Sonntag, 21. April 2013

Ketose ist schädlich und Acai ist super!;-)

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Ich muss sagen, ich bin begeistert! Das funktioniert geradezu wunderbar. Nach 9 Tagen bei 1850 kcal und 3 Mal die Woche Sport bin ich bei 61,3 kg gelandet und habe in den 9 Tagen 900 g abgenommen. Offiziell errechnete Vorgabe war 1000 g in 14 Tagen. Allerdings muss ich sagen, dass seit meiner letzten Angabe am 6. Tag vorerst nicht viel passiert ist. Es ging etwas rauf und dann schlagartig wieder runter. Also wahrscheinlich durch Wasser etc. Aber so lange der Trend in die richtige Richtung geht ist alles bestens.

Es wird auch leichter. So wie bei nem Marathon, wenn man erstmal die Mauer bei km 30 durchlaufen hat und der Körper schön umgestellt hat auf Fettverbrennung, funktioniert dann auch alles wieder. Als hätte mein Körper jetzt gelernt, dass er nach diesen 1850 kcal eben den Rest selber zur Verfügng stellen muss.

Am Freitag war ich ausnahmsweise in der Vorlesung in Biochemie und "zufällig" kam genau das Thema dran, was mich interessiert. Da war eine Vorlesungsfolie in der gesagt wurde, dass der Köper bei 1500 kcal nach 5-6 Wochen anfange Ketonkörper als Nahrung zu produzieren. Dass ist dann der Hungestoffwechsel. Das passiert ebenfalls wenn man keine Glucose mehr verzehrt, nur passiert das dann schneller. Wenn man unter 50 g Kohlenhydrate pro Tag verzehrt, geht der Körper in Ketose.Ich verzehre pro Tag so um die 300 g KHD.

Ketose ist das Prinzip auf dem LowCarb funktioniert. Und um LowCarb ging es dann auch in der Vorlesung. Um die Funktionen der Hormone Insulin und Glucagon. Für LowCarber ist Insulin ja böse, weil es dafür sorgt, dass Fettreserven nicht abgebaut werden und bei der Speicherung von Fett für Notzeiten hilft. Das ist natürlich keine böse Rache die uns fett macht, sondern in der Evolution als Mechanismus entwickelt worden, der wesentlich für das Überleben war. Insulin ist aber nicht nur am Speicher von Fett beteiligt, sondern auch am Aufbau von Muskeln, sprich, der Speicherung von Eiweiß! Der Prof. stellte die LowCarb Theorie vor, wie sie in der "Theorie" funktioniere, dass das Ganze aber sehr kotrovers diskutiert würde, weil viele Experten auch davon ausgingen, dass es schlicht und ergreifend nur um die Kalorienmenge ginge. Viele Leute essen bei LowCarb nämlich schlussendlich einfach weniger Kalorien.

Und wenn ich mir meine eigene Ernährung gerade anschaue mit 300 g Kohlenhydraten, die auch von Insulin in die Zellen geschafft werden...Wie kann es dann möglich sein, dass ich Fett verliere, wenn Insulin so "mächtig" ist? Ich glaube, man kann den Körper nicht verarschen!

Am wichtigsten war aber folgendes. Der Prof hat ganz klar gesagt, dass Ketose auf die Dauer schädlich ist. Im Internet findet man das niergendwo so eindeutig. Ketose, oder besser, Ketoaszidose, bekommen nämlich auch unbehandelte Diabetiker. Ist logisch, die Zellen sind Insuinresistent und können demnach keine Glucose aufnehmen, der Körper muss was anderes finden, wovon er leben kann, und produziert Ketonkörper, die die Zellen statt dessen aufnehmen. Das hat erstmal zur Folge, dass der Atem wie Nagellackentferner stinkt, also nach Aceton, worin die Ketonkörper abgebaut werden. Außerdem wird der pH-Wert des Bluts zu sauer und das kann auf die Dauer lebensbedrohlich werden, weil Enzyme einen ganz bestimmten pH-Wert brauchen bei dem sie optimal arbeiten können. LowCarb ist demnach ebenso schädlich wie es Abnehmpillen und Co. sind. Selbst wenn man LowCarb vegan machen würde, wäre es schädlich! Auf die Dauer wohlgemerkt. Warum ruiniert man seine Gesundheit so, nur um etwas weniger zu wiegen?

Bei meiner Überlegung, wie ich mehr Antioxidantien in meine Ernährung bekommen kann, habe ich dann das leckerste fettarme Salatdressing der Welt entdeckt - aber dazu gleich.

Ich bin immer mehr überzeugt davon, dass es bei der Wirksamkeit von Rohkost überhaupt gar nicht um Enzyme und auch nur ein bisschen um Vitamine geht. Es geht vor allem um sekundäre Pflanzenstoffe, und das sind die Antioxidantien ja auch. Manche Vitamine sind auch Antioxidantien. Die Enzymtheorie ist wissenschaftlich völlig haltlos. Wenn ich aber Antioxidantien esse, habe ich sofort reine Haut. Grüner Tee ist jedoch nicht die Lösung, denn dann schlafe ich zu wenig, und nur wenn ich ausgeschlafen bin, sehe ich "knitterfrei" aus.

Interessant fand ich auch die Theorie mit dem Basenbad, die in einem der Kommentare aufgezeigt wurde, was ich auch irgendwann mal ausprobieren möchte.

So und jetzt zum Dressing: Sojajoghurt mit Senf, Balsamicoessig, Salz, schwarzer Pfeffer etwas Stevia und Acaipulver. - sooooo lecker!!! 5 g Acaipulver haben laut der Liste, die ich auch gestern verlinkt habe so viele Antioxidantien wir 100 g Heidelbeeren, die schon mal per se sehr reich an Antioxidantien sind! - Es macht also doch was aus, wenn man Superfoods supplementiert.

Antioxidantien sind übrigens auch super-wichtig um einen Herzinfarkt und Arteriosklerose vorzubeugen, denn alles Cholesterin, was sich in den Gefäßen ablager,t ist oxidiertes Cholesterin!

Menu des Tages am 19. April

Haferflocken mit Gojibeeren, Banane, Zimt und Stevia
1 Paranuss
1 Rohkost-Haferplätzchen
3 Grüntee

1 Banane
2 Paranüsse

Süßkartoffel-Kichererbsen Salat

62 g Kichererbsen

Gersten-Mais-Muffin mit selbstgemachtem veganem Schmelzkäse

1 Banane

Erdbeeren mit Schokopudding aus Avocado, Seidentofu und Stevia


Salat aus abgepacktem Mischsalat, Paprika, Mungobohnenkeimen, rote Beete, Lauchzwiebel und dem Acai-Joghurt-Dressing


Menu des Tages am 20. April

Haferflocken s.o.
2 Grüntee

Erdbeer-Frühstücksrigel

Rest vom Süßkartoffel-Kichererbsen Salat

Gersten-Mais-Muffin mit veganem Schmelzkäse

Sojalattemacchiato

Salat aus Romana, Champignons, Paprika, Lauchzwiebel, Möhre, Mungobohnensprossen und Acai-Sojajoghurt-Dressing
Sojajoghurt mit Acaipulver und Stevia zum Dessert!

Zudem habe ich den Kühlschrank abgetaut um den Behälter meiner Eismaschine da unter zu bringen. Es wird Sommer! - Und ich habe gebacken und zum 2. Mal in meinem Leben veganen Käse selber gemacht, der eigentlich fest werden sollte, aber jetzt doch eher ein Streichkäse ist.

Zudem - neu im Bioladen - Tofu-Riesengarnelen! Ich mag Krabben eigentlich ziemlich gerne, aber die sind ja nicht vegan und sie enthalten uuuuuunglaublich viel Cholesterin! Mehr als Schweinefleisch! Jetzt gibt es vegane Krabben und ich hab das Gefühl, dass die vegane Szene nie so stark gewachsen ist wie momentan. Muss Attila Hildmanns Werk sein. Nicht nur Wheaty erweitert sein Sortiment so stark, dass wir immer mehr Milchprodukte aus dem Kühlregal nehmen müssen sondern auch andere Firmen. Ich hab mit einer Kollegin gewettet, dass spätestens in 2 Jahren veganer Räucherlachs kommt!

Wer also das Gefühl hat, dass Paleo wächst und Vegan schrupft, der arbeitet definitiv nicht an der Basis im Bioladen. Ich hab diese Garnelen gekauft, aber ehrlich, ich bezweifele, dass die wirklich so schmecken wie Garnelen. Manche Produkte sind auch echte Reinfälle. Aber ich finde es dennoch toll, dass es sowas gibt, und dass das Angebot wächst. In Amerika gab es vegane Garnelen schon vor 10 Jahren!

Alles Liebe,

Silke

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Kommentare:

  1. Hallo Silke, was den veganen Boom betrifft stimme ich dir voll zu, denn ich arbeite auch an der Quelle:-) Allerdings mag/mochte ich diese Ersatzprodukte noch nie, Fleisch war jedoch nie so wichtig für mich, jedoch habe ich Phasen wo ich Pute esse, zumindest ist da im Moment gelegentlich so und hängt auch mit der Intensität meines Krafttrainings zusammen.

    Was ich auch einmal aus eigener Erfahrung sagen möchte, da ich ja für einen längeren Zeitraum lowcarb gemacht habe, höre mal damit auf und fange an wieder KH zu essen und schaue, was mit deinem Körper passiert, besonders, wenn du über 40 bist und du gerade nicht soviel Training machen kannst wie sonst?

    In dem Buch von Bill Sardi "Anti-Aging-Durchbruch" steht übrigens, dass je mehr ein Mensch ist, umso mehr Antioxidanten braucht er, dies fand ich überaus interessant und hilfreich. Dies wurde auch mit Studien bestätigt. Einen Mangel an Antioxis erkennt man besonders bei älteren Menschen an diesen rostigen Flecken auf dem Körper, meistens beginnt es an den Händen. Leider sieht es innen (Organe) genauso aus. Dies hat mir wiederum Dr. Strunz erklärt.

    Ich gehöre zu denen, die mit lowcarb zugenommen haben, da ich zuvor für ein Jahr Urkost gemacht hatte, das sehr Niederkaloriesch gewesen war. Ich bin heute auch der Meinung, dass für das reine Abnehmen die Kalorien verantwortlich sind, vorausgesetzt, der Körper bekommt auch entsprechende Nährstoffe. Liebe Grüße

    P.S.: Was noch interessant zu wissen wäre, hast du tatsächlich Fett abgenommen oder nur an Gewicht insgesamt?

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  2. Das ist ziemlich interessant!

    Mich hat noch jemand per E-Mail gefragt ob ich tatsächlich Fett abgenommen hätte.

    Also, da Zucker und Kohlenhydrate Wasser binden, ist es sehr unwahrscheinlich, dass man bei 300 g KHD am Tag Wasser abnimmt. Das passiert eher bei LowCarb, weil man die wasserbindenen Moleküle vermeidet,

    Ich hab keine Körperfettwaage und habe in den Tagen mehr als 1 g Eiweiß pro kg Körpergewicht gegessen. Außerdem Ausdauer- und Kraftsport gemacht. Ich glaube auch nicht, dass ich Muskelmasse abgebaut habe.

    Tatsächlich wir mein Musculus rectus abdominis am Bauch immer deutlicher, der sich sonst gerne unter Speck versteckt! Ich berichte weiter....LG

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  3. Huhu Silke! Ketose macht auch alt:
    http://27718.foren.mysnip.de/read.php?27719,146224,146224#msg-146224
    Schönen Sonntag noch!
    Silberfischchen

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  4. Hey Silke,

    oooh das sieht aber alles echt köstlich aus bei dir! Und sehr interessant das mit dem Hungerstoffwechsel...schon bei 1500 Kalorien? Ist das nicht bei Männern + Frauen unterschiedlich?
    Ich probiere auch momentan etwas abzunehmen (naja, eigentlich müssten 10 Kilo runter) aber mit ca. 1800 Kcal pro Tag geht 1.) gar nichts, trotz 4x pro Woche Sport und 2.) was machst du wenn dann mal was Ungeplantes dazwischenkommt? Du einen Muffin ausgegeben bekommst, du von etwas den Kcal Wert nicht weißt?
    Sollte ich die Kalorien noch etwas reduzieren? 1600? 2 Fastentage pro Woche? Irgendwie sowas?
    Freue mich über Tipps :)

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  5. Keine Ahnung, ob das bei Männern und Frauen unterschiedlich ist! Ich hab's nur aus der Uni-Vorlesung. Gelesen habe ich das noch nirgends...Also der Körper fängt dann langsam an Ketone zu produzieren, nicht, dass er sich komplett darauf umstellt...

    Wenn was Unvorhergesehenes dazwischen kommt, versuche ich das einzuschätzen oder egal sein zu lassen!;-))) Gestern kam mir ein Date dazwischen, der Herr hat mir nen Kaffee bezahlt, wir waren Gott sei Dank bei Starbucks und es gab Sojalatte. Das habe ich im Kopf überschlagen mit 150 ml Sojamilch und eingegeben.

    Schlussendlich: Was soll's, wenn man ein Mal zu viel isst? Am nächsten Tag halt weiter machen. So würde ich das jedenfalls machen, wenn ne Party oder sowas auf mich zu kommt.

    Hm, weiß nicht, wenn gar nichts geht solltest du wahrscheinlich noch ein bisschen an den Kalorien drehen, aber nicht unter 1400 gehen. Komisch, das alle Obstfans so Gewichtsprobleme haben nur Freelee nicht!

    Jeder Stoffwechsel ist anders. Hast du früher mal gehungert? Viel diätet?

    Ich kann mich bei mir auch an Zeiten erinnern, wo ich mit 1000 kcal nix abgenommen habe. War furchtbar...Ich hab leider keine Ahnung, was sich geändert hat. Ich hab zu joggen angefangen, nehme ich an....

    Sorry, meine Tipps sind mager...

    LG Silke

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    1. Danke für die Antwort :) Und ja, ich habe früher gehungert und diätet... eher jahrelang. Aber die letzten 2 Jahre wieder mehr gegessen, zeitweise auch wirklich zuviel, und dabei mal "eben" 15 Kilo zugenommen. Ich weiß nicht inwiefern das alles wissenschaftlich belegt ist mit dem Stoffwechsel runterschrauben durch Hungern, wie schnell das geht, wie lange das dauert etc., aber ruinieren will ich mir den nicht noch mal ;-) Ich probiere es mal mit 1500-1600, Sport und wenig Fertigprodukten. Oh, und mit der wichtigsten Zutat: Geduld ;)

      LG Steffi

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  6. Liebe Silke,
    du süßt meist mit Stevia - nimmst du da die Blätter oder das Pulver? Wie bewertest du Stevia unter einem vollwertigen Aspekt? Warum nimmst du keinen Honig? Und zu guterletzt: was hälst du von Xylit? Falls Du hierzu schon mal was geschrieben hast, wärs super, wenn du mir nen link schreiben könntest. Liebe Grüße Melanie

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  7. Hallo Melanie,

    ich nehme alles mögliche Steviablätter, flüssig, Tabletten. Je nach Lebensmittel, das gesüßt werden soll.
    Stevia Blätter sind vollwertig, die anderen Sachen nicht. Dennoch sind sie weitaus besser als Zucker. Deshalb nehme ich meist auch keinen Honig, weil der molekular nicht anders ist Zucker.
    Xylit ist gut, ich persönlich kriege aber Blähungen davon, wahrscheinlich, weil es auf dem selben Weg verstoffwechselt wird wie Fructose.

    LG Silke

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  8. Hast du irgendwo ein Rezept für den veganen Schmelzkäse? und vielleicht auch genaue Angaben zu dem Sojadressing mit Acai
    LG

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  9. Bitte unterscheide mal zwischen Ketose und Ketoaszidose.
    Ketose ist ein ganz natürlicher Teil unseres Stoffwechsels (Metabolismus) genaugenommen des Katabolismus. Auch durch Fasten gerät man in Ketose. Dabei wird Fett zu Ketonen umgesetzt und verbrannt, ein notwendiger minimaler Zuckerspiegel wird von der Leber synthetisiert. Übrigens klappt aus eigener Erfahrung dabei Muskelaufbau ganz prima, nur keine Bodybuilder-Schaumuskeln. Wird genügend Fett nachgefüttert, gerät der Körper auch nicht in die Mangel-Eiweiß-Verbrennung mit Muskelabbau. Ketoaszidose entsteht fast ausschließlich beim unbehandelten Diabetiker, wenn er Kohlenhydrate isst: der Blutzucker ist hoch, die Zellen leben also vom Zucker und nicht von den Ketonen, mangels Insulin produziert die Leber aber Ketone, die nicht abgebaut werden ⇨ Übersäuerung. Isst der Diabetiker dagegen viel Fett statt Kohlenhydraten (ketogene Ernährung), kann das nicht passieren.

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  10. Das unterscheide ich, keine Sorge. Dennoch ist und bleibt Glucose der ultimative Treibstoff für den Körper und die Ketose ist ein absolutes Notfallprogramm.
    Für die Ketogene 'Ernährung muss man unter 50 g KHD am Tag essen und dass ist nur möglich indem man auf pflanzliche Nahrung weitestgehend verzichte und damit auf ihre Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, demnach ist eine ketogene Ernährung nicht zu empfehlen. Ein Fasten jedoch durchaus!

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  11. ach übrigens, vergessen zu sagen: bin Vegetarier. Allerdings unter Einschluss von Milchprodukten und Eiern.
    Damit ist ketogene Ernährung durchaus möglich. Tofu ist bei mir recht hoch im Kurs, erstens weil er richtig zubereitet super schmeckt (Fleisch ist echt ein schlechter Tofu-Ersatz) und außerdem eine prima kohlenhydratarme Proteinquelle ist. Zusammen mit gesunden Fetten und viel Gemüse geht das recht ausgewogen. Lediglich das meiste Obst muss ich durch Gemüse ersetzen.
    Was den "ultimativen Treibstoff" in unserer Ernährung angeht: also es gibt essentielle Fettsäure, essentielle Aminosäuren, aber keine essentiellen Kohlenhydrate. Inzwischen gibt's ja auch wieder vermehrt Forschung an ketogener Ernährung: an bestimmten Krebszellen, für die Glucose "ultimativ" ist, weil deren Mitochrondrien nur Milchsäuregährung können, was mit Ketonen nicht geht. Bei Multipler Sklerose vermutet man, das der oxidative Stress durch Glukose die Mitochondrien von Nervenzelle zerstört und ketogene Ernährung wahrscheinlich eine Hilfe für MS-Patienten ist.
    Meine eigene Erfahrung (ich hab das eigentlich nur zur Gewichtsreduktion angefangen, jetzt mach ich das auch so weiter):
    - Migräne komplett weg
    - Magensäure-Probleme weg (täglich Omeprazol konnte ich absetzen)
    - Darmtätigkeit normal (vorher Reizdarm)
    - Augen haben sich verbessert, so dass meine Lesebrille nicht mehr nötig ist
    - trotz des hohen Fettanteils bessere Cholesterin- und Blutfettwerte als vor 10 Jahren.
    Soviel dazu, ob man sowas empfehlen kann.

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  12. Diese "essentiell"-Theorie ist typischer Low Carb Bullshit.
    Muss daran liegen, dass nur 70% der Ketonkörper von Nervenzellen verstoffwechselt werden können, aber 100% der Glukose und LowCarber damit nur über 70% ihrer Hirnzellen verfügen können...Jede einzelne Zelle kann Glucose verstoffwechseln, nicht aber Ketonkörper, besonders die roten Blutkörperchen!
    Krebszellen lieben vor allem Fructose, nicht Glucose:
    Du musst dich vorher gaaaaaanz furchtbar ernährt haben, wenn du solche Probleme hattest, dass eine derartige Ernährung das verbessern kann. Solche Probleme hatte ich in meinem Leben nie.
    Naja, meine Kommilitonen brauchen auch Patienten, denen sie Stents einsetzten können. Guten Hunger und schönen Selbstmord!;-)

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  13. Ja, hab mich vorher kohlenhydratreich vegetarisch, mit viel Vollkorn, Hirse (find ich immer noch sehr lecker, aber muss ich halt etwas einschränken) Hülsenfrüchten Obst etc. gelebt. Als ich mit ketogen angefangen hab, dachte ich auch, ich tue mir etwas schreckliches an, aber was tut man nicht, Pfunde loszuwerden. Inzwischen geht es mir mental auch merklich besser: ich fühle mich heller, bin mit weniger Schlaf ausgeschlafen, ausgeglichener. Über die Jahreswende hab ich dann wieder Kohlenhydrate mitgegessen. Fazit: morgens nicht aus dem Bett kommen, Augen wieder schlechter, Omeprazol sofort voll wieder nötig, Reizdarm fing an.

    Mentale Effekte deckt sich mit der Studie der Charité Berlin siehe http://www.deutschlandradiokultur.de/wertvolles-fett.1067.de.html?dram:article_id=264101

    Bin echt auf das Paper mit den Ergebnissen gespannt.

    Ob Krebszellen Fructose lieben, solltest du vielleicht nochmal nachlesen, z.B. in British journal of cancer. Band 94, Nummer 4, Februar 2006, S. 578–585

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  14. Lass mich wissen, wenn dun Krebs bekommen hast!:-)

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