Dienstag, 27. September 2011

Kompensation und Kinder...

Hallo Liebes,

Tag 906: Gestern war komisch. Folgendes Phänomen ereilte mich gegen Mittag.

Einfach, weil ich kaum was im Haus hatte und auch kein Geld da war, habe ich mir Kartoffeln zu Mittag gekocht und sie mit fettarmer Spanischer Mandelsauce und Paranussparmesan garniert. Das war so gegen 12:30 Uhr und um 13:30 Uhr ertappte ich mich dabei, dass ich bereits wieder Hunger hatte. Ich wusste nicht worauf, ich wusste nur, dass es was herzhaftes sein sollte. Also habe ich Rohvolutions-Reste von jungen Kokosnüssen gegessen, nur 28 g mit ca. 10 g Fett und war immer noch nicht satt und wusste immer noch nicht warum ich so Hunger hatte. Dann habe ich mich entschieden eine Packung Brokkoli in den Wok zu geben, mit Knoblauch, Salz und Pfeffer zu würzen und dann war ich satt. Für Stunden.

Da war es wieder. Diese komische Phänomen, dass man am besten von Eiweiß satt wird. Man wird auch von Nüssen satt nur braucht man da weitaus mehr von. Ca. 100 g mit ganz vielen Fettgramm und Kalorien.

Unterdessen hatten auch Facebookfreunde von mir bemängelt, dass es auf der Rohvolution so wenig Salat und so Sachen wie Weizengras gab. Oder überhaupt Säfte. Ich weiß nicht wie oft jemand bei uns am Stand war und gefragt hat, ob man irgendwo Saft kaufen könne.

Das ist auch das, wo ich ambivalente Gefühle habe, vor allem weil auch ich darauf reingefallen bin. Keiner sagt einem, dass man nicht einfach nur den ganzen Tag Booja-Booja Eis essen kann. Und so werden Neulinge quasi an der Nase rum geführt.

Mir fehlte das Chlorophyll in den letzten 3 Tagen, das Eiweiß und auch viele Mineralstoffe wie Kalzium. Der Brokkoli gestern hat alles kompensiert und das, obwohl ich eigentlich vor hatte mittags eher Salat zu essen und abends dann was Gekochtes. Ich glaube ich habe immer noch Defiziten an allem, was in Brokkoli so drin ist. Hirse reizt mich nämlich nicht mehr so. Kartoffeln auch nicht, aber Brokkoli kommt mir immer noch wie ein Wundermittel vor.

Eine genaue Nährstoffbilanz für gestern kann ich leider wieder nicht abliefern, weil ich so ungefähr alles Essbare, was nach der Rohvolution noch übrig war eingepackt habe. Darunter auch die Reste von Gabrieles Apfeltaschenfüllung, die ich vorgestern auch schon gefrühstückt habe. Da weiß ich zwar was drin ist, aber nicht in welchen Mengen. Das ist also außen vor. Und im Gegensatz zu den beiden Rohvolutionstagen, habe ich definitiv alles verzehrt was ich brauche. Was ich auf der Rohvolution nämlich definitiv nicht genug verzehrt habe war Selen, Kalzium, Silizium und Methionin. Womöglich auch noch andere Aminosäuren. Wahrscheinlich sogar. Einfach aus dem Grund, weil man auf der Rohvolution nicht genug Salat zu essen kriegt.

Rohkost-Buch

Gestern Abend habe ich dann einen interessanten Artikel zu lesen bekommen und zwar von Frederic Patenaude. Frederic hat vor einigen Monaten geheiratet und jetzt fragen ihn seine Leser dauernd, wie er seine Kinder ernähren würde. Gestern hat er mit einem Artikel darauf Antwort gegeben, der betitelt ist mit: „Why I wouldn’t feed a pure raw vegan diet to my children

Er erklärt darin hauptsächlich, dass Rohkost oft zu wenig Kalorien für Kinder enthält, die sehr aktiv sind und schnell wachsen, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, da ja süßes Obst echt viele Kalorien enthält. Obst enthält dafür wiederum sehr wenig Eiweiß, häufig sogar weniger als Muttermilch. Muttermilch enthalte hingegen ca. 50% Fett, weshalb Kinder mehr Fett brauchen als Erwachsene und auch besser verstoffwechseln können. Je kleiner sie sind desto besser. Aber ab einem Alter von ca. 2 Jahren, wird das Enzym Laktase in weit weniger großen Mengen produziert, weshalb Michzucker dann nicht mehr so gut verstoffwechselt werden kann. Aber Kinder, auch Rohkostkinder, essen dann ja bereits auch was anderes.

Frederic erzählt, dass viele der Rohkostkinder, die er beobachtet habe, unterernährt gewesen seien und auch zu klein für ihr Alter. Wenngleich sich das später gegeben habe und sie eine normale Größe erreicht habe. Ob das jetzt am Silizium liegt oder nicht, wage ich nicht zu beurteilen.

Desweiteren gibt es keine Kultur die über Jahre hinweg roh-vegan oder auch nur vegan gelebt hat. Es gibt aber durchaus Kulturen, die über Generationen hinweg vegetarisch waren, was man als Beweis nehmen könne, dass das über Jahre hinweg durchaus funktioniere.

Er schlägt vor Kindern schon einen Großteil Rohkost zu geben, diese aber mit gekochtem Gemüse, gekochtem glutenfreien Getreide und gekochten Hülsenfrüchten zu ergänzen. Und mit B12 zu supplementieren.

Ich hatte woanderes gelesen, dass er auch Eier essen soll, aber vielleicht ist er davon abgekommen, man ändert seine Ernährung ja auch immer mal wieder.

Was gab’s zu essen?:

8 g Paranüsse
4 Grüntee
Chia-Bananenmilch mit Zimt
2 Birnen
14 g Probiotische dunkle Schokolade (Werbegeschenk auf der Rohvolution)

11:15 Uhr: Apfeltschenfüllung aus Äpfeln, Mandeln Zimt, Vanille und Zitrone

12:30 Uhr: Kartoffeln mit fettarmer spanischer Mandelsauce und Paranussparmesan
28 g Kokosfleisch

14:30 Uhr: 750 g Brokkoli, gekocht mit Knoblauch, Salz und Pfeffer
8 eingeweichte Datteln

19 Uhr: Salat mit Sesamdressing














Linseneintopf mit rohen Möhren
3 TL Agavendicksaft
1 Banane

Das beste fettarme Dressing was ich bisher gefunden habe, ist das was ich von Ani Phyo abgewandelt habe. Die Grundlage sind 2 EL gemahlene Nüsse oder Samen, mit 1 EL Agavendicksaft und 1 EL Nama Shoyu. Es ist süß, es ist salzig, es ist fettig. Genau wie Dressing sein muss und es enthält gesunde und vollwertige Fette. Ich finde es momentan super!

Und dann schickte mir gestern Abend der gute Dirk Riske ein Foto, dass er von mir auf der Rohvolution gemacht hatte. Er hat ne tolle Kamera und ein tolles Auge und offensichtlich auch ne Menge Talent. Wenn ich mal wieder Schauspielerfotos brauche, weiß ich an wen ich mich wende;-):


Alles Liebe,

Silke
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