Dienstag, 9. Dezember 2014

Kein Brokkoli ist auch keine Lösung



Also, ich find's zum kotzen, dass ich morgens nicht mehr so lange satt bleibe, wie bei der Challenge. Es kann doch wohl nicht sein, dass ich 1,5 Stunden nach der Schüssel Haferflocken mit 600-700 kcal wie Hunger kriege! Aber genau so ist das. In der Challenge habe ich zum Frühstück nur 500 kcal gegessen und blieb bis Mittag satt. Daher habe ich mich entschlossen den morgendlichen Brokkoli wieder einzuführen.

Ich war darüber hinaus den ganzen gestrigen Tag über zuckersensibel, wobei ich nicht weiß ob das ausschließlich mit dem Frühstück zusammen hängt oder auch damit, dass ich mich am Tag vorher mit Ananaskuchen getriggert habe. Ich habe nicht nur nach Schokolade gegriffen, als Dessert nach dem Mittagessen. Ich konnte auch der Bioladen-Bäckerei nicht widerstehen. Dinkel-Apfel-Taler habe ich genascht, bei dem mich die Butter, die drin war, anekelte – das hätte ich niemals gedacht, dass Butter mich anekeln könnte! - aber es ist genau das selbe wie bei allen Fetten seit ich fettarm esse. Ich finde sie ekelig. Ich hatte mal eine sehr, sehr dünne Schauspielerfreundin, die mir beim gemeinsamen Essengehen erzählte wie ekelig sie das viele Fett auf ihrem Essen fand. Ich konnte das damals nicht verstehen, weil ich der Auffassung war, dass Fett das Essen gerade lecker macht. So kann sich der Körper verändern.

Ich konnte mein Naschen natürlich trotzdem nicht einstellen, trotz Ekel, weil mich der Zucker angesprochen hat und so war ich angeekelt und hab trotzdem gegessen. Manchmal wünschte ich, ich wäre Orthoretiker!!! Ich hab dann zumindest soweit die Kurve gekriegt, dass ich die Sorte Kuchen gewechselt habe und statt des butterigen Dinkel-Talers bin ich zu Dinkel-Schoko-Brownie gewechselt, der nicht so vor Butter strotze.

Ich werde also mal schauen wie ich anderes reagiere, wenn ich morgens als erstes Gemüse frühstücke. Das war irgendwie seltsam zu beobachten, denn dieses morgendliche nicht satt werden wurde nach der Challenge von Tag zu Tag schlimmer. Ich erinnere mich, als die Challenge anfing, wurde es von Tag zu Tag besser!

Und a propos Challenge: Mich erreichten E-Mails von Leuten, die von sich aus meine Challenge mitgemacht hatten und völlig begeistert waren, weil sie Wunder bei ihnen bewirkt hat. Erstmals seit Ewigkeiten war es wieder gelungen Gewicht zu verlieren. Andere Leser erzählten mir, dass sie das alles zwar ganz toll und faszinierend fänden, aber jetzt in der Vorweihnachtszeit sei es absolut unmöglich sich um gesunde Ernährung, Diät oder ähnliches zu kümmern, das müsse dann doch auf Januar verschoben werden.

Und da dachte ich so bei mir: „Wieso nicht die Challenge im Januar nochmal durchziehen und dann zusammen mit allen die Lust darauf haben diese Erfahrung mal 21 Tage lang zu teilen und dabei gleichzeitig die Weihnachtspfunde zu verlieren, sich von Weihnachtsschoko entwöhnen und die Erfahrung zu machen, wie man sich so ohne Lebensmittelmissbrauch und Zuckersensibilität fühlt?“ Ich habe auf die schnelle eine Facebookgruppe gegründet Ultimate Weight Loss und Entwöhnungs-Challenge, für alle die Lust haben mit mir gemeinsam an dieser Janauarchallege teil zu nehmen. Da kann man sich miteinander unterhalten, sich gegenseitig Tips geben und natürlich auch mit mir kommunizieren. Start ist natürlich der 1. Januar, wobei der erste Januar hier eher dazu da ist die die Weihnachtssüßigkeiten der Kinder sowie alles Ungesunde, was man noch im Haus hat aus der Küche verbannen. AJ sagt: „If it's in your house it's in your mouth“ Dabei braucht man Mann und Kindern ihr Essen nicht wegzunehmen, aber sie sollen es in der Garage oder im Keller lagern. Etc. Und natürlich muss man bereits an Silverster Gemüse für das Frühstück am 2. Januar besorgt habe. Jeder der sich nebenbei das Rauchen abgewöhnen will ist ebenso willkommen!

Wer also mitmachen will, kann sich in der Gruppe anmelden. Wer kein Facebook nutzt, kann natürlich auch einfach hier mitlesen und für sich alleine daran arbeiten.

Menü des Tages am 8. Dezember 2014

Haferflocken mit Banane, Reismilch, Kakaonibs, Zimt, Chia, Hanfsamen, Sunwarrior Vanille, Lucuma


2 Tee

1 Banane
375 g Brokkoli mit Rauchsalz und Pfeffer


1 Kaki

Gemüsepfanne aus allem was noch im Kühlschrank war


2 Bananen
3 Rippen Ombar Acai-Blueberry

2 Bananen
1 Kaki
1/3 Dinkel-Apfel-Taler

375 g Brokkoli mit Salz


1 Dinkel-Schoko-Brownie

Morgen und übermorgen bin ich nicht für euch da, da ich morgen früh zu Dreharbeiten muss und Donnerstag Frühschicht im Bioladen habe. Und dann schauen wir mal, ob sich mein Appetit mit Brokkoli zum Frühstück ein wenig stabilisiert hat. Gott, das waren tolle Tage, als ich satt war und keinen Appetit hatte...;-)

Ach, ich weiß gar nicht, ob ich das jemals erzählt habe: Ich hab ne Neigung Appetit auf was Süßes mit Durst zu verwechseln. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass in der Natur alles was süß ist auch sehr wasserhaltig ist (Obst) oder was sonst der Hintergrund sein könnte, aber innerhalb der Challenge, immer wenn ich Lust auf Schokolade bekam, hatte ich eigentlich Durst. Trinken hat jedenfalls gegen diesen Süßhunger geholfen. - Jetzt fällt mir ein, dass ich auch gestern an der Backtheke nicht getrunken habe. Im Affekt ist es manchmal schwer sich zu fragen, was wirklich in einem los ist...

Alles Liebe,

Silke

Kommentare:

  1. Hallo Silke,

    hast du diesen "Frühstückseffekt" auch, wenn du Frischkornbrei oder ganze gekochte Haferkörner isst? Haferflocken sind ja schon ein wenig mehr "processed" und gehen so schneller ins Blut? Wäre spannend zu wissen, ob es da einen Unterschied gibt! :)

    GlG Anna

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  2. Hallo Anna,

    ganz Haferkörner habe ich noch nie gefrühstückt. Die müsste man ggf. kochen. Bei Frischkornbrei ist es genau so zumal der noch feiner vermahlen ist als Haferlocken. Der geht noch schneller ins Blut.

    LG Silke

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  3. Hmm - okay.

    Ich wollte noch sagen, dass ich gerade das Buch von Dr. Jacob lese. Falls du es noch nicht hast, es ist echt empfehlenswert!! Er schreibt im Prinzip all das,w as du auch schreibst und hat dazu 1400 Studien im Anhang! o_O Es ist total medizinisch und ich verstehe nur die Hälfte, aber ich denke, dieses Buch sollte DAS Standardwerk für Medizinstudenten werden!!!

    LG Anna

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  4. Ich hab bei mir immer das Gefühl, das sich so etwas anzugewöhnen (also wie mit dem brokkoli) immer viel länger dauert als wieder in alte Muster zu verfallen. Vielleicht nusst du einfach nur etwas Geduld haben.

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