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Donnerstag, 13. Oktober 2011

Die richtigen Gründe Rohkost zu essen...

Hallo Liebes,

Tag 922: Frederic Patenaude hat nach der Veröffentlichung seiner "7 schlechtesten Gründe Rohkost zu essen" eine Todesdrohung bekommen. Ich hatte Glück. Weil ich eine Frau bin, wurde ich nur „Schnuggi“ genannt. Wenn ein Mann keine guten Argumente hat, macht er es sich gerne leicht seine Unsicherheit zu verdrängen, indem er die Frau einfach denunziert. Das kennen wir. Frederic bekam aber nicht nur eine Todesdrohung, sondern wurde überrannt von Rohkostanhängern, die auf ihren „Jihad“ wie er es nannte, vor gar nichts halt machten.

Frederic ist aber ein kluger Mann und schreibt in seiner aktuellen Veröffentlichung, dass es leicht ist unfundierte Meinungen zu erkennen, denn ihre Vertreter teilen sich sehr aggressiv mit. Dem kann ich zu 100% zustimmen, denn Aggression findet sich auch in vielen Kommentaren, die ich so bekomme. Jemand der sich sicher ist und seinen Standpunkt belegen kann, wird nicht beleidigend. Das macht nur jemand der unsicher ist.

Jedenfalls, wie versprochen, gibt es heute eine Liste für die richtigen, wissenschaftlich belegten Gründe Rohkost zu essen. In der Einleitung schreibt Frederic, dass es wichtig ist diese Gründe zu kennen, denn wenn man sie nicht kennt, kann man mit den Experten nicht auf Augenhöhe diskutieren. Damit meine ich, dass man z.B. in so einer Diskussion besser das Argument mit den sekundären Pflanzenstoffen verwenden soll, als dass, das wir so essen sollen wie Affen in der Wildnis und dass das unsere natürliche Lebensweise ist. Während man gleichzeitig Rohkostschokolade, Smoothies oder eingeflogene Tropenfrüchte verzehrt. Frederic schreibt, dass genau diese falsche Argumentation die Ursache ist, warum Rohkost nicht ernst genommen wird und dem stimme ich zu. Ich stimme ihm auch zu in der Aussage, das er für sich erkannt hat, dass es unnötig ist 100% roh zu leben. Persönlich würde ich noch hinzu fügen, dass es sogar zu Mängeln führen kann, aber Frederic schreibt auch, dass 100% Rohkost funktionieren kann, wenn man es richtig macht und sehr, sehr gut auf sich aufpasst.

Kommen wir also zu den richtigen, wissenschaftlich bewiesenen, von der Schulmedizin anerkannten Gründen Rohkost zu essen:

Grund 1 – Nährstoffdichte:

Obst und Gemüse sind die Nahrungsmittel mit der größten Nährstoffdichte und viele davon sollten besser roh als gekocht gegessen werden, da beim erhitzen einige Nährstoffe verloren gehen können. Er verwendet ein anschauliches Beispiel: 500 Kalorien an Reis enthalten weniger Nährstoffe als 500 Kalorien Grünkohl oder 500 Kalorien Apfel. Auf eine Kalorie kommen also mehr Nährstoffe, was bedeutet man kann bei gleicher Kalorienmenge mehr Nährstoffe zu sich nehmen und die Menge an Nährstoffen ist ein Faktor der Sättigung im Körper signalisiert. Eine Ausnahme gäbe es dabei: Grüne Blätter. Von Grünen Blättern kann man gekocht mehr essen als in roher Form, was sie dadurch Dichter an Nährstoffen macht. In meinem Fall ist das der Brokkoli.

Grund 2 – Kaloriendichte:

Rohkost, oder besser Obst und Gemüse hat eine geringer Kaloriendichte als viele gekochte Nahrungsmittel, aber auch manche rohe. 500 g Grünzeug haben 100 Kalorien. Ein EL Öl hat 120 Kalorien daher ist die Kaloriendichte bei Grünzeug geringer und man wird schneller satt, weil auch das Volumen ein Sättigungsfaktor ist. Frederic hat da eine nette Tabelle eingefügt, die ich hier wiedergeben möchte:
Food Caloric Density Per Pound

Fresh raw or cooked veggies                                                        100
Fresh raw fruit                                                                               250-300
Cooked Starchy Vegetables, Intact Whole Grains                       450-500
Legumes and Beans                                                                      550-600
Meat Products                                                                               900-1000
Dried Fruit                                                                                     1200
Processed grains and Flours (even if made from whole grains) 1200-1500
Cheese                                                                                            1800
Nuts and Seeds                                                                               2800
Cheese                                                                                            1800
Oil                                                                                                   4000

Hier lässt sich sehr gut erkennen welche Nahrungsmittel die geringste Kaloriendichte haben und welche man bevorzugt essen sollte um abzunehmen. Trockenfrüchte und Nüsse, sowie Öle sind weitaus höher angesiedelt als gekochtes Getreide und Hülsenfrüchte, was meines Erachtens der Grund ist, warum es immer noch viele Rohköstler gibt, die mit ihrem Gewicht hadern. Und so erklärt sich auch, warum all diese Ärzte, mit denen ich mich in den letzten Wochen beschäftigt habe, inklusive Cousens, gekochtes, vollwertiges Getreide im Speiseplan empfehlen.

Grund 3 – Der Giftstoffanteil:

Mit Rohkost lässt sich der Anteil an Giftstoffen, die bei einigen Zubereitungsmethoden wie Frittieren und Braten entstehen können (Acrylamid), komplett umgehen. Es scheint aber auch keinerlei Beweise zu geben, dass schonende Zubereitungsformen wie Kochen und Dünsten, irgendwelche Giftstoffe hervorrufen. Darüber hinaus gibt es auch Fälle, in denen das Kochen Giftstoffe in den Pflanzen zerstört, die sie für uns ungenießbar machen würden. Das ist bei Kartoffeln der Fall und auch bei vielen Hülsenfrüchten.

Grund 4 – Man vermeidet alles, was einem sonst so schaden kann:

Hier geht es um jegliche Industrienahrung, all ihre Zusatzstoffe und chemischen Beigaben. Und in meinen Augen gilt das auch für vegane und vegetarische Industrienahrung. Das ist nicht gesund, auch wenn man sich der Nachteile des Fleischkonsums entzieht. Das ist etwas, was ein gesunder Mensch nur selten verzehren sollte und ein kranker gar nicht. Ich gestehe, es gibt Situationen im Leben, die Schwierigkeiten mit sich bringen, aber so lange es nicht überhand nimmt, kann nicht viel passieren. Ich glaube allerdings auch, dass es bei den meisten Leuten überhand nimmt, weil man irgendwie in dem Glauben aufwächst, alles sei gleich gut essbar und vom Werbefernsehen eingelullt wird.

Abgesehen vom ersten Argument spricht wissenschaftlich also nicht unbedingt alles für Rohkost, aber definitiv für pflanzliche Nahrung, die schonend zubereitet wird. Ich persönlich habe immer mehr das Gefühl, dass es bei den positiven Reaktionen, die man an sich feststellt, wenn man auf Rohkost umsteigt, in erster Linie nicht um das geht, was man konsumiert, sondern um das was man weglässt. Industrienahrung.

Frederick schreibt abschließend, dass wenn man sich bei 100% Rohkost wohlfühlt und zufrieden ist, man selbstverständlich dabei bleiben kann. Meiner Erfahrung nach trifft das aber bei den meisten Leuten irgendwann nicht mehr zu. Manchmal nach einigen Monaten, manchmal nach einigen Jahren. Man fängt an irgendwelche Wehwehchen festzustellen, irgendwelche Zipperlein zu haben. Alles nichts gravierendes, aber auch nicht mehr das Optimum, was man mal hatte und da ist es dann wichtig sich auf richtige Wissenschaft zu berufen und nicht auf Dogmen.

Grund 5 – sekundäre Pflanzenstoffe:

Bei sekundären Pflanzenstoffen sind sich Rohkost und Wissenschaft völlig einig. Womöglich sind sie sogar das allerbeste Argument für Rohkost. Es wird vermutet, dass es insgesamt ca. 10000 sekundäre Pflanzenstoffe gibt, wovon erst 100 entdeckt und benannt sind. Alle 100 entdeckten sekundären Pflanzenstoffen wird nachgesagt, dass sie vor Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen schützen. Sekundäre Pflanzenstoffe sind nicht in Fleisch, Weißmehl, Zucker und Milchprodukten. Das ist zwar eigentlich offensichtlich, ich erwähne es hier aber explizit, weil das fast alles ist was Otto Normalverbrauche tagein tagaus isst und das ist vermutlich auch der Grund, warum Otto Normalverbrauche in erster Linie von Krebs und Herzinfarkt hingerafft wird, Bluthochdruck hat und Diabetes. Einige, aber nicht alle sekundären Pflanzenstoffe sind hitzelabil, daher macht es Sinn viel roh zu essen, manchmal sind die Faserstoffe aber auch so hart, dass es sich durchaus auch lohnen kann was zu kochen, wie Süßkartoffeln oder Kürbis um sich die sekundären Pflanzenstoffe zu erschließen, auch wenn man dabei in Kauf nimmt, einige zu zerstören. Und aus all diesen Gründen esse ich nicht nur Rohkost, sondern auch schonend gekochte Sachen, denn all diese Argumente sind einleuchtender als jegliche Affentheorie.

Das kann jeder halten wie er will, aber mich „Schnuggi“ zu nennen, weil einem wissenschaftliche Auswertungen nicht gefallen, ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Im Übrigen beruft sich dann sogar die „Natürlich leben“ immer wieder auf Forschungsergebnisse, wenn sie ihr nützen. So gab es dort folgenden Artikel: „Obst und Gemüse senkt Krebsrisiko! – Das Deutsche Krebsforschungsinstitut in Heidelberg hat festgestellt, je mehr Obst gegessen wird, desto niedriger ist die Krebsrate.“ Ich finde man kann nicht einerseits die Wissenschaft als Argumentationshilfe benutzen, wenn sie bestätigt, dass Obst und Gemüse gut gegen Krebs ist, sie dann aber verteufeln, wenn sie belegen kann, dass der Mensch durchaus an gekochtes Getreide angepasst ist. Man muss keine gekochtes Getreide essen um zu überleben und alle Nährstoffe zu bekommen, aber es ist Blödsinn, dass wir uns im Laufe der Evolution nicht daran angepasst hätten.

Rohkost-Buch


Und eigentlich wollte ich heute nur Rezepte bloggen. So richtig schön oberflächlich und ohne großes Diskussionspotential.;-)

Ich habe Heather Paces Apple Crumble gemacht und ein Olivenbrotrezept aus ispiriert durch  The Art of Raw Living Food: Heal Yourself and the Planet with Eco-delicious Cuisine. Der Apple Crumble war dazu da meine mundgeraubten Äpfel zu verbrauchen, den obwohl sie schon 4 Wochen alt sind, reifen sie nicht entsprechend nach. Beim Aufschneiden habe ich dann auch noch rausgefunden, dass sie irgendwie holzig sind, schwer zu bearbeiten und dabei ziemlich säurehaltig. Ich werde das Rezept zu einem anderen Zeitpunkt nochmal machen, und dann gekaufte Äpfel verwenden. Dieses Mal ist sicherlich nicht räpräsentativ.

Auf das Olivenbrot bin ich gespannt, auch wenn es sicherlich viel zu viel Fett enthält. Ca. 40% Oliven sind in dem Rezept. Ich nehme schwer an, den könnte man auch weglassen. Hier habe ich zum ersten Mal jemals Kamut verwendet, wofür ich extra den Bioladen aufgesucht habe. Kamut hat die Größe von Weizen, ich fand die Keimlinge aber geschmacklich wesentlich aromatischer als Weizen. Ich gestehe aber auch, Weizen war noch nie mein Lieblingsgetreide. Das Rezept geht wie folgt:

Olivenbrot

350 g gekeimten Kamuth
100 g Oliven
1 Knoblauchzehe, gepresst

Alles in der Küchenmaschine zu einem Teig verarbeiten, im Dörrgerät ausstreichen und bei 40 Grad trocknen lassen. Nach 12 Stunden wenden und weiter trocknen bis die Masse durchgetrocknet ist. Falls man ungesaltzene Oliven verwendet, sollte man zur geschmacklichen Abrundung noch ½ TL Salz unterrühren.

Das Ergebnis gibt es heute Nachmittag. Und gestern Nachmittag war ich nach langer, langer Zeit mal wieder mit meinem Joggingfreund Kaffee trinken und habe erstmals nicht vergessen bei Starbucks einen Sojamacchiato zu bestellen, den ich geschmacklich kaum von herkömmlichem unterscheiden konnte. Nur ganz am Schluss kam dieser leichte Sojabeigeschmack. Und an koffeinfrei habe ich auch gedacht!

Leider war mein Joggingfreund so großzügig mir zuerst von seinem Kuchen anzubieten, welchen ich gekostet habe. Ein Käsekuchen, der entsetzlicherweise mal gerade halb so gut schmeckte wie mein Strawberry Cheesecake. Dieser schmeckte irgendwie wie gesüßter Camembert mit Vanillearoma. Sehr fettig auf jeden Fall. Und dann bot er auch noch an sich eine Schokoladentorte zu teilen und die quasi nur aus Schokolade befand oder besser aus Schokolade und Butter und Zucker. Aber Ablehnen, habe ich auch nicht auf die Kette gekriegt!;-)

Es folgte eine kurze Diskussion, dass solche Sachen durchaus gesund sein können, wenn sie glücklich machen (sein Argument), aber natürlich gibt es auch Sachen ohne Kalorien und Fett die glücklich machen können. Nun ja, den Kuchen habe ich nicht bereut – der war absolut köstlich. Aber auf keinen Fall täglich. Ich hab dann abends nur noch Brokkoli und Bananen gegessen. So fettarm wie möglich also…

Was gab’s zu essen?:

8:30 Uhr: Greensmoothie aus Feldsalat, Götterspeise und Banane
1 TL Rawtella
9 g Paranüsse

10:00 Uhr: 150 Quinoa, gekocht mit 2 g Öl, Salz Frühlingszwiebel und geraspelte Möhre
6 Datteln















13 Uhr: Salat aus Quinoa, Kichererbsen, Romana, Paprika, Frühlingszwiebel und Balsamico Vinaigrette


4 Datteln

Sojamacchiato mit jeweils ½ Stück Käse- und Schokokuchen

20 Uhr: 1 Bananen 600 g Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer
2 Bananen

Heute ist der letzte Tag ohne Uni, ab morgen muss ich dann aufpassen, dass ich keine Veranstaltung verpassen. Das Verrückte daran ist, dass wirklich jeder einzelne Tag völlig anders ist und man wirklich immer nachschauen muss. Das bin ich ganz und gar nicht gewöhnt. Auf der Schule war jede Woche um jede Uhrzeit das gleich. Hier wechselt es täglich was es spät macht pauschal irgendwelche Zusagen zu treffen. Ich muss immer in den Kalender schauen.

Und jetzt kommen wir dazu, warum es super war, dass mich mein Ex-Arbeitgeber gefeuert hat. Zum einen hätten die Arbeitszeiten im Kindergartengroßhandel mir völlig einen Strich durch die Rechnung gemacht, zum anderen wäre ich da nicht so flexibel. Bei diesem Job kann ich, wann ich möchte, ein paar Stunden einschieben und muss noch nicht mal zur vollen Stunde kommen. So muss ich nächste Woche bis 15 Uhr in die Uni, kann um 15:15 Uhr anfangen zu arbeiten, um 17:15 Uhr Feierabend machen und dann um 17:30 Uhr wieder in der Uni sein. Super, oder?
Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, wann ich dann am geschicktesten essen soll ;-)

Ach, ich bin so froh, dass ich gefeuert wurde. Und das war bisher bei jeder Kündigung so und wird auch bei der nächsten so sein. Ich merk mir das!:-) 

Alles Liebe,

Silke
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Mittwoch, 12. Oktober 2011

Die 7 schlechtesten Gründe Rohkost zu essen...

Hallo Liebes,

Tag 921: Ha! Ich bin nicht die Älteste! – Ich habe gestern dann doch jemanden kennen gelernt, eine Mutter von 2 Kindern, die ein Jahr älter ist als ich und ebenfalls ihr Abi auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt hat. Zudem eine weitere 30-jährige. Es sind also doch noch ein paar, nur im Gegensatz zu mir, waren die nicht auf der Begrüßung durch die Fachschaft, was ich sehr clever finde. Und nach den ersten zwei Tagen Uni habe ich jetzt erst mal wieder den Rest der Woche frei. Anderes wäre es mir lieber gewesen, aber mein Kurs für Terminologie fängt erst nächste Woche an und geht dafür eine Woche länger. Ob das ein Vorteil oder ein Nachteil ist, weiß ich noch nicht so recht, aber ich vertraue selbstverständlich darauf, dass alles genau so kommt, wie es richtig und am besten ist. Und dass es mir gefallen wird. Also fange ich schon mal an Vokabeln zu lernen und dann schauen wird weiter.

Ich habe gestern einen super interessanten Artikel von Frederic Patenaude entdeckt in welchem er auflistet welche die 7 schlechtesten Gründe sind um Rohkost zu essen. Diese Mühe hat sich, soweit ich weiß auch noch niemand gemacht. Es sind die Gründe, die wissenschaftlich völlig unbewiesen oder sogar auch wiederlegt sind, die Rohkostautoren und Verfechter aber immer wieder anbringen um ihren Standpunkt zu vertreten. Dabei zitiert das eine Buch immer wieder aus einem anderen Buch in welchem es genau so unwissenschaftlich dargelegt ist. Leider ist es aber auch so, dass nicht notwendigerweise, weil jemand etwas zu Papier gebracht hat, es auch die Wahrheit ist. Bei Studien müssen dann immer auch wieder noch die Umstände berücksichtigen, dann die Interpretation, wer sie interpretiert hat und wie er seine Meinung darlegt. Ich habe mir daher angewöhnt erst mal pauschal gar nichts zu glauben, wenn sich dann aber Verfechter unterschiedlichster Theorien in irgendwas einig sind, mir diesen Fakt genauer anzusehen und dann genauer zu betrachten. Und dann natürlich mich umschauen und an mir beobachten, ob es sich auch so zeigt. Und so lange ich nicht weiß, ob sich etwas so zeigt zumindest im Konjunktiv darüber zu berichten!

Also, die 7 schlechtesten Gründe Rohkost zu essen (Frederic hat versprochen seinen nächsten Artikel über die 7 besten Gründe Rohkost zu essen zu schreiben.) Ich gehe hier nur oberflächlich darauf ein. Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich den Artikel selber durchlesen. Ihr werdet es nicht bereuen.:

Grund 1 – Enzyme:

Enzyme in den Pflanzen sind für die Pflanze, ihr Wachstum, ihre Lebenserhaltung zuständig und nicht etwa zur Verdauung durch den Menschen. Der Mensch hat eigene Verdauumngsenzyme, die er selber produziert. Es sei ebenfalls nicht wahr, dass der Mensch einen begrenzten Vorrat an Enzymen habe, wie früher häufig behauptet wurde. Außerdem werden die meisten Enzyme eh durch die Magensäure zerstört.

Grund 2 – Rohkost ist die natürlich Nahrung für unsere Spezies:

Der Vergleich mit dem Schimpansen, dem Affen, der zu 98% unsere DNA teilt. Frederic behauptet, wohl recherchiert, dass obwohl wir dem Schimpansen so ähnlich sind, er einige Verdauungsfähigkeiten hat, über die wir nicht verfügen. Er empfindet häufig bitter als ausgesprochen köstlich und kann Faserstoffe viel besser verdauen und aufspalten als wir Menschen das können. Fakten dazu zitiert Frederic aus dem Buch Catching Fire: How Cooking Made Us Human. Der Autor hat die Nahrung wild lebender Schimpansen an sich selber ausgetestet, was Geruch und Geschmack betrifft, sowie sie auf Substanzen untersucht, die für den Affen ohne Probleme zu verdauen sind, für den Menschen aber teilweise toxisch sind. Ein Rohköstler könnte, so Frederic, gar nicht überleben mit der natürlichen Nahrung der Schimpansen in der Wildnis. Er fügt hinzu, dass Menschen 12 Mal mehr Amylase im Speichel produzieren, das Enzym, was für die Verdauung der Kohlenhydrate zuständig ist, und sagt, das sei eine evolutionäre Anpassung daran, dass wir seit tausenden von Jahren Getreide verzehren, was die Affen eben nicht tun. Amylase würde der Mensch ab einem Alter von 2 Jahren produzieren. Was mir dabei auffällt ist, dass ab einem Alter von 2 Jahren, der Mensch auch aufhört Laktase zu produziere, oder besser, viele Menschen, das Enzym, das zur Verdauung von Milch erforderlich ist.

Grund 3 – Wir haben uns nie an gekochtes Essen angepasst:

Hier bezieht sich Frederic wieder auf das Buch Catching Fire: How Cooking Made Us Human in welchem der Autor die Unterschiede zwischen den Verdauungsorganen von Menschenaffen und Menschen darlegt. Wir haben einen kleineren Mund, weniger muskulöse Lippen, kleiner Zähne und kürzere Eingeweide als Menschenaffen, was dafür sprechen soll, dass wir nicht so gut an so viel Ballaststoffe angepasst sind, wie die Affen, weil wir uns im Laufe der Evolution an gekochte, dichtere Nahrung angepasst haben.

Grund 4 – Wir sind das einzige Tier das kocht:

Frederic argumentiert, dass natürlich kein Tier koche, es aber auch keinen Vitamix benutze und zudem viele andere Dinge nicht nutze: Kleidung, Musik, Bücher. Viele Rohköstler würden zurück wollen zu dem totalen Leben in der Wildnis, aber auf Kultur verzichten?! Tiere in der Wildnis würde zudem selbstverständlich auch krank werden. Durch Parasiten und Viren. In der Natur würde ein solches krankes Tier aber sofort durch Raubtiere gefressen. Oder man sieht es eben nicht, weil es sich, um zu kurieren, zurückgezogen hat. Das Leben in der Wildnis sei zudem kein Spaß für die Tiere, was Rohkostanhänger häufig glauben, es sei hart: Fressen und gefressen werden!

Grund 5 – Alles Gekochte ist giftig:

Hitze ändert manchmal die chemische Struktur der Nahrung. Schlimm scheine dies aber nur zu sein bei fritierten Kohlenhydraten und verbranntem, angekohltem Fleisch. Es gäbe keinen Beweis, dass Gemüse zu dünsten oder Reis zu kochen in irgendeiner Weise Toxine produziere. Wenn dem so wäre würden nicht Krankheiten wie Herzkrankheiten, manchmal Krebs, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und viele andere durch eine fettarme, vollwertige, auf Pflanzen basierende Ernährungsweise zu verbessern oder sogar zu heilen sein

Grund 6 – Kochen zerstört die Lebenskraft der Pflanzen:

„Ja, während der Salatkopf wächst ist er lebendig, aber zum Zeitpunkt der Verdauung ist er unter Garantie schon tot.“ Frederic glaubt nicht, dass nicht auch das Pürieren die Lebenskraft der Pflanzen zerstört.

Grund 7 – Die Bibel:

In Genesis 1:29 wird darauf hingewiesen, dass der Mensch Obst, Gemüse, Samen und grüne Blätter essen soll. Die Bibel ist aber kein Ernährungshandbuch. Dort steht auch „Du sollst nicht töten“, dort steht, dass Jesus Fisch aß und dass Gott Schlachtopfer forderte. Man kann Bibelpassagen aus ihrem Kontext nehmen und sie für die eigenen Zwecke verwenden.

Rohkost-Buch

Als Bettlektüre habe ich mir dann die aktuelle Ausgabe von „Natürlich Leben“ her genommen, weil ich dachte, nach alle dem Medizinstudiem und den ganzen Büchern über Heilung von Krankheiten durch gekochtes Essen, wollte ich mich auch mal wieder fundamentalistische Rohkosttheorie anlesen.

Im Vorwort schreibt der Herausgeber: „Traue keime Doktor, keinem Naturheilkundigen, keinem Professor, keinem Guru, keinem Forscher wenn er über Krankheit oder Gesundheit spricht oder dir darüber Ratschläge geben will. Ich habe im „Riesendicker Wälzer des Herausgebers“ immer wieder bewiesen, wie sie ihre Ergebnisse fälschen, um zu einem Ziel zu gelangen: Persönliche Einkommenssteigerung."

Abgesehen davon, dass ich ja immer davon ausgehe, dass man an anderen Leute immer das auszusetzen hat, was auf einen selber zutrifft, wird die im Vorwort so verteufelte Wissenschaft dann ein paar Seiten weiter benutzt um den eigenen Standpunkt zu vertreten. Dort heißt es: „Erstmals wissenschaftlich nachgewiesen: Schon der Konsum von nur 3 Gläsern süßer Getränke kann zu Diabetes, Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Hirnschlag führen. Auch Diätlimonaden kommen nicht besser weg.“

Stimmt, so weit war ich auch informiert, aber warum lügt die Wissenschaft manchmal und manchmal nicht?

Auch der für das Magazin schreibende Arzt mit den zwei Doktortiteln beruft sich auf Studien und zwar auf eine bei der rausgefunden wurde, dass FDH (Friss die Hälfte) den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern gravierend reduziert. Also auch 600 kcal, so ging die Studie, habe ähnliche Resultate ergeben wie die Studien von Dr. Barnard, nur dass man bei Dr. Barnard so viel essen durfte, wie man wollte, abgesehen davon, dass FDH zu Nährstoffmangel führt. Komisch, dass sich keiner fragt ob die Halbierung an Zucker oder an Fett Ursache war für das Fallen des Blutzuckerspiegels.

Über Vitamin D schreibt der Arzt mit den zwei Doktortiteln auch was: „Seit einigen Jahren empfiehlt ja sogar die Schulmedizin einen ausreichend hohe Vitamin-D-Spiegel zur Krankheitsvorbeugung, allerdings auf einen viel zu niedrigem Niveau.“

Dummerweise erklärt er nicht, wie man seinen Vitamin D Spiegel steigern kann, außer mit Sonne. Es wird nicht erwähnt, dass man in unseren Breiten, auch wieder Studien zufolge, die ich weder gesehen noch selber interpretiert habe, die aber von sehr vielen Seiten Zuspruch erlangen, gar nicht genug Sonne bekommen kann, zumindest nicht in den Wintermonaten. Also, seid und bleibt skeptisch, allem gegenüber auch mir! Ich weiß auch nicht alles und manchmal kann es auch passieren, dass im Schriftbild Dinge anderes verstanden werden als sie gemeint waren. Nichts geht über einen eigenständig denkenden Geist!

Was gab’s zu essen?:

1 Grüntee
Bananen-Mandel-Kokos-Joghurt
3 Paranüsse

11:15 Uhr: Hirse mit Feldsalat, Möhre, gekeimten Erbsen, Frühlingszwiebel und Balsamico Vinaigrette
1 Banane

15:25Uhr: 750 g Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer















18:30 Uhr: Salat aus Quinoa, Frühlingszwiebel, 1 Miniromana, Kichererbsen, Möhre und Balsamico Vinaigrette


Letzter Bissen Strawberry Cheesecake
2 Bananen mit Mandelpüree

Curry Popcorn (Dr. Barnards Rezept mit Salz und Curry bestreut)

Ich habe nichts gemessen, bin mir aber schwer sicher, dass es ein Hauch zu viel Fett war. Ich habe aber auch festgestellt wie großartig ein Salat ist, in welchem Hülsenfrüchte und glutenfreies Getreide drin ist, denn das manch so richtig schön satt. Und es macht ein tolles Aminsäureprofil und man hat auch direkt Rohkost dabei! Ich glaube, das werde ich beibehalten oder eben gekochtes, glutenfreies Getreide und Hülsenfrüchte mitnehmen in die Mensa oder so, bzw. auf Vorrat im Kühlschrank haben.

Ich weiß immer noch nicht so genau, wie sich mein Leben einpendeln wird. Jeder Tag ist irgendwie anders. Nächste Woche habe ich immer erst Nachmittags Uni und die Woche drauf immer um 8 Uhr morgens, was ich ja gar nicht mehr gewohnt bin. Wird sich schon alles finden…

Alles Liebe,

Silke
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Dienstag, 27. September 2011

Kompensation und Kinder...

Hallo Liebes,

Tag 906: Gestern war komisch. Folgendes Phänomen ereilte mich gegen Mittag.

Einfach, weil ich kaum was im Haus hatte und auch kein Geld da war, habe ich mir Kartoffeln zu Mittag gekocht und sie mit fettarmer Spanischer Mandelsauce und Paranussparmesan garniert. Das war so gegen 12:30 Uhr und um 13:30 Uhr ertappte ich mich dabei, dass ich bereits wieder Hunger hatte. Ich wusste nicht worauf, ich wusste nur, dass es was herzhaftes sein sollte. Also habe ich Rohvolutions-Reste von jungen Kokosnüssen gegessen, nur 28 g mit ca. 10 g Fett und war immer noch nicht satt und wusste immer noch nicht warum ich so Hunger hatte. Dann habe ich mich entschieden eine Packung Brokkoli in den Wok zu geben, mit Knoblauch, Salz und Pfeffer zu würzen und dann war ich satt. Für Stunden.

Da war es wieder. Diese komische Phänomen, dass man am besten von Eiweiß satt wird. Man wird auch von Nüssen satt nur braucht man da weitaus mehr von. Ca. 100 g mit ganz vielen Fettgramm und Kalorien.

Unterdessen hatten auch Facebookfreunde von mir bemängelt, dass es auf der Rohvolution so wenig Salat und so Sachen wie Weizengras gab. Oder überhaupt Säfte. Ich weiß nicht wie oft jemand bei uns am Stand war und gefragt hat, ob man irgendwo Saft kaufen könne.

Das ist auch das, wo ich ambivalente Gefühle habe, vor allem weil auch ich darauf reingefallen bin. Keiner sagt einem, dass man nicht einfach nur den ganzen Tag Booja-Booja Eis essen kann. Und so werden Neulinge quasi an der Nase rum geführt.

Mir fehlte das Chlorophyll in den letzten 3 Tagen, das Eiweiß und auch viele Mineralstoffe wie Kalzium. Der Brokkoli gestern hat alles kompensiert und das, obwohl ich eigentlich vor hatte mittags eher Salat zu essen und abends dann was Gekochtes. Ich glaube ich habe immer noch Defiziten an allem, was in Brokkoli so drin ist. Hirse reizt mich nämlich nicht mehr so. Kartoffeln auch nicht, aber Brokkoli kommt mir immer noch wie ein Wundermittel vor.

Eine genaue Nährstoffbilanz für gestern kann ich leider wieder nicht abliefern, weil ich so ungefähr alles Essbare, was nach der Rohvolution noch übrig war eingepackt habe. Darunter auch die Reste von Gabrieles Apfeltaschenfüllung, die ich vorgestern auch schon gefrühstückt habe. Da weiß ich zwar was drin ist, aber nicht in welchen Mengen. Das ist also außen vor. Und im Gegensatz zu den beiden Rohvolutionstagen, habe ich definitiv alles verzehrt was ich brauche. Was ich auf der Rohvolution nämlich definitiv nicht genug verzehrt habe war Selen, Kalzium, Silizium und Methionin. Womöglich auch noch andere Aminosäuren. Wahrscheinlich sogar. Einfach aus dem Grund, weil man auf der Rohvolution nicht genug Salat zu essen kriegt.

Rohkost-Buch

Gestern Abend habe ich dann einen interessanten Artikel zu lesen bekommen und zwar von Frederic Patenaude. Frederic hat vor einigen Monaten geheiratet und jetzt fragen ihn seine Leser dauernd, wie er seine Kinder ernähren würde. Gestern hat er mit einem Artikel darauf Antwort gegeben, der betitelt ist mit: „Why I wouldn’t feed a pure raw vegan diet to my children

Er erklärt darin hauptsächlich, dass Rohkost oft zu wenig Kalorien für Kinder enthält, die sehr aktiv sind und schnell wachsen, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, da ja süßes Obst echt viele Kalorien enthält. Obst enthält dafür wiederum sehr wenig Eiweiß, häufig sogar weniger als Muttermilch. Muttermilch enthalte hingegen ca. 50% Fett, weshalb Kinder mehr Fett brauchen als Erwachsene und auch besser verstoffwechseln können. Je kleiner sie sind desto besser. Aber ab einem Alter von ca. 2 Jahren, wird das Enzym Laktase in weit weniger großen Mengen produziert, weshalb Michzucker dann nicht mehr so gut verstoffwechselt werden kann. Aber Kinder, auch Rohkostkinder, essen dann ja bereits auch was anderes.

Frederic erzählt, dass viele der Rohkostkinder, die er beobachtet habe, unterernährt gewesen seien und auch zu klein für ihr Alter. Wenngleich sich das später gegeben habe und sie eine normale Größe erreicht habe. Ob das jetzt am Silizium liegt oder nicht, wage ich nicht zu beurteilen.

Desweiteren gibt es keine Kultur die über Jahre hinweg roh-vegan oder auch nur vegan gelebt hat. Es gibt aber durchaus Kulturen, die über Generationen hinweg vegetarisch waren, was man als Beweis nehmen könne, dass das über Jahre hinweg durchaus funktioniere.

Er schlägt vor Kindern schon einen Großteil Rohkost zu geben, diese aber mit gekochtem Gemüse, gekochtem glutenfreien Getreide und gekochten Hülsenfrüchten zu ergänzen. Und mit B12 zu supplementieren.

Ich hatte woanderes gelesen, dass er auch Eier essen soll, aber vielleicht ist er davon abgekommen, man ändert seine Ernährung ja auch immer mal wieder.

Was gab’s zu essen?:

8 g Paranüsse
4 Grüntee
Chia-Bananenmilch mit Zimt
2 Birnen
14 g Probiotische dunkle Schokolade (Werbegeschenk auf der Rohvolution)

11:15 Uhr: Apfeltschenfüllung aus Äpfeln, Mandeln Zimt, Vanille und Zitrone

12:30 Uhr: Kartoffeln mit fettarmer spanischer Mandelsauce und Paranussparmesan
28 g Kokosfleisch

14:30 Uhr: 750 g Brokkoli, gekocht mit Knoblauch, Salz und Pfeffer
8 eingeweichte Datteln

19 Uhr: Salat mit Sesamdressing














Linseneintopf mit rohen Möhren
3 TL Agavendicksaft
1 Banane

Das beste fettarme Dressing was ich bisher gefunden habe, ist das was ich von Ani Phyo abgewandelt habe. Die Grundlage sind 2 EL gemahlene Nüsse oder Samen, mit 1 EL Agavendicksaft und 1 EL Nama Shoyu. Es ist süß, es ist salzig, es ist fettig. Genau wie Dressing sein muss und es enthält gesunde und vollwertige Fette. Ich finde es momentan super!

Und dann schickte mir gestern Abend der gute Dirk Riske ein Foto, dass er von mir auf der Rohvolution gemacht hatte. Er hat ne tolle Kamera und ein tolles Auge und offensichtlich auch ne Menge Talent. Wenn ich mal wieder Schauspielerfotos brauche, weiß ich an wen ich mich wende;-):


Alles Liebe,

Silke
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Montag, 17. Mai 2010

Frei von Regelbeschwerden :-))))



Hallo Liebes,

Tag 421: Während ich mich wieder total toll fühle und alles in Butter ist, ich nicht mit mir hadere und meine Haut wieder immer toller wird, besonders durch die Creme von Alverde, hat mein Joggingfreund wirklich Probleme damit raus gefunden zu haben, dass ich tatsächlich ausschließlich rohes Obst und Gemüse esse. Jeder Kommentar bei Facebook ist in irgendeiner Weise ein negativer Rohkostverweis. Das nervt mich, tut mir weh und ich verstehe es nicht. Ich begreife es einfach nicht. Alle anderen lassen mich doch auch in Ruhe. Liegt es daran, dass es so viel zu probieren bekommen hat und es ihm geschmeckt hat? Liegt es daran, dass er spürt, dass es auch ihm nutzen würde, sich aber weigert, weil er es sich nicht vorstellen kann?

Ich hab ihn für’s erste ausgeblendet, so lange ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll.;-(

Dabei weiß ich auch seit gestern wieder warum Rohkost das einzig Wahre für mich ist. Ich habe meine Tage bekommen und so gut wie gar keine Problem ;-) Das reicht als Argument warum man Rohkost macht schon aus. Ich habe keine entsetzlichen Regelbeschwerden mehr, die mich 2 Tage ans Bett fesseln und ich habe eine viel bessere Haut als jemals in meinem Leben. Außerdem bin ich nicht mehr deprimiert. Das sind so die gravierendsten Veränderungen, die sich bei mir im Verlauf der letzten Jahre eingestellt haben. Und man lernt ja auch nie aus.

Heute früh bekam ich eine E-Mail von Frederic Patenaude, der mit seine frisch Angetrauten vor hat eine Weltreise zu machen und auf dem gesamte Globus Rohkostvorträge zu halten. Er schreibt hier, dass es recht schwer sein sich auf Reisen von genug Obstrohkost zu ernähren, da er seinen Mixer nicht wird mitnehmen können, und so hat er sich dazu entschlossen nicht 100% roh zu sein, sondern gekochte Kohlenhydrate in seine Ernährung zu integrieren so lange er unterwegs ist. Noch einer der das Dogma fallen lässt. Dazu muss ich sagen, dass Frederic auch schon seit 13 Jahren mit Rohkost hin und her hadert. Er hat mit David Wolfe und Co. angefangen, hatte dann irgendwann gesundheitliche Probleme bekommen, woraufhin er wieder mehr Gekochtes gegessen hat und stieß dann irgendwann auf Dr. Graham und 80/10/10 womit es ihm fantastisch gehe und was er auch verbreitet. Er hält fettreiche Rohkost aber wiederum für weniger gesund als gekochte Kohlenhydrate.

Ich hab einfach keine Lust zu kochen. Im Restaurant wäre das wohlmöglich was anderes. Da gibt’s ja auch überall gekochte Kohlenhydrate. Es ist ja doch sehr interessant, wie sich das alles entwickelt und es ist auch schön zu sehen, dass niemand mehr den anderen für seine Essenentscheidung verurteilt.




Weil meine Regel los ging, hatte ich sehr großen Durst gestern und kam zum ersten mal seit Tagen, mal wieder richtig in Kontakt mit meinem Durstgefühl. Ich habe ja schon mal geschrieben, dass ich beim Kaugummi kauen keine richtiges Gespür für das Aufkommen von Durst habe. Momentan sind mir Kaugummis aber immer noch weitaus lieber als Zigaretten. Normale Kaugummis wohlgemerkt.

Ich muss aber auch zu Plasmaspende und habe ein wenig Sorgen ums Hämoglobin, weil ich ja Blut verliere. Ich habe aber genügend Grünzeug gegessen, dass ist schon mal gut. Dass mein Wert letztes Mal so schlecht war kann aber auch einfach damit zu tun gehabt haben, dass meine Tage im Anmarsch waren. Das ist mir auch schon mal passiert.

Ich versuche heute mal wirklich reichlich zu trinken, über den Durst hinaus und hoffe darauf, dass auch der Blutdruck dann mitspielt.

Fühlen tue ich mich aber wieder hervorragend, die Blähungen vom Partyessen sind vorbei und ich habe momentan, durch diese Erfahrung so was von gar keinen Lust auf gekochtes Essen. Ich habe aber auch nicht mehr auf Fett geachtet. Keine Ahnung wieso. Irgendwie ist es mir egal. Das Grünzeug ist eklatant wichtig, das fällt mir auch körperlich auf. Das mit dem Fett aber nicht. Ich nehme auch nicht zu. Ich habe letztes Jahr von Fett immer zu genommen, was aber, denke ich, damit zusammen hing, dass ich 3 Mal gefastet habe und damit meinen Stoffwechsel runter geschraubt habe. Was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem gern ein paar kg verlieren würde.

Was gab’s zu essen?:

Ruccola-Greensmoothie
250 g Trauben
 Bananensmoothie
1,5 handvoll Mandeln
Mähren mit Spanischer Mandelsauce
2 Rohkostpralinen
Salat aus 2 Miniromana, 1 Frühlingszwiebel, 1 Möhre, Sonnenblumenkeime und Ceasar-Dressing
Bananeneis mit Schokosauce


Ich dachte ich hätte recht viel gegessen, aber das stimmte wohl nicht. Das ich am Nachmittag nach den Mandeln gegriffen habe kam mir seltsam vor, weil ich nicht richtig Hunger hatte und nicht richtig Appetit. Immer wenn mir so was passiert, denke ich direkt: Essstörung! Und kurz danach stellt sich meistens raus, dass es mit den Tagen zusammen hängt. Früher war das bei mir aber eher Schokolade. Das war das erste Mal, dass ich so was im Zusammenhang mit Nüssen bemerke. Und weil ich die restlichen Mandeln pur gegessen habe hatte ich dann keine mehr für die Spanische Mandelsauce. Ich hab statt dessen Kürbiskerne und Cashews genommen und es schmeckte genauso. Rohkost ist manchmal ein Wunder ;-)))

Alles Liebe,

Silke


Samstag, 20. März 2010

Erdbeersalat...

LCD TV-Gewinnspiel

Hallo Liebes,

Tag 364: Gestern war wieder 100% roh. Geht ganz leicht, wenn ich keine Menschen treffe, hauptsächlich, weil ich schon lange gar kein anderes Essen mehr kenne. Ich habe keine Gelüste auf anderes Essen und es wäre mir auch zu anstrengend zuzubereiten. Auch jetzt wieder, wenn ich meine Mitbewohnerin betrachte, wären sie sich was zu essen macht, denke ich, dass ich niemals die Geduld hätte ne halbe Stunde darauf zu warten bis etwas fertig ist. Ist schon komisch.

Ich habe wieder mehr darauf geachtet, dass ich genug Grünzeug zu mir nehme und hatte keine schwerwiegenden Entgiftungserscheinungen. Das Nase putzen nur. Meine Nikotinkaugummis gehen zu Ende, das heißt, sie werden heute abgesetzt. Gestern früh kam der Installateur um unser Badezimmer auf zu reißen, da es aus unserer Wand leckt, wenn die Waschmaschine abpumpt. Komisch, dass Handwerker in der Lage sind bereits um 8 Uhr Morgens auf der Matte zu stehen. Ich kann zwar dann wach sein, aber ich bin eigentlich noch nicht so weit unter Menschen gehen zu können. Jedenfalls musste ich aufgrund dessen früh aufstehen und den Handwerker in Empfang nehmen. Er hat es auch in einem halben Tag geschafft das Leck zu reparieren, aber wir haben jetzt immer noch das Loch in der Wand, bis der Fliesenleger kommt. Und dann kommt der Installateur noch mal und repariert all unsere Wasserhähne die entweder undicht sind oder nicht richtig schließen, somit hat dann auch alles wieder sein Gutes. Seit vorgestern haben wir hier einen W-Lan Router und ich bin nicht mehr auf meinen heißgeliebten aber doch langsamen UMTS-Stick angewiesen.

Dadurch, dass der Installateur da war, hatte ich jedenfalls nicht die entsprechende Ruhe für mich, habe zwar noch visualisiert aber sonst nichts. Bin noch nicht wieder richtig in meiner alten Routine drin. Joggen war ich auch nicht mehr, aber dafür habe ich angefangen meine Wand zu streichen und dabei festgestellt, dass mein ca.8 Jahre alter Pinsel wohl nicht mehr taugt. Fahre heute in den Baumarkt um einen neuen zu kaufen.

Und dann hab ich wieder ein großartiges Rezept entdeckt welches dann auch noch 80/10/10 ist. Es ist eine Adaption eines Rezepts von Frederic Patenaude, ja schon wieder, und ich war total erstaunt, dass es so lecker war. Ich habe ja den Winter über immer Orangen als Salatdressing verwendet. In diesem Rezept sind es Erdbeeren und ich war völlig baff. Erdbeeren auf grünem Salat mit zusätzlichen Erdbeeren im Salat, einige Mandeln und dann habe ich noch Sprossen hinzu gegeben, denn Sprossen sind immer großartig. Ich werde auch dieses Rezept im Laufe des Tages posten. Habe heute nämlich komplett frei. Keine Termine, keine Verpflichtungen. Welch ein Segen!!!

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Des weiteren plane ich für heute wieder ein Rezept von Kate Wood (Magic) zu machen aus dem anderen Buch, welches ich von ihr besitze nämlich Eat Smart Eat Raw, welches ich bisher auch noch nie verwendet, sondern nur gelesen und durchgeblättert habe. Es ist ein Rezept für Würstchen. Auch so was habe ich noch nie ausbrobiert. Burger habe ich schon mal gemacht, aber noch nie Würstchen. Ich bin auch noch nie ein großer Fan von Würstchen gewesen. Eigentlich gibt es sie immer nur beim Grillen und dann sorge ich im Idealfall dafür, dass ich vegetarische Würstchen bekomme, oder ich esse sie gar nicht. Ich habe sie tatsächlich nur jetzt im Theaterstück angerührt und man möchte meinen, dass ich die Schnauze voll davon habe. Ich habe aber alle Zutaten für das Rezept im Haus, also wird es ausprobiert. Außerdem kann ich meinen Rest Kohl dafür verwenden. Ich bin mal gespannt.

Ich habe mich eigentlich recht wenige mit Kate Magic (Wood) auseinander gesetzt, weil sie mir zu sehr auf Superfoods setzt, aber ich habe gestern Abend noch mal alles gelesen, was sie in diesem Rezeptbuch so geschrieben hat, und alles klingt total sympathisch. Sie hat 3 Söhne und total viel Erfahrung darin, wie man am besten Rohkost in die Familie integriert. Außerdem mach sie selbst das Ganze seit 10-20 Jahren, genau weiß ich es aus dem Kopf leider nicht. Sie schreibt auch über ihre Rückfälle, dass sie 7 Monate lang Frutarier war, was nicht funktioniert hat. Wie sie anfing mit Rohkost und direkt in 100% eingetaucht ist und dann 3 Monate später, an Weihnachten, wieder zu 100% Kochkost über ging. Das macht sie sehr sympathisch, wie ich finde. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buchs war sie bei kontinuierlichen 90%. Die 10% Kochkost bezogen sich ausschließlich auf soziale Situation. Davon kann auch ich ein Lied singen. Außerdem kocht sie gelegentlich für ihre Familie, weil sie der Auffassung ist, dass Zwang nichts bringt und dass man andere Leute eher für Rohkost interessieren kann, wenn man selbst eine positive Einstellung dazu bewahrt und nicht ständig mit sich und anderen Kämpf. Nebenbei erwähnt sie auch, dass man nicht zu viele Nüsse verzehren soll und dass es keine einheitliche Richtlinie innerhalb der verschiedenen Rohkostrichtungen gäbe. Sie selbst würde David Wolfes Rohkostdreieck bevorzugen, welches er in seinem Buch Die Sonnen-Diät: Ein vegetarisches Programm für Vitalität und Superfitness erklärt.
Alles in allem ist sie mir sehr sympathisch und vor allem realitätsnah.

Was gab’s bei mir zu essen?:

3 Schoko-Goji-Herzen
2 Bananen
Feldsalatsmoothie mit Aloe
2 Bananen
4 handvoll Goji-Beeren
1 Mango
Erdebeersalat NEU
Adaption meines Möhrensalats in eine halbe Paprikaschote gefüllt
5 Paranüsse
handvoll Heidelbeeren
ca. 300 g Trauben
Smoothie aus 2 Bananen, 4 Datteln (eingeweicht), 1 Miniromana, 1 Mandarine, Aloe
4 handvoll Gojis

Jetzt erklärt sich mir auch, warum ich so viel Hunger hatte gestern, ich habe relativ wenig Kalorien zu mir genommen. Habe im Lidl 4 Pakete Bananen gekauft, die alle noch nicht ganz reif sind und weiß nicht genau, was mich richtig satt machen soll. Ich muss heute noch reife Bananen finden, da ich morgen nach Stuttgart fahre und den ganzen Tag unterwegs sein werde. Zu allem Überfluss ist natürlich auch noch Sonntag und kein Supermarkt hat auf, somit muss ich alles was ich essen möchte mitnehmen. Schwer! Ich weiß noch nicht genau was ich diesbezüglich machen soll.

Alles Liebe,

Silke

Michael Jackson Fanpaket

Freitag, 19. März 2010

Es wird Frühling!!!!

Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de Aaachen Land

Hallo Liebes,

Tag 363: Es ist echt nicht leicht wieder auf 100% Rohkost zu kommen. Ich hatte im Januar das Glück, dass es überhaupt keine gesellschaftlichen Anlässe gab und ich auch so gut wie nie verabredet war. Momentan steht jeden Tag was an und ich scheine irgendwie aus dem Affekt zu handeln, was ich so von mir gar nicht mehr kenne. Ich finde es auch nicht sooooo schlimm, weil ich einen leichten Übergang tatsächlich für praktikabler halte und weil sich die Verhaltensmuster erst wieder etablieren müssen, aber es fällt mir gerade auch nicht leicht zu widerstehen, was im Februar leichter war. Das ist doch noch gar nicht so lange her????

Egal. Ich muss mir viel die Nase putzen und auch Husten, was definitiv mit dem nicht mehr Rauchen zu tun hat. Das kenne ich schon. Es ist nicht unbedingt angenehm aber wenn man weiß, dass sich der Körper gerade reinigt ist es ok. Ich weiß ja auch wo ich hin will. Den Tag über fiel es sehr leicht bei Rohkost zu bleiben, aber Abends war ich mit einer Freundin verabredet.

Vorher war ich aber beim Zahnarzt. Seit letztem Jahr September hat sich ein kleines Loch entwickelt worüber die Zahnärztin zuerst ihrer Helferin diktiert hat „beobachten“ – danach hat sie sich korrigiert zu „kariös“. Jetzt kenne ich allerdings meine Zahnärztin. Wenn das Loch noch nicht groß genug ist, macht sie erstmal nichts. Ich weiß also nicht, ob es nicht vielleicht schon im September vorhanden war. Ich folge also ihren Instruktionen, denn wenn die Zähne erstmal weg sind, sind sie weg!!! Man sollte schon gut auf sie aufpassen. Zahnärzte sind zwar auch Schulmediziner, aber – ebenso wie Chirurgen, eher Handwerker. Das Schlimme an der Schulmedizin ist meiner Ansicht nach, das verschreiben von Medikamenten. Ich habe zwar auch schon mal irgendwo im Internet gelesen, dass sich kariöse Zähne selber heilen können, aber das war nichts Offizielles. Ich glaube es stand auch auf irgendeiner Rohkostseite. Außer diesem leicht kariösen Zahn habe ich auch noch eine ziemlich runtergekaute Füllung, an der ich Fruchtsäure spüre, die erneuert werden muss. Das ist schon schräg. Diese Stelle habe ich bei den Dosenravioli nicht gespürt – allerdings bei 80/10/10. Dazu sagte meine Zahnärztin auch: „Das ist so eine Sache mit Obst. Es ist zwar sehr gesund, aber es kann auch den Zahnschmelz angreifen". Man muss aufpassen, dass man nach dem Essen sehr saurer Früchte sich den Mund mit Wasser ausspühlt.

Das warten beim Zahnarzt hat mir zumindest ermöglicht einen Grossteil meiner Mathe-Hausaufgaben zu erledigen. Außerdem war herrliches Wetter und die Fahrt mit dem Fahrrad zum Zahnarzt, die wegen des Umzugs jetzt 45 Min. dauert, war sehr angenehm.

Als ich nach Hause kam hatte ich großen Hunger und rein zufällig hatte ich ein Rezept von Frederic Patenaude im E-Mail Postfach, für das ich alle Zutaten im Haus hatte. Es ist 80/10/10ig, aber nicht ganz, da Frederic sich zwar hauptsächlich auf Dr. Graham beruft, aber den Begriff 80/10/10 nicht verwendet. Er nennt es immer nur fettarme Rohkost und in diesem Rezept sind recht viele Mandeln und es wird auch gesalzen, in seinem Originalrezept mit Dulse, was ich aber nicht mehr habe, weshalb ich Himalayasalz verwendet habe. Lecker war's und man kann den Fett- und Salzanteil natürlich auch vermindern.



Entgiftungserscheinungen hatte ich außer dem vielen Naseputzen nicht, aber das kam mir auch entgegen. Abends war ich dann mit einer Freundin verabredet und es war der erste Tag des Jahres, an dem man draußen sitzen konnte und so konnten wir nicht widerstehen in ein Eiskaffee zu gehen. Und da es in meiner Welt schon ewig kein Eis mehr gab, es dafür aber auch eigentlich noch zu kalt ist, konnte ich nicht widerstehen auch 3 Kugeln Eis zu bestellen. Ich muss bald wieder Bananen einfrieren oder auch Vanilleeis machen. Irgend sowas, dann widerstehe ich diesen draußen-Versuchungen leichter. Wobei, ich glaube einem Eiskaffee habe ich noch nie widerstehen können. Es gibt zwar eins in Köln, wo man auch einfach nur eine Fruchtschale bestellen kann, aber das ist ja genau die Krux bei Versuchungen. Sie wirken auf einer Ebene, die man nur schwer in den Griff kriegt. Rohkost im Alltag ist wirklich eine Herausforderung.

Aber ich hatte ja auch noch die Schoko-Goji-Herzen, deren Rezept ich gestern auch gepostet habe. Habe ein wenig zu viel davon gegessen und auch zu spät, so dass mir das Einschlafen nicht allzu leicht viel. Aber toll sind sie.

Was gab’s zu essen?:

4 Schoko-Goji-Herzen
2 Ringe Ananas
2 Schoko-Goji-Herzen
2 Bananen
1 Möhre mit Hanfhummus
Mandel-Karotten-Paté in Paprikaschoten NEU
2 Bananen
ca. 3 handvoll Trauben
Smoothie aus 2 Bananen, 5 Erdbeeren und einem Rest von Ananas
0,3 l Kölsch
3 Kugeln Eis
0,4 l Kölsch
3 Möhren mit Hanfhummus

Ich muss wieder mehr Grünzeug essen. Das verliere ich irgendwie gerade voll aus den Augen. Greensmoothies oder wieder meinen altbekannten Salat? Ich werde schon was finden, aber es bewusst im Auge zu behalten scheint wichtig zu sein. Viele Bananen muss ich auch kaufen, damit ich welche einfrieren kann um Eis zu machen.

Fühle mich sonst sehr gut. Noch nicht so hervorragend wie im Januar, aber ich arbeite dran.

Alles Liebe,

Silke

LCD TV-Gewinnspiel

Montag, 4. Januar 2010

Wie man jung bleibt und wird...nach Wayne Gendel

LCD TV-Gewinnspiel

Hallo Liebes,

Tag 287: Ach, ich fühle mich wieder auf der Höhe, und ich habe wirklich gar keine Lust mehr mich noch einmal so elend zu fühlen. Dazu muss wirklich sehr viel Frust auf mich zukommen.

Ich habe mich gehen lassen gestern, in dem Sinne, dass ich alles gemacht habe, dessen mein Körper bedurfte. Ich war sehr müde, den ganzen Tag über und ich habe sehr viel getrunken. Außerdem war ich joggen im Schnee bei -5 Grad, was ich auch noch nie gemacht habe. Waren zwar nur 20 Minuten, aber eine sehr irre Erfahrung.

Ich habe das Gefühl meine extrem aufgeblähter Bauch wird weniger. Als ob das Gas peu a peu entweicht. Auch gestern, war kein blährungenfreier Tag. Es ist wirklich krass was passiert wenn der Körper so was nicht gewohnt ist. Meine Schwester schien gar keine Beschwerden zu haben, z.B.

Aber das ist natürlich auch das, was überall geschrieben steht und was andere Rohköstler auch schildern.

Es ist eine gute Entwicklung. Der Körper wird geschont. Er braucht sich nicht immer mit schwerverdaulicher Nahrung auseinandersetzten und gewöhnt sich dann daran. Die Physik nennt das das Gesetz der Trägheit ;-)

Meine Haut regeneriert sich auch wieder. Ich habe vergessen darüber zu schreiben, aber schon am Tag nach Silvester war sie total spröde. Ausgetrocknet durch Alkohol. Außerdem voller roter Flecken. Das hab ich mit ausreichend Ruhe und viel Trinken bekämpft. Scheint geholfen zu haben, was ich auch vergessen habe zu schreiben, war, dass ich an einem der Weihnachtstage Nasenbluten hatte, was ich darauf zurück führe, dass ich an dem Tag zu viel Grünen Tee getrunken habe und vielleicht auch den ganze Syßkram, der da noch neu war.

All so seltsame Sachen beobachte ich heutzutage. Ich war absolut Kaffee süchtig, vor 2 Jahren noch, ich glaube 2007 hab ich mir den peu a peu abgewöhnt. Mittlerweile kann ich auch einfach heißes Wasser morgens trinken. Auch so was hätte ich mir niemals gedacht. Kaffee war auch etwas wovor ich Angst hatte es loszulassen. Ich trinke ihn immer noch Gelegentlich und es bleibt bei diesen Ausnahmen. Das ist eine gute Entwicklung.

Ansonsten stelle ich an meinem Körper keine Außergewöhnlichkeiten fest. Ich fühle mich nicht mehr ganz so fett! Ich habe gestern zu Mittag und zum Abendessen einen 80/10/10 Salat gemacht, der meinem Vater besser gefallen hat als der normale. Als Dressing hatte er eine viertel Avocado mit einer ganzen Orange und einem TL Pesto püriert. Das Pesto war aus dem Glas aber ich habe früher schon mal festgestellt, dass Basilikum sehr gut zu Frucht/Gemüse-Salaten passt und habe es deshalb eingerührt. So kam dann auch noch ein kleines bisschen Salz rein, so dass auch unsere Zungen daran Geschmack gefunden haben.

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A propos Salz: Ich bekam gestern eine E-Mail von Frederic Patenaude darüber wie man 150 Jahre alt werden kann…

Er hat mit einem Langlebigkeitsforscher namens Wayne Gendel ein Interview geführt. Da mir aufgrund einer Beschwerde, warum ich mich immer auf die USA beziehe, klar geworden ist, dass nicht alle meine Leser des Englischen mächtig sind, hier eine Übersetzung der‚Essenz des Interviews.

Was ist der beste Weg zu schöner Haut zu gelangen mit wenigen oder keinen Falten?

1. Tafelsalz weglassen! Es mag in Ordnung seine ein wenig Himalayasalz 1-2 Mal die Woche zu verwenden, aber nicht öfter. Salz entzieht dem Körper Feuchtigkeit.

Salz führt außerdem zu Verstopfung und führt im Körper zu Irritationen weil es Säure bildend ist. Eine Unze (28 g) Sodiumchlorid speichert 1 Pfund Wasser im Körper.

2. Verzehre ca. 80% Obst und Gemüse:. Das ist magisch! Das natürlich ausgewogene Vorkommen von Mineralstoffen in Obst und Gemüse hilft im Gewebe gespeicherte Giftstoffe auszuspülen und macht die Haut butterweich.

3. Verzehre gesunde rohe Fett und vermeide Transfettsäuren und gekochte Fett. Man sieht es den Leuten an, wenn sie frittierte Nahrung oder Transfette verzehren. Diese Menschen haben tiefe Poren wie Krater.

4. Verzehre viele Beta-Carotine in Form von grünem Blattgemüse:. Meine Haut fühlt sich wieder an wie als ich 20 war. Butterweich! Sogar meine Füße sind weich…Verzehre viel mineralstoffreiches dunkles Blattgemüse!

5. Trockenbürsten. Mit einer weichen Bürste 5 Minuten am Tag 5-6 mal pro Woche morgens den Körper bürsten. Hunderte meiner weiblichen Klienten sagen, sie bräuchte keine Feuchtigkeitslotion mehr, nachdem sie auch nur 1 Woche das Trockenbürsten ausprobiert haben.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich besonders Punkt 3 zustimmen. Ich hatte früher auch immer unglaublich große Poren, was mir der Rohkost immer weniger geworden ist. Kann natürlich mit den Transfetten zu tun haben, denn die verzehre ich wirklich so gut wie gar nicht mehr. Salz ist für mich ein leidiges Thema und Trockenbürsten habe ich noch nie ausprobiert. Das ist mal wieder eine Anregung dazu...

Was gab’s zu essen?:

Grünkohlsmoothie
1 Kanne Yogi-Tee
2 Bananen
15 Litschis
2 Mandarinen
2 Bananen
ca. 20 Rosinen
1 Roggenbrot NEU
80/10/10 Salat mit Avocado-Orangen-Dressing
15 Mandeln
1 Birne
1 Banane
Rest Salat vom Mittagessen
3 Bananen
Restlicher Teig von Himmlischer Schokolade ca. 8 TL
20 Mandeln in Curry
10 Haselnüsse
5 Datteln
Salat s.o.
6 Datteln

Nun, der Teig ist weg und ich plane fürs erste auch keine neuen Nüsse mehr zu kaufen. Ich muss dem 80/10/10 einfach mal ne Chance geben und mich daran erinnern, dass das nicht bedeutet, dass ich nie wieder Schokolade werde essen dürfen. Es geht darum den Anteil gesunder Nahrung zu erhöhen und ungesunder zu verringern. Ich hab mittlerweile viel Erfahrung darin vom Weg abzukommen und dann doch wieder die Kurve zu kriegen

Alles Liebe,

Silke

Ich bin auf Wohnungssuche in oder um Köln zum 1. März 2010.
Gerne 2 Zimmer bis 400 € Warmmiete für mich und meine Katze: Bin aber auch für andere Angebote wie kleinere Wohnungen oder WGs offen. Meldungen bitte per Mail an silke@rohelust.com.
Lieben Dank!

Michael Jackson Fanpaket

Dienstag, 4. August 2009

Fett....und Purple Rain Spaghetti....

Hallo Liebes,

Tag 139: Ich hab es gestern auf Teufel komm raus nicht geschafft meinen Fettkonsum in den Griff zu kriegen. Das scheint absolut nicht möglich zu sein wenn man Macadamianüsse im Haus hat, weil die so unglaublich lecker sind. Streng genommen hab ich auch gar nicht so viel davon gegessen aber ihr Fettgehalt ist so hoch. Was ich an fettreicher Nahrung gestern gegessen habe waren 10 Paranüsse, 20 Macadamias und 1/4 Avocado und ich komme auf 93.7 g Gesamtfettanteil. Ein Erwachsener Mensch benötigt 60-97 g Fett am Tag (gut da bin ich im Rahmen), Foodplaner gibt mir 37.9 g Fett pro Tag vor bei fettarmer, ballaststoffreicher Kost zum Abnehmen, die ich selbst als Grundlage gewählt habe.

Wie komme ich überhaupt darauf auf den Fettkonsum zu achten? Ich habe einen Artikel gelesen von Frederic Patenaude betitelt „Why I’m mad at the raw food movement“. Er beschreibt darin wie er eine Frau mit Arthritis kennen gelernt hat die trotz 4 Jahren Rohkost immer noch unter Arthritis litt. Sie kam dann zu Dr. Douglas Graham hat ein paar Tage gefastet und konnte wieder ihren Rollstuhl verlassen, weil Dr. Graham die fettarme Rohkostvariante propagiert. Dieser Arthiritisfall hat mich so geschockt, dass ich zum ersten mal dachte, ich sollte das vielleicht ausprobieren. Da scheint was dran zu sein. Und unter Garantie beziehen sich auch die Heilungsfälle von AIDS und MS auf eine eher fettarme Rohkost. Laut meiner Recherchen gestern verzehrt der Durchschnittsbürger etwa 160 g Fett. Studien über den durchschnittlichen Rohköstler gibt es sicherlich nicht. Ich weiß, ich kann auch eine ganze Packung Mandeln am Tag verdrücken. Mal schnell in Foodplaner eingeben…..106 g auf eine 200 g Packung, eine Avocado hat auch 50 g. Das würde bedeuten, dass ich früher auch schon mal 200 g Fett am Tag zu mir genommen habe, denke ich. Dagegen war ich gut gestern.



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Dann war ich gestern im Waschsalon und konnte endlich wieder mit Waschnüssen waschen. Das hatte André mit verboten, weil er der Auffassung ist in seine Waschmaschine dürfe nur Persil. Persil pflege die Waschmaschine, ist seine Meinung. Ich bin der Meinung Umweltschutz ist wichtiger. Also bin ich in den Waschsalon und alle Waschmaschinen waren voll. Erstmal war ich sickig, bin einkaufen gegangen und dann wieder nach hause und dann viel mir ein: Mit einer freien Waschmaschine ist das genauso wie mit einem freien Parkplatz. „Bestellung beim Universum“. Also habe ich mir bei meinem 2. Besuch im Waschsalon eine freie Waschmaschine visualisiert und das hat geklappt. Ich muss aus meiner Erfahrung sagen, dass ich keine Beweise GEGEN das Gesetzt der Anziehung gefunden habe. Jedes mal wenn etwas nicht so gekommen ist, wie ich es wollte, musste ich mir eingestehen, dass ich doch eher auf das Ausbleiben des Gewünschten ausgerichtet war als auf das was ich anziehen wollte, aber so langsam lerne ich die beiden Gefühle zu unterscheiden.

Waschnüsse gibt’s im Bioladen und sie kommen ursprünglich aus Indien. Sie enthalten in der Schale Saponine, die ähnlich der Seife wirken. Wenn die Nüsse mit Wasser in Verbindung kommen entsteht Lauge und schon haben wir Waschaktivität. Ich finde sogar, dass die Waschnüsse besser wirken als so einige Biowaschmittel. Sie funktionieren bei allen Wäschetypen, von 30-90 Grad, sind für Allergiker geeignet, für Feinwäsche etc. Ein tolles Produkt einfach.



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Und dann habe ich ein neues Rezept kreiert, das wofür ich die Avocado verwendet habe, die in meiner Fettbilanz so heftig ins Gewicht fiel, aber es hat sich gelohnt. PURPLE RAIN SPAGHETTI. Die Spaghettisauce enthält Rote Beete – ich bin auf dieses Rezept gestoßen, als ich auf der Suche nach Rote Beete Rezepten war. Es stand irgendwo im Internet nur ohne Salz. Ich kann aber nicht ohne Salz und hatte bisher nicht die Inspiration es mir abzugewöhnen. Ich weiß auch nicht genau, ob das notwendig ist, da sich die Experten bei Salz auch widersprechen.

Anhand der Zutaten glaubt man wirklich nicht, dass das Rezept gut ist, aber das ist es. Ungewöhnlich, aber sehr lecker. Ich kann es wirklich nur empfehlen.

Und dann quälte mich gestern folgendes Problem: soll ich Grün essen oder Rot. Ich hatte die rote Beet und ich hatte pürierte Erdbeeren mit Banane aber das Grünzeug kam mir irgendwie abhanden. Das war gar nicht so leicht, vor allem weil ich mich dauern zu Macadamianüssen hingezogen fühlte. Ich beobachte das weiter, es kann durchaus sein, dass 37 g Fett zu wenig sind und ich deshalb diese extremen Gelüste hatte.

Der Rest des Tages verlief dann ohne erwähnenswerte Begebenheiten. Ich hab Alex eine SMS geschickt und mich mit ihm verabredet für Morgen, einfach nur weil ich dauern vor meinem Rechner klebe und mal wieder unter Leute muss. Ich treffe momentan nicht allzu viele, nicht mal bei uns im Hinterhof. Alles läuft nur noch über Facebook.

Ich muss es irgendwie anstellen keine falschen Signale auszusenden morgen.



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Was gab’s zu essen?:

Banane mit Pfirsichen pürieret
10 Paranüsse
1 lauwarme Zitrone
5 Aprikosen, getrocknet
10 Datteln
Erdbeeren mit Banane püriert
5 Macadamianüsse
Purple Rain Spaghetti
5 Aprikosen, getrocknet
Brennnesseltee
Bananeneis
2 Möhren
5 Macadamianüsse
Banane püriert mit Weizenkeimen
Püree aus Banane, Romanasalat und Eiklar
10 Macadamianüsse

Gegen Abend habe ich Panik gekriegt, wegen des vielen Fetts und des wenigen Eiweiß, denn allen Unkenrufen zum Trotz enthalten Nüsse nicht allzu viel Eiweiß. Deshalb hab ich mir gedacht, dann gibt es halt Weizenkeim. Nur hatte das blöde Foodplaner keine Weizenkeime im Sortiment (ebensowenig wie Brennnesseln und Nori). Nur in getrockneter, verpackter Form und das ist natürlich nicht repräsentativ. Also hab ich zusätzlich noch ein Eiklar mit Banane und Grünzeug püriert und bin zumindest auf mein Eiweißminimum gekommen. Das von Foodplaner vorgegebene. Ich frage mich immer noch ob Dr. Graham nicht vielleicht doch Recht hat mit 80/10/10. Schließlich ist er, abgesehen von Gabriel Cousens und Rick Dina der einzige Arzt in der Rohkostszene. Dummerweise widersprechen die sich alle. Ach, Brian Clement habe ich vergessen. Dazu bin ich ja aber auch hier. Damit ich am eigenen Körper raus finden kann was funktioniert. Und es dokumentiere.

Gestern gab’s wieder eine kleine Entgiftung und die lief wie folgt ab: Ich hatte erst tierischen Durst und musste etwas einen halben Liter Wasser trinken. Direkt danach musste ich dringend aufs Klo und hatte Durchfall, danach kribbelte mein ganzer Körper und dann fiel die Anspannung im Nacken von mir ab. Danach gings mir um Längen besser. Ich habe das Gefühl das Sport die Giftstoffe überall löst. Vielleicht auch die im Darm, die sonst nur die Colon-Hydrotherapie erreichen kann. Deshalb ist Dr. Graham auch nicht dafür.

Ich stell mir das so vor. Ich Jogge 1,5 Stunden und in der Zwischenzeit wird mein Darm hin und her geschüttelt und ist gleichzeitig voll von Ballaststoffen, die den Dreck mit raus befördern können. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal auf medizinische Beweise für die Theorie stoße.



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Ich hab mich dann auch gestern mal wieder um die Schule gekümmert. Die geht am 18. August, meine ich, wider los und es gab Englischhausaufgaben über die Ferien. Zu dumm das der Leistungskurs immer noch genauso langweilig ist wie die Vorstufe.

Ich hab auch eine Bestätigung für eine Audition für das Musical „Jesus Christ Superstar“ bekommen, die mir irgendwie ein schlechtes Gefühl bereitet und ich weiß nicht wieso. Ich weiß nicht ob das meine Intuition ist oder meine Neurose. Wahrscheinlich aber meine Intuition. Mist, warum habe ich da ein schlechtes Gefühl?
Vielleicht komme ich da noch hinter…Es beunruhigt mich.

Alles Liebe,

Silke



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