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Samstag, 9. November 2013

Lysin und Schädigung der Spermienqualität durch verarbeitetes Fleisch...



Fast immer, wenn ich mal irgendetwas schreibe, was tierische Produkte nicht in Grund und Boden verdammt, kommt irgendwer auf die Idee mich mit irgendwelchen Argumenten dazu überreden zu wollen, tierische Produkte zu essen. Wie ich kürzlich schon sagte: "Jemand der im Sumpf sitzt, will immer andere mit hinein ziehen."

Ein Hauptargument, was für den Verzehr von tierischen Produkten neben B12 häufig erwähnt wird, ist die Aminosäure Lysin. Eine Leserin weist mich seit 3 Jahren darauf hin, dass diese Aminosäure hitzeempfindlich sei und man sie daher roh verzehren müsse, oder so wie sie es macht, durch supplementieren aufzunehmen.

Eine solche Aussage ist genau so ein Blödsinn, wie so häufig Blödsinn in der Rohkostszene erzählt wird.

Manche Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe sind Hitzeempfindlich, das stimmt. Vitamin C fängt bei ca. 60°C an kaputt zu gehen, Vitamin E erst bei 130°C. Was nicht heißt, dass alle Vitamin C Moleküle auf der Stelle bei 60°C kaputt sind. Sie gehen nach und nach kaputt, daher enthalten gekochte Kartoffeln, bei 100°C nicht mehr so viel Vitamin C wie rohe, aber sie enthalten noch welches. Das ist kein Grund anzunehmen, dass man alles bei 42°C oder drunter zubereiten müsste. Auch die Sache mit den Enzymen ist ein absoluter Rohkostblödsinn. Es gibt keinen Beleg dafür, dass Enzyme die Magensäure beim Verzehr überleben. Und selbst wenn sie es täten: Was soll ein Mensch mit einem Enzym, welches bei der Pflanze das Wachstum ermöglicht? Für seinen eigenen Stoffwechsel kann er es nicht verwenden. Enzyme sind immer wirkungs- oder substratspezifisch und damit überhaupt nicht flexibel. Sie sind Fachidioten, die nur eine Sache können. Was aber klar ist ist, dass Menschen, die sich gesund und mit viel Rohkost ernähren selber sehr gut und effektive alle erforderlichen Stoffwechselenzyme produzieren, die sie brauchen. Das heißt nicht, dass diese Enzyme mit der Nahrung aufgenommen wurden, sondern dass die Biochemie-Maschine-Mensch, sehr effektiv arbeitet wenn man sich gesund ernährt.

Über Lysin wird immer behauptet, dass es bei trockener Hitze empfindlich reagiere und dass sie in pflanzlicher Nahrung kaum drin sei. Außerdem ist sie wichtig für die Bildung von Kollagen. - Wer daraus aber schließt man müsse Fleisch essen um ausreichend mit Lysin versorgt zu sein, der irrt. Lysin reagiert empfindlich auf trockene Hitze wie Toasten und Rösten. Einen Pizzaofen übersteht diese Aminosäure wohl nur schlecht, aber in einen Kochtopf von 100°C mit kochendem Wasser, kann man Lysin mit aller Ruhe werfen. Das macht ihr nichts aus. Lysin kommt ganz besonders gerne in rohem Rindfleisch, Parmesan, Lachs, Thunfisch und solchen Sachen vor. Aber auch in Hülsenfrüchten wie Linsen, Sojabohnen und Erbsen. In Getreide weniger außer in den Pseudogetreiden wie Amaranth, Quinoa und Buchweizen. Zudem in Reis. Auch Nüsse enthalten Lysin.

Wenn man also geröstete Nüsse verzehrt, wird das Lysin wahrscheinlich zum Teil geschädigt. Wenn man Rindfleisch auf den Grill legt, aber auch. Hülsenfrüchte und Reis, werden aber weder getoastet noch geröstet, sondern schön bei 100°C gekocht und dem Lysin wird nichts angetan.

Der Richtwert für den Verzehr von Lysin, welches eine essentielle Aminosäure ist, die mit der Nahrung aufgenommen werden muss ist 30-64 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Ich wiege 60 kg, müsste also mindestens 1800 mg am Tag verzehren. Mein Verzehr gestern lag bei 2100 mg und gestern war ein eiweißarmer Tag. Insgesamt hatte ich nur 53 g Eiweiß verzehrt, was weniger als 1 g pro kg Körpergewicht ist. Durchschnittlich liege ich mit Eiweiß zwischen 60 und 70 g pro Tag. Am Donnerstag, als ich 67,4 g Eiweiß verzehrt hatte, lag mein Lysin bei 2700 mg.

Was ich damit sagen will: Lasst euch keinen Scheiß erzählen und glaubt nicht alles was im Internet von irgendwelchen Laien behauptet wird. Glaubt auch mir nicht, ohne selber nochmal zu recherchieren und euch mehrere Aussagen über ein bestimmtes Thema anzuschauen und diese zu vergleichen. Irgendwann hören die Widersprüche auf, irgendwann kommt man an den Punkt, dass man weiß, was die Wahrheit ist und was nicht. Wenn Widersprüche auftauchen gibt es dafür eine wissenschaftliche Erklärung die keiner der beiden sich widersprechenden Parteien berücksichtigt hat, weil sie meistens ihre Mission untergraben hätte.

Aber weil ich gestern was Positives über Fleisch geschrieben haben und das natürlich auch nicht meine Mission ist, hier mal wieder eine kleine neue Studie, die Barnard raus gehauen hat: Verarbeitetes Fleisch schädigt laut Harvard, wahrscheinlich die Qualität von Spermien und macht daher unfruchtbar. 364 Spermaproben von Männern mit "Fruchtbarkeitsproblemen" wurden genommen und die Spender wurden gebeten aufzuschreiben, was sie so essen. Je höher der Verzehr an verarbeitetem Fleisch, desto größer die Abnormalität der Spermien. Diese Studie sei eine Ergänzung zu einer ähnlichen Studie die ähnliche Zusammenhänge mit Milchprodukten festgestellt hätte. Bezeichnender Weise taucht das Problem hauptsächlich bei Milchprodukten mit vollem Fettgehalt auf.

Naja, was sagen ich und Barnard hier: Verarbeitetes Fleisch. Ich bezweifle, dass Wild auch solche Auswirkungen hat. Aber selbst Wild, weil tierisches Eiweiß, schädigt immer noch weiter bereits geschädigte Nieren von Diabetikern, daher gibt es da kein Vertun. Diabetiker MÜSSEN fettarm, vollwertig und vegan leben.
Krass, oder?;-)

Menu des Tages am 8. November 2013

Haferflocken mit 2 Bananen, Beeren, Leinsamen, Hanfprotein, Zimt und Wasser


2 Brennnesseltee

letztes Stück Carrot Cake

Salat aus Kartoffeln, Zucchini, Gurke, Paprika, Sauerkraut, Avocado, Senf, Tahinidressing



1 Banane
Greensmoothie aus Banane, Kaki, Feldsalat und Zimt



Thai Möhrensuppe mit Koriander


200 ml Alkoholfreier Wein

2035 kcal, alles drin, Omega 3:6 war 1:3, Fett war 19,8%, Eiweiß s.o. aber dennoch alle essentiellen Aminosäuren ausreichend vorhanden. 8,9 g gesättigte Fette.

Damit kann ich echt zufrieden sein. Womit ich nicht zufrieden bin ist, dass ich beim Joggen gestern gekniffen habe. Es hat geregnet und es wäre mein erster Lauf seit 2 Wochen gewesen. Ich hatte keinen Bock! - Heute soll das Wetter besser werden, also gehe ich heute und dann hoffentlich endlich mal wieder regelmäßig und am besten auch den ganze Winter hindurch! Muss man sich halt auch erst nur wieder dran gewöhnen.

Alles Liebe,

Silke



Freitag, 8. November 2013

Warum Fett unser Ende ist...



So, die Diabetesschulung ist vorbei und ich kann keine Krankenhäuser oder Patienten mehr sehen. Ich fange an Dr. House zu verstehen!;-) Patienten sind belastend. Sie haben so viele Probleme, die man alle nicht lösen kann, weil sie sie selber lösen müssen. Sie jammern alle über ihre Krankheiten, sind fast schon stolz auf die Anzahl der Tabletten, die sie nehmen, wollen aber ihren inneren Schweinehund nicht bei den Hörnen packen. Vielleicht auch, weil ihnen niemand sagt, wie gravierend die Heilerfolge ein könnten, wenn sie ihre eigene Ernährung angehen, vielleicht auch weil sie noch nicht verzweifelt genug sind, vielleicht auch, weil sie in der Lustfalle stecken.

Ich jedenfalls habe meine Schuldigkeit getan. Den Leiter der Diabetesschulung habe ich nicht nur mit meinem wissenschaftlichen Projekt konfrontiert, sondern ihm auch den Film Gabel statt Skalpell - Gesünder leben ohne Fleisch - Bio geliehen. Die Dame, die gestern für die Diabetiker das Seminar über Fußpflege leitete war gestern so großzügig mich ebenfalls zu fragen, ob es noch was gäbe, was ich den Diabetikern mit auf den geben wolle. Auch das waren folgende 3 Worte "Gabel statt Skalpell" der Film, das Buch und das Kochbuch. Heilt bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und auch bei manchen Krebsarten je nach Manifestation und Stadium natürlich. Dummerweise war ich nicht darauf vorbereitet, dass ich was sagen durfte, daher kam das wahrscheinlich subelloquent rüber. Die Leiterin des gestrigen Seminars kannte das alles aber auch noch nicht, und wenn sie sich das auch noch anschaut und den Patienten weiter gibt, brauche ich auch nichts mehr im Krankenhaus machen. Von da an kann sich das dann gerne weiter rum sprechen. Ich befruchte die Diabetesberater und die können dann auf die Patienten einwirken. Ich habe für sowas kein Talent!

Gestern Nachmittag hielt dann nochmal der Chefarzt einen Vortrag über Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall, weil ja 80% der Diabetiker daran sterben. Aber auch der schaffte es meines Erachtens nicht den Leuten zu sagen, dass sie für die Prävention selber was machen müssen. Er gab zudem den Tipp sich 6 Tage lang optimal zu ernähren und am 7 ruhig mal ein bisschen über die Streng zu schlagen, sprich sich sowas wie Sonntagsbraten oder Torte zu erlauben. Aber lässt einen sowas überhaupt wieder aus der Lustfalle raus kommen???

Ich habe den Chefarzt dann noch kurz darauf angesprochen, ob ich mich an ihn wenden könnte, wenn es daran geht eine Doktorarbeit zu schreiben, da ich ja mein wissenschafltiches Projekt schon in dem Bereich gemacht habe, macht es Sinn in dieser Richtung weiter zu gehen und er hat gesagt, ich solle mich an seine Sekretärin wenden, wenn es aktuell wird. Ich kann also da auch einen Haken drunter setzen. Jetzt wird ausgespannt...

Und weil ich daher mal wieder mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fett beschäftigt war und am Wochenende in der "Fettlustfalle" saß und weil Douglas Lisle in Die Lustfalle: Warum Gesundsein so schwerfällt und was Sie dafür tun können viel über Evolution schreibt und auch darüber, dass wilde Tiere nur einen eher geringen Körperfettanteil habe, kam ich gestern erstmals auf die Idee wilde Tiere in den Cronometer einzugeben. Mit erstaunlichem Ergebnis: Kaninchen, Reh und Elch haben nur zwischen 13 und 18% Fett. Kaninche aus Mastbetrieben haben 36% Fett. Wildeente hat 30%, Lachs hat 40%. Ich nehme an ein mitteleuropäscher Jäger und Sammler hat vor allem so Sachen wie Kaninchen, Reh und Hirsch gegessen, zumindest in den letzten 50 000 Jahren, das sollte ausreichen um uns davon zu überzeugen, dass 15-20% Fett ausreichen und ein Mehr krank macht. Wahrscheinlich sollten wir auch einfach den Prozentsatz an Fett essen, der für unsere Spezies natürlich ist und der bewegt sich in ähnlichen Rahmen, je nach Geschlecht und weil sich Fett leichter in Fett verwandelt als sich Kohlenhydrate in Fett verwandeln ist und bleibt das Fett ein Problem.

Das heißt also, wenn man 2 kg Kanninchen verzehrt, welches nicht irgendwie noch in Öl angebraten ist, was es bei Jägern und Sammlern nicht war, verzehrt man auch nur 41 g Fett, davon nur 12,4 g gesättigte Fette, 150% des Tagesbedarfs an Omega 3 Fetten und ein Omega 3:6 Verhältnis von 1:4. Das heißt folglich, leider muss ich das so feststellen: Wild ist nicht ungesund. Wild führt nicht zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, nicht zu Diabetes. Die 300-600 g Fleisch, die die DGE pro Woche empfiehlt sollten aus sowas kommen. Grasgefüttertes Steak habe ich auch in den Cronometer eingegeben und das hat 20% Fett, wieder mal vorausgesetzt man brät es nicht in Öl an. Beim Braten oder Grillen könnte Fleisch dann jedoch tatsächlich ungesund werden durch AGEs und Hetrocyklische Amine, aber das mal anbei...

Das wirkliche Problem sind fetthaltige Milchprodukte, Wurst (besonders solche Verarschungs-Bio-Wurst wie die von Buchonia mit auf der Packung ausgeschriebenen 10% Fett und mit Joghurt verfeinert aber tatsächlich 50% Fett enthaltend) Butter, zu viele Eier (die bei Jägern und Sammlern ja auch nur im Frühjahr anzutreffen waren, wenn die Vögel Eier legten) Transfette, Frittieren und Anbraten und natürlich Süßigkeiten, Schokolade, Chips, Kuchen und Plätzchen. Das führt zu Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Natürlich sind aber auch in Wild keine sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffe enthalten.
Alledings nehme ich an, dass ein Jäger und Sammler, wenn er ein Kanninchen erbeutet hat, was er dann über das Feuer hält auch noch ein paar andere Sachen gegessen hat die dort irgendwo wuchsen. Und natürlich kann man auch ganz fantastisch ohne Fleisch leben. Ist vor allem billiger und häufig betreffen diese Krankheiten ja auch die unteren Bevölkerungsschichten. Getreide und Hülsenfrüchte sind als Grundnahrungsmittel selbstredend besser geeignet, Ballaststoffreicher und billiger. Und natürlich sollte man allein wegen des hohen Eiweißgehalts von 81,6% bei wildem Kaninchen bzw. 392 g nicht
 2 kg Kaninchen und sonst nichts anderes essen.

Auf 2000 kcal heißt das man darf etwas 40 g Fett essen. Jeder! Omnivore, Vegetarier, Veganer, Rohköstler, Instinktos, Monoesser. Alle. 10-20 g davon darf gesättes Fett sein, der Rest ungesättigte Fette. Und ich verrate euch was: Das macht keiner. Die prügeln sich bei Facebook darüber ob man Fleisch essen darf oder nicht, aber dennoch ernähren sie sich nicht so, wie es optimal wäre. Besser als Otto Normalverbraucher, klar, aber das mit dem Fett und der Lustfalle, ist doch wirklich in allen Ernährungsweisen präsent.

Bei dem Süßen ebenso. Ich habe gestern früh mal meine Haferflocken ohne Rosinen gemacht, weil ich von zu viel Trockenfrüchte sehr leicht Blähungen kriege. Und ich war um Längen früher satt, es war nicht so süß, hat mich nicht so gekickt - Dopamin ist meinem Sättigungsmechanismus nicht in die Quere gekommen. Ich sollte mal gucken was passiert, wenn ich Trockenfrüchte weitestgehend weg lasse und auch Öle. Die sind wahrscheinlich alle beide zu konzentriert. Verwende ich ja eh wenig, aber im Auge behalten werde ich das.

Und obwohl ich sowas weiß und darüber schreibe, kam ich gestern auch nicht umhin noch roh-vegane Spekulatius zu machen. Ich versuche auch hier den Fettgehalt runter zu schrauben und teste aus, wie weit ich gehen kann, ohne dass der Geschmack drunter leidet. Aber eigentlich ist das Blödsinn, eigentlich sind alle Rohkostdesserts, ach was alle Desserts, Lustfallen denn sie alle beeinflussen durch konzentrierte Süßungsmittel die Ausschüttung von Neurotransmittern. Auch Trockenfrüchte! Bei Süßhunger sollte man eigentlich nur frisches Obst essen. - ABER, man kann ja wenigstens dafür sorgen, dass die Desserts, Kuchen und Kekse, wenn sie auch "Zaubernahrung" sind, wenigstens dem Körper nicht schaden!

Menu des Tages am 7. November

Haferflocken, 2 Bananen, Rest Seidentofu, Mohn, Zimt, Leinsamen, Hanfprotein, Wasser


1 rohes Lebkuchenherz
2 Brennnesseltee

Carrot Cake


koffeinfreier Kaffee mit Stevia
2 Paranüsse

Parika, Zucchini, Kartoffeln, Kohlrabiblätter, Knoblauch, Ingwer, Tomatenmark, Thai Curry Paste, Salz und Pfeffer



1 Banane
koffeinfreier Kaffee
1 Kartoffel mit Tahini-Dressing
1 roher Spekulatius

Salat aus Wildkäutern, Paprika, Zucchini, Chicoree, Kartoffeln, Tahinidressing


150 ml alkoholfreier Merlot

Der Cronometer fand das optimal, 19,8 % Fett, 2035 kcal, Omega 3:6 war 1:3, 67,4 g Eiweiß und auch sonst alles drin. Sogar Vitamin E - wahrscheinlich dank der Kekse! - Ja, kann auch Sinn machen sowas zu essen, man muss es nur schaffen sich zu zügeln, nur kleine Menge davon zu essen.

So und jetzt werder ich mich mal wieder um das Joggen gehen kümmern, was ich 2 Wochen nicht gemacht habe weil ich zu früh morgens in Krankenhaus musste und darüber hinaus ohne Stimulanzien auch nicht wirklich auf der Höhe war. Es wird aber besser und ich kriege auch wieder Lust auf körperliche Bewegung. Wahrscheinlich brauchte ich diese Pause auch einfach...

Alles Liebe,

Silke



Donnerstag, 7. November 2013

Natürliche "Zaubernahrung" und Senkung des offiziellen Cholesterinmaximums...



Die Durian ist definitv "Zaubernahrung" - womöglich hat die Natur ihr deshalb diesen seltsamen Geruch verpasst, damit wir Menschen nicht auf die Idee kommen, sie zu probieren. Sie macht genau das selbe wie Süßkram und Gebäck es macht: Nicht satt und bald wieder hungrig. Ich hab sie gesten als Zwischenmahlzeit nachmittags um 15 Uhr gegessen. Um 16 Uhr war ich wieder hungrig und habe gestern schlussendlich aufgrund dessen mein Kalorienpensum gesprengt.

Das ist ja so: In einer Packung Durian von Orkos sind ca. 800-900 kcal. Das ist ne ganze Menge und bringt uns in die Gegend eines HappyMeals. Die Dehnungsrezeptoren des Magens bekommen nicht allzu viel Ballaststoffe für diese Kalorienmenge, ähnlich wie beim HappyMeal, daher braucht man relativ große Mengen um trotz der hohen Kaloriendichte gut satt zu werden. Die Kalorien liefert bei der Durian der Zucker und das Fett, aber sättigen tut eine Handvoll Durian von 280 kcal einfach nicht lange. Man könnte statt ihrer auch 4 Äpfel essen oder 3 Bananen. Und genau das ist halt die Charakteristika von "Zaubernahrung".

Bezeichnend bei "Zaubernahrung" ist auch, dass jemand zu einem sagt: "Ach, nur ein kleines Stück - stell dich nicht so an" oder "Man muss sich auch mal was gönnen und genießen" - Ich bekam vorgestern auch einen Kommentar, dass Durian ja ein natürliches Nahrungmittel sei und ich sie mit aller Ruhe genießen könne. Jemand der in der Lustfalle sitzt möchte immer andere mit rein ziehen;-)

Leider geht die medizinische Definition aber nicht so banal. Maiglöckchen ist auch ein natürliches Nahrungsmittel und dennoch ist es hochgiftig. Tollkirsche ist auch ein natürliches Nahrungsmittel und dennoch macht sie high. Ach, und was ist mit Psylos? "Magic Mushrooms". Hingegen, die Dosis macht das Gift und Maiglöckchen werden auch zu herzstärkenden Mitteln verarbeitet. Das Atropin der Tollkirsche kommt auch in Medikamenten vor. Man sollte nur wissen was es ist, was es macht und was es tut, wenn man es verwendet.

Ach ja, und klar, MAL ist das kein Thema. Das ist mit allen anderen Drogen tatsächlich auch so, selbst, wenn man sein Belohunungssystem damit falsch polt, aber technisch gesehen kann man schon Mal irgendwelche Drogen wie Alkohol, Nikotin, Koffein, Schokolade, Cannabis oder was weiß ich konsumieren. Eine Sucht entsteht dann, wenn man es täglich macht. 2-3 Tage hintereinander machen es einem schon schwer wieder die Finger davon zu lassen. Das ging mir jedenfalls mit den ersten 4 genannten schon so. Mit Cannabis habe ich so gut wie keine Erfahrung, weil mir die Wirkung nicht gefällt. Das heißt, ja, man kann das alles Mal genießen, auch die Durian, Zucker, Weißmehl, Käse, Fett. Bei mehreren Tagen hintereinander gibt es erst Probleme. Man muss gut auf sich aufpassen und schnell wieder zu den optimalen Lebensbedingungen zurückkehren.

So Themenwechsel: Ich habe in der Diabetikerschulung erfahren, dass die offiziellen Höchstwerte für Gesamtcholesterin runter geschraubt wurden. Von 200 mg/dl auf 180 mg/dl Maximum. Das ist natürlich auch wieder nur möglich, durch eine Senkung der gesättigten Fettzufuhr. Wenn ich Kokosöl esse ist meine Cholesterinspiegel bei 265 mg/dl, wenn ich nach Barnard esse, bei unter 150 mg/dl. Es ist sowas von eindeutig, dass jede ernst zu nehmende Stimme in der Medizin und Biochemie von Fettverzehr weitestgehend abrät. Die westliche Welt hat ein Fettproblem!

Meine Chefin im Bioladen hat mir gestern erzählt, dass eine Körperfettmessung bei ihr ergeben hätte, sie habe 40% Köperfett, was ich erstaunlich finde, weil sie überhaupt nicht übergewichtig ist. Das könne bedeuten, dass sie Diabetes entwickele, sagte ihr Arzt. Macht Sinn, denn die Ursache für Typ-II-Diabetes ist ja die insulinresistenz der Muskelzellen, die daher rührt, dass in den Muskelzellen zu viel Fett vorhanden ist.

Jedenfalls kam ich da mit meiner Chefin ins Gespräch darüber, dass wir alle zu viel Fett essen. Fett ist wahrscheinlich das allergrößte Problem, noch größer als Zucker und Weißmehl. Jemand der körperlich aktiv ist kann aus Zucker und Weißmehl wenigsten schnelle Energie gewinnen. Klar, wenn er nicht aktiv ist, setzt das auch an, aber nicht so stark wie Fett. Naja, und weil Fett so schön Dopanim ausschüttet, wird es auch ordentlich in alle Fertignahrungmittel rein gerührt, damit es den Käufern schmeckt und sie es wieder kaufen. Auch diese Erkenntnis kam mir gestern im Bioladen, als ich mal wieder Verpackungen gelesen habe. Ach ja, jetzt fällt's mit ein: Elende Fleischerei Buchonia!!! - Die haben eine Jagdwurst mit Joghurt verfeinert auf dem Markt wo dick drauf steht: Unter 10% Fett. Aber genau wie bei Milch rechnen die den Fettgehalt am Gewicht und nicht an den Kalorien. Tatsächlich kommen da nämlich 50% der Kalorien aus Fett! Und sowas nenne ich Verbraucherverarsche. Und das im Bioladen!!!! Der gesundheitsbewußte Herz-Kreislauf-Kranke kauft sowas nämlich und wurdert sich dann über seinen Herzinfarkt: "Ich hab doch immer die fettarme Wurst gegessen!"

Menu des Tages am 6. November 2013

Haferflocken, Mango, Mohn, Rosinen, Leinsamen, Seidentofu, Zimt und Wasser


2 Brennnesseltee
1 Banane

1 St. Carrot Cake

Kartoffeln mit Gurkensalat und Gemüse


1 Banane

Durian
1 Banane

Kartoffel mit Brokkoli


Koffeinfreier Kaffee mit Blattstevia

Ich lag selber bei 22,1% Fett was eigentlich ok war und bei 2131 kcal, was nicht ok war. Ich hab endlich mal wieder Kartoffeln gekauft und war positiv überrscht wie gut die zusammen mit Gemüse sättigen. Da werden die Dehnungsrezeptore optimal angesprochen, der Zucker aus der Kartoffel geht langsamer ins Blut, ein bisschen gutes Fett dazu, in meinem Fall Tahin, was ich momentan ganz gerne mache...fetten mit Nussmus statt mit Öl und es erst nach dem Kochen unter das Gemüse rühren.

Alle Nährstoffe drin, Selen war zu wenig - ich muss Paranüsse kaufen...- Omega 3:6 war 1:3 - Supi, also ein optimaler Tag, wenn mir die Durian nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

Ich bin erstaunt, dass ich es schaffe um 4:30 Uhr aufzustehen um Frühschicht im Bioladen zu machen ohne Stimulanzien zu verwenden aber das geht sehr gut. Ich pendele mich langsam ein. Zu koffeinfreiem Kaffee greife ich aber auch, wenn ich das Gefühl habe stimuliert werden zu wollen obwohl der das natürlich gar nicht kann. Wie gesagt, ich bin ein Freund der Selbstverarsche! - Wenn die Packung leer ist, kaufe ich keinen neuen und setzte mich dann mit diesen Gelüsten auseinander.

Ah, und dann habe ich natürlich noch Rohkost-Lebkuchen gemacht. Leider auch "Zaubernahrung" aber wie gesagt MAL geht das alles. Kommt ja bald die Weihnachtszeit und lieber solche "Zaubernahrung" als welche aus Packungen von ALDI!

Alles Liebe,

Silke



Dienstag, 5. November 2013

Arteriosklerose, Dr. Dean Ornish und der Sättigungsmechanismus...



Die Diabetiker sind gestern von einer Ärztin über die Folgeerkrankungen von Diabetes aufgeklärt worden: Herz-Kreislauferkrankungen, Retinopathie und Nephropathie, Neuropathie und das Diabetische Fußsyndrom und in diesem Zusammenhang natürlich auch über Arteriosklerose informiert worden. Die Ärztin war noch ganz am Anfang ihres Vortrags, da meldete sich bereits ein Schulungsteilnehmer und fragte: "Ist das Rückgängig zu machen?" - Die Ärztin druckste ein bisschen rum und sagte dann, nein, es sei denn es sei völlig im Anfangsstadium und die Fettplaques seien noch nicht verkalkt.

Hab ich eigentlich schon mal erklärt woher bei Diabetikern Arteriosklerose kommt?

 Der Zucker im Blut reagiert mit den Proteinen der Innenseite der Blutgefäße und schädigt sie so. Der Körper versucht diese Schädigung zu reparieren und dazu braucht er unter anderem Cholesterin. Wenn sich oxidiertes Cholesterin ablagert oder das Cholesterin, was sich ablagert oxidiert, bilden sich diese Fettplaques. Oxidieren tut es unter anderem, wenn man zu wenig Antioxidanzien verzehrt. Wenn dann die Ablagerungen an den Gefäßwänden immer mehr werden, wird vom Endothel, also der obersten Zellschicht der Gefäße, nicht mehr ausreichend Stickstoffmonoxid gebildet, welches dazu da ist, die Gefäße zu erweitern. Hinzu kommt natürlich auch, dass der Durchmesser des Gefäßes immer kleiner wird durch die Ablagerungen und es dadurch zu höherem Druck kommt. Dieser höhere Druck kann unter Umständen so eine Ablagerung los reißen und sie verstopft dann irgendwo im Körper ein kleineres Gefäß. Oder aber, dass Gefäß ist irgendwann komplett zu, was auch dadurch passieren kann, dass sich so ein Plaque löst und ein bereits verstopftes Gefäß weiter verstopft.

Die Wissenschaft ist sich nicht sicher wie der Prozess der Arteriosklerose tatsächlich anfängt und was Cholesterin schlussendlich wirklich damit zu tun hat. In der Paleo-Szene und auch von Joseph Mercola wird behauptet, dass Cholesterin, auch das schlechte LDL, nicht böse sei, sondern der Mangel an Antioxidazien es schlussendlich schädlich macht. Auf lange Sicht gesehen ist mir das hingegen egal, da die beiden Herren, die Arteriosklerose rückgängig gemacht haben nicht nur eine Ernährung frei von gesättigte Fette und Cholesterin, sondern auch mit vielen Antioxidanzien angewandt haben.

Ich war kurz davor die Ärztin zu fragen, ob sie die Arbeiten von Dr. Dean Ornish und Dr. Caldwell Esselstyn kennt, aber die Gelegenheit ergab sich dann doch nicht mehr und ich wollte vor den Schulungsteilnehmer auch nicht ihre Autorität untergraben. - Und ich habe mir gedacht, vielleicht sollte ich mich zuerst mal wirklich selber auch genau mit Dr. Ornish Studie beschäftigen um bei Medizinern auch besser argumentieren zu können. Auch Esselstyns Buch ist fast schon wieder zu lange her, als dass ich daraus argumentieren könnte.

Also habe ich Ornish gestern erstmal gegoogelt und er hat sogar eine deutsche Wikipedia-Seite und die ist interessant. Ornishs Studie hat Ende der 80er Jahre Arteriosklerose erstmals rückgängig gemacht und die Zahl der kardialen Ereignisse im Vergleich zu Kontrollgruppe gesenkt. Bei der Kontrollgruppe nahm die Arteriosklerose zu - trotz Lipidsenker. Ornish gelang das mit einer Ernährung mit nur 10% Fett und maximal 5 mg Cholesterin. Dazu Entspannungsübungen.

Ornish hat damit unglaublich Aufsehen erregt und seine Ernährungsweise wurde im Laufe der Jahrzehnte, sind es ja mittlerweile, immer wieder im Vergleich mit anderen "Diäten" getestet. Mit Atikins, Zone und noch anderen Diäten und es zeigte sich bei Gesunden keine größere Gewichtsabnahme als bei anderen Diäten. Was wieder dafür spricht, dass es schlussendlich immer nur die Kalorienmenge ist, die entscheidet. Bei Gesunden kam es auch zu keinem besondern Einfluss auf den Cholesterin- und Blutzuckerwert. In einer weiteren Studie an 160 Personen bei denen der Einfluss der Ornish-Diät auf kardiovaskuläre Risikofaktoren getestet wurde, hat die Hälfte der Teilnehmer im Verlauf der Studie das Handtuch geworfen, weil sie es nicht ausgehalten haben dauerhaft so wenig Fett zu essen. Wahrscheinlich nicht deshalb nicht, weil es physiologisch nicht funktionierte, sondern innerhalb unserer Gesellschaft nicht funktioniert!

Auch meine Diabetiker waren gestern geschockt! - Sie wurden gefragt, ob sie denn mal die Lebensmittelpyramide über das Wochenende angekreuzt hätten . Hatte keiner. Zudem waren sie Sonntag Abend alle Essen gegangen und nur einer hatte nicht zu Fleisch, sondern zu Weißmehl-Pizza und Nudeln gegriffen und hatte die höchsten Blutzuckerwerte von allen.

Noch schwerer für die meisten Menschen, als Obst und Gemüse in der Ernährung zu erhöhen, ist Fett zu senken. Also wurden sie gestern morgen um 10:30 Uhr aufgefordert schon mal anzukreuzen was sie zum Frühstück gegessen hatten. Stellte sich raus, dass die Spitze der Pyramide nach der allerersten Mahlzeit schon voll war. Süßigkeiten, Fett und tierische Produkte. Mit Entsetzen schrie dann einer auf: "Dann darf ich ja den Rest des Tages nur noch Gemüse ohne Fett essen!" - Ja, da hat sich die DGE was gedacht, den Menschen Aufschnitt und Butter zu erlauben...Da hielt ich es dann für nötig mal zu erwähnen, dass es ein wunderbares Buch namens Gabel statt Skalpell: Gesund durch Ernährung auf pflanzlicher Grundlage gibt, wo 150 Rezepte ohne Fett und ganz viel Gemüse drin stehen und zudem Infos über Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Ich glaube, es hat aber nur einer zugehört und es sich notiert...

Und seit gestern weiß ich, als Diabetesberater im Krankenhaus zu arbeiten wird auch überhaupt nie mein Ding. Ich brauche Leute, die von sich aus auf mich zukommen, denn sonst sind sie eh nicht offen. Nicht Leute, die von ihrem Arzt zu einer Schulung geschickt werden. - Möglicherweise ist das ein Prozess.n..Eine Entwicklung für jeden einzelnen Patienten...das geht nicht von jetzt auf gleich. Der Schulungsleiter erzählte mir letzte Woche, dass er schon froh sei, wenn sie 10% der Info aus der Schulung zuhause umsetzten.

Ach ja, Frau Doktor meinte, dass Einzige, was man gegen die Folgeerkrankungen von Diabetes tun könne sei die Blutfett-, Blutdruck- und Blutzuckerwerte gut einstellen - und meint damit natürlich die Gabe von Blutdruck, Blutzucker und Blutfett senkenden Medikamenten. Obwohl das alles auch mit Ernährung zu machen ist. - Natürlich nur, wenn man gewillt ist an sich und seiner Lustfalle zu arbeiten. - Dazu muss man aber erstmal wissen, dass es sie gibt!

Menu des Tages am 4- November 2013

Haferflocken, Rosinen, Mohn, Leinsamen, Hanfprotein, Apfel und Zimt mit Wasser
1 Banane

Durian
1 Banane

Salat aus Pasta, gedünsteten Champignons in Sojasauce, Blattsalat, Wildkräuter, Paprika, Möhre, Blumenkohl, 1 TL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Radicio, Apfel



1 St. Carrot Cake, roh
2 Amaranth-Maiswaffeln
1 Banane
2 koffeinfreie Kaffee mit Blattstevia....geht so lala...Lustfalle ruft und ich versuche sie auszutricksen

Salat aus Kopfsalat, Wildkräuter, Blumenkohl, Apfel, Avocado, Sonnenknuspis, Knoblauch, Salz und Pfeffer



Ich versuche gerade irgendwie meine Diät auszuschleichen, obwohl ich gerade, durch die Fressorgien auf den Messen und den Mangel an Sport bei 60 kg bin. Douglas Lisle hat mich in Die Lustfalle aber davon überzeugt, dass ein korrekter Sättigungsmechanismus existiert. Allerdings funktioniert der nicht nach der Regel 100% Rohkost oder Instinkto-Rokost oder Monoessen, sondern der funktioniert bei allen natürlichen Nahrungsmitteln, egal ob roh oder gekocht. Er funktioniert nicht bei "Zaubernahrung" mit Weißmehl, Zucker und viel Fett. Er funktioniert sogar schlechter bei verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot oder Nudeln, selbst, wenn die aus Vollkornmehl sind, weil die Mühle dem Körper schon einen Teil der Verdauungsarbeit abnimmt.

Diäten führen zu Essstörungen und es ist sicherlich in niemandens Interesse dauerhaft alle Kalorien zählen zu müssen. Daher hatte ich jahrelang eine Aversion gegen Diäten zumal sie, wenn man zu wenig Kalorien, unter 1400 isst, auch noch den Grundumsatz runter schraubt. In Wahrheit ist der Körper natürlich mit einem Mechanismus ausgestattet, der einen genau so viel essen lässt, wie man braucht und der einen dabei schlank und fit erhält oder macht. Nur, jede Diät, die versprochen hat, man könne so viel essen wie man will und nimmt trotzdem ab, hat bei mir nicht funktioniert. Die waren aber auch nicht nach diesem Prinzip aufgebaut. Also quasi nur natürliche Nahrungsmittel, keine Öle, wenig Nüsse, wenig Soja, wenig Brot oder Nudeln. Das wenig zu definieren, finde ich schwer und finde es daher gut in einer Mahlzeit nur 20% Fett zu haben. Aber halten tue ich mich ja auch daran nicht wirklich...Mea Culpa...die Lustfalle ist auch hier wieder schuld.

Jedenfalls funktioniert das Trainieren meines Sättigungsmechanismus eigentlich recht gut. Ich werde an einem bestimmten Punkt satt und bleibe es dann auch über längere Zeit und laut Die Lustfalle ist es auch so, dass keine Belohnugstransmitter mehr ausgeschüttet werden wenn die Dehnungs- und Nährstoffrezeptoren von Körper und Magen realisiert haben, dass genug Nahrung vorhanden ist. - Dem muss ich noch nachgehen...

Aktuell führt das aber auch dazu, dass ich bis nachmittags 1800 kcal gegessen habe und mir dann im Abendessen nur noch 200 kcal erlaube, was mit Salat aber gut zu machen ist. Kann sein, dass es sich als Dauerlösung herausstellt einfach nur abends einen Salat zu essen und den Rest der Zeit auf das Sättigungsgefühl bei natürliche Nahrung zu achten...

Alles Liebe,

Silke



Montag, 4. November 2013

Und wieder eine Messe: Rohvolution 2013 in Mülheim




Das war eine tolle Rohvolution, ich hatte richtig Spaß und war von morgens halb elf bis abends 17:15 Uhr da und fast nie wurde es langweilig.

Ich muss sagen, es hat irgendwie was magisches, wenn man da mit einer Videokamera rumläuft. Die meisten Leute sind supernett zu einem aber manche reagieren auch völlig allergisch darauf. Zwei haben mich angemotzt, dass ich nicht filmen solle. Ich hab nur gesagt: "Dann keine Werbung für euch" und bin weiter gezogen. Verstehe ich gar nicht. Durch so ein Video kann man doch so viel effizienter Werbung machen! Man braucht den Kram, den man sonst jedem Besucher einzeln erzählen muss nur ein mal auf Film sprechen und dann können auch Leute die viel weiter weg wohnen und nicht da waren, vielleicht gar nichts von der Rohvolution wissen, über dieses Produkt erfahren. - Aber die Leute haben Schiss bedingt durch Abhörskandäle, Wikileaks und Herrn Snowdon.

Ich denke mir einfach: Alles, was mich berühmter macht ist gut! Aber mich würde ja auch kein Geheimdienst abhören wollen.....schade eigentlich...aber ich habe auch keine Leichen im Keller oder Paranoia - Ist ja eh verboten Leute ohne ihre Genehmigung zu filmen und ins Internet zu stellen, ich schicke den Film schon vorher zu und lasse in absegenen...tztztz...

Mehrere sehr nette Menschen haben mir hingegen Rede und Antwort gestanden und jetzt muss ich nur noch die Zeit finden es zu schneiden und zu veröffentlichen. Darunter zwei Sachen, die ich superspannend fand: Ein Interview mit Andreas von RohSchoko.de und eines mit Lovechock über Schokolade und ihr Sucht/Drogenpotential.

Ah, a propos Drogen: Ich kann mit egal wie guten Vorsätzen auf die Rohvolution gehen, ich halte sie nicht ein. Wie auf ner Party. Nachdem ich ja wusste was es kaufen gibt - ist ja fast jedes Jahr das selbe, dieses Jahr gab es nur mehr Torten als sonst - habe ich mir "was Vernünftiges" zum essen eingepackt. Einen Salat, paar Bananen und dann ein paar Amaranth-Maiswaffeln. Noch vor Mittag lief ich Rawger in die Arme, der mich über Typ-II-Diabetes ausfragte, weil der Vater seiner Freundin den hat (wie fast alle Menschen, so scheint's...Statistisch ist es jeder zehnte) und als Honorar bekam ich roh-vegane Lasagne mit gaaaaaanz viel Mandelmayonnaise.



Und eigentlich war es da schon vorbei mit mir. Genau wie, wenn man erstmal ein Glas Alkohol getrunken hat: Dann will man ganz schnell auch ein zweites. Ich hab es weitestgehend geschafft mich von Schokolade fern zu halten. Eine pure Kakaobohne direkt aus der frischen Frucht hat Andreas mir in die Hand gedrückt. Eine weitere getrocknete habe ich geschenkt bekommen von jemandem, der mir erzählte, wie er der Rohkost auf den Leim gegangen ist. Der Rohkostschokolade im Speziellen. Er hatte sich gedacht: "Ist ja roh, daher kann ich so viel davon essen, wie mein Körper mir sagt" und hat dann so viel gegessen dass er 15 kg zugenommen hat. Jaja, Schokolade ist "Zaubernahrung" und nein, nein, man kann nicht einfach alles in den Mengen essen die man will, nur weil es roh ist, man nimmt nicht automatisch ab, nur weil es roh ist und der Instinkt sagt nicht einfach wann Schluss ist, nur weil es roh ist. Das wurde vor Jahren, und wird scheinbar auch immer noch gerne in der Rohkostszene verbreitet und auch gerne geglaubt. - Der Herr will sich die Schokolade jetzt mit rohen Kakaobohnen abgewöhnen. Ein Schritt in die richtige Richtung,

Was gab es nach der Lasagne, lasst mich überlegen -  ach was, ich hole einfach die Fotos raus...

Bulgurfrikadellen und Salat - auf jeden Fall waren die Oliven nicht roh

Carobeiskonfekt von The Glowing Gourmet

Erdmandelmilch von roh-kostbar.de
Halva von Rawger

Lebkuchenfeigen in Schokolade gedipt von Gabriele
www.roh-kostbar.de

Creme aus Avocado, Cashews, Kakaobutter und irgendeinem
Süßungsmittel von rohschoko.de

Fantastischer Apfelkuchen von Rawger

Und die Sache ist wirklich die: Ich reagiere auf dieses viele Fett echt genau so wie auf Alkohol. Nicht dass ich ich davon trunken werde, aber ich kenne plötzlich kein Maß mehr. Ich habe keine funktionierenden Sättigungsmechanismus und will immer noch mehr und wenn ich das bekommen habe, will ich immer wieder fast sofort noch mehr. Ich weiß nicht ob ich wirklich mal 3 Monat mit fettarmer Nahrung leben sollte oder ob das Problem nur jetzt gerade besteht, weil ich andere Stimulanzien weg lasse. Ich kann es überhaupt nicht einschätzen.

Wenn man z.B. raucht, entwickeln sich immer mehr Rezeptoren für das Nikotin. Wenn man das Nikotin dann wegläßt sind die Rezeptoren noch da, aber das Nikotin nicht mehr. Das ist die Phase des Entzugs. Die Anzahl der Rezeptoren muss sich erst wieder verringern bevor man kein Verlangen mehr hat. Aber dann gibt es auch noch weitere Schlüsselreize im Hirn, die auf Erfahrungen im Langzeitgedächnis gründen, die einen Lust auf eine Droge bekommen lassen. Unter ehemaligen Alkoholikern befinden sich besonders viele Kaffeeabhängige. Von zwei Leserinnen weiß ich, dass sie sich, seit ich über Schokoladensucht geschrieben habe, mit Datteln und Bananen zudröhnen und ich selber greife auch zu viel zu Trockenfrüchten. Ersatzdroten...Das ist echt hart!

Also, keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, wann das mit meiner "Fettsucht" angefangen hat, aber ich glaube erst durch die Gourmet Rohkost. Auch hier ist mir klar, dass das keine negativen Auswirkungen hat, wenn ich das mal mache, aber will ich mein Belohnungssystem irritieren? Ich mache das eh immer noch zu viel, weil ich manchmal meine Handlung gar nicht realisiere oder aber wirklich gerade nicht anders will. Bei Stevia z.B. Stevia stimuliert auch das Belohnungssystem, wenn auch nicht so stark wie Zucker, aber ein süßer Geschmack alleine sorgt auch schon für eine Ausschüttung von Neurotransmittern, die glücklich machen und beruhigen. Ich bin noch lange nicht so weit, als dass ich mich wirklich richtig verstanden hätte. Andererseits finde ich auch, dass ich schon ziemlich weit gekommen bin.

Was gab's noch?

Eine ständige Falle in die ich tappe, die ich mir aber auch noch nicht nehmen lassen will:
Koffeinfreier Sojakaffee am Hauptbahnhof - auch das ein Belohnungsmechanismus

Mit Beenden der Rohvolution habe ich dann noch meinen mitgebrachten Salat gegessen

Der Stand von Orkos wirkt auf mich so wie eine Bäckerei auf andere Leute. Ich hatte mir fest vorgenommen keine Durian zu kaufen, mein innerer Schweinehund hat mich dann überredet eine kleine Packung zu kaufen und mein Großhirn hat sich dann  gedacht, dass es unrentabel ist eine kleine Packung mit 1/3 des Inhalts für 7€  statt eine große für 15 € zu kaufen. Heute früh durfte ich leider feststellen, dass irgendwas mit der Durian nicht in Ordnung ist, schlecht oder gegoren oder so und jetzt ist mein Hirn eine negative Durianerfahrung reicher und speichert das vielleicht ab und läßt mich nächstes Mal am Stand vorbei gehen.

Last but not least: Es gab eine Neuheit auf der Rohvolution. Angeblich roher Bulgur von dem Hersteller türkischer veganer und vegetarischer Gerichte, der auch auf der VeggieWorld war. Nur hat das keiner geglaubt! Viele der Aussteller waren sogar regelrecht sauer. Roher Bulgur? Hatte noch keiner gehört und auch in der Rohkostszene in den Staaten, die alles möglicher ausprobiert haben, was man roh essen kann, gab es nie Bulgur. Nicht die besten rohen Spitzenköche haben jemals was mit Bulgur gemacht. Bulgur ist eigentlich nur geschroteter Hartweizen und der wird normalerweise gekocht und ist dann lecker als Salat. Der Aussteller hat behauptet, das sei besonders weicher Bulgur, der direkt aus der Türkei käme und der nur mit Wasser aufgegossen werden und dann ziehen müsste. - Also habe ich Weizen gegessen, aber es war Vollkorn und wenigstens nicht so fettig. Und sehr lecker. Aber roh??? - Naja, die lassen da eh so langsam Fünfe gerade sein. Soyananda Sojafrischkäse wurde auch ausgestellt, Kokoszucker ist in allen Schokoladen drin, warum dann nicht auch gekochter Bulgur, der in meinen Augen eh gesünder ist als 100 g rohe Nüsse!

Die Nüsse kamen aber dennoch gestern bei mir hinzu...

Mist, ich muss endlich wieder Sport machen, was ich seit 2 Wochen nicht mache, weil die Diabetesschulung es nicht zulässt. Ab Ende der Woche dann wieder...

Alles Liebe,

Silke

Sonntag, 3. November 2013

Die Wahrheit über die DGE...



Zu dumm, ich hatte irgendwie im Hinterkopf, dass ich heute gar nicht bloggen werde, weil ich heute zur Rohvolution nach Mülheim fahre und daher habe ich es völlig verschwitzt gestern mein Essen aufzuschreiben und zu fotografieren und deshalb ist das Blog heute relativ bilderlos...

Am Freitag hatte ich ein DGE-Aha-Erlebnis. Also die DGE, das ist ja die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die die Leitlinien für gesundes Essen heraus gibt. Das ist das was offiziell empfohlen wird, woran man sich halten soll, was gesund ist. Was ich am Freitag rausgefunden habe geht in die selbe Richtung wie das was ich am Tag vorher in dem Diätetik-Buch gelesen habe: Die Empfehlungen der DGE sind nicht das, was die 100% beste Ernährung für die Spezies Mensch ist. Die Empfehlungen der DGE sind eine Ernährung die weitestgehend an das Essverhalten der Gesellschaft angepasst aber noch nicht so schlimm ist, dass man davon krank wird. Leider wird man davon aber auch noch nicht gesund!

Die Diabetiker in der Schulung haben einen Zettel in die Hand gedrückt bekommen mit einer Lebensmittelpyramide zum ankreuzen, was sie über mehrere Tage praktizieren sollen. So soll ihnen klar werden was sie essen und ob sie sich halbwegs gesund ernähren. Beim Verteilen der Pyramide sagte einer der Patienten schon: "Und alles was unten steht schmeckt nicht...Also Gemüse und so"
Die Leiterin der Schulung fragte in die Runde wie viele Portionen Gemüse und Obst jeder einzelne essen würde. Eine Portion habe etwas die Größe einer Faust. In meinem Kopf habe ich mit überlegt und schätze ich esse täglich vielleicht 10 Portionen. Nur einer der Patienten, derjeniger der am meisten Obst und Gemüse aß, kam auf 2 Portionen am Tag und das war genau der, der zuvor sagte, dass das alles nicht schmecke. Erinnert ihr euch an Dr. med, Richard Beliveau, den Autor von Krebszellen mögen keine Himbeeren: Nahrungsmittel gegen Krebs. Das Immunsystem stärken und gezielt vorbeugen der in "Was uns wirklich nährt" sagte, man müsse 6-8 Portionen Obst und Gemüse essen. Die empfohlenen 5 am Tag seien zu wenig.

Und da sind wir wieder bei der DGE. Die DGE kommt gar nicht erst auf die Idee den Leuten zu empfehlen 8 Portionen Gemüse zu verzehren, weil sie sie nicht völlig entmutigen will. So macht es die Diabetesschulung auch. So machen es auch die meisten Ärzte. Die Patienten dazu anregen wenigsten kleine Veränderungen zu machen, um sie nicht zu überfordern. Barnard schreibt jedoch in Dr. Neal Barnard's Program for Reversing Diabetes: The Scientifically Proven System for Reversing Diabetes Without Drugs, dass es Studien gäbe, die gezeigt hätten, dass wenn der behandelnde Arzt wirklich insistiert, dass der Patient eine radikale Ernährungsumstellung durchführe, dieser das meistens auch täten.

Und so sieht die Ankreuzpyramide aus:


6 Glas Wasser
5 Portionen Obst und Gemüse
4 Portionen Getreide oder Kartoffeln
3 Portionen fettarme Milchprodukte und 1 Portion Fleisch oder Fisch
2 Portionen Butter oder Öl, wobei eine Portion hier 1 EL ist
und 1 Süßigkeit.

Mit 1 Portion Milchprodukt ist z.B. eine Scheibe Käse oder ein Joghurt gemeint. Eine Portion Fleisch ist ebenfalls bereits eine Scheibe Aufschnitt. Darüber waren die meisten Patienten schon entsetzt!
Was glaubt ihr`? - Ist es leichter so eine Ernährung einzuhalten oder eine wie Barnard, Esselstyn, Ornish, McDougall, Fuhrman und Co. sie vorschlagen mit so vielem Essen wie man will aber vollwertig, pflanzlich und fettarm. Nicht zu vergessen, dass von obiger Ernährung weder Insulinresistenz weggeht noch Arteriosklerose. Und genau das ist der Grund warum Esselstyn sagt: "Moderation kills" - Selbst wenn man es schafft sich so zu ernähren, wie die Pyramide vorgibt, kann man immer noch sehr leicht an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben, vor allem als Diabetiker.

Naja, die Patienten haben gerade Gemüsetage und der bereits oben erwähnte sagte direkt morgens als die Schulung anfing sein Belohnungszentrum würde nach Fett schreien. Ehrlich, das hat er nicht von mir, das wusste er selber! - Er hat aber auch bereits einige Bücher über Ernährung gelese und das macht ihn zu einem guten Schüler. Sein Blutzucker ist überhaupt nur entleist, weil er Cortison vom Arzt bekommen hat und das lässt den Blutzuckerspiegel steigern, weil es ein Stresshormon ist. - Am Ende des Tages war es auch genau er, der sich fragte wie man denn ohne viel Öl und Fett eine gute Tomatensauce zubereiten könnte, das schmecke doch alles nicht. Es müsse jemand auf die Idee kommen ein unschädliches Fett als Geschmacksträger zu erfinden.

Schlussendlich ist aber die Sache die, dass Fett gar kein Geschmackaträger ist sondern einfach nur etwas, was im Körper eine Dopaminausschüttung veranlasst. Ein Neurotransmitter. Fettarmen Produkten wird immer Zucker zugesetzt, damit die besser schmecken, weil auch Zucker dafür sorgt, dass Dopamin ausgeschüttet wird. Und wisst ihr was Glutamat ist? - Glutamat ist auch nur ein Neurotransmitter, den der Körper hier mit der Nahrung aufnimmt. Vielleicht sollte man sich L-Dopa, das Parkinsonmedikament, über das Essen streuen, dass als Vorstufe von Melanin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin fungiert, damit es besser schmeckt. Oder Dopamin pur! - Nur Spaß, macht das nicht, kriegt euer Belohnungssystem auf natürlichem Weg auf die Reihe.

Es wird den Patienten empfohlen zuhause einen Tag die Woche einen Gemüsetag zu machen. Neben Gemüsetagen dürfen die Patienten aber auch "Hafertage" machen, was mir jetzt neu war, aber klar---macht Sinn! - Morgens Haferflocken mit Obst, Mittags Haferflocken mit Gemüse - dafür verteilen sie auch Rezepte - und abends dann nach Geschmack. Genau das selbe Prinzip wie bei Barnard nur viel zu wenig intensiv umgesetzt und wahrscheinlich mit doofen Rezepten. Warum nicht gleich: Gabel statt Skalpell: Gesund durch Ernährung auf pflanzlicher Grundlage - Ich glaube ich erwähne das am Ende der Schulung mal...

Und nachdem eine viertel Stunde darüber gesprochen wurde wie man fettarme, leckere Tomatensauce zubereitet, habe ich meine Hand gehoben und gefragt ob ich etwas dazu beisteuern dürfte. Zwar kein Tomatensaucenrezept, weil ich da irgendwie gar nicht drauf stehe, aber folgendes: Geschmacksknospen werden nur 12 Tage alt, dann sterben sie ab und es kommen neue. Die kann man wieder völlig anderes prägen. Das heißt es dauert vielleicht 2-3 Wochen, bis man sich eines Geschmack entwöhnt hat. Das passiert auch, wenn man von 3,5%-Milch auf 1,5% wechselt oder von herkömmlicher Milch auf Sojamilch.

Es ist also überhaupt nicht so, dass wenn man jetzt aus gesundheitlichen Gründen seine Ernährung umstellen muss, man nie wieder Freude am Essen haben wird! - Die Geschmacknerven stellen sich um und nach wenigen Wochen wird Dopamin dann auch bei gesundem Essen ausgeschüttet. Toll, oder?:-) - Wobei es laut Esselstyn sogar 1-3 Monate dauert, bis man Fett nicht mehr als lecker sondern eher als störend empfindet. Das weiß ich nicht, so lange war ich noch nie unter 10% Fett am Tag. Ist aber auch nicht mein Ziel. Ich halte mich gerade an die 20% und das geht recht gut einfach nur um meinen Sättigungsmechanismus zu schulen...

Menu des Tages am 2. Novemver

Haferflocken mit Wasser, Rosinen, Leinsamen, Hanfprotein und Erdnussbutter
1/2 Roggenbrötchen mit Erdnussbutter-Schoko-Aufstrich


2 Tassen Brennnesseltee

1 Trek-Riegel

1 Scheibe Früchtebrot
Salat aus Blattsalat, Zwiebel, Paprika, Sonnenknuspis. Olivenöl, Salz, Pfeffer

1/2 Roggenbrötchen mit Erdnussbutter-Schoko-Aufstrich
2 Amaranth-Mais-Waffeln
Haferflocken mit Wasser und Rosinen

Gemüsepfanne aus Blumenkohl, Paprika, Brokkolistengel, Spinat, Dinkel, Thai Curry, Konblauch, Salz und Pfeffer

Wie gesagt, heute ist Rohvolution in Mülheim und ich werde mich da mal umschauen. Obwohl ich irgendwie auch nicht mehr so richtig Sinn darin sehe, denn das ist ja auch alles nur Belohnungssystem-Kram. Schokolade und Fett und Trockenfrüchte und Durian. Wahrscheinlich werde ich wieder nur Durian kaufen.
Auch irgendwie enttäuschend...Eigentlich brauche ich weder eine Rohvolution noch eine VeggieWorld, sondern einfach nur meinen Bioladen. Ich vermisse nämlich immer Vollkorngetreide und grüne Blätter auf diesen Messen, die wichtigste Nahrung überhaupt!

Alles Liebe,

Silke



Freitag, 1. November 2013

Diabetes heilbar...Na klar doch!



Gestern früh um 9 Uhr stand ich wie jeden Morgen bei der Diabetesschulung auf der Matte, aber irgendwas war anders. Irgendwie tauchte keiner der Patienten auf, keiner von den Schulungsmitarbeitern. Niemand. Also bin ich zum Schulungsbüro marschiert und habe dort erfahren, dass die Schulung erst um 10 Uhr anfinge, weil Herr Dr. sich spontan entschieden hatte morgens um 9 Uhr Visite zu machen. Ich hatte also eine Stunde Zeit zum tot schlagen, hatte aber nichts zu lesen dabei, was ich angemerkt habe. Daraufhin war der Leiter der Diabetesschulung so nett mir folgendes Buch zum lesen zur Verfügung zu stellen: Diätetik und Ernährungsberatung: Das Praxisbuch Da steht alles drin, was man über Ernährung wissen kann und was als gesellschaftlich/medizinisch anerkannt gilt.

Natürlich kann ich nicht ein ganzes Buch in der einen Stunde lesen und zuerst habe ich mich sowieso mit der wunderbaren Zeitschrift Diabetes Journal beschäftigt, in dem ebenfalls viele hochinteressante Dinge standen, auf die ich später eingehe.

Was ich in dem Buch oben zu lesen geschafft habe war schlussendlich nur die Abhandlung über die drei Markonährstoffe: Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß. Da es nicht mein Buch ist kann ich nicht zitieren, aber zum Thema Fett stand da folgendes: Die Vorgaben der DGE für den Fettverzehr seien, angepasst an die gängigen Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung,  25-30% der Nahrungskalorien, weniger sei jedoch noch besser. Dies sei nur zu realisieren , wenn man Fett und tierische Produkte reduziere. Gesättigte Fett sollten ein Maximum von 10 g betragen.

Und ich denke: Oh mein Gott! - Die DGE ist gar nicht der Meinung, dass man 25-30% Fett verzehren sollte. Die trauen sich nur nicht der Bevölkerung zu sagen, dass sie so wenig Fett wie möglich verzehren sollen, möglichst unter 20%, weil die gängigen Ernährungsgewohnheiten so anders sind. - Das ist das selbe Prinzip wie bei der Diabetesschulung. Die sagen 30-35% Fett wohl wissend, dass die Schulungsteilnehmer locker 40-50% Fett verzehren. Da wäre das schon ein Vorteil.

Ich glaube nur leider, das funktioniert nicht. Die fallen nämlich alle auf die versteckten Fette rein.  Päckchen Butter 10 g, Scheibe Käse 8 g, Scheibe Wurst 8 g und das alles auf ein Weißbrötchen und man hat 26 g gesättigte Fette in einer Mahlzeit aufgenommen und ist dabei nicht mal satt.  - Ich glaube wirklich es ist leichter gewisse Nahrungsmittel einfach komplett zu verbieten, alle tierischen Produkte und alles ab einer gewissen Fettmenge, um überhaupt was zu bewerkstelligen. Und dann eben den Leuten zeigen, was sie statt dessen essen können und was lecker ist.

Sogar der gesundheitsbewußte Verbraucher isst zu viel Fett. Ich sehe ja immer wieder, was ich im Bioladen über die Kasse ziehe. Eine Frau hat gestern 10 Sahnekefir gekauft. 150g Packung. In 100 g sind auch schon 8 g Fett drin. - Es sind sich übrigens alle einig: Das Problem bei Übergewicht und bei Diabetes ist das Fett. Das sagt nicht nur Barnard, das sagt auch die DGE und damit die Diabetikerschulung.

Und es ist auch gar kein so großes Phänomen, wie ich dachte, dass Diabetiker ihre Medikamente absetzen können. In der Zeitschrift Diabetes aktuell in der Ausgabe November 2013 war ein Artikel über einem Typ-II-Diabetiker, der ein Buch geschrieben hat, wie er komplett auf seine Medikamente verzichten konnte. Fit wie ein Diabetiker: Messen! Essen! Laufen! So besiegen Sie Ihren Lifestyle - Diabetes heißt es und der Autor Hans Lauber.

Er hat nach der Diagnose angefangen weniger süß und fett zu essen, ist zu leichter, saisonaler Gemüseküche gewechselt mit viel Fisch und wenig Fleisch. Er fing zudem an zu Joggen und ein Jahr nach der Diagnose (1999) hatte er den Diabetes besiegt. Braucht bis heute keine Tabletten. Die Zeitschrift Diabetes aktuell druckt ein Interview mit ihm ab wo er gefragt wird: "Wenn das so einfach ist, warum macht das nicht jeder so?" - Das frage ich mich auch. Warum machen das die 8 Mio Diabetiker in Deutschland nicht?

Manche denken er sei ein Einzelfall aber sogar die Deutsche Diabetes-Stiftung geht davon aus, dass mindestens 3-4 Mio Diabetiker durch Lebensstilveränderungen weniger oder keine Medikamente bräuchten. Prof. Rüdiger Landgraf von der Deutschen Diabetiker Stiftung bemängelt, dass Prävention keine Lobby habe und die Ärzte nicht vehement genug eine Veränderung des Lebensstils einfordern würden und wenn ein guter Arzt dies doch täte, würde der Patient halt zum nächsten Arzt gehen.

Ich persönlich bin ja der Meinung man müsst den Patienten mehr Angst machen mit den Folgeerkrankungen und den Nebenwirkungen der Medikamente und man müsste ihnen aufzeigen, dass Gesundheit auch Spaß machen kann, ihnen was über die Lustfalle erzählen und ihnen Carobcremepudding zu esse geben.

Auch der Diabetesschulungsleiter bemängelt, dass es in 2  Wochen Schulung einfach nicht viel ausrichten könne. Eigentlich bräuchte jeder Typ-II-Daibetiker einen persönlichen Coach, der ihn über Wochen oder Monate begleitet und ihm zeigt, wie er die Richtlinien in sein Leben integrieren kann. Aber das ist unrealistisch.

Was an Barnards Programm für die Diabeteswissenschaft aber tatsächlich völlig neu ist ist, dass man Insulinresistenz tatsächlich sogar komplett ohne Sport in den Griff kriegen kann, ausschließlich mit Ernährung und das ist revolutionär, weil viele Diabetiker keinen Sport machen können. Entweder sind sie zu fett oder zu krank, oder haben zu wenig Füße und Zehen. Auch dann kann man den Zucker in den Griff kriegen, aber dann reicht nicht mehr wenig Fleisch und viel Fisch, dann muss es pflanzlich, vollwertig und fettarm sein. Wobei man ja tierisches Eiweiß eh meiden sollte als Diabetiker um nicht die Nieren weiter zu schädigen und sogar das ist in der Diabetesschulung ebenfalls erwähnt worden. Auch das gehört bereits zum medizinischen Allgemeinwissen.

Menu des Tages am 31. Oktober

Haferflocken mit Banane, getrocknete Feigen, Hanfprotein, Mohn und Wasser


3 Feigen
2 Brennnesseltee
2 Amaranth-Mais-Waffeln

Greensjuice aus Feldsalat, Endivie, Gurke, Möhre und Zitrone


1 Scheibe Früchtebrot
24 g Carrot Cake
1 Amaranth Maiswaffel

Brokkoli mit veganem Camembertwasser, Salz, Pfeffer, Knoblauch - leider war der Brokkoli nicht mehr ganz frisch, da er aus Resten im Bioladen bestand...


3 Feigen
Amaranth-Maiswaffel

Roggenbrötchen mit Senf und Veganem Camembert
Trek Riegel, Mixed Berry

Für die Herstellung des Camember habe ich den Bianco Blender benutzt und jeder der einen High Speed Blender hat wird sich schon mal darüber geärgert haben, dass er nicht alles Püriergut wieder ganz unten aus dem Mixer rauskratzen kann. Ich auch. Weil wir am Stand auf der VeggieWorld darüber geredet haben und darüber, dass man auch ein bisschen Wasser reinkippen kann, die Ablagerung durch Pürieren damit vermischt und dann vielleicht ein Getränk oder eine Grundlage für eine Sauce hat, habe ich das mal gemacht. Ich hab den Rückstand also mit Wasser püriert und darin dann den Brokkoli gedünstet. Das ging super.
Vor ein paar Tagen habe ich so auch den Rückstand von Dattelsirup mit in ein Tahinidressing eingearbeitet. Man muss sich selbst immer wieder auffordertn an sowas zu denken.

Spätschicht im Bioladen hat was Praktisches verlangt. Brötchen und Riegel - den Riegel hatte ich auf der Veggie World gekauft und der war super. Geschmacklich und was Makronährstoffe betrifft. Ich hab noch nie einen so fettarmen Riegel gegessen. Es sind keine Nüsse drin dafür Haferlocken und Sojacrispies. 204 kcal 11 g Eiweiß, 1,6 g Fett. Keinerlei gesättigte Fette. Perfekt für Diabetiker!:-) Mal sehen ob ich sowas nachmachen kann...

Der Greensjuice hat mir wieder alle Nährstoffe verschafft obwohl ich eigentlich recht suboptimal gegessen habe. Das ist wirklich eine gute Lösung für solche Tage. Daher sagen auch so viel Experten ein Greenjuice pro Tag sei essentiell. Es ist wirklich nichts leichter als einen Saft zu trinken. Das Saubermachen der Maschine nervt etwas...

Alles Liebe,

Silke