Mittwoch, 14. Januar 2015

Lehrmeinung zum Übergewicht...



Ich hab am Montag eine Vorlesung zum Thema Leitstungsphysiologie innerhalb des Wahlpflichtblocks Physiologie besucht und konnte gar nicht so schnell gucken, wie sich die Reihen der Studenten gelichtet haben. Niemand hatte Interesse daran. Es ging um Kalorien um Sport und darum, dass mehr als 50% der Bevölkerung übergewichtig sind. Lösung: Weniger Essen.

Naja, ich hab darüber nachgedacht, ob ich über diese Vorlesung berichten sollte, weil das eigentlich schon sehr interessant ist, weil es darin halt auch darum geht, dass es Geräte gibt, die den exakten Energieumsatz messen können und auch solche die messen können, welcher Makronährstoff gerade verbrannt wird. Jeder Makronährstoff braucht nämlich eine andere Menge an Sauerstoff zur Verbrennung und so kann man anhand des Sauerstoffverbrauchs bestimmen, was der Körper gerade verwertet.

Schlussendlich kann da aber kaum ein Leser jetzt persönlich was daraus ziehen, denn diese Geräte gibt’s ja nicht zu kaufen, aber ich dachte es dient als gute Überleitung zu dem Kognitive Verhaltenstherapie bei Binge Eating Buch (siehe gestern), in dem ich dann tatsächlich noch was über Essen gefunden habe, nicht über das Belohnungssystem oder über Esssucht, aber darüber, was denn allgemein als gesunde Ernährung angesehen wird und das deckt sich mit dem was die Biochemie lehrt und streng genommen deckt es sich auch mit allem was die fettarmen, veganen Ärzte lehren und ich praktiziere.

„ - Fett sättigt kaum, während Kohlenhydrate für die Regulation von Hunger und Sättigung verantwortlich sind.
- Der Körper kann nur wenige Kohlenhydrate speichern und ist so auf die regelmäßige Zufuhr des Nährstoffs angewiesen. Wird fettreich und kohlenhydratarm gegessen, so braucht der Körper große Mengen an Nahrung um den Bedarf an Kohlenhydraten zu decken.
- Nährstoffe werden vom Körper in folgender Reihenfolge verbrannt: Alkohol, Kohlenhydrate, Proteine und zuletzt Fett.
- Der Fettspeicher ist die wichtigste Energiereserve des Körpers. Überschüssiges Fett wird dabei in Fettdepots am Körper gesammelt.

Ernährung übergewichtiger Menschen. Übergewichtige Menschen zeigen in ihrer Nahrungswahl oft ein Ungleichgewicht, indem sie mehr fett- und weniger kohlenhydrathaltige Nahrung zu sich nehmen. Bei der Gewichtsstabilisierung und langfristigen Reduktion geht es somit darum, dieses Ungleichgewicht zugunsten weniger fetthaltiger Speisen zu verändern, denn eine unausgewogene Ernährung mit zu hohem Fettkonsum kann schädliche Folgen haben (erhöhte Cholesterinwerte, Blutdruck und Blutzuckeranstieg usw.) Die empfohlene Tagesdosis beträgt [...max...] 30% der gesamten Energiezufuhr oder ca. 60-80 Gramm. Tatsächlich konsumieren die meisten Menschen in Industrieländern deutlich mehr als die empfohlene Tagesdosis, nämlich ca. 46 % (Bundesministerium für Gesundheit, 1998)“

Das habe ich einfach mal aus dem Buch zitiert. Vor allem ist in den letzten 50 Jahren der Konsum von Fett angestiegen. Ein Biochemie Prof. (der, der keine Milchprodukte isst) hat eine wunderbare Statistik gezeigt, über die Veränderung der Makronährstoffe in der Ernährung seit dem Krieg. Fett wurde immer mehr, Kohlenhydrate immer weniger und das obwohl wird die vollwertigen Kohlenhydrate der Kriegszeit gegen Weißmehl und Zucker eingetauscht haben.

Und daher ist und kann es ja auch nur logisch sein, dass Ärzte, die das Abnehmen lehren, wie Esselstyn, Barnard, Fuhrmann,  McDougall etc. sich darauf konzentrieren dass Fett zu reduzieren und zwar unter die für Gesunde empfohlene Menge von 30% und daher eher unter 20% oder unter 10% empfehlen. Ein Körper, der noch viele Fettreserven kann, kann dann sogar daher seien essentiellen Fette gewinnen, vorausgesetzt er hat sich auch die angefressen. Wenn nicht sollte er diese 20 oder 10% Fett, das er noch isst, aus essentiellen Fetten beziehen. Und die sind in Pflanzen, nicht in Tieren.

Mir geht nicht auf, warum manche Menschen nicht gewillt sind, die Logik dahinter zu erkennen!
Und es sind nun mal viele Fette in tierischen Produkten, mehr als in Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte und daher macht es Sinn die einzuschränken oder für die beste Gewichtsabnahme komplett zu streichen. Logisch? Logisch!

Menü des Tages am 12. Januar 2015

7:30 Uhr: Brokkoli mit Tomate


Haferflocken mit Zimt, Banane, Vanillepulver und Mango


1 Banane

11:30 Uhr: 1 Mandarine
1 kleine Kartoffel

12:15 Uhr: Indischer Blumenkohl-Auberginen-Eintopf (Sabzi Korma)


16 Uhr: 2 Bananen
250 g Heidelbeeren

19:30 Uhr: Rest Mittagessen


1 Banane

22:20 Uhr: 2 kleine Kartoffeln

Ich konnte ziemlich gut einschlafen und auch ziemlich gut aufstehen. Das ist ne gute Sache.

Heute hocke ich den ganzen Tag in der Uni mit einer Mittagspause in der Mensa. Ich werde gekochte Kartoffeln mitnehmen und dann einen Salat mit Balsamico-Essig essen. Und Obst muss mit. Schlussendlich komme ich mit 3 Mahlzeiten nämlich wirklich nicht aus weil ich naturgemäß alle 4-5 Stunden Hunger kriege und meistens ist das nachmittags...

Hier das Video von gestern:

Alles Liebe,

Silke

1 Kommentar:

  1. Hallo Silke,
    zu Deiner Frage, warum Menschen das nicht einsehen wollen und dementsprechend handeln:

    Einem Freund - mit 40 kg Übergewicht + COPD + Bluthochdruck habe ich Deine Challenge Webseite empfohlen. Die Antwort war:
    "Fleischlos glücklich ist aber nicht meins"
    Noch Fragen???

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