Donnerstag, 28. März 2013

Fettpunkte...

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Gestern habe ich mich erstmals wieder richtig wohl gefühlt, hatte ausgeschlafen, nur 1 Grüntee getrunken und nur 1 Riegel Schokolade und konnte mich beim Lernen konzentrieren. War nicht rastlos.

Unterdessen hat Courtney Pool einen Beitrag darüber geschrieben „Your Carreer might be making you a compulsive eater“ in welchem es schlussendlich um das selbe Thema geht. Um's Stressessen.

Aber Courney geht da noch weiter. Sie erzählt von Klienten, die sie hatte und die ein Juicefeasting gemacht haben, also Fasten mit viiiiiiiieeeeeel Saft und das für 1-3 Monate, denen in dieser Zeit besonders aufgefallen sei, wie ihr Job sie zu Fressanfällen führe und einige von ihnen hätten sogar den Job hingeschmissen, auch wenn sie das zu Begin des Juicefeasting niemals jemals vorgehabt hätten.

Auch wenn das sehr weit geht, spricht sie da einen wichtigen Punkt an: Jemand der einen Job hat, der ihn nicht erfüllt, füllt sich dann gerne mit Essen. Oder mit anderen Genussmitteln. Ich hab in meinem Leben furchtbare Jobs gehabt und da war das ganz genau so. Und ehrlich, auch so ein Chemiepraktikum ist für mich nicht die Erfüllung. Das ist was, das man machen muss, um auf seine Weg weiter zu kommen. Das entscheidet man auch gar nicht selbst, sondern die Fakultät, nehme ich an.

So was hat jeder in seinem Job, auch wenn er den sehr gerne macht: ein Projekt oder eine Person, die halt nervt. Oder einen Abgabetermin. Bei Studenten sind das Klausuren und Testate. Ich käme niemals auf die Idee das Studium hin zu schmeißen, es macht ja auch Spaß und erfüllt mich auch, sogar mehr als eine arbeitslose Schauspielerin zu sein, aber den Druck würde ich gerne abstellen. Und den Druck macht mir schlussendlich das Bafögamt, das vorschreibt, dass ich nur ein gewisses Zeitfenster habe um zu studieren. Ohne das würde ich mir einfach viiiiiieeeel mehr Zeit lassen.

Und so ist immer irgendwo wieder der Geldfaktor im Spiel, auch, wenn man in einem ungeliebten Job arbeitet, gestresst ist und sich in Fressanfälle flüchtet. Ich weiß natürlich, dass man die Dinge nie des Geldes wegen machen soll, sondern immer nur, weil man Lust darauf hat, aber dieses Abwägen zwischen Geld und Spaß ist immer wieder eine Herausforderung im Leben. Wenn man superarm ist, so wie ich vor 2 Jahren, oder jetzt, wo ich bestens versorgt bin, mir aber das Bafögamt im Nacken sitzt!

Aber darum sollte es heute eh nicht gehen, sondern um meine Erfahrung mit Fettpunkten!;-)

Vorher aber noch ein kleines Schmankerl: Der Bioladen hat Eierprobleme. Die Demetereier haben Lieferschwierigkeiten. Ist das zu fassen? Ehrlich, als ob die Hühner, nur weiß Ostern ist, jetzt mehr Eier legen würde????????????? - Arme Hühner. Sie tun mir jetzt leid. Normalerweise vermeide ich es an Tierleid zu denken. Ich kann auch "Earthlings" überhaupt nicht gucken. Und ich finde es zum Kotzen, wenn jemand Fotos von leidenden Tieren bei Facebook postet. Ich bin mit meinem Essen fein raus aus der Schuld daran und will mich damit nicht mehr auseinandersetzten. Punkt!

Fettpunkte zählen: Ich habe ja letzten Sommer mal die für mich großartigste Diät überhaupt gemacht. 1700 kcal und unter 20% Fett und das hat super funktioniert. Das Gewicht schmolz nur so dahin. Seit dem habe ich wieder 3-4 Kilo zugenommen und vielleicht wird ja jetzt irgendwann Sommer! Vielleicht auch nicht.

Also ich wiege gerade 62,8 kg bei einer Größe von 1,69 m. Völlig im Rahmen. Letzten Sommer war ich bei 59,3 kg und eigentlich wolltet ich auf 58 kg kommen. Aber nach 6 Wochen dieser tollen Diät wurde ich nicht mehr satt. Hatte dauernd Hunger und hab das ganze abgebrochen.

Was ich noch nie gemacht habe, außer als ich Grahams 80/10/10 gemacht habe, war Fett zu reduzieren aber die Kalorien links liegen zu lassen. Es gibt Leute die bei 80/10/10 und 3500 kcal zunehmen, was schlussendlich nur an der Fructose liegen dürfte, weniger an der Glucose. Wie ich gestern feststellen durfte landet man bei 30 g Fett ungefähr bei 10% und damit auch beim Ideal von Esselstyn und T. Colin Campbell. Erstaunlich aber wahr! Mit den 50-60 g Fett, die man laut Susanne Schmidt verzehren darf, wenn man das Gewicht halten will, landet man also bei etwa 20% Fett, was auch ich als ideal empfinde um damit gut zu leben, gesund zu sein und sein Gewicht zu halten. (Kleiner Witz am Rande: Fr. Schmidt schreibt natürlich auch dass pflanzliche Fette besser sind als tierische Fette, hat aber in jedem ihrer Rezepte tierische Produkte drin. Wir erinnern uns: Eine fettarme nicht vollwertige, nicht vegane Ernährung hat in einer Studie gezeigt, dass sie schlechter für Herzkrankheiten sei als eine mediterrane Ernährung.)

Also habe ich 35,7 g Fett gegessen und 2255 kcal. 13,8% der Kalorien kamen aus Fett. Wenn ich Pickel kriege muss ich mehr Rohkost essen. Punkt. Mehr Fett geht nicht. Nicht wenn ich 3-4 kg verlieren will. Ach so, an Karfreitag ist Barnard rum, daher will ich am Samstag meinen Cholesterinspiegel messen lassen.

Was habe ich gestern gelernt? Barnards bevorzugtes Früchstück, Haferflocken, hat relativ viel Fett: 135 g Haferflocken habe ich gegessen und das waren schon 9 g also ein Drittel der Tagesdosis. Habe im Bioladen gestern daher fettärmere Frühstücksflocken gekauft. Zweitens: nicht alle Brötchen haben nur 1 g Fett, wie ich laut Susanne Schmidts Tabelle dachte: Mehrkornbrötchen haben 3g und ich habe im Bioladen eins davon gegessen ohne was drauf. Daher bin ich auch bei 35 g Fett gelandet, statt der angepeilten 30 g. Gezählt hat natürlich der Cronometer für mich. Man kann aber auch eine Kalorientabelle nehmen, und auf und abrunden, wenn man Kommazahlen hat und das Prinzip dann so umsetzten. Hat den Vorteil, das Obst und Gemüse dann gar nicht zählen. Ich habe gestern z.B. 1 g Fett allein aus Bananen verzehrt.

Ach ja, Fr. Schmidt sagt auch noch, dass man nicht weniger als 30 g Fett verzehren solle, weil dann gewisse Stoffwechselprozesse evt. nicht mehr einwandfrei ablaufen...

Menu des Tages am 27. März

Haferflocken, grobkörnig, mit Rosinen und Bananen
10 g Pacari Schokolade 70% (4,4 g Fett)

330 g Möhrenschnitze
1 Bananen-Quinoa-Muffin (1,4 g Fett)

Pastasalat mit Bohnen aus Rucola, Dinkelpasta, Oliven, Paprika und Walnuss-Tomaten-Dressing


1 Banane
100 g Sojajoghurt mit Stevia

1 Mehrkornbrötchen, pur, Vollkorn

Mehr Salat von mittags
2 Bananen
220 g Möhrenschnitze

Schokolade könnte man sich bei so einem Programm besser sparen, dafür aber um so mehr Bananen-Quinoa Muffins. Die werde ich morgen noch mal mit Stevia backen und über Ostern mit zu meinem Vater nehmen. Dann habe ich fettarmen Kuchen, für die Feiertage!

Last, but not least, für all die Sojafeinde da draußen: Eine Studie, die gezeigt hat, dass Sojaprodukte die Überlebensrate bei Lungenkrebs steigert. Lungenkrebs ist mit einer der schlimmsten Krebsarten. Präventiv kann man dagegen viel Obst und Gemüse essen und natürlich nicht rauchen. Wenn es einen erwischt hat ist die 5 Jahren Überlebesquote (ich glaube, bin mir aber nicht sicher, ob ich mich recht an die Vorlesung dazu erinnere) 20%. Also nur 20% schaffen es nach der Chemo, Bestrahlung und Co. den Krebs nicht mehr wieder kommen zu lassen in den 5 Jahren danach. Diese Studie, in Shanghai zeigte an Frauen dass ihre Überlebensrate stieg je mehr Soja sie vor und nach dem Krebs zu sich genommen haben. Ähnliches soll für die Prävention von Brust- und Prostatakrebs gelten.

Alles Liebe,

Silke

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1 Kommentar:

  1. Das mit der Soja- Studie ist echt beruhigend zu hören! Ich versuche jeden Tag nicht mehr als 500g Sojamilch/Sojajoghurt zu essen und an Tagen mit Tofu gar keine Silch zu trinken, aus Angst, dass es zu viel wird und schädlich für Schilddrüse etc ist :( Da haben mir so blöde Omnis einen FLoh ins Ohr gesetzt grr

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