Sonntag, 22. März 2015

Tatsächlicher Kalorienverbrauch und Sinnhaftigkeit



So, ich hab ne Woche lang 90 g Eiweiß pro Tag gegessen und festgestellt, dass das eigentlich ziemlich leicht ist vorausgesetzt man isst Brokkoli und Hülsenfrüchte. Ich habe fast nie zusätzliches SunWarrior verwendet, außer an einem Tag wo ich hauptsächlich Kartoffeln und Kürbis gegessen habe.

Nebenbei habe ich Kalorien gezählt, weil ich ich auf den Cronometer achten musst (Eiweiß) und mich auf 2000 kcal festgelegt, weil ich dachte, dass sei so ungefähr die Menge die ich brauche. Es wird immer geschrieben, dass Frauen so um die 1700 kcal am Tag brauchen, dass Frauen, die viel Sport machen 2400 kcal brauchen und ich dachte mit 2000 kcal komme ich ungefähr hin. Der Cronometer schlägt mir immer vor 1640 kcal zu essen und das ist viel zu wenig!! Würde ich das durchhalten können, würde ich untergewichtig werden. Ich wollte wissen, wie viele Kalorien ich denn nun wirklich brauche.

2000 kcal ging die ersten beiden Tage gut, den Rest der Woche habe ich mich in den Abendstunden mit Hunger gequält und stattdessen Tee getrunken. Freitag früh im Bioladen hatte ich das Gefühl meine Hose rutsch. Ich bin gestern früh also auf die Waage gestiegen, was ich eigentlich erst am 1. April wieder vor hatte und festgestellt, dass ich seit meinem letzten Wiegen in der Januarchallenge 300 g verloren hatte. Ich fühle mich um Längen dünner und glaube, dass ich zwischenzeitlich wieder zugenommen und jetzt wieder abgenommen habe.

Jedenfalls habe ich die Kalorienmenge, dann gestern auf 2100 kcal hoch gesetzt, denn das war mir einfach zu viel Hunger. Wobei ich mich frage ob es ein Kaloriendefizit ohne Hunger denn wirklich gibt und ab wann es das gibt. Kann man das messen? Gibt es da Statistiken drüber. Ich hätte auch kein Problem damit nur ein Kaloriendefizit von 100 kcal zu haben und dann halt ein kg Fett in 70 Tagen zu verlieren statt in zwei Wochen wenn ich dann ohne Hunger bin und. Aber auch dazu muss ich wissen, wie viel Kalorien ich denn brauche. Aber eigentlich ist das viel zu wissenschaftlich und eigentlich kann der Körper das alles völlig alleine berechnen.

Seltsam war aber folgendes: Freitag früh im Bioladen hatte ich kaum Hunger. Gestern morgen, allerdings an der Backtheke, war es die Hölle. Gestern morgen hatte ich Tee getrunken und zwar einen recht süß schmeckenden, der Süßholz enthält und ich frage mich ob da ein Zusammenhang besteht. Freitag früh hatte ich nur Wasser getrunken.

Ich wollte das heute also mal testen und habe meinen Zitronen-Ingwer-Tee getrunken statt den Feuer & Flamme-Tee von Shotima nur um festzustellen, dass der auch relativ süß schmeckt. Ich hab also auf die Packung geschaut und festgestellt, dass auch da Süßholz drin ist. Eine weiterer Teesorte, Flügel des Lebens von Shotima, die ich auch gerne mag, enthält auch Süßholz. - Ich hab instinktiv nur Teesorten mit Süßholz als wohlschmeckend erwählt, als ich Challengetee rausgesucht habe. Jetzt ist Süßholz ja nicht verboten, weil AJ es nicht erwähnt hat, aber ich frage mich ob es den Apptit ankurbelt ähnlich wie Süßstoff. Bestimmt schüttet der Verzehr, der süße Geschmack Endorphine aus und allein deshalb schon funktioniert er für mich bei der Unterdrückung von Hunger am Abend. So gut wie das ungefähr Zigaretten tun. Kurfristig und der richtige, superintensive Hunger kommt dann später.

Ich hab noch ne Packung Roibostee zuhause, den ich nie trinke, weil er nicht schmeckt (kein Süßholz) aber ich werde mal schauen ob das damit anders ist. Das lustige ist, dass ich vor der Januarchallenge gar nicht das Gefühl hatte, dass die Tees süß schmeckten! Aber da kam ich auch aus dem Feiertagssüßrausch raus!

Ich hab auch ordentlich Sport getrieben. 3 Mal Joggen, 3 Mal Kraftsport und das Joggen sogar mit Pulsuhr betrieben, was mir mehr abgefordert hat, weil ich eine bestimmte Herzfrequenz einhalten wollte und mich dadurch schneller gemacht hat. Die moderne Peitsche!

Und da fiel mir die Sinnhaftigkeit von Dingem ein, die man tut. Wahllos durch die Gegend rennen, weil es gesund ist ist nicht wirklich eine gute Motivation. Ich bin heilfroh, dass ich das instinktiv wusste, als ich mit dem Joggen anfing. Als ich mit dem Joggen anfing, vor 7 Jahren oder so, war ich absolut nicht sportlich. Sport löste bei mir Selbsthass aus, weil der einzige Grund Sport zu machen war, dass ich nicht gut genug, sprich, zu dick bin. Andere Gründe für Sport habe ich früher nie gesehen wie Wohlbefinden, Spaß, Vitamin D und Hautbräune, Stressabbau. Ich fing an zu Joggen als Neujahrsvorsatz und war für einen Marathon im Oktober angemeldet. Im Januar schon. Ich musste laufen gehen, denn ich musste trainieren, denn ich musste die 42,195 km durchhalten. - Ich musste nicht abnehmen! - Ich musste allerdings einen Mann beeindrucken!;-)

Wenn man einen Sinn dahinten festlegt, läuft alles im Leben gleich völlig anders. Und vor allem darf der Sinn nicht abstrakt sein. Gesund Essen, weil man davon gesund bleibt ist zu abstrakt. Jemand der seinen zu hohen Cholesterinspiegel kennt und sich besser ernährt um diesen zu senken und ihn in regelmäßigen Abständen überprüft hat einen besseren Sinn hinter seiner Tätigkeit. Das gilt auch für Übergewicht und oder Blutzucker oder überhaupt alle Krankheiten. Der Sinn muss realistisch sein und machbar, wenn dem nicht so ist, kommt es zu Frust, aber wenn man den passenden Sinn hat, macht die Tätigkeit Freude, weil sie Serotonin ausschüttet.

Wer einen Job hat, der nur Geld abwirft, aber sonst keinen Sinn macht hat ein Problem. Dieser Sinn ist ebenso abstrakt wie der vom gesund Essen. Man erhält kein Serotonin darüber. Dann muss man sich sein Serotonin durch das Ausgeben des Geldes erwerben. Das ist aber dämlich, da es Jobs gibt, die Geld und Serotonin abwerfen. Das selbe gilt für nicht erfüllende Beziehungen. Auch hier kommt es zu einer Ziellosigkeit und einem Verlust der Sinnhaftigkeit.

Lange Rede kurzer Sinn: Mit der Pulsuhr habe ich meinem Joggen einen neuen Sinn gegeben. Das kann man auch in anderen Lebensbereichen machen bevor man sich überlegt, dass die Tätigkeit gar keinen Sinn hat und abgestoßen werden sollte!;-)

Menü des Tages am 21. März 2015

5 Uhr: Brokkoli mit 2 Tomaten


Haferflocken mit Hanf, Paranuss, Banane, getrockente Feige, Lucumapulver, Sunwarrior


Vormittags: 1 Kartoffel
½ Glas Kichererbsen
2 Bananen
etwas Kuchen genascht

13 Uhr: ½ Banane
2 Miniromana

16 Uhr: 750 g Brokkoli mit Coriander&Wasabi Tamari


1 Banane

17 Uhr:180 g Kichererbsen mit Corinader&Wasabi Tamari


Ich hab eine neue Entdeckung gemacht: Völlig fettfreie Coriander&Wasabi Sojasauce. Es ist noch nicht mal Zucker drin. Es wird als Marinade verkauft, geht für alles mögliche zu verwenden und ich fand es ziemlich fantastisch auf Brokkoli nachdem ich sowohl für Koriander als auch für Wasabi eine Schwäche habe. Zu Kichererbsen passte es auch gut.


Ich hab rechts oben im Blog eine Umfrage eingefügt, weil mich interessiert was euch hier so am meisten interessiert und worauf ich meine Augenmerk richten soll.

Leider hat Blogger bzw. Googel bei der Abstimmung der Farben aufeinander wohl irgendwie einen Fehler begangen, so dass man die Auswahlmöglichkeiten nur lesen kann, wenn man sie markiert. Ist dumm, ich weiß, aber ich weiß nicht, wie ich es ändern sollte...

Bisher steht auf Platz 1 das Berichten über Studien bezüglich Ernährung, auf Platz 2 alles über Essucht. Praktischer Weise ist das auch das was mich am meisten interessiert also wird das leicht!;-)

Ich würde aber auch gerne, wissen, was euch sonst noch so interessiert oder ob es was gibt, was ich hier noch nicht besprochen habe, dass ihr gerne wissen würde. Die Umfrage läuft noch den ganzen April, für alle andern Anmerkungen könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen.

Alles Liebe,

Silke

Kommentare:

  1. Liebe Silke,
    mein Kind ist nun sieben Monate alt, noch stille ich voll und abstillen will ich wohl erst mit etwa 2 Jahren. Da der Plan von mir und meinem Mann ist, sie vollwertig und rein pflanzlich zu ernähren, wurden wir zweimal damit konfrontiert, dass sie dann nach dem Abstillen ja eine Laktoseintoleranz entwickeln würde. Dies klang für mich erstmal ehrlich gesagt ziemlich logisch, weswegen wir uns schon dazu entschieden hatten, doch ab und zu Kuhmilchprodukte in die Ernährung mit einzubeziehen um nicht dafür verantwortlich zu sein, dass sie ihr Leben lang keine Kuhmilchprodukte (ohne Tabletten) essen kann. Aber nun habe ich nach einem Zeitungsartikel aus der taz Bedenken: hat die Herstellung von Laktase überhaupt etwas mit dem Verzehr von Laktose zu tun oder wovon hängt das ab?
    Und wie viel Calcium nimmst du täglich etwa zu dir? Sollte man denn da auf die 1200mg kommen oder reicht es auch, wenn man täglich leicht über der von der WHO empfohlenen Menge kommt?
    Danke für deinen großartigen Blog. Ich weiß gar nicht, was ich mir da noch anderes wünschen soll, außer, dass die Beiträge weiterhin so interessant bleiben.

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  2. Liebe Marie,

    ob man laktoseintolerant wird oder nicht hängt weniger mit dem Milchkonsum, als mit der genetische Dispostion zusammen. Jemand der älter als 2 Jahre ist und Laktase produziert tut dies, weil eine Genmutation seiner Vorfahren dazu geführt hat, dass er das kann und diese dominant ist. Kein Mensch braucht Kuhmilch zum überleben oder für Kalzium.

    Ich verzehre so um die 600-700 mg Kalzium am Tag und halte mich an die Empfehlungen der WHO die 450 mg am Tag empfiehlt. Die Vorgaben der DGE von 1000 mg richten sich meiner Meinung danach, dass davon ausgegangen wird, dass das Kalzium meistens in Form von Milchprodukten konsumiert und dieses schlechter aufgenommen wird.

    Danke für dein Lob!:-)

    LG Silke

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  3. Liebe Silke,

    ich bin bisher stille Leserin deines Blogs gewesen und möchte meinen Kommentar auch dazu nutzen, mich für deine interessanten Beiträge und die vielen Denkanstöße zu bedanken!

    Meine Frage bezieht sich auf die Angaben, die bei Cronometer standardmäßig voreingestellt sind. Gibt es irgendwelche Kategorien, Vitamine etc., bei denen man deiner Meinung nach besser daran täte sich nicht an die Vorgaben zu halten und sich an anderen Werten zu orientieren? Außerdem bin ich mir sehr unsicher, welche Zielwerte ich bei einer vollwertigen, ausgewogenen Ernährung mit wenig Sport (ich weiß, ich weiß) für Proteine, Kohlenhydrate und Fette einstellen sollte?

    Ich würde mich freuen von dir zu hören und hoffe auf viele weitere schöne und unterhaltsame Beiträge!

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  4. Ich finde die Voreinstellung des Chronometers soweit ok. Wer Sport treibt, sollte etwas mehr Eiweiß essen.
    Das einzige, was ich nicht teile ist die Vorgabe für Calcium, da die WHO sagt 450 mg reichen aus. Ich glaube die hohen Empfehlungen von 1000 mg, die auch die DGE teilt, rühren daher, dass Calcium aus Milchprodukten schlechter aufgenommen wird.

    LG Silke

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  5. Vielen herzlichen Dank! Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.

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  6. Liebe Silke,
    mich interessieren Informationen zu Impfungen, kannst du darüber auch Berichten?
    LG

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  7. Das werde ich immer wieder gefragt. Leider entziehen sich Impfungen bisher meinem Kenntnisbereich, so dass es mir nicht möglich ist mir darüber eine fundierte Meinung zu bilden, geschweige denn, darüber aufzuklären. Tut mir leid.

    LG Silke

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