Freitag, 5. Dezember 2014

Haben Veganer weniger Stressgefühle als Omnivore?


Ich hab mich gestern völlig anderes gefühlt als an dem Tag nachdem ich mit meinem Vater Wein getrunken habe. Wahrscheinlich einerseits weil in Glühwein nicht mehr allzuviel Alkohol drin ist, womögich aber auch, weil Entwöhnung stattgefunden hat. Ich hab gestern zum Frühstück ein Rezept aus Gabel statt Skalpell gemacht und fand es viel zu süß. Die Hälfte der Datteln hätte ausgereicht.

Aber ich hab auch einen kapitalen Fehler begangen: Ich hatte Spätschicht im Bioladen und mir wurde spontan gesagt, ich solle die Bäckerei machen und nicht die Kasse. Ich hatte es dann versäumt mir Obst an die Backtheke zu legen, für den Fall, dass ich Lust auf irgendein Gebäck bekomme und so kam es, dass ich ca. ¼ Schokokuchen gegessen habe. Das ist vom Nährwert und von seinem Schaden jetzt halb so wild, da sind vielleicht 6 g Fett drin. Aber wenn ich das heute und morgen im Bioladen auch wieder machen würde, käme ich vielleicht in gefährliches Fahrwasser und in eine Gewohnheit. Und es mag auch die Frage aufkommen, ob ich weniger Lust auf den Kuchen gehabt hätte, hätte ich am Vortag keinen Glühwein getrunken. Ich hab mir also ein paar Tage Abstinenz von Glühwein und Schokolade geschworen...

Etwas Seltsames ist dann noch passiert: Ich war heilfroh, dass der Brokkoli morgens wegfiel (obwohl es sich komisch anfühlte keinen zu machen - Macht der Gewohnheit), aber ohne den Brokkoli ging mein Bluzucker dann scheinbar doch sehr schnell rauf und auch wieder runter, dass ich 2,5 Stunden nach dem Frühstück wieder Hunger bekam – faszinierenderweise auf Brokkoli!

Gut war, dass ich auch den Schokokuchen nicht aus Stress sondern aus Lust gegessen habe. Das war auch schon mal anders an der Backtheke. Und zu Stress fällt mir ein, dass das PCRM eine Veröffentlichung gemacht hat über eine Studie, die belegt, dass Veganer weniger Stress und Aufregung leiden als Omnivore. Hier wurde aber nicht das Cortisollevel gemessen, was, wenn es ansteigt, den Serotoninspiegel in der Keller zieht und damit Lust auf Süßkram und Depressionen macht, sondern man forschte an der Omega-3-Aufnahme und hatte die Vermutung, dass Veganer aufgrund niedriger Omega-3-Aufnahme, weil sie keinen Fisch essen, weniger ausgeglichen in ihrer emotionalen Verfassung seien. Es stellte sich dann aber das Gegenteil heraus. Veganer nahmen nicht nur mehr Omega-3 zu sich sondern hatten auch zufriedenstellendere Ergebniss auf der Depression Anxiety Stress Scale die zur Messung der emotionalen Verfassung zurate gezogen wurde.

Heißt jetzt quasi im Umkehrschluss: Wer vegan lebt, empfindet weniger Stress, hat auch weniger Cortisolausschüttung, daher höheres Serotonin und damit weniger Zuckersensibilität und Depressionen, oder?:-)

Menü des Tages am 4. Dezember

6 Uhr: Winterliches warmes Dinkel-Frühstück


Ingwer-Zitronengras-Tee

8:45 Uhr: ca. 375 g Brokkoli mit Salz und Pfeffer



12:30 Uhr: Kichererbsensalat mit Meeresaroma


1 Banane
Kartoffeln mit Curry-Tomatensauce
Rosenkohl


1 Banane

¼ Schokoblock-Kuchen

17:30 Uhr: 375 g Brokkoli mit Salz
2 Kartoffeln mit Salz
1 Banane

Ich werde in Zukunft nur noch 1 Mal die Woche die Waage bemühen. Das tägliche Wiegen macht sowieso keinen Sinn, anhand der Schwankungen, die wir gesehen haben...

Ich stehe auch heute und morgen wieder im Bioladen, aber wahrscheinlich nicht an der Bäckerei, daher winkt da womöglich keine Verführung.:-) Aber wenn doch, werde ich diesmal wirklich an Obst denken. Das geht nämlich. Es geht bei jeder Lust auf was Süßes Obst zu essen statt Kuchen und ich glaube fast, dass daher meine superreine Haut rührt, vom Obst, Fructose hin oder her. Wobei ich schon glaube, dass Stärke zumindest als Energielieferant geeigneter ist als Fructose, aber es ist und bleibt so: Kein Nahrungsmittel hat nur Vorzüge oder nur Nachteile. Nicht mal Brokkoli. Brokkoli ist zwar in meinen Augen das beste Nahrungsmittel der Welt, aber wer sich ausschließich von Brokkoli ernähren wollen würde, weil er so ein gutes Nahrunsmittel ist, würde zu wenig Kalorien zu sich nehmen...

Alles Liebe,

Silke

1 Kommentar:

  1. Hallo Silke,

    ich finde es interessant, dass du schilderst, dass du ohne den Brokkoli relativ schnell wieder Hunger bekommst. Deswegen werde ich ihn ab morgen auch schon in die erste Mahlzeit des Tages einbauen und so meine Zuckerzufuhr hoffentlich runterfahren.

    Viele Grüße

    AntwortenLöschen