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Donnerstag, 6. September 2018

Was ich an einem Tag esse #79 // vegan - auf einem Schauspieler Event

Und hier eine weitere Folge aus der Reihe: "Was ich an einem Tag esse"

Samstag, 30. November 2013

Wenn einer eine Reise tut...



Es tut mir leid. Ich war einfach so, ohne Bescheid zu geben, eine ganze Woche nicht da. Aber es war keine böse Absicht, es war mir tatsächlich nicht bewusst, dass ich keine Zeit zum Schreiben haben würde. Ich war auf diversen Familienbesuchen und zwischendrin hatte ich Frühschicht im Bioladen. Das Wochenende habe ich bei meinem Vater verbracht und die letzten 3 Tage bei meiner Schwester, die ja im August ihr Kind bekommen hat, welches ich bisher noch nicht kennen lernen konnte, weil ich zu dem Zeitpunkt in Prüfungsstress und danach im Pflegepraktikum steckte.

Meine Schwester ist bewundernswert. Völlig ausgeschlafen, hat eine Engelsgeduld und ist bestens gelaunt. Nachdem ich hier über das von Douglas Lisle bemängelte Schlafdefizit der Gesellschaft geschrieben habe, welches ja leider allzu oft zum Substanzenmissbrauch führt, schrieben mir so einige Mütter, dass sie seit sie Mutter seien chronischen Schlafmangel hätten. Das hatte ich bei meiner Schwester somit eigentlich auch erwartet. Aber nix da. Mein Schwager erzählte, dass man den beiden geraten hätte einfach immer dann zu schlafen, wenn das Kind auch schläft, denn sonst reiche der Schlaf nicht aus. Das hatte für die beiden zu Folge, dass sie noch nie so ausgeschlafen waren wie derzeit. Erstaunlich fand ich das.:-)

Vollwertiges, pflanzliches Essen zu kriegen war ziemlich leicht, weil meine Familie scheinbar gewillt ist, sich mir anzupassen und weil ich tatsächlich auch gut koche! Ich habe mich aber auch geweigert für die Zugfahrt von Köln nach Hannover, die ich aus Kostengründen mit der Regionalbahn erledige, irgendwelches Essen extra einzupacken, außer das, was ich eh noch im Kühlschrank hatte und was sonst vergammelt wäre. Mithilfe der Bahnhöfe Köln und Hannover hat das auch bestens geklappt. Da gibt es Supermärkte, auch wenn es dort gar nicht so leicht ist pflanzlich und vollwertige gleichzeitig zu bekommen. Stellte sich raus, dass bei Lidl, das gesündeste gleichzeitig das billigste ist: Haferflocken, Bananen, Rosinen und Kidneybohnen.
Die Bahnhöfe Minden und Hamm sind jedoch eine Vollkatastrophe. In Hamm gibt es nicht mal koffeinfreien Kaffee den ich aus reiner Gewohnheit auf Reisen ganz gerne trinke. Am liebsten mit Sojamilch, aber Coffee Fellows war so voll, dass meine einzige nicht-vegane Ausnahme in der ganzen Woche 2 Päckchen Kondensmilch waren. Klar, hätte ich vermeiden können, aber mein Hirn war schon auf Kaffee mit Milch fixiert...Das ist immer Mist...

Es war noch nicht mal ein Problem in der Woche weg von zuhause fettarm zu leben, aber ich muss auch leider eingestehen, dass das mit dem Kohlenhydrate nicht zu Fett verarbeiten immer noch nicht so ganz hinhaut bei mir, denn ich habe zugenommen. Obschon ich mich nicht dicker fühle. Ist des doch nur die Wasseransammlung beim Glykogen? Oder ist es Fett? Ich kann es nicht einschätzen.
Was wahrscheinlich bedeutet, dass ich es genauer beobachten muss. In der 80/10/10-Szene heißt es immer, dass man als Frau mindestens 2400 kcal essen sollte um nicht abzunehmen. Ist das wirklich so? Oder wie kommen die darauf. Das hängt natürlich auch vom Aktivitätslevel ab.

Meines ist eine Katastrophe. Ich hab seit dem Praktikum nicht mehr in regelmäßiges Joggen rein gefunden. Irgendwas machte mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung und ich bin auch faul geworden, weil ich mir gedacht habe, nach dem Praktikum könnte ich mich auch ruhig etwas schonen... Das war vielleicht auch gut, aber so langsam sollte ich wirklich meinen Arsch wieder hoch kriegen. In Anbetracht der Kälte draußen, wird das aber auch nicht leichter. Disziplin!!!

Und dann muss ich leider feststellen, dass ich nicht so viele Hülsenfrüchte essen kann, wie Dr. Fuhrman gerne hätte. Ich finde sie total lecker und sättigend und esse sie auch total gerne, aber ich kriege davon echt total Blähungen und seltsamen Stuhlgang. Ja, ich weiß, der Körper muss sich erst daran gewöhnen, aber ich glaube nicht, dass die richtige Strategie ist, sich egal was kommt, eine Tasse davon jeden Tag reinzupfeifen. Barnard empfiehlt die Dosis schrittweise zu erhöhen und vor allem zuerst mir kleineren Hülsenfrüchten anzufangen. Also Linsen seien leichter verdaulich als Kidneybohnen. Andererseits funktionieren alle Bohnen auch abends besonders gut, wahrscheinlich, weil man dann von den Blähungen einfach nichts mit bekommt.;-) Also werde ich mal mit einer kleinen Portion anfangen und schauen wie hoch ich die Dosis steigern kann.

Menu des Tages am 29. November

Haferflocken mit Banane, Sunwarrior Vanille, Rosinen, 20 g Linsen, 10 g Walnüsse, Zimt
3 koffeinfreie Kaffee mit Sojamilch
2 Bananen

Unterwegs:

Snackmöhren, 2 Kartoffeln, 1 Miniromana, 4 Bananen

Salat aus Miniromana, Quinoa, Tomate, Gurke mit Walnuss-Zwiebel Dressing


Ich muss sagen, es gibt keine bessere Pflanzenmilch als Sunwarrior Vanille mit Wasser vermengt. Das Zeug ist so lecker und viel fettärmer als irgendeine sonstige Pflanzenmilch und dazu noch Rohkost. Mandelmilch ist mit die fettigste Milch, die man überhaupt kaufen oder machen kann, daher finde ich ist Sunwarrior eine fantastische Alternative. Mal gucken, was man da noch alles mit anstellen kann.

Fettarme Salatdressing fällt mir ziemlich leicht. Einfach 10 g Nüsse mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, Kräutern, Essig und ca. 70 ml Wasser (plus welche Zutaten auch immer einem schmecken) in den High Speed Blender und eine Minute pürieren. Das funktioniert bestens.

Auf Salz habe ich die Woche natürlich gar nicht geachtet. In Gesellschaft auf Salz verzichten geht wahrscheinlich auch gar nicht. Ich weiß gerade aber auch nicht, ob ich das überhaupt will, schließlich ist die Gesellschaft ja immer um einen. Vielleicht einfach nur ein Auge auf den Salzkonsum werfen?! - Ich weiß es gerade nicht...

Alles Liebe,

Silke



Mittwoch, 13. November 2013

Das wahrscheinlich beste Restaurant Kölns, Melasse und Omega Blue...



Ich denke ich war gestern zu Besuch im besten Restaurants Kölns. Es hat letztes Wochenende eröffnet, ist asiatisch, vollwertig, bio und vegan und war absolut köstlich. Die Geschäftsführerin ist eine Bekannte von mir und ich habe den Besuch dort mit einem Date mit dem Maler kombiniert und wir waren beide hingerissen weil das Essen so köstlich war. Wir haben vergessen zu reden, vor lauter Köstlichkeit! Ich hatte Pad Thai mit Tempeh und er Gemüse mit Erdnusssauce, Tofusticks und Jasminreis. Alternativ hätte er auch Vollkornreis nehmen können. Mein Pad Thai kostete 9 € + 2 € für Tempeh, seins 10 € + 2 € für Tofusticks. Dazu gab es Lammsbräu Bio-Bier zu trinken. Für mich die alkoholfreie Variante, was ich sehr lecker fand. Hatte ich noch nie zuvor getrunken und war begeistert, dass es irgendwie wie Radler, aber dann nicht ganz so süß schmeckt.





Pad Thai

Jasminreis, Gemüse und Erdnusssauce
Vegane Krabbenchips - unglaublich aber wahr
Das Restaurant heißt Mei Wok und befindet sich auf der Venloer Str. 384. Noch ist es relativ klein aber als wir rein kamen waren fast alle Tische besetzt. Weitere Sitzplätze seien bereits genehmigt, sagte uns die Bedienung. Wenn ihr mich fragt: Der Laden wird noch gaaanz grooooß! - Ich weiß nicht ob ich jemals besseres asiatisches Essen gegessen habe mal abgesehen von Sushi vielleicht. Und ich bin froh, dass es nicht direkt bei mir um die Ecke ist, denn sonst würde ich noch auf die Idee kommen jeden Tag dort zu essen!;-)

Irgendwo im englischsprachigen Internet bin ich kürzlich auf Melasse gestoßen ein Süßungsmittel, was durchaus Nährstoffe enthalten solle. "Hm, Melasse" dachte ich mir "ist die nicht so ähnlich wie Zuckerrübensirup?" Tatsächlich ist es was anderes und zwar ein Abfallprodukte bei der Zuckerherstellung. Im Bioladen habe ich gestern welche gekauft und frage mich jetzt, wie ich die wohl möglichst vielfältig einsetzen kann. Melasse ist süß und enthält ziemlich viel Kalzium, Eisen, Magnesium und Kalium, aber sie hat einen starken Eigengeschmack und sie ist schwarz. Sie hat mehr Nährstoffe als Datteln, sie macht aber auch quasi satt! - Kennt ihr das Phänomen, wenn man Lust auf Schokolade hat und dann nach Bitterschokolade greift und eben nicht unendlich weiter isst, wie bei Milka, sondern nach einem Riegel satt ist? - Das passiert bei Melasse auch. Ich habe das Glas geöffnet, einen TL gegessen und hatte genug. Bei Agave oder Ahornirup und natürlich auch bei Zucker, will ich immer noch mehr!


Ich habe also Plätzchen mit Melasse gebacken, vegane Plätzchen bei denen ich sogar noch den Fettgehalt auf 20% runter geschraubt habe. Das Ergebnis war ok, aber nicht veröffentlichungswürdig. Da kann man noch mehr dran arbeiten. Die Melasse hat nicht stark genug gesüßt, da muss noch irgendwas anderes rein und mit wenig Fett hat man natürlich auch immer weniger Geschmack. Vielleicht müssen sie auch noch irgendwie fluffiger werden...Ich weiß noch nicht... Hat mich aber alles auch nicht davon abgehalten mehr davon zu essen, als ich eigentlich vor hatte!;-)


Und dann bin ich im Bioladen noch auf das Omega Blue Öl der Firma BioPlanet aufmerksam geworden. Es enthält nämlich DHA aus der Mikroalge Ulkenia. Zur Erklärung: DHA braucht unser Hirn. DHA steht für Docosahexaensäure und ist da was unser Körper aus Omega 3-Fettsäuren herstellt, warum diese auch essentiell sind. Tatsächlich ist es selber eine Omega 3-Fettsäure und zwar die, die in Fisch vor kommt. Es heißt der Körper könne aus Alpha-Linolensäure, die Omega 3-Fettsäure, die in Leinsamen vor kommt, DHA synthetisieren. Um das möglichst effektiv zu können, solle das Omega 3:6-Verhältnis stimmen (ca. 1:3-1:5) weil sowohl die Omega 3 als auch 6 Fettsäuren von ein und dem selben Enzym verarbeitet werden und wenn zu viel Omega 6 da ist, kümmern sich die Enzyme bevorzugt darum.


Kleine Haken an dieser Stelle das Öl betreffend: Man muss schon 25 ml davon täglich verzehren um mit DHA ausreichend versorgt zu sein, allerdings ist auch noch gut Alpha-Linolensäure im Öl vorhanden also auch noch genug, damit der Körper noch selber DHA herstellen kann. 25 ml ist auch die Verzehrempfehlung laut Packung. Es besteht aus einer Mischung aus Leinöl, Walnussöl, Sonnenblumenöl und Weizenkeimöl und müsste, wenn ich das Etikett richtig interpretiere, etwa ein Omega 3:6 Verhältnis von 1:3 haben.

Das Fläschchen enthält aber nur 100 ml und kostet 6,99 €. Da muss man jeden 4. Tag eine neue Flasche kaufen. Und natürlich darf man sonst überhaupt kein Fett mehr verzehren, wenn man 25 ml Öl isst. Naja, ich nehme an man kann es MAL in Salat geben oder sowas. Für manche Situationen finde ich Öl nämlich doch immer wieder ganz praktisch. Z.B. wenn man gerade kein Dressing hat und auch keine Zeit oder Lust eines zu machen. Bisschen Öl und Essig zusammen mit Salz und Pfeffer auf den Salat und alles ist gut.

Ich hab also gestern viel zu viel und viel zu spät gegessen und lasse heute das Frühstück ausfallen. Aber auch das ist immer wieder echt hart. Ich liebe mein Frühstück nämlich. Aber gut, das mache ich ja nicht jeden Tag...

Menu des Tages am 12. November

Haferflocken, gemahlene Kichererbsen, Leinsamen, Trauben, Banane, Zimt, Traubenkernmehl und Dattelsirup


Roggenbrot mit veganem Brie und Saane Meerrettich von Vitam

Salat aus Quinoa, Paprika, Zwiebel, Grünkohl, Brie-Dressing, Salz und Pfeffer

5 Zucchini-Koftas
3 Möhren
1 Banane
2 Dinkel-Melasse-Plätzchen
1 Möhre, 1 Dattel, eine roh-vegane Rumkugel, 1 Dinkel-Melasse-Plätzchen

Pad Thai
2 alkoholfreie Biere
1 roh-vegane Rumkugel


Krabbenchips

Es gab Kichererbsenmehl in meinen Haferflocken, weil die Zucchini-Koftas mit Kichererbsenmehl gemacht wurden und mein Hanf-Proteinpulver leer war und ich dachte, das könne man ganz gut statt dessen als Eiweißergänzung verwenden. Barnard schreibt immer wieder darüber, dass in total vielen Ländern Hülsenfrüchte zum Frühstück verzehrt werden, nur uns in der westlichen Welt käme das seltsam vor. Er empfiehlt auch zusätzliches Eiweiß im Frühstück wenn man dazu neigt von einem Kohlenhydratfrühstück schläfrig zu werden, weil Kohlenhydrate Serotonin ausschütten und das wiederum auch eine Einschlafhilfe sei. Bei Schlafstörungen solle man daher auch besonders abends Kohlenhydrate essen.

Tja, und dann habe ich auch noch einen Teil des selbstgemachten Brie zu Dressing weiter verarbeitet. Welche Fettgrundlage man für Dressing nimmt ist eigentlich völlig egal, also dachte ich: Warum nicht einfach Käsedressing. Ich muss ja auch immer verbrauchen, was ich so kreiere.

Ach ja, und dann noch die Rumkugeln! Ein Traum. Neues Rezept und ich zeig auch das im Workshop man Samstag. Hat meinem Date auch sehr geschmeckt.

Alles Liebe,

Silke



Mittwoch, 30. Oktober 2013

Lebenslust und Heilung von Typ-II-Diabetes durch Urlaub?



Wow, ich hab mich gestern zum ersten Mal seit Wochen wieder normal gefühlt. Nicht gleich sofort, aber im Laufe des Tages dann. Mein erster Eintrag diesen Monat begann noch mit den Worten: "Ich bin am Ende, völlig fertig, ausgelaugt, habe keine Kraft mehr und brauche Urlaub."

Ich hatte natürlich keinen Urlaub seitdem, ich hatte sogar nur ganz wenige Tage völlig frei, aber gestern hatte ich wieder Lebensfreude und Lust auf Dinge. Vormittags kam das zwar automatisch aber nachmittags musste ich leider auch noch etwas dran arbeiten.

Ich hatte wie gesagt Spätschicht im Bioladen. Das ging los damit dass es irgendwie ziemlich voll war und ich gleichzeitig den Auftrag bekam hinter der Kasse zu putzen. Mit dem Putzen kam ich nicht voran, weil immer wieder Leute an die Kasse kamen und das hat mich genervt. Zudem sind sie Leute schon seit der Sommer verschwand nicht mehrsonderlich nett. - Jedenfalls dachte ich da...

Nach 1,5 Stunden des nicht voran kommen und sich darüber aufregen habe ich mir dann gedacht: Ok, Silke, üb' die in Gelassenheit. Das hat doch so alles keinen Zweck, es ist alles eine Frage der Einstellung. Mit dem Putzen musst du eh erst um 20 Uhr fertig sein. Ist doch egal, wenn es hier in der Zwischenzeit aussieht wie Kraut und Rüben. - Und das funktioniert, ich wurde gelassener, hatte Spaß und plötzlich waren auch die Kunden wieder guter Stimmung. - Ich muss mir gerade alles zurück erarbeiten, was mir das Krankenhaus genommen hat.

Manchmal überfallen mich die schrecklichen Erinnerungen, wenn ich das Krankenhaus betrete wie gestern auch, als ich bei der Diabetesschulung hospitiert habe. Es gab einen Vortrag: "Was ist Diabetes?" für 10 oder so Teilnehmer. Alles Typ IIer, nur 2 Leute sind nicht adipös.

Zwei Sachen habe ich gelernt:

Zum einen gibt es wohl das Phänomen, dass in Deutschland lebende Ausländer, Türken oder Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, wenn  sie mal 3-4 Monate in ihre Heimat zurück fahren, plötzlich keinen Diabetes mehr haben. Einer der Teilnehmer hat gefragt ob das sein kann, und wenn ja, woher das käme. Der Schulungsleiter antwortete: "Das höre ich so oft!!!" - Da scheint es also einen besonderen Mechanismus zu geben, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sich all diese Menschen nur einbilden, keinen Diabetes mehr zu haben.

Zwei plausible Gründe könnte ich mir dafür vorstellen: Zum einen ist die mediterrane Küche viel gemüselastiger und Fleischärmer und damit gleichzeitig fettärmer. Wie gesagt in Barnards Studien mit fettarmer, pflanzlicher, vollwertiger Ernährung normalisiert sich der Blutzuckerspiegel binnen 2-3 Wochen bei 3/4 aller Studienteilnehmer, so dass Medikamente abgesetzt werden konnten. Bei den restlichen Teilnehmern konnten die Medikamentendosen gravierend reduziert werden.

Der andere Faktor, der eine Rolle spielen könnte, ist die Ermangelung von Stress in den Heimatländern der Betroffenen. Wenn man Stress hat setzt die Leber Glykogen in den Blutkreislauf frei um Energie zur Verfügung zu stellen um den Stress zu bewältigen, was natürlich auch den Blutzucker erhöht.

So können Entspannung und bessere Ernährung im Heimatland tatsächlich dazu beitragen, dass sich der Blutzuckerspiegel eines Diabetikers normalisiert. Krass, oder?

Was ich noch gelernt habe ist, dass ungefähr die Halfte der Teilnehmer, die natürlich multimorbide sind, also mehrere Zivilisationskrankheiten gleichzeitig haben, an denen sie sterben könnten, die unglaublich viele Medikamente nehmen, so 10-15 unterschiedliche Pillen am Tag, alle schon mit Angststörungen zu kämpfen hatten, die ihnen irgendein Medikament gemacht hat. Ich hab gestern in Die Suchtfibel: Wie Abhängigkeit entsteht und wie man sich daraus befreit. Informationen für Betroffene, Angehörige und Interessierte über Tablettensucht gelesen und da stand drin, dass wenn man Beruhigungsmittel absetzt Angststörungen auftreten und das nicht etwa daher käme, dass die durch Medikamente verdeckte Krankheit wieder ans Tageslicht kommt, nein, dass passiert sogar bei Leuten, die gesund sind und dann Beruhigungsmittel, also Psychopharmaka, nicht etwas Baldrian oder Johanniskraut, nehme, wenn sie diese dann absetzten! - Weiß der Geier, was in Blutdruck- und Cholesterinsenkern noch alles so drin ist. Beta Blocker sind ja auch solche Beruhigungsmittel die bei Bluthochdruck verschrieben werden.

Was mich etwas gestört hat war, dass der Schulungsleiter, als er gefragt wurde, ob Diabetes II heilbar sei gesagt hat, nein, dass sei eine chronische Krankheit. Es gäbe zwar Leute, die es geschafft hätten komplett auf Medikamente verzichten zu können, aber die seien meist nach 2 Jahren oder so wieder in der Schulung, weil ihnen ihre Ernährung entgleist sei und sie anfingen zu schludern. Hier mal Schokolade, da mal Torte und schwupp die wupp sei der Diabetes wieder da.

Das würde ich etwas anderes definieren: Krankheiten kommen von nicht artgerechter Ernährung. Wenn man die artgerechte Ernährung beibehält, bleibt die Krankheit weg, wenn man anfängt sich nicht artgerecht zu ernähren kommt sie wieder. Ich frage mich welche Krankheiten wirklich chronisch sind...Muss ich noch mal wieder drüber nachdenken...

Was wahrscheinlich wirklich chronisch ist, sind die Schäden, die die Medikamente anrichten. Metformin, das beliebteste orale Diabetesmedikament schädigt die Nieren, hoher Blutzucker schädigt auch die Nieren. Was ist dabei gewonnen? - Da kann man sich doch besser um artgerechte Ernährung bemühen, statt seine Niere zu opfern, die natürlich auch die vielfältigsten Funktionen im Körper hat und für die Gesundheit absolut erforderlich ist. Daher sollte man natürlich so oder so, wenn man Diabetes hat und Metformin nimmt, komplett auf tierisches Eiweiß verzichten, weil dieses geschädigte Nieren weiter schädigt. Man kommt um das Weglassen von tierischen Produkten als Typ-II-Diabetiker also so oder so dauerhaft nicht herum.

Menu des Tages am 29. Oktober

Brauner Basmatirei mit Rosinen, Bananen, geschälten Duriankernen :-), Erdnussbutter und Hanfprotein


2 Brennnesseltee

Greenjuice aus Sellerie, Blattsalat und Limette


Koffeinfreier Kaffee mit Stevia im Krankenhaus - das ist das gute an einer Diabetesschulung - da gibt's Stevia

Carrot Cake - heute im Newsletter



Brot mit Senf und veganem Brie
Salat aus Blattsalat, Trauben, Möhre, Schalotte, Wildkräutersalat, Tahinidressing


60 g Roggenvollkornbrot
2 Bananen

Haferflocken mit Banane und Rosinen

Der Carrot Cake hat es mir schwer gemacht mein Fett niedrig zu halten. Gourmet Rohkost halt, aber ich habe darauf geachtet, dass der ein optimales Omega 3:6 Verhältnis hat und mir so wenigstens genug Omega 3 rein gezogen.

Kalorien waren 2040 18,1% Fett, Vitamin E war einen Hauch zu wenig, Selen auch - ich hab keine Paranuss mehr im Haus gehabt. Sonst alles Tiptop - Greenjuice ist ne tolle Sache...

Alles Liebe,

Silke