Ich lese gerade so ein cooles Buch: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern
Es ist quasi die wissenschaftliche Erklärung für alle Zusammenhänge in der Psychosomatik. Dass ich dieses Buch überhaupt gekauft habe, habe ich auch wieder Angelina Jolie zu verdanken. Es ist unglaublich, was ich alles dadurch gelernt habe, dass ich mich so über ihre Brustamputation aufgeregt habe. Und an alles, was emotional in einem verhaftet ist, kann man sich auch esser erinnen!!!
Der Autor und das Buch wurden in einem Artikel über Epigenetik erwähnt, also der Wissenschaft darüber, dass auch Dinge, die nicht in unserem Genom verankert sind, Einfluss auf genetische Auswirkungen haben, einfach weil es auch Faktoren gibt, die kontrollieren ob Gene abgeschrieben werden oder nicht. Wenn sich z.B. eine Methylgruppe an ein Gen setzt, wird dieses einfach nicht kopiert. Dann können 1000 Mutationen auf diese Gen sein, es hat keinerlei Auswirkungen.
Der Autor Joachim Bauer ist Molekularbiologe, Neurobiologe und Arzt mit Ausbildung als Internist, Psychologe und Psychiater und leitet als Prof, Dr. die Abteilung Psychosomatische Medizin der Universitätsklinik Freiburg. Also ein Mann, dessen Kompetenz wirklich nicht angezweifelt werden kann.
Das Buch handelt also davon, welche Gene bei welchen Gefühlen abgeschrieben werden um dann Botenstoffe zu synthetisieren, die dann wiederum Auswirkungen auf die Organe haben. Schlussendlich ganz leicht und logisch. Dass Psychosomatik existiert und funktioniert ist soweit ja eh klar. Ich finde auch nicht mal, dass Zweifler überzeugt werden müssen denn zumindest an der Uni Köln wird der psycholsomatik Kram bereits im ersten Semester gelehrt.
Er schreibt dabei aber auch über so Sachen wie, dass, wenn man als Kind eine sichere Bindung zu seiner primären Bezugsperson hatte, man später im Leben leichter mit Stress fertig wird. Und Stress wird ja mit fast jeder Krankheit in Verbindung gebracht, einfach weil Stess Cortisol ausschüttet, welches das Immunsystm unterdrückt und dann haben alle Feinde des menschlichen Körpers leichtes Spiel. Alle Bakterien und Viren, aber auch alle Tumorzellen.
Eine weitere Studie, von der er schreibt, fand ich auch sehr interessant: In Stresstests, bei denen der Partner des Probanden anwesend sein und helfen durfte, stellet sich heraus, dass wenn der Proband ein Mann war und seine Partnerin, die ihn unterstützen durfte, eben eine Frau, war der Stress des Mannes wesentlich geringer. Wenn aber eine Frau Proband war und ihr Partner ein Mann, war das Stresslevel genau so hoch, wenn nicht gar höher!!! Bauer erklärt das nicht näher, sondern sagt nur dass evtl. Frauen bessere Bindungspartner seien. - Oder Frauen leiden an so viel Gefallsucht und fühlen sich so wenig untersürzt, dass sie sogar ein einer Beziehung gestresst sind (...und dann auch wieder Stress machen: Ihren Kindern und ihren Partnern...)
Das beste Heilmittel für Stress und sowieso alles Psychosomatische seien zwischenmenschliche Beziehungen. Das hänge alles wieder genau so mit der allerersten Beziehung zur ersten Bezugsperson zusammen. Also jemand, der eine liebevolle Mutter hatte, hat weniger Stress, neigt dazu auch wieder liebevolle Beziehungen aufzubauen und wird weniger krank.
Obwohl, dann bei Nähe betrachtet, zumindest in meiner Familie, macht das keinen Sinn. Meine Schwester hatte eine liebevolle Mutter, gerade weil sie krank war. Nicht, dass das ihrer Krankheit irgendwie geholfen hätte. Vielleicht hat aber auch meine Mutter all ihren Stress auf meine Schwester übertragen, denn es gibt da ja auch noch die Spiegelneurone. Die aktivieren Neurone, also Nervenzellen im Gegenüber und zwar genau die gleichen Neurone.
Ich mache auch in letzter Zeit ganz bewußt die Erfahrung, dass die Luft in einem Raum, gefüllt mit 50-100 nervösen Studenten vor einer Klausur oder Testat stresshormongetränkt ist und sich diese Atmosphäre sofort auf einen selbst überträgt. Kürzlich kamen 30 Schulkinder in eine Bahn, in der ich saß und auch da war sofort Stress in der Luft. Das könnten auch Spiegelneurone sein. So hat der Stress meiner Mutter meine Schwester evtl. krank gemacht und das könne wiederum nur daran gelegen haben, dass sie selbst als Kind schon keine sichere Bindung hatte, Wenn jemand, wie meine Mutter, aber mit Sätzen wie "Ich hasse alle gesunden Menschen" um sich wirft, kann man da auch nicht mehr helfen.
Was mich nun interessiert ist aber folgendes: Wenn es Spiegelneurone und Psychosomatik gibt, wie stehen dann die Neurone mit der Außenwelt in Verbindung bzw. warum existiert das Gesetz der Anziehung? Klar ist, dass ich, wenn ich meine Gedanken verändere, ich auch meine Genexpression verändere. Ich schütte andere Botenstoffe aus. Aber was macht die Außenwelt dann? Sind das bei den nervösen Studenten vielleicht auch nicht die Spiegelneurone, sondern ist wirklich die Luft stresshormongetränkt? Immerhin nehmen wir ja auch aus der Luft Stoffe wie Sauerstoff auf und reagieren auch auf Sonnenlicht. Könnte es da draußen noch mehr geben, worauf wir körperlich reagieren? Und das auf uns reagiert?
Schlussendlich egal, denn es funktioniert. Es funktioniert sich in Gelassenheit zu üben und es funktioniert positiv zu denken. Denn dann schüttet man gewisse Botenstoffe eben nicht aus, die schlussendlich nur zum Scheitern, zu Unglück und zu Krankheit führen.
Menu des Tages am 18. Juli
1 Grüntee
3 g Spirulina
rohes Müsli mit Banane, Sunwarrior, Traubenkernmehl, Leinsamen
8 g Ombar kokos
Greensmoothie aus Blattsalat, Banane, Orange, Sunwarrior, Leinsamen
3 TL Carobella (Rohtella nur mit Carob)
Weißkohlsalat - hab kein Foto gemacht, aber das Rezept ist so gut, das gibt es nächste Woche im Newsletter
350 ml Kokoswasser
gefrorene Banane mit Fleisch der jungen Kokosnuss püriert
Salat aus Chinakohl, Blattsalat, Radieschen, Möhren, Blumenkohl, Brokkoli, Knoblauch, Tibetsalz, Walnussöl, vegane rohe Aioli, Linsenkeime, Thymian und Apfelessig
Ich denke, das Resultat des Wochenendes ist, dass ich ca. 1 kg zugenommen habe. Schlussendlich ist das aber keine Katastrophe, da ich ja endlich weiß, wie man abnimmt. Ich werde die Kalorien aber nicht reduzieren, sondern dabei bleiben. Davon habe ich nie zugenommen. Allerdings bin ich morgen mit einem hinreißenden, interessanten Mann verabredet um eine Flasche Rotwein zu leeren und, ehrlich gesagt, das macht mir Sorgen. Weiß der Himmel, auf was für Gedanken ich komme, wenn ich ne Flasche Rotwein leere!;-))) Möglicherweise werde ich die Kalorien dann am Sonntag durch Ausschlafen einfach einsparen.
2139 kcal, 29,4% Fett, Omega 3:6 war 1:2,5, Eiweiß 81,6 g. Nur Vitamin E war 4% zu wenig. Alles gut. Geht doch nix über Salat - auch wenn er ein reiner Restesalat aus allem, was man noch im Kühlschrank hat, ist.
Kokosfleisch und Banane zu Eis zu kombinieren, kommt übrigens nicht allzu gut. Anders als ich gedacht hatte. Kann man drauf verzichten.
Alles Liebe,
Silke
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