Dienstag, 22. Oktober 2013

Warum Schokolade abhängig macht...



Man sollte sich eigentlich wundern, dass nicht noch mehr Menschen süchtig nach Schokolade sind hinsichtlich der vielen suchterregenden Substanzen, die sie enthält.

Fangen wir an mit Zucker:

Schon allein der süße Geschmack auf der Zunge bewirkt die Ausschüttung von körpereigenen Opiaten, die zum einen beruhigen und zum anderen in der Lage sind Schmerzen zu stillen. Daher ist es evolutionsbiologisch auch sinnvoll, dass Muttermilch leicht süß schmeckt, so wird das Kind beim Stillen ruhiger auch wenn dabei noch viele weitere Faktoren eine Rolle spielen wie Bindungshormone und Kasomorphine. Die schmerzstillende Wirkung von Zucker macht man sich ebenfalls bei der Beschneidung von Säuglingen zunutze und auch in Krankenhäusern, wenn Babies Blut abgenommen werden soll. - Dieser Effekt funktioniert übrigens nicht bei Babies kokainabhängiger Mütter

Wenn man Zucker dann auch noch Fett hinzu mischt, und das macht sich die Lebensmittelindustrie gerne zunutze, wird dieser Effekt sogar noch verstärkt. Schokolade enthält sowohl Zucker als auch Fett in ziemlich hohen Dosen.

Da hört es aber noch nicht auf.Schokolade denn enthält zudem etwas Koffein aber vor allem auf Theobromin, welches so ähnlich wirkt wie Koffein, aber nicht ganz so stark. Koffein wirkt vor allem anregend auf alle möglichen Körperfunktionen, hemmt das Schlafbedürfnis und steigert die Konzentration indem es genau den Mechanismus ausschaltet, durch den sich Nervenzellen vor Überanstrengung schützen.

"Aus der wissenschaftlichen Literatur geht nicht klar hervor, ob Coffein als Suchtmittel anzusehen ist, es hat jedenfalls einige Gemeinsamkeiten mit typischen Suchtmitteln. Zu den wichtigsten gehören die Entwicklung von Toleranz sowie psychischer und körperlicher Abhängigkeit mit Entzugserscheinungen. Toleranz tritt bei nicht unbedingt übermäßigem, aber bei regelmäßigem Coffeingenuss auf.
Als Entzugsymptome wurden in einer empirischen Studie beobachtet:[33] Kopfschmerzen, Erschöpfung, Energieverlust, verminderte Wachsamkeit, Schläfrigkeit, herabgesetzte Zufriedenheit, depressive Stimmung, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und das Gefühl, keine klaren Gedanken fassen zu können. In einigen Fällen kamen auch grippe-ähnliche Symptome hinzu. Die Symptome setzen zwölf bis 24 Stunden nach dem letzten Coffein-Konsum ein, erreichen nach 20 bis 51 Stunden das Symptommaximum und dauern etwa zwei bis neun Tage. Bereits eine geringe Menge Coffein führt zur Rückfälligkeit." Quelle: Wikipedia

"Schokolade enthält ebenfalls Phenylethylamin, oder PEA, ein dem Amphetamin ähnliches Molekül (wenn auch nur ein Zehntel von dem in Cheddar Käse und Salami Quelle)" Quelle Breaking the Food Seduction: The Hidden Reasons Behind Food Cravings---And 7 Steps to End Them Naturally

Wer sich über Amphetamine schlau machen will wird hier bei Wikipedia fündig. Speed und Crystal Meth sind Amphetamine. Erschreckender Weise werden Amphetamine bis heute bei ADHS verschrieben um die Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Hier ein Ausschnitt des Wikipedia-Artikels:

Akute Hauptwirkungen
Je nach Dosis und Darreichungsform können folgende Wirkungen auftreten:[16][17][18]

zentral
Appetithemmung
Mobilisierung letzter Kraftreserven und Verringerung des Schlafbedürfnisses
Steigerung des Selbstbewusstseins bis hin zur Euphorie
erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit
erhöhter Bewegungsdrang
gesteigertes sexuelles Verlangen

peripher
Abschwellen der Schleimhäute
Weitung der Bronchien
Verengung der Gefäße

Unerwünschte Wirkungen
Je nach Dosis und Darreichungsform können folgende Wirkungen auftreten:[16][17][18]
Pupillen weiten sich, trockener Mund
Erhöhter Herzschlag bis hin zur Tachykardie
Tremor (Zittern), erhöhter Muskeltonus, Nystagmus (Augenzittern), Bruxismus (Zähneknirschen)
erhöhte Schweißabsonderung
Schlafstörungen
Gewichtsverlust, Potenzstörungen und Nierenschäden (bei chronischem Konsum)
schnellere Bewegungsabläufe bis hin zu Agitation; Fahrigkeit, Unruhe, Nervosität sowie Symptome des Restless-Legs-Syndroms
erhöhte Risikobereitschaft
gesteigertes Mitteilungsbedürfnis und Redefluss (Logorrhoe)
Auslösung einer Drogenpsychose (Amphetamin-Psychose)
Abhängigkeit

Schokolade kann außerdem so ähnlich wirken wie Marijuana, weil sie den Abbau von Substanzen hemmt, die wie THC, der aktiven Substanz in Marijuana, an die cannabinoiden Rezeptoren des Endocannabinoidsystems andocken. Gehirnzellen produzieren normalerweise eine Substanz, namens Anandamid, dem THC ähnlich und Schokolade enthält Stoffe, die deren Abbau hemmen. Quelle

Möglicherweise kriegen Cannabis-Konsumenten genau deshalb Lust auf Schokolade beim Kiffen.

Somit ist Schokolade quasi eine Apotheke für die Hosentasche: Milde Opiate, Aufputschmittel, das Selbstbewußtsein steigernde Mittel und ein Hauch von Gras. Sie puscht auf, beruhigt, gibt einem ein gutes Gefühl in Bezug auf sich selbst und macht ein bisschen high. - Gebt sie auf keinen Fall euren Kindern!

Und all das macht Schokolade natürlich so attraktiv und gleichzeitig ebenso leicht zu einer Substanz, nach der man süchtig werden kann. Dabei ist Industrieschokolade natürlich wesentlich ungesünder als Rohkostschokolade oder pure Kakaobohnen, aber auch die können noch viel davon. Hauptsächlich ist die Opiatwirkung weniger stark.

Gestern bin ich zufällig auf einen Artikel gestoßen, in dem es heißt, dass Oreo-Kekse ebenso süchtig machen würden, wie Kokain. Zumindest bei Ratten. Ich weiß nicht, ob der Versuch so aussagekräftig ist, die der Artikel behauptet.
Zunächst hat man Ratten mir Reiskeksen auf der einen Seite und Oreos auf der anderen Seite konfrontiert. Die Ratten bevorzugten selbstredend die Oreos.

Ein zweiter Versuch war ein Vergleich zwischen Ratten, die auf der einen Seite Kochsalzlösung und auf der anderen Seite Morphin und Kokain bekamen. Die Ratten bevorzugten natürlich die Drogen.

Beim Vergleich der beiden Versuche hat man dann festgestellt, dass die Ratten fast genau so oft und genau so lange zu den Oreos gehen, wie zu den Drogen.

Ob das, wie gesagt, aussagekräftig ist, weiß ich nicht zu behaupten. Man hätte doch auch mal Oreos und Drogen in einen Käfig mit Ratten geben können und dann schauen, was sie bevorzugen.

Oreos sind ürigens vegan...

Jedenfalls ist die Opiatwirkung ziemlich klar und eindeutig bewiesen. Die Infos oben sind aus Barnards Breaking the Food Seduction abgesehen von meinen Ergänzungen durch Wikipedia. Studien sind beigefügt. Möge jeder damit machen, was ihm beliebt.

Menü des Tages am 20. Oktober

Brauner Reis, Haferflocken, Banane, Hanfprotein, Rosinen, Banane, Zimt, Stevia


3 Brennnesseltee
25 g Energieriegel



1 Banane
Brot mit Senf und veganem Brie
2 Trockenfeigen
1 Banane

Dinkel-Vollkornpenne mit Aubergine, Schalotten, Champignons, Thai-Curry-Paste, Tomatenmark, Erdnussbutter



Rest des Hirsesalats mit zusätzlich Sprossen und Blattsalat


1 Banane

Den Energieriegel habe ich am Sonntag beim Joggen gefunden und er war von den Inhaltsstoffen gar nicht so katastrophal, also habe ich beschlossen ihn zumindest zu probieren. Der Geschmack hat mich jedoch nicht umgehauen.

Mein Mittagessen war riesig, musste aber auch 5 Stunden halten, weil ich Spätschicht im Bioladen hatte.

Und heute ist endlich mal wieder richtig frei. Ich kann alles aufarbeiten was liegen geblieben ist und bin heute Abend verabredet. Und dabei fest entschlossen alkoholfrei zu bleiben. Ich schaff das!!! Chacka! Vielleicht nochmal durchlesen, was an Alkohol alles schlecht ist...

Alles Liebe,

Silke

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