Donnerstag, 12. September 2013

Der erste Patient...



Hmmm, ich weiß das nicht richtig einzuschätzen...

Es hat nunmehr der erste Patient mein wissenschaftliches Projekt gelesen und sich dadurch von einen Tag auf den anderen von einem frustriert, grummeligen Patienten in einen hoffnungsvoll, euphorischen Patienten verwandelt. Es ist ne coole Sache, wenn du liest, dass in einer Studie 3/4 aller Teilnehmer nach 14 Tagen komplett auf die Medikation für die Krankheite verzichten konnten, die dich selbst gerade einen Zeh gekostet hat, dich an ein Bett und einen Rollstuhl kettet, während die Wunde von der Amputation nicht heilen will.

Den ganzen Nachmittag hat der Patient damit verbracht alles zu lesen und hat immer wieder Rückfragen gestellt und kommentiert: "Mit Fleisch hat der Hr. Barnard es ja wirklich gar nicht. Das erwähnt er immer wieder, dass man kein Fleisch essen soll"

Dennoch war der Patient sehr angetan, wenn er mir auch mehrfach sagte: "Auf Fleisch kann ich nicht verzichten"

Faszinierender Weise ist aber seine Frau Vegetarierin. Die isst noch nicht mal Eier, erzählte er mir. Und ich sag: "Bingo, was besseres kann Ihnen doch gar nicht passieren! Wie viele Menschen haben überhaupt keine Ahnung, wie man ohne Fleisch lecker kocht oder haben dann einen Partner, der sie nicht unterstützen kann oder will"

Daraufhin erklärte er mir, dass es nicht seine Frau sei, die koche, sondern er, und zwar immer zwei unterschiedliche Gerichte. Eines mit Fleisch für sich selbst und ein vegetarisches für seine Frau. Seine Frau ist schlank und gesund (ich hab sie gestern kennengelernt - ein ethisch motivierte Vegetarierin), er liegt mit Diabetes und Bluthochdruck im Krankenhaus. Ich hab ihm gesagt er solle sich das alles mal durch den Kopf gehen lassen, immer noch mal wieder nachlesen, ich würde ihn gerne mit Rezepten versorgen und für alle Rückfragen zur Verfügung stehen, und er könne ja auch nach und nach die Dinge umsetzten, die ihm zusagen ohne seine  Comfort Zone zu verlassen. - Im Krankenhaus gibt es ja eh nur Mist zu essen und es ist daher gar nicht möglich auch nur einen Hauch von Barnards Empfehlungen umzusetzten!

Und weil er es gut geschrieben und verständlich fand und inspiriert war und weil mich auch gestern wieder eine Leserin gebeten hat das mit dem intramyocellulären Fett und der Insulinresistenz nochmal zu erklären, stelle ich das Projekt jetzt als Pdf online. Eine deutsche Zusammenfassung des Buchs Dr. Neal Barnard's Program for Reversing Diabetes: The Scientifically Proven System for Reversing Diabetes Without Drugs

Menu des Tages am 11. November

Sonniger Haferflockenkuchen
2 Grüntee

1 Stück Schokoladenkuchen
1/2 Zimtcupcake
1 Banane

1 Blatt Mangold mit Walnusspaté und Möhrenschnitze (köstlich und 200 kcal!!!)


Staude Mangold, gedünstet mit Knoblauch, Salz, Pfeffer sowie Vollkornnudeln


1 koffeinfreier Kaffee

rohe Möhren und Vollkornbrot

Der Haken daran, dass ich so viel gebacken habe ist, dass ich so viel Süßkram im Kühlschrank habe. Zum einen muss der weg, weil am Wochenende Workshop ist und zwar bei mir zuhause, weil ich keinen freien Raum zu mieten gefunden habe, was mal wieder völlig typisch ist...Zum anderen, habe ich dummerweise nichts diabetikertaugliches gebacken und kann daher nichts verteilen und verschenken. Und natürlich ist es auch superlecker. Jeden morgen lacht mich der Schokoladenkuchen an und da da nichts schlechtes drin ist, außer etwas mehr Fett als normal, esse ich ihn dann auch. Nur ein Stück, aber wenn sich das dann mit Zimtcupcake und Walnusspaté, die ich für den Workshop getestet habe, vereint, landet man ganz schnell bei zu viel Fett. Das habe ich dann im Abendessen wieder ausgeglichen. So halbwegs jedenfalls.Meines Erachtens war das nicht optimal. Einfach zu viel Kokosöl...

Gewicht ist heute 58,4 kg, ich mache immer noch 2000 kcal und komme damit ganz gut zurecht. Nehme damit auch weiter ab. Zurückgeworfen haben mich natürlich diese zwei Ausnahmentage am Wochenende, aber das sind alles keine Katastrophen. Ich habe den Eindruck mein Grundumsatz ist gestiegen, durch das Mehr an Muskelmasse wofür ich trainiere. Austesten werde ich das aber erst, wenn ich bei den 56 kg angekommen bin.

Hingegen wird mein Po immer staffer, was mir sehr gefällt.:-))) Ich habe mich schon immer gefragt, wie man so einen straffen Po kriegt und das erfordert richtiges Training. Ausfallschritte und das hier. Nächstes Jahr jogge ich nicht nur bauchfrei sondern auch in Hot Pants! Dann wird man auch besser braun!

Alles Liebe,

Silke

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Kommentare:

  1. Hallo Silke,

    erst einmal möchte ich dich für deinen Blog loben. Ich lese hier immer wieder gerne von deinen Erfahrungen und Entdeckungen und finde es toll, wie du dich für eine gesündere Lebensweise einsetzt.

    An deinem "wissenschaftlichen" Projekt (was ja eigentlich nur eine Inhaltsangabe ist) muss ich aber trotzdem die katastrophale Formatierung und Rechtschreibung bemängeln. Dein Aufsatz kann so viel seriöser bzw. ernstzunehmender aussehen, wenn es formal schon mal keine Beanstandungen hat.

    LG

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  2. Danke für die Zusammenfassung :) Ich wollte schon nachfragen, ob man die irgendwo lesen kann und schwups stellst du sie hier online :)

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  3. Liebe Anna,

    meine Schwester hat Germanistik studiert und es korrekturgelesen. Du kannst gerne jegliche Anmerkungen und Kritiken zur Rechtscheibung mailen, dann baue ich sie ein.
    Rechtschreibung ist tatsächlich meine allerschwächste Seite.

    Den Namen "Wissenschaftliches Projekt" habe nicht ich mir ausgedacht, sondern die Medizinische Fakutät Köln. Dabei sind Literaturrecherchen erlaubt und somit habe ich eine gemacht.

    Von Formatierung habe ich keine Ahnung. Was schlägst du vor und was meinst du damit überhaupt?

    Liebe Linda,

    Gesetz der Anziehung!:-)))

    LG Silke

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  4. Hallo Silke,

    ich hoffe, du bist mir nicht böse, aber ich möchte dein "wissenschaftliches Projekt" auch ein bisschen kritisieren. Bei der Formatierung ist mir aufgefallen, das es nicht im Blocksatz ist, das würde auf jeden Fall besser aussehen und wäre auch leichter lesbar. Und ist auch üblich.
    Ausserdem sehe ich auch "nur" eine Zusammenfassung eines Buches und keine eigenständige Literaturrecherche. Soweit ich das beurteilen kann, sind alle Artikel, die du im Literaturverzeichnis angibst vor 2006 (vor Barnards Buch) erschienen . das legt für mich nahe, dass du sie aus dem Buch übernommen hast, und nicht selbst gefunden / gelesen hast, auch weil du in den Notes kein einziges Paper zitierst. Zwischen 2006 und 2013 sind 7 Jahre vergangen, das ist in der FOrschung ewig, es wäre sehr interessant gewesen zu erfahren, ob Barnards Ergebnisse bestätigt / widerlegt wurden und was sich sonst am Gebiet Diabetes getan hat.
    Ich hoffe du nimmst mir die Kritik nicht übel, aber das ist halt das, was ich mir gedacht habe, als ich deine Arbeit gelesen habe.

    lg Sinikka

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  5. Was meint ihr mit "Formatierung"? Was mit "Blocksatz"? Ich verstehe nicht, was die Worte bedeuten? Ich bin Künstlerin und Medizinerin!

    Es ist mit dem Prof. abgesprochen, dass ich eine Buchzusammenfassung schreibe.

    Was die Praxis betrifft, so wird ja genau das, weil es funktioniert, sogar in meiner Klinik praktiziert, wenn auch nur in 3 "Gemüsetagen", weil man nicht davon ausgeht, dass der Patient es länger durchhält.

    LG Silke.

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  6. Hat sich erledigt. Das allwissende Facebook hat meine Fragen beantwortet...Hab's auf "Blocksatz" korrigiert!

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