Montag, 13. Januar 2014

Eat & Run - Tag 13



Ich hab mal wieder ein cooles Buch entdeckt. Es ist wirklich erstaunlich wie viele echt richtig coole Bücher es gibt, besonders, weil ich gestern bei Facebook wieder eine Auseinandersetzung mit einem Anti-Veganer hatte und ich auch vor kurzem erst darüber informiert wurde, dass im Anti-Vegan-Wiki ein Thread über mich begonnen wurde, der vor Beleidigungen nur so strotzt. - Ich gehe doch auch nicht hin und mache ein Anti-Omnivor-Wiki auf, im Gegenteil: Die mir liebsten Menschen auf diesem Planeten sind Omnivore!
 Können sie ja auch sein, sie sollten das Omnivore nur nicht so übertreiben, dass sie davon Zivilisationskrankheiten bekommen.

Es gibt aber immer noch Leute, die glauben, dass eine vegane Ernährung gesundheitsschädlich sei, so auch der Typ, mit dem ich mich gestern bei Facebook auseinander gesetzt habe, so auch das Anti-Vegan-Wiki. Und natürlich kann man sich vegan so ernähren, dass man seiner Gesundheit schadet. Das kann man mit jeder Ernährungsweise, aber darum geht es nicht...: Mir ist noch keine einzige Studie unter gekommen, die besagt, dass Omnivore gesünder seien als Vegetarier und Vegetarier gesünder als Veganer. In allen Studien waren die Veganer die gesündeste aller untersuchten Gruppen und ich recherchiere schon wirklich lange diesbezüglich. Außerdem verstehe ich auch nicht, warum mich Anti-Veganer als Veganer bezeichnen, denn das bin ich nicht. Ich werde nie im Leben meine Finger von Sushi lassen und das macht mich in dem Fall noch nicht mal zu einem Vegetarier. Aber ich werde auch niemals Fleisch oder Geflügel essen genau so wenig wie Milchprodukte. Fisch halte ich durchaus für gesundheitsförderlich. Fleisch, Geflügel und Milchprodukte nicht.

Es gibt immer Veganer, die es falsch machen, die nicht auf Nährstoffe achten, die ihre Blutwerte nicht messen lassen, die sich nur von Oreos ernähren und es mag den ein oder anderen Omnivoren geben der gesünder ist als der ein oder andere Veganer. Aber im Allgemeinen betrachtet sind die Veganer die gesündeste Gruppe. Aufklärung über Nährstoffe bedarf es immer, bei jeder Ernährung!

Worauf wollte ich hinaus? Ach ja, coole Bücher. Kürzlich erstanden, weil es irgendwie für nur 2 € auf Englisch bei Amazon als Kindle angeboten wurde und ich spontan zugeschlagen habe, weil diese Preis unfassbar war ist Scott Jureks Eat & Run: Mein ungewöhnlicher Weg als veganer Ultramarathon-Läufer an die Weltspitze .

Der Typ ist ein veganer Ultramarathon Läufer und dieses Buch ist seine Autobiographie. Er schildert sein Leben, wie er aufwuchs, wie er zum Laufen kam, wie sich Ultraläufe anfühlen, wie er zu seiner Ernährung kam und immer mal wieder eingestreut ist ein Rezept. Den Stil finde ich irgendwie lustig, denn die meisten Leute haben einen Rezeptteil im Anhang.

Von Scott Jurek ist ein Rezept, was ich gestern in meinem Tag hatte nämlich Reismilch. Weiß der Geier, warum ich noch nicht auf die Idee gekommen bin sowas selber zu machen, aber er wirft einfach gekochten Reis mit 4 Mal so viel Wasser in einen High Speed Blender, am besten ca. 2 Minuten pürieren und fertig ist die Reismilch. Mit Ballaststoffen und ohne Plastikverpackung, wie Scott sagt. Find ich gut und macht als Läufer auch Sinn, so hat er Kohlenhydrate in seiner Milch und nicht Fett!

Ja, laufen war ich gestern auch und zwar 60 Minuten und habe dabei mehr Kilometer geschafft als letztes Wochenende. Auch das fand ich gut. Ich mag derzeit, wo ich so viel lernen muss, eigentlich nicht mehr Zeit in Sport investieren, also muss ich, wenn ich mehr Kalorien verbrennen will, schneller sein. Logisch, oder? Dass ich scheinbar schneller werde, gefällt mir.

Menu des Tages am 12. Januar 2014

Frischkornbrei aus Nackthafer, Banane, Zimt, Kokos, Paranuss, Sunwarrior Vanille, Traubenkernmehl
2 Dinkel-Vollkorn-Kekse
1 Mate-Tee

½ Dinkel-Perle mit Mandel Creme
½ Banane

1 Mango mit 10 g Sunwarrior Vanille und 50 g Reismilch


1 Miniromana
8 g Ombar Acai & Blueberry

1 Banane
1 Kartoffel – nach dem Joggen

ca. 6 Tassen koffeinfreier Kaffee mit Stevia beim Lernen
10 g Mandelcreme


Salat aus Reisnudeln mit Wakame, Romana, Paprika, Knoblauch, 1 TL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Essig, Kerbel, Hanfsamen


2 Dinkel-Schoko-Kekse

Ich weiß nicht, was es ist, das da in mich fährt, wenn ich lerne: Ich will irgendwas konsumieren. Ich hab schon 10 Tassen Yogi-Tee mit Stevia beim Lernen getrunken, aber auch haufenweise Traubenzuker gefuttert. Ich weiß nicht mal ob ich was Süßes oder was Bitteres essen will. Bitterschokolade kann das nämlich genau so wie Grüntee oder Kaffee nur hat die leider Kalorien.

Ich hadere mit mir, weil ich das für neurotisch halte, tatsächlich ist es aber ein ganz normales Verhältnis der Natur.

Schon mal was von exergonen und endergonen Reaktionen gehört? Exergone Reaktionen sind Reaktionen die freiwillig ablaufen, bei denen Energie frei wird. In unserem Leben sind das Sachen die Spaß machen, die tun wir spontan, müssen keine Energie investieren, sie sind kein Aufwand für uns: Etwas leckeres essen zum Beispiel, Musik hören, sich massieren lassen etc. Endergone Reaktionen brauchen Energie, man muss dafür seinen Arsch hoch kriegen, Sport machen, Lernen, den Tag auf der Arbeit durchstehen etc. In der Biochemie ist es total oft so, dass endergone und exergone Reaktionen gekoppelt ablaufen so kriegt die eine Reaktion die Energie aus der anderen.

Und deshalb ist es auch, parallel zur Biochemie so, dass Handlungen, die Energie fordern leichter von der Hand gehen, wenn man gleichzeitig etwas tut, was man gerne macht: Lernen und Schokolade essen zum Beispiel.

Und so suche ich unbewußt nach irgendwas, was mir das Lernen angenehmer macht und das ist ein süßlich-bitteres Getränk zu mir zu nehmen. Schussendlich kann das natürlich alles, was das Belohnungssystem anwirft, aber weiter als süß auf der Zunge fordere ich es gerade nicht hinaus. Ach ja, so ein bisschen Koffein und Theobromin natürlich auch, aber nicht während ich lerne, denn das mache ich später am Nachmittag und das Koffein würde mich nachts nicht zur Ruhe kommen lassen.

Dummes Problem. Ich suche also immer noch nach einem Weg, wie mir Lernen Spaß machen kann, denn ohne Spaß bringt es leider nicht viel. Ist auch im Gesetz der Anziehung so. Wenn jemand was weiß, kann er es mich gerne wissen lassen...

Alles Liebe,

Silke

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1 Kommentar:

  1. Hallo Silke,
    ich finde deinen Blog echt toll. Du schreibst über so viele interessante Informationen und zwar so dass auch ein Laie es verstehen kann. Finde ich echt super das du dir so viel Mühe machst.
    Ich ernähre mich seit über 2 Jahre vegan, aber in erster Linie aus ethischen Gründen (Tiere, Umwelt, etc.) und nicht aus gesundheitlichen. Vorher 13 Jahre vegetarisch. Doch seit ich deinen Blog lese interessiert mich der Zusammenhang von Ernährung und Krankheiten immer mehr. Viele in meinem Bekanntenkreis und auch Familienmitglieder haben mit den typischen "Zivilisationskrankheiten" zu kämpfen doch keiner stellt eine Verbindung zu seiner Ernährung her. Wirklich Schade und vor allem so unnötig.
    Ich hoffe dass es in der Zukunft mehr angehende Ärzte wie dich geben wird, die sich nicht von der Pharmaindustrie kaufen lassen und sich wirklich für die Gesundheit des Patienten interessieren statt seinen Geldbeutel.

    Gruß,
    Theresa

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