Mittwoch, 25. März 2015

Macht Zucker süchtig?



...fragt die ARD. Der geneigte Leser weiß natürlich, dass dem definitiv so ist.

Eine Challengeteilnehmerin hat einen süßen, kleinen Beitrag von ARD Wissen gepostet in dem es um Zucker geht. So richtig trauen die Herrschaften sich aber nicht, dass Thema Zucker und das Thema Sucht in einen Topf zu werfen. Leider kann ich ihn nicht einbetten, daher findet ihr ihn hinter diesem Link: http://www.ardmediathek.de/tv/W-wie-Wissen/Macht-Zucker-s%C3%BCchtig/Das-Erste/Video?documentId=27198860&bcastId=427262

Der Beitrag ist auch süß, weil da alles, was ich in den letzten 2 Jahren so angesprochen habe, angerissen wird. Zuerst kommt, wie immer wenn es um Zucker geht, Dr. Robert Lustig zu Wort, der sich nicht mit Sucht, sondern mit Übergewicht und Toxizität von Zucker beschäftigt und mir erklärt hat warum Fructose so böse ist. Und dann werden deutsche Forscher gezeigt, die mittlerweile die selben Experimente machen, die es schon gibt, über die schon Ergebnisse veröffentlicht wurden und wo ich mich eigentlich wundere, dass man das überhaupt noch macht: Menschen werden in ein MRT gesteckt und dann schaut man wie ihr Hirn reagiert, wenn man ihnen Fotos von Essen zeigt. Bei Schokolade und Desserts reagiert das Belohnungssystem stärker als bei einem Apfel. Und dann gibt es Experimente mit Ratten, welche wild auf Zucker sind. Alles alte Hüte....

Wobei, eines muss ich bei den Ratten noch anmerken, worüber ich noch nie geschrieben habe, das aber eigentlich schon sehr lange vor habe. Es erschien kürzlich ein Artikel in der Huffington Post welcher betitelt war mit: The Likely Cause of Addiction Has Been Discovered, and It Is Not What You Think

Darin geht es darum, dass die Ursache von Drogensucht nicht die Droge ist, sondern quasi der Mangel an Belohnung im richtigen Leben. So reagieren Ratten oder Labortiere so extrem auf diese Stimulanzen, weil sie sonst nichts haben, was ihr Leben lebenswert macht. Das muss man durchaus im Hinterkopf behalten, wenn man das Thema Sucht behandelt.

Ich würde mir mal ein Experiment wünschen, wo Zuckersüchtige entwöhnt werden und wo man ihr Verhalten danach beobachtet. Ihren Kalorienverzehr und ihre Ersatzhandlungen etc. So richtige Versuche am Menschen und nicht an Ratten und MRTs. Immerhin kann eine Zuckerentwöhnung nicht schaden, also geschieht nichts auf Kosten des Patienten. So was muss doch irgendwie möglich sein!?

Und was ich leider für mich selber auch feststellen muss, das war die Erkenntnis des gestrigen Tages: Mein normales, nicht-challenge-Frühstück funktioniert nicht. Auch mit Gemüse davor kriege ich zu früh wieder Hunger/Appetit. Auf Kohlenhydrate. Gestern habe ich wie in der Challenge gefrühstückt und da funktionierte alles besser und ich hatte wesentlich weniger Hunger. Also Frühstück ohne Nüsse und Trockenfrüchte. Das erinnert mich total an Kathleen DesMaisons und ihre Betonung auf Frühstück als entscheidende Mahlzeit des Tages. Das bestimmt den Tonus für alles andere, was man den Rest des Tages isst.

Menü des Tages am 24. März

Zucchini und 1 Tomate
Haferflocken, Zimt, Wasser, Banane, SunWarrior


10 Uhr: 1 Banane
Möhren


11:30 Uhr 1 Birne (das war quasi alles nach dem Joggen und während ich wartete bis meine Puffer fertig sind)

12:30 Uhr: 2,5 Kartoffel-Zucchini-Puffer


2 getrocknete Feigen

18 Uhr: 2 Möhre
750 g Brokkoli mit Corinader&Wasabi-Tamari
Kichererbsen


5 Erdbeeren



Gestern war total chaotisch, ich musste Schlaf nachholen. Hab Mittagsschlaf gemacht, weil ich sonst beim Lernen eingeschlafen wäre. Ja, ich hab wieder angefangen zu lernen. Es hat 2,5 Wochen gedauert, da hab ich es ohne Lernen nicht mehr ausgehalten....;-) Jetzt bin ich wieder bereit für neues Wissen und habe mich an die Bücher für's nächste Semester gemacht. In 2 Wochen geht die Uni wieder los. Und die nächste Challenge.

Wir sehen uns am 7. April 2015. Wer mitmachen möchte kann sich gerne in die Facebook-Gruppe begeben.

Alles Liebe,

Silke

Kommentare:

  1. Hallo Silke,

    ich habe gerade dein neues Video gesehen und mir ist eines noch nicht so ganz klar: Man soll also 1,5 g Omega-3 (DHA) essen, aber ein Leinsamen ist doch nur ALA. Es heißt doch auch, dass nur 10% des ALA auch in DHA umgewandelt werden können. Müsste man dann nicht theoretisch 15 g ALA pro Tag essen (laut Cronometer etwa 1,5 Esslöffel). Oder habe ich da einen Denkfehler?

    Ganz liebe Grüße
    Anna

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  2. Hallo Anna,

    so weit ich weiß ist das eben noch nicht so ganz raus. Man hat keine Veganer mit einem DHA-Mangel gefunden, daher geht man davon aus, dass ausreichend ALA in DHA umgewandelt wird.

    Vorausgesetzt das Verhältnis Omega 3:6 stimmt, würde ich meinen, da ja beides vom selben Enzym umgewandelt wird. Eine Studie dazu habe ich auch mal hier im Blog angesprochen.

    LG Silke

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