Donnerstag, 11. April 2013

Adipositas

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Ich muss gestehen, in der Vorlesung gestern, über Fehlernährung, war mir nicht alles neu. Behandelt wurde der physiologische Aspekt der Fehlernährung und das war eigentlich ziemlich spannend. Besonders wurde der Mechanismus der Sättigung als so außerdordentlich komplizirt definiert, dass er noch nicht mal erklärt wurde. Nur Ansatzweise, welche Hormone, Hirnstrukturen und Nerven eine Rolle spielen und wie Nahrung beschaffen sein muss damit sie sättigt. Sie muss, Barnard und Fuhrman wurden da bestätigt, Volumen und Gewicht haben und sie muss Nährstoffe enthalten.

Was noch erklärt wurde war, dass der Körper zwei unterschiedliche Mechanismen habe, um sein Gewicht zu regulieren. Einen langfristigen, der unglaublich genau sei, der über Insulin und Glucose gesteuert würde. Und einen kurzfristigen der über den Nervus vagus, Leptin, Ghrelin und Glucose gesteuert würde und sehr ungenau sei. Dabei faszinierte mich besonders, dass der Nervus vagus, der 10 Hirnnerv, Temperaturrezoptoren habe und somit auch die Temperatur des Essen eine Rolle spiele - was wahrscheinlich in der Rohkost eine Rolle spielt und in der Sättigungsmechanismus.

Aber eigentlich ging es um Adipositas. Fettleibigkeit und wie diese entsteht. Im Schnitt nähme jeder Mensch in seinem Leben 11,5 kg zu. Was ich eigentlich gar nicht schlimm fand, denn wenn jeder Mensch Normalgewichtig zur Welt kommt, können 11 kg doch noch nicht zu Adipositas führen! Das führt vielleicht zu einem BMI-Anstieg von 21 auf 25 aber noch nicht zum Metabolischen Syndrom. Sei's drum.
Im übrigen sei die Sterblichkeit bei einem BMI von 21-24 am geringsten. Unter- und Übergewichtige haben eine höheres Risiko zu sterben.

Das Problem bei Adipositas und dem Metabolischen Syndrom sei in erster Linie, das der Grundumsatz im Laufe des Lebens abnimmt. Mit 20 ist er am größten, danach sinkt er immer weiter. Jeder der sein Leben lang isst, wie als er 20 war, nimmt zu. Dabei nimmt man durchaus auch von Kalorien zu, zumíndest wurde aufgezeigt, was überhaupt Brennwert ist, wie er berechntet wird etc. Dabei sollte man aber niemals jemals unter 1200 kcal essen, denn das ist die Schwelle an der der Körper denkt, er sei am verhungen und müsse den Grundumsatz um 40% senken. Sehr interessant fand ich auch, dass wenn man während der Schwangerschaft auf Diät geht, der Körper der Schwangeren dann viel effizienter wird in der Ausnutzung der Nährstoffe der Nahrung. Diese Fähigkeit überträgt sie auf die Gene des Kindes und damit kommt das Kind mit dieser Fähigkeit Nahrung besser auszunutzen zur Welt und damit mit einer Neigung zur Fettleibigkeit.

Was ich auch noch sehr spannend fand war der Fall eines 11 jährigen Kindes, von dem die Professorin erzählte. Es wog 180 kg und starb an einem Herzinfarkt. So weit sind wir in dieser Welt gekommen. Wir haben den Punkt erreicht an dem es mehr Übergewichtige als Untergewichtige gibt.

Und dann ging der Beamer im Hörsaal kaputt und die Vorlesung wurde mehr oder weniger abgebrochen. Heute geht es weiter.

Menu des Tages am 10. April

Haferflocken mit Gojis, Stevia, Zimt, Banane, etwas Hafercuisin und Wasser

10 g Pacari Maca
Roggenbrot mit Hummus und Paprika

Gemüsepizza

Gemüsepizza ;-)

1 Banane
1 Möhre
Salat aus Romana, Paprika, Möhren, Pilze, Korriander, Mungobohnensprossen, Zucchini, Gurke, Avocado und Sojajoghurtdressing



So ein Sojajoghurtdressing ist wirklich super. Besonders, wenn man den Joghurt selber macht und eine fettarme Sojamilch wie die von Dennree dafür verwendet. Ich habe alle Packungen an Pflanzenmilch im Bioladen durchgelesen und finde die ist die beste. Sojadrink natur von Dennree. Provamel hat fast immer mehr Fett drin, außer in der Kokos-Reis-Variante, aber da sind mehr gesättigte Fette drin.

Wenn ich also aus Dennree Sojamilch selber Joghurt mache und daraus dann Joghurtdressing hat die Salatsauce nur 30 kcal und 1,3 g Fett. 1 EL Öl hätte 100 kcal und 9 g Fett. Das geht natürlich auch mit herkömmichem Sojajoghurt, der hat einen Hauch mehr Fett und Rezepte für Joghurtdressing gibt es auch reichlich im Internet.

Alles Liebe,

Silke

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