Samstag, 2. Januar 2016

"Krebs in Deutschland" 2015



Ich finde 2015 war wirklich ein großartiges Jahr für die Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation ist mir, bzw. allen fettarmen, vollwertigen, pflanzlichen Ärzten sehr entgegen gekommen, weil sie offensichtlich festgestellt hat, dass die bisherigen Empfehlungen noch nicht weit genug gingen um die Menschen von Krankheiten zu schützen. Mal abgesehen davon, dass die bisherigen Empfehlungen von den meisten wahrscheinlich auch nicht eingehalten wurden.

Anfang des Jahres wurde der empfohlene Zuckerkonsum von 50 g pro Tag auf 25 g pro Tag gesenkt. Darin enthalten ist Zucker aus Obstsäften aber nicht aus Obst.

Im April, glaube ich, wurde der Cholesterinrichtwert, der bisher bei 200 mg/dl lag auf 190 mg/dl gesenkt. Damit sind wir immer noch nicht bei Dr. Esselstyns Empfehlungen von unter 150 mg/dl und bei den Erkenntnissen der Framingham Heart Study, dass man nur mit einem Cholesterinwert von unter 150 ganz sicher vor einem Herzinfarkt geschützt ist, aber wir kommen näher dahin.

Und zum Ende das Jahre, das hat sicher noch keiner der geneigten Leser vergessen, hat sie verarbeitetes Fleisch als krebserregend eingestuft und rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserregend.

Mitte Dezember kam der aktuelle "Krebs in Deutschland" Report heraus, den ich nicht komplett gelesen habe, den man aber gratis runter laden oder sich auch gratis per Post schicken lassen kann. Er wurde vom Robert Koch Institut veröffentlicht und ich bin mal wieder erstaunt darüber wie wunderbar es in diesem Land ist, gratis an Wissen zu kommen. - Dummerweise wollen die Menschen kein Wissen, aber dazu später.

Der Report hat endeckt, dass ca. jeder zweite Deutsche in seinem Leben die Diagnose Krebs bekommen wird, das deckt sich in etwas mit dem was ich auch beobachte. Dabei sind Männer häufiger (zu 51%) betroffen als Frauen (43%). Eine kurze Zusammenfassung des Reports auf web.de

Die Hauptursachen werden im eigenen Verhalten gesehen, vor allem im Rauchen. Jedoch ist Rauchen nicht für Prostata oder Brustkrebs verantwortlich sondern vor allem für Lungenkrebs. Lungenkrebs ist nur der dritthäufigste Krebs. An Platz zwei steht Darmkrebs und Platz 1 belegt Brust- bzw. Prostatakrebs.

Dass Fleisch Darmkrebs verursacht, hat die WHO einwandfrei bestätigt, der Zusammenhang zwischen Milch und Prostatakrebs ist auch ziemlich gut untersucht und was mit Brustkrebs ist ist bisher glaube ich Spekulation. Die Uni lehrt immer wieder, dass man NOCH nicht belegen konnte, dass Brustkrebs mit der Pille zusammenhängt und erstaunlich ist dass diese Wort "NOCH" immer wieder verwendet wird. Jeder scheint zu vermuten, dass die Pille das Brustkrebsrisiko steigert, weil auch natürliches, im Körper produziertes Östrogen das Brustkrebsrisiko steigert, aber man hat den Zusammenhang in Studien noch nicht beweisen können.

Was man in Studien aber vielfach beweisen konnte, und das wird auch vom Krebsreport bestätigt ist, dass Ernährungsfehler, Bewegungsmangel und Übergewicht zur Krebserkrankung beitragen. Was hingegen von der Bevölkerung weit überschätzt wird, so heißt es, sei der Zusammenhang zwischen Umweltverschmutzung und Krebs. – Ich nehme an, das Argument ist so beliebt, weil man dann andere Leute für sein Leid verantwortlich machen kann und nicht sich selbst hinterfragen muss.

Und auch wenn die WHO ihr Möglichstes tut die Bevölkerung vor Erkrankungen zu schützen, so gehen ihre Empfehlungen in ein Ohr rein und zum anderen raus. Die Menschen wollen es einfach nicht wissen.

Ich bekam gestern eine Mail von einer Leserin, die sich bedankt hat für mein Blog, dass sie viel lernen würde, auch wenn sie Fleisch esse etc. aber sie hätte viel über die Schilddrüse gelernt und würde alles tun um keine Tabletten mehr nehmen zu müssen.

Ich weiß von Leuten, deren Ernährung sich derart auf eine Schilddrüsenunterfunktion ausgewirkt hat, dass sie keine Tabletten mehr nehmen mussten, auch wenn das rein anekdotisch ist und ich es nicht überprüfen konnte. Ich halte es aber auch nicht für komplett abwegig, denn andere Autoimmunkrankheiten wie Rheumatoide Arthritis oder Lupus erythematodes heilt man im True North auch mit glutenfreier veganer Ernährung nach einer Zeit des Wasserfastens. - Ich frag mal nach, wenn ich dort bin, ob sie was über Schiöddrüsenerkrankungen berichten können.

Naja, nachdem diese Leserin schrieb sie würde alles tun um auf Pillen zu verzichten habe ich mal doof gefragt ob sie auch auf Gluten und Fleisch verzichten würde. - Auf Gluten ja, auf Fleisch nein, Fleisch sei ihr Lieblingsessen, war die Antwort

Ich frage mich wirklich, ob alles was ich hier seit Jahren schreibe ebenso sinnlos ist, wie alles was die Ärzte in de Endokrinologie machen. Seit 4 Jahren belege ich hier immer und immer wieder, dass Fleisch ungesund ist, kriege Unterstützung für WHO, belege, dass es süchtig macht und mitverantwortlich ist für 65% aller Todesfälle ist und dann gibt es immer noch Leute, die Fleisch als ihr Lieblingsessen bezeichnen. Ich kann ja verstehen, wenn man es gelegentlich isst, aber "Lieblingsessen"? - Das klingt jedenfalls so, als würde man es jeden Tag essen und das sollte man definitiv nicht!

Um zu kontern, dass vegan nicht gesund ist behauptete sie, dass Veganer klein Vitamin D bilden können (Blödsinn, Vitamin D wird auf der Haut gebildet) und dass Veganer nicht genug Cholesterin hätten ( was auch Blödsinn ist, den die Leber bildet Cholesterin aus AcetylCoA selber und AcetylCoA bildet der Körper aus Pyruvat und das wiederum aus Glucose)

Und jetzt komme ich zum Thema Bildung, die es in Deutschland gratis gibt, die aber scheinbar niemand haben will, weil es je weitere ungebildete Leute auf YouTube gibt, die Bullshit verbreiten auf die man sich dann beziehen kann, wenn man gute Gründe für seine schlechten Angewohnheiten finden will.

Wenn man nicht mir glauben will, oder der WHO, dann kann man das gerne machen (obwohl ich finde, dass wenn man schon keine Ahnung hat, man auf die Leute hören sollte, die Ahnung haben und die Weltgesundheitsorganisation liegt da nun mal nahe) man kann aber auch in die Stadtbibliothek gehen, sich ein Biochemiebuch holen und das Kapitel über Vitamin D und Cholesterinbiosynthese lesen. Dann wird man nicht mehr von Laien auf YouTube für dumm verkauft.

Es sei denn natürlich man will dumm bleiben, denn dann kann man sagen: „Aber ich wusste nicht, dass man von Fleisch Darmkrebs, Bluthochdruck und eine Herzinfarkt bekommt!“

Menü des Tages am 1. Januar

Brokkoli und Tomaten


Haferflocken, Acai, Paranuss, Zimt, Leinsamen, Banane, Heidelbeeren



Miniromana
Banane


Linsen, Reis und Zucchini mit Gewürzen


2 Mandarinen


 Linsen, Reis, Reisnudeln, Zucchini und Gewürze


1 Banane


4 Mandarinen





Mir ist gelegentlich übel, ich spüre es fast ständig im Unterleib ziehen und habe das Gefühl meine Brüste machen Dinge.:-)

Dummerweise habe ich so viel rum gegoogelt, dass ich erfahren habe, dass es in der vierten und fünften Woche noch in 10-15% zu Abgängen kommen kann, weil genetisch irgendwas mit der Frucht nicht stimmt oder weil man Diabetiker ist oder was an der Schilddrüse hat oder zu Thrombosen neigt. Oder wenn man Drogen konsumiert. Das trifft auf mich zwar alles nicht zu, aber es macht mir schon Angst. Was auf mich zutrifft ist, dass ich 40 bin und es da zu genetischen Defekten kommen kann, weil die Eizelle schon so uralt ist! - Eizellen sind bei der Geburt des weiblichen Babys schon alle angelegt.

Und ich denke: Gott warum hast du es nur so früh sagen müssen! – Die meisten Abgänge passieren in der 4. bis 5. Woche meist ohne dass die Frau was merkt. Das wird dann nur als verspätete Periode wahrgenommen. 80% aller Aborte passiert in den ersten 12 Wochen, was der Hauptgrund ist, warum viele Frauen erst nach 3 Monaten sagen dass sie schwanger sind. Nun gut, die Schulmedizin kann hier nichts machen und er kütt wie er kütt. Ich kann aber weiß Gott nicht behaupten, dass ich frei von Verlustängsten bin....

Alles Liebe,

Silke


Kommentare:

  1. Was auch gut gegen Brustkrebs ist, ist lange Stillen..schön dran denken, liebe Silke;)

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    1. Sowieso! - Das ist Gratis-Baby-Nahrung!:-)

      LG Silke

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  2. In 2015 wurde auch die Partei für Gesundheitsforschung gegründet und zur Zeit läuft eine Online-Petition an den Bundestag für mehr Forschung gegen ALterskrankheiten wie Krebs, Alzheimer, Herzinfarkt, etc.
    Link zum Unterzeichnen: http://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2015/_12/_03/Petition_62491.nc.html

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  3. Tja, es ist schon ein Kreuz mit der gesunden Ernährung. Hatte zu gestern/vorgestern Deine "Bombastischen-Bananen-Muffins" gebacken. Leider waren Sie für die Verkosterin "nicht süß genug", so das diese lieber keine bombastischen Muffins isst sondern sich die Kalorien lieber für "richtig süßes" aufhebt.....

    Ich finde die Muffins ja genial.. aber so ist das eben bei manchen Menschen die noch voll auf Käse, Fett und extrem Süsses stehen. Zumindest ist Dein Tag 19 Gericht "Penne mit weißer Soße" gut angekommen. Das Käseimmitat aus Bohnen und Hefeflocken konnte geschmacklich und auch vom Geruch her voll überzeugen :-)

    Zu Deinen Crono-Werten ein Tip: Ggf. ein bisschen angekeimte Mandeln (ala Brandon Brazier) und Sonnenblumenkerne für Vitamin E einbauen? Damit komme ich sehr gut auf 100% Vitamin E pro Tag (wobei ich die Sonnenblumenkerne auch 2 Tage ankeime).

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    1. Ich weiß doch, wie ich an Vitamin E komme, aber es ist gerade Challenge! - Außerdem gibt es keine Vitamin-E-Mangelkrankheit. Das dient nur als Redikalenfänger.

      LG Silke

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    2. Aha - alles klar - zu viel Fett :-) Dann noch gutes Challengen!

      Komischerweise hat sich das bei mir nun auch eingependelt... letztes Jahr habe ich ja deutlich mehr Fett gegessen um mein Gewicht zu halten. Aktuell habe ich es bei mehr Sport deutlich reduziert. Ggf. hat sich ja meine Magen-Darm Flora umgestellt/angepasst... oder es liegt an den Linsen/Kichererbsen die ich nun faktisch täglich einbaue. Für diese Inspiration von Dir, die sich auch durch alle Deine Rezepte zieht bin ich Dir sehr, sehr dankbar!

      Hier noch ein schöner Artikel mit vielen Links auf viele Quellen: "Die ersten Bauern tranken keine Milch" - http://www.heise.de/tp/artikel/47/47011/2.html. Da wird ausgesagt das die "Laktoseverträglichkeit" erst vor ca. 4200-4300 Jahren in Europa aufgetaucht ist. Tolle Verträglichkeit... 40 Jahre schlechte Haut, Schnupfen, Erkältung und dicke Mandeln bei mir -bis ich dahinter gekommen bin woran es lag.

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