Montag, 10. März 2014

Hoden- und Prostatakrebs - Tag 64



Es haben mich gestern noch Fragen erreicht bezüglich meines gestrigen Posts und zwar hauptsächlich ob das, was ich über Kokos geschrieben habe auch für junge Kokosnüsse gelten würde.

Dem ist nicht wirklich so, weil junge Kokosnüsse einen viel höheren Wassergehalt haben. In erster Linie meinte ich damit Kokosöl, Kokosmus, alte Kokosnüsse aber auch den Kokosjoghurt, den es jetzt neu bei Veganz gibt. Den hatte ich ja noch nie in der Hand, sprich, es war eine reine Spekulation von mir, dass ich annehme, dass der Fettgehalt dem von Rahmjoghurt in etwa entsprechen müsste. Nach der Frage über zu den jungen Kokosnüssen, habe ich mir die Mühe gemacht auch etwas über den Nährwert des Kokosjoghurts Coyo raus zu finden, denn es besteht ja grundsätzlich auch die Möglichkeit, dass darin ein höherer Wassergehalt verborgen ist, als ich angenommen habe. - Dem war nicht so. Es war sogar noch schlimmer, als ich angenommen habe. Coyo enthält noch mehr Fett als Rahmjoghurt. Der Rahmjoghurt von Weihnstephan zum Beispiel hat auf 100 g 121 kcal und 10 g Fett (=75%). Der Coyo Kokosjoghurt hat auf 100 g 225 kcal und 22 g Fett, davon sind 21 g gesättigte Fette. Sowas ist überhaupt kein gesundes Nahrungmittel!!!

Zum Vergleich: Eine junge Kokosnuss hat etwas einen Fettgehalt von 20% wobei es superschwer ist dafür Daten zu finden, da es junge Kokosnüsse in den unterscheidlichsten Stadien gibt. Manchmal ist fast nur Glibber drin und manchmal schon richtig festes Kokosnussfleisch. In Nährwerttabellen machen sich junge Kokosnüsse daher entsprechend rar. Ein weiterer Vergleich soll Sojaghurt sein, der auf 100 g nur 50 kcal enthält und ca. 2 g Fett. Sojahoghurt ist zudem um Längen billiger und so lange man es damit nicht übertreibt auch gesundheitsförderlicher. Außerdem hat er weniger Kalorien!

Und wo ich gerade bei Milchprodukten bin möchte ich auch noch mal auf Hoden- und Prostatakrebs zu sprechen kommen. Dr. Joel Fuhrman zitiert in Eat to Live eine Studie die belegen soll, dass besonders die Männer, die als Kinder und Jugendliche schon mehr Milchprodukte verzehrt haben, als Erwachsene dann bevorzugt Hodenkrebs bekamen. Mein Schwager hatte Hodenkrebs, deshalb wollte ich mich schon seit Monaten näher damit befassen. Gestern war etwas Zeit dazu. Ich hab die Studie in PubMed gesucht und sie mir genauer angeschaut und ich verstehe sie nicht. Außerdem gibt PubMed auch nicht die ganze Studie her somit fing ich an sie zu googeln um den ganzen Text zu finden, aber es ist mir nicht gelungen.

Dafür bin ich auf die Seite der Harvard Medical School gestoßen, die für Hoden- und Prostatakrebs Ernährungsempfehlungen ausspricht. Wenn Hodenkrebs auch relativ selten ist, so ist Prostatakrebs doch der häufigste Krebs der mänlichen Bevölkerung überhaupt!!!

Also, was rät Harvard, eine der besten Universitäten der Welt?

Zum einen, dass Ernährung überhaupt einen großen Einfluss auf die Entstehung von Krebs hat und zum anderen, dass es gar nicht so leicht fällt eine Einteilung in gut und böse zu machen. Wie immer macht auch hier die Dosis das Gift. Gesättigtes Fett aus rotem Fleisch und Vollfettmilchprodukten seien ein hoher Risikofaktor und sie seien allgemein für die Gesundheit ziemlich schlecht. Es gäbe darüber hinaus aber noch andere Risikofaktoren und zwar ein zu hoher Konsum an Kalzium sowie ein zu hoher Konsum an Omega 3 Fetten aus Pflanzen. Das ist interessant, was? Zu hoch in Bezug auf Kalzium seien 1500 mg am Tag. Zum Vergleich: Die DGE empfiehlt einen Kalziumkonsum von 1000 mg und die WHO einen von 450 mg. Barnard schreibt, dass ein Konsum von mehr als 600 mg gesundheitlich in Studien keinerlei förderlichen Eigenschaften nachweisen konnte. Muss ich schreiben, dass Kalzium viel in Milchprodukten und Käse enthalten ist? Mit Pflanzen ist es unmöglich zu viel Kalzium aufzunehmen...Es ist aber auch möglich damit zu wenig aufzunehmen, man muss schon auch genau hin gucken und viel Gemüse essen.

Was Omega 3 aus Pflanzen betrifft, so ist das sehr interessant, aber eigentlich auch nicht verwunderlich. Die Tagesdosis liegt bei empfohlenen 1,5 g. 5 g Leinsamen haben schon 1,1 g, Chia hat 0,9 g und ein TL, also 5 g, Leinöl bringen es dann schon auf 4,5 g, Wer also viel Leinöl oder auch Rapsöl in seinen Salat oder in die Pfanne kippt um sich was Gutes zu tun, kann sich in Bezug auf sein Prostatakrebsrisiko durchaus schaden. Harvard empfieht daher den Omega 3 Bedarf eher aus Fisch zu decken. 100 g geräucherter Lachs haben 5 g Omega 3-Fett. Man braucht also auch hiervon nur sehr wenig um den Tagesbedarf zu decken.

Gesättigte Fette sollten weniger als 10% der Gesamtkalorien ausmachen und damit sind wir wieder bei ca. 20 g Fett bei einem täglichen Verzehr von 2000 kcal. Auch hier: Kokos ist keine gute Idee.
Um sich vor Prostatakrebs zu schützen sollten Männer besonders viel Vollkorngetreide, Obst und Gemüse, davon ganz besonders Tomaten, weil sie den vor Krebs schützenden sekundären Pflanzen Lycopin enthalten, Fisch und Sojaprodukte essen. Das alles sei mit einem reduzierten Risiko an Prostatakrebs zu erkranken in Verbindung gebracht worden.

Prostatakrebs sei zwar (noch) 25 Mal so häufig wie Hodenkrebs, aber auch diese Erkrankung würde immer mehr und treffe hauptsächlich weiße Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Meinen Schwager. Es gäbe zwar noch zu wenig Studien über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Hodenkrebs, aber eine Studie habe einen Zusammenhang gefunden, einen einzigen Zusammenhang zwischen Hodenkrebs und Ernährungsverhalten. Dieser sei der Verzehr von Milchprodukten und ganz besonders der Verzehr von Käse gewesen. (Schwesterchen, ich hoffe du liest das und verbietest deinem Göttergatten morgens 500 g Joghurt zu frühstücken!!!)

Das hier ist Harvard. Das ist nicht irgendein Esoterik-Rohkost-Guru-Scheiß, ein Laie der Blödsinn erzählt sondern eine der anerkanntesten Fakultäten der Welt! Zugegeben, auch die sind nicht unfehlbar, aber in der Medizin ist man sowas von vorsichtig, bevor man irgendwas behauptet und unterzieht es tausenden von Tests!

So viel dazu. Wie auch bei Depressionen, kann ich diese Ernährungsempfehlung mal wieder nicht an mir selbst testen, da ich über Hoden oder Prostata genau so wenig verfüge, wie über Depressionen. Beim Anatomie-Lernen gestern, habe ich aber entdeckt, dass die Klitoris ebenso einen Schwellkörper enthält wie der Penis und dass auch hier eine gute Blutversorgung für das Anschwellen des Schwellkörpers und damit für die sexuelle Erregung wichtig ist. Also, liebe Damen, Arteriosklerose im Schwellkörper der Klitoris führt auch hier zu “sexuellem Versagen” auch wenn man es bei euch nicht sehen kann und Meg Ryan in “Harry &Sally” jedem bewiesen hat, wie leicht man einen Orgasmus faken kann!;-))) - Weibliche Geschlechtsorgane waren bei mir in der Anatomie immer durchgefluscht, weil meine Leiche im Präparierkurs keine Geschlechtsorgane mehr hatte! - Das zu meiner Verteidigung.:-)

Menu des Tages am 9. März 2014

2 Kaffee mit Stevia
Frischkornbrei aus Buchweizen, Banane, Sunwarrior Vanille, Kakaonibs, Granatapfel, Paranuss, Mandeln, Cashews, Leinsamen, Zimt


1 Scheibe Vollkornbrot mit Guacamole supreme

16 g Ombar dark
1 Rawmeo Schoko
Hanf Chocolate Chip Cookie
1 Kohlrabi

Vollkornbrot mit Reissirup-Schoko-Aufstrich und Banane (nach dem Joggen)
1 Banane
6 Datteln

Dinkel-Vollkornspaghetti mit Möhre, Kohlrabiblätter, Zucchini, Basilikumpesto, Brokkoli, Salz und Pfeffer


1 Banane
8 g Ombar

1 wilde Mango
1 Banane
8 g Ombar
1 Blaubeer-Eiweiß-Muffin

Gemüsepfanne aus Möhre, Brokkoli, Zucchini, Salz, Pfeffer, Garam Masala, 1 TL Olivenöl


½ Banane
koffeinfreier Kaffee mit Stevia

Stellt sich heraus, dass die Chefin meine Chefin den Dienstplan für diese Woche komplett umgeschmissen hat, und die Planung völlig hinüber sind und wir alle stinksauer sind. Hm, komme ich wenigstens zum Schreiben. Morgen hingegen nicht, da bleibt es beim Frühdienst und anschließend zum Dreh. Ich bin froh nur eine kleine Rolle zu haben, so gibt es mehr Geld für weniger Arbeit und ich kann mich um Lernen und den Bioladen kümmern und außerdem um mein eigenes kleines Unternehmen....

Außerdem werde ich heute Plastik kaufen. Eine Druckerpatrone. Dummerweise habe ich so einen billigen Drucker, dass man die Patronen nicht nachfüllen kann. Das sollte ich nächstes Mal anders machen und mich, wenn dieser Drucker kaputt ist darum kümmern einen anständigen mit auffüllbarem Toner zu kaufen!

Alles Liebe,

Silke

Schnäppchen des Monats März 2014:
Arganöl nativ, 250 ml - 20,90 € statt 23,90 €
Rawmeo Mix, 63 g - 2,45 € statt 2,99 €
Ombar Goji. 38 g - 2,49 € statt 2,89 €

Lovechock Ananas/Inkaberry - 2,59 € statt 2,99 €


Rohe bio Macadamianüsse, 200 g - 6,40 € statt 7,90 €



Kommentare:

  1. Stand bei Harvard nix über Granatapfel?
    Das soll doch die neue "Wunderfrucht" bei Brust- und Prostatakrebs sein. Steht sogar schon in Wikipedia. Ich zitiere:

    In einer In-Vitro-Studie wurde festgestellt, dass Granatapfelsaft die Bildung von körpereigenen Östrogenen hemmte und bei östrogenrezeptor-positiven Brustkrebszellen zu einer Wachstumshemmung von 80 Prozent führte, ohne das Wachstum der gesunden Zellen zu beeinträchtigen. Fermentierter Granatapfelsaft war dabei doppelt so wirksam wie frischer Saft.[25] Auch auf Leukämiezellen wirken die Polyphenole aus fermentiertem Granatapfelsaft: Die Zellen bilden sich entweder zu gesunden Zellen zurück (Redifferenzierung) oder werden in den programmierten Zelltod (Apoptose) getrieben. Außerdem verhindern die Polyphenole, dass sich neue Blutgefäße bilden (Neoangiogenese) - das erschwert die Ausbreitung des Tumors.[26]

    Auch gegen Prostatakrebs scheinen die Polyphenole aus fermentiertem Granatapfelsaft besonders wirkungsvoll zu sein, wie eine Reihe von präklinischen Studien zeigt.[27][28] In einer Studie konnten Prostatakrebs-Patienten durch den täglichen Konsum von Granatapfelsaft (570 mg Polyphenole) ihren PSA-Wert, den zentralen Biomarker bei Prostatakrebs, viermal länger konstant halten als vor der Behandlung: In der sechsjährigen Nachbeobachtungsphase stieg die PSA-Verdopplungszeit von 15,4 auf 60 Monate

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  2. Nö, aber der Artikel auf der Harvard-Seite ist auch schon 9 Jahre alt. Häufig ist Wikipedia bei solchen Sachen schneller. Dass Granatäpfel voll mit sekundären Pflanzenstoffen sind weiß man ja. Danke für deine Ergänzung!

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