatte übergewichtigen Teenager Jungs entweder Instanthaferflocken oder Vollkornhaferflocken mit gleichem Kaloriengehalt zu essen geben. Die Gruppe, die die Vollkornhaferflocken gegessen hatte, hat im Laufe des Tages 35% weniger gesnackt als die andere Gruppe.

Das mag alles durchaus funktionieren, wenn man normalerweise Zucker und Weißmehl isst, aber bei mir funktioniert das nicht. Bei mir ist es eine Frage der Konzentration der Nahrungsmittel und Haferflocken, Obst, Vollkornkekse, Nüsse, Vollkornbrot ist nun mal die konzentrierteste Nahrung die ich so esse und daher schüttet mein Belohnungssystem dann Glücksbotenstoffe aus und durch diese Lust, die mir zuvor das Nikotin verschafft hat, esse ich zu viel davon. Immerhin will ich unbewusst das Botenstofflevel halten.

Es mag bedauerlich sein, dass unser Hirn uns nicht dann belohnt, wenn wir Grünzeug essen, sondern dann, wenn wir hochkalorische Nahrung essen, aber es ist nun mal so. Einen Großteil unserer Evolution hatten wir das Problem nicht genug Kalorien zu bekommen und Mutter Natur hat entschieden, dass es wichtiger ist uns dafür zu belohnen, nicht wenn wir Grünzeug essen, was in unserer Evolution reichlich vorhanden war. Das, meine Lieben, ist die wahre Lustfalle.

Das Ganze hatte zur Folge, dass ich gestern nur 1633 kcal gegessen habe und die ganze Zeit voll gesättigt war,. Toll, oder? 1 kg Gewichtsverlust von gestern auf heute.So ist das easy. So bin ich ganz schnell wieder bei unter 60 kg, so kann ich jegliche Weihnachtsverführungen, die unter Garantie kommen werden, superleicht wieder loswerden und so ist der ultimative Weg abzunehmen. 1700 kcal aus wenig konzentrierter Nahrung und dazu Sport.

Aber wenn ich mich gaaaanz recht erinnere hat Douglas Lisle in How to lose weight without losing your mind auch folgendes gesagt: Man solle sich als Essensregel immer vornehmen: Erst Salat, dann gekochtes Gemüse, dann konzentrierte Kohlenhydrate in einer Mahlzeit. Das habe ich selbstredend nicht beherzigt und das wird auch weder von Alan Goldhamer noch von John McDougall,. für die Douglas Lisle arbeitet, so umgesetzt. Für das Frühstück empfehlen die nämlich alle Vollkornhaferflocken!

Obst und Nüsse also als hochkonzentrierte Nahrung. So macht die Rohkost es einem zwar leicht sich anderer Süchte zu entledigen, aber in der Lustfalle hängt man auch dann noch. Und genau das passiert mir auch immer auf Rohkostmessen, wo es nur hochkonzentrierte Nahrung gibt. Ich finde kein Ende, weil ich Glücksbotenstoffe bekommen!

 Ich halte es für mich immer noch erstrebenswert mich möglichst davon fern zu halten und meine Freuden aus dem Leben zu ziehen und nicht aus Essen. Vor allem weil man auf die Dauer halt immer mehr davon braucht und das kann man auch an Rohköstlern beobachten. Die tun sich schwer sich bei Nüssen zu bremsen und reißen sich erst am Riemen, wenn sie Verdauungsprobleme bekommen.

Und das selbe gilt natürlich für 80/10/10er die alle so glücklich und zufrieden sind, seit sie mit dieser Ernährung angefangen haben. Sie sind alle voll auf Glücksbotenstoffe und raffen es nicht. Es wird aber dann logisch, wenn sie auf die Idee kommen 3000 kcal am Tag zu esssen und die alle aus Obst wovon man natürlich dann zunimmt. Fruktose wird in Fett verwandelt und Glukose, bei den Kalorienmengen, natürlich auch. Und dann braucht man immer mehr davon, kriegt aber Probleme damit so viele Ballaststoffe zu verdauen, das führt dann zu Blähungen und einem ständigen Aufgedunsensein der Darmgegend, es führt zu Fruktosemalabsolbtion únd damit zu Candida und es zerstört den Zahnschmelz, der nie wieder nach wächst, weil die Zellen, die ihn produzieren beim Durchbrechen des Zahns bereits unter gegangen sind. Und das die Obstrohköstler voll auf Glücksbotenstoffe  sind, kann man eigentlich auch sehr gut sehen, wenn man sich Videobeiträge von Freelee und Durianrider anguckt die mittlerweile sogar empfehlen Kokoszucker pur zu sich zu nehmen, wenn man kein Obst von hoher Qualität findet. - Leuten, die sich Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes anfressen, stehen die zwei in fast nichts nach. Die Krankheiten, die sie verursachen, sind nicht gaaaanz so schlimm, nehme ich an...Suchtprinzip ist das gleiche...

Menu des Tages vom 9. und 10. Dezember

Montag

Gemüsepfanne aus Grünkohl, Pastinake, Zucchini, Waldeslustgewürz


200 g Weintrauben

Salat aus Spinat und Kichererbsen mit Mandeldressing
1 Kaki
1/2 Banane

Zucchini-Champignon-Salat mit Mandeldressing (heute im Newsletter)


172 g Pellkartoffeln
Trauben
1 Banane
2 Erdnussbutterkekse

750 g Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer
1 Banane

Dienstag

Gemüsepfanne aus Mangold, Kichererbsen, Champignons und Waldeslust-Gewürz


171 g Trauben
=395 kcal

1 Picknicker von Viana (Tofuwürstchen)
3 Würfel Edamer Rohmilchkäse
=172 kcal

400 g Brokkoli
250 g Sojajoghurt mit Stevia
2 Mandarinen
=341 kcal

Salat aus gemischtem Blattsalat, gekeimte Linsen, Zwiebel, Apfel, Paprika. Sellerie, Mandeldressing und Dill


1 Banane
1 Mandarine
=359 kcal

Gemüsepfanne aus Mangold, Zwiebel, Paprika, Kichererbsen, Sellerie, Salz, Pfeffer und Curry.


Dazu ein Dinkel-Vollkorntoast
=366 kcal

So, und jetzt könnt ihr mich fragen, ob es den Spaß macht so zu essen. Nein, Spaß macht es nicht, aber jede Mahlzeit war absolut schmackhaft. - War mir auch nicht klar, dass es da einen Unterschied gibt. Auf meine morgendlichen Haferflocken habe ich mich am Abend vorher schon gefreut, genau so wie auf den Kaffee im Krankenhaus (ich habe ja keinen Zuhause) weil ich weiß, dass mich das glücklich macht. Essen kann durchaus auch sehr gut schmecken, aber keine  Spaß machen zu essen!! Was dann aber Spaß macht ist zu wissen, dass man damit satt bleibt und auch noch mit Leichtigkeit Gewicht verlieren kann.:-) Und ich denke auch, dass mein Belohnungssystem, wenn es wieder Normal ist, anders wertet. Jetzt gerade vermisst es seine Botenstoffe...

Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich gestern früh im Bioladen - ohne meine Droge - leicht genervt war, genau ´so wie ich es bin, wenn ich mir Kaffee, Schokolade oder Nikotin abgewöhne. Wenn auch nicht ganz so stark. Essenssucht ist tatsächlich  nicht so extrem wie "richtige" Drogensucht, wenn auch der Mechanismus prinzipiell gleich ist. Daher besteht für alle Dicken und Zivilisationskranken durchaus noch Hoffnung. Wie viele Menschen haben es geschafft sich das Rauchen oder Trinken ab zu gewöhnen! Sich ungesundes Essen ab zu gewöhnen ist physiologisch und psychologisch viel leichter. Allerdings sollte der Suchtmechanismus dahinter vielleicht endlich anerkannt und therapiert werden.

Und, Douglas Lisle hat Recht, Überessen hat nichts mit psychischen Defekten zu tun, davon kann sich jeder frei sprechen. Wer aus Frust isst, sollte einfach mal eine Gemüsepfanne aus Frust essen und wird seinem Belohnungssytem dann ganz schnell beibringen, dass das keine Lösung für das Problem ist was zur Folge hat, dass der Verstand dann nach einer anderen Lösung sucht. Supereasy - Superleitsystem!

Alles Liebe,

Silke

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Donnerstag, 7. November 2013

Natürliche "Zaubernahrung" und Senkung des offiziellen Cholesterinmaximums...



Die Durian ist definitv "Zaubernahrung" - womöglich hat die Natur ihr deshalb diesen seltsamen Geruch verpasst, damit wir Menschen nicht auf die Idee kommen, sie zu probieren. Sie macht genau das selbe wie Süßkram und Gebäck es macht: Nicht satt und bald wieder hungrig. Ich hab sie gesten als Zwischenmahlzeit nachmittags um 15 Uhr gegessen. Um 16 Uhr war ich wieder hungrig und habe gestern schlussendlich aufgrund dessen mein Kalorienpensum gesprengt.

Das ist ja so: In einer Packung Durian von Orkos sind ca. 800-900 kcal. Das ist ne ganze Menge und bringt uns in die Gegend eines HappyMeals. Die Dehnungsrezeptoren des Magens bekommen nicht allzu viel Ballaststoffe für diese Kalorienmenge, ähnlich wie beim HappyMeal, daher braucht man relativ große Mengen um trotz der hohen Kaloriendichte gut satt zu werden. Die Kalorien liefert bei der Durian der Zucker und das Fett, aber sättigen tut eine Handvoll Durian von 280 kcal einfach nicht lange. Man könnte statt ihrer auch 4 Äpfel essen oder 3 Bananen. Und genau das ist halt die Charakteristika von "Zaubernahrung".

Bezeichnend bei "Zaubernahrung" ist auch, dass jemand zu einem sagt: "Ach, nur ein kleines Stück - stell dich nicht so an" oder "Man muss sich auch mal was gönnen und genießen" - Ich bekam vorgestern auch einen Kommentar, dass Durian ja ein natürliches Nahrungmittel sei und ich sie mit aller Ruhe genießen könne. Jemand der in der Lustfalle sitzt möchte immer andere mit rein ziehen;-)

Leider geht die medizinische Definition aber nicht so banal. Maiglöckchen ist auch ein natürliches Nahrungsmittel und dennoch ist es hochgiftig. Tollkirsche ist auch ein natürliches Nahrungsmittel und dennoch macht sie high. Ach, und was ist mit Psylos? "Magic Mushrooms". Hingegen, die Dosis macht das Gift und Maiglöckchen werden auch zu herzstärkenden Mitteln verarbeitet. Das Atropin der Tollkirsche kommt auch in Medikamenten vor. Man sollte nur wissen was es ist, was es macht und was es tut, wenn man es verwendet.

Ach ja, und klar, MAL ist das kein Thema. Das ist mit allen anderen Drogen tatsächlich auch so, selbst, wenn man sein Belohunungssystem damit falsch polt, aber technisch gesehen kann man schon Mal irgendwelche Drogen wie Alkohol, Nikotin, Koffein, Schokolade, Cannabis oder was weiß ich konsumieren. Eine Sucht entsteht dann, wenn man es täglich macht. 2-3 Tage hintereinander machen es einem schon schwer wieder die Finger davon zu lassen. Das ging mir jedenfalls mit den ersten 4 genannten schon so. Mit Cannabis habe ich so gut wie keine Erfahrung, weil mir die Wirkung nicht gefällt. Das heißt, ja, man kann das alles Mal genießen, auch die Durian, Zucker, Weißmehl, Käse, Fett. Bei mehreren Tagen hintereinander gibt es erst Probleme. Man muss gut auf sich aufpassen und schnell wieder zu den optimalen Lebensbedingungen zurückkehren.

So Themenwechsel: Ich habe in der Diabetikerschulung erfahren, dass die offiziellen Höchstwerte für Gesamtcholesterin runter geschraubt wurden. Von 200 mg/dl auf 180 mg/dl Maximum. Das ist natürlich auch wieder nur möglich, durch eine Senkung der gesättigten Fettzufuhr. Wenn ich Kokosöl esse ist meine Cholesterinspiegel bei 265 mg/dl, wenn ich nach Barnard esse, bei unter 150 mg/dl. Es ist sowas von eindeutig, dass jede ernst zu nehmende Stimme in der Medizin und Biochemie von Fettverzehr weitestgehend abrät. Die westliche Welt hat ein Fettproblem!

Meine Chefin im Bioladen hat mir gestern erzählt, dass eine Körperfettmessung bei ihr ergeben hätte, sie habe 40% Köperfett, was ich erstaunlich finde, weil sie überhaupt nicht übergewichtig ist. Das könne bedeuten, dass sie Diabetes entwickele, sagte ihr Arzt. Macht Sinn, denn die Ursache für Typ-II-Diabetes ist ja die insulinresistenz der Muskelzellen, die daher rührt, dass in den Muskelzellen zu viel Fett vorhanden ist.

Jedenfalls kam ich da mit meiner Chefin ins Gespräch darüber, dass wir alle zu viel Fett essen. Fett ist wahrscheinlich das allergrößte Problem, noch größer als Zucker und Weißmehl. Jemand der körperlich aktiv ist kann aus Zucker und Weißmehl wenigsten schnelle Energie gewinnen. Klar, wenn er nicht aktiv ist, setzt das auch an, aber nicht so stark wie Fett. Naja, und weil Fett so schön Dopanim ausschüttet, wird es auch ordentlich in alle Fertignahrungmittel rein gerührt, damit es den Käufern schmeckt und sie es wieder kaufen. Auch diese Erkenntnis kam mir gestern im Bioladen, als ich mal wieder Verpackungen gelesen habe. Ach ja, jetzt fällt's mit ein: Elende Fleischerei Buchonia!!! - Die haben eine Jagdwurst mit Joghurt verfeinert auf dem Markt wo dick drauf steht: Unter 10% Fett. Aber genau wie bei Milch rechnen die den Fettgehalt am Gewicht und nicht an den Kalorien. Tatsächlich kommen da nämlich 50% der Kalorien aus Fett! Und sowas nenne ich Verbraucherverarsche. Und das im Bioladen!!!! Der gesundheitsbewußte Herz-Kreislauf-Kranke kauft sowas nämlich und wurdert sich dann über seinen Herzinfarkt: "Ich hab doch immer die fettarme Wurst gegessen!"

Menu des Tages am 6. November 2013

Haferflocken, Mango, Mohn, Rosinen, Leinsamen, Seidentofu, Zimt und Wasser


2 Brennnesseltee
1 Banane

1 St. Carrot Cake

Kartoffeln mit Gurkensalat und Gemüse


1 Banane

Durian
1 Banane

Kartoffel mit Brokkoli


Koffeinfreier Kaffee mit Blattstevia

Ich lag selber bei 22,1% Fett was eigentlich ok war und bei 2131 kcal, was nicht ok war. Ich hab endlich mal wieder Kartoffeln gekauft und war positiv überrscht wie gut die zusammen mit Gemüse sättigen. Da werden die Dehnungsrezeptore optimal angesprochen, der Zucker aus der Kartoffel geht langsamer ins Blut, ein bisschen gutes Fett dazu, in meinem Fall Tahin, was ich momentan ganz gerne mache...fetten mit Nussmus statt mit Öl und es erst nach dem Kochen unter das Gemüse rühren.

Alle Nährstoffe drin, Selen war zu wenig - ich muss Paranüsse kaufen...- Omega 3:6 war 1:3 - Supi, also ein optimaler Tag, wenn mir die Durian nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

Ich bin erstaunt, dass ich es schaffe um 4:30 Uhr aufzustehen um Frühschicht im Bioladen zu machen ohne Stimulanzien zu verwenden aber das geht sehr gut. Ich pendele mich langsam ein. Zu koffeinfreiem Kaffee greife ich aber auch, wenn ich das Gefühl habe stimuliert werden zu wollen obwohl der das natürlich gar nicht kann. Wie gesagt, ich bin ein Freund der Selbstverarsche! - Wenn die Packung leer ist, kaufe ich keinen neuen und setzte mich dann mit diesen Gelüsten auseinander.

Ah, und dann habe ich natürlich noch Rohkost-Lebkuchen gemacht. Leider auch "Zaubernahrung" aber wie gesagt MAL geht das alles. Kommt ja bald die Weihnachtszeit und lieber solche "Zaubernahrung" als welche aus Packungen von ALDI!

Alles Liebe,

Silke



Dienstag, 5. November 2013

Arteriosklerose, Dr. Dean Ornish und der Sättigungsmechanismus...



Die Diabetiker sind gestern von einer Ärztin über die Folgeerkrankungen von Diabetes aufgeklärt worden: Herz-Kreislauferkrankungen, Retinopathie und Nephropathie, Neuropathie und das Diabetische Fußsyndrom und in diesem Zusammenhang natürlich auch über Arteriosklerose informiert worden. Die Ärztin war noch ganz am Anfang ihres Vortrags, da meldete sich bereits ein Schulungsteilnehmer und fragte: "Ist das Rückgängig zu machen?" - Die Ärztin druckste ein bisschen rum und sagte dann, nein, es sei denn es sei völlig im Anfangsstadium und die Fettplaques seien noch nicht verkalkt.

Hab ich eigentlich schon mal erklärt woher bei Diabetikern Arteriosklerose kommt?

 Der Zucker im Blut reagiert mit den Proteinen der Innenseite der Blutgefäße und schädigt sie so. Der Körper versucht diese Schädigung zu reparieren und dazu braucht er unter anderem Cholesterin. Wenn sich oxidiertes Cholesterin ablagert oder das Cholesterin, was sich ablagert oxidiert, bilden sich diese Fettplaques. Oxidieren tut es unter anderem, wenn man zu wenig Antioxidanzien verzehrt. Wenn dann die Ablagerungen an den Gefäßwänden immer mehr werden, wird vom Endothel, also der obersten Zellschicht der Gefäße, nicht mehr ausreichend Stickstoffmonoxid gebildet, welches dazu da ist, die Gefäße zu erweitern. Hinzu kommt natürlich auch, dass der Durchmesser des Gefäßes immer kleiner wird durch die Ablagerungen und es dadurch zu höherem Druck kommt. Dieser höhere Druck kann unter Umständen so eine Ablagerung los reißen und sie verstopft dann irgendwo im Körper ein kleineres Gefäß. Oder aber, dass Gefäß ist irgendwann komplett zu, was auch dadurch passieren kann, dass sich so ein Plaque löst und ein bereits verstopftes Gefäß weiter verstopft.

Die Wissenschaft ist sich nicht sicher wie der Prozess der Arteriosklerose tatsächlich anfängt und was Cholesterin schlussendlich wirklich damit zu tun hat. In der Paleo-Szene und auch von Joseph Mercola wird behauptet, dass Cholesterin, auch das schlechte LDL, nicht böse sei, sondern der Mangel an Antioxidazien es schlussendlich schädlich macht. Auf lange Sicht gesehen ist mir das hingegen egal, da die beiden Herren, die Arteriosklerose rückgängig gemacht haben nicht nur eine Ernährung frei von gesättigte Fette und Cholesterin, sondern auch mit vielen Antioxidanzien angewandt haben.

Ich war kurz davor die Ärztin zu fragen, ob sie die Arbeiten von Dr. Dean Ornish und Dr. Caldwell Esselstyn kennt, aber die Gelegenheit ergab sich dann doch nicht mehr und ich wollte vor den Schulungsteilnehmer auch nicht ihre Autorität untergraben. - Und ich habe mir gedacht, vielleicht sollte ich mich zuerst mal wirklich selber auch genau mit Dr. Ornish Studie beschäftigen um bei Medizinern auch besser argumentieren zu können. Auch Esselstyns Buch ist fast schon wieder zu lange her, als dass ich daraus argumentieren könnte.

Also habe ich Ornish gestern erstmal gegoogelt und er hat sogar eine deutsche Wikipedia-Seite und die ist interessant. Ornishs Studie hat Ende der 80er Jahre Arteriosklerose erstmals rückgängig gemacht und die Zahl der kardialen Ereignisse im Vergleich zu Kontrollgruppe gesenkt. Bei der Kontrollgruppe nahm die Arteriosklerose zu - trotz Lipidsenker. Ornish gelang das mit einer Ernährung mit nur 10% Fett und maximal 5 mg Cholesterin. Dazu Entspannungsübungen.

Ornish hat damit unglaublich Aufsehen erregt und seine Ernährungsweise wurde im Laufe der Jahrzehnte, sind es ja mittlerweile, immer wieder im Vergleich mit anderen "Diäten" getestet. Mit Atikins, Zone und noch anderen Diäten und es zeigte sich bei Gesunden keine größere Gewichtsabnahme als bei anderen Diäten. Was wieder dafür spricht, dass es schlussendlich immer nur die Kalorienmenge ist, die entscheidet. Bei Gesunden kam es auch zu keinem besondern Einfluss auf den Cholesterin- und Blutzuckerwert. In einer weiteren Studie an 160 Personen bei denen der Einfluss der Ornish-Diät auf kardiovaskuläre Risikofaktoren getestet wurde, hat die Hälfte der Teilnehmer im Verlauf der Studie das Handtuch geworfen, weil sie es nicht ausgehalten haben dauerhaft so wenig Fett zu essen. Wahrscheinlich nicht deshalb nicht, weil es physiologisch nicht funktionierte, sondern innerhalb unserer Gesellschaft nicht funktioniert!

Auch meine Diabetiker waren gestern geschockt! - Sie wurden gefragt, ob sie denn mal die Lebensmittelpyramide über das Wochenende angekreuzt hätten . Hatte keiner. Zudem waren sie Sonntag Abend alle Essen gegangen und nur einer hatte nicht zu Fleisch, sondern zu Weißmehl-Pizza und Nudeln gegriffen und hatte die höchsten Blutzuckerwerte von allen.

Noch schwerer für die meisten Menschen, als Obst und Gemüse in der Ernährung zu erhöhen, ist Fett zu senken. Also wurden sie gestern morgen um 10:30 Uhr aufgefordert schon mal anzukreuzen was sie zum Frühstück gegessen hatten. Stellte sich raus, dass die Spitze der Pyramide nach der allerersten Mahlzeit schon voll war. Süßigkeiten, Fett und tierische Produkte. Mit Entsetzen schrie dann einer auf: "Dann darf ich ja den Rest des Tages nur noch Gemüse ohne Fett essen!" - Ja, da hat sich die DGE was gedacht, den Menschen Aufschnitt und Butter zu erlauben...Da hielt ich es dann für nötig mal zu erwähnen, dass es ein wunderbares Buch namens Gabel statt Skalpell: Gesund durch Ernährung auf pflanzlicher Grundlage gibt, wo 150 Rezepte ohne Fett und ganz viel Gemüse drin stehen und zudem Infos über Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Ich glaube, es hat aber nur einer zugehört und es sich notiert...

Und seit gestern weiß ich, als Diabetesberater im Krankenhaus zu arbeiten wird auch überhaupt nie mein Ding. Ich brauche Leute, die von sich aus auf mich zukommen, denn sonst sind sie eh nicht offen. Nicht Leute, die von ihrem Arzt zu einer Schulung geschickt werden. - Möglicherweise ist das ein Prozess.n..Eine Entwicklung für jeden einzelnen Patienten...das geht nicht von jetzt auf gleich. Der Schulungsleiter erzählte mir letzte Woche, dass er schon froh sei, wenn sie 10% der Info aus der Schulung zuhause umsetzten.

Ach ja, Frau Doktor meinte, dass Einzige, was man gegen die Folgeerkrankungen von Diabetes tun könne sei die Blutfett-, Blutdruck- und Blutzuckerwerte gut einstellen - und meint damit natürlich die Gabe von Blutdruck, Blutzucker und Blutfett senkenden Medikamenten. Obwohl das alles auch mit Ernährung zu machen ist. - Natürlich nur, wenn man gewillt ist an sich und seiner Lustfalle zu arbeiten. - Dazu muss man aber erstmal wissen, dass es sie gibt!

Menu des Tages am 4- November 2013

Haferflocken, Rosinen, Mohn, Leinsamen, Hanfprotein, Apfel und Zimt mit Wasser
1 Banane

Durian
1 Banane

Salat aus Pasta, gedünsteten Champignons in Sojasauce, Blattsalat, Wildkräuter, Paprika, Möhre, Blumenkohl, 1 TL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Radicio, Apfel



1 St. Carrot Cake, roh
2 Amaranth-Maiswaffeln
1 Banane
2 koffeinfreie Kaffee mit Blattstevia....geht so lala...Lustfalle ruft und ich versuche sie auszutricksen

Salat aus Kopfsalat, Wildkräuter, Blumenkohl, Apfel, Avocado, Sonnenknuspis, Knoblauch, Salz und Pfeffer



Ich versuche gerade irgendwie meine Diät auszuschleichen, obwohl ich gerade, durch die Fressorgien auf den Messen und den Mangel an Sport bei 60 kg bin. Douglas Lisle hat mich in Die Lustfalle aber davon überzeugt, dass ein korrekter Sättigungsmechanismus existiert. Allerdings funktioniert der nicht nach der Regel 100% Rohkost oder Instinkto-Rokost oder Monoessen, sondern der funktioniert bei allen natürlichen Nahrungsmitteln, egal ob roh oder gekocht. Er funktioniert nicht bei "Zaubernahrung" mit Weißmehl, Zucker und viel Fett. Er funktioniert sogar schlechter bei verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot oder Nudeln, selbst, wenn die aus Vollkornmehl sind, weil die Mühle dem Körper schon einen Teil der Verdauungsarbeit abnimmt.

Diäten führen zu Essstörungen und es ist sicherlich in niemandens Interesse dauerhaft alle Kalorien zählen zu müssen. Daher hatte ich jahrelang eine Aversion gegen Diäten zumal sie, wenn man zu wenig Kalorien, unter 1400 isst, auch noch den Grundumsatz runter schraubt. In Wahrheit ist der Körper natürlich mit einem Mechanismus ausgestattet, der einen genau so viel essen lässt, wie man braucht und der einen dabei schlank und fit erhält oder macht. Nur, jede Diät, die versprochen hat, man könne so viel essen wie man will und nimmt trotzdem ab, hat bei mir nicht funktioniert. Die waren aber auch nicht nach diesem Prinzip aufgebaut. Also quasi nur natürliche Nahrungsmittel, keine Öle, wenig Nüsse, wenig Soja, wenig Brot oder Nudeln. Das wenig zu definieren, finde ich schwer und finde es daher gut in einer Mahlzeit nur 20% Fett zu haben. Aber halten tue ich mich ja auch daran nicht wirklich...Mea Culpa...die Lustfalle ist auch hier wieder schuld.

Jedenfalls funktioniert das Trainieren meines Sättigungsmechanismus eigentlich recht gut. Ich werde an einem bestimmten Punkt satt und bleibe es dann auch über längere Zeit und laut Die Lustfalle ist es auch so, dass keine Belohnugstransmitter mehr ausgeschüttet werden wenn die Dehnungs- und Nährstoffrezeptoren von Körper und Magen realisiert haben, dass genug Nahrung vorhanden ist. - Dem muss ich noch nachgehen...

Aktuell führt das aber auch dazu, dass ich bis nachmittags 1800 kcal gegessen habe und mir dann im Abendessen nur noch 200 kcal erlaube, was mit Salat aber gut zu machen ist. Kann sein, dass es sich als Dauerlösung herausstellt einfach nur abends einen Salat zu essen und den Rest der Zeit auf das Sättigungsgefühl bei natürliche Nahrung zu achten...

Alles Liebe,

Silke



Dienstag, 29. Oktober 2013

Warum man Schlaf braucht um der Lustfalle zu entkommen..



In The Pleasure Trap: Mastering the Hidden Force That Undermines Health and Happiness gibt es ein Kapitel betitelt "Let there be light" was davon handelt wie 1879 Thomas Edison die Glühbirne erfand und wie wir seither immer Licht um uns haben. Helles, stahlendes Licht, was dem Tageslicht in nichts nachsteht in welchem wir uns die ganze Nacht hindurch bewegen können - im Gegensatz zu einem Feuer, was nur punktuell als Lichtquelle dient.

Elektrisches Licht hat der Menschheit viele Vorteile gebracht aber definitiv auch Nachteile, denn wir schlafen zu wenig. Laut Douglas Lisle ist die häufigste Klage, die Allgemeinmediziner hören die, dass der Patient übermüdet ist. Viele sind chronisch müde.

90% der Bevölkerung in der westlichen Welt trinkt Kaffee um der Pein der Müdigkeit zu entkmmen. Kaffee enthält das bekannte Koffein, welches das zentrale Nervensystem stimuliert und laut WHO zu den psychotropen Substanzen zählt. Auch das Internationale Olympische Komitee hat Koffein auf seiner Liste von verbotenen Dopingsubstanzen. Die verbotene Menge geht ab 6 Tassen los.  Eine tödliche Menge wären 40 Tassen Kaffee sehr rasch hintereinander getrunken.

"Das Koffeinmolekül bindet sich an nur sehr wenige andere Moleküle. Nachdem es die Blut-Hirn-Schranke passiert hat, dockt es im Zentralnervensyste, bei normaler Dosierung nur an einer ganz spezifischen Bindungsstelle an, am Adenosinrezeptor. Wenn Adenosin den Rezeptor besetzt, wird die neuronale Erregungsleitung gehemmt. Adenosin sammelt sich im Körper an, je länger man wach ist, denn es bildet sich als Zersetzungsprodukt von ATP (Adenosintriphosphat) überall dort, wo dieser Energieträger aller Zellen verbraucht wird. Mit einem Anstieg des Adenosins steigt auch das Schlafbedürfnis. Bei hoher Dosierung blockiert Koffein zusätzlich die GABA-Rezeptoren. Von daher müsste es eigentlich dämpfend wirken, aber tatsächlich wirkt es weder direkt dämpfend noch stimulierend! Das Koffeinmolekül passt nämlich nicht perfekt in die Adenosinrezeptoren, so dass die dämpfende Kettenreaktion über das G-Protein ausbleibt. Koffein blockiert also lediglich diese Bremse im Gehirn. Es ist damit ein indirektes Anregungmittel: Die Gehirnaktivität erhöht sich, weil sie nicht abhehmen kann. Über den Umweg der Blockierung der Adenosinrezeptoren gibt Koffein den hirneigenen Stimulanzien, den Neurotransmittern Glutamat, Dopamin und den Endorphinen freie Bahn. Der Kaffee- und Tee Konsum kann folglich nur so weit aufgeputscht werden, wie es sein natürlicher Vorrat an Neurotransmittern zuläßt. Ein höherer Konsum bewirkt keinesfalls zwangsläufig eine stärkere Stimulation. Einen Zusammenhang zwischen Dosis und Wirkung gibt es deshalb nur bis zu zu einer Menge von 4 Tassen Kaffee. Wenn der Spiegel körpereigener erregender Transmitter niedrig ist, kann ihn keine noch so hohe Dosis Koffein weiter anheben"
Quelle: Die Suchtfibel: Wie Abhängigkeit entsteht und wie man sich daraus befreit. Informationen für Betroffene, Angehörige und Interessierte

Man kann natürlich darüber hinaus noch weitere Substanzen zuführen, die die körpereigenen erregenden Transmitter ausschütten und sie mit Koffein kombinieren. Sowas kann Schokolade sehr gut. Eine Halbbittertafel Schokolade enthält so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee. In Kombination mit Zucker und Fett sind dann gleich mehr Transmitter vorhanden, die das Koffein dann wiederum nicht blockieren kann. Alkohol verzögert übrigens den Abbau von Koffein was auch hier zu einer optimalen Wechselwirkung beiträgt. Koffein ist zudem in vielen Schmerzmitteln wie Aspirin, Thomapyrin und Doppel-Spalt und zwar das Äquivalten einer halben Tasse Kaffee oder einer Tasse Tee.

Warum erzähle ich das alles? - Weil ich zum ersten Mal in meinem Leben frei von Stimulanzien bin. Ein Glück, dass meine Mutter mich nicht gestillt hat, denn die ist bereits kurz nach meiner Geburt wieder als Krankenschwester arbeiten gegangen und die sind alle koffeinabhängig. Koffein ist fett- und wasserlöslich und dringt auch ins Fruchtwasser ein und überwindet die Blut-Plazenta-Schranke. Möglicherweise kam ich auf die Welt und hatte direkt Koffeinentzug!

Wenn ich hingegen frei von der Stimulanz Koffein bin, die ja auch in grünem Tee drin ist, den ich normalerweise zur Anregung trinke, werde ich müde. Und wenn ich müde bin, mich aber vom Verstand gesteuert nicht an Koffein vergreifen will, kriege ich Hunger. - Nein Appetit. Unbändigen Appetit oder nennen wir ihn Heißhunger. Mein Körper hat im Laufe seines Lebens halt die Erfahrung gemacht, dass Essen eben auch stimuliert. Gewisse Nahrungsmittel besonders. Vor allem süße und fettige. Unterbinden kann man das mit Rauchen, aber das verbiete mein Verstand meinem Körper natürlich auch!

Schlussendlich läuft das Ganze darauf hinaus, dass ich gestern Heißhunger hatte, weil ich müde war. Die Messe hat mich geschlaucht. Nach einem langen Sonntag war ich um 23 Uhr im Bett und um 5 Uhr wieder wach und stand um 8 Uhr im Krankenhaus. Allerdings wurde ich da wieder weg geschickt, weil gestern noch gar keine Vorträge in der Diabetesschulung stattfanden sondern erst heute. Ach, dachte ich, kann ich zuhause ausruhen...

Ich hab noch das nötigste Erledigt, mich bei Heißhunger erwischt und dann endlich festgestellt, dass ich gar keinen Hunger habe, sondern müde bin und habe mich dann nochmal 3 weitere Stunden schlafen gelegt. Danach ging's mir besser. Und heute habe ich auch gleich mehr Energie und Lust in den Tag zu starten.

Douglas Lisle sagt, wir müssen immer ausgeschlafen sein. Wenn wir nicht ausgeschlafen sind, leide unsere körperliche und geistige Funktionalität. Cognitive Funktionen werden in Mitleidenschaft gezogen, was die Produktivität bei der Arbeit schmälert sowie Unfälle im Straßenverkehr hervorruft. Das deckt sich mit der Aussage meines Neuroanatomie-Prof., dass man für optimale Lernleistung schlafen muss. Man verliert auf die Dauer auch seine Vitalität und natürlichen Optimismus. Zudem können Erregbarkeit oder depressive Verstimmungen die Folge sein. Selbst minimale Schlafdefizite bewirken messbare Einbußen innerhalb der Immunfunktion. Quelle

Und das ist frappieren, denn schlussendlich gibt es eh nur eine einzige Krankheit: Ein mieses Immunsystem!

Und zu wenig Schlaf kriegt man natürlich auch wenn man irgendwelche anderen Stimulanzen zu sich nimmt wie Alkohol, Zigaretten, Zucker, Schokolade etc. Ab 18 Uhr nichts mehr essen ist daher auch immer wieder ein guter Ratschlag, denn irgendwann muss der Körper zur Ruhe kommen um einschlafen zu können. Während es langsam dunkler wird das Wachstumshormon Melatonin ausgeschüttet was für einen guten Schlaf sorgt und die Regeneration fördert. Die innere Uhr ist die Epiphyse, welche das Melatonin ausschüttet, damit es uns einen gesunden Schlaf-Wachrhythmus beschert, was nur geht, wenn Stimluanzien nicht eingreifen.

Und obwohl ich mich momentan grundsätzlich eher schlechter fühle als mit Stimulanzien hatte ich ein einschneidendes Erlebnis letzten Freitag: Ich habe immer mal wieder einen Aushilfsjob an der Kölner Oper, wo ich die Einführungsveranstaltung vor der Vorstellung moderiere. Dabei trage ich einen 5 DinA4-Seiten langen Text vor und viel zu oft hat meine die Zettel haltende Hand dabei gezittert. Zum einen aus Nervosität, zum anderen, weil es technisch nicht ganz leicht ist die Zettel zu wechseln, wenn man in der anderen Hand ein Mikro hält. Zittern tue ich aus Nervösiät auch immer bei Vorsingen und ganz selten auch bei Vorsprechen. Letzten Freitag jedenfalls habe ich nicht gezittert und ich wette, da liegt an der Ermangelung von Stimulanzen. Mal sehen ob sich das wiederholt...

Menu des Tages am 28. Oktober 2013

Haferflocken mit Banane, Erdnussbutter, Zimt, Rosinen und Wasser


2 Brennnesseltee
3 TL Carobella

Greensjuice aus Sellerie, Spinat und Zitrone
1 Paranuss
Roggenvollkornbrot mit Senf und veganem Brie
129 g Weintrauben

Gemüsepfanne aus Dinkel, Möhren, Rettich, Zwiebel, Tomate, Currypaste, Ingwer, Salz und Tahin


Möhren-Zwiebel- Rohkostbrot

Koffeinfreier Kaffee mit Stevia

Salat aus Spinat, Wildkräutersalat, Tomate, Trauben, Gurke, Zwiebel und Tahinidressing


1/2 Roggenvollkornbrot

Der Greenjuice war interessant, denn ich habe ihn im Weinglas serviert. 150 ml ca, und wie das bei Wein auch so ist, war der erste Schluck recht bitter, der zweite dann schon besser und als das Glas leer war, fand ich ihn so lecker, dass ich mir noch einen zweiten gemacht habe. Die Gesamtbilanz war gestern dementsprechend  super bei 2006 kcal. 21,3% Fett Omega 3:6 war 1:2,5 Folsäure, die in den letzten Tagen immer zu wenig war und superwichtig ist war bei 250% der Tagesdosis, Kalzium lag bei über 1000 mg. Auch Vitamin E war ausreichend drin. Alles war ausreichend vorhanden.

Und jetzt mal gucken, wie ich ohne Stevia zurecht komme, die Packung ist nämlich leer. Jetzt habe ich nur noch gemahlene Steviablätter im Haus und die kann man nicht in Tee geben, nur in Salat.

Leider hat das gestern aber auch alles wohl nur deshalb so gut geklappt, weil ich zuhause war und gut auf mein Essen achten konnte. Heute habe ich die Diabetesschulung und danach Spätschicht im Bioladen. Da sieht das womöglich gleich ganz anders aus.

Alles Liebe,

Silke

Freitag, 25. Oktober 2013

Die Lustfalle von Rohköstlern und Veganern...



Ich hab gestern mal über die Dinge nachgedacht, die mir zum Geburtstag geschenkt wurden:

Von Patienten im Krankenhaus:

2 Packungen "Celebration", 1 Miniflasche Wein

Von Freunden:

3 Tafeln Schokolade
1 Rolle Traubenzucker
1 Bund Möhren
1 Flasche Olivenöl
1 Packung Fleur de Sel
1 Flasche Sekt
1 Blumenstrauß
1 Roman

3/4 aller Geburtstagsgeschenke waren also Sachen, die Dopamin ausschütten. Lustig oder? - So macht man Menschen eine Freude. Man schenkt ihnen Drogen. Das fand ich beim Nachdenken irgendwie befremdlich, irgendwie seltsam. Eigentlich sollte Dopamin nur dann ausgeschüttet werden, wenn man etwas für das eigene Überleben und die Erhaltung der Art tut. Und wir Menschen haben es tatsächlich geschafft unsere Lebensmittel so zu verändern, dass man mehr Dopamin ausschüttet als normal wäre. Also suggeriert uns die Tafel Schokolade, wenn wir sie essen, dass wir gerade was Großartiges für die Arterhaltung tun.

In diesem Vortrag von Dr. Alan Goldhamer heißt es, dass beim Konsum von Kokain 10 Mal so viel Dopamin ausgeschüttet wird, wie beim Geschlechtsverkehr. Wer will da also noch Sex haben?! Zucker wird häufig mit Kokain verglichen, wobei ich glaube dass es sich dabei um den Mechanismus nicht um die Intensität der Dopaminausschüttung handelt. Also Zucker ist wohl leider nicht 10 Mal so effektiv wie Sex.

Dennoch, schlussendlich läuft es darauf hinaus, dass werder Veganer, noch Rohköstler irgendwelche Anstalten machen sich aus der Lustfalle zu befreien. Genau so wenig wie es dünne Normalesser tun, die dann irgendwann überrascht sind, dass sie irgendeine Zivilisationskrankheit ereilt. Wer sich damit, wenn überhaupt auseinander setzt, sind übergewichtige Menschen, die keine Ahnung haben, warum z.B. Schokolade so eine Macht über sie hat. Die Anonymen Schokoholiker gibt es tatsächlich.

Beim Googlen dessen stieß ich auf folgende Einträge in einem Medizinstudentenforum, die ich so lustig finde, dass ich sie teilen möchte;-):

"hallo 
ich muss hier mal was loswerden, es fing ganz harmlos an, ich stand vor ein paar monaten in einem supermarkt und ich sah da diese milkaschokolade ich dachte mir nichts dabei und nahm sie einfach mit. ich fand sie recht lecker und ging öfters in dem markt um mir eine zu holen, seitdem geht es nur noch bergab. ich brauche sie inzwischen vor jeder grossen prüfung, ohne eine ausreichende meng an milka geht bei mir am schreibtisch garnichts. und zu allen überfluss habe ich mich auch noch mit schoko knusperflocken angefixt.

jetzt quält mich mein schlechtes gewissen wie ich das laster wieder loswerde bitte helft mir!"

"Hi, hab echt auch das gleiche Problem wie du und ich ess nur noch Schokolade und lass zum Teil Mittag und Abendessen aus damit ich mich von Schokolade ernähre. Ich verdrück zwar keine keine ganzen Tafeln aber ich hab mir eingeredet dass ich mich ohne Schokolade nicht konzentrieren kann vorallem beim lernen. Gewichtsprobleme hab ich noch nicht aber wenns so weiter geht...wer weiss wohin das führt....."

Medizinstudenten müssen zwar auswendig lernen, welche Bereiche des Gehirns serotinerg und dopaminerg sind, ihnen wird aber nicht beigebracht, wie und warum sie sich vor Schokolade schützen sollten!

Naja, jedenfalls gehen Rohköstler und Vegane immer völlig steil, wenn sie Nahrungsmittel finden, die sie ihre Ernährungsrichtlinien verfolgen lässt und ihnen gleichzeitig erlaubt weiter in der Lustfalle zu stecken. Ich weiß das. Ich war da. - Ach was, ich bin da immer noch! - Aber ich bessere mich langsam...

Und wenn man in der Lustfalle steckt kann man auch bei veganer Kost und bei Rohkost immer noch übergewichtig sein und/oder krank, denn wenn man die Suchtfalle weiter bedient funktioniert der Sättigungsmechanismus nicht mehr einwandfrei.

Ich hatte Spätschicht im Bioladen und habe mich bei allen Nahrungsmitteln, die ich über den Scanner der Kasse gezogen habe gefragt, ob es "Zaubernahrung" ist oder nicht. Ich habe ca. 85% "Zaubernahrung" verkauft. Nahrung die dafür sorgt, dass man viel Dopamin ausschüttet. Tja, und die gibt es auch in vegan und/oder roh.

Und daher gibt es dann Veganer wie sie:



(was mich schockiert hat, da die wunderbar Isa Chandra Moskowitz das Buch Appetite for Reduction: 125 Fast and Filling Low-Fat Vegan Recipes geschrieben hat sowie die Kuchenrezepte für Gabel statt Skalpell: Das Vegan-Kochbuch - sie war nicht so dick, als ich vor 10 Jahren das erste Buch von ihr gekauft habe...)

Oder wie ihn:

 

Was mich leider schockiert. Und möchte daran erinnern, dass auch der Vegetarier Dirk Bach einem Herzinfarkt erlegen ist. - Ich denke man muss einfach um diesen Mechnismus wissen, um sich davor zu schützen, dass man in die Falle geht. Man muss Acht darauf geben, dass man "Zaubernahrung" schlicht und ergreifend nicht täglich konsumiert.

Ich habe gleichzeitig festgestellt, dass das Carobella mit Dattelsirup nicht so intensiv "wirkt" wie eines mit Ahornsirup. Ist logisch, der Zucker ist ja noch mit Ballaststoffen verbunden. Und daher ist es mit Dattelsirup für meinen Geschmack nicht gaz so lecker. - Das ist aber Blödsinn, denn häufig ist etwas, was wir als lecker empfinden, gar nicht wirklich lecker sondern das Dopamin wirkt bereits.

Wer als Raucher schon mal an einer Kräuterzigarette gezogen hat, kennt das. Der Geschmack ist gleich, aber der Kick bleibt aus. Das meinen die Leute, wenn sie z.B. sagen: "Vollkornbrot schmeckt doch nicht" - viele gesunde Nahrungmittel kicken einfach nicht. Mit Geschmack hat das nicht viel zu tun, außer, dass wenn man die Droge weg lässt man auch bei natürlicher Süße eine natürliche Dopaminausschüttung haben kann. Man kann sich an den Geschmack von gesundem Essen gewöhnten und kriegt dann die totale Drogendröhnung, wenn man raffinierten Zucker isst. - So wie ich in solchen Fällen.

Menu des Tages am 24. Oktober

Grob gemahlener Dinkel, gekocht mit Datteln, Rosinen, Erdnussbutter, Kardamom und Muskat


1 Banane
1 getrocknete Feige

koffeinfreier Kaffee mit Sojamilch und Stevia
1/2 Dinkel-Zitronen-Scone
1 Paranuss

Brauner Basmatireis mit Möhren-Tofu-Scramble


1/2 Dinkel-Zitronen-Scone
2 TL Carobella
120 g Apfelmus

2 Roggen-Vollkornbrote
120 g Möhren-Tofu Scrambel

Waren 1991 kcal, aber es war nicht ausgewogen. Ich hatte keinen Salat mehr im Haus und wollte auch keinen kaufen, weil noch so viele andere Dinge im Kühlschrank stehen. Manchmal muss man einfach auch Reste essen. Ich hoffe aber mal, dass es auf die Dauer ausgeglichen läuft.  Viel zu viele Sachen waren zu wenig, Aminosäuren waren nicht ausgeglichen Omega 3:6 war auch nicht gut ohne Leinsamen. Dafür nur 19,5% Fett.

Man muss jedenfalls 1 großen Salat pro Tag essen. Da geht nährstofftechnisch nichts drum herum. Egal welcher Ernährungsform man anhängt.

Ich habe immer noch das Gefühl, dass der Sättigungsmechanismus sehr gut greift, wenn ich in einer Mahlzeit nicht über 20% Fett gehe. Woran ich aber vielleicht mal arbeiten sollte, wäre Stevia weg zu lassen denn das schmeckt ja süß und wirkt auch auf das Belohnungszentrum. Nur hat es eben keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen. Aber aus der Lustfalle komme ich so ja auch nicht wirklich raus.

Die nächsten 2 Tage hört ihr nichts von mir, da ich auf der Veggie World in Düsseldorf am Stand von Keimling arbeite. Ihr könnt, falls ihr da seid, aber gerne vorbei schauen und mich besuchen!:-) Ich würde mich freuen!

Alles Liebe,

Silke

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Dr. Alan Goldhamer...



First things first: Eine Leserin hat mich gestern auf eine Petition aufmerksam gemacht, die es sich lohnt zu verbreiten. Die EU entscheidet derzeit über eine Veränderung der Saatgutverordnung, welche voraussichtlich zur Folge haben wird, dass die Vielfalt an Saatgut eingeschränkt wird sowie die Hauptkonzentration davon in die Hände einiger weniger Konzerne fällt. Für Ur- der Ökogetreide gäbe es keinen Platz mehr. Ich möchte euch daher ebenfalls bitten hier noch heute zu unterschreiben. Es fehlen noch 13% Unterzeichner. https://www.openpetition.de/petition/online/saatgutvielfalt-in-gefahr-gegen-eine-eu-saatgutverordnung-zum-nutzen-der-saatgut-industrie

Kommen wir aber wieder zu meinen Anliegen. Ich habe mich gestern mal ein bisschen mit dem Co-Autor von Die Lustfalle beschäftigt, den ich bisher irgendwie mehr oder weniger unter den Tisch fallen lassen habe, weil mir nur Douglas Lisle aus Gabel statt Skalpell bekannt war. Dr. Alan Goldhamer ist kein Schulmediziner, er ist Chiropraktiker und Osteopath und leitet das True North Health Center. Dort können Menschen mit Zivilisationskrankheiten - so platt will ich es jetzt einfach mal formulieren - auf vegane, vollwertige, salz- und ölfreie Ernährung umstellen und davor entweder Wasserfasten oder eben nicht. Das ist seine Spezialität. Während des Fastens passiert eine Neuroadaption, also, die Nervenzellen passen sich an, werden zurückgesetzt und empfinden dann eine vollwertige, salz- und ölfreie Ernährung ebenfalls ansprechend. Alle Zivilisationkrankheiten gehen davon zurück, was wir ja spätestens seit Barnard und Esselstyn eh wissen.

Alan Goldhamer sieht auch Salz als ein süchtig machendes Nahrungsmittel an, obwohl es dafür keine Grundlage gibt wie bei Drogen, Zucker, Schokolade, Alkohol, Koffein und Co. Salz sorgt nicht für eine Ausschüttung von Dopamin oder Serotonin. Salz erhöht aber den Blutdruck und da viele Menschen Herzkreislauferkrankungen und Arteriosklerose haben, sollten viele Menschen, 35% der Bevölkerung mindestens, die die an Herzkreislauferkrankungen sterben, sicherlich weitestgehend auf Salz verzichten. Alle anderen sollten aufpassen, dass sie nicht mehr als 1 TL Salz am Tag essen. Das ist, finde ich, machbar. Hängt aber auch ein bisschen davon ab, was man so isst. Wer morgens immer Frischkornbrei oder Haferflocken isst, spart sich da schon mal Salz. Wer Wurst und Aufschnitt isst nicht.

Aber gut, Goldhamer ist nicht minder eloquent als Douglas Lisle und dieses Video gefällt mir besonders gut von ihm. Vor allem beeindruckt hat mich, wie jung er aussieht. Er ist Großvater, was man in den ersten Sekunden des Videos schon mitgeteilt bekommt.



Was mich darauf bringt, dass ich vor ein paar Tagen eine Mail bekam von einer Vegetarierin, die mir schrieb, dass sie gelesen habe, dass häufig Veganer und Vegetarier an Falten und grauen Haaren litten. Das scheine auf sie zuzutreffen. Sie habe gelesen, dass Gelatine dagegen helfe. Ob es denn Gelatine sein müsste, sie würde ungerne auf tierische Produkte zurück greifen oder ob auch Agar-Agar den selben Effekt habe.

Tatsächlich habe auch ich darüber geschrieben, als ich Dr. John Switzer kennen gelernt habe, da der über dieses Problem schreibt. Ich habe daraufhin selber mit Gelatine experimentiert und keinerlei 'Ergebnisse feststellen können. Schlussendlich glaube ich nicht, dass Gelatine hier der Weißheit letzter Schluss ist, sondern, dass noch andere Dinge eine Rolle spielen. - Agar-Agar hilft übrigens nicht. Das hat eine völlig andere Zusammensetzung.

Kollagen zum einen, was aus drei speziellen Aminosäuren aufgebaut ist nämlich Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Die sind alle nicht essentiell, der Körper kann sie selber herstellen, aber auch nur dann, wenn man überhaupt genug Eiweiß ist. Ich bin der Auffassung, dass sich viele Veganer schwer damit tun. Rohköstler erst recht. Nicht-Vollwertköstler auch. Jedenfalls hatte ich in meiner Rohkostzeit zu wenig Eiweiß in der Ernährung.

den Aufbau von Kollagen spielt aber auch das Vitamin C eine wichtige Rolle. Vitamin C geht bei ca. 60°C kaputt, daher macht es hier wirklich Sinn Rohkost zu essen, die reich an Vitamin C ist. So viel zu den Falten.

Was graue Haare betrifft so behauptet zumindest Dr. Gabriel Cousens, dass die auf Mineralstoffmangel basieren und auch das kann ich mir gut vorstellen, wenn man 08/15 Industriekostbveganer betrachtet. Ich sehe am Cronometer selber wie schwer es mit manchen Mineralstoffen ist und dass man wirklich reichlich Gemüse und Salat verzehren sollte. Gabriel Cousens ist fast 70 und hat noch seine Naturhaarfarbe. Warum Dr. Caldwell Esselstyn als auch sein Sohn! grau sind, weiß ich nicht. Esselstyn ist weit über 70 und T. Colin Campbell ebenfalls.
Barnard allem Anschein nach, scheint nicht grau zu werden und Alan Goldhamer eben auch nicht. Klar, man weiß nie ob die nicht färben, aber ich schätze beide nicht so ein.

Besonders in der Rohkostszene ergrauen viele Leute sehr, sehr früh, wie ich finde und ich glaube es liegt tatsächlich an der Rohkost. Bei Zivilisationskost scheinen den Leuten aber die Haare viel zu früh aus zu fallen, was noch schlimmer ist!

Kommen wir zu einer dritten Lesermail, die mich erreichte von einer Leserin, die glaubte zwar schon schokoladensüchtig zu sein, mich aber fragte ob das denn so schlimm sei, wenn sie schon nie rauche, trinke oder Kaffee konsumiere.

Ich glaube es ist schlimm, wenn man nach irgendeiner Substanz süchtig ist und sie daher jeden Tag konsumiert. Ich glaube nicht, dass es sonderlich schlimm ist mal einen Kaffee, mal einen Riegel Schokolade, mal eine Cola, mal eine Zigarette, mal ein Glas Wein, mal einen Joint zu konsumieren. Ihr erkennt das Prinzip. Wenn man es mal macht ist man am nächsten Tag vielleicht irritiert oder deprimiert, aber wenn man es jeden Tag macht ist man süchtig nach etwas, das den Körper zerstört und man kann nicht ohne. Jeden Tag Zucker und/oder Schokolade zu essen halte ich für viel schlimmer als mal zu rauchen oder mal zu trinken. Nicht nur, weil man dann abhängig ist sondern auch weil man sich dann auf die dauer schadet. Zuckersucht ist um nichts besser als Alkohol-, Koffein-, Tabak- oder sonst irgendeine Sucht.

Laut einer Statistik in Die Lustfalle kommen 60% aller Krebserkrankungen vom Essen und nur 30% vom Rauchen. Nur 10% sind genetisch oder durch Strahlung und sonstige Umwelteinflüsse bedingt. Zucker wird sowohl mit Diabetes als auch mit Herzkreislauferkrankungen und Krebs in Verbindung gebracht.

Hinzu kommt, dass wir unsere Kinder zwar vor Koffein, Nikotin und Alkohol schützen, sie aber Zucker essen lassen so viel sie wollen. Mein Vater hat mir am Wochenende die Geschichte erzählt, dass seine Mutter ihn gelehrt hat, dass Zucker pur zu essen Sünde sei. Mehr als 2 Schnaps waren, als er größer war, dann aber auch Sünde ;-)

Zucker ist, was die körperlichen Auswirkungen betrifft weitaus schädlicher als Koffein, Nikotin und Alkohol und vom Suchtpotential ähnlich hoch.

Und dann stelle ich mir vor was passiert, wenn eine zuckersüchtige Mutter bei der der Dopaminpegel gerade abfällt auf ihre Kinder trifft, bei denen der Dopaminpegel auch gerade abfällt. Die Kinder werden unruhig, nörgelig, quengelig und die Mutter ist dadurch genervt, schnauzt die Kinder vielleicht an, unterbindet ihr Selbstbewustsein, unterbindet das Zusammengehörigkeitsgefühl und Schuld daran ist nur die Zuckersucht mit der sich beide Parteien gegenseitig anstacheln. Ich muss fast sagen, dass was Zucker betrifft, meine Mutter es gar nicht so schlecht gemacht hat. Es gab bei uns keine Cola oder Fanta sondern nur Light Limonade. Und Schokolade gab es nur Samstag abends vor dem Fernseher. Kuchen auch nur Sonntags. Es gab aber auch Nutella und Marmelade - und Weißmehl und Dosenfraß...

Menu des Tage am 23. Oktober

Brauner Basmatireis mir Hanfprotein, Rosinen, Banane, Erdnussbutter und 1 Paranuss


3 Brennnesseltee
2 getrockente Feigen
Tasse Sojamilch mit Kalzium

Dinkel-Zitronen-Scone


1 Banane

600 g Brokkoli mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, 1 TL Olivenöl und 10 g Pinienkernen


1 Dinkel-Zitronen Scone

Koffeinfreier Kaffee mit Sojamilch und Stevia

Brauner Basmatireis mit Möhren, Sellerie, Zwiebel, Curry und Möhren-Sellerie-Dressing


2 Datteln

Ich habe nach dem Essen definitiv Appetit auf was Süßes, weiß nicht wieso, aber gebe dem nach - mit Banane oder Trokenfrüchten. Die Scones habe ich extra so gebacken, dass sie nur 20% Fett enthalten und das mit dem Sättigungsmechanismus scheint zu funktionieren. Ich habe jedenfalls immer das Gefühl, dass ich satt werden und will dann auch gar nicht weiter essen. Wenn ich zusätzlich "Zaubernahrung" verzehre, ist das nicht so. "Zaubernahrung" hat den Nachteil, dass man nur einen Hauch von Appetit hat, wenn man anfängt sie zu essen und dann will man immer, immer mehr von dem Nahrungsmittel und plötzlich ist eine Tafel Schokolade weg. Das scheint, wie gesagt, bei max. 20% Fett haltiger Nahrung nicht zu sein. Kann aber auch sein, dass sich dass nach mehreren Tagen mit Disziplin wieder anders anfühlt. Oder, dass ich es mir nur einbilde. Sich-selbst-erfüllende-Prophezeiung und so...

Gewicht fällt wieder, heute 59,2 kg und ich darf auch berichten, dass jetzt, nach ca. 6 Monaten mit neuere Körperform meine Haut sich zu straffen scheint. Wie gesagt, Kollagen hat eine Halbwertzeit von 200 Tagen, daher dauert es mindestens 200 Tage bis sich die Haut nach Gewichtsverlust auch nur ein bisschen was gestrafft hat. Und das auch nur, wenn man der Kollagenbildung optimale Bedingungen zur Verfügung stellt. s.o.

Ich habe immer noch keine Lust auf nichts. Hatte gestern ein Casting, wo ich keine Lust drauf hatte, was dann, als ich da war, aber Spaß gemacht hat und auf Krafttraining hatte ich auch keine Lust - und das hat dann keinen Spaß gemacht. Wer weiß, wie lange das noch dauert, bis mein Belohnungssystem wieder normal tickt?!

Alles Liebe,

Silke