Dienstag, 25. August 2015

Mit der richtigen Ernährung gegen Prostatahyperplasie und männlichen Haarausfall



Ich hab gedacht Pharmakologie im nächsten Semester wird stinklangweilig. Dass das das Fach sein würde, was mich am allerwenigsten im ganzen Studium interessieren würde. Nur Medikamente und Namen auswendig lernen und wann man diese verschreibt. - Und ich bin nun mal kein Fan von Medikamenten, weil die Dinger Nebenwirkungen haben.

Tatsächlich zeigt sich aber gerade, dass in Pharmakologie, noch bevor man Medikamentennamen pauken muss, die biochemischen und physiologischen Mechanismen aufgezeigt werden, die der Wirkungsweise des jeweiligen Medikaments zugrunde liegen. Da hätte ich auch selber drauf kommen können, bin ich aber quasi erst am Samstag im Zug nach Bochum, als ich im Pharmakologie Lehrbuch gelesen habe, dass Koffein ein Antagonist des Dopaminausschüttungsunterdrückers Adenosin ist und dass Dopamin im Stammhirn gebildet wird, Derartige Informationen findet man nicht über Google und Wikipedia. Und auch nicht in Biochemie oder Physiologie Lehrbüchern. Das ist also super spannend!

Und dann hat ein Pharmakologie-Professor aus Mainz, Dr. Christian Mang, alle seine Vorlesungen des Semesters auf YouTube online gestellt und ich habe einfach mal angefangen sie zu schauen. In Folge 6 über den Sympathikus geht es um die Prostata und dass bei eine Vergrößerung der Prostata ein zu hoher Testosteronspiegel ursächlich ist. Um den runter zu schrauben verschreibt man dann ein Medikament namens Finasterid, welches eine Strukturähnlichkeit mit Testosteron hat und statt des Testosterons dann das Enzym 5-Alpha-Reduktase belegt, so dass Testosteron nicht weiter  zu Dihydrotestosteron umgewandelt werden kann und dann die Prostata anschwellen lässt.

Dihydrotestosteron ist aber auch verantwortlich für das Ausfallen von Kopfhaaren bei Männern, sprich der männlichen Glatzenbildung, weshalb man das selbe Medikament in geringerer Dosis hingegen auch bei Glatzenbildung verschreibt. (In Prod. Dr. Mangs Video ca. ab Min. 20)

Das Zeug hat natürlich Nebenwirkungen. Vor allem Erektionsstörungen und Depressionen, also jeglicher Spaß im Leben weg und das einzige was einem dann wahrscheinlich noch bleibt ist Lusfallen-Essen!!!;-)

Aber Spaß beiseite...Ich habe gestern zufällig auch ein Video zum Thema Fett gedreht und warum es ungesund ist.



Als Hauptargument der Fettbefürworter wird immer wieder genannt, dass Fett bzw. Cholesterin wichtig ist für die Steoidhormonsynthese (und den Zellmembranaufbau). Die Geschlechtshormoen Testosteron und Östrogen sind Steroidhomone, daher haben Menschen die viel Fett essen auch häufig eine höhere Produktion an Geschlechtshormonen. Geschlechtshormone werden darüber hinaus auch immer wieder mit der Karzinogenese in Verbindung gebracht, also der Krebsentstehung.

Nun ist Testosteron aber auch verantwortlich für Haarausfall!!! - Der Grund, warum mir persönlich das so völlig ab gegangen ist, ist wahrscheinlich, dass ich persönlich nichts unattraktiver finde als einen Mann mit Glatze. Geht gar nicht! Ich gucke mir immer den Vater eines potentiellen Partners an und ob der noch Haare auf dem Kopf hat, weil das ganze ja auch erblich bedingt ist. Das ist das unattraktivste, was ich an einem Mann finden kann und daher habe ich nie Partner auf die das zutrifft.

Lange Rede kurzer Sinn: Wenn man männlichen Haarausfall ohne die Nebenwirkungen der Erektionsstörung oder Depression behandeln will, kann man auch einfach seinen Fett- und Cholesterinkonsum runter schrauben, dann produziert die Leber weniger Cholesterin woraus dann auch wieder weniger Testorsteron synthetisiert wird. Dann schützt man sich rein zufällig gleichzeitig auch noch vor erektiler Dysfunktion durch Atherosklerose in den Penisarterien und vor einem Herzinfarkt. DAS ist männlich. Wenn MANN Verantwortung für sich und sein Leben übernimmt. Und sexy ist es auch, weil es einer Frau suggeriert, dass er auch für Nachwuchs Verantwortung übernehmen würde. Aber vielleicht finde auch nur ich das sexy, denn es gibt ja durchaus Frauen, die auf kahle Männer stehen...

Und damit ist auch die Frage geklärt, die sich in der Starch Solution Gruppe stellte, also wir über Paleo bröckelt und Felix Olschewskis Seite Urgeschmack sprachen wo jemand die Frage stellte, warum diese LowCarber eigentlich alle kahl seien. Felix selbst hat nicht mehr den Hauch eines Haares auf dem Kopf und ist noch ziemlich jung!

Ja, Pharma könnte vielleicht doch Spaß machen, wenn ich es auf die Reihe kriege mir diese ganzen nervigen Medikamentennamen zu merken...

Menü des Tages am 24. August 2015

Brokkoli und Paprika


Glutenfreie Haferflocken mit Banane, Apfel, Zimt, Traubenkernmehl, Chia, Paranuss, Mohn, Sunwarrior


1 Chocolate Chip Kokos Riegel


Kartoffel-Spinat-Burger mit Salat und Asian Fusion Dressing


15 g Kakaobohne

Kartoffel-Spinat-Burger mit Rest Salaz
1/2 Banane
5 Möhren

Ich glaube ich entwickle gerade einen Hauch von Kakaobohnen-Sucht. Ich mag die ausgesprochen gerne in meinen Haferflocken. Wegen des Crunchs, aber ich glaube auch wegen des Theobromins und des Fetts. Ich habe bei Appetit auf Süß, den ich in den letzten Tagen definitv hatte, weil mich Tortellini im Bioladen getriggert haben, dabei ertappt nach Kakaobohnen gegriffen zu haben. Also, besser ist es schon, wenn man so absolut gar nichts konsumiert, was das Belohnungssystem anwirft....Gott, ich mag gar nicht daran denken, was Medikamente alles für Nebenwirkungen haben können, körperliche und psychische, wenn das Belohnungssystem mit beeinflusst wird. Warum kommt es wohl zu Depressionen bei Gabe von Finasterid! Und bei etlichen anderen Medikamenten auch...Gruselig...

Also, das macht mir alles Angst, daher ist es immer noch und immer wieder am besten vernünftig zu essen. Denn wer nicht zu viel Cholesterin produziert, produziert im Allgemeinen auch nicht zu viel Testosteron, kriegt keine Prostatahyperplasie und braucht kein Finasterid.

Alles Liebe,

Silke

Kommentare:

  1. Liebe Silke,
    Klar hast du Recht damit, dass zuviel Fett nicht gut ist. Bloß ganz so simpel ist es auch wieder nicht. Zum einen werden 80% des Cholesterins im Körper endogen produziert und nur 20% über die Nahrung zugeführt und zum anderen entwickeln z.B. Anorektikerinnen, wenn sie fast garnichts mehr essen (und schon garnichts cholesterin- oder überhaupt fetthaltiges) häufiger eine paradoxe Hypercholesterinämie. Da wird also ganz ohne Fettzufuhr die körpereigene Synthese angeschmissen... aber ich glaube, bisher konnte man das ncht nicht gut pathophysiologisch erklären.... LG!

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  2. Hallo Louisa,

    ja, sag ich doch. Das Cholesterin wird endogen aus dem Acetyl-CoA aus dem Nahrungsfett synthetisiert. Das war mein Punkt. Nahrungscholesterin spielt keine große Rolle, Nahrungsfett aber schon. Und die meisten Menschen mit Atherosklerose und mit einem zu hohen Cholesterinspiegel sind keine Magersüchtigen. Das ist ja auch wohl klar. Um die geht es hier nicht.

    LG Silke

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  3. Nein, natürlich geht es hier nicht um die. Mein Punkt war, wenn das so ist mit der Synthese wie du erklärst (und daran zweifele ich garnicht, hab ich ja in Biochemie auch mal so gelernt und ist der aktuelle Wissensstand), wieso geht es dann auch ohne Fett bzw gibt es da noch etwas, was wir nicht wissen? Sorry dafür, ich finde solches Hinterfragen immer sehr spannend und dachte halt, weil du ja wissenschaftlich interessiert bist, du vielleicht auch...
    Nix für ungut, Louisa

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