Samstag, 6. Februar 2010

Schokolade und ihre Konsequenzen...

E-Book: Wie Mann Frauen anspricht - hier klicken

Hallo Liebes,

Tag 321: Irgendwas ist gestern anders gewesen, was ich auf jeden Fall mit dem Kakao in Verbindung bringe. Sowohl Positives, als auch Negatives. So hat wohl auch der Kakao 2 Seiten, was ich lustig finde, weil Kakoabohnen vor tausenden von Jahren auch als Geld verwendet wurden und Münzen haben nun mal auch 2 Seiten. ;-)))

Gut war, dass gestern Nachmitttag um ca. 3 Uhr die Kollegen auf der Probe darüber klagten, dass sie so müde seien und ich war topfit und hab mich fantastisch gefühlt. Das schiebe ich darauf, dass ich bereits zum Frühstück Pralinen gegessen habe und die sind wirklich so unglaublich lecker gewesen….Es ist tierisch schwer nach 2 Stück wieder aufzuhören, aber ich schätze mit 2 Stück, bin ich auch schon über den von Graham empfohlenen 10% Fett. Aber ich schaffe es, das ist auch schon was wert. Das hängt natürlich damit zusammen, dass ich mittlerweile erfahren habe, wie gut mir 80/10/10 tut.

Nachteil der Schokolade war, dass sich mein Körper verdauungsmäßig ähnlich verhalten hat wie nach dem Gekochten letzten Sonntag. Die Verdauung funktionierte nicht einwandfrei, nicht so gut, wie wenn ich herkömmliche 80/10/10 Mahlzeiten zu mir nehme. Das mag jetzt einfach nur damit zusammen hängen, dass das Essen bei dem Workshop einfach nicht richtig kombiniert war, dass ich viele Nüsse und Früchte durcheinander gegessen hat, was als schwer verdaulich gilt. Das ist natürlich auch wieder ein Beweis dafür, dass es nicht egal ist, was für Rohkost man zu sich nimmt.

Natürlich ist es mir aber auch so gegangen, dass dann gestern Abend, in der Schule, die Wirkung vom Kakao nachlies und ich müde wurde. Ich hab dann davon geträumt, dass ich eine weitere Praline essen könnte und genau in dem Moment legt mein Sitznachbar Schokoladenriesen von Storck auf den Tisch und ich konnte nicht widerstehen. Ich hab einen davon gegessen und ein Werters Echte dann auch noch. Total bescheuert!!! Da ist mir dann aufgefallen, was für ein verarbeitetes Produkt auch selbstgemachte rohe Schokolade doch immer noch ist und dass sie offensichtlich auch Suchtpotential mit sich bringt. An Weihnachten ist mir das auch schon aufgefallen, als ich das letzte Mal in roher Schokolade geschwelgt habe. Die von Shazzie war aber mit rohem Agavendicksaft, die von Andreas mit Ahornsirup, der erhitzt ist….Naja, auch das bringt einen nicht um, ich sollte nur mal ein Auge drauf haben.

Das mit dem Suchtpotential war mir aber klar. Ich hab auch schon von Rohköstlern aus
den USA Artikel gelesen, wie man sich seine Kakaosucht wieder abgewöhnen kann. Wahrscheinlich macht auch hier die Dosis das Gift....



Nichts desto trotz glaube ich, dass ich mir noch mal Kakaobutter und Agavendicksaft bestellen möchte um auch in der Lage zu sein, wenn die Gelegenheit günstig ist, mir Schokolade zu machen. Ich hätte einen Typen zu dem Workshop schicken sollen, der mir dann zum Valentinstag rohe Pralinen schenkt.:-))))) Aber da fiele mir noch nicht mal ein Typ ein…;-(  C’est la vie....

Ansonsten ist mir mal wieder aufgefallen, wie viel Gesellschaftsfähiger 80/10/10 ist, als normale Rohkost, wo sich jeder fragt, was das ist, was man gerade isst.

Ich hatte gestern früh Probe und danach Schule und konnte zwischendurch nicht nach Hause fahren. Ich hab also das gemacht, was ich sonst auch mache, mir einen rohen, veganen Fertigsalat gekauft, sowie Früchte und habe mich damit dann in den Aufenthaltsraum der Schule gesetzt. Als kurze Zeit später Mitschüler auftauchten wurde ich zwar auch gefragt was ich esse, konnte aber antworten: „Salat, Heidelbeeren und Ananas.“ Da hat sich keiner drüber gewundert, anders als zum Beispiel bei einem Greensmoothie. Da denkt jeder, das sei ja ekelig, fragt was da drin ist, wundert sich über die Farbe…etc. Das ist ätzend. Deshalb werde ich nie wieder von 80/10/10 lassen, selbst wenn ich mal Schokolade und mal zu viel Fett esse und mal Kochkost verzehre und mal Alkohol trinke usw. Ich bin immer noch so heilfroh, dass ich raus gefunden habe, wie das für mich praktikabel ist und dass ich weiß was mir schmeckt. Denn trotz der Schokolade habe ich nach der Schule auch noch einen Salat aus mehr als 500 g Romanasalat gegessen, somit auch mein Grünzeugpensum erfüllt. Viel zu viel Fett wars auch nicht, somit kann ich nicht klagen. Obst, Gemüse und Salat, sind normale Worte in unserer Gesellschaft, Rohkost, Greensmoothie und Essener Brot eben nicht....

Ach, eins doch: Die Gojibeeren, die ich auf dem Workshop gegessen habe, sind quasi ganz wieder aus mir raus gekommen, was ich sehr merkwürdig fand. Kaue ich zu wenig, oder sind die unverdaulich…?

Was gab’s zu essen?:

2 Rohkostpralinen
Ruccola-Mandarinen-Smoothie
3 Bananen
250 g Tomaten
Fertigsalat
2,5 Scheiben Ananas
200 g Heidelbeeren
1 Schokoriesen
1 Werthers Echte
3 Bananen
Salat aus 3 Miniromana, ½ dicke Frühlingszwiebel, Trauben, Sonnenblumenkeime und Walnuss-Blutorangen-Dressing
6 Datteln

Somit bin ich doch ziemlich zufrieden mit dem Tag. Die Pralinen bauen allerdings eine Brücke zu normalen Süßigkeiten, was kein Wunder ist, da sie genauso, oder sogar noch besser schmecken. Ähnliches kann passieren, wenn man sich rohe Imitate seiner Lieblingsrezepte macht, dass man dann halt verführt wird, auch bei Gekochtem zuzuschlagen. Das passiert bei 80/10/10 gar nicht. Ich empfinde zwar den Geruch von Gekochtem als unglaublich angenehm, haben aber nicht den Drang es zu essen., was für mich schon sehr seltsam ist.

Ich werde heute noch mal die Pasta italiano machen und auch das Raviolirezept, was ich vor ein paar Tagen rausgesucht habe. Habe heute zum ersten mal seit Tagen wieder frei, und freue mich sehr mich ganz mir selbst hingeben zu dürfen. Und in leckerem Essen zu schwelgen.

Ich wünsche ein schönes Wochenende und alles Liebe,

Silke

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen