Dienstag, 3. September 2013

Wahrscheinliches Ziel der modernen Schulmedizin...



Ich habe den Eindruck, dass Sinn der Schulmedizin ist, mit Medikamenten und Operationen zu machen, was man machen kann, damit sich der Patient besser fühlt. Dass ihm aber nicht gesagt wird, was er tun kann, damit es ihm besser geht! Er wird behandelt wie ein Auto, das kaputt ist und repariert werden muss. Mit Werkzeugen und Schmiermitteln wird daran rum gewerkelt, aber niemand sagt dem Fahrer, dass es nicht gut für den Motor ist, wenn er ohne Öl währt (oder im "Menschlichen Motor" eben mit zu viel Öl)

Ich war heute zufällig im Zimmer als Visite statt fand bei meinem Geburtstagspatienten mit dem süßem Zucchinibrot von dem ich gestern erzählt habe, der sich vorher Pizza gekauft hat. Der Patient hat den Doktor gefragt, ob man was machen könnte an seiner Herzkrankheit. Der Arzt hat gesagt man könne nichts machen, außer ihm Nitro zu verschreiben, was er, wenn er Beklemmungen im Thorax bekomme, sprühen soll. Kein Wort fiel darüber, dass er vielleicht das Rauchen bleiben lassen könnte, oder die gesättigten Fette. Der Mann hatte schon 4 Herzinfarkt, und keiner Rät ihm die Risikofaktoren zu reduzieren. Beim Verteilen des Kaffees kamen wir auf das Thema Koffein zu sprechen und eben dieser Patient fragte dann: "Wie? Ist das richtiger Kaffee den sie hier verteilen? Ich dachte der sei koffeinfrei."

Ich hab keinen Schimmer was Kaffee in einem Krankenhaus macht, und schon gar nicht auf einer Station mit Herzkranken, die Kaffee eigentlich meiden sollten, wegen zu hohen Blutdrucks. Salzreduziertes Essen habe ich dort auch noch nicht gesehen und Rauchen wird auch nicht verboten. Hab ich erzählt, dass ich kürzlich einen Eiswagen vor dem Herzzentrum der Uniklinik stehen sehen habe? Und fallt nicht vom Hocker, wenn ich euch erzähle, was es heute zu Mittag gab: Schweinebauch!

Andererseits komme ich jetzt in die Kuchenbredouille. Das spricht sich natürlich rum, dass ich zuckerfreien Kuchen gebacken habe und ich kann ja nicht andere Patienten ausschließen. Gleichzeitig will ich aber auch nicht den Schwestern irgendwie in die Quere kommen, die NICHT jeden Tag Kuchen mitbringen. Also habe ich angefangen, die Patienten zu versuchen anzuspornen. Habe gesagt, wenn der Blutzucker unter dem und dem Wert ist, gäbe es Kuchen, sonst nicht. Mal sehen wohin das führt...

Menu des Tages am 2. September

2 Grüntee
Haferflocken mit Sojamilch, getrocknete Banane, Heidelbeeren, Hanfprotein, Trauben, Leinsamen und Stevia

Brownie
Süßes Zuchinibrot
Banane
Trauben
Pfefferminztee

Schnellkochdinkel mit Trauben, Möhren, Paprika, Gurke, Zucchini, Zwiebel, Minze, Radieschen, Salz, Pfeffer, Essig und Olivenöl



1 Banane
1/2 Chocolate Chip Cookie

Salat aus Blattsalat, Paprika, Radieschen, Avocado-Tomaten-Dressing, Apfel, Majoran, Salz, 1,5 Walnüsse



1999 kcal, 65 g Eiweiß, 22,9% Fett, Vitamin E war zu wenig, Selen (Paranüsse) und auch Kalzium knapp an der Grenze.
Mein Körper hat sich an den anderen Essensrhythmus recht gut gewöhnt, aber ich nehme momentan nicht unbedingt die besten Sachen zum Frühstück mit ins Krankenhaus. Hab aber auch noch nicht rausgefunden, was das Beste für die Frühstückspause wäre... Muss nochmal über Greensmoothies nachdenken. Außerdem steht auch noch viel in den Schränken, was eigentlich weg muss und das ich nur deshalb esse...

Gestern Krafttraining, heute Joggen. Ich hoffe, meine Beine wollen noch ein paar Schritte. Morgen letzter Tag und dann 4 Tage krankenhausfrei!

Alle Liebe,

Silke

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Kommentare:

  1. "..., dass Sinn der Schulmedizin ist, mit Medikamenten und Operationen zu machen, was man machen kann, damit sich der Patient besser fühlt. Dass ihm aber nicht gesagt wird, was er tun kann, damit es ihm besser geht!"

    Das sehe ich auch so: genau das ist der Sinn der Schulmedizin - und niemand hat was anderes behauptet. Traurig aber wahr!

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  2. Ich weiß jetzt nicht mehr, wo ich das gelesen habe, doch dem ging so: "Die Ernährungsberater von heute, die sich wirklich mit Gesundheit beschäftigen, werden die Mediziner von morgen sein." LG Petra

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