Samstag, 19. Dezember 2009

Weihnachtsfeier!

bontana - Wellness für zu Hause

Hallo Liebes,

Tag 271: Es hat gescheit. Die ganze Innenstadt ist weiß und das ist mal total selten in Köln. Vor allem, dass es liegen bleibt. Das ist sooooo selten. Ich wohne seit 12 Jahren in dieser Stadt und es gab vielleicht 10 Tage an denen Schnee lag. Sooo schön. So langsam komm ich dann auch in Weihnachtsstimmung.

Was wohl auch daran lag, dass gestern Schulweihnachtsfeier war. Ich hab ja gedacht, es gäbe nur Glühwein aber offensichtlich war das so gedacht, dass man was mitbringen sollte. War ich irgendwie nicht drüber informiert, sonst hätte ich was Gesundes eingepackt und getestet wie es ankommt. Nun war es so, das alles mögliche an Süßigkeiten, Gebäck und Schokolade mitgebracht wurde und zur Verfügung stand. Ich gestehe, ich konnte nicht widerstehen. Meistens habe ich keinen Zugang dazu, kaufen würde ich’s eh nicht und dann überkommt einen der Gedanke „Eines nur kosten“. Gott sei Dank ist es bei dem Kosten geblieben und ich hab mir nicht den Bauch voll geschlagen. Das ist früher schon mal passiert wenn ich Ausnahmen gemacht habe. Das Phänomen: „Ich habe ein Zeitfenster bis 24 Uhr, bis dahin darf ich Gekochtes essen, dann schlage ich jetzt mal zu“. Sowas hab ich nicht mehr, weil ich mich selbst nicht mehr verurteile wenn ich solche Ausnahmen mache. Weniger streng mit sich selbst zu, sein hilft mir zumindest sehr. Tatsächlich ist das das Einzige was funktioniert.

Natürlich ist in Chips und Schokolade auch mehr Fett als Graham erlaubt. Aber gut, das lässt sich dann wohl nicht vermeiden. Ich hatte eh schon genug Fett durch diese absolut köstlichen Curry-Mandeln, die ich aus Gabriel Cousens Buch Rainbow Green Live-Food Cuisine gemacht habe. Das mit dem nicht-Abschmecken hat geholfen, aber als sie fertig waren, wollte ich natürlich auch davon probieren. Sooooooo lecker! Die kann man jedem, statt Erdnüsse, zu einem Bier hinstellen. Ich werde wahrscheinlich die ganzen Ferien damit verbringen Rezepte auszuprobieren und sie meinem Vater anzubieten, um zu sehen wie gesellschaftstauglich sie sind.

Jetzt ist eigentlich nur noch die Frage, wie meine Verdauung auf das gestern gegessene reagiert. Bisher gab es noch keinen Durchfall, was immer ein typisches Entgiftungssymptom ist. Dadurch das es ausbleibt gehe ich auch davon aus, dass der Durchfall von vor ein paar Tagen auch nichts mit den Pistazien zu tun hatte. Es kann aber auch sein, dass Stärke und Zucker einfach mehr in den Gedärmen kleben als Nüsse. Ich glaub’s aber nicht wirklich.

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Gestern, im Gegensatz zu vorgestern, war ich recht appetitlos. Das hat mich selber gewundert. Ich nehme an, dass das jetzt, rückblickend, auch besser so war. Mit dem ungesunden Essen gestern Abend.

Ich bekam eine E-Mail von Nomi Shannon, Autorin von The Raw Gourmet: Simple Recipes for Living Well, deren Newsletter ich abboniert habe. Sie schrieb, sie habe eine Entgiftungerfahrung gemacht und sie vermute, die käme von etwas, das sie gegessen habe. Und dann folgte in Klammern „es kann sein, dass ich meinen Lesen irgendwann enthülle, was ich schreckliches gegessen habe, aber momentan möchte ich das noch nicht“ und ich dachte: „Was???????????????“

Es gibt so viele Spezialisten und Fachleuten, die in so vielen Interviews, die ich gelesen habe bestätigten, dass unglaublich viele Rohkostgurus das eine predigen und das andere Leben. Sprich, dass sie dauernd Ausnahmen machen und sich nicht an ihr eigenes Programm halten und ich, für meinen Teil, finde das zum kotzen. Wir sind doch alle nur Menschen, wir haben Bedürfnisse und wenn diese auch rational vielleicht nicht zu unserem Besten sind, heißt es doch nicht, dass sie uns nicht vielleicht manchmal doch um den kleinen Finger wickeln.

Mir hat jemand geraten ich solle aufs Land ziehen und als Selbstversorger leben, mich im Garten austoben und keinen Marathon laufen, aussteigen aus der Gesellschaft und in einer Großstadt wie Köln würde ich nie meine Rohkost leben können. Ich für meinen Teil, will aber nicht nur Rohkost, sondern ich liebe die Stadt, die Vielfalt in der Gesellschaft und das kulturelle Angebot. Ich bin gerne unter Menschen aber auch gern alleine. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und dort ist es mir unerträglich. Ich will soziale Kontakte und wenn das bedeutet, dass ich gelegentlich nicht optimale Essensauswahl treffe, dann ist das eben so. Alles andere ist eh nur Flucht. Ich muss sehen wie ich in dieser Gesellschaft klar komme. Ich kann nicht einfach flüchten, damit ich nicht in Situationen komme, in denen ich nicht klar komme. Die Auseinandersetztung ist in mir.
Ich bereue nichts von der Weihnachtsfeier. Ganz einfach, ich hatte nämlich viel Spaß.

So, was gab’s zu essen?:

Tee mit Honig
1 Multivitamintablette
Greensmoothie aus Salat von Vortag, Banane und Mandarine
1 Riegel Rohkostschokolade (ich konnte nicht warten bis Weihnachten ;-))
1 Papaya
2 Bananen
2 Walnüsse
10 Curry-Mandeln 
2 ½ Mandarinen
1 Banane
15 Curry-Mandeln
Greensmoothie aus Salat vom Vortag und Bananen
Ca. 5 Pralinen, eine handvoll Chips, ca. 7 Kekse und 5 Becher Glühwein

Das dürfte es gewesen sein. Rational betrachtet, soll wohl der Glühwein das schlimmste gewesen sein, obwohl ich ja Alkohol nie als so gesundheitsschädlich auffasse. Wahrscheinlich war er eh verfolgen, da die Kochplatte so heiß war. Also nur gezuckerter Traubensaft.

Ich konnte aber danach nicht schlaffen. Zucker ist für mich ein Mega-Aufputschmittel. Ich hab noch bis 2 Uhr Nachts vorm Rechner gesessen und versucht raus zu finden, wie mein Newsletter-Mailprogramm funktioniert. So viel kann ich nicht getrunken habe, denn es ist mir gelungen. Manchmal hat man echt ein Brett vorm Kopf. Vielleicht hat der Alkohol das beseitigt. Was weiß ich.

Zucker ist aber auch so unglaubblich süß!!! Er hat mir die Bananen ein bißchen verleidet, die für meinen Geschmack jetzt nicht mehr süß genug sind. Wird sich schon wieder ändern der Geschmack, aber was wirklich furchtbar ist: Ich war eine der letzten und irgendwer musste die vielen Reste einpacken. Verdammt ich hab eine ganze Plastiktüte voll ungesundem Essen!!!!!! Wem soll ich denn das jetzt wieder schenken!;-)

Alles Liebe,

Silke


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