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Montag, 7. April 2014

Kalzium und Vitamin D



Semesteranfang. Ich werde mich wieder daran gewöhnen müssen morgens ein klitzekleines Zeitfenster zum Schreiben zu haben und fange heute mal an zu üben.

Wenn man Lehrbücher aufmerksam liest, kann man wirklich ne Menge interessanter Dinge erfahren. Und besonders, wenn man mehrere gleichzeitig liest. Daher geht es heute mal wieder um Vitamin D und auch um das Kalzium, denn darüber habe ich, dieses mal im Pysiologiebuch, was tolles gelesen. Vitamin D wird also aus einem Produkt der Cholesterinbiosynthese hergestellt (nicht aus dem Cholesterin selber) wandert dann zur Haut, sein Ringsystem wird dort vom UVB-Licht gespalten, dann geht es zur Leber, wird hydroxyliert und dann zur Niere, wo es erneut hydroxyliert wird und fertig ist das aktive Vitamin D3 aka Calcitriol. Es ist wichtig dafür, dass Kalzium aus dem Darm in den Blutstrom aufgenommen wird.

Nun schreibt das Physiologiebuch, dass Calcitriol die Kalziumaufnahme bis auf 90% steigern kann und ergänzt “bei ausgeglichener Kalziumbilanz wird das mit der Nahrung aufgenommene Kalzium dagegen zum großen Teil mir dem Stuhl ausgeschieden. Das ist interessant in Anbetracht dessen, dass Barnard in The Cancer Survivor's Guide: Foods That Help You Fight Back schreibt, dass der Mensch 500-600 mg Kalzium mit der Nahrung aufnehmen müsse und die Beweislage, dass ein höherer Konsum mehr Nutzen bringen würde, sei überaus spärlich. (Zur Erinnerung, die DGE empfiehlt eine Tagesdosis von 1000 mg, die WHO nur 450 mg und Harvard erklärt auf seiner Homepage, dass ein Konsum von mehr als 1500 mg das Prostatakrebsrisiko steigere)

Calcitriol ist also dafür zuständig, dass der Blutkalziumspiegel erhöht wird indem mehr Kalzium aufgenommen wird. Das Parathormon, das in den Epithelkörperchen der Schilddrüse produziert wird, erhöht ebenfalls den Blutkalziumspiegel und zwar indem es dafür sorgt, dass Kalzium aus den Knochen gelöst wird. Praktischerweise sorgt das Parathormon gleichzeitig dafür (um die Knochen zu retten) dass auch mehr aktives Vitamin D produziert wird. Vitamin D wird Abhängig davon produziert, wie viel von ihm gebraucht wird. Ist viel Kalzium im Blutstrom wird wenig produziert und das ist mit einer der Gründe warum Barnard von Milchprodukten warnt, die den Körper mit Kalzium überschwemmen. Es wird weniger Vitamin D produziert, dessen Aufgabe es zwar auch ist, Kalzium in den Blutstrom zu schaffen aber auch auf das Nervensystem hat es Auswirkungen und möglicherweise kommt daher auch seine Wirkung auf die Haut und die Emotionslage.

Nun schreibt parallel dazu das Biochemie Buch: “Paradoxerweise führen auch zu hohe Konzentrationen von Calcitriol zu einer massiven Entkalkung des Knochens”

Also, was sagt uns das? - Man sollte mal ganz klar keine hohen Dosen künstlichen Vitamin Ds einnehmen. Das Beste, was man für Knochen und Vitamin D Spiegel tun kann ist möglichst wenig Cholesterin zu essen, möglichst häufig in die Sonne gehen und Kalzium aus pflanzlicher Nahrung zu konsumieren und zwar nur etwa die Hälfte der DGE-Empfehlung. Den Rest regelt der Körper ganz alleine.

Menu des Tages am 6. April 2014

Frischkornbrei aus Sprießkornhafer, Banane, Sunwarrior Vanille, Traubenkernmehl, Hanf, Kürbiskerne, getrocknete und dann eingeweichte Erdbeeren


1 Bancha Tee

16 g Ombar Kokosmilch

Smoothie aus Banane, Spekulatiusgewürz und Sunwarrior Vanille (nach dem Joggen)


Roggenbrot mit SmörreBröd von Zwergenwiese (lecker!)



3 Riegel Bitterschokolade
getrocknete Erdbeeren


Rest All You Can Eat Gemüsepizza
1 Banane
Gemüsepfanne aus Gemüseresten


½ Black Cherry Riegel Viviani



1 Crannberry Brötchen
1 White Nougat Chrisp Riegel

Gemüsepfanne von Mittag

Ich war den Nachmittag über Zuhause, hatte neue Weight Watchers Punkte und habe wie jeden Sonntag mal wieder zugeschlagen. Dabei ist Bitterschokolade echt nicht schlimm, aber diese Ombar Kokosmilch und vor allem der Vivani White Nougat Crisp sind schwer suchtgefährdend. Man kann davon nicht wieder aufhören, es sei denn, er ist leer. Superlecker und kaufe ich nie wieder!;-))) Ich kaufe nur noch Bitterschokolade...

So und nun bin ich gespannt. Ich kenne niemanden, der dieses Jahr das selbe an der Uni belegt wie ich. Manche Kommilitonen haben mich überholt, andere habe ich überholt. Ich bin unsicher, aber auch gespannt, aber es wird schon alles so kommen wie es richtig ist und vor allem werde ich jede Menge lernen!!!

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats April 2014:

Lovechock Ananas/Inkaberry - 2,59 € statt 2,99 €

Ombar probiotic Coconut, 38 g - 2,49 € statt 2,89

Lovechock Goji/Orange, 40 g - 2,59 € satt 2,99 €


Beond, bio-raw Schoko-Nuss-Riegel, 40 g - 1,49 € statt 1,89 €




Samstag, 22. März 2014

Synchronizität und Singen



Ich hab keinerlei wissenschaftliches Feedback zu meinem letzten Post bekommen. Normalerweise teile ich die Posts nicht auf meinem persönlichen Facebookprofil, aber da ich mit vielen Medizinern befreundet bin, dachte ich, es könne mal jemand darüber lesen und sagen, was er denkt. Es kam nichts. Auch ein Link, der in den Kommentaren gepostet wurde und angeblich belegen sollte, dass der Körper doch Cholesterin in 7-Dehydrocholesterol verwandeln kann, hatte nicht die Aussagekraft, die die Kommentatorin dachte, die er hätte. Tatsächlich bewies der Link nur, dass es durchaus Lehrbücher von vor 10 Jahren gibt, in denen noch behauptet wird, dass Vitamin D aus Cholesterin synthetisiert werden könne. Was mir erklärt, warum niemand groß seine Aufmerksamkeit darauf richtet, ob es so ist oder nicht. Es gibt wissenschaftlich keinerlei Beleg dafür, dass die 7-Dehyrocholesterol-Reduktase Reaktion reversibel ist. Es ist kein Enzym dafür bekannt. Was nicht heißen soll, dass man sowas nicht in 10 Jahren entdeckt, aber alles weist aktuell darauf hin, dass dem nicht so ist.

Und wenn wir schon wissenschaftlich zu wenig wissen um uns daran zu orientieren, so können wir doch froh sein, dass es das Gesetz der Anziehung gibt.:-)

Eine Facebook-Freundin von mit hat heute morgen folgendes gepostet, und das passt ganz wunderbar zu dem, worüber ich heute schreiben möchte:

"Ich glaube an Intuition und Inspiration, und das ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt, während Phantasie die ganze Welt umfaßt,den ganzen Fortschritt anregt und Bewertungen auslöst. Streng beobachtet ist es ein realer Faktor in der wissenschaftlichen Forschung."
(Albert Einstein)

Also, ich gestern im Bioladen. Es kommt ein Kunde an die Kasse, der ein ganz alter Bekannter von mir ist, jemand, den ich seit 10 Jahren nicht per persönlich getroffen habe, ein Chorsänger im Kölner Opernchor, den ich kennen gelernt hatte, als ich 2004/2005 als Schauspielerin an der Oper beschäftigt war. Er war mir 2-3 Wochen früher schon an der Uniklinik über den Weg gelaufen, hatte mich aber nicht erkannt...so dachte ich jedenfalls...

Das Spannende an dem Mann ist, dass er zum einen einen Teilzeit-Job an der Kölner Oper als Sänger hat und zum anderen an der Uniklinik beschäftigt ist und da in der Paliativmedizin sowas wie Gesangstherapie mit Kranken bzw. Sterbenden macht. Was genau, weiß ich nicht, da ich das auch nur seinem Facebookprofil vor Jahren schon entnommen habe und dachte: “Ui, das ist ja auch spannend, Kunst und Heilung zu vereinen”

Naja, er kommt an die Kasse, erkennt mich sofort, gibt mir die Hand, ist voll erfreut mich zu sehen und ich spreche ihn darauf an, dass ich ihn schon vor kurzem an der Uniklinik gesehen habe. Er entgegenete, dass ich ihm da auch aufgefallen sei, aber zu spät um zu grüßen. Daraufhin frage ich ihn nach seiner Tätigkeit in der Uniklinik und dass ja gerade die kölner Uni sehr der Psychosomatik zugewandt ist, dass ich viel über die Wirkung von Maltherapie bei gestressten Managern gehört hätte und das total irre sei. Er schaute mich daraufhin seltsam an und ich entgegnetet:

“Ich studiere mittlerweile Medizin”
Er: “Ach was, ist ja irre. Willst du dann auch die Schauspielerei irgendwie mit der Medizin verbinden?”
Ich: “Äh, ne, ich interessiere mich eigentlich für Essen bzw. Ernährung.
Er: “Ach, das ist ja cool, wir machen da von der Uniklinik aus auch immer total viel mit Präventionsmaßnahmen und kooperieren auch mit Dr. Spitz”
Ich: “Prof. Dr. Jörg Spitz?”
Er: “Genau!”
Ich: “Ich lese gerade ein Buch von dem!”
Er: “Ach, quatsch, jetzt echt? - In zwei Wochen findet ein Symposium in Frankfurt statt, mit Prof. Dr. Spitz und wir singen dort. Ich kann dir eine Freikarte dafür besorgen. Ich trag' dich dann einfach als einen der Sänger ein.”

Und ich dachte: “Oh, my Goodness” - Ja, klar, ich hab mich vorgestern kurz gefragt, ob irgendwie die Möglichkeit besteht Dr. Spitz oder Dr. Reichardt zu kontaktieren und sie nach meiner Vitamin D-Hypothese zu befragen, aber wer kommt denn schon auf die Idee, dass das Schicksal einem vielleicht einfach so eine Möglichkeit für eine Begegnung auf dem Silbertablett präsentiert!!! Ich war völlig baff...Und den ganzen Tag im Rausch dadurch.

Solche Synchronizitäten sind irre, wenn man sie erlebt, das Gesetz der Anziehung in Aktion und eigentlich könnte das Leben immer so sein, wenn man sich in guter Stimmung und Gelassenheit übt. Und das fällt mir derzeit superleicht. Natürlich jetzt, wenn ich es mir ausmale schüre ich wieder Widerstand, versuche Dinge zu “machen”, denke ich muss planen, überlege, was ich sagen könnte und frage mich ob das Symposium überhaupt für Vitamin D da ist oder ob meine Frage den Rahmen sprengen könnte. Oder ob es gar nicht dazu kommt, weil allzu viele Männer ja alles nur mit dem Mund können...Und das ist meist der Moment, wenn man alle Versuche des Universums einem alles zu liefern was man sich wünscht, selber zerstört. Also denke ich an Gelassenheit....Und freue mich über so irre “Zufälle”.

Nach dem Bioladen musste ich zum Gesangsunterricht und auf dem Weg da hin in der Bahn lese ich in Dr. Sputz' Buch Krebszellen mögen keine Sonne. Vitamin D - der Schutzschild gegen Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen: Ärztlicher Rat für Betroffene. Und dann schreibt der das das hier:

"Dr. Adamek wies erstmals empirisch nach, dass Menschen, die singen, psychisch und physisch gesünder sind. Er zeigt, dass ein Mensch, der sein Singen nicht als alltägliches Verhalten pflegt auch nicht seine vollen Lebenspotentiale entfalten kann. Singen ist also sowohl Gesundheitserreger als auch allgemeines Lebenselexier. Singen aktiviert nachweislich die "innere Hausapotheke", die körpereigene Produktion von Hormonen und Botenstoffen im Gehirn. Wer seine alltagstaugliche Fähigkeit zu singen nicht entfalten kann, hat Nachteile im Leben"

Und ich denke wieder: Wie irre ist das denn???

Daher kommt diese Connection zwischen dem Sänger und Prof. Dr. Spitz. Tatsächlich ist Dr. Spitz wohl der führende Präventionsmediziner Deutschlands. Er hat eine Stiftung gegründet die Deutsche Stiftung für Gesundheitsinfromation und Prävention und  dazu zählt er auch ds Singen und weist auf das Internationale Netzwerk zur Förderung der Alltagskultur des Singens e.V. Hin. Mir war ja schon immer klar, dass mein Gesangsunterricht, der eigentlich zur Erweiterung meiner beruflichen Qualifikation dient, die beste Form der Psychotherapie ist, aber dass sich Singen auf die Produktion von Botenstoffen und Hormonen auswirkt!!! Vielleicht sogar auf die Produktion von Vitamin D?;-)))

Also, mit Dr. Spitz muss ich mich auf jeden Fall noch näher beschäftigen und mit allem was er macht. Jedenfalls ist er meiner Meinung, dass viel mehr Aufklärung erfolgen muss. Und dass es leider schwer fällt Menschen zu einer Veränderung ihres Verhaltens zu bewegen. Er sagt, es sei wohl genau so schwer die Menschen dazu zu bewegen in die Sonne zu gehen, wie es ist sie zur sportlichen Ertüchtigung zu kriegen oder sie davon zu überzeugen wenigstens “5 am Tag” zu essen.

Krass, also schreibe ich weiter, fiebere meinem 1000000 Seitenaufruf entgegen und schere mich einen Dreck darum, ob ich damit Geld verdienen kann oder nicht. Jeder Mensch, dem es durch irgendwas, was ich geschrieben habe besser geht, ist Lohn genug.

Ich habe das Zitat von Dr. Spitz gestern Abend auch bei Facebook gepostet und meine Rohkostfreunde waren dem Singen gegenüber genau so skeptisch, wie andere Leute Sport, Gemüse und Sonnenlicht gegenüber. Die meisten haben behauptet sie könnten nicht singen und würden es deshalb nicht tun. Vielleicht ist es genau umgekehrt. Die “Stimmbänder” sind auch nur ein Muskel, den man trainieren kann, so wie alle anderen Muskeln am Körper. Hinzu kommt aber, dass der Kehlkopf durch den Vagus Nerv innerviert wird, beziehungsweise durch dessen Abgänge, den N. laryngeus superior und recurrens. Und was interviert der Vagus noch? Alle unwillkürliche Muskulatur, wie den Darm z.B. Der Vagus arbeitet, ohne dass man seinen Kopf da rein schalten kann. Wenn also die Stimme stockt, kann es sein, dass auch irgendwas anderes im Vagus stockt. Und vielleicht singen diese Leute ja nicht deshalb nicht, weil sie es nicht können, sondern sie können es nicht, weil irgendwas neuronal nicht funktioniert!?

Deshalb ist Singen für mich Psychotherapie. Ich lerne dabei unglaublich viel über mich selbst und wo etwas psychisch nicht stimmt. Die Gesangsstimme ist sowas von sauempfinglich, was alle Gefühle betrifft, dass man damit nicht lügen kann. In der Sprechstimme kann ich alles Schauspielern aber beim Singen geht das nicht. Jeden Scheiß hört man da oder, wenn es nicht echt ist, berührt es den Zuhörer nicht. Dashalb habe ich einen Heidenrespekt vor hervorragenden Berufssängern. Ich habe aber auch eine Gesangslehrerin, die sehr belesen ist, psychosomatisch bewandert und philosophisch voll auf der Höhe!

Ich war völlig fasziniert von den Ereignissen des gestrigen Tags und frage mich warum ich so viel über Essen schreibe und nicht übers Singen!;-) Oder diese unendliche Fülle an Dingen die man machen kann um seine Gesundheit zu verbessern. Irgendwie haben wir alles verlernt...Ich werde noch viel Stoff für den Rest meines Lebens zu erforschen haben.:-)))

Menu des Tages am 21. März

Frischkornbrei aus Sprießkornhafer, Walnüssen, Cashews, Paranuss, Banane, Zimt, Sunwarrior Vanille, Granatapfel


2 Grüntee

1 Roggenvollkornbrötchen
Salat aus Romana, Tomate, Möhre, Avocado, Salz, Pfeffer, Frühlingszwiebel
1 Banane

1 Schlaumeier (Vollkornbrötchen mit Saaten)
½ vegane Mandel-Johannisbeer-Schnitte

Gemüsepfanne aus Lauch, Blumenkohl, Möhre, Pastinake, Zucchini, Curry, Garam Masala, Salz, Pfeffer, Kokosöl, Sojacuisine, Tomate, Petersilie


250 ml Rotwein

Kennt ihr den schon?



Sprießkornhafer in Demeterqulität. Bioladenware, keimfähig, neu in meinem Sortiment.

Sonst hab ich nicht viel zu sagen. Reicht ja auch erstmal. Dr. Spitz' Buch an sich gefällt mir übrigens nicht so sehr. Es ist für mich persönlich zu laienverständlich geschrieben. Er geht zu wenig in biochemische Details, aber er verweist noch auf viele weiteren Büchern, wenn man mehr wissen will, was gut ist. Schlussendlich soll es die Patienten einfach dazu inspirieren auch selber was für ihre Gesundheit zu tun und in die Sonne zu gehen, sich zu bewegen, mehr Gemüse zu essen. Aber er gibt auch die Option den einfacherern Weg zu gehen und Nahrungsergänzungsmittel zu nutzen sowohl für Mikronährstoffe, also auch für Vitamin D. Darüber hinaus fand ich sehr interessant zu lesen, dass er Studien vergleicht. Eine an Ratten, die älter wurden, weil sie weniger zu essen bekamen. Das ist das wo viele in der alternativen Ernährungsszene drüber sprechen, auch Dr. Cousens und Doug Graham, dass Kalorienrestriktion einen älter werden lässt. Es wurden aber die Ratten noch älter, die viele Antioxidantien zu essen bekamen!

Von Nahrungsergänzungsmitteln bin ich aber einfach kein Fan. Viele Ernährungsmediziner machen es sich und den Patienten so zu leicht und es ist noch lange nicht erforscht was noch alles für sinnvolle Stoffe in echten Nahrungsmitteln sind, die man gar nicht in Nahrungsergänzungsmittel packen kann. Ballaststoffe zum Beispiel. Man kommt an vollwertiger Nahrung einfach nicht vorbei und deshalb steht auch auf allen Nahrungseergänzungsmitteln: “Ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung”

Alles Liebe,

Silke



Donnerstag, 20. März 2014

Vitamin-D-Erkenntnisse-und-Hypothesen



Ich war den ganzen Dienstag noch wie vom Donner gerührt und völlig leidenschaftlich ergriffen von diesem Vitamin D-Thema. Besonders davon, dass mir aufgefallen ist, dass es eben nicht aus Cholesterin synthetisiert wird, sondern aus dessen Vorstufe 7-Dehydrocholesterol. Wenn man nämlich in Biochemielehrbücher schaut und zwar in das Kapitel über die Steroidhormonsynthese wird Vitamin D meistens einfach zu gezählt und als Derivat des Cholesterins bezeichnet.

Ich hab mich gefragt ob ich spinne, ob ich der erste Mensch bin, dem es auffällt, dass da ein Unterschied besteht oder ob das überhaupt keine Relevanz hat, weil der Körper vielleicht auch Cholesterin wieder zurück verwandeln kann in 7-Dehydrocholesterol.

Wenn man nämlich in den selben Biochemielehrbüchern bei Vitamin D-Synthese schaut, wird da definitv erklärt, dass 7-Dehydrocholesterol eine Vorstufe des Cholesterins ist und sich der Körper der Cholesterinbiosynthese bedient um Vitamin D zu synthetisieren und nicht etwa des Cholesterins.

Ich habe also recherchiert um raus zu finden ob ich bescheuert bin oder andere Leute zu nachlässig. Das 7-Dehydrocholesterol wird durch das Enzym 7-Dehydrocholesterol-Reduktase in Cholesterin umgewandelt. Das Ganze funktioniert NADP-abhängig. Nun hab ich gedacht, womöglich gibt es ja auch ein Enzym, was diese Reaktion rückgängig machen kann. Eine Art “7-Dehydrocholesterol-Oxidase”, die Cholesterin zu 7-Dehydrocholesterol verarbeitet. Ich hab die internationale Enzymdatenbank Brenda durchforscht und bin schlussendlich darauf gestoßen, dass diese Reaktion irreversibel ist. Niemals jemals kann der Körper Cholesterin zu 7-Dehydrocholesterol dem Provitamin D verwandeln.

Und dann stellte sich für mich die Frage: Ist das bisher niemandem aufgefallen? Ist das vielleicht nicht wichtig? Warum wird das so leichtfertig übergangen? Auch Prof. Dr. Spitz in Krebszellen mögen keine Sonne. Vitamin D - der Schutzschild gegen Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen übergeht diesen Zusammenhang genau so leichtfertig wie die Biochemie-Lehrbücher. Auch im DocCheck, dem Wikipedia für Medizinstudenten, wurde Vitamin D einfach als Steroidhormon und damit als Cholesterinderivat einsortiert, was mich so gefuchst hat, dass ich den Eintrag abgeändert habe.

Nun zweifele ich ja immer zu allererst an mir selbst, aber könnte es nicht sein, dass folgender Mechanismus eine Rolle spielt: Der Mensch konsumiert Cholesterin mit der Nahrung. Da die Cholesteribiosynthese durch ihr eigenes Produkt, das Cholesterin, gehemmt wird, läuft sie weniger stark ab und es wird weniger 7-Dehydrocholesterol gebildet, was zu einer geringeren Produktion von Vitamin D führt.

Man geht davon aus, dass 60-90% der Deutschen einen Vitamin D-Mangel aufweisen. Als Ursache wird einfach immer der Sonnenlichmangel angenommen. Was aber, wenn auch das Cholesterin (und später bei der hydroxylierung auch das Kalzium) eine Rolle bei verminderter Vitamin D Synthese spielt. 60-90% der Deutschen konsumieren schließlich auch zu viel Fleisch und Milchprodukte! Es kann natürlich auch sein, dass wenn man Cholesterin mit der Nahrung aufnimmt, der Körper weniger körpereigenes Cholesterin für die Synthese der Steroidhormone und Gallensäure, die direkt aus dem Cholesterin synthetisiert werden, benötigt und sich der Mechanismus schlussendlich die Waage hält. Also dachte ich, vielleicht hat da ja mal irgendwer eine Studie drüber gemacht.

Ich hab also 7-Dehydrocholesterol in PubMed eingegeben und zumindest beim ersten Durchsehen nicht Relevantes gefunden, aber doch so viele Informationen, dass man vielleicht was Relevantes finden könnte und damit ein tolles Thema für eine Doktorarbeit.

Ich weiß also gar nichts, kann nichts rausfinden und auch die größten Vitamin D-Experten Deutschlands scheinen sich keine Gedanken darüber gemacht zu haben. Komischerweise schützt Vitamin D aber genau vor den Krebserkrankungen besonders, die am meisten mit Fleisch und Milchprodukten in Verbindung gebracht werden. Prostata-, Brus-t und Darmkrebs. Mit Herz-Kreislauferkrankungen wird es in Verbindung gebracht, mit Typ I und II Diabetes und auch die gehen auf den Verzehr von Fleisch und Milchprodukten zurück. Ist das reine Zufall oder ein tatsächlicher Pathogenesemechanismus, dem niemand Aufmerksamkeit schenkt, nicht mal Barnard, Esselstyn, McDougall, Ornish und weiß der Geier welcher vegane Arzt da draußen noch???

Vitamin D wird aber auch mit Neurodermits und Schuppenflechten in Verbindung gebracht und das sind zufälligerweise die Krankheiten, an denen alle meine Lieben leiden. Mein Vater und meine Schwester haben Neurodermitis, mein Joggingfreund Schuppenflechte. Ich habe tausende Geschichten gehört, dass man mit Vermeidung von Milchprodukten Neurodermitis und Schuppenflechte lindern oder heilen kann, aber ich wusste bisher keinen Mechanismus, der da hinter stecken könnte. Hier ist einer! Alle drei gehen im Sommer auch bevorzugt in die Sonne, weil Sonnenlicht der Hauterkrankung gut tut. Die Pharmaindustrie hat vitamin-D-haltige Medikamente zur Linderung entwickelt.

Parallel dazu erhielt ich eine E-Mail einer Leserin, eigentlich zu einem völlig anderen Thema, die mir erzähltie, sie habe angefangen sich mit Ernährung auseinander zu setzten um die Neurodermitis und das Asthma ihrer Söhne zu heilen. Die Kinderärztin hätte ihr da nicht helfen können und nur Medikamente verschrieben. Sie sei dann auf die tiereiweißfreie Ernährung nach Dr. Bruker gestoßen, also vitalstoffreiche Vollwertkost, und die Krankheiten seien verschwunden. Irre oder? Aber vielleicht ist es nicht nur das Kalzium in der Milch, vielleicht ist es auch gar nicht das tierische Eiweiß, obwohl das natürlich die Niere schädigen kann, welche für die Hydroxilierung der Vorstufe von Vitamin D zuständig ist, vielleicht ist es einfach das Cholesterin in tierischen Produkten, was dafür sorgt, dass nicht genug 7-Dehydrocholesterol produziert wird.

Es wird aber noch verrückter: Menschen mit einem zu hohen Cholesterinspiegel bekommen Cholesterinsenker verschrieben, die in die körpereigene Cholesterinbiosynthese eingreifen und zwar nicht beim allerletzten Schritt der Synthese: 7-Dehydrocholesterol zu Cholesterin, sondern viel weiter vorne. In die Beta-HMG-CoA-Reduktase-Reaktion. Wer Cholesterinsenker nimmt produziert daher auch weniger 7-Dehydrocholesterol und damit schlussendlich weniger Vitamin D.

Bis dato ist das also nur eine Hypothese von mir, aber es sieht nach einem verdammt guten Thema für eine Doktorarbeit aus. Es ist auch sicherlich nicht der einzige Mechanismus, auf den Fleisch und Milchprodukte die Gesundheit verschlechtern, aber womöglich einer, dem zu wenig Beachtung geschenkt wird. Ist ja auch klar, die Pharmaindustrie will lieber ihre Cholesterinsenker und ihre Vitamin D-Präparate verkaufen, die Patienten möchten schnelle Lösungen und sogar in der alternativen Ernährungsszene wird allzu bereitwillig hochdosiertes Vitamin D eingeworfen.

Tja, und wenn dem so ist, habe Fleisch und Milchprodukte mir meine Kindheit versaut, bzw. der Vitamin D-Mangel. Meine Schwester kam mit Asthma und Neurodermitis zur Welt, meine Mutter hatte mit 25 Jahren schon Nierensteine, arbeitete dann ihr Leben lang als Nachtschwester im Krankenhaus, hat alle Zivilisationskrankheite und ist unglücklich (hat nur meinem Vater die Schuld dafür in die Schuhe geschoben und nicht dem Essen) meine Oma mütterlicherseits verstarb an Lymphdrüsenkrebs, den Prof. Dr. Spitz auch mit Vitamin D-Mangel in Verbindung bringt, meine Schwester hatte den auch und so ist meine Haupterinnerung an meine Kindheit irgendwie ein ewiges Rumsitzen in Krankenhäusern, entweder am Bett meiner Oma, oder an dem meiner Schwester, und ich erinnere mich an Schimpfe von meiner Mutter, weil ich morgens mal wieder zu laut war und sie nach ihrem Nachtdienst schlafen wollte. Und ich erinnere mich an aufgewärmte Dosenravioli, die mein Mittagessen im Auto auf dem Weg ins Krankenhaus waren nachdem mich meine Mutter von der Schule abgeholt hat. Ich weiß nicht, vergisst man das Gute und erinnert sich immer nur an das Schlechter? Oder war es mehr schlechtes als gutes. Ich weiß nur, es war Normalität...

Ich wollte am Dienstag gleich alle anrufen, die ich kenne und erzählen: Ich hab den Mechanismus hinter all euren Krankheiten entdeckt! Lasst Fleisch und Milchprodukte weg, weil sie Cholesterin liefern und Kalzium und das zu verringerter Vitamin D Produktion führt – aber ich wusste, das ist sowieso sinnlos. Es hört keiner auf mich, genau so wenig wie man auf Kassandra hörte, als sie den Untergang von Troja voraus sagte. C'est la vie. Da nützt es auch gar nichts, dass ich Medizin studiere. Ich wette es gibt Nobelpreisträger, deren Familien nicht auf ihre Gesundheitsratschläge hören! Womöglich renne sie dann alle los und und holen sich Vitamin D von DM. Dabei gibt es noch viele weitere Mechanismen über die Fleisch und Milchprodukte zu Krankheiten führen...

Menu des Tages am 19. März

Frischkornbrei aus Dinkel, Banane, Zimt, Sunwarrior Vanille, Blaubeerriegel, Paranuss, Granatapfel


2 Grüntee

2 Bananen
1 Dinkel-Saaten-Perle

1 Schokoladentrüffel (aus dem Newsletter)


1 Banane
Salat aus Chinakohl, Paprika, Möhre, Avocado, Tomate, Zucchini, gedünsteter Brokkoli, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Limettensaft


8 g Ombar dark

Rest Salat vom Mittagessen
1 Banane
2 Schokoladentrüffel
100 ml Rotwein
1 Banane

Oh, ich war müde gestern. Mein Kaffee ist aus und ich will auch keinen neuen mehr kaufen. Der Stress ist vorbei und jetzt bin ich gestern zu Grüntee über gegangen. Viiiiel weniger Koffein....gefühlt jedenfalls.

Ich war morgens 5 Stunden im Bioladen und nachmittags bei traumschönen Wetter Flyer verteilen und superdankbar für die wunderbare Sonne. So ein Winter sollte immer sein und wenn ich in den letzten 2 Monaten einen Vitamin D Mangel entwickelt haben sollte, so ist der spätestens seit gestern definitiv behoben.

Ich will den Flyer-Verteil-Job eigentlich aufgeben, weil ich andere Jobs habe, die mir viel mehr Spaß machen und weil ich das Geld nicht brauche, aber gestern habe ich doch festgestellt, dass der mir eigentlich doch gut tut. Ich muss es halt nur schaffen immer bei gutem Wetter und ohne Stress raus zu fahren. :-)))
Hm...nochmal drüber nachdenken....

Aber falls Biochemiker oder Mediziner da draußen sind, die mehr darüber wissen oder irgendwelche Studien kenne, wie die körpereigene Cholesterinsynthese sowie die Synthese der Steroidhormone und der Gallensäure durch Nahrungscholesterin beeinflusst wird: Alles zu mir bitte....silke@rohelust.com

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats März 2014:
Arganöl nativ, 250 ml - 20,90 € statt 23,90 €
Rawmeo Mix, 63 g - 2,45 € statt 2,99 €
Ombar Goji. 38 g - 2,49 € statt 2,89 €

Lovechock Ananas/Inkaberry - 2,59 € statt 2,99 €


Rohe bio Macadamianüsse, 200 g - 6,40 € statt 7,90 €




Dienstag, 18. März 2014

Vitamin D



Ich will eigentlich gar nicht darüber schreiben und zwar aus zwei Gründen. a) Ich gehe nicht davon aus, dass ich ein Problem damit habe. b) Mir wird bei dem Thema immer schwindelich, weil es so unglaublich kompliziert ist. Somit gibt es dann eigentlich auch noch einen Grund c) Ich erachte mich selbst nicht als kompetent.

Dennoch wurde ich in den letzten 2 Tagen mit noch inkompetenteren Meinungen dazu konfrontiert und daher sehe ich mich gezwungen zumindest über das zu schreiben was ich weiß.

Also, Vitamin D: Vitamin D ist vor allem wichtig für den Knochenaufbau. Das weiß man seit Jahrzehnten, Kinder bekamen aus dem Grund früher Lebertran zu essen, damit sie keine O- oder X-Beine (Rachitis) bekommen. Seit den 90er Jahren ist auch bekannt, dass Vitamin D-Mangel zu Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen sowie diversen Krebsleiden führen kann. Ohne Frage ist es ein wirklich wichtiges Vitamin. (Schaut euch den Wikipedia Artikel dazu an und vor allem das Gemälde Albrecht Dürer: Beim Jesuskind in “Maria mit der Birnenschnitte” wird ein Vitamin-D-Mangel diagnostiziert. - Irre!)

Vitamin D ist aber meistens gar kein Vitamin obwohl man es als Vitamin durch Fisch aufnehmen kann. Meistens ist es ein Hormon, weil der Körper es selber synthetisiert und zwar aus einem Zwischenprodukt der Cholesterinbiosynthese, dem 7-Dehydrocholesterol. So mancher Laie erzählt immer wieder gerne, dass Vitamin D aus Cholesterin hergestellt wird, das stimmt aber nicht. Die Steroidhormone Testosteron, Östradiol, Progesteron, Cortisol und Aldosteron werden aus Cholesterin hergestellt, Vitamin D aber nicht. Die Cholesterinbiosynthes, bei der dann ja auch das 7-Dehydrocholesterol entsteht wird reguliert durch ihr eigenes Produkt, das Cholesterin. Wenn Cholesterin ausreichend vorhanden ist, wird keines hergestellt und damit auch kein 7-Dehydrachosterol, was als Vorläufermolekül für das Vitamin D dient. Wer also Tierprodukte verzehrt, welche viel Cholesterin enthalten, schmeißt seine Cholesterinbiosynthes nicht an und hat demnach auch weniger 7-Dehydrocholesterol.

Das war jetzt schon kompliziert genug und meine eigenen Neurone beschweren sich, weil ich so angestrengt denken muss, aber es wird noch schlimmer!!! - Dieses 7-Dehydrocholesterol wandert nun zur Haut und wird dort mit Hilfe von UVB-Licht aktiviert. Dann wandert es weiter zur Leber, wird dort hydroxyliert, geht noch weiter zur Niere, wird dort wieder hydroxyliert und fertig ist das Vitamin D. Auf diesem Syntheseweg gibt es also mindestens 4 Schritt in denen was schief laufen kann, was zu einem Vitamin-D-Mangel führen kann. Die Cholesterinbiosynthese kann gehemmt sein, man kann zu wenig Sonnenlicht bekommen, man kann einen Leber- oder auch einen Nierenschaden haben und somit nicht ausreichend Vitamin D selber produzieren.

Vitamin D ist wichtig für die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm ins Blut. Da ich genug Kalzium im Blut habe gehe ich nicht davon aus, dass ich zu wenig Vitamin D produziere. Bei meinem Bluttest letztes Jahr im Januar (also im Winter, wo man in unseren Breiten zu wenig Vitamin D produziert hatte ich einen Kalziumwert von 2,3 mmol/l. Normal sind 2,1-2,6. Vitamin D selber habe ich nie messen lassen, genau so wenig wie B12. Wenn irgendwas an meinem Blutbild in Schieflage gewesen wäre, hätte man weiter messen können. War es aber nicht.

Nun wird Vitamin-D-Mangel vor allem auch mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht und dazu schreibt Barnard wieder Interessantes in The Cancer Survivor's Guide: Foods That Help You Fight Back was sich mit der Harvard-Seite, die ich die Tage schon verlinkt habe deckt, wo es heißt, zu viel Kalzium begünstige Prostatakrebs. Wenn man nämlich viel Kalzium in Form von Milchprodukten isst gelangt auch viel davon ins Blut, was dem Körper wiederum suggeriert er brauche jetzt nicht mehr so viel Vitamin D produzieren, da ja nicht mehr viel Kalzium vom Darm ins Blut aufgenommen werden muss (ist ja viel da) und somit reduziert er seine Vitamin-D-Produktion. Leider wird ein Großteil des Kalziums aus Milch aber direkt wieder ausgeschieden und nicht für den Knochenaufbau verwendet und somit spielt die Kuhmilch dem Menschen einen ganz schönen Streich. Wie gesagt, man muss kein Einstein sein um zu erkennen, dass es nicht gesund sein kann als Erwachsener Milch einer anderen Spezies zu konsumieren.

Und weil das alles so kompliziert ist und so viel schief gehen kann ist die offizielle Meinung der DGE, dass man in unseren Breiten Vitamin D supplementieren soll. In einem Interview mit dem Spiegel legt Jörg Reichrath, Professor für Dermatologie an der Universität des Saarlandes und Mitglied der Arbeitsgruppe Vitamin D der Deutschen Gesellschaft für Ernährung seine Meinung zu Vitamin D da. Er supplementiert selber. (Was kein Wunder ist in Anbetracht dessen, dass man laut DGE ein bisschen Fleisch und bisschen Milch konsumieren darf. So hat man dann auch bisschen schlechtere Vitamin D-Werte und kann sie weg supplementieren) Er erklärt aber auch, dass es Studien an U-Boot Mannschaften gibt, die belegen, dass Vitamin D mehrere Wochen bis Monate gespeichert werden kann. Und es hängt selbstredend davon ab welchen Hautton man hat und wie oft man in die Sonne geht, ob man genug Vitamin D produziert. Ich bin rothaarig und damit sehr hellhäutig und fahre viel Fahrrad und gehe joggen. Außerdem verwende ich keine Sonnencreme. Da könnte ein Zusammenhang bestehen.

Natürlich ist auch Fleisch essen, geschweige denn Milchprodukte konsumieren keine Lösung. Im Gegenteil (s.o.) Vitamin D ist in Fisch und in Pilzen enthalten und zwar in seiner aktiven Form, ohne dass es Sonnenlicht braucht. In Avocados auch. Und das ist auch der Grund warum Eskimos, ohne viel Sonnenlicht zu bekommen, keinen Vitamin-D-Mangel haben. Es ist der Fisch. Vielleicht spielt auch mein gelegentllicher Sushikonsum eine Rolle.

Komischerweise habe ich in keinem der Artikel groß was über Winterdepression und Vitamin D entdeckt. Ist das auch nur ein Ammenmärchen? Ich bin immer davon aus gegangen, dass ich, sobald ich mal ne Winterdepression habe, was ich nie habe, meinen Vitamin D-Spiegel testen lassen sollte.  Ich weiß von Rohköstlern oder Veganern, dass sie als Indikator für ihren Vitamin-D-Mangel gesehen haben, dass sie Lust auf Lachs bekamen. Ich weiß auch, dass sie behaupten, dass Vitamin-D-Mangel durch den Besuch im Solarium verschwindet aber, der Herr von der DGE sagt, das dort nur UVA-Licht, was bräunt, ausgestrahlt  wird, aber nicht das UVB-Licht, was Vitamin D aktiviert.

Ich finde ja, es geht nix über die Natur. Eigentlich lebt die Menschheit doch schon ganz schön lange in Mitteleuropa und irgendwie müssen wir doch auch hier den Winter überlebt haben. Es wird immer gesagt, dass der Vitamin-D-Mangel mit der Industrialisierung los ging, weil man anfing in Fabriken zu arbeiten, statt auf dem Feld. In dem Zusammenhang wundert mich aber warum Albrecht Düreres Jesuskind von 1512 einen Vitamin -D.Mangel aufweist.

Ach ja, vieleicht noch abschließend. Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin und wird damit vom Körper im Fettgewebe gespeichert. So manch ein sich für sehr clever haltender Laie kommt nämlich auf die Idee Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen und denkt, weil ein bisschen von etwas ja gut ist, muss viel noch besser sein. (Siehe Wasser im gestrigen Post) Zu viel Vitamin D führt z.B. zu Kalziumeinlagerungen in der Niere und zur Hemmung des Parathormons.

Ich hab aber gestern auch noch ein Buch bestellt, was mir aufgefallen ist, als ich Krebszellen mögen keine Himbeeren verlinkt habe. In Analogie dazu gibt es nämlich auch noch Krebszellen mögen keine Sonne. Vitamin D - der Schutzschild gegen Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen: Ärztlicher Rat für Betroffene.  . Mal sehen was der Herr Prof. Dr. Spitz Interessantes zu berichten hat

Menu des Tages 17. März

Frischkornbrei aus Buchweizen, Banane, Sunwarrior Vanille, Blaubeerriegel, Paranuss, wilde Mango


2 Kaffee + Stevia
8 g Ombar

1 Laugenbrezel
2 Bananen

Gemüsepfanne aus Mangold, Sellerie, Tomate,  Möhre, Tofu, Salz, Pfeffer



Salat aus Chinakohl, gedünstetem Brokkoli, Paprika, Tomate, Möhre, Petersilie, Knoblauch, Basilikumpesto, Salz, Pfeffer


2 Bananen mit roher Cashewcreme

Und hier noch ein schicker, plastikfreier Einkauf:


Ich hatte ne ganz blöde Schicht im Bioladen. Von 10-18 Uhr, was mit meinen Hungerphasen nicht übereinstimmte und vor allem war ich an der Wurst und Käse-Theke. Eine Kundin hat sich beklagt, dass ich ihr nicht erklären konnte, warum unser Kochschinken eine andere Farbe hat als solcher bei Aldi. Sie fand, wir sollten an unserem Service arbeiten. Ich hab mich bestimmt nicht um die Wurst/Käse-Theke gerissen, aber bei Personalmangel passiert sowas nun mal. Da ich meiner Chefin versprochen habe niemandem zu erzählen, dass man von Fleisch Darmkrebs bekommt, habe ich das selbstredend auch nicht erzählt. Tja, man kann Service werten wie man möchte. Wenn ich es als Arzt dem Patienten erzähle bin ich gut in meinem Job, wenn ich es der Kundin im Bioladen erzähle, bin ich schlecht.
Dabei kauft die doch im Bioladen, um sich gesund zu ernähren! - Die Welt ist ein Irrenhaus, Leute...

Alles Liebe,

Silke



Donnerstag, 22. September 2011

Paranuss Parmesan und fettarme Spanische Mandelsauce....

Hallo Liebes,

Tag 901: Sabine hat mich gefragt, wie ich eigentlich den Knoblauch an den Brokkoli kriege. Gut Frage eigentlich, obwohl ich noch nie darüber nachgedacht habe. Ich habe irgendwie ausversehen, vor 15 Jahren oder so, schon mal rausgefunden, wie man fettarm kochen kann und zwar, indem man einfach ein bisschen Wasser in die Pfanne, bzw. den Wok gibt. Allein zum Kochen ist das Öl nämlich eigentlich gar nicht nötig. Daher bereite ich den Brokkoli wie folgt zu.

Ich stelle den Wok auf den Herd und geben ein bisschen Wasser hinein. Ca 30-50 ml. Dann kommt die komplette Packung Brokkoli hinzu, darauf dann ca. ¾ TL Salz, eine durchgepresste Knoblauchzehe und eine Prise (oder nach Geschmack) Pfeffer. Das ist der gefrorene Brokkoli wohlgemerkt, was natürlich unwirtschaftlich ist, besser wäre es, ihn im Kühlschrank auftauen zu lassen…vielleicht sollte ich das in Zukunft machen. Ich stelle die Herdplatte auf die höchste Stufe bis das Wasser kocht und dann runter auf halbe Hitze. Und dann lasse ich den Brokkoli unter gelegentlichem Rühren kochen. Wobei ich darauf achte, dass sich die Röschen auch gleichmäßig am Rand des Woks verteilen, denn die Hitze der Herdplatte wandert in die Seiten hoch. Es dauert ca. 15-20 Minuten bis der Brokkoli gar ist, wobei ich zu meinem Leidwesen feststellen muss, je garer, desto lieber mag ich ihn….Umpf. Und so vermischen sich dann auch ohne Öl die Aromen.

Gestern war eh ein Küchentag. Zunächst Mal kam Geld. Dem Himmel sei Dank und ich konnte einkaufen. Was zur Folge hatte, dass als ich in der Rewe Gemüseabteilung stand, ich dringend einen Salat wollte. Ein Salat, der die letzten Tage gar nicht möglich war…Ich habe ihn vermisst, mehr noch als Bananen! Also habe ich einen Fertigsalat gekauft, weil ich eine halbe Stunde später zur Arbeit musste und keine Zeit mehr gehabt hätte einen Salat zuzubereiten. Leider war nur noch einer da und zwar einer, der Feta enthielt. Zwar nur 23 g aber, eigentlich hätte ich einen anderen bevorzugt. Und den Salat habe ich dann garniert mit einer fettarme Variante der Spanischen Mandelsauce, die zwar leider nicht ganz so geil schmeckt, wie das Original, aber immer noch ziemlich gut.

Die geht so:
Fettarme Spanische Mandelsauce

80 g Kichererbsen, aus dem Glas
20 g Mandeln oder Mandelmus
125 g Tomaten
1 Knoblauchzehe
½ Chilischote
1 TL Agave oder Honig oder eine Prise Stevia…(ich habe Stevia genommen)
1 TL Salz

Alles im Mixer pürieren und fertig ist die Salatsauce oder der Dip.

Später habe ich dann festgestellt, dass die Sauce sich im Kühlschrank trennt, was aber kein großes Problem ist, weil man sie einfach wieder zusammen rühren kann. Der Vorteil den dieses Sauce hat ist nun, dass sie sehr fettarm und dazu sehr Eiweißreich ist. Die herkömmliche Variante besteht ja fast nur aus Fett.

50 g herkömmliche Spanische Mandelsauce enthält 16 g Fett, die Fettarme nur 2 g.

Später am Abend habe ich diese Sauce dann auch auf Kartoffeln gegeben und auch das war köstlich. Allerdings gab es da noch eine weitere Komponente.

Ein Rezept, was mindestens bereits seit 2 Jahren auf meiner Seite steht: Paranuss Parmesan! Paranüsse enthalten ja bekanntlich sehr viel Methionin. 10 g davon enthalten 10% des Tagesbedarfs an Methionin. Leider auch ganze 7 g Fett, aber natürlich die guten Fette, wenn auch kein Omega 3. Aber Parmesan, kann man so ungefähr auf jedes Essen geben und so auch den Paranuss Parmesan. Und so kriegt man auf gesunde und sogar rohe und sehr leckere Art und Weise mehr Methionin in den Speiseplan. Ich habe den Paranuss Parmesan als auf die Kartoffeln mit fettarmer Spanischer Mandelsauce gegeben und es war köstlich. Alles ist köstlich was Fett, Knoblauch und Salz enthält und so auch der Paranuss Parmesan. Und dennoch muss man leider auch hier aufpassen, dass man nicht zu viel davon isst. Auch bei mir gab es gestern nochmal etwas zu viel Fett, aber nicht wegen der Paranüsse, sondern weil ich morgens bereits bei Macadamias zugeschlagen hatte.

Rohkost-Buch

Abends hatte ich dann wieder Zeit zum Lesen und diesmal ging es bei Cousens um B12 und Vitamin D. Er schreibt, 39% aller Fleischesser und 80% aller Veganer und Rohköstler hätten nach 6 Jahren einen B12 Mangel, daher sei es absolut unersetzlich zu supplementieren. Was das Vitamin D betrifft, da hätten Studien allerdings gezeigt, dass Rohköstler meistens bessere Werte aufwiesen als Fleischesser, einfach deshalb, weil die darauf achten viel Sonne zu bekommen und schon ein Lichtschutzfakor von 8, was recht niedrig ist, die Vitamin D Produktion um 95% reduziert. Ich persönlich nehme nie Sonnenschutz, einfach, weil ich bei Rohkost auch nie einen Sonnenbrand bekomme. Mir wird irgendwann zu heiß in der Sonne und dann gehe ich in den Schatten.

Cousens schreibt aber auch, dass wenn man nördlich vom 38. Breitengrad lebt, was wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz tun, es von Herbst ab so gut wie unmöglich sei, genug Vitamin D aus der Sonne zu beziehen. Man kann dann, das ist jetzt von mir und nicht von Cousens, entweder auf die Sonnenbank gehen, oder supplementieren oder Fisch verzehren.

Kris schrieb mir, dass sie die The China Study: The Most Comprehensive Study of Nutrition Ever Conducted and the Startling Implications for Diet, Weight Loss and Long-term Health durch habe und auch T.Colin Campbell empfehle, sobald man 3 Jahre vegan sei, dass man B12 supplementiere. Sie fügte hinzu, dass Campbell auch schreibt, dass die meisten Masttiere eh mit B12 und D supplementiert würde und man es daher genau so gut selber nehmen könne. Macht auch wiederum Sinn.

Die meisten Leute, die mit dieser Ernährung ihre Herztätigkeit und ihre Gesundheit verbessern wollen, brauchen sich also die ersten Jahre eh keine Gedanken darum machen. Vorausgesezt sie gehören zu den 60% die als Fleischesser keinen B12 Mangel hatten.

Mir fällt in dem Moment aber wieder Dr. Joel Fuhrmann ein, der schreibt, dass man maximal 300-350 g tierische Produkte pro Woche verzehren dürfe, wenn man, auf Teufel komm raus, nicht vegan werden möchte. Meine eigenen Recherchen haben ergeben, dass 300-350 g roher Lachs den B12 und D-Bedarf deckt, daher wäre man damit im grünen Bereich. Dank des Schaubildes über die Lebenserwartung von Masttieren, sollte man sich eh aus der Masttierproduktion raushalten und wenn überhaupt Wild verzehren. Persönlich halte ich Fisch aber immer noch für besser, wegen der gesunden Fette die dieser enthält. Und natürlich gibt es auch Lachs in wilder Form.

Jetzt habe ich auch da ein wenig recherchiert, wenn auch nur bei Wikipedia. Da heißt es, dass beim Fischen von Lachs Gesetze existieren, die eine Überfischung verbieten, einfach deshalb, weil Wildlachs schon Anfang 1900 schon mal fast ausgestorben war. Heute wird also nur sehr kontrolliert gefischt und natürlich ist Wildlachs sehr teuer. In meinen Augen ist das eine gute Alternative. Der Fisch wird nicht als Baby bereits getötet, wie die Masttiere, sein Fett ist gesünder, er hat ein faires Leben in Freiheit bevor er zu doof ist dem Netz auszuweichen (ok, das war gemein von mir) und seine Art wird nicht ausgerottet. Es entspricht also ziemlich der Natur des Fressen-und-gefressen-werdens, was nun mal leider der Lauf der Dinge ist.

Das heißt immer noch nicht, dass ich nun regelmäßig Fisch essen werde, aber ich halte das für eine handfeste, wohlüberlegte, gesunde Alternative. B12 ist ja im Übrigen auch sehr hitzeempfindlich, daher würde ich auch empfehlen den Lachs roh, also/oder geräuchert zu essen. Und da bin ich wieder beim Sushi, was zwar leider nicht aus Wildlachs besteht, aber…man kann nicht alles haben, nicht immer….

Mir fällt jedenfalls nicht viel ein, außer die Vergiftung der Meere und Ozeane, die gegen den Verzehr von 300-350 g Wildlachs pro Woche spricht.

Was gab’s zu essen?:

Kakao aus Mandelpüree, Sojalecithin, Kakaopulver und Agavendicksaft


1 Cream-filled delight
3 Bananen
40 g Macadamia Nüsse

11:20 Uhr: 2 kalte Kartoffeln mit Salz

13:30 Uhr: 750 g Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer
Pudding aus 2 Bananen mit etwas Agavendicksaft








15:30 Uhr: Rewesalat mit fettarmer Spanischer Mandelsauce 

 
1 Paranuss

19 Uhr: 3 Kartoffeln, kalt mir Salz

21:30 Uhr: 3 Kartoffeln mit fettarmer Spanischer Mandelsauce und Paranuss Parmesan













Das waren 2293 kcal davon 80g Eiweiß und * ufz* 76 g Fett – wie gesagt, dank der Macadamias. Alle Vitamine waren mehr als notwendig vorhanden, alle Mineralien, Omega 3 und 6 und nur das Methionen blieb bei 79% des Tagesbedarfs. Ich hätte halt Paranüsse statt Macadamias essen sollen, aber da hatte ich noch kein Geld.

Dauerhaft sollte ich mich ab sofort wieder zu mehr Rohkost hinwenden, nicht nur wegen meines Salatjipers gestern im Rewe, sondern weil ich glaube, oder besser den Eindruck habe, dass ich momentan mehr zu Pickeln neige, als normalerweise. Daher sieht das Ziel wie folgt aus. Mittags Salat und nur abends was gekochtes. Und vielleicht komme ich dann auch dazu noch ein paar mehr Rezepte, wie gestern, zu kreieren, denn was nütz alle Theorie, wenn man nicht weiß, wie man es in der Praxis umsetzen soll…

Alles Liebe,

Silke
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Samstag, 12. März 2011

Vitamin D...




Hallo Liebes,

Tag 707: Oh, es ist schon wieder viel zu früh für mich. Mein Chef muss auf einen Hochzeit und ich um 10 Uhr in der Videothek sein, somit klingelt um 5:30 Uhr der Wecker. Dafür war gestern ein Tag der sich gelohnt hat, außer, dass ich mich gegen Abends selber wieder runter gezogen habe, was ich in Zukunft vermeiden werde, denn das ist es nicht wert.

Zunächst mal, war aber gestern besonders gut, weil ich mal wieder unter Menschen kam, oder noch besser, unter Lissa. :-) Ich vermisse gar nicht meinen Joggingfreund, ich vermisse Gesellschaft von Menschen, die mir ähnlich sind, mit denen ich mich über die Dinge unterhalten kann, die mir wichtig sind und die ich verstehe.

Lissa und ich haben uns bestimmt ein halbes Jahr nicht mehr gesehen, obwohl wir, technisch gesehen, nur 30 Minuten mit der Bahn, auseinander wohnen, daher wurde es mal dringend wieder Zeit. Ich hatte überhaupt nichts vorbereitet, da ich nicht wusste was wir überhaupt machen wollen würden, nichts besprochen hatte, und Lissa ein wenig andere Essgewohnheiten hat als ich. Sie verzichtet sowohl auf Öle, als auch auf Salz, Knoblauch und Zwiebeln. Sie hatte dafür eine riesen Papaya, dabei, welche wir eigentlich gemeinsam verspeisen wollten.

Zunächst haben wir aber einen Tee getrunken, uns unterhalten, was so im jeweiligen Leben des anderen passiert ist und ich habe ihr dann dargelegt, was ich mir überlegt hatte was wir tun könnten, wovon ich aber nicht wusste, ob es in ihrem Sinne wäre, weil ich bei ihren Ernährungsgewohnheiten nicht völlig auf dem Laufenden bin. Mein Plan war: Booja-Booja-Eis kaufen gehen bei "Herr Riester" und es dann gemeinsam verspeisen.

Ich meine, dass ist ein absoluter Rohkosttraum!!! Ich weiß nicht wie viele Sommer ich schon den Ring in Köln entlang spaziert bin an heißen Tagen und trotz Rohkost und dem ganzen Drum und Dran, dann in irgendeine Eisdiele spaziert bin, um mir wenigstens eine Kugel Eis zu kaufen. Zugegeben, das ist schon ein paar Jahre her. Oder auch mit Freunden an heißen Tagen, weil Eisdielen einfach toll sind, dort hin bin und meine Ausnahmen gemacht habe.

Das ist jetzt nicht mehr nötig, dann man kann in Köln Rohkosteis essen gehen.:-) Es gibt zwar kein Rohkostrestaurant aber den Feinkost-Bioladen Herr Riester, dessen Sortiment mich einfach total fastziniert, weil es mit so viel Liebe ausgestattet ist. Der Laden ist weder vegan noch roh, aber voll Genuss und weil das Booja-Booja-Eis so lecker ist, haben sie es, ebenso wie die Trüffel, im Sortiment. Sie haben aber auch Käse, rohen Schinken, Wein, Gewürze, Gebäck, Obst und bieten warme Küche an. Also keine stringente Linie aber man spürt die Liebe, mit der sich dort alles zusammenfügt vom Genuss und Gesundheitsaspekt.

Lissa und ich haben uns zuerst unsere Eissorte ausgesucht, Kokosnuss, und haben dann mal durch das Sortiment geschaut, dass Pure Raw dem Laden zur Verfügung gestellt hat. Kirstin hatte mir davon erzählt, dass Herr Riester bald ihre Produkte führen würde, aber seitdem war ich nicht mehr dort. So führt Herr Riester jetzt auch MSM, Chia, Himalayasalz und Xylitol. Wahnsinn, vor 2 Jahren war es noch verboten in Deutschland Chia zu verkaufen und jetzt gibt es das im Laden um die Ecke. Ebenso wie Rohkosteiscreme. Meistens habe ich ja das Gefühl, dass ich alle rohkostinteressierten Menschen schon kenne, aber das muss wirklich ein Trugschluss sein, denn der Markt ist so was von noch nicht gesättigt!!!

Lissa und ich waren selig. Wir hatten eigentlich vor unsere Eisbecher im Laden selbst, der ja auch ein Restaurant ist, zu verzehren, dass war aber nicht erlaubt, weil wir ein „To-go Produkt“ erworben hatten. Die Bedienung war aber so nett uns anzubieten, dass wir zwei Löffel bekommen könnten, um es dann draußen zu verzehren. Und das war dann eigentlich noch mehr wie Eisdiele, weil vor Herr Riester ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen stand, wahrscheinlich für die Raucher, und so haben wir dann dort Platz genommen und einen ganzen Becher Eis zusammen leer gemacht. Für die unter euch, die Booja, Booja nicht kennen: Ein Becher hat die Größe von Ben & Jerry’s.

Und so waren wir wie ganz normale Menschen, die in die Stadt fahren um ein Eis essen zu gehen. Booja-Booja hat auch kleine Portionen, allerdings nur von der Sorte Schoko, aus irgenwelchen Gründen, die mit dem Preis der Zutaten zu tun haben und der Rentabilität. Das aber dann für den Sommer, wenn ich tatsächlich mal wieder durch die Innenstadt spaziere und Lust auf Eis bekomme.



Und während wir dann draußen zu schlemmen saßen, hat Lissa mir ihre fantastische Lösung für ihren Vitamin D Mangel geschildert, von der ich noch nie gehört hatte in 8 Jahren Beschäftigung mit veganer Rohkost!

Vitamin D bildet der Körper bei Sonneneinstrahlung selbst und es ist in Fisch enthalten. Im Sommer ist es meistens kein Problem, aber im Winter schon, besonders in unseren Breiten, wo die Sonneneinstrahlung zu gering ist. Lissa hat unglaublich viel mit Vitamin D experimentiert, hatte einen gravierenden Mangel und hat auf mehreren Wegen versucht ihre Lust auf Fisch zu beseitigen. Nicht, dass sie ein dogmatischer Veganer wäre, sondern einfach nur neugierig, was des Rätsels Lösung ist. Sie hatte sich zudem körperlich schlecht Gefühl, ebenso wie emotional, da Vitamin D Mangel auch für Winterdepressionen verantwortlich ist. Sie hat also vermehrt Omega-Fettsäuren verzehrt, hat mehr Protein gegessen, es mit B12 Supplementierung versucht, bis ihr dann ein Labor den Vitamin D Mangel bestätigt und ihr Tabletten verschrieben hat.

Und dann liest sie plötzlich in einem US-Forum, dass Vitamin D Mangel tatsächlich durchs Solarium beseitigt werden kann, denn auch durch künstliches UV Licht, bildet der Körper selber Vitamin D. Das habe ich noch nie gehört, wahrscheinlich weil Rohköstler immer so öko sind, dass sie nicht ins Solarium gehen. Die Vorteile liegen aber klar auf der Hand: Man kann seinem Körper dann komplett den UV-Strahlen aussetzen im Gegensatz dazu, dass man in unseren Breiten selbst im Sommer nur selten mit kurzen Ärmeln und Hosen rumlaufen kann. Lissa geht jetzt nur alle 2 Wochen 8 Minuten ins Solarium und ihr Vitamin D ist weit über dem Minimum, sie braucht keine Tabletten und fühlt sich hervorragend! Wahnsinn!

Ich selber habe mein Vitamin D bisher nicht untersuchen lassen, weil ich mich ja wohl fühle, keine Depressionen habe in der kalten Jahreszeit und einen Joggingfreund habe, der mich gelegentlich zum Sushi einläd. Vielleicht reicht das bisschen Fisch da aus. Ich hatte aber im Frühjahr vor zwei Jahren mal eine Knieverletzung, die durch zu viel Joggen, bzw. Marathontraining auftrat und Vitamin D ist auch für den Aufbau von Knochensubstanz sehr wichtig. Am liebsten laufe ich im Herbst Marathon, und habe da das Problem nicht, weil ich im Sommer genug Sonne bekomme. Ich bin vor zwei Jahren davon ausgegangen, dass wahrscheinlich ein Vitamin D Mangel, bedingt durch den Winter, in Kombination mit zu intensivem Training diese Verletzung verursacht hat.


Also, so einfach kann es sein, als Veganer sein Vitamin D zu bekommen. Ich glaube Solarium ist weitaus natürlicher als Tabletten, vor allem weil sich dabei der Körper selber die entsprechende Dosis produziert, die er braucht. Vitamin D in Tablettenform kann man auch überdosieren und das ist nicht gut.

Lissa hat ihren eingenen Bericht geschrieben über den gestrigen Tag, der viel zu schnell verflog, weil wir uns so hervorragend unterhalten haben und plant auch noch ihren eignen Erfahrungsbericht über das Vitamin D zu schreiben. Sie wird das alles noch weitaus besser schildern können als ich.

Wie alles Schöne war dann auch unser Treffen viel zu schnell vorbei, weil ich in die Schule musste um eine 5-stündige Klausur zu schreiben, auf die ich keine Lust hatte. Aber was soll man machen? Da kommt man nicht drum rum, wenn man ein Abitur erwerben möchte.

Es gab 3 Themen zur Auswahl und ich habe mich für die Analyse eines barocken Liebesgedichts entscheiden, was ziemlich schwer war, aber besser als „Effi“ Briest und „Tauben im Gras“ ist. Und als ich dann nach vielen, vielen Stunden fertig war, tat mir die Hand weh. Es ist nicht normal so lange einen Stift zu führen. Echt nicht. Es hat aber alles ganz gut geklappt und ich war auch pünktlich zur Klausur da.

Ich kam nach Hause mit dem Gefühl: „Das war echt ein guter Tag!“ und hab es mir dann selbst versaut indem ich „Black Swan“ weiter geschaut habe.

So großartig Natalie Portmans schauspielerische Leistung ist, und so toll ich es finde, dass eine Veganerin einen Oscar gewonnen hat, umso schlimmer finde ich es, dass dieser Film mir echt miese Gefühle gemacht hat, denn er ist ein absolutes Psychodrama. Die von Natalie Portman dargestellte Ballerina beginnt durchzudrehen, aufgrund des großen Drucks der auf ihr lastet, weil sie die Rolle des weißen und des schwarzen Schwans in Schwanensee bekommen hat. Sie leidet unter entsetzlichem Verfolgungswahn und hat Halluzinationen. Als Schauspielerin bin ich sehr empathisch und neige dazu mich ziemlich schnell in Gefühle rein versezten zu können. Eben auch in negative und als der Film zu Ende war, besser ich verrate nicht, wie er ausgeht, auf jeden Fall nicht positiv, war meine gute Stimmung im Arsch.

Es gibt Leute, die sich selbst von Krebs geheilt habe, indem sie sich nur Komödien angeschaut haben, denn Lachen vertreibt jede Krankheit. Auch dieses Phänomen ist natürlich dem Gesetz der Anziehung zuzuschreiben. Daher muss ich mir wirklich überlegen, wie ich mit solchen Filmen in Zukunft umgehen soll. Vorgestern habe ich „Goethe!“ geguckt, der war von der Stimmung um einiges besser. Wirklich tricky, dass alles mit der Stimmung.

Das Essen war zwar roh, aber alles andere als „gesund“;-)

2 Grüntee mit Steviosid
3 Ingwertee mit Steviosid

12 Uhr: 2 handvoll Mandeln
1 Banane

14:30 Uhr: halber Becher Kokosnusseis














18 Uhr: 4 handvoll Mandeln, während der Klausur

21 Uhr: Cucumbermeal mit 2 Miniromana

Mandeln sind einfach am besten geeignet um schnell ein Loch im Magen zu füllen.

Das Kokosnusseis, war für mich sehr angenehm zu verdauen. Hätte es noch mehr gegeben hätte ich zwar noch mehr davon gegessen. Diese halbe Portion hat mich aber völlig gesättigt, wenn auch total ausgekühlt, da wir draußen saßen und ich bis dato noch nicht viel gegessen hatte.

In den letzten Tagen stelle ich fest, dass wenn ich morgens unabsichtlich faste, mir kälter ist als sonst. Sogar ein heißer Tee hält da nicht lange vor. Das ist aber auch absolut logisch, denn nur wenn man isst, wird Energie für die Verdauung gebraucht, bei welcher Wärme freigesetzt wird. Das ist eigentlich der Hauptgrund weshalb Leute, die zur Rohkost wechseln zunächst frieren. Das warme Essen macht gar nicht den Unterschied, sondern etwas schwer Verdauliches macht eigentlich warm. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Schauen wir mal, wie es mich weiter treibt….

Alles Liebe,

Silke

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Montag, 13. Dezember 2010

Weihnachtsmarkt...!!!




Der große vorweihnachtliche RoheLust-Spendenmarathon:

In den letzten 1,5 Jahren habe ich über 600 Blogposts geschrieben, jeder einzelne brauchte etwa 1,5 Stunden zur Fertigstellung, das sind über 900 Stunden. Selbst wenn ich einen mickrigen Stundenlohn wie ich ihn in der Videothek bekomme, 5,50 € zugrunde legen würde, käme ich auf einen Verdienst von knapp 5000 €. Tatsächlich verdient habe ich aber durch Werbebanner und die Kooperation mit Amazon 250 €. Das Blog hat momentan ca. 200 regelmäßige Leser und ein Wachstum von 17% was mir ermöglich vorauszurechnen, dass ich in ca. 1,5 Jahren ausschließlich vom Bloggen werde leben könne, momentan aber noch nicht.
Ich habe eine Mieterhöhung zu bewältigen, eine Nebenkostennachzahlung, die Reparatur für mein Laptop und zwei ausstehende Krankenkassenbeiträge.
Würde jeder Leser nur 1 € geben wäre meine Miete fast bezahlt. Bei 5 € könnte ich alle offenen Rechnungen begleichen. 1 € oder 5 € tun sicherlich niemandem weh, mit 10 € pro Leser könnte ich locker den Januar noch überstehen. Der Grund für den momentanen Geldmangel ist das Wegbrechen meines Flyerverteiljobs, der für 2 Monate pausiert, weil es zu kalt ist in der Orangerie Theater zu spielen. Der andere Verlust ist die Plasmaspende.
Ich verdiene weniger als 900 € pro Monat, was mich offiziell "arm macht und da der Advent die Zeit der Spenden für die Armen ist, gibt s jetzt diesen Spendenaufruf. Ich werde nicht aufhören zu Bloggen wenn keine Spenden rein kommen, würde mich jedoch über jeden Beitrag freuen von Leuten die sich hier inspiriert fühlen oder identifizieren können oder solche, die sich in irgendeiner Weise durch das Blog oder rohelust.com bereichert fühlen. Jeder Betrag hilft.! Außerdem:
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Kt.-Nr. 352732

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Hallo Liebes,

Tag 620: Nun sind also wirklich 20% des Experiments um und leider habe ich gestern die Regeln gebogen, wenn auch nicht gebrochen ;-)

Nachdem ich in letzter Zeit so unglaublich eingespannt war und mein Joggingfreund ebenfalls, gab es nun gestern endlich mal wieder die Möglichkeit für ein Treffen und schon seit längerem wollte ich unbedingt auf den Weihnachtsmarkt – denn Vorweihnachtszeit ohne Weihnachtsmarkt geht eigentlich nicht.

Weihnachtsmarkt hat aber auch den Nachteil, dass es unglaublich schwer ist was anständiges zu essen zu kriegen. In jeder Hinsicht. Alles steckt voll Fett und voll Kohlenhydrate, ist ohne Vitamine und Mineralstoffe. Mein Plan in Bezug auf den Weihnachtsmarkt sah in etwa so aus, dass ich versuchen würde Kokosnuss zu finden und statt Glühwein einen Tee bestelle. Als Kind war ich mal auf einem Weihnachtsmarkt auf dem es Kokosnuss gab. Tatsächlich gab es vor 25 Jahren aber auch nur auf Weihnachtsmärkten und auf der Kirmes Kokosnuss zu kaufen. Weil sie so selten und so exotisch war, habe ich sie damals schon sehr geliebt!:-)

Letztes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt war mir auch schon mal ein recht guter Kompromiss gelungen. Gemüsesuppe! Die war schön warm und vom ernährungswissenschaftlichen Standpunkt recht nahrhaft. Wenn auch nicht roh, aber mittlerweile sollte sich auch rum gesprochen haben, dass nicht jeder der Auffassung ist, dass 100% roh das Non plus Ultra ist. Christian Opitz, übrigens, empfiehlt auch keine 100%ige Rohkost mehr.

Allerdings mache ich ja gerade Cousens und der hält 100% für optimal, daher sage ich, ich habe die Regeln gebogen und nicht gebrochen. Letztes Jahr war ich allerdings nicht kohlehydratfrei auf dem Weihnachtsmarkt somit war das dieses Jahr eine Schwierigkeitsstufe höher.

Weihnachtsmarkt ohne Glühwein ist ebenso hart wie Weihnachtsfeier ohne Glühwein, aber irgendwie war es mir gelungen, noch bevor wir auf dem Neumarkt ankamen meinem Joggingfreund zu erzählen, dass ich momentan auf Zucker verzichte. Das war für ihn auch gar nicht sonderlich verwunderlich, ich nehme an, weil er, immer wenn er sich zu dick fühlt, einfach die Süßigkeiten weg lässt und dann recht schnell abnimmt. Ich schätze er hat gedacht ich mache das aus Diätgründen, denn er hat nicht weiter nachgefragt. Von meiner Vorliebe für Rohkost weiß er und wenn er mich auch noch vor einem ¾ Jahr deswegen gehänselt hat, so weiß er doch wie lecker Rohkostkuchen sein kann und dass ich, im Gegensatz zu ihm, nie krank werde, was er sehr bewundernswert findet. So ganz hat er aber den Zusammenhang noch nicht gecheckt. Gestern hat er mir erzählt er würde jetzt Orthomol nehmen um sein Immunsystem zu stärken und außerdem Probiotica, weil er gegen seine letzte Krankheit Antibiotica schlucken musste. Belehren hilft aber nichts und mittlerweile ist es mir auch egal was andere Leute essen. Hauptsache ich darf das essen was ich will, aber was macht man, wenn es das, was man will nirgends gibt? Wie auf dem Weihnachsmarkt!

Klar gibt es da mein Leib und Magen Gericht: Mandeln! In rauen Menge, aber ich will sie nicht gebrannt!!! Da fällt mir ein, ich hätte dort vielleicht mal fragen können, ob sie mir unbehandelte Mandeln verkaufen. Sicherheitshalber hatte ich aber eh welche eingepackt.

Zunächst mal sind wir aber zum Glühweinstand und ich habe statt Glühwein einen Früchtetee bestellt und Steviosid rein getan Sah aus wie Glühwein, kostete so viel wie Glühwein, aber, Gott sei Dank, läd mich mein Joggingfreund ja immer ein. (Vielleicht sollte ich ihm mal einen anderen Namen geben, denn Joggen waren wir schon ewig nicht mehr ;-))) – Es war ein wenig unangenehm für ihn als einziger Alkohol zu trinken, und das ist halt auch das, was immer wieder bei gesellschaftlichen Anlässen das Problem ist. Das anders sein ist unangenehm. Das ist auch der Hauptgrund weshalb Christian Opitz keine 100%ige Rohkost empfiehlt.

Vom Glühweinstand sind wir dann weiter gezogen, ich auf der Suche nach Koksnuss, er auf der Suche nach dem, worauf er am meisten Hunger hatte. Ich denke ich muss nicht aufzählen, was es auf Weihnachtsmärkten alles so gibt – das ist allgemein bekannt.... die mittelalterlichen Weihnachtsmärkte haben häufig recht gesunde Sachen im Sortiment, weil die einen auf Öko machen, aber in der Mitte einer Millionenstadt auf einem Weihnachtsmarkt ist die Auswahl sehr begrenzt.



Irgendwann rief mein Joggingfreund dann aus: „Da ist was für dich! Champignons!“ – Champignons mit Knoblauchsauce war in meiner vegetarischen Zeit immer mein Lieblingsgericht auf dem Weihnachtsmarkt und tatsächlich war das wahrscheinlich das gesündeste Gericht, was man auf dem Weihnachtsmarkt bekommen konnte. Am selben Stand gab’s auch noch frittierten Blumenkohl aber….FRITTIERT! Transfettsäure las nach! Ich habe kurz hin und her überlegt, abgewogen, ob ich noch Kokosnuss finden würde oder ob es noch irgendwas besseres geben könnte; wie sich das mit den Kohlenhydraten verhält….etc...

Champignons sind in Phase I der Rainbow Green Live-Food Cuisine verboten, ebenso wie alles was fermentiert ist oder Hefe enthält. Und Champignons sind Pilze – Funghi – ebenso wie Candida oder was weiß ich für Pilze im Darm…Ehrlich, ich habe den Zusammenhang nicht verstanden, aber die Regel lautet: Champignons sind in Phase I nicht erlaugt. In Phase I,5 dann aber wieder, somit sind sie auf der Stufe von rohen Karotten oder rote Beete oder Grapefruit. Ich hab mir gedacht, was auch immer an Mykotoxinen drauf sein mag, wird sicherlich vom Kochen abgetötet. Außerdem wirkt Knoblauch den Pilzen entgegen - vielleicht wird es deshalb gemeinsam serviert.

Mein Joggingfreund hat also 2 Portionen bestellt und bezahlt. :-) - Und während wir so am essen waren, sagt er plötzlich zu mir: „Oh, das ist nicht roh…!!!“ – Es hat ca. eine halbe Schale Champignons gedauert, bis das in seinem Verständnis angekommen war, das ich eine Ausnahme mache. Ich: „Nein, aber hier gibt’s ja nichts Rohes. Dafür sind jetzt hier nur die Hälfte der Vitamine drin.“ Darauf er: „Da hast du wohl Recht.“ – Das haut mich immer wieder um. Er weiß, dass Rohkost gesünder ist und mehr Vitamine enthält und trotzdem kriegt er den Zusammenhang den sein Essen und seine Gesundheit hat, nicht so richtig kombiniert. Ich glaube, dass ist standartmäßig so in der heutigen Gesellschaft. Gegen Krankheit nimmt man Medikamente, für Gesundheit Vitamine. Das gesundes Essen aber eine Art „2 in 1“-Lösung ist, das kommt in den Köpfen irgendwie nicht an. Naja, wird schon noch….bald….

Und danach hatte er noch Lust auf was Süßes und somit musste weiter gezogen werden. Zum Stand mit belgischen Waffeln, die er, der Gesundheit zuliebe, ohne Sahne bestellt hat und mit Kirschen. Irgendwie finde ich es süß, irgendwie tragisch und manchmal mache ich es auch so....

Eigentlich ist das immer das was ich mach: Das kleinere Übel wählen, denn im Laufe der Zeit entwickelt sich die Wahl von kleineren Übeln immer mehr zu einer besseren Ernährung. Das ist echt so!!!

Zum Beispiel gibt es irgendwo, wo man in Gesellschaft ist Pizza, sagen wir, man ist beim Italiener und alles riecht so gut, man will nicht anders als die Anderen sein und hat ein überwältigendes Verlangen nach Pizza. Dann halte ich es in so einem Fall für das kleinere Übel sich eine möglichst kleine vegetarische Pizza zu bestellen und als Vorspeise einen Salat. So wird die Verdauung erleichtert, niemand in der Runde wundert sich und man hat immer noch eine bessere Wahl getroffen als bei einer Salamipizza ohne Salat. So lange das nicht jeden Tag ist, hat man auch keinen gesundheitlichen Nachteil dadurch.

Ich hab am belgischen Waffelstand dann übrigens nichts gegessen. Auch nicht die Mandeln die ich mitgebracht hatte.

Auf dem Heimweg habe ich dann aber feststellen dürfen, dass sich die Champignons in mir nicht besonders gut anfühlten. Sie haben Aufstoßen verursacht und sie fühlten sich schwer verdaulich an. Schwerer verdaulich als Mandeln!!! Macht das Sinn? Möglich, die Enzyme in ihnen waren Tod. Dafür enthalten Champignons Vitamin D, was sonst selten in pflanzlicher Nahrung zu finden ist. Auch in Avocados soll Vitamin D enthalten sein und wie ich gestern bei Christian Opitz gelesen habe, auch in Kokosnuss! Also Veganer, im Winter vermehrt Champignons, Koksnuss und Avocado verzehren, dann kommt es zu keiner Winterdepression.

Was gab es sonst zu essen?:

2 Grüntee mit Steviosid
1 Keks
10 Uhr: 4 handvoll Mandeln
3 Ingwertee mit Steviosid
13.30 Uhr: 1 Keks
13.45 Uhr: Salat aus 2 Miniromana, 1 Frühlingszwiebel, 1 Avocado, Linsenkeime, ½ Paprika, einige Oliven, restliche Schichten der Lasagne, Zitronensaft, Salz, Steviosid















2 Kekse
Früchtetee mit Steviosid
16.45 Uhr: Champignons mit Knoblauchsauce
18 Uhr: 3 handvoll Paranüsse
2 Kekse
19:20 Uhr: Rest Salat von mittags
3 Ingwertee mit Steviosid
21:10 Uhr: 3 handvoll Mandeln

Was die Kekse betrifft, so habe ich gestern noch versucht die optimale Glasur für Zimtsterne zu kreieren, was gar nicht so leicht war und mir, nebenbei erwähnt, auch nicht gelungen ist. Glasur für Zimtsterne ist nämlich aus Puderzucker.

Ich habe mir gedacht, dass ich Kakaobutter schmelzen könnte, Zimt unterrühre, sowie ein wenig Maca, da das auch ziemlich weiß ist und ich dann zumindest ein optisches Imitat von Zuckerglasur habe. Der Zimt hat aber die Glasur braun gemacht, daher ist das nichts geworden.
















Man müsste zum Beispiel schon ein wenig Zimt in den Keksteig geben und dann Cashewmehl unter die Kakaobutter rühren. Das würde die Glasur weiß machen. Cashews habe ich gerade nicht und sie sind, bei Cousens ja auch verboten. Macadamias hätte ich noch anzubieten.

Was nicht heißen soll, dass die Kekse in ihrem Geschmack nicht aufgewertet wurden, denn jetzt haben sie eine weiße Schokoladenglasur. Das ist auch toll!!!

Also, es ist definitv empfehlenswert eine Glasur über rohe Kekse zu geben, auch wenn dies mehr Arbeit ist. – Ich habe übrigens noch nicht alle Weihnachtskekse aufgegessen….;-)

Alles Liebe,

Silke

PS: Spendenstand ist wieder gestiegen um 10 € auf 535 €. Ich liebe euch wirklich…:-))! Danke! Das ist sehr großzügig! Und es gibt mir das Gefühl, dass meine Arbeit hier wertgeschätzt wird!