Montag, 27. Mai 2013

Warum Kartoffeln nicht das perfekte Nahrungsmittel sind...

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Ich hab am Wochenende bei paar Videos geschaut von einer Veggiekonferenz bei der Dr. Esselstyn, Dr. Campbell, Rip Esselstyn und Dr. Barnard sprachen. Alles tolle Videos, über die ich die Tage auch noch was schreiben werden. Das Tolle an YouTube ist ja, dass es einem direkt Vorschläge macht zu Videos, die einen noch interessieren könnten und dabei war dieses: Potatoes: The perfect food - John McDougall MD



Darin erzählt Dr. McDougall, dass Kartoffeln das perfekte Nahrungsmittel seien und beruft sich auf ein uraltes Experiment aus den 20er oder 30er Jahren wo ein Mann und eine Frau, die sportlich sehr aktive waren, eine reine Kartoffeldiät über mehrere Monate gemacht haben. Sie wurden von Ärzten untersucht und waren wohl bester Gesundheit..

Ich habe ein Netz Kartoffeln, Biokartoffeln, geschenkt bekommen und ich mag sie auch sehr gerne. Also habe ich für gestern ein paar von ihnen vorgekocht und sie mittags in eine Gemüsepfanne gegeben und abends in meinen Salat.

Mit Entsetzten durfte ich am Ende des Tages feststellen, dass mein Eisen nur bei 77% der Tagesdosis lag. Eisen macht mir sonst nie Probleme! Alle Tage zuvor war mein Eisen bei über 100% der empfohlenen Tagesdosis. Das einzige was ich gestern anders gemacht habe, als an den Tagen zuvor, war das Essen von Kartoffeln und wenn da schon mein Eisen zu niedrig ist, wie wäre es dann wohl bei einer Ernährung, die ausschließlich aus Kartoffeln besteht? In den 20er/30er Jahren waren die medizinischen Untersuchungsmethoden noch nicht so ausgefeilt, wie sie heute sind und ich gehe davon aus, dass einfach nicht genau genug untersucht wurde, bei diesem Experiment.

Um nur mit Kartoffeln den Tagesbedarf an Eisen zu decken muss man sage und schreibe 6733 g also 6,7 kg essen. Und ich betrachte dabei nur einen Nährstoff, nämlich das Eisen. Wenn ich andere Stärke in meinen Salat gebe, Topinambur, Gerste oder Hirse, kommt es nicht zu einer zu geringen Eisenaufnahme.

Nun ist Eisen natürlich sehr wichtig, wichtig für die Blutbildung, für die Erythrozyten, die wiederum wichtig sind um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Was mache ich denn nun um das Netz Kartoffeln aufessen zu können und dennoch ausreichend Eisen zu essen? Brokkoli dazu nehmen? Nur in einer Mahlzeit Kartoffeln essen und in der anderen besser Hülsenfrüchte?

Jedenfalls stelle ich mal wieder fest, dass McDougall einfach nicht meins ist. Er erzählt zu viele Sachen mit denen man in die Irre gehen kann. Ähnlich wie Graham.
Esselstyn und Barnard sind das wirklich plausibler.

Menü des Tages am 26. Mai 2013

Gekeimter Nackthafer, Braunhirse, Hanfprotein, Orange, Banane, Sojajoghurt, Zimt und Stevia
1 Grüntee

Banane mit Sojajoghurt, Vanille und Stevia
1 Kartoffel mit Barbeque-Sauce

Gemüsepfanne mit Pfifferlingen, Paprika, Möhre, Zwiebeln, Kartoffel, Salz, Pfeffer, Oliventapenade und Ingwer



1/2 Banane, getrocknet
2 Riegel Ombar Goji

koffeinfreier Soja-Latte Macchiato

Salat aus Blattsalat, Paprika, Apfel, Sellerie, Kartoffel, Zwiebel, Walnussöl, Salz, Pfeffer, Balsamico, Minze


2 Paranüsse
2 Ingwertee mit Stevia

Ich war joggen, aber es war kein Spaß. Die ganze Stunde hat es geregnet und mir war zu kalt. Ich bin dennoch froh, dass ich es gewagt habe. Um mich vom schrecklichen Wetter abzulenken, habe ich an meinem Laufstil gearbeit und mit Ballenlauf experimentiert, was zum einen mehr Kalorien verbrennt, zum anderen aber auch auf die Oberschenkel-, Po- und untere Bauchmuskulatur wirkt. Es ist auch viel anstrengender als normales Laufen und ich habe es nicht eine ganze Stunde ausgehalten. Aber ich denke es ist eine gute Sache daran weiter zu arbeiten, denn so ist die mit Sport verbrachte Zeit einfach effizienter genutzt.

Waren gestern 1925 kcal, 74,2 Eiweiß, 24,4% Fett. Wie gesagt war Eisen etwas zu wenig, Methionin war etwas zu wenig, Lysin war etwas zu wenig und auch das Vitamin E mal wieder. Ich denke ich muss heute Brokkoli kaufen. Verdammten Kartoffeln aber auch....

Alles Liebe,

Silke

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