Samstag, 27. April 2013

Das Glutathion

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Ich war auch gestern noch völlig lädiert durch meine Nacht im Hostel und kam ohne Kaffee nicht durch den Tag. Dummerweise ist Freitag nämlich der anstrengendste Tag, den ich in der Uni habe, aber wie sich raus stellte wohl auch der spannendste: Biochemie Praktikum!

Ich lerne jetzt endlich all die Sachen, die ich immer schon wissen wollte, Sachen die in Büchern über Rohkost einfach nicht drin stehen, weshalb alle auf all diese Autoren reinfallen. Die Autoren haben selber keine Ahnung von Biochemie. Haben die meisten Menschen ja nicht. Ich auch nicht. Ich habe mir hingegen die Möglichkeit geschaffen etwas darüber rauszufinden, indem ich mir diesen Studienplatz besorgt habe. Eigentlich ist das sogar der einzige Grund, warum ich überhaupt Medizin studieren wollte. Ich hätte ja auch Ernährungswissenschaften machen können, aber ich denke, da geht es biochemisch einfach nicht so sehr ins Detail. Ich muss in Biochemie ein Referat halten über den molekularen Prozess der Entstehung von Arthrose!

Und gestern haben wir Proteine gespalten und die Einzelteile dann gewogen und nach ihrer Größe sortiert.

Genau, a propos Proteine. Es gibt da sei ein Tripeptid, also ein Protein mit 3 Aminosäuren namen Glutathion. Es besteht aus den Aminosäuren Glutaminsäure, Cystin und Glycin. Wenn ein Glutathion eine Schwefelbrücke ausbildet, fängt es freie Radikale ein und ist deshalb ein tolles Antioxidans. Ich hab es gegooglt um rauszufindn, was es damit noch auf sich hat und es stellte sich heraus, dass man Glutathion tatsächlich auch als Nahrungsergänzungsmittel kaufen kann. Es machte in den 90er Jahren mal als alternatives Krebsmittel von sich reden und es ist hitzeempfindlich. Es ist in Essen drin, es ist sogar in rohem Fleisch drin, anders alle andere Antioxidantien, die nur in Obst und Gemüse vorkommen und das gibt fleischessenden Rohköstlern dann natürlich Recht, dass rohes Fleisch besser ist als gekochtes.

Andererseits, was ich auch gestern beim Proteinespalten nicht gelernt habe ist, ob ein oral aufgenommenens Glutathion überhaupt die Magensäure und den Verdauungsprozess übersteht oder ob es da schon in seine Einzelteile zerlegt wird. Wenn dem so ist wie man fordern kann, dass der Körper es synthetisiert und wie man es dann dazu bringt Schwefelbrücken auszubilden um Radikale zu fangen.

Wie gut, dass es auch noch andere Antioxidantien gibt.

Allerdings hat mich das dazu inspiriert doch mal wieder mehr Rohkost zu essen und ich habe eingeweichte Gerste mit in meine morgendlichen Haferflocken gegeben und das war eine gute Idee: Mein neues Lieblingsmüsli ist Haferflocken mit Gojis in eine Schüssel füllen, eingeweichte Gerste mit Sojajoghurt, Banane und Zimt pürieren und über die Haferflocken geben

Menu des Tages am 26. April 2013

Frischkornbrei aus Haferflocken, eingeweichter Gerste, Gojis, Zimt, Sojajoghurt, Banane und Stevia
2 Kaffee, einer mit Zucker einer mit Süßstoff

Erdbeer Frühstücksriegel

Quinoapfanne mit Möhre und grüner Paprika

1 Banane
34 g Dinkelbrezeln

Pastasalat aus Dinkelpasta, Paprika, Oliven, Frühlingszwiebeln, Salz, Pfeffer, Balsamico, Knoblauchpulver und 1 TL Walnussöl

Ich hab 1900 kcal gegessen und war dennoch immer noch hungrig. Nach 14 Tagen Kalorienreduktion fängt mein Körper an zu meckern. Gleichzeitig habe ich auch nicht mehr weiter abgenommen, aber das soll wohl passen, wenn ich grundsätzlich weniger kcal verzehre als ich verbrauche passiert das dann irgendwann.

Leid tut mir, dass ich meine 3 Joggingeinheit diese Woche wegen meines Hosteldebakels und der darauffolgenden Müdigkeit nicht eingehalten habe. Naja, aber so ist das nun mal. Als ob mir das Laufen weglaufen würde! Haha!

Alles Liebe,

Silke

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