Dienstag, 19. März 2013

Hat Brian Clement seine Doktortitel gekauft?

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Ok, die Uni hat's mir gestern versaut. Oder besser die Uni-Mensa, die umgebaut wird und deshalb kein so großes Speiseangebot hat wie sonst. Genau wie unsere Mediziner-Mensa machen die derzeit vegan und vegetarisch im Wechsel und ich hatte das vergessen! Die Mensa wird umgebaut...immernoch...und seither ist das so. Ich esse zu selten in der Mensa, daher ist es mit entfallen.

Also stand ich dann da und es gab nur vegetarisch und zwar Kartoffelpuffer mit so was wie Käsegratin und Erbsen und Möhren. Dazu Salat und ne Banane. Das war nicht nur nicht vegan, sondern unter Garantie auch voll mit Fett und es war völlig versalzen.

Ja, ich hätte in die Abteilung mit der Salatbar wechseln können, aber ich war nicht alleine sondern in Gesellschaft eines Kommilitonen und daher habe ich vegetarisch genommen. Heute wollte ich eigentlich was mitnehmen, kam dann aber doch auf die glorreiche Idee mal auf der Internetseite der Mensa nachzuschauen, wie der Speiseplan diese Woche aussieht. Dienstag, Donnerstag und Freitag vegan. Ich verstehe aber wirklich nicht, warum sie nicht einfach jeden Tag vegan kochen! Ist ja nicht so als könnten Vegetarier kein veganes Essen essen, Veganer jedoch können kein vegetarisches Essen essen!

Was mich gerade aber wieder viel mehr beschäftigt ist folgende Frage: Hat Dr. Brain Clement von Hippocrates Health Institut, seinen Doktortitel gefälscht?

Diese Internetseite behauptet es hier und hier und es klingt alles durchweg plausibel, Ich glaube auch, dass man heftig verklagt werden kann, wenn man so was behauptet und es nicht stimmt.

Nicht dass Brian Clement sich einen Doktor in Schulmedizin gekauft hätte, nur in alternativer Medizin und in Ernährungswissenschaft aber er folgt am Hippocrates Health Institut in die Fußstapfen von Dr. Ann Wigmore, die tatsächlich Ärztin war. Was dieser Artikel zudem besonders kritisiert ist zum einen finanzielle Azocke, zum anderen, dass Patienten, wenn sie kurz davor sind zu sterben, entlassen werden um nicht in der Todesfallstatistik des Institut gelistet zu sein. Brian Clement behandelt Krebspatienten!!!!

Beide Artikel sind erst ne Woche alt und ich nehme an, dass man noch mehr davon hören wird oder dass Brian Clement seine Doktortitel nicht mehr verwenden wird wenn das publik wird und der Wahrheit entspricht. Aber traurig macht es mich auch irgendwie. Ich hab schon so viele vorsätzliche Lügen innerhalb der Rohkostszene mitbekommen! Das muss doch irgendwann mal gut sein. Da gibt es dann arme gutgläubige Menschen die darunter leiden...

Menu des Tages am 18. März

2 Becher Fertigporridge (Geschenk im Bioladen) mit Wasser

3 Grüntee

8 g Ombar
7 Mandeln
1 Banane

Kartoffelpuffer mit Käsegratin, Möhren und Erbsen in Sauce, Beilagensalat mir Balsamico und Olivenöl
1 Banane

1 Bananenbrotmuffin
½ Pikantbrot italienisch
750 g Brokkoli gedünstet mit Knoblauch, Salz und Pfeffer
Banane mit Mandelpüree
Sojajoghurt mit Kakao, Ahornsirup und Stevia

Sojajoghurt mit Apfelmus und Zimt
Essener Brot mit Soyananda-Aufstrich

Ich habe bewusst ein bisschen mehr Mandeln und Leinsamen in dem Pikantbrot integriert um Hautunreinheiten vorzubeugen und konnte leider nicht auf totalen Fettgehalt achten. Geht die ganze Woche nicht. Ich werde mit meinem Chemiepartner in die Mensa gehen, morgen mit etwas selbst mitgebrachtem, aber ich denke eh, dass diese Mischung aus lowfat gekocht und Rohkost schlussendlich meine optimale Ernährung ist. Ich bezweifele derzeit auch, dass ich überhaupt Cousens ausprobieren werden, weil ein typischer Tag bei ihm vorsieht, dass man als Zwischenmahlzeit vormittags und nachmittags einen Greenjuice verzehrt, was sicherlich sehr gesund ist, aber wie soll ich das denn hinkriegen? - Das geht sicher, wenn man in seinem Institut lebt, aber wie soll man das machen, wenn man sein Leben hat? Ich kriege das nicht hin und ich weiß auch nicht, ob ich das will. Auch aus finanziellen Gründen nicht. Besonders im Februar/März ist Gemüse besonders teuer. Der gefrorene Brokkoli hingegen ist immer gleich teuer, macht satt und ist voll mit Nährstoffen und kostet nur 1,59 €. Und ich liiiiiiiiebe Brokkoli einfach.

Ich finde auch jede Ernährung, die man jemandem empfiehlt, muss praktikabel sein und da schlägt Barnard Cousens einfach um längen. Außerdem nehme zumindest ich bei fetthaltiger Rohkost zu, bei lowfat immer ab. Und ich will außerdem nicht ewig den Chronometer benutzen daher ist es auch da sinnvoll nicht eher an Barnards sehr simple Ratschläge zu halten. Vielleicht komme ich gut zurecht, wenn ich einfach Öle weglasse und meine Speisen mit Nüssen oder Mandelpüree und so was anreichere. Und vielleicht sollte ich mich auch mal wieder bemühen wirklich 4 Mal die Woche joggen zu gehen um nicht zuzunehmen. Das müsste doch auch hinhauen, oder?

Alles Liebe,

Silke

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Kommentare:

  1. Kleines Feedback vom Sport- und Ernährungswissenschaftler:

    Also ich würde dir zu drei verschiedenen Trainingseinheiten raten. Ein langer, ruhiger Lauf, ein etwas kürzerer mit höherem Tempo und vielleicht einen Lauf an dem du Tempospielchen machst. Dann ein paar Körpergewichtsübungen, wie Sit-Ups, Kniebeuge, Liegestütz o.ä. und du wirst nie wieder in deinem Leben zunehmen ;-)
    Muskelmasse ist gold für den Körper, umso mehr du davon hast, umso mehr verbrennst du auch in Ruhe. Daher mach nie NUR Ausdauersport! Da wirst du dünn und schwabbelig. Muskeln machen dich straff UND schlank. Keine Frau will einen Hänge-Popo! ;-)

    Deinen Beschluss bei Barnard zu bleiben finde ich super! Es ist echt praktikabel im Alltag! Essen soll nicht zum Mittelpunkt im Leben werden! ;-)

    Alles Liebe!

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    1. "Essen soll nicht zum Mittelpunkt im Leben werden!"

      Haha, wie ironisch, das hier zu posten. Oder eher zynisch...
      Silke ist eine waschechte Orthoretikerin, da STEHT das Essen im Mittelpunkt, und man fühlt dich unwohl, wenn man auswärts nichts gescheites essen kann, und man plant, schon was man alles wohin mitnehmen muss etc pp.

      :D

      Tamina

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    2. Ach Tamina, wird wohl Zeit, dass ich dich zensiere, du bist ja garnicht nett! Oder bist du nur sauer, dass ich anderer Leute Tipps annehme, aber deine nicht?

      Das Thema Orthorexie habe ich hier in den Kommentaren schon tausenfach diskutiert...Aber gut, manche brauchen halt länger...

      1) Jeder der hier mit liest ist mindestens genauso sehr Orthoretiker wie ich!
      2) Orthorexie ist nach ICD-10 kein anerkanntes Krankheitsbild
      3) Ich fühle mich nicht schlecht, sondern finde es doof. Ich mache dauernd Ausnahmen in Gesellschaft und genieße das häufig sogar sehr. Aber nicht wenn ich Teste wie es sich mit einer lebesrettenden Ernährung im Alltag leben läßt.

      Das Bedürfnis andere Menschen verändern zu wollen ist hingegen ein Symptom von Schizophrenie, vielleicht packst du dir also lieber an die eigene Nase!

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    3. Zensur ist aus meiner Sicht nicht das Mittel der Wahl. Warum sollte ich jemanden zensieren, der nicht nett zu mir ist - ich spiegele ihn lediglich, somit ist er letztlich nicht nett zu sich selbst. Ich bin jedenfalls nicht darauf angewiesen, dass man nett zu mir ist. Davon abgesehen entscheide ich selbst für mich, ob jemand nett zu mir ist oder nicht - ist ja meine Wahrnehmung, für die der andere nix kann.

      Aber letztlich geht es mir genau so wie Dir, Silke (auch, wenn wir leicht unterschiedliche Ansätze haben) - es ist einfach nur traurig (meine Wahrnehmung), dass man fast nirgends noch einfach frische LEBENSmittel erhält, sondern lediglich verarbeitete NahrungsmittelPRODUKTE.

      In der Mensa (ebenso wie in unserer Kantine) würde ich verhungern - da bist Du noch sehr flexibel im Vergleich.

      LG, Ralph

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    4. So lange ich kein besseres Mittel finde für Leute, die mich immer wieder beleidigen oder belehren wollen, die nicht checken, dass sie auf mich ihren Scheiß projizieren, werden sie zensiert, bzw, werden sie nicht veröffentlich und auch nicht von mir gelesen.
      Meine Nerven sind mit dafür doch zu schade!

      LG Silke

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    5. Für mich stellt sich nicht die Frage, ob mich jemand beleidigen will (das ist seine Angelegenheit), sondern ob er mich beleidigen kann (das ist meine Angelegenheit). Wenn er das noch kann, dann habe ich da einen wunden Punkt, den ich mir mal näher anschauen sollte - deswegen macht mich der andere ja darauf aufmerksam, und deswegen bin ich ihm dafür auch dankbar.

      Jeder ist letztlich mein Spiegel ... wenn ich jemanden zensiere, dann immer, weil ich einen Teil meiner selbst nicht sehen will / nicht annehmen will / verdrängt habe.

      LG, Ralph

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    6. Nein, man muss sich nicht jede Beleidigung gefallen lassen. Lernen tut man da dennoch was raus.
      Arschlöchern kann man getrost aus dem Weg gehen!
      Online wie im richtigen Leben!

      LG Silke

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    7. Ob irgendetwas für mich eine Beleidigung ist, entscheide ausschließlich ich. Und wenn ich nichts als Beleidigung ansehe (egal, wie der andere das vielleicht gemeint haben könnte), dann habe ich auch keine Sorgen von wegen, ich müsste mir etwas gefallen lassen.

      Und wenn ich denke, das irgendwer ein Arschloch ist - na - wer denkt das dann? Ich! Und ich werde den Teufel tun und dem Anderen Macht über mich geben, indem ich ihm die Schuld an dem gebe, was ich denke. Nein - ich bin für mein Denken verantwortlich - nicht der andere, der kann exakt Null-komma-nichts dafür, was ich denke. Alles mein Denken! Und wenn ich mich dafür entscheide, dass es in meinem Leben keine Arschlöcher gibt (außer meinem eigenen), dann hat sich die Sache erledigt - ohne dass ich jemandem aus dem Weg gehen müsste.

      LG, Ralph

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    8. Ralph,

      ich will genau so wenig Dreck und Beleidigungen auf meinem Blog haben wie ich Hundescheiße in meiner Wohnung haben will.

      Und die Lösung dafür ist nicht, meine Einstellung zu Hundescheiße in der Wohnung zu ändern! Die Lösung ist die Hunde außen vor zu lassen oder sie stubenrein zu kriegen!

      Silke

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  2. Danke, das sind tolle Tipps!:-)))

    LG Silke

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  3. Hallo Silke,

    seit ich dich im Video von Rohtopia gesehen habe, lese ich bei dir mit und will dir nur mal sagen, dass ich deinen Blog sehr inspirierend finde! Echt toll, dass du ihn schreibst und uns so an deinen Studien teilhaben lässt. Hab schon viel gelernt :-)

    Viele Grüße
    Juliane

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  4. Liebe Juliane,

    das freut mich zu hören!:-) Danke!:-)))

    LG Silke

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  5. "Veganer jedoch können kein vegetarisches Essen essen!"

    Du meinst: Veganer wollen kein vegetarisches Essen essen, richtig?

    LG, Ralph

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  6. Ne, ich meine schon "können nicht", dann wäre die Definition "Vegane" für sie nicht mehr gültig!

    Ich bin ja kein Veganer und für mich stimmt schon zu, was du gesagt hat: Ich wollte nicht!:-)

    Silke

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