Samstag, 30. November 2013

Wenn einer eine Reise tut...



Es tut mir leid. Ich war einfach so, ohne Bescheid zu geben, eine ganze Woche nicht da. Aber es war keine böse Absicht, es war mir tatsächlich nicht bewusst, dass ich keine Zeit zum Schreiben haben würde. Ich war auf diversen Familienbesuchen und zwischendrin hatte ich Frühschicht im Bioladen. Das Wochenende habe ich bei meinem Vater verbracht und die letzten 3 Tage bei meiner Schwester, die ja im August ihr Kind bekommen hat, welches ich bisher noch nicht kennen lernen konnte, weil ich zu dem Zeitpunkt in Prüfungsstress und danach im Pflegepraktikum steckte.

Meine Schwester ist bewundernswert. Völlig ausgeschlafen, hat eine Engelsgeduld und ist bestens gelaunt. Nachdem ich hier über das von Douglas Lisle bemängelte Schlafdefizit der Gesellschaft geschrieben habe, welches ja leider allzu oft zum Substanzenmissbrauch führt, schrieben mir so einige Mütter, dass sie seit sie Mutter seien chronischen Schlafmangel hätten. Das hatte ich bei meiner Schwester somit eigentlich auch erwartet. Aber nix da. Mein Schwager erzählte, dass man den beiden geraten hätte einfach immer dann zu schlafen, wenn das Kind auch schläft, denn sonst reiche der Schlaf nicht aus. Das hatte für die beiden zu Folge, dass sie noch nie so ausgeschlafen waren wie derzeit. Erstaunlich fand ich das.:-)

Vollwertiges, pflanzliches Essen zu kriegen war ziemlich leicht, weil meine Familie scheinbar gewillt ist, sich mir anzupassen und weil ich tatsächlich auch gut koche! Ich habe mich aber auch geweigert für die Zugfahrt von Köln nach Hannover, die ich aus Kostengründen mit der Regionalbahn erledige, irgendwelches Essen extra einzupacken, außer das, was ich eh noch im Kühlschrank hatte und was sonst vergammelt wäre. Mithilfe der Bahnhöfe Köln und Hannover hat das auch bestens geklappt. Da gibt es Supermärkte, auch wenn es dort gar nicht so leicht ist pflanzlich und vollwertige gleichzeitig zu bekommen. Stellte sich raus, dass bei Lidl, das gesündeste gleichzeitig das billigste ist: Haferflocken, Bananen, Rosinen und Kidneybohnen.
Die Bahnhöfe Minden und Hamm sind jedoch eine Vollkatastrophe. In Hamm gibt es nicht mal koffeinfreien Kaffee den ich aus reiner Gewohnheit auf Reisen ganz gerne trinke. Am liebsten mit Sojamilch, aber Coffee Fellows war so voll, dass meine einzige nicht-vegane Ausnahme in der ganzen Woche 2 Päckchen Kondensmilch waren. Klar, hätte ich vermeiden können, aber mein Hirn war schon auf Kaffee mit Milch fixiert...Das ist immer Mist...

Es war noch nicht mal ein Problem in der Woche weg von zuhause fettarm zu leben, aber ich muss auch leider eingestehen, dass das mit dem Kohlenhydrate nicht zu Fett verarbeiten immer noch nicht so ganz hinhaut bei mir, denn ich habe zugenommen. Obschon ich mich nicht dicker fühle. Ist des doch nur die Wasseransammlung beim Glykogen? Oder ist es Fett? Ich kann es nicht einschätzen.
Was wahrscheinlich bedeutet, dass ich es genauer beobachten muss. In der 80/10/10-Szene heißt es immer, dass man als Frau mindestens 2400 kcal essen sollte um nicht abzunehmen. Ist das wirklich so? Oder wie kommen die darauf. Das hängt natürlich auch vom Aktivitätslevel ab.

Meines ist eine Katastrophe. Ich hab seit dem Praktikum nicht mehr in regelmäßiges Joggen rein gefunden. Irgendwas machte mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung und ich bin auch faul geworden, weil ich mir gedacht habe, nach dem Praktikum könnte ich mich auch ruhig etwas schonen... Das war vielleicht auch gut, aber so langsam sollte ich wirklich meinen Arsch wieder hoch kriegen. In Anbetracht der Kälte draußen, wird das aber auch nicht leichter. Disziplin!!!

Und dann muss ich leider feststellen, dass ich nicht so viele Hülsenfrüchte essen kann, wie Dr. Fuhrman gerne hätte. Ich finde sie total lecker und sättigend und esse sie auch total gerne, aber ich kriege davon echt total Blähungen und seltsamen Stuhlgang. Ja, ich weiß, der Körper muss sich erst daran gewöhnen, aber ich glaube nicht, dass die richtige Strategie ist, sich egal was kommt, eine Tasse davon jeden Tag reinzupfeifen. Barnard empfiehlt die Dosis schrittweise zu erhöhen und vor allem zuerst mir kleineren Hülsenfrüchten anzufangen. Also Linsen seien leichter verdaulich als Kidneybohnen. Andererseits funktionieren alle Bohnen auch abends besonders gut, wahrscheinlich, weil man dann von den Blähungen einfach nichts mit bekommt.;-) Also werde ich mal mit einer kleinen Portion anfangen und schauen wie hoch ich die Dosis steigern kann.

Menu des Tages am 29. November

Haferflocken mit Banane, Sunwarrior Vanille, Rosinen, 20 g Linsen, 10 g Walnüsse, Zimt
3 koffeinfreie Kaffee mit Sojamilch
2 Bananen

Unterwegs:

Snackmöhren, 2 Kartoffeln, 1 Miniromana, 4 Bananen

Salat aus Miniromana, Quinoa, Tomate, Gurke mit Walnuss-Zwiebel Dressing


Ich muss sagen, es gibt keine bessere Pflanzenmilch als Sunwarrior Vanille mit Wasser vermengt. Das Zeug ist so lecker und viel fettärmer als irgendeine sonstige Pflanzenmilch und dazu noch Rohkost. Mandelmilch ist mit die fettigste Milch, die man überhaupt kaufen oder machen kann, daher finde ich ist Sunwarrior eine fantastische Alternative. Mal gucken, was man da noch alles mit anstellen kann.

Fettarme Salatdressing fällt mir ziemlich leicht. Einfach 10 g Nüsse mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, Kräutern, Essig und ca. 70 ml Wasser (plus welche Zutaten auch immer einem schmecken) in den High Speed Blender und eine Minute pürieren. Das funktioniert bestens.

Auf Salz habe ich die Woche natürlich gar nicht geachtet. In Gesellschaft auf Salz verzichten geht wahrscheinlich auch gar nicht. Ich weiß gerade aber auch nicht, ob ich das überhaupt will, schließlich ist die Gesellschaft ja immer um einen. Vielleicht einfach nur ein Auge auf den Salzkonsum werfen?! - Ich weiß es gerade nicht...

Alles Liebe,

Silke



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