Samstag, 15. Mai 2010

Was heißt hier dogmatisch???....



Hallo Liebes,

Tag 419: Nachdem ich mich gestern noch gefragt habe wie man mit Rohkost in der Gesellschaft umgeht habe ich prompt einen Antwort vom Universum bzw. Victoria Boutenko erhalten, die einen Artikel veröffentlich hat, den sie Anfang des Jahres auch schon mal im Newsletter versandt hat. Sie beschreibt darin, warum sie nicht mehr 100% roh ist, was damit zusammen hängt, dass ihr vor etwa 4 Jahren aufgefallen ist, dass sie Probleme in der Gesellschaft bekommen hat. Ich persönlich frage mich, warum ihr dass vorher noch nicht aufgefallen ist, aber vielleicht haben sich irgendwann auch die Prioritäten verschoben. Es ist nicht nur dieses komische Gefühl, welches man selbst in dem Moment hat, dass man anders ist, es ist auch, dass die Mitmenschen sich nicht  wohl fühlen...Seltsam ...Ich weiß es nicht genau zu besschreiben, ich kenne auch Leute denen das völlig egal ist in Gesellschaft was anderes zu essen, aber ich sehe ja, wie auf mich reagiert wird.

Nichts desto trotz spüre ich auch ganz klar, dass ich mich nur mit möglichst viel Rohkost möglichst gut fühlen kann. Die Kochkost von der Party hat mir doch ganz schön zugesetzt. Und das trotz der vielen Rohkost dazu. Ich verstehe warum Otto Normaleverbraucher nur mit Kaffee durch den Tag kommt. Mich hat gestern ein Mitschüler und Facebookfreund gefragt, ob ich denn auch mal was ungesundes Essen würde, worauf ich geantwortet habe: „Auf Partys und in Theaterstücken“. So was verstehen die anderen. Dogmen begreifen sie nicht und Dogmen sind auch für die Rohkost nicht sonderlich förderlich. Und dennoch habe ich immer wieder das Gefühl, und ich weiß auch dass es so ist, dass mich Leute (Rohköstler) dafür verurteilen, dass ich in gesellschaftlichen Situationen nachgebe. Ich bin aber auch nicht hier, einen Beliebtheitswettbewerb oder die Goldmedaille im roh sein zu gewinnen. Ich schildere nur meine Erfahrungen.

Als ich vor knapp 7 Jahren anfing mich mit Rohkost zu beschäftigen, war das Ganze noch viel dogmatischer. Gekochtes Essen war Gift und der Mensch von natur aus Veganer. Heute gibt es dafür so viele Richtungen, dass es kein Durchkommen mehr gibt und doch bleiben wir alles irgendwie auf der Suche. Vielleicht gibt es auch nicht einfach nur eine Ernährung für das ganze Leben, vielleicht muss es sich regelmäßig ändern, und das tut es ja auch...

Auf den Artikel von Victoria Boutenko hat eine Frau geantwortet, die geschildert hat, dass sie und eine Schwester von ihr 22 Monate 100% Rohkost gemacht hätten und dann aus diversen Gründen zusammengebrochen sind. Hauptgrund war aber die soziale Isolation durch 10% Rohkost. Sie schildert dann auch, dass eine andere Schwester von ihr nicht so dogmatisch vorgegangen sei und emotional viel besser klar kam, auf Partys 80% Rohkost und 20% Kochkost serviert und die gleichen gesundheitlichen Verbesserungen erlebt hat

Das Feedback was ich für meinen Blog hauptsächlich bekomme ist, dass die Leute froh sind jemanden entdeckt zu haben, der nicht streng ist und verurteilt und das soll es auch hautsächlich sein, denn ich weiß wie ich mich als Anfänger gefühlt habe. Ich dachte alle Leute kriegen von jetzt auf gleich eine so radikale Ernährungsumstellung hin und ich bin der einzige Loser, der einfach Appetit kriegt und diesen nicht zügeln kann. Jetzt weiß ich, dass das seine Zeit braucht, das alte Gewohnheiten nur langsam sterben und dass viele Leute, die behaupten 100% zu sein auch, schlicht und ergreifend, lügen.

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Und dennoch ist es auch immer wieder toll wenn man unter Leuten ist, denen man gar nichts erklären muss. Das Potluck bei mir war so, völlig undogmatisch und einfach nur angenehm. Heute ist das erste Potluck in Düsseldorf und ich bin schon wieder erschlagen von Ideen die ich zubereiten und mitbringen möchte. Jetzt ist hier, genau wie in meinem Leben, das Problem, dass auch 80/10/10er dort sind, somit werde ich es so machen, dass es Mehreres zur Auswahl gibt. 80/10/10er sind anspruchslos, für die gibt es Bananen und Romanasalat. Als Wrap, das reicht. Dann mache ich aber auch gerade wieder das Knoblauchbrot, plane Schokolade zu machen und Spanische Mandelsauce. Dann vielleicht Möhren zum Dippen. Und ich habe auch mit dem Gedanken an 80/10/10 Zucchinispaghetti gespielt. Mal schauen. Wahrscheinlich kann ich so viel gar nicht tragen ;-))))

Was gab’s zu essen?:

3 Bananen
einige Zucchinichips
 Riesengreensmoothie aus 4 Bananen, 2 Orangen, ¾ Packung Feldsalat und Zitronenmelisse
Schoko-Bananen-Smoothie
Salat aus 3 Miniromana, Weizenkeimen, Alfalfa, Tomaten, 1 Möhre, 1 Frühlingszwiebel und Ceasar-Dressing
250 g Trauben
Banane-Feigen-Smoothie (oder besser Pudding)
 handvoll Mandeln
handvoll Kürbiskerne mit Salz

Von dem restlichen Essen der Party habe ich gestern Blähungen gehabt, was mich freuen sollte, da es Entgiftungserscheinungen sind. Ich finde es aber auch immer wieder krass festzustellen wie der Körper so arbeitet...

Von dem Schoko-Bananen-Smoothie konnte ich nicht schlafen, da er 2 EL Kakao enthielt. Ich glaube Kakao wirkt intensiver, wenn er nicht im Zusammenhang mit Fett konsumiert wird. Ansonsten bin ich aber recht zufrieden, vor allem war die Menge an Grünzeug betrifft. Eigentlich glaube ich irgendwie immer noch, dass das des Pudels Kern ist. Ich habe nicht mehr diese Gier nach Nüssen, wie ich sie früher immer hatte. Ich habe Lust drauf, aber nicht in dem Maße. Fühle mich gerade wohl....durch und durch ;-)))

Alles Liebe,

Silke

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