Freitag, 17. Januar 2014

Alles im Fluß...Tag 16 und 17



Das waren irre zwei Tage, die letzten zwei Tage und leider kann ich euch nicht sagen wieso, weil ich an etwas gearbeitet habe, was noch nicht spruchreif ist, vielleicht auch nie sein wird, aber in der  Zwischenzeit brauche ich die Wunschenergie dafür für mich und kann mich nicht im Internet darüber auslassen.

Gleichzeitig hatte ich habe aber auch ein Blech, naja ein halbes Blech, voll Donauwellen im Kühlschrank. Ich finde das irre, diese Ambivalenz zwischen Überfülle und Bescheidenheit. Das ist auch mein Problem mit Weihnachten, mein Problem mit der Wohlstandsgesellschaft und überhaupt. Wenn man sich in Bescheidenheit übt, oder nennen wir es Diät halten, dann kriegt man ein ganz anderes Verhältnis zur Überfülle.

Ich war so viele Jahre lang so bitterarm. Ich kann mir kaum noch vorstellen, wie und warum das so furchtbar war und wenn ICH das schon kaum kann, die ich es erlebt habe, gehe ich davon aus, dass sich niemand aus meinem Umfeld vorstellen kann, wie sich das anfühlt. Meine Schwester zum Beispiel, die schon immer genug für alles hatte. Auch meine Eltern, die eher sparsam sind, weil man ja sparen MUSS.

Am Ende des Monat da zu stehen, sagen wir am 25. und einfach überhaupt nicht mehr wissen wovon man noch was zum Essen kaufen soll, das sind Erfahrungen, die ich gemacht habe. Ich hab sogar schon so schreckliche Dinge gemacht, wie Zigarettenstummel von der Straße aufsammeln und daraus neue Zigaretten zu drehen, was vor allem total bekloppt ist, weil man sich die Energie echt sparen kann, weil das sinnlos und ungesund ist. Aber wenn man sonst nichts mehr hat und alles furchtbar ist und man kein Licht am Ende des Tunnels sieht, macht Tabak zumindest einige dieser miesen Gefühle weg. Die Zauberhand von Drogen kann sowas. Überfülle habe ich mir damals immer gewünscht als ich einfach jeden einzelnen Monat zu wenig hatte zum Leben und zu viel zum Sterben und es überhaupt nichts damit zu tun hatte, dass ICH irgendwas falsch gemacht hätte, wie mir immer vorgeworfen wurde. Es war einfach viel zu wenig, so dass man davon nicht leben konnte.

Sie, die Überfülle, ist natürlich gekommen, weil das so ist im Gesetz der Anziehung, weil mit dem Studienplatz alles besser wurde, ich mich wertgeschätzt fühlt von der Gesellschaft vor allem, aber auch, weil der Studienplatz sicheres Geld bedeutete. Zumindest erstmal für 2,5 Jahre. - Jetzt bis 2021!
Der Staat schenkt mir, jemandem der privat-insolvent ist ca. 60 000 €. Keine Bank würde das, auch kein Arbeitsamt würde das Geld einer arbeitslosen Schauspielerin geben. Das Arbeitsamt lässt sogar auch immer noch sein Ego raushängen und behandelt einen wie Dreck! Das Bafögamt hingegen ist immer supernett und hilfsbereit. Und warum? Weil ich einen Zettel habe, auf dem “1,2 “steht. Sonst nix. (Zettel = Abiturzeugnis) Zwei Zahlen und ein Komma verschaffen mir finanzielle Sicherheit und gesellschaftliche Anerkennung, was für mich in meinem Leben überhaupt erstmals dazu führt, dass ich irgendwelche Anerkennung bekomme, denn von meinen Eltern gab es keine. Deshalb bin ich überhaupt Schauspielerin geworden, damit ich Applaus kriege. - Das war natürlich der totale Trugschluss, denn wenn man sich nicht selbst Anerkennung geben kann kriegt man auch von Außen keine.

Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus, sondern darauf, dass sich seit ich den Studienplatz habe alte Wünsche anfangen zu erfüllen, weil ich einfach zufrieden bin. So wie Bioladenessen! - In rauhen Mengen! Und ich stelle fest, dass ich das alles gar nicht aufessen kann, weil ich nicht so viele Kalorien essen darf. Und ich stelle auch fest, dass irgendwann auch ein Sättigungsmechanismus einsetzt und ich deshalb nicht alles aufessen kann. Und diese Spannung zwischen zu wenig und sehr viel ist irgendwie auch total interessant weil ein leere Kühlschrank genau so aufregend ist wie einer, gefüllt mit allem, was das Herz begehrt.

Und ich denke, wenn es diese Spannung nicht gäbe, wäre alles langweilig. Wenn man immer in Saus und Braus lebt, macht es keinen Spaß mehr. (Sieht Absturz von Promis) Es macht Sinn sich durchaus auch mal einzuschränken um einfach auch die Fülle wieder genießen zu können! Und deshalb haben alle Religionen das Fasten in ihr Programm integriert und deshalb ist auch der Minimalismus so ein spannendes Konzept, weil die Abwesenheit von Sachen auch eine Bereicherung sein kann. Also ich nichts hatte hat mir Byron Katie vor allem sehr geholfen, die gesagt hat, jeder einzelne Moment ist immer ok, auch wenn die Zukunft und die Vergangenheit furchtbar erscheinen.

Es geht nicht um Bescheidenheit um gottgefällig oder so zu sein, sondern darum, dass man den Genuss von Dingen auch wieder besser auskosten kann, wenn man auf sie verzichtet hat.
Allein deshalb wäre es doch schon mal was z.B. Nur sonntags Fleisch zu essen, oder?;-)))

Ich komme darauf auch überhaupt nur, weil ich Unmengen Donauwellen habe und sie, Gott sei Dank, vorgestern eingefroren habe. So kann ich mich nicht mehr spontan darauf stürzen. Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch habe ich jeweils 2000 kcal gegessen statt 1800 und gestern, tja, da habe ich dieses kreative Projekt voller Stolz abgeschlossen, worüber ich nicht schreiben kann, und musste feiern und dazu habe ich mir dann ein paar Leckereien erlaubt, die zwar alle vegan waren, aber das Kalorien und das Fettpensum wurde weit überschritten.

Und das bringt mich auf das Fett: So ne Donauwelle macht durchaus satt und ich denke mir “Hm, gesättigtes Fett macht schon echt sehr gut satt” Sollte man da vielleicht doch was von essen? Biochemisch ist es so, dass wir das nicht brauchen, weil der Körper es selber herstellen kann, aber tut er es? Stellt er es in ausreichenden Mengen her? Sollte ein Mitteleuropäer nicht vielleicht doch mehr gesättigtes Fett essen als ein Chinese (Chinastudy und Co.) wobei man natürlich von nichts zu viel oder zu wenig essen sollte nur essen die meisten Zivilisationskranken ja von allem Ungesunden zu viel und von Gesundem zu wenig.

Wie gesagt, der tatsächliche Prozess der Entstehung von Arteriosklerose ist noch nicht geklärt. Wahrscheinlich ist es nicht nur das Fett oder das Cholesterin, sondern auch der Mangel an essentiellen Fetten und vor allem auch Antioxidantion aus Obst und Gemüse. Aber darüber streiten sich noch die Gelehrten. Daher nimmt man vorerst das HDL zu LDL-Cholesterinverhältnis als Anhahltspunkt. Nebenbei ist die Ornish-Ernährung, die einzige die Arteriosklerose rückgängig macht weil sie auf Fett verzichtet UND Antioxidantien in die Ernährung intergriert. UND auf Stressabbau ausgerichtet ist durch Yoga oder Autogenem Training zur Ergänzung der Ernährung.

So, was gab's zu essen?

Am 15. Januar

Wildreis, Gerstengraupen, Banane, Traubenkernmehl, Sunwarrior Vanille, roh-vegane Zimtschnecke, Zimt


1 Mate-Tee
1 Grüntee

2 St. Donauwelle


1 Banane

1 Afrikanischer Süßkartoffelburger
1 Miniromana


1 Banane
1 TL Mandel Creme

2 Donauwellen

Salat aus 2 Romana,Knoblauch, 1 Kartoffel, ½ grüne Paprika, Dill, Salz, Pfeffer, Essig, 1 TL Olivenöl


Viel koffeinfreier Kaffee mit Stevia

Am 16. Janaur

Vollkornhaferflocken mit Mango, Banane, Sunwarrior Vanille, roh-vegane Zimtschnecke, Reismilch, Mandeln


1 Grüntee
1,5 Kaffee mit Stevia

Blaubeerriegel
10 g Bitterschokolade
ca. ½ Stück gedeckter veganer Apfelkuchen verkostet im Bioladen ;-)

2 Afrikanische Süßkartoffelburger
1 Miniromana
1 Grüntee

1 Donauwelle
1 koffeinfreier Kaffee
2 Gläser Rotwein
1 Packung!;-) Schoko-Mandel-Taler


2 Süßkartoffelburger
1 Miniromana
5 TL Mandel Creme
1 Vegane Wurst
8 g Ombar Acai & Blueberry

Ja, also, ich hab gefeiert, ich alleine, bin immer noch selig, voll in der Vortex und so glücklich wie schon lange nicht mehr und kann es mit keinem teilen außer mit mir selbst, weil ich die Wunschenergie brauche. Zu dumm aber auch...

Tja und dann komme ich auf die Idee darüber zu reflektieren wie furchtbar alles war, als noch nicht alles so wunderbar war und alles so lief wie ich es wollte, und was für einen Arbeit es war, da hin zu kommen, vor allem eine Arbeit IN MIR SELBST. Alles was sich manifestiert ist eine Frage von dem was in einem selbst abgeht. Es ist eine Frage der Einstellung zu den Dingen und man muss es immer irgendwie schaffen eine positive oder zumindest eine bessere Einstellung aufzubauen. Auch mir gelingt das nicht immer und ich hadere dann mit mir und ich bin auch oft die Arbeit daran leid. Aber manchmal, dann sieht man Resultate und dann wird einem klar, dass etwas zu einem gekommen ist, was vor Jahren noch nur in der Fantasie existierte, dass genau das, was man sich vor 3 Jahren während des Joggens affirmiert hat, mittlerweile eine Selbstverständlichkeit ist.

Sowas ist groß, regelrecht göttlich und es gibt einem dann auch den Mut weiter zu machen und seinen Arsch hoch zu kriegen, denn man muss erst mal in das Boot einsteigen, bevor der Fluss einen von selbst zum Meer treibt ohne dass man paddeln muss. Aber das Einsteigen lohnt sich...

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats Januar 2014:
Ombar dark 38 g - 2,49 € statt 2,89 €
Lovechock Mandel/Feige 40 g
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Kommentare:

  1. Seit einiger Zeit lese ich interessiert bei dir mit. Was mich mal interessieren würde: Hast du dir ein bestimmtes Verhältnis zwischen Fett:KH:Protein vorgenommen, einzuhalten (in Bezug auf Kalorienaufnahme)? Die 80-10-10-Regel befürwortest du ja nicht mehr (zumindest für dich), wenn ich dich richtig verstanden habe?

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  2. Ich denke es ist empfehlenswert die DGE Richtlinien diesbezüglich einzuhalten und auch immer darauf zu achten wie viel Kalorien man tatsächlich zu sich nimmt. Wer 3500 kcal mit 80/10/10 isst nimmt wahrscheinlich genau so viel Fett auf, wie ich mit 1800 kcal nach DGE. Gramm nicht aus den Augen verlieren!

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  3. was hälst du von der tatsache, dass antioxidantion sich mit zunehmender menge in prooxidantien wandeln können und somit genau das gegenteil bewirken von dem was man möchte? nämlich die bildung freier radikaler fördern und somit allerlei krankheiten und alterserscheinungen noch beschleunigen?
    was mir bis vor kurzem auch unbekannt war: die tatsache, dass etwas antioxidantien enthält sagt nichts über die tatsächliche wirkung aus. zb. dass das zigarettenkondensat das stärkste, bekannte antioxidant ist, gesundheitsfördernd is es deshalb noch lange nicht...

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  4. Was willst du denn schon wieder hier????!!!!

    Sag ich gar nichts zu, hab ich nicht recherchiert und auch noch nicht von gehört. Die meisten Leute nehmen sicherlich zu wenig Antioxidantien zu sich. Bei Supplementen kann ich mir das durchaus vorstellen, aber nicht bei Obst und Gemüse. Das ist wie beim Vitamin A: Als Nahrungsergänzungsmittel fördert es Lungenkrebs, als Bestandteil von Möhren schützt es davor.

    Seltsam, dass dir das unbekannt war: Es ist bei allem so, dass nur weil es in irgendwas drin ist, es nicht unbedingt aufgenommen werden muss...Ist doch z.B. bei Kalzium in der Milch auch so

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  5. Hey Silke,

    da haben wir ja einige ähnliche Erfahrungen gemacht... bei mir war es bis vor 3,5 Jahren auch noch sehr schlecht ... zwar nicht finanziell, aber ich war mega unglücklich mt meinem Job, mir selbst, hatte keine Perspektive und habe mich selbst genauso runtergezogen wie alle anderen Kollegen die immer montags schon jammerten, wann denn endlich Freitag sei und keine Lichtblicke im Leben hatten. Nachdem ich den Job gekündigt und angefangen habe, zu studieren ist einfach nach und nach alles besser, klarer, wundervoll geworden! Ich habe echt das Gefühl, je mehr ich erreiche, je mehr ich meine eigenen Wünsche einfach in die Hand nehme und realisiere, desto mehr erkenne ich auch die Gesetzmäßigkeiten dahinter und habe mittlerweile für Leute, die immer nur jammern wie schlimm doch alles sei, 0 Verständnis mehr. Aber man muss halt erstmal dahin kommen...

    Liebe Grüße
    Steffi

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