Donnerstag, 11. Juli 2013

Der innere Schweinhund oder Der Schlüssel zum Glück...

Ich bin über eine nette Studie gestolpert, eine, die im Spiegel veröffentlich wurde und die diesmal nicht medizinisch ist, sondern psychologisch. Das Ganze mal zur Ergänzungs meines Beitrags Warum man manchmal einfach seinen Arsch hoch kriegen muss: Selbstdisziplin macht glücklich.
Menschen, erleben mehr positive Gefühle und sind zufriedener mit ihrem Leben, wenn sie sich gut im Griff haben, hat ein Forschungsteam der Universität in Chicago rausgefunden. Je seltener man Versuchungen nachgibt, die zwar Spaß machen, aber im Gegensatz zu langfristigen Zielen stehen, desto zuriedener ist man..

Und das betrifft natürlich alle Dinge, die man so anstrebt, auch alle Dinge über die ich so schreibe. Ob das nun eine Ernährungsumstellung, eine Diät, das regelmäßige Aufraffen zum Joggen oder das Durchziehen eines Studiums von 13 Semestern ist. Je diszplinierter ich werde, desto glücklicher werde ich auch. Und desto besser klappt dann wieder alles in Leben. Gesetz der Anziehung etc....

Ich glaube mir wurde als Kind niemals Disziplin beigebracht. Gelernt habe ich sie eigentlich auch erst vor ca. 5 Jahren, als ich mit dem Joggen anfingt. Naja, eigentlich fing ich nicht mit dem Joggen an, sondern mit dem Marathon-Laufen. Ich habe mich 10 Monate vor dem Kölnmarathon dort angemeldet ohne überhaupt jemals joggen gewesen zu sein! Ohne Laufschuhe zu haben. Und dann habe ich Laufen für Dummies gelesen und 10 Monate später den Marathon in unter 5 Stunden bewältigt. Warum mache ich so was Beklopptes? Weil ich einen Mann beindrucken wollte!!!!

Aber da habe ich gelernt, dass wenn ich nicht regelmäßig raus gehe und mich an den Trainingsplan halte, ich keine 42,195 km würde laufen können. Das Marathontraining besteht meines Erachtens auch weniger aus dem körperlichen Training sondern aus dem Training des Zutrauens in die eigenen Fähigkeiten. Man verlängert die Strecke und die Läufe nach und nach immer mehr, bis man sich zutraut auch 42,194 km am Stück zu laufen.

Und da habe ich gelernt einfach mal Dinge zu tun, egal ob man Lust darauf hat oder nicht, weil es sich langfristig auszahlt. Weil man damit langfristig seine Ziele erreicht. Und deswegen kann ich mich auch auf den Arsch setzten und lernen. Und ich kann mich langfristig dazu aufraffen irgendeiner Kalorienversuchung zu widerstehen.

Das heißt überhaupt nicht, dass ich das in 100% der Fälle mache. Manchmal spielt das Leben einfach verrückt und man muss umplanen. Umplanen, aber nicht das Handtuch werfen.

So kam mir, als ich damals mit dem Joggen anfing nach 2 Monaten z.B. Karneval dazwischen und ein Mitbewohner, der mich gedrängt hat mit feiern zu gehen. Karneval und Joggen vertragen sich nicht gut. Das Training fiel aus. Das in der Woche danach wurde modifiziert und so ging es dann weiter. Mit Essensausnahmen ist das genau so. Ausnahmen darf man nicht jeden Tag machen, aber mal schaden sie nicht. Was man regelmäßig und kontinuierlich macht zählt.

Und so ist es eigentlich ziemlich leicht Erfolgserlebnisse zu haben, ohne dass man jemand anderen dazu braucht. Anekennung von anderen zu bekommen ist ziemlich schwer. Ich versuche das schon mein ganzes Leben. Manchmal sogar heute noch, aber es klappt NIE.

Also musste ich lernen mir selbst Anerkennung zu geben. Und der eigenen Disziplin Anerkennung zu geben ist total leicht. Man lobt sich dafür, dass man das Vorgenommene durchgezogen hat. Auch wenn es winzig klein ist. Also ich anfing zu joggen, bin ich in der 1. Woche nur 5 Minuten am Stück joggen gegangen. In der zweiten Woche dann 10. Heute denke ich, dass es sich doch gar nicht lohnt nur 5 Minuten joggen zu gehen. Aber das war wichtig, einfach nur um meinen inneren Schweinehund und die Angst vor dem Unbekannten zu überwinden. Ich mache heute noch Babyschritte, wenn ich was Neues anfange, um mich nicht gleich zu überwältigen. Beim Krafttraining anfangen habe ich zu Anfang auch nur eine einzige Übung gemacht. Und dann trainiert man wieder hauptsächlich das Zutrauen. So funktioniert das.

Ich kenne eine Bloggerin, die seit 2 Jahren darüber bloggt, wie sie versucht von 100 kg Körpergewicht irgendwas abzunehmen. Sie nimmt sich immer unmengen Dinge vor, mit denen sie dann ihre Gewichts- und Gesundheitsprobleme versucht in den Griff zu kriegen und bloggt dann darüber. Dann passiert auf dem Blog wieder wochenlang nix bis wieder ein Eintrag kommt, dass sie all die Dinge nicht umsetzen konnte, mit sich selbst hadert und jetzt einen neuen Plan hat. Der auch wieder voll mit 1000 Dingen ist. Genau so geht das NICHT.

Einfach ganz kleine Sachen in Angriff nehmen und sich dann loben, dass man das allein schon gemacht hat. Die Lust auf mehr kommt dann bald fast von selbst...

Menu des Tages am 10. Juli

1 Kaffee
3 g Spirulina
rohes Müsli mit Sunwarrior, Traubenkernmehl, Birne, Leinsamen und Bananenmilch

Wassermelone nach dem Joggen

Ingwer-Birnen-Riegel



Salat mit Real Jumbos, Blumenkohl. Paprika, Aprikosen, Linsenkeime, dicke Bohnen, Zwiebel, Tibetalz, Apfelessig, Walnussöl

Bananeneis mit Ombar kokos


Salat aus Blattsalat, Birne, Zwiebel, Paprika, Möhre, Tibetsalz, Cayenne, Tymian, Apfelessig


Waren 2135 kcal 94 g Eiweiß, 28% Fett. Alles drin was geht. Omega 3:6 war 1:4

Ah, ich möchte noch was zu Kalzium sagen. Wenn ich sage, ich habe ausreichend Klazium verzehrt, dann bedeutet dass, dass ich eine Menge irgendwo zwischen 450 und 1000 mg verzehrt habe. 450 mg sind die Empfehlung der WHO und 1000 mg die Empfehlung der DGE. Ich habe auch in meinem Biochemiereferat, und da wurde mir von keinem Biochemiker widersprochen, erwähnt, dass diese unterschiedlichen Werte wohl daher rühren, dass wenn man Kalzium mit Milchprodukten zu sich nimmt, man nicht sonderlich viel davon aufnimmt. Das funktioniert mir grünen Blättern besser.

Barnard schreibt in The Cancer Survivor's Guide: Foods That Help You Fight Back, dass etliche Studien gezeicht hätt, dass ein Verzehr von mehr als 600 mg Kalzium pro Tag eine keine sonderlichen Vorzüge mehr hätte. Also 600 mg würden gebraucht. dass sei wichtig, aber auf die 1000 mg Empfehlung der DGE braucht man nicht zu kommen. Und das berücksichtige ich. Mein Kalziumverzehr liegt pro Tag so zwischen 500 und 800 mg und in meinen Augen ist das ausreichend.

Alles Liebe,

Silke

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Kommentare:

  1. Selbstdisziplin + Selbstverantwortung = Selbstvertrauen und das macht einfach ein gutes Gefühl und glücklich und bringt mehr davon worüber ich/du/wir glücklich sein können. Toller Beitrag und eine tolle Entwicklung Deinerseits.
    Liebe Grüße Petra

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  2. hätte ich doch deinen Eintrag gelesen, bevor ich mir heute einen Kaffee nach vier Monaten Abstinenz geholt habe...

    Ich beschäftige mich auch gerade mit dem Thema Selbstdisziplin, Erfolg und Co. Die Studie macht mir heute echt Hoffnung und läßt mich wenigstens heute durchhalten. Ein Trainingstag mehr;-)

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  3. Hallo Silke,

    Deine Selbstdisziplin (z.B. beim Joggen) ist wirklich bewundernswert. Bei der betreffenden Bloggerin, die immer wieder scheitert, liegt es nach meiner Meinung nicht nur daran, dass sie sich zuviel vornimmt. Sie hat vermutlich generell Probleme ihren inneren Schweinehund zu überwinden. Das zieht sich wie ein roter Faden durch den Blog. Ich meine gelesen zu haben, dass sie auch keine Ausbildung abgeschlossen hat, weil sie nix durchzieht. Ich vermute mal ihr würde jemand helfen, der sie mitzieht. Manchmal hilft es in Gemeinschaft gleiche Ziele voran zu treiben. Nicht immer ist der einzelne so diszipliniert wie Du es bist. Ich glaube hier hilft dann wirklich nur noch eine Gruppe. Nicht umsonst ist das Konzept Weightwatchers so erfolgreich.

    LG
    Emilia

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  4. Hallo Silke, danke für diese Worte!! Sprechen mir aus der Seele, ich bin echt ein Chaot wie er im Buche steht und merke immer wieder wie wichtig es ist am Ball zu bleiben, Ziele zu erreichen und ja auch das Joggen hat genau das bei mir bewirkt. Ich habe auch bei lächerlichen 5 min angefangen, aber das hat mich rausgerettet aus der Trägheit. Nun laufe ich wieder 3-4 x die Woche regelmäßig und gerne mehr als eine Stunde. Selbstdisziplin ist ein tolles Thema , was ich gerne aufnehme! Gerade in Bezug auf mich selbst, was auch meine Gedanken angeht. Ich finde das sehr wichtig für mich! Denn das was ich denke tue ich auch, alles eine Sache die sich im Kopf abspielt,
    lg silke

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